DE1178760B - Mehrteilige Form zum Herstellen eines Hohlbalkens fuer Gebaeudedecken - Google Patents
Mehrteilige Form zum Herstellen eines Hohlbalkens fuer GebaeudedeckenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: B 28 c
Deutsche Kl.: 80 a - 49
Nummer: 1 178 760
Aktenzeichen: B 39252 V / 80 a
Anmeldetag: 24. Februar 1956
Auslegetag: 24. September 1964
Die Erfindung betrifft eine mehrteilige Form zum Herstellen eines Hohlbalkens aus Beton mit einer
Leichtbauplatte als unterem Abschluß für Gebäudedecken.
Es ist bekannt, Gebäudedecken in der Weise herzustellen, daß Hohlbalken oder Balken mit U-Querschnitt
auf ihre Auflagen (Gebäudewände) aufgelegt werden, worauf Ortbeton in die Spalten zwischen
den Balken eingebracht wird. Wochen danach wird unten an die Decke ein Belag aus Leichtbauplatten
als Putzträger und als Schalldämm-Mittel angeklebt oder angenagelt.
Bekannt ist ferner, Balken mit U-Querschnitt durch Annageln oder Ankleben von Leichtbauplatten
in Hohlbalken umzuwandeln, die dann verlegt werden.
In beiden Fällen bedarf es demnach des Anwendens des Anklebe- oder des Annägelarbeitsganges.
Ein solcher Handwerksarbeitsgang ist teuer und oft auch gefährlich. Noch schwerwiegender ist der Umstand,
daß die Haltbarkeit der Leichtbauplatten bei nicht sorgfältiger Befestigungsarbeit in Frage gestellt
ist.
Davon ausgehend stellte sich die Aufgabe an den Erfinder, die Form zum Herstellen eines solchen Balkens
zu vereinfachen. Die Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß die Form in bekannter
Weise aus einem Formkern und Seitenschalungen sowie aus einer Leichtbauplatte als Formboden zusammengesetzt
ist, welche nach dem Abbinden des Frischbetons Bestandteil des Hohlbalkens ist. Beim
Herstellen eines Hohlbalkens sickert deshalb während des Verdichtens des Frischbetons Frischbetonschlempe
in die Fugen und Poren der Leichtbauplatte hinein, so daß ein dichter Formschluß zwischen
dem Betonformling und der Leichtbauplatte entsteht. Die dadurch erzielte Haftung ist besonders
innig, so daß die seitlichen der Befestigung dienenden Streifen der Leichtbauplatte dünnwandig sein
können. Auch schmale Auflageflächen an diesen Stegen sichern deshalb noch die sichere Halterung der
Leichtbauplatte. Der Frischbeton des Formlings geht mit dem Bindemittel der Leichtbauplatte eine Verbindung
ein, die den Zusammenhalt der Teile auf ein Höchstmaß steigert, so daß dem gefürchteten Rissigwerden
der Gebäudedecke entgegengewirkt ist. Schließlich wird der Vorteil erzielt, daß der Formkern
leicht ziehbar ist, da er beim Ziehen auf einer trockenen, kaum mit Betonschlempe verschmierten
bzw. verkrusteten Fläche der Leichtbauplatte gleitet.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeiapiele dargestellt. Es zeigt
Mehrteilige Form zum Herstellen eines
Hohlbalkens für Gebäudedecken
Hohlbalkens für Gebäudedecken
"-■ Anmelder:
"-j Auguste Bürkle, geb. Bürkle,
Schmiden (Kr. Waiblingen), Fellbacher Str. 70
Als Erfinder benannt:
Karl Bürkle,
Albrecht Bürkle, Schmiden (Kr. Waiblingen)
Bild 1 einen Querschnitt durch einen Hohlbalken, dessen Boden aus Holzfaserpreßstoff besteht,
B i 1 d 2 einen Querschnitt durch einen Hohlbalken, dessen Boden aus einer Kunstharzplatte besteht,
B i 1 d 3 schematisch einen Querschnitt der Decke eines Gebäudes und
B i 1 d 4 die Draufsicht auf die Decke eines kleinen Raumes.
Die Ausführungsform nach B i 1 d 1 besteht im wesentlichen aus dem bewehrten, im Querschnitt
U-förmigen Stahlbetonkörper mit den Wänden 1, 2 sowie der Oberseite 3. Der Formboden 4 (Leichtbauplatte)
dient als Putzträger und ist eine im Preßverfahren verdichtete Holzfaserpreßplatte aus betongebundenen
Hobelspänen. Auf diesem Formboden wird der Stahlbetonkörper unter Zugabe der Bewehrung
aufgeformt. Nach dem Aufformen ruht der Formling auf der Bohle 5 so lange, bis der Beton des Stahlbetonkörpers
abgebunden hat. Die Wände des Stahlbetonkörpers stehen in bekannter Weise geneigt zur
Lotrechten, so daß die nicht dargestellte Seitenschalung der Form nach dem Aufformen des Frischbetons
auf dem Formboden leicht, z. B. nach oben, abgezogen werden kann.
Die Ausführungsform nach B i 1 d 2 besteht im wesentlichen aus dem bewehrten, im Querschnitt
U-förmigen Stahlbetonkörper mit den Wänden 1,2 und mit der Oberseite 3. Der Formboden 6 ist eine
Platte aus wärmebildsamem, nicht aushärtbarem Kunstharz, die mittels Schwalbenschwanzprofils mit
dem Stahlbetonkörper verzahnt ist. T-Profilstangen 7,
ebenfalls aus dem oben angegebenen Kunstharz bestehend, haften durch Reibung an der Decke, schließen
die Fugen zwischen den Hohlbalken oberhalb
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des Ortbetons 8, so daß die aus den Hohlbalken bestehende Decke manchmal keinen Unterputz braucht.
Der Bewehrungsstab 9 dient in Verbindung mit durch die Löcher 10 hindurchtretendem Ortbeton als Querbewehrung
der Decke. Die Wände des den Hohlraum 11 enthaltenden Stahlbetonkörpers stehen lotrecht,
so daß die Seitenschalung der Form nach erfolgtem Einformen des Frischbetons in die Hohlbalkenform
leicht nach der Seite hin weggezogen werden kann.
Die Bilder 3 und 4 zeigen die Ausführungsform,
gemäß der die Hohlräume 11 der Hohlbalken zwei Sacklöcher sind. Der Stahlbetonkörper weist somit in
der Mitte kein Hutprofil auf, sondern hat in diesem Bereich ein Vollquerschnittsprofil. In diesem Vollprofil-Betonteilstück
befindet sich ein horizontal verlaufender und sich quer zur Hohlbalkenlängsrichtung
erstreckender Hohlraum 12, der die Querbewehrung 9 der Decke samt Ortbeton aufnimmt. Die Sacklöcher
entstehen in der Weise, daß beim Herstellen des Formlinges die Kerne der Form nach links und rechts so
ausgezogen werden. Fertigungstechnisch günstig ist die an sich bekannte Maßnahme, den Formling unmittelbar
nach dem Einfüllen und Stampfen bzw. Rütteln des Frischbetons zu entschalen. Nach der Erfindung
erfolgt dies zweckmäßig in der Reihenfolge, daß der Frischbeton auf die Leichtbauplatte 4, 6 aufgebracht
wird, worauf zunächst der bzw. die den; Hohlraum bildenden Kerne gezogen und anschließend
die Schalung von den stehend angeordneten Wänden abgezogen wird.
Claims (1)
- Patentanspruch:Mehrteilige Form zum Herstellen eines Hohlbalkens aus Beton mit einer Leichtbauplatte als unterem Abschluß für Gebäudedecken, dadurch gekennzeichnet, daß diese in bekannter Weise aus einem Formkern und Seitenschalungen sowie aus einer Leichtbauplatte (4, 6) als Formboden zusammengesetzt ist, die nach dem Abbinden des Frischbetons Bestandteil des Hohlbalkens (1, 2, 3, 4 bzw. 6) ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 878 917, 904 817;
schweizerische Patentschrift Nr. 275 338;
französische Patentschrift Nr. 914 201;
USA.-Patentschriften Nr. 2 229 619, 2 708 016;
»Bauen und Wohnen«, H. 8/9 von 1948, S. 218.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen409 688/230 9.64 © Bundesdruckerei Berlin
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|---|---|---|---|
| DEB39252A DE1178760B (de) | 1956-02-24 | 1956-02-24 | Mehrteilige Form zum Herstellen eines Hohlbalkens fuer Gebaeudedecken |
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| GB2417/60A GB945511A (en) | 1961-01-20 | 1961-01-20 | Zirconium silicate stains |
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| DE1178760B true DE1178760B (de) | 1964-09-24 |
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ID=25965129
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1178760B (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2229619A (en) * | 1937-06-09 | 1941-01-21 | Abeles Paul | Concave reinforced concrete beam |
| FR914201A (fr) * | 1945-03-30 | 1946-10-02 | élément de construction, son procédé de fabrication et ses applications | |
| CH275338A (de) * | 1949-05-11 | 1951-05-31 | William Rumble Roy | Kernschalung. |
| DE878917C (de) * | 1951-10-13 | 1953-06-08 | Minhardt & Fischer Kommanditge | Verfahren zur Herstellung von Bauplatten und nach dem Verfahren hergestellte Bauplatte |
| DE904817C (de) * | 1949-11-15 | 1954-02-22 | Hans Lehde | Kastentraeger aus Beton fuer schalungslose Deckenkonstruktionen |
| US2708016A (en) * | 1951-10-16 | 1955-05-10 | Hugh V Penton | Gasket for architectural porcelain panels |
-
1956
- 1956-02-24 DE DEB39252A patent/DE1178760B/de active Pending
Patent Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CH275338A (de) * | 1949-05-11 | 1951-05-31 | William Rumble Roy | Kernschalung. |
| DE904817C (de) * | 1949-11-15 | 1954-02-22 | Hans Lehde | Kastentraeger aus Beton fuer schalungslose Deckenkonstruktionen |
| DE878917C (de) * | 1951-10-13 | 1953-06-08 | Minhardt & Fischer Kommanditge | Verfahren zur Herstellung von Bauplatten und nach dem Verfahren hergestellte Bauplatte |
| US2708016A (en) * | 1951-10-16 | 1955-05-10 | Hugh V Penton | Gasket for architectural porcelain panels |
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