DE1174212B - Anfeuerungspatrone fuer rueckstossfreie Abschussgeraete - Google Patents
Anfeuerungspatrone fuer rueckstossfreie AbschussgeraeteInfo
- Publication number
- DE1174212B DE1174212B DED37826A DED0037826A DE1174212B DE 1174212 B DE1174212 B DE 1174212B DE D37826 A DED37826 A DE D37826A DE D0037826 A DED0037826 A DE D0037826A DE 1174212 B DE1174212 B DE 1174212B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- cartridge
- ignition
- metal core
- cartridge according
- reinforced
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 9
- 239000003380 propellant Substances 0.000 claims description 6
- 210000000577 adipose tissue Anatomy 0.000 claims description 2
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 claims 1
- 238000010304 firing Methods 0.000 description 6
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 2
- 238000000926 separation method Methods 0.000 description 2
- 238000010008 shearing Methods 0.000 description 2
- 230000009172 bursting Effects 0.000 description 1
- 239000004519 grease Substances 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B5/00—Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
- F42B5/02—Cartridges, i.e. cases with charge and missile
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B5/00—Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
- F42B5/02—Cartridges, i.e. cases with charge and missile
- F42B5/05—Cartridges, i.e. cases with charge and missile for recoilless guns
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Closures For Containers (AREA)
- Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: F 07 f
Nummer: 1174212
Aktenzeichen: D 378261 c / 72 d
Anmeldetag: 2. Januar 1962
Auslegetag: 16. Juli 1964
Die Geschoßtreibladung eines rückstoßfreien Abschußgerätes kann man nicht unmittelbar durch eine
dem Geschoß vorgelagerte Zündladung zünden, weil der lichte Querschnitt hinter dem Geschoß frei bleiben
muß. Man verwendet vielmehr zu diesem Zweck eine Anfeuerungspatrone, die in ein besonderes Lager eingesetzt
wird, das mit der Kammer, in welche das Geschoß eingebracht wird, durch einen Zündkanal in
Verbindung steht. Beim Abfeuern der Patrone wird durch den entstehenden Gasdruck ein Teil des
Patronenmantels abgeschert und dann geschoßartig durch den Zündkanal hindurchgedrückt, durchschlägt
den Mantel der Treibladung des Geschosses und gibt hierdurch dem Zündstrahl der Anfeuerungspatrone
den Weg zur Treibladung frei.
Der funktionswichtige Vorgang ist also der des Abscherens
eines Teils des Mantels der Anfeuerungspatrone. Hier ergeben sich gewisse Schwierigkeiten.
Die Hülsendicke darf einen gewissen Wert nicht überschreiten, denn sonst würde der beim Abschuß entstehende
Überdruck nicht ausreichen, einen Teil des Mantels durch Abscheren abzutrennen. Der Druck
wirkt jedoch nicht nur in der Abscherzone, sondern auf der gesamten Länge der Patronenhülse. Es besteht
dann die Gefahr, daß die Hülse aufplatzt, vor allem bei etwas weiterem Patronenlager. Die Perforation
kommt unter Umständen nicht zustande, und die Hülse klemmt so stark im Lager, daß sie nicht
entfernt werden kann.
Die Erfindung schafft eine Anfeuerungspatrone, deren Hülse so verstärkt ist, daß sie beim Abfeuern
nicht aufplatzen kann, bei der aber eine sichere Abtrennung eines Teils des Mantels gewährleistet ist.
Das wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Wandstärke der Hülse der Anfeuerungspatrone
verstärkt, jedoch im Bereich des Zündkanals auf ihrem gesamten Umfang abgesetzt ist. Man gibt also
der Hülse eine Wandstärke, die den hohen Drücken standhält und schwächt sie nur dort, wo eine Abtrennung
eines Wandteils erforderlich ist. Als günstig hat sich ein Verhältnis 1:1,5 bis 1:5 für die abgesetzte
und volle Wandstärke ergeben.
Für eine Anfeuerungspatrone ist es wichtig, daß sie sich nicht nach vorn öffnen kann. In Verbindung mit
der Anfeuerungspatrone gemäß der Erfindung, die bis auf die Perforationszone eine verhältnismäßig dicke
Hülse aufweist, ergibt sich ein besonders günstiger Patronenabschluß, wenn am Hülsenmund ein geschoßartiger
Metallkem vorgesehen wird. Der Mantel wird über den konischen Teil eingezogen, um ein öffnen
zu verhindern.
Die Patrone muß nach dem Abschuß leicht aus Anfeuerungspatrone für rückstoßfreie
Abschußgeräte
Abschußgeräte
Anmelder:
Dynamit Nobel Aktiengesellschaft,
Troisdorf (Bez. Köln)
Als Erfinder benannt:
Dr. Hans Stadler, Nürnberg,
Dr. Heinz Gawlick, Fürth (Bay.)
dem Lager entfernt werden können. Zu diesem Zweck wird gemäß einer Weiterbildung der Erfindung die
Zündladung durch einen napfartigen Zwischenboden verdämmt und zwischen diesen Boden und den den
Abschluß bildenden Metallkern ein Fettpolster eingebracht, aus dem beim Abschuß eine geringe Menge
zwischen Metallkern und Mantel hindurchtritt und das Patronenlager schmiert. Der Durchtritt wird erleichtert,
wenn der Metallkern an seinem Boden konisch ausgebildet ist.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt.
Das Lager für die Anfeuerungspatrone ist dabei durch den dünn gezeichneten Teil A mit dem Zündkanal
B angedeutet.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 1 ist die Hülse 2 der Anfeuerungspatrone im Bereich 5, der
dem Zündkabel B benachbart ist, geschwächt. Es ist also hierdurch eine definierte Perforationszone geschaffen.
In den Hülsenmund ist ein geschoßähnlicher Metallkern 1 eingesetzt, der durch den eingezogenen
Hülsenteil 7 gehalten ist. Die Treibladung 8 ist durch eine napf artige Metallkappe 3 abgedämmt. Zwischen
der Kappe 3 und dem Metallkern 1 ist ein Fettpolster 4 eingebracht. Um das Durchdringen einer
kleinen Fettmenge in das Patronenlager unter dem entwickelten Druck zu erreichen, ist der Metallkern 1
bei 9 konisch eingezogen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach F i g. 2 hat die Hülse auf ihrer ganzen Länge eine geringe Wandstärke,
die nicht ausreichen würde, um dem Abschußdruck standzuhalten. Hier ist die Perforationszone 5 dadurch geschaffen, das in den unteren Teil
der Hülse 2 ein Röhrchen 6 eingesetzt ist, während die Kappe 3 so weit verstärkt ist, daß sie den hohen
Drücken standhalten kann.
+09 630/81
Claims (6)
1. Anfeuerungspatrone für rückstoßfreie Abschußgeräte mit einem gesonderten Lager für die
Anfeuerungspatrone, das mit dem Treibladungsraum durch einen quer zur Patronenlagerachse
verlaufenden Zündkanal in der Weise in Verbindung steht, daß ein Teilstück der Patronenhülsenwand,
das durch den beim Abschuß der Anfeuerungspatrone entstehenden Gasdruck am Zündkanalrand abgeschert wird, zur Bildung
eines Weges für den Zündstrahl geschoßartig die Treibladungsumhüllung durchschlägt, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wandstärke der Hülse der Anfeuerungspatrone verstärkt, jedoch
im Bereich des Zündkanals auf ihrem gesamten Umfang abgesetzt ist.
2. Patrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis zwischen der abgesetzten
(5) und der verstärkten Wandstärke (2) 1:1,5 bis 1:5 beträgt.
3. Patrone nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß im Hülsenmund ein geschoßartiger Metallkern (1) eingesetzt ist.
4. Patrone nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Zündladung durch einen napfartigen Zwischenboden (3) abgedämmt und zwischen
Zwischenboden (3) und Metallkern (1) ein Fettpolster (4) eingebracht ist.
5. Patrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die abgesetzte Wandstärke der
Patronenhülsenwand außerhalb der Perforationszone (5) einerseits durch ein eingesetztes Röhrchen
(6) und andererseits durch den zylindrischen Rand des Zwischenbodens (3) verstärkt ist.
6. Patrone nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallkern (1) an seinem Boden
(9) eine konische Form besitzt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 1 103 207, 1 062 148.
Deutsche Patentschriften Nr. 1 103 207, 1 062 148.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 630/81 7.64 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL287312D NL287312A (de) | 1962-01-02 | ||
| BE626549D BE626549A (de) | 1962-01-02 | ||
| DED37826A DE1174212B (de) | 1962-01-02 | 1962-01-02 | Anfeuerungspatrone fuer rueckstossfreie Abschussgeraete |
| GB14663A GB1028123A (en) | 1962-01-02 | 1963-01-01 | Improvements in or relating to priming cartridges for recoilless firing devices |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED37826A DE1174212B (de) | 1962-01-02 | 1962-01-02 | Anfeuerungspatrone fuer rueckstossfreie Abschussgeraete |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1174212B true DE1174212B (de) | 1964-07-16 |
Family
ID=7043797
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED37826A Pending DE1174212B (de) | 1962-01-02 | 1962-01-02 | Anfeuerungspatrone fuer rueckstossfreie Abschussgeraete |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE626549A (de) |
| DE (1) | DE1174212B (de) |
| GB (1) | GB1028123A (de) |
| NL (1) | NL287312A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4428294A (en) | 1982-08-16 | 1984-01-31 | The United States Of America As Represented By The Secretary Of The Army | Finless gun-fired practice round |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1062148B (de) | 1957-03-12 | 1959-07-23 | Diehl G M B H | Verfahren und Vorrichtung zum Zuenden einer Geschosstreibladung |
| DE1103207B (de) | 1959-05-06 | 1961-03-23 | Dynamit Nobel Ag | Anfeuerungspatrone |
-
0
- NL NL287312D patent/NL287312A/xx unknown
- BE BE626549D patent/BE626549A/xx unknown
-
1962
- 1962-01-02 DE DED37826A patent/DE1174212B/de active Pending
-
1963
- 1963-01-01 GB GB14663A patent/GB1028123A/en not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1062148B (de) | 1957-03-12 | 1959-07-23 | Diehl G M B H | Verfahren und Vorrichtung zum Zuenden einer Geschosstreibladung |
| DE1103207B (de) | 1959-05-06 | 1961-03-23 | Dynamit Nobel Ag | Anfeuerungspatrone |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1028123A (en) | 1966-05-04 |
| NL287312A (de) | |
| BE626549A (de) |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2914049C2 (de) | Patrone | |
| DE950716C (de) | Platzpatrone | |
| DE3238270A1 (de) | Manoeverpatrone | |
| DE1958925A1 (de) | Patrone | |
| EP0072584B2 (de) | Verbindung zwischen dem Treibspiegelmantel und dem Treibspiegelheck eines Treibspiegelgeschosses | |
| DE2723983C2 (de) | Treibladungsanzünder für hülsenlose Kartuschen von getrennt zu ladender Munition | |
| DE1172989B (de) | Treibladung fuer rueckstossfreie Waffen | |
| DE3872805T2 (de) | Verbindungsring zwischen geschoss und geschosshuelse. | |
| DE7818115U1 (de) | Treibspiegelgeschoss mit pyrotechnischem satz | |
| DE1232046B (de) | Patrone zum Schiessen auf kurze Entfernungen | |
| EP0315125A2 (de) | Treibspiegelgeschoss für ein Einstecklaufgerät | |
| EP0600385B1 (de) | Treibladungsanzünder | |
| DE69412048T2 (de) | Vorrichtung zur abdichtung der teribgase bei artilleriegeschossen | |
| DE2336904C2 (de) | Treibkäfiggeschoß | |
| DE1174212B (de) | Anfeuerungspatrone fuer rueckstossfreie Abschussgeraete | |
| DE1278289B (de) | Kartusche fuer gewerbliche oder militaerische Zwecke | |
| DE2262981A1 (de) | Patronenanordnung | |
| DE2439304C2 (de) | Brandgeschoß, insbesondere panzerbrechendes Geschoß | |
| DE1273373B (de) | Zerfallgeschoss fuer UEbungspatronen fuer Handfeuer- oder Maschinenwaffen | |
| DE1056429B (de) | Pulverraketenantrieb | |
| DE1277706B (de) | Abschusspatrone fuer Werfer | |
| DE1138341B (de) | Platzpatrone ohne Splitterentwicklung | |
| DE8433256U1 (de) | Geschoß | |
| DE1243564B (de) | Zuendung fuer Kartuschen und Patronen, insbesondere fuer Jagdmunition | |
| DE1678206A1 (de) | Geschoss |