DE1183120B - Schaltungsanordnung zur Unterdrueckung der Einfluesse eines Kontaktprellens fuer die Sendekontakte eines Fernschreibers - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Unterdrueckung der Einfluesse eines Kontaktprellens fuer die Sendekontakte eines FernschreibersInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
Internat. Kl.: H 041
Deutsche Kl.: 21 al - 7/06
Nummer 1183 120
Aktenzeichen: W 35147 VIII a/21 al
Anmeldetag: 22. August 1963
Auslegetag: 10. Dezember 1964
Die Erfindung betrifft eine Kontaktgeräusch-Unterdrückungseinrichtung
und im einzelnen eine Schaltung zur Unterdrückung der Auswirkungen von Kontaktprellgeräuschen,
die von den Sendekontakten eines Fernschreibers erzeugt werden.
Es ist ganz allgemein Ziel der Erfindung, die Auswirkungen des Kontaktprellens zu unterdrücken.
Bei Telegrafie- und Datenübertragungssystemen, die mit Frequenzverschiebung arbeiten, werden die
vom sendenden Fernschreiber erzeugten Signale von einem elektronischen Tastkreis an den Frequenzverschiebe-Modulator
übertragen. Die Signale werden durch Schließen bzw. durch öffnen der Sendekontakte
des Fernschreibers erzeugt. Beim Schließen der Kontakte des Fernschreibers tritt jedoch ein Prellen
auf, das in Form teilweiser Lücken in den das Zeichen darstellenden Impulsen erscheint. Diese teilweisen
Lücken sind üblicherweise von kurzer Dauer und haben eine verhältnismäßig kleine Amplitude
gegenüber den Spannungen der eigentlichen Signale. Die Kontaktgeräuschspitzen schalten nach ihrer Verstärkung
durch den elektronischen Tastkreis den Modulator kurzzeitig auf die Abstandsfrequenz um,
wodurch die übertragene Energie des Markiersignals herabgesetzt wird, so daß folglich die Rauschgüte des
Empfangsgeräts erniedrigt wird.
Es ist allgemein bekannt, Kontaktgeräuschspitzen zu beseitigen, indem ein Integrierkondensator über
den Eingang des elektronischen Tastkreises gelegt wird. Der Integrierkreis muß notwendigerweise eine
Zeitkonstante aufweisen, die genügend groß ist, um einen Stoß von Kontaktgeräuschspitzen zu unterdrücken.
Die große Zeitkonstante des Kreises kann jedoch eine unzulässige Verlängerung des Markierimpulses
bewirken, wenn eine Umschaltung vom Markier- zum Abstandssignal stattfindet.
Es ist daher Ziel der Erfindung, Kontaktgeräusch ohne unzulässige Verlängerung der durch die Kontakte
erzeugten Impulse zu beseitigen.
Entsprechend dem Ausführungsbeispiel der Erfindung liegt der Integrierkondensator in Reihe mit der
Emitter-Kollektor-Strecke eines Transistors über einer Lastschaltung, die den Eingang eines elektronischen
Tastkreises darstellt. Die Basis des Transistors ist mit dem Eingang der Last verbunden, und
der Emitter ist in Durchlaßrichtung vorgespannt, so daß der Transistor während des Markierzustandes,
wenn der Kontakt geschlossen ist, leitend gehalten wird. Dementsprechend lädt sich der Kondensator
über den geschlossenen Kontakt und die Emitter-Kollektor-Strecke des Transistors auf, wenn der Kontakt
geschlossen ist und ein Markiersignal übertragen Schaltungsanordnung zur Unterdrückung der
Einflüsse eines Kontaktprellens für die Sendekontakte eines Fernschreibers
Einflüsse eines Kontaktprellens für die Sendekontakte eines Fernschreibers
Anmelder:
Western Electric Company,.
Incorporated, New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Fecht, Patentanwalt,
Wiesbaden, Hohenlohestr. 21
Als Erfinder 'benannt:
Herbert Mortimer Zydney,
New York N. Y. (V. St. A.)'
Herbert Mortimer Zydney,
New York N. Y. (V. St. A.)'
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 30. August 1962 (220481)
wird. Wenn der Kontakt sieh zur Erzeugung des Abstandsimpulses oder auf Gruad eines Kontaktprellens
öffnet, entlädt sich der Kondensator über
as den Lastkreis und die Emitter-Kollektor-Strecke des
Transistors und verlängert am Markierzustand zur
Beseitigung von Kontaktgeräuschen. Nach einem kurzen Abstandszeitabschnitt erniedrigt die Kondensatorentladung
jedoch die Eiagangsspannung an der Last und folglich die Basisspannung so weit, daß die
Vorspannung des Emitters in Durchlaßrichtung beseitigt wird. Dadurch wird der Transistor abgeschaltet,
der Entladekreis des Kondensators geöffnet und folglich die Verlängerung des Markierimpulses beendet
Die Mittel zur Erreichung der erläuterten Ziele sind gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß der Ladekreis und der Entladekreis· ein Stromgatter enthalten, das bei einer vorbestimmten Entladung
des Kondensators öffnet.
In der Zeichnung ist ein Lastkreis allgemein als Block 1 angegeben. Der Lastkreis besteht vorzugsweise
aus, dem Eingang eines allgemein bekannten elektronischen Tastkreises. Der Ruhekontakt 2, der
aus dem Sendekontakt eines Fernschreibers bestehen kann, ist mit der Last 1 verbunden und legt im geschlossenem
Zustand den geerdeten negativen Pol 3 an die Last 1. Über den geerdeten negativen Pol 3 ist
ein Spannungsteiler mit den Widerständen 4 und 5 geschaltet. Die Impedanz des Widerstandes 4 ist verhältnismäßig
klein mit Bezug auf den Widerstand 5, so daß der Verbindungspunkt der beiden Wider-
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stände eine schwach positive Spannung mit Bezug auf die Spannung der negativen Spannungsquelle 3
liefert. Der Emitter des Transistors 6 ist mit dem
Verbindungspunkt der Widerstände 4 und 5 und seine Basis über den Widerstand 7 mit dem Eingang
der Last 1 verbunden. Die einzige Verbindung des Kollektors des Transistors 6 besteht aus dem Integrierkondensator 8, der zum Eingang des Lastkreises
1 führt.
Wenn, wie in der Zeichnung dargestellt, der Kontakt 2 geschlossen ist, liegt die vom Pol 3 gelieferte
negative Spannung am Lastkreis 1. Außerdem ist die negative Spannung über den Widerstand? an die
Basis des Transistors 6 angelegt. Da der Emitter des Transistors 6 mit Hilfe des aus den Widerständen 4
und 5 bestehenden Spannungsteilers schwach positiv mit Bezug auf die negative Spannung der Quelle 3
vorgespannt ist, ist der Emitter mit Bezug auf die Basis in Durchlaßrichtung vorgespannt. Dadurch
wird der Transistor 6 eingeschaltet und eine kleine Impedanz der Emitter-Kollektor-Strecke geschaffen,
so daß der Verbindungspunkt der Widerstände 4 und 5 im wesentlichen mit dem Kondensator 8 verbunden
ist. Auf diese Weise wird ein Ladekreis für den Kondensator 8 über den Kontakt 2 und die
Emitter-Kollektor-Strecke des Transistors 6 geschlossen und die über dem Widerstand 4 liegende
Spannung an den Kondensator 8 gelegt.
Wenn der Kontakt 2 sich öffnet, wird die vom Pol 3 gelieferte negative Spannung vom Lastkreis 1
getrennt. Die negative Ladung auf der rechten Seite des Kondensators 8 entsprechend der Zeichnung hält
jedoch die negative Basisspannung des Transistors 6 mit Bezug auf die Spannung des Emitters aufrecht,
so daß der Transistor 6 eingeschaltet bleibt. Der Kondensator 8 weist jetzt einen Entladekreis über
den Lastkreis 1 und die Emitter-Kollektor-Strecke des Transistors 6 auf und hält die negative Signalspannung
am Eingang des Lastkreises. 1 aufrecht. Wenn der Kontakt sich auf Grund eines Prellens
kurzzeitig öffnet, reicht die Zeitkonstante des den Kondensator 8 enthaltenden Integrierkreises aus, um
die auf diese Weise erzeugte Spannungsspitze zu überdecken.
Wenn der Kontakt 2 sich öffnet und der Kondensator 8 sich über den Lastkreis 1 entlädt, steigt die
Spannung am Eingang des Lastkreises 1 und folglich die Spannung an der Basis des Transistors 6 allmählich
in positiver Richtung an. Wenn man annimmt, daß der Kontakt 2 sich zur Erzeugung eines Ab-Standsimpulses
öffnet, ist die ansteigende Spannung an der Basis des Transistors 6 nach einem kurzen
Zeitabschnitt genügend groß, um die vom Spannungsteiler an den Emitter des Transistors 6 gelieferte Vorspannung
zu übersteigen. Dann ist der Emitter des Transistors 6 nicht mehr in Durchlaßrichtung vorgespannt,
der Transistor wird abgeschaltet, und die Emitter-Kollektor-Strecke des Transistors 6 stellt
einen offenen Kreis für den Kondensator 8 dar. Daher ist der Entladekreis für den Kondensator 8
geöffnet, der Kondensator 8 entlädt sich nicht weiter über den Lastkreis 1, und die von der rechten Seite
des Kondensators 8 an den Lastkreis 1 gelieferte Spannung ist abgeschaltet, so daß für den Eingang
des Lastkreises 1 ein offener oder Abstandszustand besteht.
Es ist also eine Integrierschaltung mit großer Zeitkonstante geschaffen worden, die für einen kurzen Anfangszeitabschnitt
nach dem öffnen des Kontaktes in Tätigkeit tritt und nach dem kurzen Anfangszeit- :
abschnitt abgeschaltet wird, um den Zustand am Eingang der Last schnell in den Abstandszustand zu ·
überführen, ohne den Markierzustand unzulässig zu verlängern.
Das nachfolgende Schließen des Kontaktes 2 bei der Erzeugung des nächsten Markiersignals oder bei
der Wiederschließung des Kontaktes nach einem Prellen legt wiederum die negative Spannungsquelle 3
an den Eingang des Lastkreises 1 und stellt den Entladekreis
für den Kondensator 8 über den Kontakt 2 dar, wie oben beschrieben.
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung zur Unterdrückung der Einflüsse eines Kontaktprellens für die Senddkontakte
eines Fernschreibers, mit einer Spaanungsquelle, einem Lastkreis, einem den Lastkreis
und die Spannungsquelle verbükleadfeii
Kontakt, einem an den Lastkreis angesdtalteteff
Kondensator, einer den Kontakt enthaltenden Einrichtung zur Bildung eines Ladekreises für
den Kondensator und einer den Lastkreis es£-
haltenden Einrichtung zur Bildung eines Endadekreises
für den Kondensator, dadurch ge- ■ kennzeichnet, daß der Ladekreis und der
Entladekreis ein Stromgatter (6) enthalten, das bei einer vorbestimmten Entladung des Koodensators
(8) öffnet.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stromgatter einen
' Transistor enthält.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensator (8)
in Reihe mit dem Transistor geschaltet ist und sich während eines anfänglichen Entladungs-Zeitabschnitts
nach öffnen des Kontaktes über dea Eingang des Lastkreises (1) und die Emitter-KoHektor-Strecke
des Transistors (6) entlädt.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, da- durch gekennzeichnet, daß die Emitter-Basiß-Strecke
über dem Kontakt (2) liegt und daß der Emitter in Durchlaßrichtung vorgespannt ist, se ■--daß
der Transistor (6) leitend ist, wenn der Kontakt (2) geschlossen ist.
■
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche
2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Emitter des Transistors (6) durch einen Spannungsteiler
geringfügig positiv mit Bezug auf den negativen Anschluß der Spannungsquelle (3) vor- ;
gespannt ist.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Widerstand (7) in Reihe zwischen die Spannungsquelle (3) tad
die Basis des Transistors (6) geschaltet ist.
7. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche
2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ■·.-durch
die SpanmungsqueiHeXS) eine negative Spannung an· die Basis des Transistors angelegt ist." i>
-
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsteiler ■?■
aus zwei Widerständen (4,5) besteht, die über
die Spannungsquelle (3) geschaltet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 757/134 12.64 © Bundesdruckerei Berlin
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