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DE1178072B - Verfahren zur Gewinnung trockener grobkörniger chlorierter Cyanursäuren oder deren Salze. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung trockener grobkörniger chlorierter Cyanursäuren oder deren Salze.

Info

Publication number
DE1178072B
DE1178072B DE1961B0064549 DEB0064549A DE1178072B DE 1178072 B DE1178072 B DE 1178072B DE 1961B0064549 DE1961B0064549 DE 1961B0064549 DE B0064549 A DEB0064549 A DE B0064549A DE 1178072 B DE1178072 B DE 1178072B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drying
salts
parts
grained
coarse
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1961B0064549
Other languages
English (en)
Inventor
Merkel Dr Karl
Claren Otto Dr Bernd
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DE1961B0064549 priority Critical patent/DE1178072B/de
Publication of DE1178072B publication Critical patent/DE1178072B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Detergent Compositions (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C07d
Deutsche Kl.: 12 ρ-10/05
Nummer: 1178 072
Aktenzeichen: B 64549IV d /12 ρ
Anmeldetag: 27. Oktober 1961
Auslegetag: 17. September 1964
Trichlorisocyanursäure, Dichlorisocyanursäure und deren Alkali- und Erdalkalisalze sowie Gemische dieser Verbindungen werden bei ihrer Herstellung in bekannter Weise aus wäßrigen Lösungen abgetrennt und liegen dann als feuchte Substanzen vor. Sie enthalten etwa 10 bis 40 Gewichtsprozent Wasser und müssen bekanntlich unter schonenden Bedingungen getrocknet werden, insbesondere bei Temperaturen unter 100 bis 11O0C und im Vakuum, um eine Zersetzung unter Chlorabspaltung zu vermeiden.
Auf diese Weise entsteht eine trockene chlorierte Cyanursäure, die zum größeren Teil staubförmig ist. Die Teilchen haben einen Durchmesser von weniger als 0,05 bis 0,1 mm. Diese staubförmige 1S Beschaffenheit hat viele Nachteile. Der Staub verstopft leicht die Vakuumleitung, durch die der bei der Trocknung entstehende Wasserdampf abgesaugt wird, so daß in der Trocknungsvorrichtung ein überdruck entstehen kann und diese Vorrichtung eventuell explodiert. Außerdem geht ein Teil der zu trocknenden Substanz verloren, weil das Pulver mit dem Wasserdampf abgesaugt wird.
Die zu trocknenden Substanzen neigen ferner dazu, an der Innenwandung des Trocknungsbehälters anzuhaften, wodurch ihre Bewegung gestört und die Trocknungszeit verlängert wird. Auch bei der Verwendung der chlorierten Cyanursäuren oder ihrer Salze, beispielsweise als Bleichmittel, ist der Staub nachteilig.
Es wurde nun gefunden, daß die obigen Nachteile vermieden werden und man eine trockene Substanz von vorzugsweise 0,08 bis 2 mm Korngröße erhält, wenn die Trocknung der chlorierten Cyanursäuren oder ihrer Salze in Gegenwart eines oberflächenaktiven Stoffes erfolgt, wobei als oberflächenaktiver Stoff ein Silikonöl, ein Phosphorsäuretrialkylester oder -triarylester oder ein Carbonsäurepolyglykolester verwendet wird.
Es ist vorteilhaft, wenn die zu trocknende Substanz während der Trocknung bewegt wird, z. B. in einem rotierenden Trockner.
Carbonsäurepolyglykolester sind beispielsweise in den USA.-Patentschriften 2 695 914 und 2 695 915 beschrieben.
Silikonöle sind beispielsweise Dialkyl- und Alkylarylpolysiloxane.
Es werden vorteilhaft 0,0001 bis 10%, vorzugsweise 0,01 bis 1% des oberflächenaktiven Stoffes, bezogen auf eingesetzte chlorierte Cyanursäure oder deren Salz, verwendet.
Die Substanz kann vor, während oder nach der Verfahren zur Gewinnung trockener grobkörniger chlorierter Cyanursäuren oder deren Salze
Anmelden
Badische Anilin- & Soda-Fabrik
Aktiengesellschaft, Ludwigshafen/Rhein
Als Erfinder benannt:
Dr. Karl Merkel, Ludwigshafen/Rhein,
Dr. Otto Bernd Ciaren, Mannheim-Feudenheim
Chlorierung des Alkalicyanurats, bei der Waschung der chlorierten Cyanursäure oder bei der Neutralisation der chlorierten Cyanursäure mit einer Alkalioder Erdalkaliverbindung, aber auch vor der Trocknung oder während des Trockenvorganges zugesetzt werden. Man kann die Verbindungen in reiner Form, als wäßrige Emulsion oder als Emulsion in indifferenten organischen Flüssigkeiten oder als Lösung in indifferenten Substanzen, z. B. Carbonsäureestern, zusetzen. Man kann auch die Verbindung in die Trocknungsvorrichtung während des Trockenvorganges eindüsen.
Die folgenden Beispiele erläutern die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Beispiel 1
In einen rotierenden Trocknungsbehälter werden 1000 Teile (Gewichtsteile) des feuchten Kaliumsalzes der Dichlorisocyanursäure (Wassergehalt = 19,9%, Aktivchlorgehalt = 48,3%) eingefüllt. Der Behälter wird bis auf einen Druck von 30 Torr evakuiert. Er rotiert mit 56 Umdrehungen je Minute um seine Mittelachse. Dann werden 10 Teile einer Lösung aus 8 Teilen Butylacetat und 2 Teilen eines Alkylarylpolysiloxans mittels einer Düse in den Trockenbehälter gespritzt. Der Trocknungsbehälter wird anschließend im Laufe von 2 Stunden aufgeheizt, derart, daß nach 2 Stunden die Innentemperatur des Behälters 75 0C beträgt. Diese Temperatur hält man noch 2 Stunden.
Der abgesaugte Wasserdampf wird kondensiert. Man erhält 196 Teile Wasser, das weniger als
409 687/320
0,1% HCl enthält, und 795 Teile trockenes Kaliumsalz der Dichlorisocyanursäure mit einem Aktivchlorgehalt von 60,0% und einem Wassergehalt von 0,7%.
Korngröße
Siebanalyse
Prozentsatz
größer als 2 mm 2,4%
0,08 bis 2 mm 94%
kleiner als 0,08 mm 3,6%
IO
Führt man die Trocknung in gleicher Weise wie oben beschrieben, jedoch ohne Zusatz des Polysiloxans durch, dann erhält man 721 Teile trockenes Kaliumsalz der Dichlorisocyanursäure mit einem Aktivchlorgehalt von 60,1% und einem Wassergehalt von 1,5%.
Verlust während der Trocknung etwa 70 Teile.
HOOC
/V-C — O —
Korngröße Siebanalyse Prozentsatz
größer als 2mm 2,1%
0,08 bis 2 mm 22,3%
kleiner als 0,08 mm 75,6%
Beispiel 2
In den im Beispiel 1 beschriebenen Trockenbehälter werden 1000 Gewichtsteile Dichlorisocyanursäure mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 13,5% (Aktivchlorgehalt = 69,9%, bezogen auf trockenes Produkt) eingefüllt. Die Trocknung wird bei 20 Torr Vakuum durchgeführt, derart, daß nach V2 Stunde der Wassergehalt des Produkts noch 5,5% beträgt. Dann wird ein Gemisch von 8 Gewichtsteilen eines Esters aus Isophthalsäure und Dipropylenglykol folgender Formel
/CH-CH2-O2] — r—r
ICH3 J
wobei χ verschieden große Zahlen bedeutet, in 20 Gewichtsteilen Isobutylacetat eingedüst. Anschließend wird die Trocknung bei 20 Torr beendet. Gesamttrockenzeit = IV2 Stunden; Endtemperatur = 8O0C.
Der abgesaugte Wasserdampf wird kondensiert. Man erhält 128 Gewichtsteile Wasser, das weniger als 0,1% HCl enthält, und 856 Gewichtsteile Dichlorisocyanursäure mit einem Aktivchlorgehalt von 69,0% und einem Wassergehalt von 0,3%.
Korngröße Siebanalyse Prozentsatz
größer als 2 mm 3,5%
0,08 bis 2 mm 92%
kleiner als 0,08 mm 4,5%
Führt man die Trocknung in gleicher Weise wie oben beschrieben, jedoch ohne Esterzusatz durch, dann erhält man 811 Gewichtsteile Dichlorisocyanursäure mit einem Aktivchlorgehalt von 69,9% und einem Wassergehalt von 0,7%.
Verlust während der Trocknung: etwa 6,5%.
Siebanalyse „
Korngroße Prozentsatz
größer als 2 mm 4,1%
0,08 bis 2 mm 50,5%
kleiner als 0,08 mm 45,4%
Beispiel 3
In den im Beispiel 1 beschriebenen Trockenbehälter werden 1000 GewichtsteileTrichlorisocyanursäure mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 16,0% eingefüllt. Die Trocknung wird bei 12 Torr durchgeführt, derart, daß die Innentemperatur des Behälters im Laufe von 1 Stunde von 20 auf 90° C ansteigt. Während der ersten 15 Minuten des Trockenvorgangs werden 6 Gewichtsteile Triphenylphosphat eingespritzt. Die Trocknung ist nach insgesamt 1 Stunde beendet.
Der abgesaugte Wasserdampf wird kondensiert. Man erhält 145 Gewichtsteile Wasser, das weniger als 0,3% HCl enthält, und 829 Gewichtsteile Tri-
55
60 chlorisocyanursäure mit einem Aktivchlorgehalt von 89,6% und einem Wassergehalt von etwa 0,05%.
Korngröße Siebanalyse Prozentsatz
größer als 2 mm 1,6%
0,08 bis 2 mm 91,9%
kleiner als 0,08 mm 6,5%
Führt man die Trocknung in gleicher Weise wie oben beschrieben, jedoch ohne Zusatz von Triphenylphosphat durch, dann erhält man 798 Gewichtsteile Trichlorisocyanursäure mit einem Aktivchlorgehalt von 90,3% und einem Wassergehalt von 0,1%.
Verlust während der Trocknung: etwa 5,0%.
Korngröße Siebanalyse Prozentsatz
größer als 2 mm 2,0%
0,08 bis 2 mm 65,5%
kleiner als 0,08 mm 32,5%

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Gewinnung trockener grobkörniger chlorierter Cyanursäuren oder deren Salze durch Vakuumtrocknung der von ihrer Herstellung her noch feuchten Substanzen in Gegenwart eines oberflächenaktiven Stoffes, dadurch gekennzeichnet, daß als oberflächenaktiver Stoff ein Silikonöl, ein Phosphorsäuretrialkylester oder -triarylester oder ein Carbonsäurepolyglykolester verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Trocknung unter Bewegung der zu trocknenden Substanz durchführt.
In Betracht gezogene Druckschriften: Houben — Weyl, Methoden der organischen Chemie, Bd. III, Teil 1 (1955), S. 474, 1. Absatz; Bull. soc. chim. France, 1956, S. 15 bis 22; britische Patentschrift Nr. 830 753.
In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1 122 535.
4096(7/320».» © Bundodrockerei Bcriin
DE1961B0064549 1961-10-27 1961-10-27 Verfahren zur Gewinnung trockener grobkörniger chlorierter Cyanursäuren oder deren Salze. Pending DE1178072B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1961B0064549 DE1178072B (de) 1961-10-27 1961-10-27 Verfahren zur Gewinnung trockener grobkörniger chlorierter Cyanursäuren oder deren Salze.

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Publications (1)

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DE1178072B true DE1178072B (de) 1964-09-17

Family

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Country Status (1)

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DE (1) DE1178072B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4503225A (en) * 1982-07-26 1985-03-05 Chemie Linz Aktiengesellschaft Process for the preparation of free-flowing, coarsely crystalline sodium dichloroisocyanurate dihydrate

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB830753A (en) * 1956-09-10 1960-03-16 Hedley Thomas & Co Ltd Composition having bleaching, sterilizing and disinfecting properties, and method of preparation thereof
DE1122535B (de) * 1960-10-15 1962-01-25 Basf Ag Verfahren zur Trocknung feuchter chlorierter Cyanursaeuren

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