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DE1173261B - Verfahren zur Herstellung von Natrium durch Schmelzflusselektrolyse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Natrium durch Schmelzflusselektrolyse

Info

Publication number
DE1173261B
DE1173261B DEJ21272A DEJ0021272A DE1173261B DE 1173261 B DE1173261 B DE 1173261B DE J21272 A DEJ21272 A DE J21272A DE J0021272 A DEJ0021272 A DE J0021272A DE 1173261 B DE1173261 B DE 1173261B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sodium
chloride
calcium
cell
electrolyte
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEJ21272A
Other languages
English (en)
Inventor
David Steward Paterson
Michael Chance
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Publication of DE1173261B publication Critical patent/DE1173261B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/02Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of alkali or alkaline earth metals

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Natrium durch Schmelzflußelektrolyse Die Erfindung betrifft die Herstellung von Natrium mit einem Calciumgehalt von höchstens 0,2 °/o durch Elektrolyse einer Natriumchlorid, Strontiumchlorid und Bariumchlorid enthaltenden Salzschmelze.
  • Metallisches Natrium wird gewöhnlich durch Elektrolyse von geschmolzenem Natriumchlorid in einer Zelle hergestellt, die zwischen Anode und Kathode ein Stahldrahtnetzdiaphragma enthält, welches zur Herabsetzung der Wiedervereinigung der durch den Elektrolyten aufsteigenden Anoden- und Kathoden-Produkte dient. Um einen Elektrolyten finit einem für den technischen Betrieb genügend niedrigen Schmelz= Punkt zu erhalten, wird dem Natriumchloiid gewöhnlich eine erhebliche Menge Calciumchlorid zugesetzt: Beispielsweise liegt die Betriebstemperatur eines ungefähr 60 °/o CaCl, enthaltenden Bades bei 550 bis 600°C, und die Elektrolyse einer solchen geschmolzenen Mischung liefert hauptsächlich Natrium als Kathodenprodukt. Gleichzeitig wird jedoch auch etwas Calcium an der Kathode frei gemacht, so das das Kathodenprodukt tatsächlich eine Lösung des höherschmelzenden Calciums in flüssigem Natrium ist. Die Anwesenheit dieses Calciums verursacht beim Betrieb der Zelle ernsthafte Schwierigkeiten. Anscheinend verursachen Schwankungen der Elektrolyt= zusammensetzung und/oder der Temperatur im Spalt zwischen Anode und Kathode manchmal einen so starken Anstieg der Calciumabscheidung, das die Löslichkeit von Calcium in Natrium überschritten wird. Man findet nämlich, das sich feste Abscheidungen von Calcium an der Kathode bilden; welche den Spalt zwischen Kathode und Diaphragma überbrücken und Kurzschlüsse verursachen. können, was zur Herabsetzung der Stromausbeute und zur Zerstörung des Diaphragmas fühlt.
  • Die Anwesenheit von gelöstem Calcium im flüssigen Natrium, welches die Zelle verläßt, bedingt noch weitere Schwierigkeiten. Bei der Abkühlung der Flüssigkeit beim Ablaufen aus der Zelle fällt festes Calcium in den Auslaufrohren aus, weshalb besondere Kratzer häufig betätigt werden müssen; um Verstopfungen zu vermeiden. Zur Entfernung weiterer Calciummengen muß das flüssige Natrium filtriert werden, und selbst wenn man dieses Calcium in das System zurückführt und mit dem Elektrolyten in der Zelle reagieren läßt, um Natrium zurückzugewinnen, tritt ein gewisser Metallverlust aus dem System ein, und die Stromausbeute der Natriumgewinnung wird verringert.
  • In der USA.-Patentschrift 2 850 442 wurde zur vollständigen Unterbindung der Mitabseheidung von Calcium in der Elektrolysezelle und zur Erzielung sehr reinen Natriums vorgeschlagen, einen Elektrolyten zu verwenden; der überwiegend aus Strontiumchlorid besteht und der kein Calcium enthält. Es wird an= gegeben; das sich mit einem ternären Gemisch, welches zu 55 bis 65 % Stroritiumchlorid, zu 10 bis 20 °/o Bariumchlorid und Rest aus Natriumchlorid besteht, Natrium herstellen läßt, welches gewöhnlich weniger als 0,1 °/b rnetellische Verunreinigungen enthält. Die Stromausbeute liegt hierbei zwischen 85 und 89 °/n. Es wird auch festgestellt, das durch die Zugabe von 1 bis 2 Gewichtsprozent Natriumfluorid zum Elektrolyten die Stromausbeute noch weiter gesteigert werden kann.
  • Die Zugabe von Natrlumfluorid ist jedoch un= erwünscht, da es die .üblichen keramischen Auskleidungen der Elektrolysezellen angreift. Außerdem verhalten sich die Kosten von Strontiumchlorid und Calciumchlorid mit einem geeigneten Reinheitsgrad wie 6: 1, so das die Verwendung eines hohen Strontiumchloridanteils an Stelle von Calciumchlorid die Kosten für die Einrichtung von Natriumerzeugungsanlagen erheblich steigert.
  • Es wurde nun gefunden, das aus einem Elektrolyten, welcher einen sehr hohen Anteil des verhältnismäßig billigen Calciumchlorids aufweist, ohne Schwierigkeiten ein sehr reines Natrium gewonnen werden kann, indem man ein Vierkomponentensystem verwendet, bei dem der Anteil des verhältnismäßig teuren Strontiumchlorids auf einem Mindestmaß gehalten wird. Die Anfangsstromausbeute beträgt hierbei mehr als 90°/o und die Durchschnittsstromausbeute bei einer Laufzeit von 100 bis 250 Tagen 85 bis 890/,.
  • Demgemäß betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von metallischem Natrium mit einem Calciumgehalt von höchstens 0,20/" durch Elektrolyse einer Natriumchlorid, Strontiumchlorid und Bariumchlorid enthaltenden Schmelze, dadurch gekennzeichnet, daß ein schmelzflüssiger Elektrolyt verwendet wird, der aus einem Salzgemisch von 28 bis 36 Gewichtsprozent Natriumchlorid, 23 bis 35 Gewichtsprozent Calciumchlorid, 10 bis 25 Gewichtsprozent Strontiumchlorid und 13 bis 30 Gewichtsprozent Bariumchlorid besteht.
  • Es wurde gefunden, daß bei Verwendung eines Elektrolyten mit einer Zusammensetzung in diesem Bereich in einer üblichen Zelle, die aus einer Graphitanode, einer Stahlkathode und einem Stahldrahtnetzdiaphragma besteht, wenig oder kein festes Calcium an der Kathode abgeschieden wird und infolgedessen ein Kurzschluß von Kathode zu Diaphragma nicht eintritt und die Lebensdauer des Diaphragmas erhöht wird. Die Calciummenge in dem die Zelle verlassenden flüssigen Natrium ist nur ungefähr 0,07 bis 0,20°/a, verglichen mit 1 bis 20/, beim üblichen Natriumchlorid-Calciumchlorid-Elektrolyten, so daß Abscheidungen von festem Calcium in den Ausgangsleitungen der Zelle und Gefäßen vermieden und infolgedessen Arbeitsaufwand und Wartungskosten verringert werden. Außerdem muß viel weniger Calcium als Schlamm aus dem abkühlenden Natrium entfernt und in die Zellen zurückgeführt werden. Abgesehen von der Erleichterung des Betriebes und der Herabsetzung der Wartungskosten bringt die Verringerung der Calciumabscheidung auch eine merkliche Verbesserung bezüglich der Strom- und Energieausbeuten. Weiterhin gestatten die erfindungsgemäßen quaternären Elektrolyten erhebliche Schwankungen der Elektrolyttemperatur und -zusammensetzung während des Betriebs, ohne daß die Zelle Schaden leidet. Sie werden erst bei Temperaturen unter ungefähr 460°C völlig fest, während die üblichen binären Mischungen von CaC12/NaCI bei ungefähr 507°C völlig erstarren und calciumchloridfreie ternäre Mischungen bei 565 bis 580°C völlig fest sind, wie der NaCI-SrC12-BaC12-Elektrolyt gemäß der USA.-Patentschrift 2 850 442.
  • Um das Flüssighalten des quaternären Elektrolyten bei allen möglicherweise vorkommenden Betriebstemperaturen zu erleichtern, wird der Natriumchloridgehalt vorzugsweise auf höchstens 33 Gewichtsprozent begrenzt. Wie unten gezeigt, wurde eine technische Zelle erfolgreich betrieben bei einem Natriumgehalt bis zur Grenze von 36 Gewichtsprozent, jedoch besteht bei dieser Konzentration die Möglichkeit, daß sich bei der Ergänzung des Bades Bereiche mit ungelöstem Salz im Elektrolyten bilden.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Beispiel 1 Ein Elektrolyt mit der ungefähren Gewichtszusammensetzung 33 °/o NaC1, 30 °/o CaC12, 22 °/o SrC12 und 1501, BaC12 wurde in einer üblichen Downs-Zelle geschmolzen und zur Natriumgewinnung 62 Tage lang elektrolysiert. Der Elektrolyt wurde während dieser Zeit durch regelmäßige Zugaben der Salzbestandteile ergänzt, und seine Zusammensetzung lag durchgehend im Bereich von 31 bis 36 °/o NaCI, 28 bis 35 % CaC12, 21 bis 24,5 °/o SrC12 und 13,6 bis 16,3 °/o BaC12. Die Zelle arbeitete bei einem Strom von 30,6 bis 30,8 kA mit einer Spannung von 6,68 bis 6,83 V im Temperaturbereich von 561 bis 579°C, wobei die durchschnittliche Energieausbeute 116 g Natrium kWh und die durchschnittliche Stromausbeute 90,4 % waren.
  • Während einer Zeit von 20 Tagen arbeitete die Zelle bei einer Durchschnittsspannung von 6,67 V mit einer Durchschnittstemperatur von 574°C, einer Stromausbeute von 92,4°/a und einer Energieausbeute von 118,9g Natrium/kWh. Während einer anderen Zeit von 21 Tagen arbeitete die Zelle mit einer Stromstärke von 30,8 kA, einer Spannung von 6,73 V und bei einer Temperatur von 576°C; hierbei betrugen die Stromausbeute 92,5 % und die Energieausbeute 117,9 g Natrium/kWh.
  • Wie ersichtlich, arbeitete die Zelle bei hohen Strom-und Energieausbeuten. Es traten keine Schwierigkeiten im Betrieb auf. In den Auslaufleitungen der Zelle und den Natriumsammelgefäßen bildeten sich keine Calciumabscheidungen, und die Durchschnittslebensdauer des Diaphragmas war mehr als 45 °/o größer als bei Verwendung eines üblichen Natriumchlorid-Calciumchlorid-Elektrolyten. Die Analyse des in der Zelle gewonnenen Natriums zeigte einen Calciumgehalt von durchschnittlich nur 0,13 Gewichtsprozent, neben 0,0400/, Strontium und weniger als 0,0005 °/o Barium. Beispiel 2 Ein Elektrolyt der ungefähren Gewichtszusammensetzung 30 % NaCI, 32 °/o CaCl2, 15 °/o SrCI2, 23 °/o BaC12 wurde in einer üblichen Downs-Zelle geschmolzen und zur Gewinnung von Natrium elektrolysiert. Die hiernach aufgeführten Ergebnisse wurden während der ersten 250 Tage des Betriebs der Zelle erhalten, jedoch wurde die Zelle danach weiterbetrieben. Die Elektrolytzusammensetzung wurde durch Zugabe der Salzbestandteile im nötigen Maß ergänzt, und ihre Zusammensetzung lag während der Versuchsdauer im Bereich von 29 bis 33°/o NaCI, 30 bis 34°/a CaC12, 12 bis 1501, SrC12 und 21 bis 240/, BaCI2. Die Zelle arbeitete bei einer Stromstärke von 30,0 bis 30,8 kA, einer Spannung von 6,3 bis 6,63 V und im Temperaturbereich von 566 bis 595°C. Während der ganzen Versuchsdauer von 250 Tagen lagen die Gesamtstromausbeute bei 85,50/" bezogen auf Natrium, und die Gesamtenergieausbeute bei 113,9g Natrium/kWh. Während der ersten 120 Betriebstage waren die Ausbeuten sogar noch höher, und zwar die durchschnittliche Stromausbeute 88,4°/o und die Energieausbeute 117,4g Natrium/kWh bei einer um 150°/0 längeren durchschnittlichen Lebensdauer des Diaphragmas als bei Verwendung eines üblichen Natriumchlorid-Calciumchlorid-Elektrolyten.
  • In den Ausgangsleitungen der Zelle oder den Natriumsammelgefäßen fanden sich keine Calciumabscheidungen. Eine Analyse des direkt aus der Zelle austretenden Natriums (ohne Filtration) ergab das Vorliegen von 0,1 °/o Calcium, 0,025 °/o Strontium und weniger als 0,00010/, Barium.
  • Die Elektrolytmischung dieses Beispiels ist billiger als die des Beispiels 1, da sie eine kleinere Menge der Strontiumverbindung enthält, welche der teuerste Bestandteil ist.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Natrium mit einem Calciumgehalt von höchstens 0,20/, durch Elektrolyse einer Natriumchlorid, Strontiumchlorid und Bariumchlorid enthaltenden Salzschmelze, dadurch gekennzeichnet, daß ein schmelzflüssiger Elektrolyt verwendet wird, der aus einem Salzgemisch von 28 bis 36 Gewichtsprozent Natriumchlorid, 23 bis 35 Gewichtsprozent Calciumchlorid, 10 bis 25 Gewichtsprozent Strontiumchlorid und 13 bis 30 Gewichtsprozent Bariumchlorid besteht.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein schmelzflüssiger Elektrolyt verwendet wird, dessen Natriumchloridgehalt höchstens 33 Gewichtsprozent beträgt. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 850 442.
DEJ21272A 1961-02-17 1962-02-08 Verfahren zur Herstellung von Natrium durch Schmelzflusselektrolyse Pending DE1173261B (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
GB1173261X 1961-02-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1173261B true DE1173261B (de) 1964-07-02

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DEJ21272A Pending DE1173261B (de) 1961-02-17 1962-02-08 Verfahren zur Herstellung von Natrium durch Schmelzflusselektrolyse

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2850442A (en) * 1956-04-11 1958-09-02 Du Pont Bath for the manufacture of sodium

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2850442A (en) * 1956-04-11 1958-09-02 Du Pont Bath for the manufacture of sodium

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