DE1173782B - Vorrichtung zur Herstellung der Boden- und Deckelteile von Stuelpdeckelschachteln - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung der Boden- und Deckelteile von StuelpdeckelschachtelnInfo
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Description
- Vorrichtung zur Herstellung der Boden- und Deckelteile von Stülpdeckelschachteln Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung der Boden- und Deckelteile von Stülpdeckelschachteln nach Patent 1152 007 mit je zwei beidseitig eines senk- und hebbaren Stempelträgers angeordneten und von einer Kulissenführung steuerbaren Leisten zum Einführen des Zuschnitts in einen Faltschacht und zum Falten der Einschlaglaschen. Nach dem Hauptpatent sind am Unterende eines abwärts geführten Schiebers oder Stempels um zwei zur Sternpelbewegung senkrechte Achsen verschwenkbare Faltorganpaare gelagert, die je aus einem Druckorgan, durch welches der Zuschnitt in den Faltschacht gedrückt wird, und einem damit verbundenen Faltorgan bestehen, welche die Einschlaglaschen nach innen biegen und bei weiterer Abwärtsbewegung nach unten drücken. Die Bewegung der vereinigten Druck- und Faltorgane ist durch eine Führungskulisse gesteuert, in die ein Gleitorgan eines mit den Druck- und Faltorganen verbundenen Gestänges eingreift. Nach dem erfolgten Eindrücken des Zuschnittes in den Faltschacht und Aufrichten der Seitenwandungen schwenken die Druckorgane nach innen, d. h. gegeneinander, während sich die Faltorgane von außen gegen die nach oben über die Seitenwände vorstehenden Einschlaglaschen bewegen. Es besteht bei dieser Ausführung der Nachteil, daß nur Schachteloberteile oder Schachtelunterteile oberbalb bestimmter Grundflächenmindestmaße hergestellt werden können, die wiederum abhängig sind von der Höhe der Schachtelseitenwände, da die Druckorgane in Richtung zueinander verschwenkt werden müssen.
- Es ist Aufgabe der Erfindung, die Vorrichtung nach dem Hauptpatent so auszubilden, daß auch Schachtelteile mit kleineren Mindestmaßen hergestellt werden können. Dementsprechend besteht die Erfindung darin, daß die von den schwenkbaren Faltleisten getrennt angeordneten Druckleisten zum Einführen des Kartonzuschnittes in den Faltschacht so am gesteuerten Trägergestänge angelenkt sind, daß sich der Abstand ihrer Schwenkachsen nach dem Einführen des Zuschnitts in den Faltschacht verringert und darauf die Faltleisten gegeneinander verschwenkt abgesenkt werden.
- Dadurch wird es möglich, die Druckorgane oder Druckleisten im Zuge der Relativbewegung der Faltorgane nach oben zu bewegen, wobei die Druckleisten etwa ihre Winkellage beibehalten, also nicht verschwenkt zu werden brauchen, so daß die Druckleisten sehr dicht aneinanderliegen können und so die Faltung sehr kleiner Schachtelteile ermöglicht ist. Da sich die Druckleisten hierbei von den Innenseiten der aufgerichteten Seitenteile abheben und entfernen, ist die Bewegung der Faltleisten nicht gestört.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt F i g. 1 einen Kartonzuschnitt der mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zu Schachtelober- oder Schachtelunterteilen gefaltet wird, F i g. 2 die erfindungsgemäße Vorrichtung teilweise in Seitenansicht und teilweise im senkrechten Schnitt, F i g. 3 und 4 den Unterteil der Vorrichtung im senkrechten Schnitt mit den aufeinanderfolgenden Stellungen der Stempel- und Faltleistenpaare, F i g. 5 eine schematische Darstellung eines fertigen Schachtelteiles.
- Entsprechend dem Hauptpatent ist an einer senkrechten Führung 4 ein aufwärts und abwärts bewegbarer Schlitten oder Schieber 5 gelagert, der nach unten mit einer rohrförmigen Verlängerung 5a versehen ist. Im Schlitten 5 ist um die Welle 14 ein dreiariniger Hebel 13 a, 13 b und 13 c gelagert, an dessen Arm 13 a eine Kurbelstange einer auf einer in Umdrehung versetzbaren Welle 10 befestigten Kurbel 11 angreift. Während der Arm 13 a über eine Lasche 21 an eine Stempelstange 3 gelenkig angreift, die im Ausführungsbeispiel in der rohrförmigen Schlittenverlängerung 5 a geführt ist, faßt der dritte Hebelarm 13 c mit einer Rolle 15 in eine feststehende Kurve 16a, 16b, 16c. Es ist naturgemäß möglich, die Stempelstange3 auch neben der Schlittenverlängerung5a parallel zur Schlittenbewegung geführt zu lagern, wenn dieses erforderlich ist.
- Insoweit fällt die Ausführung nach der Erfindung praktisch mit der Ausführung nach dem Hauptpatent zusammen, so daß es möglich ist, die erfindungsgemäßen nachstehend näher zu beschreibenden Teile nachträglich auch bei Maschinen nach dem Hauptpatent anzuwenden, um dadurch den Anwendungsbereich des Hauptpatentes zur Herstellung von Schachtelteilen mit kleinerer Grundfläche benutzen zu können.
- Die untere Schlittenverlängerung5a ist nun nach der Erfindung am unteren Ende durch Bleche30 gabelförmig ausgebildet und zwischen diesen Gabelblechen 30 sind in einer waagerechten Ebene auf gegenüberliegenden Seiten der Stempelstange3 parallele Achsen 31 gelagert, auf denen Einschlagleisten, z.B. in Form von Einschlagplatten32 schwenkbar gelagert sind, die mit einem starren Kniehebelarm 33 versehen sind, welche mit ihren freien Enden in waagerechte Führungen34 der Stempelstange3 eingreifen. Die Einschlagplatten 32 nehmen in der Ruhelage die nach außen und unten gerichtete Stellung nach F i g. 2 ein.
- Die nüt dem Unterende das Unterende der Gabelbleche 30 überragende Stempelstange 3 ist im unteren Teil mit zwei parallelen Drehzapfen 35 versehen, die auch parallel zu den Schwenkachsen 31 liegen und so nahe wie möglich aneinandergerückt sind. Um diese Zapfen 35 sind Lenker 36 verschwenkbar gelagert, die mit einem nach oben gerichteten Arm 37 versehen sind und deren freie Enden über Lenker 38 mit den Gabelblechen 30 verbunden sind. An die Enden der Lenker 36 sind über im wesentlichen aufrechte Streben 39 Druckleisten oder Druckleisten 40 angebracht, die um die Schwenkachsen an den Enden der Lenker 36 verschwenkt werden können. Zur Führung dieser Druckleisten 40 sind zu den Lenkern 36 in der Ausgangslage parallele oder etwa parallele Lenker 41 vorgesehen, die einerseits mit den Streben 39 der Druckleisten 40 und andererseits mit den nach oben gerichteten Armen 37 der Lenker 36 beweglich verbunden sind.
- Die Arbeitsweise der beschriebenen Vorrichtung ist nun folgende: Es wbrden oberhalb einer Matrize 1 Kartonzuschnitte 23 entsprechend F i g. 1 nacheinander zugeführt, und'sobald ein Zuschnitt 23 sich oberhalb der Matrize 1 befindet, beginnt durch den Kurbelantrieb die Abwärtsbewegung des Schlittens 5 gemeinsam mit der Stempelstange 3, und zwar so lange, wie sich die Rolle 15 des Hebelarmes13c in dem senkrechten Teil 16a der Führung befindet. Dabei wird der Zuschnitt 23 durch die Druckleisten 40 in die Matrize 1 hineingedrückt, so daß sich die Seitenflächen 24 und die Stirnflächen 25 mit ihren Einschlaglaschen 28 senkrecht aufwärts richten. Sobald diese Stellung erreicht ist, wird sich die Rolle 15 des Hebelarmes 13 c in dem waagerechten Führungsteil 16 b befinden, so daß nunmehr eine weitere Ab- senkung des Schlittens mit der Stempelstange 3 nicht mehr eintreten kann, aber der Hebel 13a, 13b um die Achse 14 schwenkt, so daß dann gleichzeitig die Stempelstange 3 zum Schlitten eine Aufwärtsbewegung ausführt, durch die die Lenker 36 über die Lenker 38 um die Zapfen 35 nach oben verschwenkt werden, wobei sich die Druckleisten 40 von dem Boden der Matrize abheben und infolge ihrer Verbindung mit den Lenkern 36, 39 eine nach innen gerichtete Bewegung ausführen. Dadurch können die Druckleisten 40 frei nach oben aus der Matrize 1 herausgezogen werden. Es ist daher selbstverständlich, daß die Lenker 36, 41 genau berechnete Längen besitzen und in geometrisch bestimmten Punkten angelenkt sind, damit die Druckleisten 40 neben der durch die Bewegung des Gestänges 3 verursachten Aufwärtsbewegung auch eine leichte Schwenkbewegung nach innen ausführen. Gleichzeitig verschwenken die Einschlagplatten 32 in Richtung zueinander und dabei kippen entsprechend F i g. 4 die Einschlaglaschen 28 des Kartonzuschnittes nach innen. Sobald nun die Rolle 15 des Hebelarmes 13 c den unteren senkrechten Führungsteil 16c erreicht hat, ist di6 Relativbewegung zwischen Schlitten und Stempelstange 3 beendet, so daß dann der Schlitten 5, 5 a mit der Stempelstange 3 gemeinsam weiter nach unten verschoben wird. Damit biegen die Einschlagplatten 32 die Einschlaglaschen 28 völlig um, und drücken diese gegen die Innenflächen der Stirnseiten 25 fest an, wie in F i g. 5 angedeutet ist. Sodann setzt die umgekehrte Bewegung ein, so daß der fertige Schachtelteil der Matrize in irgendeiner Weise entnommen werden kann. Der nächste Kartonzuschnitt 23 kann in der beschriebenen Weise zu einem Kartonteil gefaltet werden.
- Durch die Ausführung nach der Erfindung ist es möglich, durch die Art der Verschwenkung der Druckleisten 40 kleinere Schachtelteile herzustellen als mit der Ausführung nach dem Hauptpatent, und weiter ist es möglich ', die das Falten durchführenden Werkzeuge auch bei der Ausführung nach dem Hauptpatent nachträglich anzubringen bzw. gegen die Ausführung nach dem Hauptpatent auszutauschen.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Vorrichtung zur HerstellungderBoden-und Deckelteile von Stülpdeckelschachteln nach Patent 1152007 mit je zwei beidseitig eines senk-und hebbaren Stempelträgers angeordneten und von einer Kulissenführung steuerbaren Leisten zum Einführen des Zuschnitts in einen Faltschacht und zum Falten der Einschlaglaschen, dadurch gekennzeichnet, daß die von den schwenkbaren Faltleisten (32) getrennt angeordneten Druckleisten (40) zum Einführen des Kartonzuschnitts in den Faltschacht (1) so am gesteuerten Trägergestänge angelenkt sind, daß sich der Abstand ihrer Schwenkachsen nach dem Einführen des Zuschnitts in den Paltschacht verringert und darauf die Faltleisten (32) gegeneinander verschwenkt abgesenkt werden.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckleisten (40) über Lenker (36) um parallele, nahe beieinanderliegende Achsen (35) am Unterende des gesteuerten Gestänges (3) verschwenkbar gelagert sind, daß die Lenker (36) über weitere Lenker (38) mit dem Träger (30) der parallel gelagerten Faltorgane (32) verbunden sind und daß die Faltleisten (32) über Hebelarme (33) mit dem gesteuerten Gestänge (3) in Verbindung stehen. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch- gekennzeichnet, daß die am Unterende des Stempelgestänges (3) angelenkten Lenker (36) über einen nach oben gerichteten Arm (37) mit dem Ende der am Schlitten (5a, 30) angelenkten Hebel (38) gelenkig verbunden sind. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die oberhalb der mit dem nach oben gerichteten Arm versehenen Lenker (36) befindlichen, mit den Druckleisten (40) gelenkig verbundenen Parallelogrammlenker (41) jeweils mit ihrem anderen Ende an den nach oben gerichteten Arm (37) der gegenüberliegenden unteren Lenker (36) angelenkt sind. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die am Schlitten (5, 5 a) schwenkbar gelagerten Leisten oder Platten (32) mit den Enden starrer Arme (33) in waagerechte Führungen (34) der Stempelstange (3) einfassen. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (5) teilweise als nach unten gerichtetes Rohr (5 a) ausgebildet ist, in dem die Stempelstange (3) geführt gelagert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG31510A DE1173782B (de) | 1961-02-01 | 1961-02-01 | Vorrichtung zur Herstellung der Boden- und Deckelteile von Stuelpdeckelschachteln |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEG31510A DE1173782B (de) | 1961-02-01 | 1961-02-01 | Vorrichtung zur Herstellung der Boden- und Deckelteile von Stuelpdeckelschachteln |
Publications (1)
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| DE1173782B true DE1173782B (de) | 1964-07-09 |
Family
ID=7124239
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| DEG31510A Pending DE1173782B (de) | 1961-02-01 | 1961-02-01 | Vorrichtung zur Herstellung der Boden- und Deckelteile von Stuelpdeckelschachteln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1173782B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3813970A1 (de) * | 1987-06-01 | 1988-12-22 | Thueringer Schokoladenwerke | Vorrichtung zum herstellen von rechteckigen schachtelunter- und -oberteilen |
-
1961
- 1961-02-01 DE DEG31510A patent/DE1173782B/de active Pending
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE3813970A1 (de) * | 1987-06-01 | 1988-12-22 | Thueringer Schokoladenwerke | Vorrichtung zum herstellen von rechteckigen schachtelunter- und -oberteilen |
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