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Vorrichtung zurn Austragen von, Schüttgut aus einer unter Saugzug
stehenden Förderanlage Beim kontinuierlichen Austragen von Schüttgut aus dem Abscheider
einer pneumatischen Fördervorrichtung können sich gewisse Schwierigkeiten ergeben,
wenn man für diesen Zweck Zellenradschleusen oder vergleichbare Anordnungen verwendet,
da insbesondere die Abnutzung recht groß sein kann und in besonderen Fällen die
Gefahr einer Beschädigung des Schüttgutes durch Quetschwirkung u. dgl. besteht.
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Es ist zwar empfohlen worden, die Vorteile eines an den Abscheider
nach unten anschließenden Senkrohres für den Austrag auszunutzen, zumal man sich
hiervon eine natürliche Abdichtwirkung zwischen dem Saugzug im Abscheider und der
Außenluft versprach, doch haben die bisher bekanntgewordenen Vorrichtungen dieser
Art in der Praxis nicht befriedigt. Insbesondere hat man versucht, die Austragsmenge
aus dem Senkrohr selbsttätig in Abhängigkeit vom Gewicht einer Gutsäule zu regeln,
die sich über einem am unteren Ende des Senkrohres angeordneten Absperrelement,
nämlich einer Art Abschlußplatte, aufbaut. Diese Abschlußplatte ist drehbar gelagert
und kann sich je nach dem auf ihr ruhenden Gewicht heben und senken, wodurch sich
der Durchflußquerschnitt für das auszutragende Gut verändert. Dabei sorgt ein zusätzlich
angeordneter Abstreifer für einen gleichmäßigen Abfluß des Schüttgutes von der sich
drehenden Platte. Das auf der Abschlußplatte ruhende Gewicht der Gutsäule wird jedoch
nicht nur von der Höhe und dem Querschnitt des Senkrohres, sondern auch von der
Schüttung und Körnung des Gutes sowie von Reibungskräften beeinflußt, die auf das
sich im Senkrohr nach unten bewegende Gut einwirken, wodurch sich unvermeidbare
Schwankungen in der ausgetragenen Gutmenge ergeben und sogar Lufteinbrüche nicht
mit Sicherheit vermieden werden können.
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Erfindungsgemäß wird das Problem der selbsttätigen Regelung der Gutabgabe
bei einer Förderanlage der eingangs gekennzeichneten Art, nämlich bei einer Vorrichtung
zum Austragen von Schüttgut aus einer unter Saugzug stehenden Förderanlage, die
sich aus einem Abscheider, einem sich an den Abscheider nach unten anschließenden
Senkrohr sowie einem im Endbereich des Senkrohres angeordneten, den Austritt des
Gutes aus dem Senkrohr regelnden Absperrelement zusammensetzt, wobei die Lage des
Absperrelementes zur Anderung des Durchflußquerschnittes für das auszutragende Gut
in Abhängigkeit von einer im Senkrohr sich aufbauenden Gutmenge über eine Verstelleinrichtung
selbsttätig so verändert wird, daß eine Abdichtung
zwischen dem Saugzug im Abscheider
und der Außenluft stets sichergestellt ist, dadurch gelöst, daß das Absperrelement
das Senkrohr in seinem Endbereich quer durchsetzt und daß der Gutaustrag selbsttätig
in Abhängigkeit von einer vorbestimmten, sich im Senkrohr oberhalb des Absperrelementes
aufbauenden Gutsäulenhöhe geregelt wird, wofür in der Seitenwand des Senkrohres
in der vorbestimmten Höhe Höhenstandsanzeiger vorgesehen sind, die auf die Verstelleinrichtung
für das Absperrelement einwirken.
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Hierdurch ist es möglich, das Schüttgut ohne Verwendung einer Drehschleuse
bzw. einer sich drehenden Abschlußplatte und ohne Dichtungsschwierigkeiten in einen
Raum auslaufen zu lassen, in welchem ein höherer Druck als in dem Abscheider herrscht.
Es können außerdem keine Störungen infolge unregelmäßiger Schüttung im Senkrohr
beim Austrag auftreten, und das Material wird sehr schonend behandelt.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Absperrelement
mit einem in einem Zylinder bewegbaren Kolben verbunden, dem ein Druckmittel über
ein vorgeschaltetes Steuerventil zugeführt wird, das selbst von dem Höhenstandsanzeiger
beeinflußt wird.
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Weiterhin wird der Kolben in dem Zylinder doppelseitig von dem Druckmittel
beaufschlagt oder bei einseitiger Beaufschlagung ist das Absperrelement noch mit
einer Zugfeder verbunden.
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In vorteilhafter Weise ist das Absperrelement als um eine Rotationsachse
bewegliches Segment ausgebildet. Weiterhin erstreckt es sich schräg nach unten in
das Senkrohr.
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Falls in dem Schüttgut Steine, Holzteile oder andere stückige Güter
größerer Abmessung enthalten sind und daher mit in das Fördersystem gelangen können,
ist es sehr vorteilhaft, wenn der Abscheider ohne Querschnittverengung in das Senkrohr
übergeht, so daß der Austrag ohne die Gefahr eines Verstopfens erfolgen kann.
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Um die Länge des Senkrohres zu verringern, ist es weiterhin möglich,
dieses unter mehrfachem Richtungswechsel schräg nach unten zu richten und insbesondere
als Spirale auszubilden.
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Als Höhenstandsanzeiger können vorteilhaft ein unterer und ein oberer
Niveaufühler, eine Membran und eine plattenartige, auf kapazitiver Basis wirkende
Anzeigevorrichtung vorgesehen werden, die die Steuerventile so beeinflussen, daß
die frei werdende Druckluft den Verstellkolben entsprechend bewegt und verstellt.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Ausbildung gemäß der
Erfindung dargestellt.
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Bei der in der Fig. 1 im Schnitt dargestellten Ausführungsform läuft
das senkrecht nach unten abgebogene Endstück 2 der pneumatischen Förderleitung 1
konisch zu. Dieses konische Endstück der Förderleitung weist eine gelochte oder
geschlitzte Wandung auf.
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Oberhalb des konischen Endstückes 2 mündet die Förderleitung 1 in
einen zylindrisch geformten Abscheider 3 und ist mit diesem.luftdicht verbunden.
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Die Mittelachse der Förderleitung 1 und des Abscheiders 3 fallen zusammen.
An den oberen Rand des Abscheiders 3 schließt ein Luftabsaugrohr 4 an, das zum Sauggebläse
führt und durch das die Saugluft in Pfeilrichtung 5 abzieht. Der Abscheider 3 läuft
nach unten konisch zu und weist an seinem unteren Ende eine Drosselstelle 6 auf,
welche die Verbindung zu dem Senkrohr 7 herstellt. Im oberen Bereich des Senkrohres
7 sind in dessen seitlicher Wand ein oberer und ein unterer Höhenstandsanzeiger
9 und 8 vorgesehen, die je nach Guthöhe über Leitungen 10 ein Steuerventil 11 beeinflussen,
das seinerseits über Leitungen 12 und 13 mit den Enden eines Zylinders in Verbindung
steht, in dem ein Kolben 14 je nach Zufuhr eines Druckmittels durch die leitung
12 oder durch die Leitung 13 nach rechts oder nach links bewegt wird.
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Der Kolben 14 ist mit einem Absperrelement 15 verbunden, welches
das Senkrohr 7 quer durchsetzt und das je nach seiner Stellung den Querschnitt des
Senkrohres verändert und somit die Menge des durch das Senkrohr abfließenden Schüttgutes
regelt.
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Die Stellung des Absperrelementes wird durch das Steuerventil bestimmt,
welches selbst von dem Höhenstandsanzeiger beeinflußt wird. Somit kann die Höhe
des Schüttgutes im Senkrohr 7 innerhalb enger Grenzen konstant gehalten werden.
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Diese Vorrichtung nach F i g. 1 arbeitet wie nachstehend ausgeführt:
Durch die Förderleitung 1 wird vom Pfeil 32 her dem Abscheider 3 ein Gemisch von
Luft und Material zugeführt. In dem Abscheider
werden das Material und die Luft voneinander
getrennt. Dabei wird die Luft von dem Sauggebläse über die gelochte oder die geschlitzte
Wandung des konischen Endstückes 2 der Förderleitung 1 über den Abscheider 3 und
über das Luftabsaugrohr abgesaugt. Das Material 18 fließt aus dem Ab scheider3 in
das Senkrohr 7 und füllt dieses Rohr, da das Absperrelement 15 das Senkrohr im wesentlichen
quer durchsetzt und verschließt. Die beiden Höhenstandsanzeiger 8 und 9 regeln die
Bewegung des Steuerschiebers 15 selbsttätig und dieser wiederum bestimmt die Stellung
des Absperrelementes 15, und zwar derart, daß der Durchtritt des Materials durch
den Auslauf des Senkrohres 7 durch das Ab sperrelement gesperrt wird, sobald der
untere noch zulässige, dem unteren Höhenstandsanzeiger 8 entsprechende Pegel 19
erreicht ist, wogegen der Durchtritt beim Erreichen des höchsten zulässigen, dem
oberen Höhenstandsanzeiger 9 entsprechenden Pegel 20 freigegeben wird.
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Bei der in der F i g. 2 im Schnitt dargestellten Ausführungsform
mündet die Förderleitung 1 seitlich in einen Zyklonabscheider 21, der am oberen
Ende ein Luftabsaugrohr 4 aufweist, durch welches die durch einen Pfeil 5 gekennzeichnete
Saugluft zum Gebläse entweicht. Der Auslauf des sich im Senkrohr 7 sammelnden Materials
wird wiederum durch ein das Senkrohr quer durchsetzendes Absperrelement 15 geregelt,
das sowohl mit einem Kolben 14 als auch mit einer Zugfeder 22 verbunden ist. welche
im Wechselspiel die Bewegung des Absperrelementes unter dem Einfluß eines pneumatischen
Ventils 23 bewirken.
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Im oberen Bereich des Senkrohres 7 ist in dessen Seitenwand in der
Höhe des gewünschten Pegelstandes 24 eine Membran 25 eingebaut, welche über eine
Stange 26 auf einen Hebelarm 27 einwirken kann, der wiederum das pneumatische Ventil
betätigt, während eine Zugfeder 28 dieser Betätigung entgegenwirkt. Der Pegelstand
des Gutes im Senkrohr wird trotz eines kontinuierlichen Materialzuflusses aus dem
Abscheider ziemlich konstant gehalten. Weicht die Guthöhe vom Pegelstand nach oben
oder nach unten ab, dann wird das Absperrelement so bewegt, daß es den Querschnitt
des Senkrohres mehr oder weniger verschließt. So kann sich durch die verschieden
große Abflußmenge des Gutes aus dem Senkrohr der Pegelstand wieder einpendeln.
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Die in der F i g. 3 im Schnitt dargestellte Ausführungsform der Erfindung
ist besonders geeignet für die Förderung von Material, welches sperrige Güter enthält,
wie z. B. Holzstäbe oder Säcke. Ein Mitreißen dieser sperrigen Güter führt bei den
üblichen Abscheidevorrichtungen zu Stauungen oder sogar zur vollständigen Stillegung
der gesamten Anlage.
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Nach F i g. 3 geht nun der Abscheider ohne Verengung des Durchlaufquerschnittes
in das Senkrohr über. Das Absperrelement ist an dem Auslaufende des Senkrohres so
angebracht, daß es schräg nach unten in das Senkrohr hineinragt.
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Die F i g. 4 zeigt einen Querschnitt längs der Linie IV-IV der F
i g. 3, und die F i g. 5 stellt einen Schnitt längs der Linie V-V der F i g. 3 dar.
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Eine Förderleitung 1 mündet seitlich in einen Abscheider29 ein, an
den sich ohne Querschnittsverengung das Senkrohr 7 anschließt. Die abgetrennte Förderluft
wird aus dem Abscheider 29 über eine Absaugleitung 4 abgesaugt, die z. B. mit einem
nicht
dargestellten Sauggebläse, eventuell über eine Staubabscheidevorrichtung,
in Verbindung steht. In der Verlängerung der oberen Wandung der Förderleitung 1
ist eine Abscheidewand 30 vorgesehen, die zwar der Länge des Abscheiders 29 entspricht,
die sich jedoch nur auf einen Teil der Breite des Abscheiders 29 erstreckt. Sie
ist nach unten konkav ausgebildet und durch eine sich nach unten erstreckende Wandung
31 begrenzt.
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Im unteren Teil des Senkrohres 7 befindet sich ein schräg nach unten
gerichtetes Absperrelement 15, das in Führungen 32' gleitet. Das Absperrelement
15 ist über eine Kolbenstange mit einem doppeltwirkenden Kolben 14 verbunden, der
in einem Zylinder angeordnet ist. Der Weg des Kolbens 14 erlaubt es, das Absperrelement
15 so weit zurückzuziehen, daß der ganze Querschnitt des Senkrohres für den Auslauf
freigegeben werden kann.
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Der Zylinder ist über zwei an seinen Enden einmündenden Leitungen
12, 13 mit einem Steuerventil 11 verbunden, das an eine Druckleitung 33 für die
Zufuhr eines den Kolben 14 bewegenden Druckmittels und an eine Abflußleitung 34
angeschlossen ist. Über eine schematisch dargestellte elektrische Leitung 35 steht
das Steuerventil unter dem Einfluß eines Höhenstandsanzeigers 36 bekannter Bauart,
dessen Wirkung unten näher erläutert wird: Die durch die Förderleitung 1 zugeführte
Mischung von Material und Förderluft strömt entlang der Abscheidewand 30. Durch
eine Prallwirkung im Abscheider wird das Material gebremst.
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Ferner expandiert die Förderluft, und sie wird nach oben durch de
Absaugleitung 4 abgesaugt. Das abgeschiedene Material fällt in das Senkrohr 7 und
bildet in diesem eine Materialsäule, die die Abdichtung gegen die Außenluft sichert.
Die Höhe dieser Materialsäule wird durch das Absperrelement 15 reguliert. Dieses
Element ragt entsprechend dem sich verändernden Gutspiegel mehr oder weniger in
das Senkrohr 7 hinein. Die Materialsäule wirkt auf einen Höhenstandsanzeiger 36,
der eine in der Wand eingelassene Metallscheibe aufweist, die ein elektrisches Feld
erzeugt. Dieses Feld verändert sich unter dem Einfluß der Höhe der Materialsäule.
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Steigt die Guthöhe über den Sollwert, dann wirkt der Höhenstandsanzeiger
36 über die Leitung 35 auf das Steuerventil 11. Das Steuerventil 11 verbindet die
Druckleitung 33 mit der Leitung 13 und die Leitung 12 mit der Abflußleitung 34.
Der Kolben 14 bewegt sich nach links, so daß das Absperrelement 15 im Senkrohr 7
den Querschnitt freigibt. Nun fließt das Gut stärker ab, bis der Sollwert wieder
erreicht wird. Dann werden die Leitungen 12 und 13 gesperrt, und das Absperrelement
15 bleibt in seiner Lage, so lange die Höhe der Materialsäule beim Sollwert bleibt.
Wenn die Materialsäule absinkt, dann verbindet das Steuerventil 11 die Leitung 12
mit der Druckleitung 33 und die Leitung 13 mit der Abflußleitung34. Nun wird der
Kolben 14 nach rechts bewegt, so daß das Absperrelement 15 den freien Querschnitt
des Senkrohres 7 vermindert. Das Gut staut sich nun stärker im Senkrohr, bis der
Sollwert wieder erreicht ist. Dann werden die Leitungen 12, 13 wieder gesperrt.
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Sollte die Förderleitung 1 sperrige Güter, wie Holzstäbe, Säcke u.
dgl. ansaugen, dann können diese unbehindert im Senkrohr 7 bis zum Auslauf nach
unten wandern, weil zwischen dem Abscheider-
teil und dem Auslauf keine Verengung
des Durchlaufquerschnittes vorhanden ist. Zur Entleerung des Senkrohres 7 nach beendeter
Förderung wird das Steuerventil 11 von Hand gesteuert. Dabei wird die Leitung 13
mit der Druckleitung 33 und die Leitung 12 mit der Abflußleitung 34 verbunden. Nun
kann der Kolben 14 das Absperrelement 15 vollständig aus dem Senkrohr 7 herausziehen.
Dadurch wird der gesamte Querschnitt des Senkrohres 7 für den Auslauf freigegeben.
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Bei der in den F i g. 6 bis 8 dargestellten Ausführungsform geht
der Abscheider 29 gleichfalls ohne Verengung in das Senkrohr 7 über, doch wird der
Auslauf hier durch einen pneumatisch gesteuerten Segmentschieber 38 geregelt, welcher
um eine Achse 39 schwenkbar angeordnet ist.
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Die F i g. 6 zeigt eine solche Vorrichtung im Schnitt längs der Linie
VI-VI der F i g. 7, und F i g. 8 stellt einen Schnitt längs der Linie VIII-VIII
der F i g. 7 dar, während die Lage des Schnittes der Fig.7 durch die Linie VII-VII
der F i g. 8 angedeutet ist.
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Der durch die Förderleitung 1 zugeführte Strom aus Fördermaterial
und Luft trennt sich im Abscheider 29. Das Material fällt nach unten in das Senkrohr
7, wogegen die Saugluft durch den von der Abscheiderwand 30, der Wandung 31 und
dem oberen Bereich des Abscheiders 29 gebildeten Kanal über die Absaugleitung 4
abgesaugt wird.
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In der Wand des Senkrohres 7 ist in seinem an den Abscheider 29 anschließenden
Bereich ein plattenartiger Höhenstandsanzeiger 36 vorgesehen, dessen kapazitive
Änderung, die durch die Änderung des Pegelstandes des Materials im Senkrohr hervorgerufen
wird, über-eine elektrische Röhrenschaltung zum Betätigen des Steuerventils 1i ausgenutzt
wird.
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In das Ventil 11 münden eine Druckleitung 33 und eine Abflußleitung
34. Mittels der durch die Druckleitung zugeführten Druckluft wird der Kolben 14
betätigt, an dessen Stange ein Hebel 37 angelenkt ist, der mit der Achse 39 des
Segmentschiebers 38 starr verbunden ist. Das andere Ende der Achse 39 weist ebenfalls
einen mit ihr starr verbundenen Hebel 37 auf, an dem eine Zugfeder 41 angreift,
die an einer Seitenwand eines sich an den Auslauf des Senkrohres 7 anschließenden
Gehäuses 40 befestigt ist.
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Das Auslaufende des Senkrohres 7-ist abgeschrägt, so daß der Segmentschieber38
das Rohr dicht abschließt, wenn der Kolben 14 ganz zurückgezogen ist, es aber andererseits
bei der entgegengesetzten Kolbenstellung vollständig freigibt.
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Es wurde bereits erwähnt, daß es bei beschränkter Bauhöhe vorteilhaft
sein kann, das Senkrohr schräg in mehrfachem Richtungswechsel zu führen.
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Die Fig.9 bis 11 zeigen eine entsprechende Ausführungsform der Erfindung.
Die F i g. 9 stellt einen Längsschnitt durch den Abscheider, hier einen Bogenabscheider
mit dem anschließenden schraubenförmig gewundenen Senkrohr dar, wobei der Auslauf
des Gutes aus demselben wiederum in Abhängigkeit von der Guthöhe gesteuert wird.
Die Fig. 10 ist ein Horizontalschnitt längs der Linie X-X der Fig. 9, und die Fig.
11 zeigt eine ähnliche Anlage, bei welcher das Senkrohr zickzackförmig in einer
Ebene ausgebildet ist.
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Wie die Fig. 9 zeigt, weist die Förderanlage am Austragsende einen
Bogenabscheider 42 auf, aus dem über ein Saugrohr 4 in Pfeilrichtung 5 die Luft
abgesaugt
und dem durch die Förderleitung 1 das Gemisch aus Luft und Material zugeführt wird.
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Zwischen dem während des Betriebes unter Unterdruck stehenden Abscheider
42 und der Atmosphärendruck aufweisenden Außenluft ist ein schraubenförmig gewundenes
Senkrohr 7 eingeschaltet.
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Zur Regelung der Materialaustrittsmenge aus dem mit der Außenluft
in Verbindung stehenden unteren Ende des Senkrohres 7 ist ein Absperrelement 15
vorgesehen, dessen Bewegungsmechanismus sich aus folgenden Teilen zusammensetzt:
Das Absperrelement 15 ist mit der Kolbenstange eines Kolbens 14 verbunden, der im
Inneren eines Zylinders 43 gleitet und der beidseitig beaufschlagt wird. Von den
Enden dieses Zylinders 43 führen zwei Leitungen 12 und 13 in das Gehäuse eines Vierwegeventils
44, in das außerdem noch eine Druckluftleitung 33 und eine Abflußleitung 34 für
die Luft einmünden, wobei die Druckluftleitung 33 über ein Sicherheitsventil 45
an ein Gebläse 46 angeschlossen ist.
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Beeinflußt wird das Vierwegeventil 44 von einem Höhenstandsanzeiger
9, der einerseits über einen Schalter 47 an das den elektrischen Strom führende
Leitungsnetz 48 angeschlossen ist, während andererseits die von ihm weggehenden
Leitungen 10 zu einem Solenoid 49 führen, das seinerseits eine Zahnstange 50 beeinflußt,
die mit der Verzahnung 51 des Vierwegeventils 44 kämmt und in einer Geradführung
52 gleitend geführt ist. Am Ende der Zahnstange 50 ist eine Rückholfeder 53 befestigt,
die sich selbst an einem Festpunkt 54 abstützt.
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Die Bezugszeichen 55 und 56 kennzeichnen die obere und die untere
Gutstandshöhe die von einem Höhenstandsanzeiger angezeigt wird.
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Nachstehend wird die Wirkungsweise der vorstehend in ihren Einzelheiten
beschriebenen Anlage dargelegt: Durch das im Absaugrohr 4 herrschende Vakuum wird
im Bogenabscheider42 ebenfalls ein Vakuum erzeugt. Durch dieses Vakuum wird durch
das Förderrohr 1 das Gemisch aus Luft und Material in den Abscheider gesogen, wobei
infolge einer Querschnittserweiterung die Geschwindigkeit des Gemisches im Abscheider
vermindert wird. Außerdem wird das mitgeführte Material an der bogenförmigen Seitenwand
des Abscheiders durch Reibung abgebremst und fällt nach unten, wobei sich das Material
im unteren, keilförmig zusammenlaufenden Teil des Abscheiders sammelt. Das Austragen
des angesammelten, noch unter Unterdruck stehenden Materials gegen den Überdruck
der Außenluft wird durch das Eigengewicht der im Senkrohr 7 befindlichen Gutsäule
bewirkt, wobei deren Dichte groß genug sein muß, um einen luftdichten Abschluß zwischen
Außenluft und Abscheider sicherzustellen. Eine bestimmte Länge des Senkrohres gewährleistet
einen luftdichten Abschluß.
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Entsprechend der Guthöhe des im unteren Teil des Abscheiders 42 lagernden
Gutes spricht der Höhenstandsanzeiger 9 über die Leitung 10 den Solenoid 49 an,
der seinerseits über die mit der Verzahnung 51 des Vierwegeventils 44 kämmende,
an eine Rückholfeder 53 angeschlossene Zahnstange 50 das Vierwegeventil 44 jeweils
so verdreht, daß die vom Gebläse 46 gelieferte Druckluft den Kolben 14 und damit
das Absperrelement 15 entweder nach links oder nach rechts schiebt, und zwar in
nachstehend beschriebener Weise: Nähert sich der Gut-
spiegel dem oberen Ende des
Höhenstandsanzeigers 9, so tritt der Solenoid 49 in Aktion und zieht die Zahnstange
50 so weit nach unten, daß das Vierwegeventil 44 eine Stellung einnimmt, in welcher
die Leitung 12 mit der Druckluftleitung 33 und die Leitung 13 mit der Außenluft
über die Abflußleitung 34 in Verbindung steht. So wandert der Kolben 14 nach rechts,
das Absperrelement 15 öffnet den Ausflußquerschnitt aus dem Senkrohr 7, die Austrittsgeschwindigkeit
des Gutes aus demselben wächst, und der Gutspiegel nähert sich wieder der in F i
g. 9 dargestellten Mittellage des Gutniveaus. Umgekehrt schließt das Absperrelement
15 wieder den Ausflußquerschnitt des Senkrohres 7, sobald der Niveauspiegel gegen
das untere Ende des Höhenstandsanzeigers 9 absinkt, da dann der Solenoid 49 die
Zahnstange 50 freigibt und diese unter dem Einfluß der Rückholfeder 53 das Vierwegeventil
44 so verdreht, daß jetzt die Leitung 13 mit der Druckluftleitung 33 und die Leitung
12 mit der Außenluft in Verbindung steht, worauf sich der Niveauspiegel wieder zu
heben beginnt. Wird der Betrieb unterbrochen und hört die Materialförderung auf,
so verschließt das Absperrelement 15 den Durchflußquerschnitt selbsttätig, sobald
das Gut die untere Niveaugrenze 56 erreicht hat, so daß eine Wiederaufnahme des
Betriebes jederzeit ohne großen Energieverlust möglich ist, da in diesem Falle das
Senkrohr 7 genügend hoch mit Material gefüllt bleibt.
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Wird jedoch die restlose Entleerung des Senkrohres gewünscht, so
kann nach dem Öffnen des Schalters 47 das Vierwegeventil 44 etwa durch ein Nachuntenbewegen
der Zahnstange 50 von Hand aus so verdreht werden, daß sich das Absperrelement 15
nach rechts bewegt und das gesamte Material ins Freie ausströmt. Läßt man daraufhin
die Zahnstange50 wieder frei, so bewegt sich das Absperrelement 15 wieder nach links,
so daß auch in diesem Falle die Förderanlage für die Wiederaufnahme des Betriebes,
diesmal gegebenenfalls für die Förderung eines anderen Materials bereitsteht.
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Das Sicherheitsventil 45 ermöglicht ein Weiterarbeiten des Gebläses
46, sobald sich das Vierwegeventil 44 in einer Mittellage befindet.