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DE1004654B - Schaltungsanordnung fuer Fahrtrichtungsanzeiger in Gleisbildstellwerken - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fahrtrichtungsanzeiger in Gleisbildstellwerken

Info

Publication number
DE1004654B
DE1004654B DEL22937A DEL0022937A DE1004654B DE 1004654 B DE1004654 B DE 1004654B DE L22937 A DEL22937 A DE L22937A DE L0022937 A DEL0022937 A DE L0022937A DE 1004654 B DE1004654 B DE 1004654B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
circuit arrangement
arrangement according
assigned
track
relay
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DEL22937A
Other languages
English (en)
Other versions
DE1004654C2 (de
Inventor
Robert Helmert
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alcatel Lucent Deutschland AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Standard Elektrik Lorenz AG filed Critical Standard Elektrik Lorenz AG
Priority to DE1955L0022937 priority Critical patent/DE1004654C2/de
Publication of DE1004654B publication Critical patent/DE1004654B/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1004654C2 publication Critical patent/DE1004654C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L25/00Recording or indicating positions or identities of vehicles or trains or setting of track apparatus
    • B61L25/06Indicating or recording the setting of track apparatus, e.g. of points, of signals
    • B61L25/08Diagrammatic displays
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L19/00Arrangements for interlocking between points and signals by means of a single interlocking device, e.g. central control
    • B61L19/06Interlocking devices having electrical operation

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung für Fahrtrichtungsanzeiger in Gleisbildstellwerken Zusätzlich zu den üblichen Signalbegriffen der Eisenbahnsignaltechnik, denen bestimmte Geschwindigkeitsbegriffe zugeordnet sind, werden in vielen Fällen Fahrtrichtungsanzeiger verwendet, um anzuzeigen, welchen Weg der ankommende Zug bei einer Abzweigung nehmen wird, insbesondere dann, wenn verschiedenen Wegen dasselbe Signalbild zugeordnet ist und sich das Befahren einer Abzweigung auf dem falschen Weg nach der Vorbeifahrt des Zuges nicht mehr oder nur unter erheblichen Schwierigkeiten wieder korrigieren läßt.
  • In den meisten Fällen werden Fahrtrichtungsanzeiger an den Einfahrsignalen von Bahnhöfen angebracht, wenn anschließend an die Einfahrstraße Ausfahrten in mehrere Richtungen stattfinden können; die Stellung der Fahrtrichtungsanzeiger ist dann von den eingestellten Ausfahrstraßen abhängig. Deshalb konnte ein Fahrtrichtungsanzeiger bisher ohne weiteres durch Kontakte gesteuert werden, die von den Fahrstraßenrelais der Ausfahrstraßen abhängig waren. Sind jedoch die Fahrstraßen in Teilfahrstraßen unterteilt oder ist, wie bereits vorgeschlagen wurde, die Fahrstraßensicherung in die Weichen verlegt, die ihrerseits selbständig gestellt, verschlossen und aufgelöst werden, so müßte man die Stellung der Fahrtrichtungsanzeiger von der Einstellung der einzelnen Teilfahrstraßen oder gar von der Lage der einzelnen Weichen abhängig machen, wodurch die Schaltung sehr verwickelt werden würde.
  • Zur Vermeidung dieser Schwierigkeiten im Schaltungsaufbau schlägt die Erfindung vor, jedem abgehenden Streckengleis ein ihm eigentümliches Kennzeichen zuzuordnen, das über Stromkreise, die dem Gleisplan nachgebildet sind, zu Schaltmitteln übertragen wird, die dem ankommenden Streckengleis zugeordnet sind, und dort zur Einstellung des Fahrtrichtungsanzeigers verwendet wird. Die Kennzeichen können dabei entweder durch Stromstöße verschiedener Anzahl oder Länge über eine Leitung oder auch durch Anschalten von Stromquellen verschiedener Spannung, Stromrichtung, Frequenz oder Phasenlage an eine oder mehrere Übertragungsleitungen übertragen werden.
  • Den hierzu erforderlichen Aufwand an Leitungen kann man erfindungsgemäß dadurch verringern, daß man nach dem Übertragen des Kennzeichens die Leitung an ihren Enden so umschaltet, daß ein am Einfahrsignal eines Bahnhofs angeordnetes V orsignal über dieselben Leitungen von Kontakten eines am Bahnhofsgleis angeordneten Hauptsignals gesteuert werden kann. In gleicher Weise kann auch über dieselben Leitungen ein am Ausfahrsignal eines Bahnhofs angeordnetes Vorsignal in Abhängigkeit von der Stellung eines in Fahrtrichtung folgenden Block-Signals oder eines Einfahrsignals eines nächstfolgenden Bahnhofs gestellt werden. Ferner kann man für beide Fahrtrichtungen dieselben nach dem Gleisplan zusammengeschalteten Leitungen verwenden.
  • Bei der Anwendung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung treten hauptsächlich die folgenden Anordnungsfälle auf: 1. An den Ausfahrsignalen des Bahnhofs sind keine Vorsignale angeordnet. Dann kann das der abgehenden Strecke zugeordnete Kennzeichen direkt, d. h. ohne Zwischenschaltung weiterer Relais, zu den am Anfang der Einfahrstraße zugeordneten Schaltmitteln übertragen werden.
  • 2. Aus einem Bahnhofsgleis sind nur Ausfahrten nach einer einzigen Strecke möglich. Dann ist es nach einem weiteren Erfindungsmerkmal zweckmäßig, bereits nach dem Einstellen der Einfahrstraße den am Einfahrsignal angeordneten Fahrtrichtungsanzeiger einzuschalten, unabhängig davon, ob die Ausfahrstraße bereits eingestellt ist oder nicht.
  • 3. An den Ausfahrsignalen sind Vorsignale angeordnet. Dann müssen diese auch erscheinen können, wenn keine Einfahrstraße eingestellt ist (also bei normaler Ausfahrt aus dem Bahnhof). In diesem Fall wird das Kennzeichen beim Einstellen der Aasfahrstraße zunächst vom Ende der Aasfahrstraße zu Schaltmitteln, die ihrem Anfang zugeordnet sind, und erforderlichenfalls nach späterer Einstellung der Einfahrstraße von diesen Schaltmitteln zu solchen weiter übertragen, die dem Anfang der Einfahrstraße zugeordnet sind. Dadurch wird es möglich, daß auch bei Verwendung derselben Leitungen für die Steuerung der Fahrtrichtungsanzeiger und der Vorsignale diese nach dem Einstellen der Aasfahrstraßen sofort gestellt werden können. 4. Für die Steuerung von Gleiswechselanzeigern (die bei der Möglichkeit der Benutzung mehrerer Streckengleise der gleichen Strecke in gleicher Fahrtrichtung anzeigen, ob ein Zug vom einen auf das andere Streckengleis überwechseln muß) gelten die gleichen Abhängigkeiten wie für Fahrtrichtungsanzeiger. Für ihre Einschaltung kann daher nach einem weiteren Erfindungsgedanken ebenfalls die für Fahrtrichtungsanzeiger vorgeschlagene erfindungsgemäße Schaltung angewandt werden.
  • Ein mögliches Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Fig. 1 bis 7 dargestellt und sei im folgenden beschrieben.
  • Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt eines Gleisplanes mit dem ankommenden Streckengleis a, den Bahnhofsgleisen 1 und 2 und den abgehenden Streckengleisen !W und N; diese Gleise sind mittels der Weichen 4 bis 9 miteinander verbunden. Einfahrten in die Bahnhofsgleise 1 und 2 werden durch das Einfahrsignal A angezeigt, welches mit einem Fahrtrichtungsanzeiger R und einem Ausfahrvorsignal b, c versehen ist. An den Gleisen 1 und 2 stehen die Ausfahrsignale B und C, von denen das eine mit einem Vorsignal d, e und das andere mit einem Vorsignal e ausgerüstet ist; diese Vorsignale werden in Abhängigkeit von der Stellung der nachfolgenden Signale D bzw. E gestellt, die beispielsweise Blocksignale oder auch Einfahrsignale der nächsten Bahnhöfe sein können.
  • Einfahrten können vom Streckengleis a in das Bahnhofsgleis 1 über die Weichen 4 und 5 oder in das Bahnhofsgleis 2 über die Weichen 4 und 6 stattfinden. Aus dem Gleis 1 mit dem Ausfahrsignal B können Ausfahrten nach dem abgehenden Streckengleis M über die Weichen 7 und 9 oder nach dem abgehenden Streckengleis N über die Weichen 7 und 8 stattfinden, während aus dem Gleis 2 mit dem Ausfahrsignal C nur Ausfahrten nach dem abgehenden Streckengleis N über die Weiche 8 möglich sind. Für die Fahrt a-2 muß die Weiche 4, für die Fahrt 1-N müssen die Weichen 7 und 8 in Minusstellung gestellt sein; bei allen anderen Fahrten stehen die dabei befahrenen Weichen in Plusstellung.
  • In den Fig. 2 und 4 sind Stromkreise dargestellt, die dem Gleisplan nachgebildet sind und über welche die den abgehenden Streckengleisen zugeordneten Kennzeichen zu Schaltmitteln übertragen werden, die dem ankommenden Streckengleis zugeordnet sind. Über dieselben Leitungen werden auch die Vorsignale in Abhängigkeit von der Stellung der in den Fahrwegen folgenden Hauptsignale gesteuert.
  • Die Fig. 3 und 5 enthalten in vereinfachter Darstellung die Stromkreise der Vorsignal- und Richtungsanzeigerlampen.
  • In den Fig. 6 und 7 sind ebenfalls dem Gleisplan nachgebildete Stromkreise dargestellt, mittels derer nach dem Übertragen der Kennzeichen die Umschaltung der in Fig. 2 bzw. 4 dargestellten Leitungen zwecks anschließender Steuerung der Vorsignale herbeigeführt wird.
  • Als Steuerkennzeichen ist in dem einfachen Beispiel der Fig. 1 bis 7 das Anlegen von Wechsel- und Gleichstrom an die Übertragungsleitungen benutzt; in gleicher Weise läßt sich jedoch jede andere Zusammenstellung von Steuerkennzeichen verwenden, insbesondere dann, wenn mehr als zwei Begriffe zu übertragen sind.
  • Die Bezeichnung der Relais und Kontakte in den Fig. 2 bis 7 ist so gewählt, daß das erste Zeichen (Ziffer oder Buchstabe) die Zuordnung des Relais oder Kontakts zu der in Fig. 1 gezeichneten Einriche tung (Gleise a, 1, 2, N, IV, Weichen 4 bis 9, Hauptsignale A bis E, Vorsignale b bis e, Richtungsanzeiger R) angibt. Das zweite Zeichen ist die Funktionsbezeichnung des betreffenden Relais, wofür folgende Zeichen gewählt sind: P = Prüfrelais, leitet nach Übertragung des Kennzeichens die Umschaltung der Übertragungsleitungen ein; H = Hilfsrelais, schaltet die zum Empfang der Kennzeichen vorgesehenen Relais (AI und N) an; es kann sowohl mit Gleichstrom wie mit Wechselstrom erregt werden; M = Kennzeichenempfangsrelais, spricht nur auf Wechselstrom an und wird durch das dem Streckengleis M zugeordnete Kennzeichen (Wechselstrom) eingeschaltet; N = Kennzeichenempfangsrelais, spricht nur auf Gleichstrom an und wird durch das dem Streckengleis N zugeordnete Kennzeichen (Gleichstrom) eingeschaltet; U = Umschaltrelais, schaltet nach Übertragung der Kennzeichen die Übertragungsleitungen für die anschließende Steuerung der Vorsignale um; 1 = Vorsignalsteller für Fahrtbild 1 (freie Fahrt erwarten), spricht nur auf Gleichstrom an; 2 = Vorsignalsteller für Fahrtbild 2 (Fahrt mit verminderter Geschwindigkeit erwarten), spricht nur auf Wechselstrom an.
  • Die Relais M und N sind mit zwei Wicklungen I und II versehen.
  • Die Kontakte der Relais sind, soweit erforderlich, für jedes Relais fortlaufend numeriert. Ein Kontakt 2H1 ist also der erste Kontakt des dem Gleis 2 zugeordneten Hilfsrelais H, ein Kontakt RN3 der dritte Kontakt des dem Richtungsanzeiger zugeordneten Empfangsrelais N. Die Kontakte B, C, D und E sind von der Stellung der zugehörigen gleichbenannten Hauptsignale abhängig, und zwar wird jeweils der Kontakt 1 geschlossen, wenn das Hauptsignal das Fahrtbild 1 (freie Fahrt) zeigt; der Kontakt 2 wird geschlossen, wenn das Hauptsignal das Fahrtbild 2 (Fahrt mit verminderter Geschwindigkeit) zeigt. Die den Weichen 4 bis 9 zugeordneten Kontakte 41 -I-bzw. 41-, 42 -f- bzw. 42- usw. sind geschlossen, wenn und solange die betreffende Weiche in der Plus-bzw. Minusstellung verschlossen ist (der Kontakt 41-beispielsweise dann, wenn die Weiche 4 in Minusstellung verschlossen ist).
  • Zur Erläuterung der Erfindung sei zunächst angenommen, daß eine Ausfahrt vom Bahnhofsgleis 1 nach dem anschließenden Streckengleis 1V1 eingestellt wird. Über nicht dargestellte Stromkreise, die nichts mit dem Wesen der Erfindung zu tun haben, wird dann die einzustellende Fahrstraße ausgewählt; ferner werden die Weichen 7 und 9 in Plusstellung umgestellt und in dieser Stellung verschlossen, wobei die Kontakte 72 -I-, 73 und 92 -i- in Fig. 2 und die Kontakte 71-I-, 91-I- und 93 in Fig. 6 schließen. In Fig. 2 kommt dadurch ein Stromweg von der Wechselstromquelle über die Kontakte MP 2, MU 1, 92 -I-, 72 -I- und d U 1 für das Relais 1H zustande, welches anspricht und seine Kontakte umlegt. Nach dem Schließen des Kontakts 1H1 spricht über denselben Stromweg und über den Kondensator K3 das Relais 1M an (Empfang des Wechselstromkennzeichens von Gleis 111 zu Gleis 1) ; dieses Relais bildet sich einen Selbstschlußkreis mittels seiner Wicklung II (Fig. 2, unten rechts), und zwar über den geschlossenen Kontakt 73, den Widerstand Wi2 und den Kontakt 1Y72. Durch das Schließen des Kontakts 11'M 1 in Fig. 6 wird über die Kontakte dU2, 71 -f-, 91 -f- und 93 das Prüfrelais MP eingeschaltet, das durch Öffnen seines Kontakts MP 2 in Fig. 2 das Relais 1 H wieder abschaltet. Dadurch wird der Kontakt 1 H 1 geöffnet (das Relais 1 M bleibt jedoch in seinem Selbstschlußkreis über Wicklung II erregt) und der Kontakt 1H2 in Fig. 2, unten rechts, geschlossen, so daß das Relais dU in den Selbstschlußkreis des Relais 1 M eingeschaltet wird und anspricht. Der Kontakt dU2 in Fig. 6 unterbricht den Stromweg des Relais MP; dieses Relais hat sich jedoch mittels seines Kontakts MP 1 einen Selbstschlußkreis geschaffen, in welchem nun nach Unterbrechen des parallel dazu liegenden Kurzschlußkreises über den Kontakt dU2 auch das Relais MU anspricht.
  • Nachdem nun im Stromlaufplan der Fig. 2 die beiden Kontakte dUl und MU1 umgelegt sind, kann einer der beiden Vorsignalsteller d 1 oder d 2 in Abhängigkeit von der Stellung der Kontakte D 1 oder D 2 ansprechen, und zwar spricht der gleichstromempfindliche Steller d 1 beim Umlegen des Kontakts D 1 an, während der wechselstromempfindliche Steller d2 beim Schließen des Kontakts D2 anspricht. Durch die Kontakte d 11 oder d21 werden die Vorsignallampen dL1 oder dL2 eingeschaltet, so daß das Vorsignal entsprechend der Stellung des Hauptsignals diese Stellung ankündigt.
  • Wird nun auch die Einfahrstraße vom Streckengleis a zum Bahnhofsgleis 1 eingestellt, so schließen beim Verschluß der Weichen 4 und 5 in der Plusstellung die Kontakte 42 -f-, 43 und 52 -i- in Fig. 4 sowie die Kontakte 41 +, 51 -f- und 53 -f- in Fig. 7. Ferner ist in Fig. 4 der Kontakt 1M3 bereits umgelegt, so daß über diesen Kontakt und die Kontakte 1P2, 1U1, 52+, 42+ und b U 1 das Relais RH mit Wechselstrom gespeist wird und anspricht. Nach Schließen des Kontakts RH 1 spricht das Relais RM an und bildet sich in Fig. 4, unten rechts, einen Selbstschlußkreis für seine Wicklung 1I über Kontakt 43, Widerstand Wi 1 und Kontakt R1172. Ferner wird die Lampe RLM am Fahrtrichtungsanzeiger (Fig. 5) durch den Kontakt RM3 eingeschaltet; damit wird angezeigt, daß eine Durchfahrt durch das Bahnhofsgleis 1 zur Strecke M führt. Außerdem ist durch den Kontakt RM 1 in Fig. 7 über die geschlossenen Kontakte bU2, 41 +, 51 -f- und 53-f- das Relais 1P eingeschaltet worden. Sein Kontakt 1P2 unterbricht den Stromweg des Relais RH in Fig. 4, so daß dieses abfällt und über seinen nunmehr wieder geschlossenen Kontakt RH2 das Relais bU in den Selbstschlußkreis des Relais RM (Wicklung II) einschaltet. Beim Ansprechen des Relais bU öffnet sein Kontakt bU2 in Fig. 7, wodurch das Relais 1 U im Selbstschlußkreis des Relais 1 P ansprechen kann (der Kontakt 1 P 1 ist bereits geschlossen).
  • Nun sind im Stromlaufplan der Fig. 4 die beiden Kontakte 1 U 1 und b U 1 umgelegt, und es können j e nach der Stellung der Kontakte B 1 oder B 2 die Relais b 1 oder b 2 ansprechen. In dem beschriebenen Fall ist infolge der Einstellung einer Fahrt vom Bahnhofsgleis 1 zur Strecke M in nicht dargestellten Stromkreisen schließlich das Hauptsignal B so auf Fahrt gestellt worden, daß an ihm das Fahrtbild 1 (freie Fahrt) erscheint; infolgedessen ist der Kontakt B 1 geschlossen, und über den vorher beschriebenen Stromweg wird Gleichstrom zum Relais b 1 übertragen, so daß dieses anspricht, während das Relais b 2 nicht ansprechen kann. Mit dem Kontakt b 11 wird in Fig. 5 die Lampe bL 1 des Vorsignals b, c eingeschaltet, welche das betreffende Fahrtbild am Hauptsignal B ankündigt.
  • Fährt ein Zug nun über die eingestellten Fahrstraßen, so werden nicht nur nacheinander auf nicht dargestelltem Wege die Fahrtbilder der Hauptsignale A und B zum Verschwinden gebracht, sondern auch nacheinander der Verschluß der Weichen 4, 5, 7 und 9 aufgelöst. Dabei öffnen die diesen Weichen zugeordneten Kontakte in den Stromkreisen der Fig. 2, 4, 6 und 7, so daß alle bisher durchgeschalteten Stromkreise unterbrochen werden und die eingeschalteten Relais in ihre Grundstellung zurückkehren.
  • Wird an Stelle der Ausfahrt aus dem Bahnhofsgleis 1 nach Gleis M eine Ausfahrt nach Gleis N eingestellt, so werden bei der Einstellung dieser Fahrstraße die Weichen 7 und 8 in Minusstellung verschlossen. Dabei schließen in Fig. 2 die Kontakte 72-, 73 und 82-, so daß der Stromweg für das Relais 1H nun über die Kontakte NP2, 82-, 72-und d U 1 verläuft und statt des Relais 1 M nun das für Gleichstrom empfindliche Relais 1 N eingeschaltet wird. Auch dieses bildet sich mittels seiner Wicklung II einen Selbstschlußkreis über den Kontakt 73, den Widerstand Wi2 und den Kontakt 1N2; mit dem Kontakt 1 N 1 wird in Fig. 6 über die Kontakte d U 2, 71-, 81- und 83 das Relais NP eingeschaltet, welches mit dem Kontakt NP 2 in Fig. 2 das Relais 1 H abschaltet. In gleicher Weise, wie vorher beschrieben, wird das Relais dU eingeschaltet, welches durch Unterbrechung des Stromweges in Fig. 6 das Relais 1\'U zur Wirkung bringt, so daß in Fig. 2 nach dem Umlegen der Kontakte NU1 und dU1 je nach Stellung der Kontakte E 1 oder E 2 einer der Vorsignalsteller d 1 oder d 2 anspricht und die Lampen dL 1 oder dL2 in Fig. 3 einschaltet.
  • Beim Stellen der Einfahrstraße von a nach Gleis 1 spricht dann in Fig. 4 das Relais RH über die Kontakte 1N3, 1M3, 1P2, 1U1, 52+, 42-I- und bU1 an; durch seinen Kontakt RH1 wird an Stelle des Relais RM nun das Relais RN eingeschaltet, so daß mit dem Kontakt RN3 in Fig. 5 die Lampe RLN des Fahrtrichtungsanzeigers R zum Aufleuchten gebracht wird. Dadurch wird angezeigt, daß die eingestellte Durchfahrt vom Streckengleis a über das Bahnhofsgleis 1 zur Strecke N führt.
  • In gleicher Weise, wie vorher beschrieben, wird der Selbstschlußkreis für das Relais RN hergestellt sowie in Fig. 7 durch den Kontakt RN 1 das Relais 1 P eingeschaltet, welches in Fig. 4 das Relais RH wieder ausschaltet, so daß in den Selbstschlußkreis des Relais RN das Relais bU eingeschaltet wird. Durch den Kontakt bU2 wird in Fig. 7 der Kurzschluß für das Relais 1 U aufgehoben, so daß über die beiden umgelegten Kontakte 1 U 1 und b U 1 in Fig. 4 der Stromweg für einen der beiden Vorsignalsteller b 1 oder b 2 hergestellt wird. Da für die eingestellte Ausfahrstraße das Hauptsignal B das Fahrtbild 2 (Fahrt mit verminderter Geschwindigkeit) zeigen muß, ist in Fig. 4 der Kontakt B 2 umgelegt; wegen des damit angeschalteten Wechselstroms kann nun nur der Vorsignalsteller b2 ansprechen, so daß in Fig.5 die Lampe bL2 über den Kontakt b21 eingeschaltet wird und die Warnstellung für die Geschwindigkeitsbegrenzung am Hauptsignal B zeigt.
  • Wird vor Einstellung einer Ausfahrt aus Gleis 1 schon die Einfahrstraße von der Strecke a nach Gleis 1 eingestellt, so steht zunächst noch nicht fest, ob die Ausfahrt nach der Strecke M oder der Strecke N erfolgen soll. Die Kontakte 1M3 und 1N3 in Fig. 4 bleiben daher zunächst noch in der gezeichneten Stel- Jung, und es wird keines der beiden Kennzeichen an die Relais RN bzw. RM übertragen, bis auch eine der Ausfahrstraßen gestellt ist. Wird dagegen die Einfahrstraße von der Strecke a nach Gleis 2 gestellt, so geht aus dem Gleisplan der Fig. 1 hervor, daß nur eine Ausfahrt von Gleis 2 nach der Strecke N möglich ist; das diesem Streckengleis zugeordnete Kennzeichen (Gleichstrom) kann daher über die Leitungen der Fig.4 unabhängig davon übertragen werden, ob die Ausfahrstraße nach der Strecke N bereits eingestellt ist oder nicht. In diesem Falle ist die Weiche 4 in Minusstellung, die Weiche 6 in Plusstellung verschlossen, und in Fig. 4 verläuft ein Stromweg für das Relais RN (Wicklung I) über die Kontakte 2P2, 2U1, 62+, 42- und bU1; ein Kontakt des Relais 2N ist in diesem Stromweg nicht erforderlich. Beim Ansprechen des Relais RN wird in Fig. 5 über den Kontakt RN3 bereits jetzt die Lampe RLN des Richtungsanzeigers R eingeschaltet, wodurch angezeigt wird, daß bei Befahren der eingestellten Fahrstraße eine Weiterfahrt nur in Richtung auf die Strecke N möglich ist.
  • Nach anschließender Einstellung der Ausfahrstraße spielt sich die Einschaltung der Lampen bL 1 in Fig. 5 (über das Relais b 1, das durch den Kontakt C 1 in Fig. 4 eingeschaltet wird) und eL 1 in Fig. 3 (über das Relais e 1 bzw. e2, von denen eines durch den Kontakt E 1 bzw. E 2 in Fig. 2 eingeschaltet wird) in gleicher Weise, wie an den vorherigen Beispielen beschrieben, ab.
  • Der Gegenstand der Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. So kann man beispielsweise an Stelle der mit Selbstschlußkreisen versehenen Relais 1 M, 1 N, 2 N, RM, RN und 1P, 2P, 1kIP, NP auch Stützrelais oder Haftrelais verwenden und dadurch verhindern, daß bei störungsweiser Unterbrechung eines Selbstschlußkreises ein unerwünschter Schaltungszustand eintritt. Auch kann man die Unterbrechung der Selbstschlußkreise (oder sinngemäß die Rückstellung der Stütz- bzw. Haftrelais) an Stelle der im Ausführungsbeispiel angegebenen Kontakte der Weichenverschlüsse auch durch Kontakte von anderen Schaltmitteln steuern, die den Signalen oder den Bahnhofs- oder Streckengleisen zugeordnet sind.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Schaltungsanordnung für Fahrtrichtungsanzeiger in Gleisbildstellwerken, dadurch gekennzeichnet, daß jedem abgehenden Streckengleis (1l, N) ein ihm eigentümliches Kennzeichen zugeordnet ist, das über Stromkreise, die dem Gleisplan nachgebildet sind (Fig.2 und 4), zu Schaltmitteln (RN, RH in Fig. 4) übertragen wird, die dem ankommenden Streckengleis zugeordnet sind, und dort zur Einstellung des Fahrtrichtungsanzeigers (R) verwendet wird.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromkreise durch Kontakte (42 -1- bzw. 42- usw. in Fig. 2 und 4) zusammengeschaltet werden, die den einzelnen im Fahrweg liegenden Weichen zugeordnet sind.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,- daß das Kennzeichen durch Anlegen von Spannungen verschiedener Größe, Richtung, Frequenz oder Phasenlage an eine oder mehrere Übertragungsleitungen übertragen wird.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kennzeichen durch Stromstöße verschiedener Anzahl oder Länge übertragen wird.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kennzeichen vom Ende einer Ausfahrstraße zu Schaltmitteln, die dem Anfang der Einfahrstraße zugeordnet sind, direkt übertragen wird.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einfahrten in Bahnhofsgleise (2), aus denen Ausfahrten zu nur einer weiterführenden Strecke stattfinden können, der Fahrtrichtungsanzeiger unabhängig davon eingeschaltet wird, ob die Ausfahrstraße eingestellt ist oder nicht.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Kennzeichen dem Bahnhofsgleis (2) fest zugeordnet ist und nach Einstellung der Einfahrstraße unabhängig von der Einstellung der Ausfahrstraße übertragen wird. $. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kennzeichen vom Ende (M bzw. N) einer Ausfahrstraße zu Schaltmitteln (z. B. 1 M, 1 N), die ihrem Anfang zugeordnet sind und von diesen zu Schaltmitteln (RM, RN) übertragen wird, die dem Anfang (a) einer Einfahrstraße zugeordnet sind. 9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß über die zur Übertragung eines Kennzeichens dienenden Leitungen (Fig. 2 und 4) außerdem ein Vorsignal (b, c, d, e) durch das im Fahrweg folgende Hauptsignal (B, C, D, E) gesteuert wird. 10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß Umschaltrelais (U) vorgesehen sind, die nach Übertragung eines Kennzeichens die Übertragungsleitungen an Kontakte (B1, 132, C1 usw.) des Hauptsignals (z. B. B, C) und an Relais (b 1, b 2) des Vorsignals anschalten. 11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich die dem Anfang einer Fahrstraße zugeordneten Kennzeichenempfangsrelais (11I7, l N, R111, RN) nach ihrem Ansprechen Selbstschlußkreise bilden. 12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß den Enden der Fahrstraßen Priifrelais (MP, NP, 1 P, 2 P) zugeordnet sind, die nach Übertragung des Kennzeichens über dem Gleisplan nachgebildete Stromkreise (Fig. 6 und 7) eingeschaltet werden und durch ihre Kontakte (11P 2, NP 2, 1 P 2, 2P2) die Übertragungsstromkreise (Fig. 2 und 4) unterbrechen. 13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2, 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß den Anfängen der Fahrstraßen Hilfsrelais (1H, 2H, RH in Fig. 2 und 4) zugeordnet sind, die nach Wirksamwerden der Unterbrechung der Übertragungsstromkreise die Umschaltrelais (U) einschalten. 14. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2, 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Prüfrelais nach ihrem Ansprechen Selbstschlußkrei se bilden. 15. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2, 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß in den Selbstschlußkreisen Wicklungen der Umschaltrelais angeordnet sind. 16. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2, 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß als Kennzeichenempfangsrelais (1 M, l N, R J11, RN) und/ oder Prüfrelais (MP, NP, 1P, 2P) Stützrelais oder Haftrelais verwendet werden. 17. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, 2, 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abschaltung der Selbstschlußkreise bzw. zur Rückstellung der Stütz- bzw. Haftrelais bei Auflösung der Fahrstraßen Schaltmittel (z. B. Kontakte 83 -1 -, 73, 43) vorgesehen sind, die den Signalen, den Gleisen oder den im Fahrweg anschließenden Weichen zugeordnet sind. 18. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch die Verwendung der Fahrtrichtungsanzeigerschaltung zur Steuerung von Gleiswechselanzeigern.
DE1955L0022937 1955-09-13 1955-09-13 Schaltungsanordnung fuer Fahrtrichtungsanzeiger in Gleisbildstellwerken Expired DE1004654C2 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1181730B (de) 1962-01-29 1964-11-19 Siemens Ag Schaltungsanordnung zum Auswaehlen von Signalbildern in elektrischen Stellwerken, insbesondere Gleisbildstellwerken

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1181730B (de) 1962-01-29 1964-11-19 Siemens Ag Schaltungsanordnung zum Auswaehlen von Signalbildern in elektrischen Stellwerken, insbesondere Gleisbildstellwerken

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