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DE1171901B - Verfahren zur Entfernung von Acetylenen und Diolefinen aus Kohlenwasserstoffgasen oder deren Gemischen durch selektive Hydrierung - Google Patents

Verfahren zur Entfernung von Acetylenen und Diolefinen aus Kohlenwasserstoffgasen oder deren Gemischen durch selektive Hydrierung

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Publication number
DE1171901B
DE1171901B DEC19396A DEC0019396A DE1171901B DE 1171901 B DE1171901 B DE 1171901B DE C19396 A DEC19396 A DE C19396A DE C0019396 A DEC0019396 A DE C0019396A DE 1171901 B DE1171901 B DE 1171901B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
catalyst
palladium
gas
pores
diolefins
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC19396A
Other languages
English (en)
Inventor
Merle Likins
John F Strotman
Donald O Mccarthy
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GIRDLER SUEDCHEMIE KATALYSATOR
Original Assignee
GIRDLER SUEDCHEMIE KATALYSATOR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GIRDLER SUEDCHEMIE KATALYSATOR filed Critical GIRDLER SUEDCHEMIE KATALYSATOR
Publication of DE1171901B publication Critical patent/DE1171901B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • C07C7/148Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound
    • C07C7/163Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound by hydrogenation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07C7/163Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound by hydrogenation
    • C07C7/167Purification; Separation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound by hydrogenation for removal of compounds containing a triple carbon-to-carbon bond

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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
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  • Water Supply & Treatment (AREA)
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  • Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entfernung von Acetylenen und Diolefinen aus Kohlenwasserstoffgasen oder deren Gemischen durch selektive Hydrierung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entfernung von in Kohlenwasserstoffgasen oder deren Gemischen mit hohem Olefingehalt enthaltenen Athinen und Diolefinen durch selektive Hydrierung in Gegenwart eines spezifischen Palladium-Tonerde-Katalysators.
  • Wegen ihrer großen Reaktionsfähigkeit ist eine Wasserstoffanlagerung bei Athinen und Diolefinen an sich leichter durchführbar als bei den Olefinen. Die selektive Hydrierung dieser in Olefingasgemischen enthaltenen Äthine und Diolefine wird im allgemeinen in Gegenwart eines aktivierten Katalysators durchgeführt. Bei diesem Verfahren muß jedoch die Menge des zuzusetzenden Wasserstoffes genau innerhalb festgelegter Grenzen gehalten und laufend kontolliert werden. Wenn nur geringe Mengen Athin-und Diolefinverunreinigungen in diesen Gasen vorhanden sind, stößt man im allgemeinen auf große Schwierigkeiten, insbesondere dann, wenn eine fast vollkommene Hydrierung der Äthine und Diolefine erreicht werden soll, ohne dabei den Olefingehalt der Gase durch Hydrieren merklich herabzusetzen. Bei der Herstellung von Gasen, die als Zwischenprodukte für organische Synthesen benutzt werden sollen, ist dieses von größter Bedeutung. Es ist z.B. bekannt, daß Gasgemische, die bei der Herstellung von Polyäthylenen verwendet werden und die im allgemeinen hauptsächlich aus Ethylenen bestehen, nicht mehr als ungefähr 0,025°lo an hochgradig ungesättigten Verunreinigungen, wie mithin, Methyläthin, Propadien oder anderen Diolefinen mit niedrigem Molekulargewicht, enthalten dürfen. Bei den neuen Polymerisationsverfahren hat es sich als notwendig erwiesen, nur Olefingase zu verwenden, deren Gehalt an Acetylen und Diolefin 0,010°/o nicht übersteigt.
  • Es ist schon bekannt, daß durch Verwendung von Katalysatoren mit selektiver Wirkung der Gehalt an ungesättigten Verbindungen in Roholefingemischen verringert werden kann. Hierzu wurde ein Katalysator aus auf Bimsstein, inaktivem Aluminiumoxyd, Diatomeenerde, Asbest, Koks oder Holzkohle auf-bzw. eingelagertem Palladium verwendet, der jedoch noch als aktivierendes Metall entweder Kupfer, Gold oder Silber enthält. Außerdem beträgt bei diesem bekannten Palladiumkatalysator der Gehalt an katalytischen Metallen 0,1 bis 5 Gewichtsprozent mit einem Palladiumanteil von 99 bis 60 und einem Kupfer-, Silber- oder Goldanteil von 1 bis 40 Gewichtsprozent.
  • Es ist auch schon erkannt worden, daß die Aktivität eines solchen Katalysators verbessert werden kann, wenn die Verteilung der Metallverbindungen, aus denen das Metall dann gebildet wird, eine möglichst gleichmäßige auf und in dem inerten Trägermaterial ist. Dies suchte man durch Umwälzen der entsprechenden Salzlösungen, in denen sich das inerte Trägermateri al befindet, während des Trocknungsvorganges zu erreichen. Das Brennen der imprägnierten und getrockneten Formkörper soll bei den Zersetzungstemperaturen der Metallsalze, etwa zwischen 325 und 4500 C, jedoch nicht über 5000 C, erfolgen, um eine starke Schädigung der Aktivität auszuschließen.
  • Grundlage der Erfindung bildet gleichfalls die Verwendung eines Palladium-Tonerde-Katalysators, mittels desselben die selektive Wasserstoffanlagerung an in Olefingasgemischen enthaltenen Acetylenen oder Diolefinen durchgeführt wird, ohne daß ein merklicher Anteil an Olefinen hydriert wird. Die mit diesem Katalysator durchgeführtenWasserstoffanlagerungen geben besonders bei wasserfreien Olefinmischungen sehr günstige Resultate, denn es wird bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen und mit einem ganz geringen stöchiometrischen Überschuß an Wasserstoff eine fast vollkommene Hydrierung erzielt, so daß der verbleibende Rest an Acetylenen und/oder Diolefinen im gereinigten Gas nicht mehr als einige wenige Teilchen pro Million Teilchen Gas beträgt.
  • Der erfindungsgemäß verwendete Katalysator besteht aus metallischem Palladium auf einem Tonerdeträger, der mehr als 0,01 und bis zu 0,09, vorzugsweise bis zu 0,05 Gewichtprozent metallisches Palladium enthält, das hauptsächlich auf der Oberflächenschicht des Tonerdeträgers abgelagert ist, und der Tonerdeträger ein Porenvolumen von nicht mehr als 0,4 cm3/g aufweist und der Durchmesser der Poren nicht größer als 800 Ä ist. In einem solchen Tonerdeträger übersteigt die Menge der unterhalb der Oberfläche liegenden inneren Poren die Menge der Oberflächenporen, an der gleichen Stelle gemessen, um 0,02 bis 0,05 cm3/g. Dieser Katalysator ist äußerst beständig, d. h., seine Wirkung wird auch durch mehrfachen und lang andauernden Gebrauch unter üblichen Verfahrensbedingungen nicht merklich verringert. Er verträgt auch mehrfache Regenerierungen ohne merkliche Schwächung seiner Wirkung. Diese Regenerierung braucht aber nur innerhalb eines Zeitraumes von ungefähr zwei Wochen stattzufinden, um auf der Katalysatoroberfläche gebildete Polymerisatschichten zu entfernen. Diese Auffrischung kann mehrfach durchgeführt werden, ohne daß dadurch seine Körperbeschaffenheit, katalytische Wirkung oder Selektivität beeinträchtigt werden.
  • Zur Herstellung des Tonerdeträgers werden Tonerdekügelchen verwendet, die das vorerwähnte Oberflächenporenvolumen aufweisen. Die verwendete Tonerde besteht aus bekannten feinpulvrigen Gemischen von a-Tonerdemonohydrat und Tonerdetrihydraten, die entweder tablettiert oder mittels Strangstoßpressen zu Körpern geformt werden. Im übrigen stellt die Tonerde ein bekanntes Trägermaterial für Katalysatoren dar. Das Palladium wird in Form einer konzentrierten Palladiumsalzlösung aufgespritzt. Die Menge aufgesprühten Palladiumsalzes schwankt zwischen einem Teil auf 5 bis 12 Teilchen Tonerde, wobei dieses Verhältnis jeweils so gewählt wird, daß der fertige Katalysator mehr als 0,01 bis zu 0,09, vorzugsweise bis zu 0,05 Gewichtsprozent metallisches Palladium enthält.
  • Die konzentrierte Palladiumsalzlösung wird anscheinend am stärksten von den Mikroporen mit kleinstem Durchmesser adsorbiert. Die geringen Mengen der angewendeten Palladiumsalzlösung sowie auch die Art und Weise, wie das Palladiumsalz auf den Tonerdeträger erfindungsgemäß aufgetragen wird, begünstigen eine Ablagerung des Metalls auf der Oberfläche des Trägers, wobei das Metall nicht homogen durch den gesamten Trägerkörper verteilt wird. Es wurde überraschenderweise festgestellt, daß außer der infolge der Einlagerung des Palladiumsalzes bzw. des Palladiums erfolgenden Verringerung der Oberflächenporen auch die innere Porenmenge, die ursprünglich die Außenporenmenge überstieg, in einem dem ursprünglichen Porenverhältnis entsprechenden Verhältnis sich verringert, obwohl keine nennenswerte Metalleinlage in die inneren Poren erfolgt ist. Diese Verringerung der inneren Porenmenge ist wesentlich für die Stabilität und langdauernde Wirksamkeit des Katalysators. Da die kleinen Mikro poren an der Oberfläche des Trägers durch das aufgebrachte Katalysatormetall größtenteils verschlossen worden sind, können sich darin keine Verkohlungsprodukte ablagern. Demzufolge können sich Polymerisate nur sehr schwer an der Katalysatoroberfläche und innerhalb des Katalysatorkörpers bilden, die dann in Verkohlungsprodukte übergehen.
  • Obwohl die Vorgänge der Palladiumein- bzw. -ablagerung nicht leicht deutbar sind, sind sie doch ausschlaggebend für die Wasserstoffanlagerung an die Acetylene und Diolefine, da der auf diesem Wege hergestellte Katalysator seine vollkommene Wirkungskraft bei verhältnismäßig sehr niedrigen Temperaturen, z. B. unterhalb des Gefrierpunktes von Wasser, entfaltet. Diese Wirkungskraft bleibt ungeschwächt erhalten, selbst wenn konzentrierte Olefingasmischungen ohne zusätzlichen Wasserdampf verwendet werden.
  • Die Wirkung des erfindungsgemäßen Katalysators ist auch ungeschwächt bei Temperaturen von 38 C und von 520 C bis zu 204- C, so daß eine weitgehende Reduktion der vorhandenen Acetylene und Diolefine erfolgt, daß nur noch einige Bruchteile pro Millionen Teile Gas in diesen zurückbleiben. Mit dem erfindungsgemäßen Katalysator werden derartige Wasserstoffanlagerungen mit relativ geringen stöchiometrischen Überschüssen an Wasserstoff. z. B. 300/o, durchgeführt.
  • Beispiel 1 In eine 0,505°/0ige Lösung von Pd(NO3)2 in destilliertem Wasser wurden Tonerdetabletten in einem Gesamtgewicht von 1000 g eingetragen, die vorher 8 Stunden lang bei einer Temperatur von 5000 C gebrannt, dann in Wasser gelagert und an der Luft getrocknet worden waren. Das Porenvolumen dieser Tabletten betrug 0,35 cm3/g, und die Poren hatten einen Öffnungsdurchmesser von weniger als 800 Ä. Nachdem diese Tabletten 15 Minuten lang in in der Lösung Pd(NO) zum Durchtränken belassen wurden, wurden sie von der Lösung getrennt, 30 Minuten lang abtropfen gelassen und dann getrocknet.
  • Die durchtränkten Katalysatortabletten wurden dann 8 Stunden bei 5000 C gebrannt und mit Wasserstoff behandelt. Der ermittelte Palladiumgehalt ergab eine Mengenkonzentration von 0,02ovo Pd.
  • Durch eine Schicht eines solchen in eine isotherme Fraktionierkolonne eingesetzten Katalysators wurde eine trockene Gasmischung folgender Zusammensetzung geleitet: Propylen . . . 78,00 ovo Propadien . 0.32 ovo Wasserstoff . 4,50'/o Stickstoff . . 10,00 0/o Propan.. 7,000/o und folgende Ergebnisse erhalten: Tabelle I
    Durch- C,H4 1o
    d auer peratur Druck Druck lauf-
    dauer wie peratur geschwin-
    Stunden ° C atü digkeit Eingang Ausgang
    16 118 18,2 300 3200 35
    22 121 18.2 580 3200 1 165
    25 152 18,8 502 5450 190
    43 152 19,6 575 5450 210
    Durchlaufgeschwindigkeit = Gasmenge, bezogen auf die Katalysatorfläche pro Stunde, berechnet bei 160 C und 1 ata.
  • Der Katalysator arbeitete während den ersten 16 Stunden einwandfrei, so daß der Propadiengehalt auf ungefähr 0,00350/0 herabgesetzt wurde. Nach Ablauf dieser Zeitspanne jedoch verringerte sich die Wirkungskraft des Katalysators schnell, und sie konnte auch durchTemperaturerhikihungen nicht wieder auf ihre ursprüngliche Höhe gebracht werden.
  • Eine weitere Beschickung mit demselben Katalysator wurde nach Ablauf des ersten Versuches unternommen. Die Reaktionskolonne wurde dann 8 Stunden lang bei einer Temperatur von etwa 398 bis 4000 C mit Wasserstoff durchspült. Anschließend wurde eine Rohgasmischung derselben Zusammen setzung wie beim ersten Versuch durch die Katalysatorschicht geleitet. Die Durchlaufgeschwindigkeit betrug pro Stunde ungefähr das 500fache der Menge an Katalysatormasse. Der Druck werde auf 19,3 atü eingestellt. Bei der ersten ganztätigen Verfahrensdurchführung betrug die Temperatur in der Reaktionskolonne 1040 C. In dem Abgas befand sich während des Verfahrensablaufes noch 0,00450/0 Propadien.
  • Am zweiten Tag steigerte sich der Propadiengehalt auf 0,0130/0, und am dritten Tage betrug er bei einer Temperatur von 1210 C 0,0325°/o.
  • Eine Porenmengenuntersuchung ergab, daß die innere Porenmenge und Oberflichenporenmenge bei dem Katalysator im großen und ganzen übereinstimmt. Die Beziehung der Porenmenge zueinander war genau auf das Verhältnis zwischen Tonerde und Palladiummetall, das ursprünglich angewandt worden war, abgestimmt. Dementsprechend betrug die Porenmenge zwischen 0,35 und 0,36 °/o je Kubikzentimeter und Gramm, wobei es sich um Poren mit einem Oberfiächendurchmesser von bis zu 800 A handelte. Dabei war das Verhältnis ungefähr 0,33 cm3/g für Oherflächenporen und 0,34 cm³/g für die inneren Poren, die einen Außendurchmesser von 270 A oder weniger aufwiesen.
  • Beispiel 2 Durch einen aus kugelförmigen Tonerdetabletten der im Beispiel 1 angegebenen Zusammensetzung, jedoch durch Aufsprühen einer Palladiumlösung, die etwa 9,3 g als PdCl2. in 1000 cm3 mit HCI angesäuertem destilliertem Wasser enthielt, anschließendes Brennen und Reduzieren hergestellten, 0,050/0 Palladium enthaltenden, in einer Reaktionskolonne befindlichen Katalysator wurde ohne vorhergehende Wasserstoffbehandlung einen Monat lang ein Gasgemisch folgender Zusammensetzung geleitet: Athylen . . 70,000/0 Methan . . 27,00°/o Propylen . 1,200/0 Athin 0,35 °/o Wasserstoff . . 0,70% Die Verfahrenstemperaturen schwankten zwischen 54 und 660 C bei einem Druck von 365 atü. Die Durchlaufgeschwindigkeit betrug das 500fache Volumen an Gas und mehr pro Stunde, bezogen auf das Katalysatorschichtvolumen. Während des Verfahrensverlaufes wurde der Katalysator wiederholt regeneriert, um seine Beständigkeit nach jedesmaliger Regenerierung nachzuweisen. Im allgemeinen wurde die Regenierung derart durchgeführt, daß eine zu 950/0 aus Wasserdampf und zu 50/0 aus Luft bestehende Gasmischung bei einer Strömungsgeschwindigkeit von 1000 Volumen Gas, bezogen auf das Katalysatorschichtvolumen, bei einer Temperatur von etwa 4820 C durch die Katalysatorschicht geleitet und diese anschließend 8 Stunden lang mit Wasserstoff bei Mindesttemperaturen von etwa 4000 C behandelt wurde.
  • Die folgende Tabelle läßt die fast vollständige Entfernung des Äthins erkennen. Tabelle II
    Tag Temperatur | Durchlauf- C2H2 Regene- Bemerkungen
    Tag °C geschwindigkeit C2H2 rierung
    1 54 500 00 0
    2 54 1000 0,00100 0
    4 54 1000 0,00050 1
    13 66 1000 0,00000 4
    17 66 2000 0,00013 6 Regenerierung,
    aber ohne Wasserstoffbehandlung
    18 54 1000 00 6
    Druck: 365 atü Beispiel 3 Tonerdekügelchen von der Größenordnung 4,7 4,7 4,7mm wurden wie im Beispiel 2 angegeben, behandelt, und der hergestellte und 0,05 0,05°/o metallisches Palladium in der Tonerde eingelagert enthaltende Katalysator wurde dann 8 Stunden lang bei einer Temperatur von 3990 C mit Wasserstoff hohen Feuchtigkeitsgehaltes in solcher Menge behandelt, daß das 1000fache des Katalysatorvolumens stünd- lich durch den Katalysator geleitet wurde. Hierauf wurde durch die Katalysatorschicht ein Gasgemisch geleitet, das 85,5 0h Propylen, 0,50/0 Methyläthin, 10/o Propadien, 10'0/o Stickstoff und 90/0 Wasserstoff enthielt. Es wurden ein Druck von 275 atü und Temperaturen zwischen etwa 51 und 1490 C aufrechterhalten, wobei die Durchlaufgeschwindigkeit wechselte. Das Ergebnis ist aus der folgenden Tabelle ersichtlich.
  • Tabelle III Selektive Hydrierung von Methyläthin und Propadien
    Verfahrens- Durchlauf- Methyl- Probe
    dauer Temperatur geschwin- äthinablauf Gramm
    Stunden °C digkeit*) %
    149 510 0,0003 119**)
    5 135 490 0,0005 160
    81,2 131 450 0,00005 40
    10 102 440 217
    151.2 66 450 194
    27 52 425 194
    37 52 1600 200
    40 52 490 175
    Ständiger Druck: 275 atü B) Durchlaufgeschwindigkeit an Hand der Gewichte der Proben ermittelt.
  • ¢8) Analyse der Proben ergab, daß sie 0,020/0 Propadien enthielten. Während des Verfahrensablaufes fiel die Temperatur für kurze Zeit auf 380 C, und dabei stieg die Menge des im Ablauf enthaltenen Methyläthins auf 0,070!0 an. Daraus ist zu schließen, daß die Niedrigsttemperatur, bei der der Katalysator noch seine vollkommene Wirksamkeit zeigte, oberhalb 380 C liegt.
  • In weiteren Versuchen wurden Gasmischungen angewendet, die Kohlenstoffmonoxyd enthielten. Derartige Gasgemische müssen bei Temperaturen behandelt werden, die um ungefähr 150 C höher liegen, wenn derselbe Grad der selektiven Hydrierung erreicht werden soll.
  • Bei der selektiven Hydrierung des Gasgemisches nach Beispiel 2, das jedoch noch 2,5°/o CO enthielt, mit dem gleichen Katalysator und bei einem Druck von 275 atü wurden folgende Ergebnisse erzielt: Tabelle IV Selektive Hydrierung von Methyläthin in Gegenwart von Kohlenstoffmonoxyd
    Ver- Tem Durch- Methyl-
    fahrens- - lauf- äthin- Probe H2
    peratur geschwin- ablauf Gramm höchst-
    dauer
    Stunden °C digkeit %
    4 121 470 153 4,5
    71,12 121 720 0,0019 339 4,5
    341/2 66 440 160 4,5
    381z2 38 485 0,075 r 247 4,5
    44 52 475 0,0113 230 4,5
    4912 63 900 0,0031 147 1 4,5
    Tabelle IV (Fortsetzung)
    Ver- Tem- Durch- Methyl-
    fahrens- peratur lauf- äthin- Probe H2
    höchst-
    dauer peratur geschwin- ablauf Gramm höchst
    Stunden c digkeit oo
    511/4 63 900 0,2320 517 2,2
    631/4 63 580 0,1950 355 2,0
    703/r 66 390 0,065 73 3,0
    811/4 93 490 197 3,0
    853/4 204 640 335 3,0
    Ständiger Druck: 275 atü Der erfindungsgemäße hochwirksame Katalysator ist nicht nur zur Hydrierung des in einem Propylengasgemisch enthalteaen Propadiens, sondern gleich hervorragend auch zur Hydrierung des Äthins in Äthylengasmischungen geeignet (vgl. Tabelle 1). Obwohl die verwendeten Gasmischungen vollkommen trocken und wasserfrei waren, war die Wirkung des Katalysators für die Gesamtdauer des Verfahrensverlaufes uneingeschränkt hoch und gleichmäßig. Der erfindungsgemäße Katalysator zeigt diese ausgezeichnete Wirkungskraft bei nur 400 C und bei Durchlaufgeschwindigkeiten des 1600fachen an Gas pro Stunde, bezogen auf das Katalysatorvolumen.
  • Die Porenmengenmessungen, die in den Beispielen erwähnt werden, wurden nach der Methode von Benesi, Bonnar und Lee vorgenommen (Analytical Chemistry, S. 1963. Dec. 1955). Es handelt sich dabei um ein Tetrachlorkohlenstoff-Absorptionsverfahren.
  • Ungefähr 250 cmS eines 0,040/0 Palladium enthaltenen nach Beispiel 1 hergsetellten Katalysators in Kugelform wurden in eine Drehtrommel mit einem Durchmesser von 25 cm und einer Länge von ungefähr 15 cm geladen. Innerhalb der Trommel ist ein Schlägerwerk angebracht, dessen Schläger ungefähr 5 cm breit ist und die Länge der Trommel entlangläuft. Die Trommel drehte sich mit einer Geschwindigkeit von sechzig Drehungen pro Minute. 4 Stunden lang wurden die Kügelchen sowohl der Reibung gegeneinander als auch dem Schlägerwerk ausgesetzt.
  • Nach der Behandlung wurde ein 0,3%iger Gewichtsverlust festgestellt. Das sich am Boden ansammelnde Pulver ist als Bestandteil der Außenfläche anzusehen, während die verbliebenen Formkörper die Innenfläche oder den Kern des Katalysatorträgerkörpers bilden. Letztere wurden dann auch noch gepulvert. Die Pulvermengen wurden dann 11 2 Stunden lang bei einer Temperatur von 130 C getrocknet und einer Oberflächenporenmengenbestimmung unterzogen. Die erhaltenen Werte sind in der Tabelle V verzeichnet.
  • Tabelle V Porenmengenmessungen an der Oberfläche
    Porenmenge je Kubikzentimeter und Gramm
    Probe bei 800 A bei 270 Ä
    Innenraum Oberfläche Innenraum t Oberfläche
    Hergestellt nach Beispiel 1*) ... 0,31 bis 0,31 0,27 bis 0,29
    Hergestellt nach Beispiel 2 *) ... 0,31 bis 0,31
    Hergestellt nach Beispiel3**) .. 0,36 bis 0,36 0,35bis0,34 0,34 bis 0,34 0,33 bis 0,33
    Hergestellt nach Beispiel 4 ***) 0,36 bis 0,35 0,35 bis 0,35
    1) Palladiumsalzlösung aufgesprüht.
  • **) Durchtränkung des Tonerdeträgers mit der Palladiumsalzlösung.
  • :*:) Bei Herstellung der Probe 4 wurde der pH-Wert der Tränkungslösung auf 0,2 erniedrigt, um die Hydrolyse des Palladiumsalzes an der Oberfläche der Katalysatorkörper zu verhindern.
  • Aus der Tabelle ist zu ersehen, daß an der Oberfläche der Katalysatorkörper 1 und 2, die durch Aufsprühen der Palladiumsalzlösung auf den Tonerdeträger hergestellt wurden, die Menge der Poren stets geringer ist als die Menge der Poren im Innern, während die Werte für innere Porenmengen und Außenoberflächenporenmengen bei den Katalysatorproben 3 und 4, deren Tonerdeträger mit Palladiumlösung durchtränkt wurden, ungefähr gleich sind. Die innere Porenmege ist bei den Proben 1 und 2 vergleichsweise kleiner als die innere Porenmenge der Proben 3 und 4, was darauf schließen läßt, daß beim Aufsprühen mehr Palladiumlösung im Innern des Trägers abgelagert wird als beim Durchtränken. Etwas stärker ausgeprägt ist der Unterschied in der Porenanzahl zwischen Innenraum und Oberfläche bei den Proben 1 und 2 bei Porendurchmessern von 270Å gegenüber denjenigen mit Durchmessern von 800 Å.
  • Die Porenmengenwerte dürfen nicht mehr als 0,5 cm8/g bei einem Porendurchmesser von nicht mehr als 800 A betragen. Beim Brennen der mit der aufgespritzten Palladiums alzlösung getränkten Katalysatorkörper wird das auf der Oberfläche des Trägers verteilte Palladiumsalz in Palladiumoxyd umgewandelt und dadurch die Porenmenge sowohl auf der Oberfläche als auch im Inneren des Katalysatorkörpers verringert. Das Palladiumoxyd wird dann mit Wasserstoff zu Palladium reduziert.
  • 40 Tage stellen die längstmögliche Verfahrensdauer bei Verwendung des frisch hergestellten Kataly- sators nach der Erfindung dar, wobei die besten Resultate noch bei einer Temperatur von etwa 930 C erhalten werden.
  • Die Regenerierung des erschöpften Katalysators erfolgt durch eine 8 Stunden dauernde Behandlung mit Wasserdampf bei einer Temperatur von etwa 4000 C, an die sich die Reduktion mittels Flaschenwasserstoffs anschließt und dann abgekühlt wird. Der regenerierte Katalysator bewirkt in einer 20tätigen Verfahrensdauer wiederum die 95- bis 1000/obige Entfernung des in Rohgasmischungen enthaltenen Propadiens. Während des Prozesses verlagert sich die aktive Zone in der Katalysatorschicht von der Gaseintrittszone mit derselben Geschwindigkeit wie beim Verfahrensgang mit dem Frischkatalysator nach der Gasaustrittszone. Die Gesamtverfahrensdauer mit dem frischen und einmal regenerierten Katalysator beträgt somit 60 Tage, wobei die Zerreibfestigkeit der Katalysatorkörper nach wie vor gleichblieb.
  • Beim Entladen der Katalysatorschicht wurden keine zerstümmelten oder zerbrochenen Katalysatorkörper festgestellt.
  • Gegenüber den bekannten durch Kupfer, Silber oder Gold aktivierten Palladiumkatalysatoren stellt der erfindungsgemäße Katalysator einen nicht aktivierten Katalysator dar, der eine höhere Selektivität für die Wasserstoffanlagerung an Acetylene zwecks deren Überführung in Olefine aufweist, wie aus der nachstehenden Vergleichstabelle zu entnehmen ist.
  • Tabelle VI Selektive Hydrierung von Methylacetylen und von Propadien in einem Propylen-Gasgemisch
    Ausgangsgas Restgehalt an
    Verwendeter Katalysator Methylacetylen t Propadien Methylacetylen 1 Propadien
    o/O I Olo o/O I Olo
    USA.-Patentschrift 2 802 889, Beispiel 2 1,0 ! 0,3 0,3 0,054 0,036
    Katalysator nach Beispiel 3 der Erfindung (0,05 O/o Pd) 1,6 0,2 j 0,0085 0,005
    Druck: 350 atü;

Claims (2)

  1. Temperatur: 55 bis 660 C; Verhältnis von H2 zu C3H4 = 1,9:1; Durchlaufgeschwindigkeit: 800 Volumen Gas je Volumen Katalysator je Stunde; Patentansprüche: 1. Verfahren zur Entfernung geringer Mengen von Acetylenen und/oder Diolefinen aus einem überwiegend Monoolefine enthaltenden Gasgemisch durch selektive Hydrierung an einem Palladium-Tonerdeträger-Katalysator in Gegenwart eines geringfügigen Wasserstoffüberschusses, dadurch gekennzeichet, daß als Katalysatorträger Tonerde mit einem Porenvolumen von nicht mehr als 0,4 cmS/g verwendet wird, wobei der Durchmesser der Poren nicht größer als 800 A ist, und daß der Palladiumgehalt des Katalysators 0,01 und bis zu 0,09, vorzugsweise bis zu 0,05 Gewichtsprozent beträgt, wobei das Katalysatormenge: 50 cms; Gaszusammensetzung: 0,5 O/o Propadien, 1,0 ovo Methylacetylen, 1,5 ovo Propan, 3 O/o H2., 80 ovo Propylen, 14 O/o Methan.
    Metall hauptsächlich auf der Oberflächenschicht abgelagert ist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Gase oder das Gasgemisch bei einer Mindesttemperatur von 380 C und einer Raumgeschwindigkeit von nicht weniger als 425 je Liter Katalysator und Stunde über das Katalysatorbett leitet.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 4566, 253160, 534475; USA.-Patentschrift Nr. 802889.
DEC19396A 1958-07-15 1959-07-14 Verfahren zur Entfernung von Acetylenen und Diolefinen aus Kohlenwasserstoffgasen oder deren Gemischen durch selektive Hydrierung Pending DE1171901B (de)

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Cited By (5)

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