DE1173411B - Verfahren zum Loesen und Laden von Mineralien mittels einer in beiden Fahrtrichtungen arbeitenden Walzenschraemmaschine, deren beide Schraemwalzen mit schraubenfoermigenMitnehmerleisten besetzt sind, und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Loesen und Laden von Mineralien mittels einer in beiden Fahrtrichtungen arbeitenden Walzenschraemmaschine, deren beide Schraemwalzen mit schraubenfoermigenMitnehmerleisten besetzt sind, und Vorrichtung zur Ausuebung des VerfahrensInfo
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Description
- Verfahren zum Lösen und Laden von Mineralien mittels einer in beiden Fahrtrichtungen arbeitenden Walzenschrämmaschine, deren beide Schrämwalzen mit schraubenförmigen Mitnehmerleisten besetzt sind, und Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens Durch die deutsche Patentschrift 720 812 ist eine Abbau- und Verlademaschine zum streifenweisen Hereingewinnen leichtgängiger Mineralien bekanntgeworden, die auf beiden Stirnseiten je eine mit schraubenförmig verlaufenden Mitnehmerleisten ausgerüstete Schrämwalze trägt. Mit ihrer vorderen, vor Kopf des Maschinenkörpers befindlichen Schrämwalze löst die Maschine das anstehende Mineral und trägt es durch die schraubenförmig verlaufenden Mitnehmerleisten in Achsrichtung der Schrämwalze auf das Fördermittel aus. Die in Maschinenfahrtrichtung hintere Schrämwalze ist dabei weder an der Lösenoch an der Ladearbeit beteiligt.
- Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine flözartige Lagerstätte mit Hilfe einer in beiden Fahrtrichtungen arbeitenden Walzenschrämmaschine abzubauen, die zwei mit schraubenförmig verlaufenden Mitnehmerleisten besetzte und in gleicher Höhe liegende Schrämwalzen besitzt. Dabei sollen die beiden Schrämwalzen seitlich in das Abbaufeld vorspringen und die Lagerung und Führung der Walzenschrämmaschine außerhalb des Abbaufeldes, beispielsweise auf einem Strebfördermittel, ermöglichen. Während man bisher bei auf dem Strebfördermittel verfahrbaren Walzenschrämmaschinen einen Querräumer benötigt, der das von der Schrämwalze gelöste Raufwerk seitlich in Richtung auf das Strebfördermittel austrägt, soll es durch den Erfindungsvorschlag erstmals ermöglicht werden, allein durch die beiden im Abbaufeld liegenden Schrämwalzen sowohl das Lösen als auch das Laden des Minerals in beiden Fahrtrichtungen zu bewerkstelligen und das Abbaufeld so weit von Raufwerk zu säubern, daß das Strebfördermittel ordnungsgemäß fortlaufend hinter der Walzenschrämmaschine oder aber gleichmäßig auf seiner ganzen Länge ,gerückt werden kann.
- Die erfindungsgemäße Lösung dieses Problems kennzeichnet sich dadurch, daß die Walzenschrämmaschine nur mit ihrer in der jeweiligen Fahrtrichtung vorderen Schrämwalze das anstehende Mineral löst, während die sich mit entgegengesetztem Umlaufsinn drehende hintere Schrämwalze das restliche Raufwerk in Achsrichtung aus dem Gewinnungsfeld austrägt. Es wird also das anstehende Mineral in beiden Fahrtrichtungen von den auf den schraubenförmigen Mitnehmerleisten angeordneten Schrämmeißeln der jeweils vorderen Schrämwalze gelöst und teilweise schon durch die Mitnehmerleisten der lösenden Schrämwalze in das Strebfördermittel geschafft, während die nachfolgende, sich mit umgekehrtem Umlaufsinn drehende Schrämwalze den auf dem Liegenden verbleibenden Haufwerksres-t bzw. das hinter der vorderen Schrämwalze hereinbrechende Mineral erfaßt und dem Strebfördermittel übergibt.
- Um eine störungsfreie Übergabe des von der vorderen Schrämwalze gelösten Minerals bzw. des auf dem Liegenden befindlichen Raufwerks in das Strebfördermittel zu erreichen, ist nach einem weiteren Erfindungsmerkmal der die beiden Schrämwalzen tragende Maschinenkörper auf einem stoßseitig offenen Portalgerüst angeordnet und besteht vorzugsweise aus zwei räumlich voneinander getrennten, auf dem Portalgerüst liegenden und mit je einer Schrämwalze ausgestatteten Schrämmaschinen, die mit ihrem Schrämkopf gegeneinandergerichtet sind. In die zwischen den beiden Schrämmaschinen vorhandene stoßseitige Öffnung tragen beide Schrämwalzen das gelöste Gut bzw. das auf dem Liegenden befindliche Raufwerk aus. Dieser Gut- bzw. Haufwerksaustrag in Richtung auf die stoßseitige Portalöffnung läßt sich verbessern, wenn man den Umfang beider Schrämwalzen über die jeweilige Schrämkopfstirnwand vorstehen läßt und außerdem beide Schrämwalzenachsen so schräg stellt, daß sich ihre Verlängerungen im Stoß schneiden. Ordnet man darüber hinaus die schraubenförmigen Mitnehmerleisten unter einem günstigen Steigungswinkel auf dem Umfang der beiden Schrämwalzen an, so wird schon durch die Mitnehmerleisten der lösenden Schrämwalze den grobkörnigen Gutteilen eine auf die Portalöffnung gerichtete Bewegungskomponente erteilt und zumindest der stückige Ausbruch unmittelbar in das Strebfördermittel geschafft. Die von den Milnehmerleisten nur ungenügend beschleunigten feinkörnigen Gutteile werden, nachdem sie auf das Liegende auftreffen, von den Mitnehmerleisten der nachfolgenden Schrämwalze erfaßt und über das Liegende in Richtung auf das Strebfördermittel geschoben. Da die jeweils hintere der beiden Schrämwalzen durch das schwenkbar an der Schrämmaschine bzw. an deren Portalgerüst befestigte, bis auf die Höhe des Strebfördermittels führende und dem Außendurchmesser der Schrämwalze angepaßte, über das Liegende gleitende Leitblech abgedeckt ist, gelangt auch dieses Haufwerk in das Strebfördermittel. Am Endpunkt des Fahrweges der Walzenschrämmaschine läßt sich dieses Leitblech in die - Maschinenfahrtrichtung zurückschwenken, während das Leitblech der jetzt hinteren Schrämwalze in derselben Weise ausgeschwenkt werden kann. Die Walzenschrämmaschine ist dann fertig für die Gewinnungsfahrt in der anderen Richtung.
- Die Figuren zeigen ein schematisches Ausführungsbeispiel der Erfindung in F i g. 1 in einem Grundriß der Walzenschrämmaschine und in F i g. 2 in einem Schnitt nach der Linie a-a der F i g. 1..
- Die Walzenschrämmaschine ist auf dem Strebfördermittel l verfahrbar und baut das anstehende Flöz 2 mittels der seitlich in den Stoß vorspringenden Schrämwalzen 3,4 in beiden Fahrtrichtungen ab. Beide Schrämwalzen 3, 4 sind mit schraubenförmig verlaufenden Mitnehmerleisten 5 besetzt, die das anfallende Haufwerk in Richtung auf das Strebfördermittel 1 austragen. Ein auf dem Strebfördermittel verschiebbar geführtes, stoßseitig offenes Portalgerüst 6, welches aus mehreren gelenkig miteinander verbundenen Abschnitten bestehen kann und der Maschine gestattet, auch wellig verlaufendem Liegenden zu folgen, trägt die Wälzenschrämmaschine. Letztere besteht in dem gewählten Ausführungsbeispiel aus zwei einzelnen Schrämmaschinen 7, 8, die jede mit einer eigenen Schrämwalze 3 bzw. 4 ausgerüstet sind. Um die Gutaufgabe in das Strebfördermittel 1 zu verbessern, sind beide Schrämwalzen 3, 4 schräg zueinander angeordnet und schneiden sich mit ihren verlängerten Achsen unter einem spitzen Winkel im Kohlenstoß. Aus diesem Grunde sind auch beide Walzenachsen möglichst nahe der Schrämkopfstirnwand angeordnet, damit beide Schrämwalzen 3,4 mit einem Teil ihres Umfanges über diese Stirnwand vorstehen. Ein Leitblech 9 deckt den hinteren Umfangsabschnitt der jeweils nachlaufenden Schrämwalze bis zum Liegenden ab und sorgt dafür, daß das auf dem Liegenden befindliche Haufwerk in den Bereich der Mitnehmerleisten 5 dieser gleichfalls umlaufenden Schrämwalze 4 gelangen kann. Da im Bereich beider Schrämwalzen 3,4 je ein Leitblech 9 schwenkbar an der Seitenwand des Maschinenkörpers bzw. des Portalgerüstes 6 angebracht ist, läßt sich am Strebende das jetzt ausgeschwenkte Leitblech 9 ohne weiteres in Maschinenfahrtrichtung einschwenken, während das in der neuen Fahrtrichtung hintere Leitblech 9 ausgeschwenkt werden kann.
- Die in Maschinenfahrtrichtung vordere Schrämwalze 3 bzw. 4 kann entweder mit ihren Schrämmeißeln am Liegenden oder auch am Hangenden in das abzubauende Flöz einlaufen. Läßt man beide Schrämwalzen mit ihren Schneidwerkzeugen am Liegenden in das Flöz einlaufen, so muß, wie in der F i g. 1 dargestellt, die Schrämwalze 3 mit rechtsgängigen, die Schrämwalze 4 aber mit linksgängigen Mitnehmerleisten 5 ausgerüstet sein, damit der Haufwerksaustrag auch bei beiden Walzen in Richtung auf das Strebfördermittel l erfolgt. Selbstverständlich ist eine Ausübung des vorgeschlagenen Verfahrens auch mit Schrämwalzen gleichen Drehsinnes und gleichgängigen Mitnehmerleisten 5 denkbar, wenn man einen ungleichen Einlauf der Schrämwerkzeuge beider Walzen 3, 4 in beiden Maschinenfahrtrichtungen in Kauf nimmt.
Claims (4)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zum Lösen und Laden von Mineralien mittels einer Walzenschrämmaschine in beiden Maschinenfahrtrichtungen, wobei die Walzenschrämmaschine zwei mit schraubenförmigen Mitnehmerleisten besetzte und in gleicher Höhe liegende Schrämwalzen besitzt, d a d u r c h g e -kennzeichnet, daß die Walzenschrämmaschine nur mit ihrer in der jeweiligen Fahrtrichtung vorderen, seitlich in den Abbaustoß vorspringenden Schrämwalze (3) das anstehende Mineral löst, während die gleichfalls seitlich in den Abbaustoß vorspringende hintere Schrämwalze (4) das restliche Haufwerk in Achsrichtung aus dem Gewinnungsfeld austrägt.
- 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die beiden Schrämwalzen (3,4) tragende Maschinenkörper auf einem stoßseitig offenen Portalgerüst (6) angeordnet ist und vorzugsweise aus zwei räumlich voneinander getrennt auf dem Portalgerüst (6) liegenden, mit je einer Schrämwalze (3 bzw.4) ausgestatteten Schrämmaschine (7, 8 ) besteht, die mit ihren Schrämköpfen gegeneinandergerichtet sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schrämwalzen (3, 4) mit einem Teil ihres Umfanges über die Schrämkopfstirnwände vorstehen und daß die Verlängerungen der beiden Schrämwalzenachsen sich im Stoß unter einem spitzen Winkel schneiden.
- 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schrämwalzen (3,4) mit einem schwenkbar an der Gewinnungsmaschine bzw. an deren Portalgerüst (6) befestigten, das Haufwerk bis auf die Höhe des Strebfördermittels (1) führenden und dem Außendurchmesser der Schrämwalzen angepaßten Leitblech (9) versehen sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 1 134 499.
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| DEE23207A DE1173411B (de) | 1962-07-14 | 1962-07-14 | Verfahren zum Loesen und Laden von Mineralien mittels einer in beiden Fahrtrichtungen arbeitenden Walzenschraemmaschine, deren beide Schraemwalzen mit schraubenfoermigenMitnehmerleisten besetzt sind, und Vorrichtung zur Ausuebung des Verfahrens |
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| DE1173411B true DE1173411B (de) | 1964-07-09 |
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| DE (1) | DE1173411B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR1134499A (fr) * | 1955-07-28 | 1957-04-11 | Mavor & Coulson Ltd | Machine perfectionnée pour l'extraction et le chargement du charbon et autres matières minérales |
-
1962
- 1962-07-14 DE DEE23207A patent/DE1173411B/de active Pending
Patent Citations (1)
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