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DE1171674B - Manoevriereinrichtung fuer umsteuerbare Einspritzbrennkraftmaschinen - Google Patents

Manoevriereinrichtung fuer umsteuerbare Einspritzbrennkraftmaschinen

Info

Publication number
DE1171674B
DE1171674B DEV17398A DEV0017398A DE1171674B DE 1171674 B DE1171674 B DE 1171674B DE V17398 A DEV17398 A DE V17398A DE V0017398 A DEV0017398 A DE V0017398A DE 1171674 B DE1171674 B DE 1171674B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reversing
starting
maneuvering
valve
piston
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEV17398A
Other languages
English (en)
Inventor
Armin Gneise
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SCHWERMASCHB IAKARL LIEBKNECHT
Original Assignee
SCHWERMASCHB IAKARL LIEBKNECHT
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SCHWERMASCHB IAKARL LIEBKNECHT filed Critical SCHWERMASCHB IAKARL LIEBKNECHT
Priority to DEV17398A priority Critical patent/DE1171674B/de
Publication of DE1171674B publication Critical patent/DE1171674B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L2760/00Control of valve gear to facilitate reversing, starting, braking of four stroke engines
    • F01L2760/002Control of valve gear to facilitate reversing, starting, braking of four stroke engines for reversing or starting four stroke engines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)
  • Valve Device For Special Equipments (AREA)

Description

  • Manövriereinrichtung für umsteuerbare Einspritzbrennkraftmaschinen Die Erfindung betrifft eine Manövriereinrichtung für umsteuerbare Einspritzbrennkraftmaschinen mit einer Druckluftanlaßvorrichtung und mit einer druckmittelbetätigten Umsteuervorrichtung für die Motor-Nockenwelle, insbesondere für Schiffsantriebsmaschinen, mit einer die einzelnen Manövriervorgänge einleitenden Bedienungswelle, die von einem auf ihr angeordneten Nahbedienungsglied oder von einem am Fernbedienungsstand vorgesehenen gleichlaufenden Fernbedienungsglied betätigt wird und auf der Mittel zur Betätigung von zwei Hauptsteuerventilen, zum Verstellen einer Drehzahleinstellvorrichtung, zum Stillsetzen der Maschine durch Abstellen der Kraftstoffzufuhr sowie zur winkelrichtigen übertragung eines aufgegebenen Schaltvorganges vom Fernbedienungsstand auf die Bedienungswelle vorgesehen sind, ferner mit Mitteln zur Betätigung der Umsteuervorrichtung über Umsteuerbelüftungsventile, zur Betätigung der Druckluftanlaßvorrichtung über einen Anlaßschieber und zum Abstellen der Kraftstoffzufuhr während des Anlassens und mit einer von der Nockenwelle betätigten Verblockungseinrichtung, die das Anlassen vor Beendigung des Umsteuervorganges verhindert.
  • Die bekannten Manövriereinrichtungen mit getrennten und gegenseitig verblockten Bedienungsorganen für Umsteuern, Anlassen und Fahrstufenverstellung erfordern zum Zwecke der Fernbedienung umfangreiche und daher wenig betriebssichere Fernbetätigungseinrichtungen. Deshalb werden in neueren Manövriereinrichtungen in zunehmendem Maße die Bedienungsvorgänge in einem Bedienungsglied zusammengefaßt, wobei die Stellungen »Stopp«, »Umsteuern«, »Anlassen« und »Betrieb« nacheinander in einer gewissen Reihenfolge im Bewegungsablauf des Bedienungsgliedes liegen. Dabei muß im allgemeinen jede dieser Schaltstellungen eingehalten und die Beendigung des betreffenden Vorganges am Motor abgewartet werden, bevor der nächste Vorgang eingeleitet werden kann. Der Nachteil derartiger Bedienungseinrichtungen besteht hauptsächlich darin, daß die Bedienung des Motors am Fernbedienungsstand wesentlich mehr Aufmerksamkeit erfordert als die Bedienung eines Maschinentelegrafen.
  • Es ist auch eine Manövriereinrichtung bekanntgeworden, bei der es möglich ist, die Bedienung ohne Rücksicht auf die von der Maschine zum Umsteuern und Anlassen benötigte Zeit durchzuführen, d. h. den Bedienungshebel ohne Anhalten in der Stellung Umsteuern und Anlassen sofort in die Stellung Betrieb der gewünschten Drehrichtung zu legen. Durch die Bewegung des Bedienungshebels wird hier über ein Federglied ein Druckluft-Zweiwegeventil gesteuert, das einen Kraftkolben beaufschlagt, der seinerseits eine Welle verstellt, auf der die einzelnen Steuerelemente angeordnet sind. Die Bewegung des Bedienungshebels wird zunächst vom Federglied aufgenommen, das sich infolge der Verstellung des Kraftkolbens wieder entspannt.
  • Die erforderliche Anlaßdauer wird dadurch erreicht, daß infolge entsprechender Bemessung der Leitungen zum Kraftkolben dieser sich nur mit mäßiger Geschwindigkeit bewegt und damit für das Durchlaufen der Anlaßstellung eine gewisse Zeit benötigt.
  • Die Dämpfung der Bewegung des Kraftkolbens hat bei der bekannten Einrichtung zur Folge, daß die Welle mit den Steuerelementen ihre mit dem Bedienungshebel vorgegebene Stellung erst nach einer gewissen Zeit erreicht. Die Verstellung erfolgt also nicht zügig, d. h. nicht mit der größtmöglichen Schnelligkeit. Beim Schalten von »Betrieb voraus« auf »Betrieb zurück« wird der Kraftstoff nur kurzzeitig beim Durchlaufen der Stoppstellung abgestellt, und die Drehzahl, bei der dann die Umsteuerung erfolgt, ist unkontrolliert, da sie von der zuvor gefahrenen Motordrehzahl und dem Fahrtzustand des Schiffes abhängt. Sie kann also noch unzulässig hoch sein. Außerdem wird in solchen Fällen das anschließende Durchfahren der Anlaßstellung nicht ausreichen, den Motor zum Stillstand zu bringen und neu anzuwerfen. Als Nachteil ist weiter zu werten, daß das Federglied nach einer Verstellung des Bedienungshebels eine Rückstellkraft auf diesen ausübt, die ihn in die alte Lage zurückzustellen versucht.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die bekannte Einrichtung zu verbessern unter Beibehaltung der Möglichkeit, das Bedienungsglied sofort auf ein gewünschtes Manöver legen zu können, worauf die Manövriereinrichtung nachfolgend alle erforderlichen Vorgänge am Motor ausführt. Das Bedienungsglied soll sowohl von »Stopp« in einen Fahrstufenbereich für Voraus- oder Zurückfahrt als auch aus dem Fahrstufenbereich der einen Drehrichtung in den der anderen gelegt oder beliebig innerhalb eines Fahrstufenbereichs verstellt werden können. Der Steuermechanismus soll außerhalb der notwendigen Unterbrechungen zügig weiterschalten. Eine Rückstellkraft auf das Bedienungsglied soll nicht auftreten. Die Stoppstellung soll wie üblich in der Mitte des Verstellbereiches liegen, jedoch sollen besondere Umsteuer- oder Anlaßstellungen entfallen, so daß sich außer »Stopp« nur die Fahrstufenbereiche für »Voraus« und »Zurück<: auf der Bedienungsskala befinden.
  • In weiterer Ausbildung der erfindungsgemäßen Einrichtung soll erreicht werden, daß die Umsteuerung bei einer vorgegebenen Drehzahl gefahrlos erfolgt und andererseits die Dauer für die Zufuhr von Anlaßluft unabhängig davon festgelegt werden kann.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst, indem die Mittel zur Betätigung der Umsteuerbelüftungsventile zur Betätigung des Anlaßschiebers und zum Abstellen der Kraftstoffzufuhr während des Anlassens auf einer besonderen Steuerwelle angeordnet sind, die durch das von den beiden Hauptsteuerventilen gesteuerte Druckmittel mit Hilfe eines Kolbens verdreht wird und auf die die von der Motor-Nockenwelle betätigte Verblockungseinrichtung einwirkt, die das Anlassen vor Beendigung des Umsteuervorganges verhindert.
  • Die zwei Hauptsteuerventile werden durch auf der Bedienungswelle befindliche Nocken betätigt. Die Bedienungswelle, auf der sich das Nahbedienungsglied und das Verstellorgan der Fernsteuerung befindet, hat außerdem die Aufgabe der Fahrstufenverstellung und des Außerbetriebsetzens des Motors durch Sperrung der Kraftstoffzufuhr. Während die Schaltvorgänge der Steuerwelle vom Bedienungsglied aus durch Öffnen eines Hauptsteuerventils eingeleitet werden, beendet sie die vom Hauptanfahrventil zum Motor freigegebene Anlaßdruckluft mit Hilfe eines Entlüftungsventils unter Zwischenschaltung einer einstellbaren Drosselstelle zum Bestimmen der Anlaßdauer. Beim Manövrieren wickeln sich damit alle Vorgänge, d. h. Umsteuern in die erforderliche Lage der Nokkenwelle, Einleiten und Beenden des Anlaßvorganges, Freigabe der bis dahin gesperrten Kraftstofffüllung und anschließend Einstellung auf die mit dem Bedienungsglied gewählte Fahrstufe, bzw. beim Umsteuern der im Betrieb befindlichen Maschine die Vorgänge Sperrung der Brennstoffzufuhr, Umsteuern bei einer niedrigen Drehzahl - was durch Einschaltung eines drehzahlabhängigen Sperrschiebers in die von den Umsteuerbelüftungsventilen zur Umsteuereinrichtung führenden Druckleitungen erreicht wird -, Anlassen in der neuen Drehrichtung und Einstellen der Fahrstufe, nachfolgend zur Verstellung des Bedienungsgliedes ab, von dem aus kein weiterer Einfluß darauf notwendig ist.
  • Die Manövriereinrichtung nach der Erfindung eignet sich infolge ihrer Vorteile besonders für fernzubedienende Schiffsantriebsmaschinen. Für die Fernsteuerung ist von Vorteil, daß ihre Aufgabe lediglich darin besteht, eine Drehung der Bedienungswelle ohne Behinderung durch Verblockungen vorzunehmen. Da die Fernsteuerung in keiner Weise in das System der Manövriereinrichtung eingreift, können verschiedenartige Fernsteuerungen wahlweise Verwendung finden. Die symmetrische Ausbildung des Bewegungsablaufes des Bedienungsgliedes ermöglicht eine zur Fahrtrichtung des Schiffes sinngemäße Betätigung.
  • In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand an Hand eines Ausführungsbeispiels in vereinfachter Weise dargestellt.
  • Die Manövriereinrichtung befindet sich innerhalb der strichpunktierten Linie, außerdem gehören der Sperrschieber 20 und das Entlüftungsventil 25 dazu. Als Druckmittel wird die für den Motor zur Verfügung stehende Anlaßdruckluft benutzt.
  • Auf der Bedienungswelle 3, die auf einer Seite den Bedienungshebel 1 mit der Fahrstufenskala 2 trägt, sind zwei Klappnocken 4 bzw. 4 a angeordnet, die beim Ingangsetzen des Motors das der gewählten Motordrehrichtung zugeordnete Hauptsteuerventil5 bzw. 5 a öffnen. Dabei wird der Ventilkegel 14 bzw. 14 a aufgestoßen. Die von einem nicht dargestellten Druckluftvorratsbehälter über ein Druckminderventil 27 einströmende Luft hält das betreffende Hauptsteuerventil 5 bzw. 5 a, auch nachdem der Nocken 4 bzw. 4 a an diesem vorübergedreht wurde, mit Hilfe des Haltekolbens 7 bzw. 7 a weiterhin offen und setzt gleichzeitig einen Kolben 10 in Bewegung, der die Steuerwelle 13 aus ihrer Mittellage dreht. Dadurch wird zuerst mittels der exzentrisch gelagerten Schwinge 11, die sich gegen eine Verblockung 16 legt, eines der Umsteuerbelüftungsventile 15 bzw. 15 a geöffnet, das die Druckluft über den bei Stillstand des Motors geöffneten Sperrschieber 20 zur Umsteuereinrichtung 21 freigibt, während die Steuerwelle 13 infolge Anliegens der Schwinge 11 gegen die Verblockung 16 und das Umsteuerbelüftungsventil 15 bzw. 15 a für die Dauer der Umsteuerung am Weiterdrehen gehindert wird. Am Ende des Umsteuervorganges gleitet die Schwinge 11 von der mit der Umsteuereinrichtung 21 in Verbindung stehenden Verblockung 16 ab, so daß sie sich frei einstellen kann. Dadurch schließt sich das Umsteuerbelüftungsventil 15 bzw. 15 a und die Blockierung der Steuerwelle 13 ist aufgehoben.
  • Folglich dreht diese weiter und betätigt mittels des Nockens 18 bzw. 18 a den das Hauptanfahrventil 38 mittels Druckluft, steuernden Anlaßschieber 17, wobei die Kraftstoffzufuhr für die Dauer des Anlaßvorganges durch den auf das Regelgestänge 19 wirkenden Nocken 23 bzw. 23 a abgestellt wird.
  • Falls die Motor-Nockenwelle 32 bereits die für das beabsichtigte Manöver erforderliche Lage hat, wird die Verblockung 16 überhaupt nicht wirksam und die Steuerwelle 13 erreicht sofort die Anlaßstellung.
  • Die Anlaßdruckluft gelangt über das geöffnete Hauptanfahrventil38 in die zu den Zylindern führende Leitung 37. Der Kolben 24 im Entlüftungsventil 25 öffnet sodann unter Einwirkung der in die Leitung 37 gelangenden Anlaßdruckluft das Entlüftungsventil 25, so daß die auf den Haltekolben 7 bzw. 7 a wirkende Druckluft aus dessen Druckraum 6 bzw. 6 a über einen Wechselschieber 8 ins Freie entweichen kann und sich das betreffende Hauptsteuerventil 5 bzw. 5 a schließt. Die damit bewirkte Entlüftungdes Druckzylinders 12 bzw. 12 a des Kolbens 10 läßt diesen durch Federkraft in seine Mittellage zurückkehren. Dabei läuft der Anlaßschieber 17 vom Nocken ab, wodurch sich das Hauptanfahrventil38 schließt. Das Regelgestänge 19 kehrt in Füllungsstellung zurück und der Motor ist damit in Betrieb gesetzt. Die Anlaßdauer wird mit Hilfe einer vor dem Druckraum des Kolbens 24 befindlichen Drosselstelle 26 eingestellt. Durch das Schließen des Hauptanfahrventils 38 wird auch der Druckraum des Kolbens 24 entlüftet, das Entlüftungsventil 25 schließt sich und die gesamte Anlage ist für erneute Manöver betriebsbereit. Mit dem Ingangsetzen des Motors erfolgt über die mit der Bedienungswelle 3 in Verbindung stehende Kurvenscheibe 28 und die Servoeinrichtung 29 eine Beeinflussung des Drehzahlreglers 30 entsprechend der mit dem Bedienungshebel 1 gewählten Fahrstufe. Beim Außerbetriebsetzen des Motors bringt ein auf der Bedienungswelle 3 vorgesehener Nocken 9 das Regelgestänge 19 in die Lage der Nullstellung.
  • Beim Umsteuern des laufenden Motors durch Drehen des Bedienungshebels 1 aus einem Fahrstufenbereich in den anderen spielen sich die Vorgänge ebenfalls wie zuvor beschrieben ab, lediglich der Sperrschieber 20 steht in Schließstellung, so daß die Motor-Nockenwelle 32 trotz geöffnetem Umsteuerbelüftungsventil 15 bzw. 15 a nicht eher verschoben werden kann, bis die Motordrehzahl auf Grund der schon in der Umsteuerstellung der Steuerwelle 13 durch den darauf angebrachten Nocken 23 bzw. 23 a erfolgenden Absperrung der Kraftstoffzufuhr auf einen niedrigen, am fliehkraftbetätigten Sperrschieber 20 einstellbaren Wert abgesunken ist, bei dem die Umsteuerung einwandfrei möglich ist. Am Ende der Bedienungswelle 3 ist eine Anschlußmöglichkeit für ein Fernsteuerorgan 35 vorgesehen, das im Ausführungsbeispiel aus einer elektrischen Nachlaufsteuerung besteht, und das den mit dem Bedienungsglied 36 des Fernbedienungsstandes gegebenen Befehl winkelrichtig auf die Bedienungswelle überträgt. Ebenso, wie es möglich ist, ohne den Erfindungsgedanken inhaltlich zu verändern, die im Gesamtrahmen aufgezeigte Anordnung oder aber nur einzelne für die Funktion der Anlage benötigte Einrichtungen auf andere Art und Weise vorzusehen bzw. auszubilden, kann auch eine auf einem anderen Prinzip beruhende Fernbetätigung gewählt werden.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Manövriereinrichtung für umsteuerbare Einspritzbrennkraftmaschinen mit einer Druckluftanlaßvorrichtung und mit einer druckmittelbetätigten Umsteuervorrichtung für die Motor-Nockenwelle, insbesondere für Schiffsantriebsmaschinen, mit einer die einzelnen Manövriervorgänge einleitenden Bedienungswelle, die von einem auf ihr angeordneten Nahbedienungsglied oder von einem am Fernbedienungsstand vorgesehenen gleichlaufenden Fernbedienungsglied betätigt wird und auf der Mittel zur Betätigung von zwei Hauptsteuerventilen, zum Verstellen einer Drehzahleinstellvorrichtung, zum Stillsetzen der Maschine durch Abstellen der Kraftstoffzufuhr sowie zur winkelrichtigen Übertragung eines aufgegebenen Schaltvorganges vom Fernbedienungsstand auf die Bedienungswelle vorgesehen sind, ferner mit Mitteln zur Betätigung der Umsteuervorrichtung über Umsteuerbelüftungsventile, zur Betätigung der Druckluftanlaßvorrichtung über einen Anlaßschieber und zum Abstellen der Kraftstoffzufuhr während des Anlassens und mit einer von der Nockenwelle betätigten Verblockungseinrichtung, die das Anlassen vor Beendigung des Umsteuervorganges verhindert, d a -durch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Betätigung der Umsteuerbelüftungsventile (15; 15a), zur Betätigung des Anlaßschiebers (17) und zum Abstellen der Kraftstoffzufuhr während des Anlassens auf einer besonderen Steuerwelle (13) angeordnet sind, die durch das von den beiden Hauptsteuerventilen (5; 5 a) gesteuerte Druckmittel verdreht wird und auf die die von der Motor-Nockenwelle betätigte Verblockungseinrichtung (16) einwirkt.
  2. 2. Manövriereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß für beide Motordrehrichtungen Hauptsteuerventile (5; 5a) vorgesehen sind, die einen die Steuerwelle (13) zwangläufig verstellenden Kolben (10) beaufschlagen und die durch jeweils nur in einer Bewegungsrichtung der Bedienungswelle (3) wirksame Klappnocken (4; 4a) betätigt werden.
  3. 3. Manövriereinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der Hauptsteuerventile (5; 5 a) einen Haltekolben (7; 7a) aufweist, der bei Druckbeaufschlagung den Ventilkegel (14; 14 a) in geöffneter Stellung zu halten vermag, und daß dessen Druckraum (6; 6 a) einerseits mit dem unter dem Ventilkegel (14; 14a) befindlichen Raum zwecks Beaufschlagung des Kolbens (7; 7 a) beim zwangläufigen Öffnen des Hauptsteuerventils (5; 5a) in Verbindung steht und andererseits über einen Wechselschieber (8) mit einem Entlüftungsventil (25) zwecks Entlüftung des Druckraumes (6; 6a) verbunden ist.
  4. 4. Manövriereinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckraum eines Kolbens (24) im Entlüftungsventil (25) mit der vom Hauptanfahrventil (38) zu den Zylindern führenden Anlaßluftleitung (37) zwecks Beaufschlagung des Kolbens (24) in Verbindung steht unter Zwischenschaltung einer zum Bestimmen der Anlaßdauer einstellbaren Drosselstelle (26).
  5. 5. Manövrlereinrichtung nach Anspruch 1 bis 4., gekennzeichnet durch die Anordnung eines in an sich. bekannter Weise von der Motordrehzahl abhängigen Sperrschiebers (20) in den beiden von den Umsteuerbelüftungsventilen (15; 15a) zur Umsteuereinrichtung (21) führenden Druckleitungen.
  6. 6. Manövriereinrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Nahbedienungsglied (1) der Manövriereinrichtung und ebenso das zugehörige Ferndienungsglied (36) übereinstimmend eine Mittelstellung »Stopp« und symmetrisch zu beiden Seiten davon unterteilte Fahrstufenbereiche für beide Motordrehrichtungen aufweisen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 929 038, 963 576; deutsche Auslegeschrift Nr. 1060 188.
DEV17398A 1959-10-14 1959-10-14 Manoevriereinrichtung fuer umsteuerbare Einspritzbrennkraftmaschinen Pending DE1171674B (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE929038C (de) * 1951-10-23 1955-06-16 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Manoevriereinrichtung fuer Brennkraftmaschinen, insbesondere fuer den unmittelbaren Antrieb von Schiffen
DE963576C (de) * 1955-03-05 1957-05-09 Motoren Werke Mannheim Ag Hydraulische Fernbedienungsanlage fuer umsteuerbare Brennkraftmaschinen, insbesondere Dieselmaschinen, zum Antrieb von Schiffen
DE1060188B (de) * 1956-12-13 1959-06-25 Motoren Werke Mannheim Ag Sicherheitsvorrichtung fuer umsteuerbare Einspritz-Brennkraftmaschinen

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