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Anordnung zum Vergleich einer farbigen zu messenden Probe mit einer
Normprobe, insbesondere zur Regelung der Farbzuführung an Druckpressen Die Erfindung
betrifft eine Anordnung zum Vergleich einer farbigen, zu messenden Probe mit einer
Normprobe, insbesondere zur Regelung der Farbzuführung an Druckpressen, bei der
die von den Proben reflektierten oder durch die Proben hindurchtretenden Lichtbündel
von einer Sektorblende periodisch unterbrochen und alternierend auf eine Fotozelle
geleitet werden, deren Ausgang Auswerte- oder Steuervorrichtungen betätigt.
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Bei einer bekannten Anordnung dieser Art wird dem von der Normprobe
bzw. dem von der zu messenden Probe ausgehenden Lichtstrom ein zusätzlicher Lichtstrom
überlagert, der durch die umlaufende Sektorblende eingeschaltet wird, so daß ein
Ansteigen oder ein vorübergehendes Verschwinden des an der Zelle herrschenden Wechsellichtanteils
bewirkt wird, je nachdem die zu messende Probe den Normwert über- oder unterschreitet
bzw. umgekehrt.
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Die bekannte Anordnung ist in erster Linie für Sortiereinrichtungen
gedacht, bei welchen es vor allem darauf ankommt, die einen Sollwert über- oder
unterschreitenden Prüflinge auszusortieren.
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Im Gegensatz dazu verfolgt die Erfindung das Ziel, bei dem vorgenommenen
Vergleich von Normprobe und zu messender Probe das Vergleichsergebnis in Form von
abzählbaren Signalen zu erhalten, so daß sich aus der Anzahl der gewonnenen Signalimpulse
eine zahlenmäßige Anzeige für den Grad der zwischen Normprobe und zu messender Probe
festgestellten Abweichung ergibt. Insbesondere eignet sich eine solche Anordnung
zur Regelung der Farbzuführung an Druckpressen, da mit Hilfe der abzählbaren Signalimpulse
leicht das Ausmaß der erforderlichen Nachstellung des Farbkastens geregelt werden
kann.
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Zu diesem Zweck wird eine Anordnung zum Vergleich einer farbigen,
zu messenden Probe mit einer Normprobe, insbesondere zur Regelung der Farbzuführung
an Druckpressen, bei der die von den Proben reflektierten oder durch die Proben
hindurchtretenden Lichtbündel von einer Sektorblende periodisch unterbrochen und
alternierend auf eine Fotozelle geleitet werden, deren Ausgang Auswerte- oder Steuervorrichtungen
betätigt, gemäß der Erfindung in der Weise ausgebildet, daß im Strahlengang der
Normprobe synchron mit der ersten Sektorblende eine zweite Sektorblende umläuft,
deren Sektoren aus gleichmäßig abgestuften Filtern verschiedener Durchlässigkeit
gebildet sind, deren Zahl gleich ist der Zahl der freien Sektoren der ersten Sektorblende,
daß im Strahlengang der zu messenden Probe ein Neutralfilter angeordnet ist, dessen
Durchlässigkeit
mit dem Filter mittlerer Durchlässigkeit der zweiten Sektorblende
übereinstimmt, und daß von den hinter der Fotozelle entstehenden Signalen verschiedener
Höhe und beiderlei Vorzeichens die Signale des einen Vorzeichens mit an sich bekannten
elektrischen Mitteln unterdrückt werden.
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Zweckmäßig werden die beiden Sektorblenden auf einer gemeinsamen,
motorisch angetriebenen Welle angeordnet.
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Nach einer Ausgestaltung der Erfindung kann auch zur Erfassung der
Unterschiede der Farbsättigung der beiden Proben eine besondere Filterscheibe vorgesehen
sein, welche mit der halben Geschwindigkeit wie die Sektorblenden umläuft und zwei
aufeinander abgestimmte Farbfilter trägt, die von den von beiden Proben ausgehenden
Lichtbündeln durchsetzt werden.
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Schließlich erstreckt sich die Erfindung auf eine Anordnung, welche
es ermöglicht, die gewonnenen Signalimpulse, welche zunächst verschiedene Höhe aufweisen,
in Signalimpulse von gleicher Höhe überzuführen. Dies kann in manchen Fällen von
Vorteil sein, weil sich Signalimpulse von gleicher Höhe mit den Mitteln der Datenverarbeitungstechnik
in einfacher und bequemer Weise auswerten lassen.
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Ausführungsbeispiele einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Farbvergleichsanordnung
werden an Hand der Zeichnung erläutert. In der Zeichnung zeigt
F
i g. 1 eine schematische Darstellung einer beispielsweisen Einrichtung zur Abtastung
der Normfarbe und der zu prüfenden Farbe, F i g. 2 a eine zu dieser Einrichtung
gehörende Scheibe mit einer Anzahl lichtreflektierenden Sektoren, Fig. 2b eine Sektorscheibe
von sich verändernder Lichtdurchlässigkeit, F i g. 3 a, 3 b, 3 c und 3 d graphische
Darstellungen der Ausgangsgrößen aus der Fotozelle und der Diskriminatorstufe, F
i g. 4 eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform des unteren Teils
der in F i g. 1 gezeigten Abtasteinrichtung, F i g. 5 eine Draufsicht einer Farbfilterscheibe,
wie sie bei dem in F i g. 4 gezeigten Ausführungsbeispiel verwendet wird, F i g.
6 eine Einzelheit einer anderen Ausführungsform der Abtasteinrichtung, welche eine
Bezugsspannung liefert, Fig. 7 ein Schaltbild für die in Fig. 6 gezeigte Abtasteinrichtung,
F i g. 8 a bis 8 f graphische Darstellungen von Wellenformen, die von verschiedenen
Teilen der in Fig. 7 gezeigten Schaltung abgeleitet sind.
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Wie Fig. 1 zeigt, ist eine Kartel od. dgl., die eine Normfarbe trägt,
in der Nähe einer Lichtquelle 2 angeordnet, die mit einem Reflektor3 versehen ist.
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Diese Lichtquelle beleuchtet ferner eine Karte 4 od. dgl., auf der
sich die zu vergleichende Farbe befindet. Die zu prüfende Farbe kann sich auf einem
soeben bedruckten Bogen befinden.
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Von den Karten 4 und 1 reflektiertes Licht tritt durch Sammellinsen
5 und 6 hindurch und wird von Planspiegeln 7 und 8 reflektiert, so daß es Bahnen
folgt, die sich an einer Sektorblendenscheibe 9 schneiden.
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Die Sektorscheibe 9 weist mit einer Spiegeloberfläche versehene Sektoren
10 auf, wobei die Bogenbreite jedes Sektors gleich der Bogenbreite des offenen Raumes
11 zwischen den Sektoren ist. Die Sektorscheibe 9 ist auf der Welle 12 eines Motors
13 angeordnet, der die Scheibe mit einer gewünschten konstanten Geschwindigkeit
dreht. Ferner ist auf der Welle 12 eine zweite Scheibe 14 angeordnet, die in Sektoren
von zunehmender Undurchlässigkeit, von einem transparenten oder im wesentlichen
transparenten Sektor 15 bis zu einem undurchsichtigen Sektor 16, unterteilt ist.
Obwohl in Fig. 2 b acht Sektoren dargestellt sind, handelt es sich hier nur um ein
Ausführungsbeispiel. Es können viel mehr Sektoren vorgesehen werden, da die Genauigkeit
des Farbvergleichs um so größer wird, je mehr Sektoren vorhanden sind. Die Zahl
der Sektoren der Scheibe 9 ist die gleiche wie die Zahl der Sektoren auf der Scheibe
14.
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Das vom Spiegel 8 reflektierte Licht tritt durch die Scheibe 14 und
durch die Zwischenräume zwischen den Sektoren der Scheibe 9 hindurch, so daß Lichtimpulse
erhalten werden, welche durch eine Zerstreuungslinse 17, einen Spalt 18 und eine
Sammellinse 19 auf eine Fotozelle 20 gelangen.
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Vom Spiegel 7 reflektiertes Licht wird wiederum reflektiert, wenn
es auf einen der einen Spiegelbelag tragenden Sektoren 10 der Scheibe 9 auftrifft,
so daß es zur Fotozelle 20 über den gleichen Lichtweg impulsweise, jedoch phasenverschoben,
zu dem Licht vom Spiegel 8 gelangt.
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Wenn die Scheiben 9, 14 gedreht werden, empfängt die Fotozelle 20
abwechselnd Impulse des von den Farben der Karten 1 und 4 reflektierten Lichtes,
jedoch verändert sich das Licht von der Karte 1 periodisch in seiner Intensität
entsprechend der Stellung der Scheibe 14.
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Ein Filter 21 von einer neutralen Dichte, die genau in der Mitte
zwischen dem hellsten Sektor 15 und dem dunkelsten Sektor 16 auf der Scheibe 14
liegt, ist oberhalb der Karte4 zwischengeschaltet.
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Wenn die von den Karten 1 und 4 reflektierten Farben gleichen Wert
haben, hat die von Karte 4 erhaltene Ausgangsgröße der Fotozelle 20 einen Wert in
der Mitte zwischen dem Höchstwert und dem Mindestwert der von Karte 1 erhaltenen
Ausgangsgröße. Die Zahl der aus der Farbenvergleichseinrichtung für zwei aufeinander
abgestimmte Farben erhaltenen Impulse beträgt dann die Hälfte der Zahl der Segmente
der Scheibe 14.
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In F i g. 3 a sind die Ausgangsgrößen aus der Fotozelle 20 hinsichtlich
der Reflexionen von den Karten 4 und 1 graphisch dargestellt, wobei angenommen ist,
daß keine Lichtunterbrechung stattfindet.
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Infolge der Drehung der Scheibe 14 nimmt die Ausgangsgröße 24 für
die Farbe von Karte 1 in Stufen zu, während die Ausgangsgröße 25 für die Farbe von
Karte 4 eine gerade Linie ist, die strichpunktiert dargestellt ist.
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Wenn beide Scheiben 9 und 14 in Tätigkeit sind, ist die Ausgangsgröße
aus der Fotozelle 20 wie in Fig. 3b gezeigt, nämlich eine Kombination der in Fig.
3 a angegebenen Ausgangsgrößen.
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Die Ausgangsgröße aus der Fotozelle 20 wird einer Diskriminatorstufe
an sich bekannter Art zugeführt, welche die Spannungsimpulse ausscheidet, die über
diejenigen hinausgehen, welche durch die Ausgangsgröße von Karte 4 allein erzeugt
würden. Das Ergebnis ist in F i g. 3 c graphisch dargestellt. Die Zahl der auf diese
Weise in einer gegebenen Periode (d. h. während einer Drehung der Scheiben 9 und
14) erhaltenen Impulse ist vier, wie in Fig. 3d gezeigt, und gibt eine Anzeige der
Intensität der Farbe der Karte 4 im Vergleich mit der Farbe von Karte 1. Es kann
daher eine Normzahl für jede gegebene Farbe erhalten werden, so daß ein Überschuß
oder ein Mangel an Impulsen anzeigt, daß die verglichene Farbe mehr oder weniger
intensiv ist als die Normfarbe. Die Normzahl für jede gegebene Farbe kann leicht
dadurch erhalten werden, daß zuerst ein Abtastzyklus mit zwei Karten, welche die
gleiche Farbe tragen, durchgeführt wird.
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Bei der in F i g. 4 gezeigten Ausführungsform sind zwei aufeinander
abgestimmte Lichtfilter 22, 23 auf einem Glasträger 26 angeordnet, der mit der halben
Geschwindigkeit der Scheiben 9 und 14 gedreht wird, so daß die Filter 22, 23 das
Licht mit einer von der Scheibe 14 abweichenden Geschwindigkeit modulieren. Die
Lichtquelle 2 befindet sich unterhalb des Trägers 26. Auf diese Weise ist es möglich,
durch eine sorgfältige Wahl der Eigenschaften der Farbe und der Filter für die Farbenvergleichseinrichtung
mit einer zusätzlichen Schaltanordnung Unterschiede in der Färbung sowie in der
Farbsättigung zwischen den Karten 4 und 1 zu trennen und zu messen. Die Werte der
Filter 22 und 23 werden entsprechend dem spektralen Ansprechen der Fotozelle 20
und den Farben der Karten 4 und 1 gewählt. Infolge der Anordnung der Lichtfilter
22 und 23 auf dem Träger
26 (Fig.5), liefert die Farbenvergleichseinrichtung
wechselweise zwei Ausgangsgrößen, die matriziert werden können, um Ausgangsgrößen
zu geben, die zu den beiden veränderlichen Größen proportional sind.
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Die Impulse aus der Fotozelle 20, welche die Diskriminatorstufe durchlaufen,
können zur Betätigung eines Meßgerätes verwendet werden, das eine Skala mit dem
Nullpunkt in der Mitte trägt und eine unmittelbare Anzeige darüber gibt, ob die
verglichene Farbe mehr oder weniger intensiv als die Normfarbe ist. Wenn die Erfindung
auf eine Druckerpresse angewendet wird, kann das Meßgerät in Einstellwerten geeicht
werden, welche für den Farbkasten erforderlich sind.
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Obwohl, wie in F i g. 3 c gezeigt, Impulse von einem Wert, der denjenigen
der Spannung 25 überschreitet, durch die Diskriminatorstufe ausgeschaltet werden,
kann auch umgekehrt vorgegangen werden, in der Weise, daß Impulse 24 mit Scheitelwerten,
die höher sind als diejenige der Spannung 25, durchgelassen, die unterhalb der Spannung
25 liegenden Werte hingegen durch die Diskriminatorstufe unterdrückt werden.
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Bei der in F i g. 6 gezeigten Ausführungsform werden Impulse von
einem Wert ausgeschaltet, der unterhalb der Spannung 25 liegt. Bei dieser Ausführungsform
sind die Scheiben 9 und 14 mit den vorangehend in Verbindung mit Fig. 2 a und 2
b beschriebenen identisch; die Abtasteinrichtung ist die gleiche, wie in Verbindung
mit F i g. 1 beschrieben, jedoch mit dem Unterschied, daß zwischen den Scheiben
9 und 14 eine Fotozelle 27 in einem lichtdichten Gehäuse 28 mit einer Öffnung 29
eingesetzt ist. Benachbart der Öffnung 29 ist eine Lampe 30 befestigt, jedoch befindet
sich die Scheibe 9 zwischen der Lampe 30 und dem Gehäuse 28, so daß bei einer Drehung
der Scheibe 9 die Sektoren den durch die Öffnung 29 hindurchtretenden Lichtstrahl
periodisch unterbrechen und die Fotozelle 27 periodische Ausgangsimpulse erzeugt.
Die Spannungswellenform aus der Fotozelle 27 ist in F i g. 8b graphisch dargestellt,
wobei sich die Ausgangsspannung periodisch zwischen einer Spannung V6 und einer
Bezugsspannung V7 verändert, wenn das Licht zwischen zwei benachbarten Sektoren
der Scheibe 9 hindurchtritt.
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Das Verhältnis zwischen den Lagen der Fotozellen 20 und 27 ist derart,
daß, wenn die Zelle 20 eine Ausgangsgröße mit Bezug auf die verglichene Farbe von
Karte 4 gibt, die Zelle 27 eine Ausgansspannung V6 hat und, wenn die Zelle 20 eine
Ausgangsgröße mit Bezug auf die Normfarbe von Karte 1 liefert, die Zelle 27 eine
Ausgangsspannung V7 liefert.
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Die Fotozelle 20 hat eine Ausgangsspannungswellenform wie in F i
g. 8 a gezeigt, wobei sich die Spannung zwischen Spannungswerten V und V3 verändert.
Wenn der Lichtstrahl durch die Scheibe 9 unterbrochen wird, fällt die Ausgangsspannung
V1 oder V3 aus der Fotozelle 20 auf den Spannungswert V2 ab bzw. steigt zu diesem
Wert an. Dieser Spannungswert V2 liegt genau in der Mitte zwischen den Spannungen
Vt und Vs, wenn die beiden Farben identisch sind und ein Filter von neutraler Dichte
mit einer 500/oigen Durchlässigkeit in der Bahn des von der verglichenen Farbe reflektierten
Lichtes angeordnet ist.
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Da Spannungen, die niedriger sind als die Spannung V2, ausgeschaltet
werden sollen, muß die
Wellenform der F i g. 8 a verändert werden. Der Wert der Spannung
V9 wird als Bezugsgröße verwendet. Ein »Und«-Gatter 31 dient als Eliminator (Fig.7).
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Die Ausgangsgröße aus der Fotozelle 27 wird einer Verstärker- und
Phasenumkehrstufe 32 zugeführt. durch die die in F i g. 8 b gezeigte Wellenform
zu der in F i g. 8 c gezeigten umgewandelt wird, welche zwischen Spannungen Vo und
V3 wechselt, wobei V0 eine Bezugsspannung ist, die mit Bezug auf die Spannung V1
(Fig. 8a) positiv ist und aus der Umkehrstufe abgeleitet werden kann. Die Ausgangsgröße
aus der Verstärker- und Phasenumkehrstufe 32 wird über einen Strombegrenzungswiderstand
33, Fig. 7, der Kathode einer Diode 34 im »Und«-Gatter 31 zugeführt.
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Die Ausgangsgröße aus der Fotozelle 20, Wellenform in F i g. 8 a,
wird der Kathode einer Diode 35 im »Und«-Gatter 31 zugeführt.
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Wenn die Fotozelle 20 die Normfarbe 1 durch das am wenigsten dichte
Segment 15 der Scheibe 14 abtastet, erzeugt sie eine Spannung Vt, während zur Fotozelle
27 gelangendes Licht eine Spannung V7 erzeugt, welche durch die Umkehrstufe 32 auf
ihren niedrigsten Wert V3 modifiziert wird. Als Folge davon wird die Diode 34 schlecht
leitend und die Anodenspannung nahezu gleich der Spannung V3.
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Die Anode der Diode 35 ist zu diesem Zeitpunkt mit Bezug auf deren
Kathode negativ, an der die Spannung V1 beträgt, so daß die Diode 35 nichtleitend
ist.
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Wenn sich die Scheibe 9 dreht, so daß das von der Prüffarbe 1 reflektierte
Licht abgeschaltet wird und die Fotozelle 20 Licht von der verglichenen Farbe der
Karte 4 empfängt, wodurch eine resultierende Ausgangsspannung V2 erhalten wird,
fällt gleichzeitig die Ausgangsgröße aus der Fotozelle auf die Spannung V6 entsprechend
einem Anstieg auf die positive Spannung V0 an der Ausgangsseite der Umkehrstufe
32 ab.
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Daher steigt die Spannung an der Kathode der Diode 34 von dem Spannungswert
V3 auf den Spannungswert V0 an, und die Anode folgt diesem Anstieg, bis ihr Spannungswert
gleich der Spannung an der Kathode der Diode 35 ist, wenn diese zu leiten beginnt,
und die Spannung an den Anoden beider Dioden 34, 35 ist im wesentlichen gleich derjenigen
der Kathode der Diode 35. Diese Spannung würde der Spannung V2 entsprechen, da jedoch
der Spannungswert an der Kathode der Diode 34 weiter auf einen Wert ansteigt, der
im wesentlichen gleich demjenigen von V0 ist, welcher mit Bezug auf V2 positiv ist,
wird die Diode 34 nichtleitend, in welchem Zustand sie verbleibt, bis der reflektierende
Sektor der Scheibe 9 aufhört, Licht von der verglichenen Farbe 4 zu reflektieren
und wieder zuläßt, daß Licht von der Normfarbe 1 die Fotozelle 20 erreichen kann,
wenn die Kathodenspannung der Diode 34 wieder auf die Spannung V3 abfällt (d. h.
Anstieg auf den Spannungswert Vü aus der Umkehrstufe 32).
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Die Ausgangswellenform aus dem »Und«-Gatter 31, F i g. 8 d, wechselt
zwischen der Spannung Vs, welche Schwarz darstellt, und der Spannung V,, welche
die verglichene Farbe darstellt.
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Die Ausgangsgröße aus dem »Und«-Gatter 31 wird der Anode einer Diode
36 eines Halbwellen-Scheiteldetektors 136 zugeführt, wobei die Diode leitend wird,
wenn die Spannung auf den Wert V"
ansteigt und einen Kondensator
37 mit dieser Spannung auflädt.
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In der Leitung, welche die Spannungsquelle V0 mit den jeweiligen
Anoden der Dioden 34, 35, 36 verbindet, befindet sich ein Strombegrenzungswiderstand
36.
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Wenn die Spannung an der Anode der Diode 36 auf die Spannung Vs abfällt,
wird die Diode nichtleitend und beginnt sich der Kondensator über den Widerstand
39 zu entladen, wobei die Spannung geringfügig abfällt, bevor sie auf den Spannungswert
V2 durch die zweite Periode mit der Wellenform nach F i c, 8 d zurückgeführt wird.
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Die Werte des Kondensators 37 und des Widerstandes 39 sollen derart
sein, daß dieser Spannungsabfall, verglichen mit der Mindestgröße eines Impulses
der Wellenform nach Fig. 8, unbedeutend ist.
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Der Ausgang des RC-Gliedes liefert eine praktisch stetige Spannung
von der in F i g. 8 e gezeigten Wellenform mit einer Größe, die der Spannung V2
entspricht. Diese Spannung wird über einen Widerstand 40 dem Gitter einer Triode
41 in der Diskriminatorstufe 42 zugeführt. Die Triode 41 wird leitend, wenn ihre
Kathodenspannung infolge des durch den Widerstand 43 hindurchtretenden Stromes auf
einen stetigen Wert ansteigt, der gleich der Spannung V.2 ist, und gleichzeitig
nimmt die Kathodenspannung einer zweiten Triode 44 zu (Fig. 7).
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Die Ausgangsgröße aus der Fotozelle 20 in der in F i g. 8 a gezeigten
Wellenform wird dem Gitter der Triode 44 zugeführt, so daß diese nur während der
Zeit leitend ist, während welcher die Komponenten der in F i g. 8 a gezeigten Wellenform
mit Bezug auf die Spannung V2 positiv sind. Daher tritt der Teil der Wellenform
nach Fig. 8 a, der über der Spannung V2 liegt, an der Anode der Triode 44 in verstärkter
und umgekehrter Form auf.
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Die Anode der Triode 44 wird von einer positiven Quelle über einen
Widerstand 45 gespeist, dessen Wert so gewählt ist, daß der durch die Triode 44
hindurchtretende Strom so begrenzt wird, daß die Ausgangsimpulse auf im wesentlichen
die gleiche Höhe beschnitten werden. Der Spannungswert ist wie der der Spannung
V0 willkürlich und positiv mit Bezug auf die Spannung V1, und zwar um einen Betrag,
der von den Eigenschaften der gewählten Röhren abhängt.
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Die Ausgangsgröße der Diskriminatorstufe hat eine Wellenform von
der in Fig. 8f gezeigten Art und kann über einen Kondensator 47 einer Berechnungsstufe
für Korrekturzwecke oder einer Integrationsstufe zugeführt werden, die einen stetigen
Strom erzeugt, welcher der Zahl der je Periode der Scheiben 9 und 14 empfangenen
Impulse proportional ist. Die Ausgangsgröße der Integrationsstufe wird dann beispielsweise
durch ein Milliamperemeter angezeigt, das eine Anzeige des Farbwertes liefert.
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Wenn die Farbenvergleichseinrichtung zur Regelung der Druckfarbenzufuhr
verwendet werden soll, kann zuerst eine Normzahl für die gegebene Farbe erzielt
werden und die Zahl in einem Speicher gespeichert werden. Der Speicher kann von
an sich bekannter Art sein. Eine bekannte Einrichtung zur periodischen Ablesung
dieser Zahl in einer zweiten Speicher- oder Vergleichsstufe verbindet die beiden
Speicher. Die eine Speicherstufe hat ein Fassungsvermögen, das über die Zahl der
Filter auf der Scheibe 14 hinausgeht und ist so geschaltet, daß sie
xon der aus der
anderen Speicherstufe empfangenen Zahl die Zahl der Impulse je Periode abziehen
kann, die von der Diskriminatorstufe empfangen werden, d. h. von der Zahl, welche
der Zahl von der zu prüfenden Farbe entspricht. Es wird daher in der einen Speicherstufe
eine Differenzzahl aufgezeichnet, die dem Fehler zwischen der Normfarbe und der
verglichenen Farbe entspricht. Diese Differenzzahl kann eine positive oder eine
negative Zahl sein, je nachdem, ob das von der verglichenen Farbe abgeleitete reflektierte
Licht mehr oder weniger intensiv ist als das von der Normfarbe abgeleitete Licht.
Zur Regelung der Einstellrichtung des Druckfarbenkastens ist eine Richtungsdisknminatorstufe
mit der letzten Stufe des Speichers gekoppelt.
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Wenn die Zahl, welche der Differenz zwischen der Normfarbe und der
verglichenen Farbe entspricht, negativ ist, enthält die letzte Stufe des Speichers
eine Zählung in Dezimalform, d. h. der Speicher zählt 5, 4, 3, 2, 1, 0, 99, 98 usw.,
so daß eine negative Zahl beispielsweise den 90er Dezimalzahlen entspricht. Wenn
z. B. achtzig Stufen auf der Scheibe 14 vorhanden sind, kann 90 niemals als positive
Zahl verwendet werden. Hierbei ist zu erwähnen, daß der Speicher auch nach dem Binärsystem
arbeiten kann.
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Die Richtungsdiskriminatorstufe überwacht die letzte Stufe des Speichers
und stellt die Richtungssteuerung an der Farbkastenkorrekturvorrichtung dementsprechend
ein.
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Mit dem Speicher kann eine an sich bekannte Ablesevorrichtung gekoppelt
sein, welche Ziffer für Ziffer die im Speicher gespeicherte Differenzzahl abliest,
jede Ziffer an die Magnetspule weiterleitet, welche das Gesperre in der Farbkastenregelvorrichtung
betätigt und gleichzeitig den einen Speicher in Bereitschaft zur Aufzeichnung der
im anderen Speicher aufgezeichneten Zahl löscht.