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Elektromagnetischer. Blendenverschluß Zusatz zur Anmeldung: M 46103
IX a / 57 a -Auslegeschrift 1155 009 Die Hauptpatentanmeldung M 46103
IX a / 57 a betrifft einen elektromagräetischen Blendenverschluß, dessen Verschlußlamelle
bzw. -lamellen mittels elektrischer= Impulse betätigt werden, die.- von einer -elektrischen
Xippschaltung ausgehen, deren Zeitverhalten durch ein-von der gemessenen Leuchtdichte,.abhängiges
RC-Glied bestimmt ist. Es hat sich. nun gezeigt, daß beider Verwendung dieser Sc
haltungen für fotografische Zwecke der Aufwand an elektrischen Bauelementen noch.
zu hoch ist. Die Anordnung setzt voraus, daß- Leistungstransistoren zum Einsatz
kommen, die im Vergleich zu Schalttransistoren verhältnismäßig kostspielig sind.
Ferner verlangt eine Konstanz der Amplitude der Impulse bei gegebener Leuchtdichte
des Objekts neben entsprechender Konstanz des Fotowiderstandes auch noch eine entsprechende
Konstanz der Kenndaten. der verwendeten Transistoren, so daß die Anwendung dieser
Schaltungen nicht für allein der Praxis vorkommende Aufgaben angemessen ist.
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Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, den
elektromagnetischen Blendenverschluß gemäß dem Anspruch 1 der Hauptpatentanmeldung
zu verbessern. Eine solche Möglichkeit ist im Anspruch 2 (F i g. 2 und 3) der Hauptpatentanmeldung
aufgezeigt, wo die auf das elektromagnetische System einwirkenden Impulse sowohl
in bezug auf ihre Länge als auch in bezug auf ihre Höhe in Abhängigkeit von der
Leuchtdichte variiert werden. Demgegenüber wird beim Gegenstand der Erfindung für
die Betätigung der Verschlußlamelle bzw. -lamellen als elektromagnetisches System
ein Meßwerk verwendet, bei dem die durch die Wirkung eines Impulses konstanter Amplitude
aber variabler Länge erzeugte Beschleunigung der Lamelle bzw. Lamellen in Abhängigkeit
vom Ausschlagwinkel durch. zusätzliche magnetische oder mechanische, auf den beweglichen
Meßwerkteil einwirkende Mittel beeinflußbar ist.
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Die Erfindung ist im folgenden an Hand zweier Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Hierzu sind in der Zeichnung gemäß F i g. 1 und 2 zwei monostabile
Kippschaltungen dargestellt.
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An dem elektromagnetischen System 1 ist die gleichzeitig als Verschluß
und Blende dienende Lamelle 2 befestigt, die in bekannter Weise einen keilförmigen
Schlitz 2a enthält, der die Objektivöffnung 3 mehr oder weniger weit und mehr oder
weniger lange freigibt, je nachdem, wie lange der auf das elektromagnetische System
in COffnungsrichtung einwirkende Stromstoß andauert. Die beiden Teilwicklungen 1
a und 1 b des elektromagnetischen Systems werden gemäß der bekannten,Wirkungsweise
monostabiler Kippschaltungen wechselweise vom Kollektorstrom der Transistoren 4
und 5 durchflossen, wobei die Schaltung so ausgelegt ist, daß in der stabilen Lage
der Kippschaltung der Transistor 4 stromführend ist. Bei Betätigung des. Auslösers
6 wird der Transistor 5 stromführend, während Transistor 4 sperrt und die Lamelle
bewegt sich unter der Wirkung des Kollektorstromes von Transistor 5 in Richtung.des
Pfeiles 7. Die Länge dieses, die Lamelle in Pfeilrichtung bewegenden Impulses, hängt
von der Zeitkonstante des RC-Gliedes, im weseptlichen bestehend aus- dem Fotowiderstand
8 und dem Kondensator 9, ab, so daß die Lamelle in Abhängigkeit von der jeweiligen
Zeitkonstante dieses RC-Gliedes weder in die Ruhestellung unter der Wirkurig des
Kollektorstromes von Transistor 4 zurückgeführt wird.
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Die an sich bekannte monostabile Kippschaltung gemäß F i g. 1 läßt
es auf Grund ihrer Wirkungsweise zu, daß der im vorliegenden Anwendungsfall durch
den Fotowiderstand 8 gebildete Widerstand relativ hochohmig sein kann, so daß handelsübliche
Fotowiderstände unmittelbar benutzt werden können. Der Nachteil dieser Schaltung
besteht allerdings darin, daß sie im Vergleich zu anderen bekannten monostabilen
Kippschaltungen relativ unsicher ist, so daß ihre einwandfreie Funktion nach Alterung
der Transistoren gestört werden kann. In dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 2
wird ein sogenannter Schmitt-Trigger zur Anwendung gebracht, bei dem die Nachteile
der monostabilen Kippschaltung gemäß F i g. 1 vermieden sind, der aber für den vorliegenden
Anwendungsfall nicht mit einem handelsüblichen, relativ
hochohmigen
Fotowiderstand 8 in Verbindung mit dem Kondensator 14 unmittelbar gesteuert werden
kann. Es wird daher in Verbindung mit dem Schmitt-Trigger ein weiterer Transistor
10 zum Einsatz gebracht. Bei Betätigen des Auslösers 6 wird Transistor 10 sofort
gesperrt, und der Schmitt-Trigger fällt in die Arbeitslage. Mit ansteigender Spannung
am Kondensator 14 wird in Verbindung mit Basiswiderstand 11 Transistor 10 stetig
aufgesteuert und läßt, einer bestimmten Spannung am Kondensator 14 zugeordnet, den
Schmitt-Trigger wieder in die Ruhelage zurückfallen. Da dieses Umsteuern des Schmitt-Triggers
in die Ruhelage in der geschilderten Funktion in gewissen Grenzen von den Kenndaten
des Transistors 10 abhängt, wird in weiterer Ausgestaltung im Basiskreis des Transistors
10 statt des Basiswiderstandes 11 eine Zenerdiode 13 eingesetzt, so daß das Zurückfallen
des Schmitt-Triggers in die Ruhelage klar definiert ist, durch die Größe der Zenerspannung
und damit nicht nur für die Aufsteuerung des Schmitt-Triggers, sondern auch für
die Umsteuerung in Ruhelage klar definierte Verhältnisse geschaffen sind.
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Wie bereits oben angedeutet, wird bei den Schaltungen gemäß F i g.
1 und 2 die Amplitude der Steuerimpulse nicht variiert, so daß mit ihnen auch keine
Variation der Beschleunigung des elektromagnetischen Systems möglich ist. Um nun
der Blendenvariation noch eine möglichst große Zeitvariation zu überlagern, ist
es notwendig, die Größe der Beschleunigung gleichzeitig mit der Zeit, über die sie
wirksam ist, zu variieren. Dieses Problem wird gemäß Anspruch 2 und den Schaltungen
gemäß F i g. 2 und 3 der Hauptpatentanmeldung durch die besondere Ausbildung der
Schaltung unter Verwendung eines zusätzlichen Fotowiderstandes gelöst. Dasselbe
Problem wird bei der Erfindung mit elektrischen Schaltungen gelöst, die gegenüber
dem Vorschlag des Hauptpatentes insofern vorteilhafter und einfacher aufgebaut sind,
als mit ihnen einerseits die Daten der Schalttransistoren in die Impulsamplitude
praktisch nicht eingehen und weil sie andererseits die vergleichsweise teueren Fotowiderstände
nicht mehr aufweisen. Die gewünschte Überlagerung einer möglichst großen Zeitvariation
kann dadurch erreicht werden, daß die Luftspaltinduktion des elektromagnetischen
Systems, das vorzugsweise als richtkraftloses Meßwerk ausgebildet ist, in Ausschlagrichtung
abnimmt. Die Erzielung einer für den jeweiligen Anwendungsfall geeigneten Charakteristik
des Verlaufs der Luftspaltinduktion wird durch eine bestimmte Bemessung des Luftspaltes
erzielt.
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Eine andere Möglichkeit bei Verwendung eines Meßwerkes mit homogenem
Feld oder bei unzureichender Zeitvariation bei Meßwerken mit inhomogenem Feld besteht
darin, daß Mittel angewendet werden, welche die Dämpfung des beweglichen Systems
mit wachsendem Ausschlagwinkel vergrößern. Ein solches Mittel besteht beispielsweise
darin, daß die erforderliche Dämpfung durch die Anbringung eines ortsfesten Permanentmagneten
erreicht wird, in dessen Luftspalt eine am beweglichen Meßwerkteil befestigte Metallfahne
mit zunehmendem Ausschlagwinkel weiter eintaucht. Ein anderes Mittel besteht darin,
daß die Dämpfung durch eine definierte, in Abhängigkeit vom Ausschlagwinkel veränderliche
Reibung erzeugt wird. Zu diesem Zwecke ist das bewegliche Organ mit einer kurvenförmig
ausgebildeten Zahnscheibe versehen, die bei zunehmendem Ausschlagwinkel in immer
stärkeren Eingriff mit einer Blattfeder kommt.