DE1183412B - UEberziehen von Cellulosehydratfolien mit Vinylidenchlorid-Mischpolymerisaten unter Verwendung eines Verankerungsmittels - Google Patents
UEberziehen von Cellulosehydratfolien mit Vinylidenchlorid-Mischpolymerisaten unter Verwendung eines VerankerungsmittelsInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: B44d
Deutsche Kl.: 75 c - 5/06
Nummer: 1183 412
Aktenzeichen: B 350Q6 VI b/75 e
Anmeldetag: 23. März 1955
Auslegetag: 10. Dezember 1964
Die Erfindung betrifft ein feuchtigkeitsfestes, bogenförmiges Verpackungsmaterial, das einen Überzug
aus einem Vinylidenchlorid-Mischpolymeren aufweist.
Es ist ein noch nicht vollständig gelöstes Problem bei der Herstellung von feuchtigkeitsfestem, bogenförmigem
Verpackungsmaterial, das aus einer Grundfolie aus regenerierter Cellulose besteht, die
mit einem Überzug aus einem Vinylidenchlorid-Mischpolymeren versehen ist, ein wirklich festes
Haften des Überzuges auf der Grundfolie zu bewirken. Oberflächenüberzüge aus Vinylidenchlorid-Mischpolymeren,
wie z. B. Vinylidenchlorid-Acrylonitril-Mischpolymeren,
haften verhältnismäßig schlecht auf Grundfolien aus regenerierter Cellulose u. dgl,
und die üblichen Maßnahmen zum Befestigen der bekannten feuchtigkeitsfesten Oberflächenüberzüge auf
der Grundfolie ergeben keine befriedigenden Ergebnisse, wenn sie auf diese Mischpolymeren angewendet
werden. Wenn jedoch ein gutes Haften des Oberflächenüberzuges auf der Grundfolie nicht erreicht
wird, so können natürlich die erwünschten guten Eigenschaften in bezug auf Feuchtigkeitsfestigkeit, Heißsiegelbarkeit, Biegsamkeit und Festigkeit, die den genannten Mischpolymeren zu· eigen
sind, nicht in vollem Umfange ausgenutzt werden.
Die Erfindung sieht ein feuchtigkeitsfestes, bogenförmiges Verpackungsmaterial vor, das eine Grandfolie
aus regenerierter Cellulose und einen feuchtigkeitsfest
machenden Oberflächenüberzug aus einem Vinylidenchlorid-Mischpolymeren umfaßt, der
auch dann fest auf der Grundfolie' haftet, wenn das feuchtigkeitsfeste Verpackungsmaterial für längere
Zeit in direkter Berührung mit Wasser oder Feuchtigkeit
gehalten wird. :
Es ist bereits bekannt, daß polymerisierte Äthylenimine
die Haftfestigkeit von hydrophoben Schichten auf Folien aus regenerierter Cellulose erhöhen' Die
Polyäthylenimine können auf die Cellulosehydratfolien aus verdünnter wäßriger Lösung aufgebracht
werden, z.B. aus einer: 1 "/eigen wäßrigen Lösung
oder aus einer verdünnten Lösung in einem organischen Lösungsmittel, z.B. einer 0,5"/eigen alkoholischen
Lösung. Auf dieser Cellulosefolie können wasserfeste Lacke verschiedenster Art einschließlich
polymerisierter Vinylverbindungen, wie Polyvinylchlorid u. dgl., verankert werden.
Es ist auch bereits ein Verfahren zur Herstellung von Folien und insbesondere Folien aus regenerierter
Cellulose, die mit Lackschichten überzogen sind, bekannt, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die
Folien vor dem Aufbringen der Lackschicht mit
Überziehen von Cellulöseh'ydratfölien mit
Vinylidenchiorid-Mischpolymerisaten unter ~
Verwendung eines Verankerungsmittels
Vinylidenchiorid-Mischpolymerisaten unter ~
Verwendung eines Verankerungsmittels
Anmelder:
British Cellophane Limited,
Bridgwater, Somerset (Großbritannien)
Vertreter:,
Dipl.-Chem. Dr. W. Koch, „■ ■
Hamburg-Großfiottbek,
und Dr.-Ing. R. Glawe,,
München 22, Liebherrstr. 20, Patentanwälte
Als Erfinder benannt:
William Berry j : ,, ....,.,
William Berry j : ,, ....,.,
Edward George Sanderson, -,„.-. ■
Bridgwater, Soiteset (Großbritannien) -
Beanspruchte Priorität:'* (' ' ''„.
GroßbritfRinien,ybpx'26,röai"J954 (15 601).
GroßbritfRinien,ybpx'26,röai"J954 (15 601).
einem Polyalkylönimin oder mit einem Polyalfcylen'-imingemisch
behandelt'werden.'Das Polyalkylenimin
kann der Mutterlösung zugesetzt weiden^ d.h. der
Lösung der Grundstoffe. für die -.Folie oder ■ dem
Weichmaeherbad, das in-der-.Verrichtufig^-zuriHer'-stellung
der Folie vorgesehen" ist Ein Gehalt an Imin von 0,1% oder weniger ist "Sir eine gute- 'Wirkung
ausreichende: ■■·■■'· ··-.■■■■■ r",:,;· :- '-■ ". . ' -.■.· ·.·-
Die Polyalkylenimine erwi^en* sich jedoch als
Verankenmgsmittel auf .Foliön<'iaus regenerierter
Cellulose in solchen Fällen als unvorteilhaft, in denen die zu verankernde^Überzugsschicht nicht aus
einem weichgemachten' Kunststoff, beispielsweise nicht aus einer waehshaltigen NitiofcelMos& bestand.
In diesen Färilen bevorzugte manuals Verankerungsmittel katibniscbe - Harnstoff-Fomaldehyd-ilarze.
Diese haben sich übrigens auch J gegenüber waehshaltigen
Nitröeelluloseschichten uöd arideren weich-'
gemachten Kunstetoffschdchten als das beste Verankerungsmittel
erwiesen ·ταΜ ■ sich infolgedessen in
der Technik· als Vetankerungsmdttel· für Lackschichten
auf Folien aus regenerierter Celialoser mehr ■ und
mehr eingeführt. ' ■
Wie nun gefunden wurde, ergibt sich bei der Verwendung der als Verankerungsmittel für polymere
Vinylverbindungen auf Cellulosehydratfolien bekannten Polyalkylenimine, vorzugsweise des Polyäthylenimins,
als Verankerungsmittel für Vinylidenchlorid-Mischpolymerisate eine überraschend hohe Verankerungsfestigkeit.
Die dabei erzielte Verankerung ist wesentlich fester als bei der Verwendung von Harnstofr-Formaldehyd-Harzen als Haftmittel. Diese
Polyalkylenimine sind verhältnismäßig niedrig polymer und haben eine Viskosität von etwa 100 Poise
in 2O°/oiger wäßriger Lösung bei 20° C. Das bevorzugte
Polyalkylenimin ist Polyäthylenimin.
Vorzugsweise wird bei der Verwendung der Polyäthylenimine gemäß der Erfindung die Behandlung
der Grundfolie mit dem Polyalkylenimin vor dem Aufbringen des Oberflächenüberzuges bereits
wobei der überschüssige Weichmacher in der oben angegebenen Weise entfernt wird, und es kann dann
das Polyalkylenimin in wäßriger Lösung, z. B. mittels Walzen- oder Sprühvorrichtungen, aufgebracht wer-5
den. Die Erfindung betrifft jedoch auch die Herstellung von Filmen, die keinen Zusatz an Weichmacher
enthalten.
Man kann aber auch die vor dem Aufbringen des Oberflächenüberzuges erfolgende Behandlung des
hervorragende Wirkung tritt jedoch bemerkens- io Grundfilmes mit dem Polyalkylenimin als besonderen
werterweise nur gegenüber Schichten ein, die aus Verfahrensschritt durchführen. Dabei kann z. B. der
Vinylidenchlorid-Mischpolymerisaten bestehen. fertig getrocknete Grundfilm mit einem dünnen Über-
Zur Verwendung gemäß der Erfindung geeignete zug aus einer flüssigen Zusammensetzung versehen
Polyalkylenimine können durch in bekannter Weise werden, die aus einem in einem organischenausgeführte
Polymerisation der entsprechenden 15 Lösungsmittel, wie z. B. Äthylenalkohol, gelösten
Alkylenimine hergestellt werden. Die bevorzugten Polyalkylenimin besteht, woraufhin dann das
Lösungsmittel von der Oberfläche des Filmes durch
Verdampfen unter Wärmeeinwirkung entfernt werden kann. Die Konzentration des Polyäthylenimins
20 in der flüssigen Zusammensetzung kann innerhalb
des Bereiches von 0,01 bis 1,0 Gewichtsprozent liegen, wobei ein Bereich von 0,05 bis 0,10 Gewichtsprozent
bevorzugt wird.
Der feuchtigkeitsfest machende Oberflächenüber-
während der Herstellung der Folie durchgeführt. Da- 25 zug aus Vinylidenchlorid-Mischpolymeren kann auf
bei kann z. B. wasserlösliches Polyalkylenimin der den Grundfilm aus einer Lösung in einem organi-Viskose,
aus der die Folie später in bekannter Weise sehen Lösungsmittel aufgebracht werden. Die Hergebildet
wird, zugesetzt werden. Vorzugsweise wird stellung von in organischen Lösungsmitteln löslichen
die Folie jedoch nach der Ausbildung der eigent- Vinylidenehlorid-Mischpolymeren und deren Auflichen Folie, und während sich diese noch in gel- 30 bringung auf Grundfilme aus regenerierter Cellulose
f örmigem Zustand befindet, mit Polyalkylenimin be- aus Lösungen in organischen Lösungsmitteln sind bei
handelt. Der Ausdruck »gelförmiger Zustand« wird kannt und beispielsweise in der britischen Patent-*
in der Beschreibung verwendet für den gequollenen schrift 622 481 beschrieben. Die bevorzugten Vinyli«·
wasserhaltigen Zustand, den die Folie ursprünglich denchlorid-Mischpolymeren zur Aufbringung aus
besitzt, wenn sie bei der Herstellung koaguliert wird 35 Lösungen in organischen Lösungsmitteln sind solche,
und bevor sie getrocknet wird, d. h. also auf alle die durch Polymerisation in bekannter Weise von
Gemischen aus 75 bis 92 Gewichtsprozent monomerem Vinylidenchlorid und 25 bis 8 Gewichts-«
prozent monomerem Acrylnitril und bzw. odes
vor dem Trocknen kontinuierlich durch ein wäß- 4° Methylmethacrylat erhalten werden, wobei die Ge-<
riges Bad geführt werden, das das Polyalkylenimin samtanteile 100% ergeben sollen. Geeignete orga·^
in der gewünschten Konzentration enthält. Die bevorzugte Konzentration an Polyäthylenimin in dem
wäßrigen Bad liegt innerhalb des Bereiches von
0,01 bis 1,0 Gewichtsprozent, berechnet auf das Bad- 45
gewicht, und insbesondere in dem Bereich zwischen
0,05 und 0,1 Gewichtsprozent. Das pH des Bades
ist nicht entscheidend und kann zwischen 4 und 11
liegen, wobei ein pH von 8 zur Erreichung der
besten Ergebnisse bevorzugt wird. Die Badtempera- 5° nen von Vinylidenchlorid-Mischpölymeren und did tür kann zwischen 15 und 80° C liegen, wobei eine Aufbringung derartiger wäßriger Mischpolymer* Temperatur von 60° C besonders geeignet ist. Wenn dispersionen auf Grundfilme aus regenerierter Celludas wäßrige Bad auch einen wasserlöslichen Weich- lose ist beispielsweise in der britischen Patentschrift macher für die Folie aus regenerierter Cellulose, 655 732 beschrieben. Bevorzugte Vinylidenchloridz. B. Glycerin, enthält, so kann die Behandlung mit 55 Mischpolymere zur Aufbringung von kolloidalen dem Polyalkylenimin und die Imprägnierung mit Dispersionen in wäßrigen Medien sind solche, die dem Weichmacher gleichzeitig erfolgen. Bevor die erhalten werden durch Polymerisation in wäßriger Folie in die Trockenvorrichtung eintritt, kann ein Dispersion eines Gemisches aus (a) 75 bis 98 Ge-Überschuß an Flüssigkeit mittels Abpreßwalzen wichtsprozent monomerem Vinylidenchlorid und (b) oder Rakel entfernt werden. Die Menge an Poly- 60 25 bis 2 Gewichtsprozent einer der folgenden Veralkylenimin kann durch Einstellung der Konzen- bindungen, die eine substituierte Vinylgruppe ent-'·- tration an Polyalkylenimin in dem wäßrigen Bad halten, oder einem Gemisch von zwei oder mehr derund bzw. oder durch Veränderung der Menge an artigen Verbindungen, wie z. B. monomerem Acrylüberschüssiger Flüssigkeit gesteuert werden. Falls es onitril, monomerem Methylmethacrylat, Methylerwünscht ist, das Polyalkylenimin gesondert von 65 acrylat und Äthylacrylat, wobei die Anteile zusam~ dem Weichmacher aufzubringen, kann die gelartige men 100 °/o ergeben sollen. Das Gemisch, aus dem Folie oder der gelartige Film zunächst mit einer wäß- das Vinylidenchlorid-Mischpolymere durch PoIyrigen Lösung des Weichmachers behandelt werden, merisation erhalten wird, kann ferner 0,25 bis
wäßrigen Bad liegt innerhalb des Bereiches von
0,01 bis 1,0 Gewichtsprozent, berechnet auf das Bad- 45
gewicht, und insbesondere in dem Bereich zwischen
0,05 und 0,1 Gewichtsprozent. Das pH des Bades
ist nicht entscheidend und kann zwischen 4 und 11
liegen, wobei ein pH von 8 zur Erreichung der
besten Ergebnisse bevorzugt wird. Die Badtempera- 5° nen von Vinylidenchlorid-Mischpölymeren und did tür kann zwischen 15 und 80° C liegen, wobei eine Aufbringung derartiger wäßriger Mischpolymer* Temperatur von 60° C besonders geeignet ist. Wenn dispersionen auf Grundfilme aus regenerierter Celludas wäßrige Bad auch einen wasserlöslichen Weich- lose ist beispielsweise in der britischen Patentschrift macher für die Folie aus regenerierter Cellulose, 655 732 beschrieben. Bevorzugte Vinylidenchloridz. B. Glycerin, enthält, so kann die Behandlung mit 55 Mischpolymere zur Aufbringung von kolloidalen dem Polyalkylenimin und die Imprägnierung mit Dispersionen in wäßrigen Medien sind solche, die dem Weichmacher gleichzeitig erfolgen. Bevor die erhalten werden durch Polymerisation in wäßriger Folie in die Trockenvorrichtung eintritt, kann ein Dispersion eines Gemisches aus (a) 75 bis 98 Ge-Überschuß an Flüssigkeit mittels Abpreßwalzen wichtsprozent monomerem Vinylidenchlorid und (b) oder Rakel entfernt werden. Die Menge an Poly- 60 25 bis 2 Gewichtsprozent einer der folgenden Veralkylenimin kann durch Einstellung der Konzen- bindungen, die eine substituierte Vinylgruppe ent-'·- tration an Polyalkylenimin in dem wäßrigen Bad halten, oder einem Gemisch von zwei oder mehr derund bzw. oder durch Veränderung der Menge an artigen Verbindungen, wie z. B. monomerem Acrylüberschüssiger Flüssigkeit gesteuert werden. Falls es onitril, monomerem Methylmethacrylat, Methylerwünscht ist, das Polyalkylenimin gesondert von 65 acrylat und Äthylacrylat, wobei die Anteile zusam~ dem Weichmacher aufzubringen, kann die gelartige men 100 °/o ergeben sollen. Das Gemisch, aus dem Folie oder der gelartige Film zunächst mit einer wäß- das Vinylidenchlorid-Mischpolymere durch PoIyrigen Lösung des Weichmachers behandelt werden, merisation erhalten wird, kann ferner 0,25 bis
Fälle für den Zustand, in dem die Folie noch vor dem endgültigen Trocknen gequollen ist. Dabei kann
die gelförmige Folie aus regenerierter Cellulose kurz
nische Lösungsmittel sind Methyläthylketon und ein" Gemisch aus gleichen Gewichtsteilen von Methyläthylketon und Toluol.
Der feuchtigkeitsfest machende Oberflächenüber-f
zug aus Vinylidenchlorid-Mischpolymeren kann auch auf den Grundfilm mittels einer kolloidalen Disper-f
sion in einem wäßrigen Medium aufgebracht werden.; Die Herstellung von wäßrigen colloidalen Dispersion,
2,5 Gewichtsprozent Itaconsäure oder Itaconsäureanhydrid enthalten, berechnet auf das Gesamtgewicht
der anwesenden mischpolymerisierbaren Bestandteile.
Die Dicke des feuchtigkeitsfest machenden Oberflächenüberzuges, der auf jeder Seite des Grundfilmes
ausgebildet wird, beträgt normalerweise etwa 0,0013 mm. Der feuchtigkeitsfest machende Oberflächenüberzug haftet fest auf dem Grundfilm, wenn
der überzogene Film in direkte Berührung mit Wasser bei Raumtemperatur für eine beträchtliche Zeitspanne
gebracht wird oder wenn er in direkte Berührung mit siedendem Wasser für mindestens
10 Minuten gebracht wird.
Der Film aus regenerierter Cellulose kann in bekannter Weise aus Viskose oder Kupferammoniumcellulose
oder aus einer anderen wäßrigen Dispersion von Cellulose hergestellt werden.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen besondere Ausführungsweisen des Verfahrens nach der
Erfindung.
Die in der Beschreibung angegebenen Anteile sind als Gewichtsanteile zu verstehen.
Ein feuchtigkeitsfestes, bogenförmiges Verpackungsmaterial wird in der folgenden Weise hergestellt:
Ein gereinigter gelförmiger Film aus regenerierter Cellulose mit einer Dicke von 0,023 mm, der in bekannter
Weise aus Viskose hergestellt ist, wird durch ein wäßriges Bad (pH=8) hindurchgefühlt, das eine
Temperatur von 60° C aufweist und folgende Zusammensetzung hat:
Glycerin 5,0 Teile
Polyäthylenimin 0,05 Teile
Wasser 94,95 Teile
Nach dem Verlassen des Bades wird der Film zwischen Abpreßwalzen hindurchgeführt, um die überschüssige
Flüssigkeit von der Filmoberfläche zu entfernen. Anschließend wird der Film dann dadurch
getrocknet, daß er über Trockenwalzen bei einer Temperatur von 100° C geführt wird. Der getrocknete
Film wird auf beiden Seiten in bekannter Weise mit einer 40%igen wäßrigen Dispersion von Vinylidenchlorid-Mischpolymeren
überzogen, das durch Polymerisation eines Gemisches aus 94% monomerem Vinylidenchlorid und 6% monomeren!
Methylmethacrylat in wäßriger Dispersion erhalten wird. Daraufhin wird der auf seiner Oberfläche mit
einem Überzug versehene Film bei 100° C getrocknet.
Das Ergebnis ist ein bogenförmiges Verpackungsmaterial, das aus einem Grundfilm aus regenerierter
Cellulose und einem feuchtigkeitsfest machenden Oberflächenüberzug aus einem Vinylidenchlorid-Mischpolymeren
besteht. Der Oberflächenüberzug, der eine Dicke von 0,0013 mm aufweist, wird auch
dann noch auf dem Grundfilm festgehalten, wenn das Verpackungsmaterial 15 Minuten lang ununterbrochen
in siedendes Wasser getaucht wird. Das Verpackungsmaterial ist besonders geeignet für
Verpackungen, die für lange Zeit in direkter Berührung mit Produkten sind, die große Mengen Wasser
oder Feuchtigkeit enthalten, wie z. B. Eiscreme, frisches oder gefrorenes Gemüse, Gefrierfleisch,
Käse und Butter.
Ein feuchtigkeitsfestes, bogenförmiges Verpakkungsmaterial wurde in folgender Weise hergestellt:
Ein gereinigter gelförmiger Film aus regenerierter Cellulose mit einer Dicke von 0,023 mm, der in bekannter
Weise aus Viskose hergestellt ist, wird durch ein wäßriges Bad (pH=8) geführt, das eine Temperatur
von 60° C und die folgende Zusammensetzung hat:
Äthylenglykol 5,0 Teile
Polyäthylenimin 0,1 Teil
Wasser 94,9 Teile
Nach dem Verlassen des Bades wird der Film zwischen Abpreßwalzen hindurchgeführt und in der
im Beispiel I beschriebenen Weise getrocknet. Der getrocknete Film wird auf beiden Seiten mit einer
Lösung aus 17,5% Vinylidenehlorid"MiscEpolymeren, das in einem Lösungsmittelgemisch aus 50%
ao Methylethylketon und 50% Toluol gelöst ist, überzogen,
Das Vinylidenchlorid-Mischpolymere wird durch Polymerisation eines Gemisches aus 90%
monomerem Vinylidenchlorid und 10 Vo monomerem Acrylnitril in wäßriger Dispersion sowie Abtrennen,
Waschen und Trocknen des Mischpolymeren erhalten. Das Überzugsbad wird auf einer Temperatur
von 55° C gehalten, und der überzogene Film wird bei 100° C getrocknet. Die Dicke des Überzuges auf
jeder Seite des Filmes beträgt 0,0013 mm.
Das Erzeugnis war ein bogenförmiges Verpackungsmaterial aus einem Grundfilm aus regenerierter
Cellulose und einem feuchtigkeitsfest machenden Oberflächenüberzug aus Vinyiidenchlorid-Mischpolymeren.
Der Oberflächenüberzug wird auch dann noch von dem Grundfilm festgehalten, wenn das
Verpackungsmaterial ununterbrochen während 60 Minuten in siedendes Wasser getaucht wird.
Ein feuchtigkeitsfestes, bogenförmiges Verpakkungsmaterial wird in folgender Weise hergestellt:
Ein fertig getrockneter FUm aus regenerierter
Cellulose mit einer Dicke von 0,023 mm, der durch Einverleibung von 15% Glycerin, berechnet auf das
Gewicht des ofentrockenen Filmes, weichgemacht worden ist, wird durch ein Bad aus einer l%igen
alkoholischen Lösung von Polyäthylenimin geführt. Nach dem Entfernen der überschüssigen Lösung von
der Filmoberfläche durch Rakel wird das alkoholische Lösungsmittel von der Filmoberfläche durch
Verdampfen unter Wärmeeinwirkung entfernt. Der getrocknete Film wird auf beiden Seiten mit einer
15%igen Lösung von Vinylidenchlorid-Mischpolymeren
in einem Lösungsmittelgemisch aus 50% Toluol überzogen. Das Vraylideneblorid-Mischpolymere
wird erhalten durch Polymerisation eines Gemisches aus 80% monomerem Vinylidenchlorid
und 20% monomerem Methylacrylat. Der überzogene Film wird bei 100p C getrocknet. Der Oberflächenüberzug
aus dem Mischpolymeren, der auf beiden Seiten des Filmes eine Dicke von 0,0013 mm
aufweist, wird von dem Grundfilm auch dann noch festgehalten, wenn dieser 20 Minuten lang ununterbrochen in siedendes Wasser eingetaucht wird.
Ein feuchtigkeitsfestes, bogenförmiges Verpakkungsmaterial wird in folgender Weise hergestellt:
7 8
Ein fertig getrockneter Film aus regenerierter Es war ausreichend freie Säure, die möglicher-Cellulose
mit einer Dicke von 0,023 mm, der durch weise durch eine geringe Zersetzung des Misck-Einverleibung
von 10% Glycerin und 5°/» Harnstoff, polymeren gebildet worden war, in der Lösung vorberechnet
auf das Gewicht des ofentrockenen Filmes, handen, um als Kondensationskatalysator zum
weichgemacht worden ist, wird durch ein Bad aus 5 Härten des Formaldehydharnstoffharzes in der
einer 0,3fl/oigen alkoholischen Lösung von Poly- Wärme während des Trocknens dienen zu können,
äthylenimin geführt. Nach dem Entfernen der über- Der Oberflächenüberzug überstand die Einwirkung
schüssigen Lösung von der Filmoberfläche mittels des siedenden Wassers beim Eintauchen wahrem!
Rakeln wird das alkoholische Lösungsmittel von der 30 Minuten, ohne daß der Oberflächenüberzug sicäi
Filmoberfläche durch Verdampfen unter Wärme- io von dem Grundfilm ablöste; der Oberflächenüberz^
einwirkung bei einer Temperatur zwischen 80 und löste sich jedoch ab nach Eintauchen in siedendes
90° C entfernt. Der getrocknete Film wird auf beiden Wasser während 35 Minuten.
Seiten mit einer 40 % wäßrigen kolloidalen Disper- Die Verwendung von Polyalkyleniminea zum Besion
von Vinylidenchlorid-Mischpolymerem über- festigen von feuchtigkeitsfest machenden Oberzogen, das durch Polymerisation in wäßriger Disper- 15 flächenüberzügen aus Vinylidenchlorid-Mischpolysion
eines Gemisches aus 80°/o monomerem Vinyli- meren auf Grundfilmen aus regenerierter Cellulose
denchlorid und 20 °/o monomerem Acrylcmitril er- hat eine Reihe von Vorteilen. So wird, wie oben gehalten
worden ist. Der an seiner Oberfläche mit zeigt, durch die Verwendung von Polyalkylenimine»
einem Überzug versehene Film wird bei 100° C ge- als Verankerungsmittel eine bessere Verankeruag
trocknet. Der Mischpolymeroberflächenüberzug, der 20 von feuchtigkeitsfest machenden Oberflächenübeteine
Dicke von 0,0013 mm auf beiden Seiten des zügen aus Vinylidenchlorid-Mischpolymerea'? auf
Filmes aufweist, haftet auch dann noch fest auf dem Grundfilmen aus regenerierter Cellulose erreicht als
Grundfilm, wenn der Film ohne Unterbrechung durch die Verwendung anderer Verankerungsmittal,
10 Minuten lang in siedendes Wasser eingetaucht wie z. B. Formaldehydharnstoffharze oder Formwird. 25 aldehydmelaminharze. Dieses Ergebnis ist außert>
· · 1 γ ordentlich überraschend, weil die. Überlegenheit der
• ■ " Polyalkylenimine über diese anderen Verankerungs-
Ein feuchtigkeitsfestes, bogenförmiges Verpak- mittel im Hinblick auf die Verankerung von feuchtig-
kungsmaterial wird in folgender Weise hergestellt: keitsfest machenden Oberflächenüberzügen aus
Ein gereinigter gelförmiger Film aus regenerierter 3° Vinylidenchlorid-Mischpolymeren auf GrundfUroen
Cellulose mit einer Dicke von 0,023 mm, der in be- aus regenerierter Cellulose in Fällen, in denen andere
kannter Weise aus Viskose hergestellt worden ist, feuchtigkeitsfest machende Oberflächenüberzüge,
wird durch ein wäßriges Bad mit einem Weich- z.B. aus Nitrocellulose, verwendet werden, nidht
macher und einem Verankerungsmittel bei pH=8 nachweisbar ist. Die erhaltene Verankerung ist bei
geführt, das eine Temperatur von 60° C aufweist 35 der Verwendung von Polyalkyleniminen in solchen
und folgende Zusammensetzung hat: Fällen nicht besser und im allgemeinen sogar
Polyäthylenglykol (durchschnittliches schlechter als diejenige, die bei der Verwendung von
Molekulargewicht 300) 5 Teile beispielsweise kationischen Forrnaldehydharnstoff-
Polyäthylenimin 0,05 Teile harf* 3^ Verankerungsmittel erreicht wird
Wasser 94 95 Teile 4° Andere bemerkenswerte Vorteile sind die folgen-'
den:
Nach dem Verlassen des Ba^s f.^ird df. F"m 1. Es werden lediglich sehr geringe Mengen ta
zwischen Abpreßwalzen ^durchgeführt.und m der Polyalkylenimine^, beispielsweise bis herab ta
gleichen Weise, wie im Beispiel I beschrieben ge- Q QJ G^chtsproienU berechnet auf das Getrocknet Der getrocknete Fihn wird auf beiden 45 wicht des wäßrigen Behandlungsbades, benötitt,
S^i Teri17'5 Mgen Los™g aus, Vmylid nT; um eine wirksame Verankerung des Obf-
S?w-^1S, PL°/mer *"■ e£foT ?TS? -·Ι°η 50 /0 flächenüberzuges auf dem Grundfilm zu Ϊ-
Methylathylenketon und 50«/. Toluol überzogen. reichen OiJs Resultat ^ unter Einsparu4g
Das Vinylidenchlond-Mischpolymere wird durch aQ Material und UQter Beibehaltung der *-
Polymerisation.eines Gemisches aus 9O«/o mono- 50 wünschten Biegsamkeit des Filmes erhalten. '
merem Vinylidenchlorid und 10«/· monomerem 2 Der Grundfflm aus regenerierter Cellulose fet
Acrylnitril erhalten. Das Überzugsbad wird auf der Behandl ^ der Lös des ρφ.
einer Temperatur von 55° C gehalten und der über- alkylenimins und nach dem Trocknen geruchlos.
zogene Film wird bei 100° C getrocknet. Die Dicke „ _ * . . „.. , „ , ... ,6 . . . .
des Überzuges auf beiden Seiten des Fümes beträgt 55 3" ψ,lst kem Harte" bzw· Trockenmittel erforder-
0,0013 mm. Der Oberflächenüberzug wird auch dann . JP ' , „, . . , , ,
noch von dem Grundfilm festgehalten, wenn das Ver- 4" Das f fen t W?!Ch?aiei; -Tt ^ J
packungsmaterial ohne Unterbrechung 60 Minuten mi"el faltende Bad ist bestandig
lang in siedendes Wasser eingetaucht wird. weiten pH-Bereich, der sich von pH=4 bis
Zum Vergleich wurde das im Beispiel III be- 6o - ?r~1^ „ rfC. - , - · t A
schrieben Verfahren wiederholt, wobei jedoch das 5· ?« Polyalkylenimineipolymermeren.unter dm
den Weichmacher und das Verankerungsmittel ent- Bedingungen des vorliegenden Verfahrens mciit
haltende Bad folgende Zusammensetzung hatte: ^Jn** ™ ψ**^' ^? ^ ^f*0**"
f , ,, , , ,. 6 Grundfihne vor dem Überziehen unbeschrankt
Polyäthylenglykol (durchschnittiiches d rt werden kömien
Molekulargewicht 300) 5 Teile 65 5 5
Kationisches Formaldehyd-Harnstoff- Mit dem Ausdruck »Befestigen« oder »Verankern«
Harz 0,2 Teile ist in der vorliegenden Beschreibung ein Befestigen
Wasser 94,8 Teile des Oberflächenüberzuges auf dem Grundfilm in der
Weise gemeint, daß das erhaltene Produkt die schädigende Einwirkung von Wasser oder Feuchtigkeit
übersteht. Der feuchtigkeitsfest machende Oberflächenüberzug soll sich, mit anderen Worten, von
dem wasserempfindlichen Grundfilm nicht ablösen bzw. sich nicht werfen oder abschilfern, wenn das
Erzeugnis mindestens 10 Minuten lang in direkte Berührung mit siedendem Wasser oder mindestens
7 Tage lang in Berührung mit Wasser von 20° C gebracht wird.
10
Claims (1)
- Patentanspruch:Verwendung der als Verankerungsmittel für Überzüge aus polymeren Vinylverbindungen auf Cellulosehydratfolien 'bekannten Polyalkylenimine, vorzugsweise des Polyäftylenimins, als Verankerungsmittel für Überzüge aus Vinylidenchlorid-Mischpolymerisaten.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 753 191.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB15601/54A GB766827A (en) | 1954-05-26 | 1954-05-26 | Improvements in or relating to the production of moistureproof sheet wrapping materials having a vinylidene chloride copolymer coating |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1183412B true DE1183412B (de) | 1964-12-10 |
Family
ID=10062062
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB35006A Pending DE1183412B (de) | 1954-05-26 | 1955-03-23 | UEberziehen von Cellulosehydratfolien mit Vinylidenchlorid-Mischpolymerisaten unter Verwendung eines Verankerungsmittels |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1183412B (de) |
| GB (1) | GB766827A (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3144377A (en) * | 1960-10-27 | 1964-08-11 | Du Pont | Anchrorage of coatings on cellulosic materials through an alkaline resinfree material |
| US5380587A (en) * | 1992-10-20 | 1995-01-10 | Mobil Oil Corporation | Multilayer film structure |
| US5382473A (en) * | 1992-10-20 | 1995-01-17 | Mobil Oil Corporation | Multilayer film structure |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE753191C (de) * | 1943-05-25 | 1953-05-11 | Kalle & Co Ag | Verfahren zur Erhoehung der Haftfestigkeit von hydrophoben Schichten auf Cellulosehydratfolien |
-
1954
- 1954-05-26 GB GB15601/54A patent/GB766827A/en not_active Expired
-
1955
- 1955-03-23 DE DEB35006A patent/DE1183412B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE753191C (de) * | 1943-05-25 | 1953-05-11 | Kalle & Co Ag | Verfahren zur Erhoehung der Haftfestigkeit von hydrophoben Schichten auf Cellulosehydratfolien |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB766827A (en) | 1957-01-23 |
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