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DE1176654B - Verfahren zur Herstellung von Organo-zinnverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Organo-zinnverbindungen

Info

Publication number
DE1176654B
DE1176654B DEP23295A DEP0023295A DE1176654B DE 1176654 B DE1176654 B DE 1176654B DE P23295 A DEP23295 A DE P23295A DE P0023295 A DEP0023295 A DE P0023295A DE 1176654 B DE1176654 B DE 1176654B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
salts
production
benzene
organotin compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEP23295A
Other languages
English (en)
Inventor
Reuben Lloyd Barker
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Valtris Specialty Chemicals Ltd
Original Assignee
Pure Chemicals Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pure Chemicals Ltd filed Critical Pure Chemicals Ltd
Publication of DE1176654B publication Critical patent/DE1176654B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/56Organo-metallic compounds, i.e. organic compounds containing a metal-to-carbon bond
    • C08K5/57Organo-tin compounds
    • C08K5/58Organo-tin compounds containing sulfur
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/22Tin compounds
    • C07F7/226Compounds with one or more Sn-S linkages

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C07f
Nummer: Aktenzeichen: Anmeldetag: Auslegetag:
Deutsche Kl.: 12 ο-26/03
P 23295 IVb/12 ο
1. August 1959
27. August 1964
Organische Zinnverbindungen, die durch Umsetzen von Dialkylzinn(IV)-Dihalogeniden mit Metallverbindungen einer hydroxylgruppenhaltigen organischen Verbindung oder einer Karbonsäure und einer gesättigten oder ungesättigten aliphatischen oder cycloaliphatischen Thiolverbindung erhalten werden, sind an sich bekannt. Diese bekannten Verbindungen besitzen jedoch den Nachteil, daß sie einen starken unangenehmen Geruch aufweisen, der bei der Herstellung lästig ist und zu besonderen Schutzmaßnahmen zwingt. Auch die Endprodukte der aus diesen aliphatischen oder cycloaliphatischen Thiocarboxylsäuren hergestellten organischen Zinnverbindungen weisen einen Geruch auf, der ihre Anwendung beträchtlich einschränkt.
Die erfindungsgemäß hergestellten organischen Zinnverbindungen besitzen diese Nachteile nicht und sind daher im wesentlich größeren Umfang verwendbar und einfacher und daher wirtschaftlicher herzustellen.
Diese den bekannten Verbindungen überlegenen organischen Zinnverbindungen werden nun dadurch erhalten, daß Dialkylzinnoxide, deren Alkylgruppen 2 bis 8 Kohlenstoffatome enthalten, oder Diaralkylzinnoxide oder die entsprechenden Dichloride mit einer Arylthiocarbonsäure oder deren Natrium-, Kalium- oder Ammoniumsalz gegebenenfalls zusammen mit einem Monoester der Maleinsäure in an sich bekannter Weise umgesetzt werden und das Wasser, das sich gegebenenfalls bei der Reaktion bildet, bei einer Temperatur zwischen 100 und 12O0C, vorzugsweise 105 bis 115°C, abdestilliert wird.
Die bevorzugten Verbindungen sind die Dialkylzinnsalze, bei welchen die beiden Alkylgruppen, die mit dem Zinnatom verbunden sind, jeweils von 2 bis 8 Kohlenstoffatome enthalten, z. B. die Dipropylzinnsalze, Dibutylzinnsalze und Dioctylzinnsalze. Die Dibutylzinnsalze jedoch sind die besonders bevorzugten Verbindungen.
Die Thiocarboxylsäuren, von denen sich die Zinnsalze der vorliegenden Erfindung ableiten, sind Arylthiocarbonsäuren derFormelRC(S)OHoder RC(O)SH, in der R ein Arylrest ist.
Die Salze der vorliegenden Erfindung umfassen sowohl einfache als auch gemischte Salze der Arylthiocarbonsäuren und der Monoester der Maleinsäure.
Die Zeitdauer der Erwärmung soll ausreichen, das gesamte oder praktisch das gesamte Wasser als Dampf zu vertreiben.
Im Falle der gemischten Salze kann der Anteil des Monoesters der Maleinsäure, bezogen auf die gesamte Menge der verwendeten Säure, bei der Herstellung dieser Salze in einem Bereich von 10 bis 90 Gewichts-Verfahren zur Herstellung von Organozinnverbindungen
Anmelder:
Pure Chemicals Limited, Liverpool, Lancashire
(Großbritannien)
Vertreter:
Dr. K. R. Eikenberg und Dipl.-Chem. W. Rücker, Patentanwälte, Hannover, Am Klagesmarkt 10-11
Als Erfinder benannt:
Reuben Lloyd Barker, St. Helens, Lancashire
(Großbritannien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 7. August 1958
prozent variieren. Abgesehen von ökonomischen Vorteilen, die oft durch Ersatz eines Teiles der Arylthiocarbonsäure durch den Maleinsäuremonoester erzielt werden, können die Arylthiocarbonsäuresalze, die in gewissen Fällen bei Zimmertemperatur fest sind, durch einen solchen Zusatz in einem flüssigen Aggregatzustand bis zu Temperaturen unter O0C gehalten werden, ohne daß dadurch die stabilisierende Eigenschaft verlorengeht.
Die erfindungsgemäßen Salze sind sehr wertvolle Wärmestabilisatoren für Polyvinylchloridharzmischungen, Vinylchlorid-Vinyliden-Kopolymere und für Vinylchlorid-Vinylazetat-Kopolymere. Bekanntlich erleiden solche Mischungen bei dem normalen Behandlungsverfahren leicht unerwünschte Verfärbungen, so daß Zusätze von Stabilisatoren aus diesem Grunde sehr wünschenswert sind. Die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Salze können diesen Mischungen, um solche Verfärbung zu unterbinden, in Mengen von 0,5 bis 3,0 Gewichtsprozent, bezogen auf das reine Harz, zugefügt werden.
Die Mengenangaben in den Beispielen sind Gewichtsteile.
Beispiel 1
100 Teile Dibutylzinnoxyd werden in 110 Teile Thiobenzoesäure eingerührt, und nach Beendigung der anfänglich exothermen Reaktion wird das Gemisch auf 1100C erwärmt und bei dieser Temperatur gehalten, bis kein Wasser mehr verdampft. Das Produkt
4M 658/473
ist eine fahlgelbe Flüssigkeit, die sich bei Abkühlung verfestigt und einen weißen Feststoff mit einem Schmelzpunkt von 27 bis 290C ergibt. Ausbeute: 202 Teile = 99°/0 der Theorie.
Beispiel 2
62 g Dibutylzinnoxyd wurden einer gerührten Mischung von 86 g Monooctylmaleat und 17,5 g Thiobenzoesäure zugefügt und das gesamte Gemisch auf 1100C erwärmt. Die Temperatur wurde so lange aufrechterhalten, bis das gesamte bei der Reaktion sich bildende Wasser verdampft war (15 Minuten). Das Produkt ist ein gelbes Öl. Ausbeute: 158 g = 98 % der Theorie. Erstarrungspunkt: unterhalb —50°C;
«20 1 ζζΊ
η ο =^ 1,3Dj.
Beispiel 3
31,7 g Dibenzylzinnoxyd, 13,8 g Thiobenzoesäure und 22,8 g 2-Äthylhexylmaleat werden in 200 ml Benzol in einem Dean & Stark-Apparat so lange unter Rückfluß erhitzt, bis 1,8 ml Wasser abdestilliert sind. Dann wird das Benzol durch Destillation abgetrieben, so daß ein leicht gelb gefärbter, öliger Rückstand von Dibenzylzinnthiobenzoat-(2-äthylhexyl)-maleat in einer Menge von 66 g verbleibt. Erstarrungspunkt: 20 bis 27° C.
Beispiel 4
28 g Thiobenzoesäure und 8 g Natriumhydroxyd wurden in 200 ml Benzol unter heftigem Rühren so lange am Rückfluß erhitzt, bis die theoretische Menge Wasser (3,6 ml) abdestilliert war. Das Reaktionsgemisch wurde auf 60° C abgekühlt und 30,3 g Dibutylzinnchlorid in 30 ml Benzol zugesetzt. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde bei 6O0C gerührt. Das entstandene Natriumchlorid wurde abfiltriert und das Benzol aus dem Filtrat durch Vakuumdestillation entfernt. Das erhaltene weiße, feste Produkt besaß einen Schmelzpunkt von 27 bis 29° C. Ausbeute: 48 g = 95 % der Theorie.
Beispiel 5
30 g Thiobenzoesäure wurden zu 8 g Natriumhydroxyd in 15 ml Wasser gegeben, bis das Gemisch neutral reagierte, daraufhin wurde das Gemisch auf 6O0C erhitzt und 30,3 g Dibutylzinnchlorid in 30 ml denaturiertem Äthylalkohol zugefügt. Das Reaktionsgemisch wurde 1 Stunde bei 6O0C gerührt. Die entstandene ölige Schicht wurde mit Benzol extrahiert und das Benzol des Extraktes durch Vakuumdestillation abdestilliert, so daß sich ein weißer, fester Rückstand ergab, dessen Schmelzpunkt bei 27 bis 29° C lag.
Ausbeute: 47,5 g = 94% der Theorie.
Beispiel 6
34,2 g 2-Äthylhexylmaleat, 6,9 g Thiobenzoesäure, 8 g Natriumhydroxyd und 250 ml Benzol wurden so lange unter Rückfluß erhitzt, bis die theoretische Menge Wasser (3,6 ml) verdampft war. Das Reaktionsgemisch wurde auf 6O0C abgekühlt, 30,3 g Dibutylzinndichlorid in 30 ml Benzol unter Rühren zugesetzt und 1 Stunde lang bei 60° C nachgerührt. Das ausgefallene Natriumchlorid wurde abfiltriert und das Benzol durch Vakuumdestillation entfernt, so daß sich ein Produkt ergab, welches die Form einer gelben Flüssigkeit hatte.
Ausbeute: 59 g = 92% der Theorie. Erstarrungspunkt: unterhalb -~50°C; nf = 1,550.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Organozinnverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß Dialkylzinnoxide, deren Alkylgruppen 2 bis 8 Kohlenstoffatome enthalten, oder Diaralkylzinnoxide oder die entsprechenden Dichloride mit einer Arylthiocarbonsäure oder deren Natrium-, Kalium- oder Ammoniumsalz gegebenenfalls zusammen mit einem Monoester der Maleinsäure in an sich bekannter Weise umgesetzt werden und das Wasser, das sich gegebenenfalls bei der Reaktion bildet, bei einer Temperatur zwischen 100 und 120°C, vorzugsweise 105 bis 1150C, abdestilliert wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Britische Patentschrift Nr. 751 499;
    österreichische Patentschrift Nr. 191 908.
    409 658/473 S. 64 © Bundesdruckerei Berlin
DEP23295A 1958-08-07 1959-08-01 Verfahren zur Herstellung von Organo-zinnverbindungen Pending DE1176654B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB25334/58A GB855214A (en) 1958-08-07 1958-08-07 Organo-tin compounds containing sulphur and their application

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1176654B true DE1176654B (de) 1964-08-27

Family

ID=10225998

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP23295A Pending DE1176654B (de) 1958-08-07 1959-08-01 Verfahren zur Herstellung von Organo-zinnverbindungen

Country Status (4)

Country Link
BE (1) BE581414A (de)
DE (1) DE1176654B (de)
FR (1) FR1232032A (de)
GB (1) GB855214A (de)

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB751499A (en) * 1953-01-22 1956-06-27 Metal & Thermit Corp Hydrocarbon tin mixed salts of monocarboxylic aliphatic and maleic acids
AT191908B (de) * 1954-07-17 1957-09-25 Basf Ag Verfahren zur Herstellung neuer organischer Zinnverbindungen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB751499A (en) * 1953-01-22 1956-06-27 Metal & Thermit Corp Hydrocarbon tin mixed salts of monocarboxylic aliphatic and maleic acids
AT191908B (de) * 1954-07-17 1957-09-25 Basf Ag Verfahren zur Herstellung neuer organischer Zinnverbindungen

Also Published As

Publication number Publication date
BE581414A (de) 1900-01-01
GB855214A (en) 1960-11-30
FR1232032A (fr) 1960-10-05

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