DE1173311B - Einrichtung zum Brechen (Arrondieren) der Kanten von Metallbaendern - Google Patents
Einrichtung zum Brechen (Arrondieren) der Kanten von MetallbaendernInfo
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Description
- Einrichtung zum Brechen (Arrondieren) der Kanten von Metallbändern Die Erfindung betrifft den letzten Bearbeitungsgang beim Herstellen von Metallbändern. Derartige Metallbänder, die im allgemeinen in Form von Rollen vorrätig gehalten werden, dienen unter anderem als Ausgangsmaterial für das Herstellen von Stanzteilen oder werden als Eisenbänder bei der Verpackung benutzt. Die Erfindung betrifft das Entfernen des Grates bei diesen Bändern, der beim Herstellen entsteht und bei der späteren Bearbeitung in den Stanzmaschinen störend ist, da er die Führung des Bandes beeinträchtigt und Verletzungen der Hand verursachen kann. Für diesen Arbeitsgang hat sich in der Fachsprache der Ausdruck »Arrondierung« eingebürgert. Beim Herstellen von Metallbändern in den Kaltwalzwerken geht man im allgemeinen so vor, daß man breite Bänder walzt, die dann durch Rollenscheren in Streifen der gewünschten Breite aufgetrennt werden. Auch wenn nur ein einziges Band hergestellt werden soll, ist das nachträgliche Abschneiden der Ränder durch Rollenscheren notwendig. Bei diesem Schneiden entsteht zwangläufig ein unerwünschter Grat, der je nach Schärfe und Einstellung der Rollen verschieden hoch ausgeprägt ist, aber selbst mit scharfen Rollen nicht ganz zu vermeiden ist.
- Zum Beseitigen dieses Grates ist es bereits bekannt, die Bänder nach dem Schneiden durch ein oder zwei Walzenpaare zu schicken, deren Querschnitt der Breite des Bandes angepaßt ist. Die Beseitigung des Grates ist jedoch dabei nur dann möglich, wenn die Breite des Bandes genau mit dem Ausschnitt in der Walze übereinstimmt. Die Breite des Bandes muß daher beim Schneiden genau eingehalten werden, und es müssen für jede Breite besondere Walzenpaare für das Arrondieren vorrätig gehalten werden. Dies erfordert einen erheblichen Aufwand. Es ist ferner bekannt, die Bänder an Feilen vorbeilaufen zu lassen, um den Grat auf diese Weise zu beseitigen. Diese Feilen müssen häufig ausgewechselt werden.
- Die Erfindung beseitigt diese Nachteile durch die Anwendung eines oder mehrerer Fräserpaare, die aus zwei mit ihren kleineren Stumpfflächen aneinanderstoßenden Kegelstumpffräsern bestehen, deren axiale Höhe wesentlich größer ist als die Dicke der Metallbänder, und lösbar zusammengesetzt sind. Das zusammengesetzte Fräserpaar hat also etwa die Form des als Spielzeug bekannten Diabolos oder einer hölzernen Nähgarnrolle, deren zylindrisches Mittelstück man sich fortzudenken hat. Der Querschnitt des Fräsers verjüngt sich also beiderseits von außen nach innen zu, und die Stelle des geringsten Querschnittes ist diejenige, an welcher die Schneidearbeit geleistet wird. Wenn sich der Fräser an dieser Stelle nach einiger Zeit abgenutzt hat, wird er auseinandergenommen, so daß die abgenutzten Stellen durch planes überschleifen der kleineren Stumpfflächen der beiden Kegelstumpffräser beseitigt werden können und nach Wiederzusammensetzen der beiden Hälften erneut ein scharfer Fräser zur Verfügung steht.
- Es ist bekannt, die Randzonen von Blechtafeln durch Fräsen zu bearbeiten, um sie von Farbe und Schmutz zu reinigen und sie für eine Schweißnaht vorzubereiten, bei der die Bleche einander überlappen. Die hierfür benutzten Fräser sind einteilig und haben zylindrische Form und arbeiten entweder mit ihren Stirnseiten oder mit ihren Mantelseiten. Zur Beseitigung der scharfen Kanten ist diese Art der Fräsung nicht geeignet und auch nicht bestimmt, da ein Grat für die Schweißung nicht von Bedeutung ist. Es ist ferner bekannt, zum Anschärfen von Holzschindeln einen aus zwei Hälften zusammengesetzten Fräser zu benutzen, dessen beide Hälften etwa die Form von Untertassen haben, die mit ihren Bodenflächen aneinanderstoßen und deren einen Winkel einschließende Ränder mit Messern besetzt sind. Diese Messer arbeiten jedoch abweichend von der Erfindung auf ihrer ganzen Länge. Ein Nachschleifen ist daher auch nur in der Weise möglich, daß die einzelnen Messer geschliffen werden, während bei der Erfindung lediglich die abgenutzten Zonen entfernt werden, wozu eine einfache Planschleifmaschine ausreichend ist.
- Der praktische Vorgang der Arrondierung kann sich so abspielen, daß das Band in Richtung senkrecht zu seiner Ebene nur locker geführt wird und sich daher selbsttätig so einstellt, daß es mit seinen Kanten im engsten Querschnitt des Fräserpaares liegt. Es ist aber auch möglich, das Band in Richtung senkrecht zu seiner Ebene, beispielsweise durch Rollen, zu führen und statt dessen die Fräserpaare axial verschiebbar zu lagern. Letzteres empfiehlt sich vor allem bei relativ breiten oder sehr dünnen Bändern, da sonst Gefahr besteht, daß das Band infolge der Wirkung des seitlichen Schneiddrucks die ebene Form verläßt und eine Wölbung annimmt. Es ist zweckmäßig, gleichzeitig mit mindestens zwei Fräserpaaren zu arbeiten, die gleichzeitig beide Kanten des Bandes bearbeiten. Der Abstand der Fräserpaare kann dabei fest eingestellt sein, so daß die Fräserpaare gegebenenfalls nicht nur den Grat, sondern auch Material von der seitlichen Begrenzung des Bandes wegnehmen, falls dieses ganz oder stellenweise von der Sollbreite abweicht. Im allgemeinen wird man aber wenigstens eines der Fräserpaare auf der einen Seite federnd gegen das Band andrücken lassen. Die Fräserpaare können auf Schlitten angeordnet sein, die senkrecht zur Laufrichtung des Bandes verschiebbar sind und auf die jeweilige Breite des Bandes eingestellt und in dieser Lage so arretiert werden können, daß sie mit dem richtigen Federdruck gegen die Kanten des Bandes drücken. Dabei kann eine zusätzliche Abstützung des Fräserpaares durch Kufen oder Rollen vorgesehen sein, die vor und hinter dem Schlitten auf den Bandkanten aufliegen. Dadurch wird erreicht, daß die Arrondierung auch bei Änderung der Bandbreite gleichmäßig bleibt, ohne daß mehr Material, als zur Beseitigung des Grates notwendig, von dem Band abgenommen wird.
Claims (2)
- Patentanspruch: Einrichtung zum Brechen (Arrondieren) der Kanten von Metallbändern, g e k e n n z e i c h n e t durch ein oder mehrere Fräserpaare, die aus zwei mit ihren Stumpfflächen aneinanderstoßenden Kegelstumpffräsern bestehen, deren axiale Höhe wesentlich größer als die Dicke der Metallbänder ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 294 868, 316 856, 536135, 630723, 865850; österreichische Patentschrift Nr. 9 058; schweizerische Patentschrift Nr. 202 288; französische Patentschriften Nr. 878 794, 1129 333: USA.- Patentschriften Nr. 1349 967, 2 432 753, 2 592 382; Stock - Fräserhandbuch,
- 2. Auflage, Springer-Verlag, 1939, S. 81 bis 83, 103, 112.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DES63162A DE1173311B (de) | 1959-05-26 | 1959-05-26 | Einrichtung zum Brechen (Arrondieren) der Kanten von Metallbaendern |
Applications Claiming Priority (1)
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| DES63162A DE1173311B (de) | 1959-05-26 | 1959-05-26 | Einrichtung zum Brechen (Arrondieren) der Kanten von Metallbaendern |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE1173311B true DE1173311B (de) | 1964-07-02 |
Family
ID=7496178
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|---|---|---|---|
| DES63162A Pending DE1173311B (de) | 1959-05-26 | 1959-05-26 | Einrichtung zum Brechen (Arrondieren) der Kanten von Metallbaendern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1173311B (de) |
Cited By (1)
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1959
- 1959-05-26 DE DES63162A patent/DE1173311B/de active Pending
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