DE1183682A - Verfahren zur Stabilisierung von synthetischen linearen Polyamiden - Google Patents
Verfahren zur Stabilisierung von synthetischen linearen PolyamidenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C 08 g
Deutsche Kl.: 39 c -10
Nummer: 1183 682
Aktenzeichen: M 53379IV d/39 c
Anmeldetag: 28. Juni 1962
Auslegetag: 17. Dezember 1964
Bei der Herstellung von Textilerzeugnissen und anderen geformten Gegenständen aus Polyamiden
beeinträchtigt die Einwirkung von Wärme und Licht oft ernsthaft die Bruchfestigkeit und die Dehnung
von z. B. Fäden und die Farbe von manchen Fertigerzeugnissen, die aus dem Polyamid hergestellt sind.
Um die Widerstandsfähigkeit von Polyamiden gegen die Verschlechterung oder den Abbau durch Wärme
und Licht zu verbessern, sind schon verschiedene Stabilisierungsmittel verwendet worden, welche die
Polyamide so stabilisieren sollten, daß sie bei Aussetzen gegenüber Wärme und Licht oder anderen Bedingungen,
welcheunerwünschteÄnderungeninihren Eigenschaften herbeiführen können, unverändert bleiben.
Die Erfindung besteht in einem Verfahren zur Stabilisierung von synthetischen linearen Polyamiden
gegen die Einwirkung von Wärme, Licht, Feuchtigkeit oder Sauerstoff durch Zusatz von Stabilisierungsmitteln zu den polyamidbildenden Ausgangsstoffen,
der polyamidbildenden Reaktionsmischung oder der heißen Polyamidschmelze, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß man als Stabilisierungsmitteleine Arylphosphorhalogenverbindung
verwendet.
Mit den erfindungsgemäß zu verwendenden Stabilisierungsmitteln können Polyamide, z. B. die in den
USA.-Patentschriften 2 071 250, 2 071 253 und 2 130 948 beschriebenen, vergütet werden. Es kommen
insbesondere zwei Arten von Polyamiden in Betracht, nämlich diejenigen, die aus polymerisierbaren Monoaminomonocarbonsäuren
und ihren amidbildenden Derivaten, z. B. Caprolactam, erhältlich sind, und diejenigen, die aus der Umsetzung von geeigneten
Diaminen und geeigneten Dicarbonsäuren oder amidbildenden Derivaten von zweibasischen Dicarbonsäuren
erhältlich sind.
Erfindungsgemäß verwendet werden können Arylphosphorhalogenverbindungen,
wie Phenylphosphordichlorid, Phenylphosphordibromid, Phenylphosphordijodid, Diphenylphosphorbromid oder Diphenylphosphorchlorid.
Die Menge dieser Verbindungen, die gemäß der Erfindung zugegeben werden kann, variiert gemäß
der Art des zu stabilisierenden Polyamids und dem Molekulargewicht, welches man in dem endgültigen
Polymerisat zu erhalten wünscht. Es können 0,05 bis 5 Gewichtsprozent vorzugsweise 0,5 bis 2 Gewichtsprozent,
der Arylphosphorhalogen verbindungen mit Erfolg zur Anwendunggelangen. DiegenaueMenge der jeweiligen
Arylphosphorhalogenverbindung, welche zur Erzielung einer guten oder geeigneten Stabilisierung
notwendig ist, kann durch einen einfachen Versuch bestimmt werden.
Verfahren zur Stabilisierung von synthetischen
linearen Polyamiden
linearen Polyamiden
Anmelder:
Monsanto Company, St. Louis, Mo. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. E. Wiegand, München 15, Nußbaumstr. 10,
und Dipl.-Ing. W. Niemann, Hamburg 1,
Patentanwälte
Als Erfinder benannt:
Leldon Maurice Thompson, Decatur, AIa.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 29. Juni 1961 (120 511)
Die Arylphosphorhalogenverbindungen werden zu den oben angegebenen Zeitpunkten vor der Vollendung
der Kondensation bzw. Polymerisation zugesetzt Das Stabilisierungsmittel wird dadurch dem Polymerisat
selbst einverleibt und bleibt nicht auf die Oberfläche beschränkt.
Dies ergibt einen viel länger dauernden Stabilisierungseffekt, als er mit einem bloßen Oberflächenüberzug
erhältlich sein würde.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines Beispiels näher erläutert, in welchem sämtliche Teile
und Prozentsätze auf das Gewicht bezogen sind.
Eine Polyamidsalzlösung von annähernd äquimolaren Anteilen von Hexamethylendiamin und Adipinsäure
wurde nach hier nicht beanspruchtem Verfahren hergestellt. Es wurde dann erfindungsgemäß 0,1 Gewichtsprozent
Phenylphosphordichlorid der Lösung zugegeben und anschließend auf hier nicht beanspruchte
Art kondensiert und eine Faser hergestellt. Die erhaltenen Ergebnisse sind nachstehend in der
Tabelle zusammengefaßt. Die Belichtungsergebnisse wurden auf 100 SFH (Standard-Fadeometer-Stunden)
in einem Atlas-Fadeometer nach den Methoden, die
409 758/412
von dem Technical Manual of the American Association of Textile Chemists and Colorists, Howes
Publishing Co., 44 E. 23rd Street, New York City (1957), empfohlen sind, bezogen. Wärmemessungen
wurden auf ein Aussetzen von 8 Stunden gegenüber 2000C in einem Heißluftofen bezogen.
Zusatzstoff
Kontrolle
Phenylphosphordichlorid
% Gehalt nach 100 SFH
Festigkeit Dehnung
33
69
69
27 52
°/o Gehalt nach 8 Stunden bei
2000C ίο
Festigkeit
35 56
Dehnung
20 31
Dieses Beispiel zeigt eine verbesserte Wärme- und Lichtstabilität von Polyamiden. Die Festigkeit und
Zähigkeit bei Belichtung sind um 100% verbessert, ao
Claims (3)
1. Verfahren zur Stabilisierung von synthetischen linearen Polyamiden gegen die Einwirkung von
Wärme, Licht, Feuchtigkeit oder Sauerstoff durch Zusatz von Stabilisierungsmitteln zu den polyamidbildenden
Ausgangsstoffen, der polyamidbildenden Reaktionsmischung oder der heißen Polyamidschmelze, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Stabilisierungsmittel eine Arylphosphorhalogenverbindung
verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Arylphosphorhalogenverbindung
in einer Menge von 0,05 bis 2 Gewichtsprozent verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Arylphosphorhalogenverbindung
Phenylphosphordichlorid, Diphenylphosphorchlorid oder Phenylphosphordibromid
verwendet.
409 758/412 12.64 © Bundesdruckerei Berlin
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1183682A true DE1183682A (de) | 1964-12-17 |
Family
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