DE1177395B - Rodevorrichtung fuer Zuckerrueben - Google Patents
Rodevorrichtung fuer ZuckerruebenInfo
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- DE1177395B DE1177395B DEB57252A DEB0057252A DE1177395B DE 1177395 B DE1177395 B DE 1177395B DE B57252 A DEB57252 A DE B57252A DE B0057252 A DEB0057252 A DE B0057252A DE 1177395 B DE1177395 B DE 1177395B
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- beet
- beets
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01D—HARVESTING; MOWING
- A01D25/00—Lifters for beet or like crops
- A01D25/02—Machines with rigid tools
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Harvesting Machines For Root Crops (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES WrWWl· PATENTAMT Internat. Kl.: A Ol d
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche KL: 45 c-25/02
Nummer: 1177 395
Aktenzeichen: B 57252III / 45 c
Anmeldetag: 28. März 1960
Auslegetag: 3. September 1964
Die Erfindung richtet sich auf eine Rodevorrichtung für Zuckerrüben, vor der zwei Erdmesser angeordnet
sind. Bei einer bekannten Rodevorrichtung dieser Art sind am unteren Ende jedes Scharstieles
etwa horizontal und nach innen und hinten verlaufende Scharflächen angebracht, die so geformt
sind, daß sie die Rüben beim Unterfahren anheben. Mit dieser Rodevorrichtung werden die Rüben jedoch
nicht vollständig aus dem Boden herausgehoben.
Ferner kennt man bereits ein Rübenhebewerkzeug mit einem der Größe der zu rodenden Rüben entsprechend
verstellbaren Rodeschar, das aus zwei am hinteren Ende und in der Mitte durch einen Steg
verbundenen Teilen besteht, deren einer Teil höher ist und etwa senkrecht steht, während der andere Teil
niedriger und mehr gegen den Boden geneigt ist, wobei diese beiden Teile in einem bestimmten Winkel
zueinander einstellbar und feststellbar sind. Da die Rüben nicht immer gleich groß sind, kann das Rodeschar
immer nur auf deren Durchschnittsgröße eingestellt werden. Bei abweichenden Größen, und auch
wenn die Rüben nicht genau in Reihe stehen, können die Rüben beim Vorwärtsgehen des Rodeschares
durch dieses beschädigt werden. Es ist auch nicht ausgeschlossen, daß Rüben aufgespießt werden, so
daß in diesem Falle das Roden unterbrochen und das Rodeschar aus dem Boden herausgehoben werden
muß.
Bei einer Erntemaschine für Knollengewächse, insbesondere Zwiebeln, sind drehangetriebene Vierkantwellen
bekannt, die zum Auflockern des Erdreiches dienen, die aber mit dem Erntegut nicht in
Berührung kommen. Diese Vorrichtung ist nur für das Ernten von Zwiebelgewächsen, die nicht stark
verwurzelt sind und flach im Boden stehen, jedoch nicht zum Ernten von Rüben geeignet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rodevorrichtung für Zuckerrüben, vor der Erdmesser
angeordnet sind, zu schaffen, mit der Zuckerrüben vollständig unbeschädigt und bereits vorgereinigt ausgehoben
werden können. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch zwei zueinander parallele, horizontale,
senkrecht zur Roderichtung zwischen zwei Seitenschilden angeordnete Stäbe gelöst, wobei auf
jeden Stab eine leicht drehbare Hülse aufgeschoben ist und die in Roderichtung vorn liegende Hülse tiefer
liegt als die nachfolgende Hülse.
Die vor dieser Rodevorrichtung angeordneten Erdmesser schneiden einen die zu erntenden Rüben enthaltenden
Erdbalken aus dem Boden heraus, und die in diesem Erdbalken befindlichen Rüben kommen
jede für sich zunächst an der tieferliegenden Hülse Rodevorrichtung für Zuckerrüben
Anmelder:
Albert Brand,
Bad Freienwalde/Oder, Wilh.-Pieck-Str. 17a
Als Erfinder benannt:
Albert Brand, Bad Freienwalde/Oder
zur Anlage und werden in dem gelockerten Boden, ohne daß sie brechen, gekippt und auf die nachfolgende
höherliegende Hülse umgelegt. Die Rüben liegen nunmehr auf beiden drehbaren Hülsen, die bei
der Fortbewegung der Rodevorrichtung unter der Rübe entlangrollen und sie ohne Schlag und Stoß
unbeschädigt auf die Oberfläche des Ackers drücken. Durch die Abrollbewegung auf den Hülsen werden
die Rüben schon weitgehend von der an den Wurzeln haftenden Erde befreit. Der Neigungswinkel, den eine
durch die beiden Hülsen gelegte Ebene mit einer Horizontalebene einschließt, kann in gewissen Grenzen
den jeweiligen Erfordernissen dadurch angepaßt werden, daß die Lage der höherliegenden Hülse
gegenüber der vorderen, tieferliegenden Hülse veränderbar ist. Die seitliche Einstellung der oberen
Hülse hat so zu erfolgen, daß der Rübenkopf beim Umlegen auf die obere Hülse zu liegen kommt, wobei
auch die Seitenschilde zur Lockerung des Erdreiches während des Aushebens der Rüben, da sie selbst als
Erdmesser wirken, beitragen.
Für die seitliche Einstellung der oberen Hülse sind zweckmäßig waagerechte Schlitze in den Seitenschilden
für den höherliegenden Stab dieser Hülse angeordnet. Dadurch ist eine Seitenverstellung des
Stabes zu dem unteren Stab in einfacher Weise durchführbar,
und der Seitenversatz der beiden Stäbe zueinander kann hierdurch verändert werden, so wie es
das Erntegut erfordert.
Die Vorreinigung des Erntegutes kann durch zwischen den Scharstielen der Seitenschilde angeordnete
Reinigungsbürsten verbessert werden.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in einer Ausführungsform dargestellt. Es
zeigen
F i g. 1 a, 1 b, 1 c die Arbeitsweise des Rübenhebers, F i g. 2 eine Ansicht des Rübenhebers,
F i g. 3 einen Schnitt in Richtung A-B der F i g. 2 und
409 659/50
Fig.4 die vordere.Ansicht des Rübenhebers nach
Fig. 2.
Der Rübenheber 1 besteht aus zwei zueinander parallelen Seitenschilden 2, die an ihrem in den Erdboden
eindringenden unteren Teil zwischen sich Stäbe 3,4 tragen, wobei auf jeden Stab eine leicht
drehbare Hülse 5, 6 aufgeschoben ist, voir denen die
in Roderichtung vorn liegende Hülse 5 tiefer liegt als die nachfolgende Hülse 6. Gegenüber der vorderen,
tieferliegenden Hülse 5 ist die Lage der höherliegenden Hülse 6 veränderbar. Die Verstellung des
Stabes 4, der die Hülse 6 trägt, erfolgt in Längsschlitzen 7, die waagerecht in den beiden Seitenschilden
angeordnet sind. Die Befestigung der einen Kopf 8 aufweisenden Stäbe erfolgt durch Muttern 9.
Die Seitenschilde sind an einer Traverse 10 befestigt und tragen unterhalb derselben Reinigungsbürsten
11, die einen Durchlaß 12 für das Erntegut aufweisen.
Nachdem die Erdmesser einen die Rüben enthaltenden Erdbalken abgetrennt haben, folgen die
Rübenheber 1. Die vordere, tieferliegende Hülse 5 erfaßt die Rübe in der unteren Hälfte oben, wie es in
Fig. la dargestellt ist, und legt sie bei der Weiterbewegung
in Roderichtung mit dem Kopf auf die höherliegende Hülse 6. Bei dieser Bewegung wird die
Rübe von der Wurzelerde schon teilweise befreit. In diesem Zustand ruht die Rübe auf den Hülsen 5
und 6 (Fig. Ib). Durch die Fortbewegung der Rübenheber im Erdboden rollen die Hülsen 5 und 6
unter den gekippten Rüben entlang und drücken diese ohne Schlag und Stoß unbeschädigt an die
Oberfläche des Ackers (Fig. Ic). Der letzte Rest
der eventuell noch an den Rüben haftenden Erde wird von diesen durch die Reinigungsbürsten 11 entfernt.
Der Tiefgang der Rübenheber wird mittels eines Handrades geändert. Die seitliche Einstellung des
höherliegenden Stabes 4 der Hülse 6 zur Einstellung des Neigungswinkels, den eine durch die beiden
Hülsen 5 und 6 gelegte Ebene mit einer Horizontalebene einschließt, muß so erfolgen, daß der Rübenkopf
auf der Hülse 6 zu liegen kommt, weil diese unter dem Rübenkopf weitergleiten muß und deshalb
nicht auf den Kopf aufsetzen darf, da sonst Störungen auftreten würden.
Claims (4)
1. Rodevorrichtung für Zuckerrüben, vor der zwei Erdmesser angeordnet sind, gekennzeichnet
durch zwei zueinander parallele, horizontale, senkrecht zur Roderichtung zwischen
zwei Seitenschilden (2) angeordnete Stäbe (3,4), wobei auf jeden Stab eine leicht drehbare Hülse
(5, 6) aufgeschoben ist und die in Roderichtung vorn liegende Hülse (5) tiefer liegt als die nachfolgende
Hülse (6).
2. Rodevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage der höherliegenden
Hülse (6) gegenüber der vorderen, tieferliegenden Hülse (5) veränderbar ist.
3. Rodevorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2. gekennzeichnet durch waagerechte Schlitze
(7) in den Seitenschilden (2) für den höherliegenden Stab (4) der Hülse (6).
4. Rodevorrichtung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Seitenschilden
(2) Reinigungsbürsten (U) angeordnet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 32 359, 34 936;
USA.- Patentschriften Nr. 2 261 324. 2 747 354.
Deutsche Patentschriften Nr. 32 359, 34 936;
USA.- Patentschriften Nr. 2 261 324. 2 747 354.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 659/50 8.64 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB57252A DE1177395B (de) | 1960-03-28 | 1960-03-28 | Rodevorrichtung fuer Zuckerrueben |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB57252A DE1177395B (de) | 1960-03-28 | 1960-03-28 | Rodevorrichtung fuer Zuckerrueben |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1177395B true DE1177395B (de) | 1964-09-03 |
Family
ID=6971627
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB57252A Pending DE1177395B (de) | 1960-03-28 | 1960-03-28 | Rodevorrichtung fuer Zuckerrueben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1177395B (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE32359C (de) * | 1884-09-19 | 1885-08-01 | R. SACK in Plagwitz-Leipzig | Rübenerntepflug |
| DE34936C (de) * | 1885-09-06 | 1886-03-22 | M. FREY in Alsheim, Rheinhessen | Verstellbare zweitheilige Pflugschar für Rübenerntepflüge |
| US2261324A (en) * | 1939-12-05 | 1941-11-04 | Zuckerman | Beet topper |
| US2747354A (en) * | 1953-09-29 | 1956-05-29 | Major Distributing Company | Below ground row crop harvesting unit |
-
1960
- 1960-03-28 DE DEB57252A patent/DE1177395B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE32359C (de) * | 1884-09-19 | 1885-08-01 | R. SACK in Plagwitz-Leipzig | Rübenerntepflug |
| DE34936C (de) * | 1885-09-06 | 1886-03-22 | M. FREY in Alsheim, Rheinhessen | Verstellbare zweitheilige Pflugschar für Rübenerntepflüge |
| US2261324A (en) * | 1939-12-05 | 1941-11-04 | Zuckerman | Beet topper |
| US2747354A (en) * | 1953-09-29 | 1956-05-29 | Major Distributing Company | Below ground row crop harvesting unit |
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