DE902089C - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten von der Art der linearen Polyamide - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten von der Art der linearen PolyamideInfo
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
- C08G69/00—Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic amide link in the main chain of the macromolecule
- C08G69/02—Polyamides derived from amino-carboxylic acids or from polyamines and polycarboxylic acids
- C08G69/08—Polyamides derived from amino-carboxylic acids or from polyamines and polycarboxylic acids derived from amino-carboxylic acids
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Description
(WJGBL S. 175)
AUSGEGEBEN AM 18. JANUAR 1954
B 5g25 IVc 13g c
der linearen Polyamide
(Ges. v. 15. 7. 51)
Kondensationsprodukte von der Art der linearen Polyamide, die durch Polykondensation von Aminocarbonsäuren
oder ihren Lactamen, ζ. B. von ε-Caprolactam, für sich oder im Gemisch mit anderen polyamidbildenden
Verbindungen erhältlich sind, enthalten häufig mehr oder weniger große Mengen monomerer
oder niedrigmolekularer Anteile, die beim Lagern ausschwitzen. Die unter Verwendung solcher
Kondensationsprodukte hergestellten Gegenstände werden unansehnlich und können durch Abrieb auf
anderen Gegenständen, mit denen sie in Berührung kommen, Flecken erzeugen.
Es wurde nun gefunden, daß man diese Nachteile vermeiden kann, wenn man bei der Kondensation geringe
Mengen solcher Verbindungen zusetzt, die neben einer Carboxyl- oder Aminogruppe mindestens zwei
Oxygruppen oder eine Äthergruppe enthalten. Geeignet
sind z. B. y-Äthoxy- oder y-n-Butoxybuttersäure, Diäthanolamin, Dipropanolamin, Dibutanolamin und
Amino-dimethylol-methan, -äthan, -propan oder -butan sowie deren Alkyläther, ferner 3, 5-Diäthyl-6-aminomethyl-3,
4-dihydropyran oder 3, 5-Dimethyl-6-aminomethyl-3, 4-dihydropyran.
Man verwendet von den genannten Verbindungen je nach ihrer Art und der Art der zur Kondensation
benutzten Ausgangsstoffe etwa 0,1 bis 10 %, doch sind
zuweilen auch geringere oder größere Mengen angebracht. Die jeweils günstigste Menge läßt sich durch
Vorversuche leicht ermitteln.
Polyamidbildende Ausgangsstoffe, denen die genannten Verbindungen zugesetzt werden sollen, sind
außer ε-Aminocapronsäure und deren Lactam andere
(«-Aminocarbonsäuren und Lactame, wie co-Aminoheptansäure,
und die Gemische dieser Aminocarbonsäuren bzw. Lactame mit dicarbonsäuren Salzen von
Diaminen oder äquivalenten Gemischen von Dicarbonsäuren und Diaminen, z. B. von Adipin-, Pimelin-,
Azelain-, Kork-, Sebacinsäure, Nonan- oder Dekandicarbonsäure, Ketopimelinsäure oder Cyelohexandiessigsäure
einerseits und Hexa- oder Dekamethylendiamin, 4, 4'-Diaminodicyclohexylmethan oder ω, (η-Diaminodipropyläther
von 1,4-Butan- oder 1,6-Hexar.-diol
andererseits. Man kann die obengenannten Zusätze den polyamidbildenden Ausgangsstoffen vor oder
während der Kondensation zusetzen. Diese selbst wird in bekannter Weise ausgeführt.
Die auf diese Weise gewonnenen Kondensationsprodukte besitzen außer dem bereits obenerwähnten
Vorteil, daß kein Ausschwitzen und Abreiben niedrigmolekularer Kondensationsprodukte auftritt, im allgemeinen
eine etwas größere Weichheit, die für viele Zwecke erwünscht ist. Vielfach sind sie auch besser in
Lösungsmitteln löslich als die ohne die genannten Zusätze hergestellten Kondensationsprodukte.
Man hat bereits vorgeschlagen, bei der Herstellung von Polyamiden aus cyclischen Amiden, z. B.
Caprolactam, Mittel zuzusetzen, die den Amidring zu sprengen vermögen. Als solche Mittel wurden Wasser,
Alkohole, organische Säuren und organische oder anorganische Basen genannt. Unter den Carbonsäuren
sind auch Oxysäuren beiläufig erwähnt, ohne daß ein Beispiel dafür gegeben wird. In diesem Zusammenhang
wurden auch Zusätze von Aminoalkoholen, z. B. von Monoäthanolamin, als Stabilisiermittel für die
fertigen Polyamide empfohlen, wobei gesagt wurde, daß man sie auch gleichzeitig mit den den Amidring
sprengenden Mitteln dem Reaktionsgemisch zusetzen könne. Hieraus konnte nicht entnommen werden, daß
Verbindungen, die neben einer Carboxyl- oder Aminogruppe mindestens zwei Oxygruppen oder eine Äthergruppe
enthalten, die oben beschriebenen besonderen Wirkungen zeigen.
Die in folgenden Beispielen verwendeten Teile sind Gewichtsteile.
2000 Teile ε-Caprolactam, 4,6 Teile Diäthanolamin
und 1000 Teile Wasser werden in einem Druckgefäß
aus rostfreiem Stahl unter Ausschluß von Sauerstoff innerhalb 2 Stunden auf 2780 erhitzt, wobei der Druck
durch Ablassen der entsprechenden Menge Wasserdampf auf 17 bis 18 Atmosphären gehalten wird.
Dann wird der Druck bei der gleichen Temperatur innerhalb ix/2 Stunden langsam abgelassen und das
Ganze weiterhin I1Z2 Stunden bei Atmosphärendruck
auf dieser Temperatur gehalten. Beim Abdrücken des so erhaltenen Superpolyamids durch eine am Boden
des Druckgefäßes befindliche Öffnung in Wasser erhält man ein festes Kondensationsprodukt, das transparenter
und weicher ist als ein ohne Diäthanolamin oder bei Gegenwart der üblichen Stabilisatoren, wie Essigsäure
oder Adipinsäure, hergestelltes Produkt und beim Lagern praktisch kein Ausschwitzen zeigt.
Verwendet man statt 1000 Teile Wasser weniger Wasser, z. B. 24 Teile, so erhält man ähnliche Ergebnisse.
Verwendet man statt 4,6 Teile Diäthanolamin 81 Teile davon, so erhält man ein ähnliches Kondensationsprodukt,
das noch etwas transparenter ist.
1200 Teile adipinsaures Hexamethylendiamin, 800 Teile ε-Caprolactam, 9 Teile Diäthanolamin und
500 Teile Wasser werden in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise kondensiert. Man erhält ein in Methanol
lösliches Kondensationsprodukt, das weicher ist als ein ohne Diäthanolamin hergestelltes Produkt und
praktisch kein Ausschwitzen von monomeren bzw. niedrigmolekularen Anteilen zeigt.
Verwendet man statt 9 Teile 81 Teile Diäthanolamin, so erhält man ein ähnliches, aber etwas weicheres
Erzeugnis.
2000 Teile ε-Caprolactam, 10 Teile y-n-Butoxybuttersäure
und 1000 Teile Wasser werden in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise kondensiert. Man erhält
ein durchscheinendes, verhältnismäßig weiches Kondensationserzeugnis, das kein Ausschwitzen von
monomeren bzw. niedrigmolekularen Anteilen zeigt.
Ein aus 1200 Teilen ε-Caprolactam, 800 Teilen adipinsaurem
Hexamethylendiamin und 10 Teilen y-n-Butoxybuttersäure in gleicher Weise hergestelltes
Kondensationserzeugnis hat ähnliche Eigenschaften, ist aber in heißem Alkohol, wäßrigem Alkohol und
Gemischen aus Alkoholen, Chloroform und Wasser gut löslich.
Erzeugnisse mit ähnlichen Eigenschaften erhält man auch bei Verwendung anderer Äthercarbonsäuren.
2000 Teile ε-Caprolactam, 8 Teile 3,5-Diäthyl-6-aminomethyl-3,4-dihydropyran
und 1000 Teile Wasser werden in der in Beispiel 1 angegebenen Weise
kondensiert. Man erhält ein klares Kondensationserzeugnis, das keinerlei Abscheidung von Monomeren
zeigt. Es läßt sich ausgezeichnet zu Fäden, Folien oder
Bändern verarbeiten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten von der Art der linearen Polyamide durch Kondensation von Aminocarbonsäuren oder deren Lactamen für sich oder im Gemisch mit anderen polyamidbildenden Verbindungen unter Zusatz von Carbonsäuren oder Aminoverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Kondensation unter Zusatz von Stoffen ausführt, die neben einer Carboxyl- oder Aminogruppe mindestens zwei Oxygruppen oder eine Äthergruppe enthalten.I 5694 1.54
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB5925D DE902089C (de) | 1942-06-25 | 1942-06-26 | Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten von der Art der linearen Polyamide |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE895734X | 1942-06-25 | ||
| DEB5925D DE902089C (de) | 1942-06-25 | 1942-06-26 | Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten von der Art der linearen Polyamide |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE902089C true DE902089C (de) | 1954-01-18 |
Family
ID=25955890
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB5925D Expired DE902089C (de) | 1942-06-25 | 1942-06-26 | Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten von der Art der linearen Polyamide |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE902089C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1100951B (de) * | 1955-01-25 | 1961-03-02 | Nat Distillers Chem Corp | Verfahren zur Herstellung hochschmelzender linearer Polyamide |
-
1942
- 1942-06-26 DE DEB5925D patent/DE902089C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1100951B (de) * | 1955-01-25 | 1961-03-02 | Nat Distillers Chem Corp | Verfahren zur Herstellung hochschmelzender linearer Polyamide |
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