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Steuereinrichtung für ein Lichtblitzstroboskop Im Druckereibetrieb,
z. B. an schnell laufenden Druckmaschinen für den Rotations- und Mehrfarbendruck,
werden Lichtblitzstroboskope zur Überprüfung der Farbzusammensetzung und der Registrierhaltigkeit
der Bilder eingesetzt. Mit Hilfe der Lichtblitzstroboskope wird intermittierendes
Licht auf die Bahn geworfen, wodurch der Eindruck eines stehenden Bildes entsteht,
wenn Blitzfrequenz und Bildfrequenz in einem ganzzahligen Verhältnis stehen. Die
Lichtblitzstroboskope werden daher in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Papierbahn
gesteuert.
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Es ist bekannt, zur Steuerung der Lichtblitzstroboskope zwischen den
Druckbildern Passermarken anzubringen, diese mittels eines Bahnabtasters abzutasten
und jeweils beim Durchlaufen einer Passermarke einen Blitz zu erzeugen. Bei diesem
Verfahren werden außer den von den Passermarken herrührenden Impulsen noch andere
Impulse im Bahnabtaster erzeugt, so daß ohne besondere Maßnahmen das Auslösen einer
Blitzfolge mit bestimmtem zeitlichem Abstand unmöglich ist. Es wird daher ein zusätzlicher
Austastimpuls erzeugt, der den Bahnabtaster erst einschaltet, kurz bevor die Pass#ermarken
an ihm vorbeilaufen. Der Austastimpuls wird durch einen sogenannten Zylinderabtaster
erzeugt, der mit der Druckzylinderwelle mechanisch gekuppelt ist und synchron mit
dem Druckzylinder umläuft. Die Anbringung eines derartigen Zylinderabtasters ist
konstruktiv nicht immer einfach durchzuführen.
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Es ist weiterhin bekannt, die Steuerung des Lichtblitzstroboskops
mit Hilfe eines mechanischen Kontaktgebers vorzunehmen, der mit einer Maschinenwelle
der Druckmaschine so gekuppelt ist, daß bei jeder Umdrehung des Druckzylinders Lichtblitze
ausgelöst werden. Dieses Verfahren wird, insbesondere wenn mehrere Bilder (sogenannte
Nutzen) auf dem Umfang der Rolle verteilt sind, ungenau, da die Zuordnung von Kontakt
und Bild wegen des Spiels der Maschine und der Papierbahnveränderung infolge Zug
oder Feuchtigkeit nicht toleranzfrei ist.
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Es ist auch eine Anordnung zur Überwachung durchlaufender Bahnen,
insbesondere Papierbahnen, auf Fehlerstellen bekannt, bei der ein stark gebündelter
Lichtstrahl mit einem genau ausgeschnittenen Lichtfleck senkrecht zur Vorschubrichtung
die Bahn abtastet. Um einen scharf quadratisch begrenzten Lichtfleck möglichst hoher
Intensität zu erhalten, wird vorzugsweise eine optische, das Licht verdichtende
Anordnung zwischengeschaltet; aber auch eine den Lichtstrahl nur beschneidende Blende
ist bei der bekannten Anordnung als verwendbar bezeichnet, um einen quadratisch
begrenzten Lichtfleck zu erhalten. Eine Intensitätseinstellung ist mit dieser Blendenanordnung
jedoch nicht beabsichtigt. Die Auswerteinrichtung dieser bekannten Anordnung arbeitet
selektiv nach dem Prinzip des Schwellwertschalters, indem nur die Fehlerimpulse
weitergegeben werden, die einen bestimmten Wert überschreiten.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steuereinrichtung für
Lichtblitzstroboskope zu schaffen, bei der keine zusätzlichen Impuls- oder Kontaktgeber
zur Festlegung eines Austastbereichs oder zur Auslösung der Lichtblitze an der Maschine
angebracht werden müssen und die nicht nur für Drucke, sondern auch für Prägungen
und Perforationen geeignet ist. Die Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst,
daß eine Blende zur Änderung der Lichtintensität vorgesehen und so eingestellt ist,
daß nur die Amplitude des größten vom Empfänger abgegebenen Impulses über dem Schwellwert
liegt und je Druckperiode ein Lichtblitz erzeugt wird.
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Bei der Einrichtung nach der Erfindung wixd von der Lichtquelle, z.
B. einer Glühlampe, über eine Optik ein Lichtspaltbild auf die Abtaststelle geworfen,
das von dort reflektiert und von einem Empf*änger, z. B. Fotozelle, -widerstand,
Fotoelement, im Bahnabtaster wieder aufgefangen wird. Läuft der Druck unter dem
Lichtspaltbild hindurch, so wird die Intensität des reflektierten Lichtstrahls schwächer.
Diese Intensitätsänderung wird mit dem Empfänger erfaßt. Aus der dabei von der Fotozelle
auf den nachgeschalteten Schwellwertschalter übertragenen Impulsfolge soll der Impuls
größter Amplitude erfaßt werden. Da der Schwellwertschalter aber bei jeder Überschreitung
des Schwellwertes anspricht und im allgemeinen mehrere Impulse der Imulsfolge über
diesem Wert liegen, wird mittels der erfindungsgemäß vorgesehenen, veränderbaren
Blende die Intensität des auf die Bahn fallenden Lichts und damit
die
Amplitude der von der Fotozelle abgegebenen Impulse so weit verkleinert, daß nur
die Amplitude des größten Impulses über dem Schwellwert liegt. Dieser liefert den
definierten Einsatz für die Zündung des Lichtblitzstroboskops. Da die Bilder auf
der Bahn untereinander gleich sind, tritt immer die gleiche Impulsfolge mit einem
Maximalimpuls auf. Durch die Erfindung ist somit der Synchronismus zwischen Bildfolge
und Blitzfolge erzwungen, da die Bilder selbst die Auslösung der Blitze steuern,
und zwar ohne daß die Bahn mit zusätzlichen Marken versehen sein muß und unabhängig
vom Material, auf dem die Bilder vorgesehen sind.
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Es kann der Fall eintreten, daß in dem abgetasteten Bild Druckstellen
kurz hintereinander auftreten, die einen Impuls praktisch gleicher Amplitude hervorrufen.
In diesem Falle würde durch die Auslösung je eines Blitzes von allen Impulsen
Doppel-, Dreifach- usw. -bilder auftreten. Um dies zu vermeiden, ist in weiterer
Ausbildung der Erfindung zwischen Fotozelle und Schwellwertschalter ein Zeitglied
vorgesehen, das von mindestens zwei zeitlich hintereinander ankommenden Impulsen
den ersten ungedämpft, den oder die anderen zumindest gedämpft überträgt. Die Dämpfung
wird über einen Kondensator oder vorzugsweise über eine Drosselspule mit Eisenkern
erreicht. Es ist möglich, mit einer nach Auftreten des ersten Maximalimpulses zeitabhängig
gesteuerten Kippstufe die weiteren Maximalimpulse ganz zu unterdrücken. Dadurch
ist gewährleistet, daß immer nur ein Impuls über dem Schwellwert liegt und dadurch
eine Auslösung der Blitze bewirkt.
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An Hand der Figuren wird die erfindungsgemäße Einrichtung näher beschrieben;
in F i 1 ist der Bahnabtaster dargestellt, in F i g. 2 der Verlauf
der von einem Druckbild hervorgerufenen Impulse.
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In F i g. 1 ist in dem Gehäuse 9 des Bahnabtasters eine
Lichtquelle 1, z. B. eine Glühlampe, angebracht, die vorzugsweise Licht konstanter
Intensität ausstrahlt. Die Lichtstrahlen werden in einer Zwischenoptik
5 gebündelt und erzeugen über eine Blende 8
und einen halbdurchlässigen
Parabolspiegel 6 und eine Linse 3 auf einer Bahn aus Papier, Stoff
od. dgl. ein Lichtspaltbild. Die Reflektion der Strahlen von der Bahn auf einen
Empfänger 2, z. B. eine Fotozelle, erfolgt durch Umlenkung der Strahlen mittels
des Parabolspiegels 6 und eines Umlenkspiegels 7. Durch die erfindungsgemäß
vorgesehene Blende 8 wird die Intensität der Strahlung eingestellt. Dem Empfänger
2 ist ein Schwellwertschalter, z. B. in Form einer an sich bekannten Röhrenverstärkerschaltung,
nachgeschaltet. Unter einem Schwellwertschalter ist dabei eine Einrichtung zu verstehen,
die dann ein Ausgangssignal gibt, z. B. das Signal zur Auslösung des Blitzlichts,
wenn das Eingangssignal einen bestimmten Wert übersteigt. In weiterer Ausbildung
der Erfindung kann zwischen der Fotozelle 2 und dem Röhrenverstärker ein Zeitglied
vorgesehen sein, das von zwei oder mehr kurzzeitig hintereinander ankommenden, gleich
großen Impulsen den ersten ungedämpft und den oder die anderen zumindest gedämpft
überträgt, so daß nur der erste den Schwellwert des Schwellwertschalters übersteigt.
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In F i g. 2 ist das Oszillogramm einer Impulsfolge, wie es
durch ein auf eine Bahn gedrucktes Bild am Eingang des Schwellwertschalters hervorgerufen
wird, angegeben. Durch die Einstellung der Blende werden die Amplituden der Impulse
verkleinert, so daß nur der Impuls mit der maximalen Amplitude den Schwellwert
U, übersteigt. Dieser Impuls dient zur Auslösung der Lichtblitzfolge. Die
Zeit, die von 0 bis to vergeht, ist die Zeit, die ein Bild braucht, um unter
dem Abtaster vorbeizulaufen. Treten nun in einem Druckbild zwei Impulse auf, die
gleiches U".., aufweisen, so ist in weiterer Ausbildung der Erfindung ein Zeitglied
vorgesehen, das den ersten Impuls zur Zündung des Lichtblitzes auf den Schwellwertschalter
überträgt, den zweiten und weitere aber mindestens so unterdrückt, daß er kleiner
als der Schwellwert U, am Schwellwertschalter ankommt.
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Die erfindungsgemäße Einrichtung ist vorzugsweise in Druckereibetrieben
zur Beobachtung der Druckbilder anwendbar, es ist jedoch auch möglich, die Erfindung
zur Beobachtung von Bildern, die auf anderes Material, wie z. B. auf Stoffe, gedruckt
sind, zu benutzen sowie bei Maschinen, mit deren Hilfe periodisch Perforationen,
Prägungen oder gestanzte Bilder auf einer Bahn angebracht werden.