DE1170280B - Rasiergeraet - Google Patents
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
Internat. Kl.: B 26 b
Deutsche KL: 69-12/02
Nummer: 1 170 280
Aktenzeichen: N 20874 I c / 69
Anmeldetag: 27. November 1961
Auslegetag: 14. Mai 1964
Die Erfindung betrifft ein Rasiergerät mit einem Gehäuse, einem mit Öffnungen versehenen Schutzteil,
einem sich relativ zu diesem bewegenden Schneidelement, einem Antriebsmotor für das Schneidelement
und einer Schalteinrichtung für den Motor.
Das Schutzteil des Rasiergerätes hat im allgemeinen die Form einer Folienplatte mit einer äußeren,
an der zu rasierenden Fläche anzulegenden Stirnfläche.
Bei derartigen Rasiergeräten wird der Antriebsmotor, der ein rotierender Elektromotor oder auch
ein Schwingankermotor sein kann, durch eine Schalteinrichtung in Betrieb gesetzt und abgeschaltet, die
ein von Hand betätigbares Schaltelement aufweist, welches zwischen einer »Ein«-Stellung — in der das
Schneidelement angetrieben wird — und einer »Aus«-Stellung — in der das Schneidelement stillsteht
— bewegbar ist. Im Falle der Verwendung eines Elektromotors weist die Schalteinrichtung normalerweise
einen elektrischen Schalter auf, und das von Hand betätigbare Teil wird von einem Fingerstück
gebildet, das zwischen »Ein«- und »Aus«-Stellungen relativ zum Gehäuse des Rasiergerätes, an dem der
Schalter normalerweise befestigt ist, beweglich ist.
Einer der Nachteile dieser bekannten Anordnung besteht darin, daß Energie der den Motor treibenden
Energiequelle (z. B. eines elektrischen Speisegerätes oder im Falle eines Uhrwerkmotors einer gespannten
Feder) verbraucht wird, einerlei, ob das Schutzteil die zu rasierende Fläche berührt oder nicht. Demgemäß
wird zu gewissen Zeiten Energie zum Antrieb des Schneidelementes verschwendet, während sich das
letztere in Berührung mit der Innenfläche des Schutzteiles befindet.
Außerdem ist beim Betrieb unter der zuletzt genannten Bedingung die Schmierung verringert oder
überhaupt nicht vorhanden, die zwischen den sich berührenden und relativ beweglichen Flächen des
Schutzteiles und des Schneidelementes infolge der Einführung von schmierenden Bestandteilen der
Haut und des Haares der zu rasierenden Fläche hergestellt wird. Dies vergrößert nicht nur die Reibung
auf die Bewegung des Schneidelementes und erhöht damit die verbrauchte Energie noch weiter, sondern
führt außerdem zu erhöhtem Abrieb an den Beruhrungsflächen
des Schutzteiles und des Schneidelementes.
Es sind bereits Geräte bekannt, bei denen der Schalter des Gerätemotors durch die Handhabung
des Gerätegriffes betätigt wird. Insbesondere ist auch ein Trockenrasiergerät bekannt, das in einem Behälter
zusammen mit einem Schalter derart angeord-Rasiergerät
Anmelder:
Needle Industries Limited, Birmingham, Warwick (Großbritannien)
Vertreter:
Dr.-Ing. K. Boehmert
und Dipl.-Ing. A. Boehmert, Patentanwälte,
Bremen 1, Feldstr. 24
Als Erfinder benannt:
Norman Thomas Sanders, Studley, Warwick
(Großbritannien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 28. November 1960 (40 742)
net ist, daß das Gerät beim Herausnehmen aus seiner Ablage selbsttätig eingeschaltet wird. Diese bekannten
Geräte haben aber den Nachteil, daß sie bereits eingeschaltet werden, wenn die eigentliche Funktion
des Gerätes noch nicht begonnen hat, d. h., es wird schon Energie verbraucht, wenn das Schutzteil die zu
rasierende Fläche noch nicht berührt hat.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, soll erfindungsgemäß das Schutzteil so am Gehäuse befestigt sein,
daß es relativ zum Gehäuse im wesentlichen in einer solchen Richtung beweglich ist, die mindestens eine
senkrechte Komponente zu derjenigen Fläche des Schutzteiles hat, welche mit der zu rasierenden Körperfläche
in Berührung kommt, wobei die den Motor steuernde Schalteinrichtung durch die Schutzeinrichtung
betätigbar ist, wenn diese gegen die zu rasierende Körperfläche gedrückt wird.
Das Schutzteil kann gegen eine Feder vorgespannt beweglich angeordnet sein, derart, daß diese der Bewegung
des Schutzteiles bei Auftreten eines Druckes zwischen diesem und der zu rasierenden Fläche einen
zunehmenden Widerstand entgegensetzt. Dabei entspricht diejenige relative Stellung des Schutzteiles
zum Gehäuse des Rasiergerätes, bei welcher zuerst eine Relativbewegung zwischen dem Schneidelement
und dem Schutzteil hervorgerufen wird, einem vorbestimmten Mindestwert an Berührungsdruck des
Schutzteiles gegen die zu rasierende Fläche.
409 589/42
Diese Maßnahme beim erfindungsgemäßen Rasiergerät ist von besonderem Vorteil insofern, als die Erzielung
einer wirksamen Rasur von der Beibehaltung eines Mindestberührungsdruckes zwischen dem
Schutzteil und der zu rasierenden Fläche abhängig ist.
Ein mit diesem Erfindungsmerkmal ausgestattetes Rasiergerät kann daher nicht anders als in diesem
Zustand in Betrieb gesetzt werden.
Bei einem Rasiergerät der genannten Art, bei dem der Antriebsmotor ein Elektromotor ist und die
Steuereinrichtung einen elektrotechnischen Schalter enthält, kann der Schalter, dessen gegeneinander bewegliche
Kontakte für das Herstellen bzw. Trennen des elektrischen Stromanschlusses zum Motor in Abhängigkeit
von der Bewegung des durch den Hautanpreßschutz bewegbaren Schutzteiles dienen, zusätzlich
ein Fingerstück derartiger Ausbildung und Anordnung aufweisen, daß in der einen Stellung des
Fingerstücks dem Motor unabhängig von der Stellung, welche die vom Anpreßschutz auf das Schutzteil
beeinflußten Kontakte einnehmen. Strom zugeführt wird.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß, wenn das Schutzteil relativ bewegbar zum
Gehäuse des Rasiergerätes in der vorgeschriebenen Weise aufgenommen ist, der das Schutzteil tragende
Teil zwischen mehreren verformbaren Traggliedern so gelagert ist, daß die Tragglieder den das Schutzteil
tragenden Teil quer zu seiner Achsrichtung zentrieren, jedoch eine Bewegung des Schutzteils in
Richtung der Achse gestatten.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind das Schutzteil, der Antriebsmotor und das Schneidelement
als Einheit zusammengefügt bei solcher Ausbildung der verformbaren Tragglieder, daß die Gleitreibung
zwischen der Einheit und dem Gehäuse herabgesetzt ist.
An einem Ausführungsbeispiel wird im folgenden die Erfindung an Hand der Zeichnungen veranschaulicht,
und zwar zeigt
F i g. 1 einen von der Seite gesehenen Längsschnitt durch das Gehäuse eines erfindungsgemäßen Rasiergerätes,
F i g. 2 eine teilweise Draufsicht, die die Form der federnd verformbaren Tragglieder zeigt, welche am
oberen Ende des Scherkopfes verwendet werden, um diesen relativ zum Gehäuse in seiner Stellung zu
halten bzw. zu zentrieren,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 in Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie 4-4 in Fig. 2,
Fig. 5 eine vergrößerte perspektivische Teilansicht der Anordnung von Leiterteilen sowie Rasierdruck-
und Handbetätigungskontakten der Schaltvorrichtungen, durch die ein Speisekreis von der
Batterie des Rasiergerätes zu seinem Motor hergestellt wird; und es zeigen die
F i g. 6, 7, 8 und 9 Schaltbilder mit den verschiedenen Stellungen der Schalter.
Das in F i g. 1 dargestellte Gehäuse des Rasiergerätes kann ein längliches, tassenförmiges Unterteil
10 aufweisen, das im Schnitt entweder im wesentlichen elliptisch oder von anderer geeigneter Form
sein kann. Im ersteren Fall ist die große Achse der Ellipse in der Schnittebene der Fig. 1 angeordnet.
Das Gehäuse umfaßt ferner ein Oberteil 11 mit einer Kammer 12, in der eine im folgenden als »Scherkopf«
bezeichnete Einheit derart montiert ist, daß sie sich innerhalb gewisser Grenzen in ihrer Längsrichtung
bewegen kann. Die oberen und unteren Teile des Gehäuses sind miteinander durch ein im allgemeinen
plattenförmig ausgebildetes Zwischenglied 13 verbunden, das Teile der Schalter und die Fedem
aufnimmt, die den Scherkopf axial nach oben vorspannen und sein inneres Ende zentrieren und
halten. Die Teile 10 und 11 können Preßstücke aus Kunstharz oder gegossene Teile sein.
Das Zwischenglied 13, beispielsweise ein metallenes Formgußstück, ist am Oberteil mit nicht dargestellten
Schrauben befestigt, die nahe dem Umfang des Zwischengliedes angeordnet und in Gewindebüchsen
eingeführt sind, welche Einsätze in dem Preßstück des Oberteiles 11 sind.
Das Unterteil 10 ist am Zwischenglied durch eine Schraube 14 befestigt, welche durch die Kammer 15
des Unterteiles verläuft. In der Kammer sind die die Batterie bildenden Zellen 16 untergebracht.
Der Scherkopf weist einen elektrischen Antriebsmotor 17 mit einem Statorgehäuse auf. Das Statorgehäuse
hat Endteile 18 und 19, welche mit einem Mittelteil 20 durch die üblichen, am Umfang mit Abstand
angeordneten Zugbolzen oder Schrauben 21 zusammengefügt sind. Das Endteil 19 ist mit einem
vorstehenden Flansch 22 versehen, der einen Teil der seitlichen Wand einer Kammer 23 bildet, in die die
Ankerwelle 24 des Motors ragt. Der Anker ist im ganzen mit 25 bezeichnet.
Auf der Ankerwelle ist ein Schneidelement 26 befestigt, das beispielsweise die dargestellte Form haben
kann, bei der das Schneidelement eine Tragplatte 27 einschließt, die auf einem quadratischen Endabschnitt
28 der Ankerwelle befestigt ist und zwei kegelstumpfförmige Klingen 29 trägt.
Die den größeren Durchmesser aufweisenden Enden der Klingen werden mit einem gelochten
Schutzteil 30 in Berührung gehalten. Am Umfang des Schutzteiles 30 ist dieses mit Hilfe eines inneren
Ringes 31 und eines äußeren Ringes 32 gehalten, wobei der letztere den Flansch 22 außen überlappt.
Der Berührungsdruck zwischen dem Schneidelement 26 und dem Schutzteil 30 wird durch eine Schraubendruckfeder
33 aufrechterhalten, die zwischen der Trägerplatte 27 und einer Büchse 34 wirkt, die die
Ankerwelle 24 umgreift.
Der äußere Ring 32 ist im Inneren vorzugsweise mit einer ringförmigen Nut oder Ausnehmung versehen,
welche einen Dichtungsring 35 aufnimmt, der geringfügig radial nach innen ragt, so daß er bei
Anstoßen an den Flansch 22 verformt wird. Der äußere Ring 32 kann einen Schiebesitz auf dem
Flansch 22 haben, so daß er zusammen mit dem Schutzteil abgezogen werden kann, um erforderlichenfalls
Zugang zum Schneidelement zu bieten.
Der gesamte Scherkopf, d. h. die den Motor, das Schneidelement und das Schutzteil umfassende Einheit,
ist axial in der Kammer 12 beweglich, die im ganzen eine zylindrische Form aufweist. Der Scherkopf
befindet sich jedoch im Abstand von den Wän-
6u den dieser Kammer, wodurch eine Gleitberührung
und damit Reibungswiderstand gegen die Bewegung der Einheit ausgeschaltet ist. Die Lagerung erfolgt
mit Hilfe eines oder mehrerer elastisch verformbarer, die Einheit abstützender Tragglieder.
In der dargestellten Konstruktion sind zwei dieser Glieder verwendet, und zwar ein oberes Tragglied 36,
das im einzelnen in den F i g. 2 bis 4 dargestellt ist und die Form eines Ringes hat, während das untere
Tragglied 37 die Form einer Platte aus Federmetall hat und im ganzen rechteckig ist, wobei die längere
Abmessung in der in F i g. 1 dargestellten Schnittebene verläuft.
Die Platte bzw. das Tragglied 37 ist mittig mit einer Öffnung versehen und nimmt am unteren
Ende des Motors mit engem Gleitsitz ein Lagergehäuse 38 auf. Die ganze Einheit wird durch eine
Schraubendruckfeder 39 nach oben gepreßt. Die Feder ist über das Lagergehäuse 38 gepaßt und an
ihrem unteren Ende in einem Sockel 40 aufgenommen. Dieser befindet sich in einem mit Gewinde versehenen
Stopfen 41, welcher in einem Gewindeloch des Zwischengliedes mit Hilfe eines Schraubschlitzes
42 gedreht werden kann, wodurch die Größe der Spannung in der Feder 39 einzustellen ist. Es muß
somit ein vorbestimmter Berührungsdruck, der für die wirkungsvollste Rasur ermittelt ist, erreicht werden,
ehe der Scherkopf in eine Lage verschoben ist, die das Rasiergerät in Betrieb setzt (sofern es auf
»Druckrasur« eingestellt ist), wie weiter unten beschrieben werden wird.
Das Tragglied 36 kann aus Kunstharz, vorzugsweise aus Nylon, mit einer gewissen elastischen
Deformierbarkeit hergestellt sein.
Das Tragglied 36 enthält einen ringförmigen Steg
43 mit dazu einstückiger Rippe 44, die sinusähnlich verläuft. Bei dem sinusähnlichen Verlauf der Rippe
44 stimmen die inneren und äußeren Begrenzungen mit den inneren und äußeren Umfangsgrenzflächen
des Steges 43 überein, und ein Ausbeulen oder unerwünschtes Verziehen des Steges 43 ist verhindert.
Das Tragglied 36 dient nicht nur der Zentrierung der Einheit in radialer Richtung zur Achse der
Kammer 12, sondern gestattet auch eine axiale Bewegung der Einheit und bewirkt eine Abdichtung
zwischen dem Endteil 19 des Statorgehäuses des Motors und der Seitenwand der Kammer 17, so daß
keine Haar- oder anderen Teilchen in den Zwischenraum zwischen der Einheit und der Seitenwand der
Kammer eindringen und ihren Weg in die im folgenden beschriebenen Schaltvorrichtungen finden
können.
Das Tragglied 36, das ersichtlich zwischen einer axialen Fläche 45 des Endteiles 19 und einer axial
gegenüberliegenden Fläche 46 am einwärts gerichteten Flansch 47 des Oberteiles angeordnet ist, wirkt
ferner als die axiale Aufwärtsbewegung der Einheit begrenzender Anschlag.
Die zur Steuerung der Stromzufuhr von der Batterie zum Motor vorgesehenen Steuereinrichtungen
weisen die Ausbildung eines Schalters 48 auf. In der besonderen, dargestellten Ausführungsform
umfaßt dieser durch den Anpreßdruck beim Rasieren beeinflußbare Kontakte, die zur Herstellung eines
Stromkreises von der Batterie zum Motor dann geschlossen sind, wenn das Schutzteil 30 in Berührung
mit der zu rasierenden Fläche (beispielsweise dem Gesicht des Benutzers) gebracht wird und ein hinreichender
Druck ausgeübt wird, der den Scherkopf axial einwärts gegen den Druck der Feder 39 verschiebt.
Die Schalteinrichtungen umfassen ferner zusätzliche Kontakte, die im folgenden als für die Handschaltung
vorgesehene Kontakte bezeichnet werden und die in geeigneten Einstellungen eines Fingerstückes
48 α den Stromkreis von der Batterie zum Motor unabhängig von der vom Scherkopf eingenommenen
Stellung herstellen und — falls erforderlich — den Kreis von der Batterie zum Motor unabhängig
von der Stellung des Scherkopfes öffnen. Die Arbeitsweise der Schaltvorrichtungen wird am
zweckmäßigsten an Hand der in F i g. 6 bis 9 dargestellten Schaltbilder erläutert. Ein Pol der Batterie
B, beispielsweise der Minuspol, ist durch einen Leiter 49 mit einer Bürstenklemme des Motors 17
verbunden. Der andere Pol der Batterie, beispielsweise der Pluspol, ist mit einem für das Handschalten
vorgesehenen Kontakt 50 verbunden, welcher von zwei weiteren für das Handschalten vorgesehenen
Kontakten 51 und 52 Abstand aufweist.
Eine Kontaktbrücke 53, die C-förmig ausgebildet ist, wird von dem Fingerstück getragen und ermöglicht
— wenn erforderlich — eine Überbrückung zwischen den Kontakten 50 und 51 oder zwischen
den Kontakten 50 und 52.
Einer der durch den Rasierdruck beeinflußbaren Kontakte ist mit 54 angedeutet. Das Gegenstück
bildet ein feststehender Kontakt 55, der ein Teil eines Leiters ist. Die Kontakte 50 und 51 sind als Teile der
Leiter 57 und 58 ausgebildet.
In der in F i g. 6 dargestellten Stellung der Kontaktbrücke
53 ist der Kreis zwischen den Kontakten 50 und den beiden Kontakten 52 und 51, deren
letzterer mit dem Kontakt 54 Verbindung hat, geöffnet, und demgemäß wird kein Strom dem Motor
zugeführt, einerlei, ob die Kontakte 54 und 55 geöffnet oder geschlossen sind.
In F i g. 7 überbrückt die Kontaktbrücke nur die zum Handschalten vorgesehenen Kontakte 50 und
51, der Strom ist aber weiterhin vom Motor dadurch getrennt, daß die durch den Rasierdruck betätigbaren
Kontakte 54 und 55 geöffnet sind.
F i g. 8 zeigt die Stellung, in welcher der einen Teil des Scherkopfes bildende Motor axial nach innen
verschoben wurde und die durch den Rasierdruck betätigbaren Kontakte 54 und 55 schließt, so daß der
Kreis von der Batterie B zum Motor geschlossen ist. In der in F i g. 9 dargestellten Stellung der Kontaktbrücke
53 ist ein Kreis zwischen den zum Handschalten vorgesehenen Kontakten 50 und 52 geschlossen,
und demgemäß wird dem Motor Strom zugeführt, gleichgültig, ob die Rasierdruckkontakte
54 und 55 in der dargestellten Weise geöffnet oder geschlossen sind.
F i g. 6 stellt daher die »Aus«-Stellung des Fingerstückes 48a, die Fig. 7 und 8 die Rasierdruckstellung
des Fingerstückes und Fig. 9 die »Ein«- Stellung des Fingerstückes dar, welch letztere angewendet
wird, wenn eine drucklose Rasur erfolgen soll.
Fig. 5 zeigt die Anordnung der Leiterteile und Kontakte der Schaltvorrichtungen. Der negative Pol
der Batterie ist mit einer der Bürstenklemmen 59 des Motors über den Leiter 49 verbunden. Der Leiter 49
umfaßt einen unteren Abschnitt 49 a, der den Kontakt zwischen der oberen Klemme einer der Batterie-So
zellen herstellt, eine Zwischenabschnitt 49 b, der sich nach oben durch eine Öffnung in dem Zwischenglied
13 erstreckt und gegen dieses durch eine in der Öffnung angeordnete Büchse aus Isoliermaterial isoliert
ist, und einen oberen Abschnitt 49 c, der in einem an der Bürstenklemme 59 des Motors befestigten
Arm 49 d endet.
Die Zellen 16 der Batterie, von denen vier vorhanden sein können, sind miteinander elektrisch in
Reihe geschaltet. Zur Überbrückung der Kontakte an den unteren Enden zweier Zellenpaare sind
Leiterstreifen 60 und 61 am unteren Ende der Kammer 15 vorgesehen und werden durch geeignete
Ausnehmungen oder Ausbildungen in der Bodenwandung 62 des Unterteiles 10 gehalten. Am oberen
Ende von zwei der Zellen (eine von jedem der genannten Paare) sind diese durch einen ähnlichen,
nicht dargestellten Leiterstreifen verbunden und gegen das Zwischenglied 13 isoliert.
Der positive Pol der Batterie steht mit dem unteren Abschnitt 57 a des Leiters 57, der einen sich durch
eine öffnung in dem Zwischenglied 13 erstreckenden und gegen dieses in der gleichen Weise wie der Leiter
49 isolierten Zwischenabschnitt 57 b sowie einen oberen Abschnitt 57 c aufweist, der in einem Kontakt
50 endet, in Verbindung. Dieser kann in der dargestellten Weise als aufwärts gerichteter teilzylindrischer
Ansatz des Streifens 57 gebildet sein.
Der Leiter 58 endet in einem ähnlichen Kontakt 51 so
und ist über das leitende Zwischenglied (das hierfür schematisch durch das Teil 63 angedeutet ist) mit
dem unteren Kontakt 54 des vom Anpreßdruck beeinflußbaren Kontaktpaares 54, 55 verbunden. Dieser
Kontakt ist in F i g. 5 einfachheitshalber als Stab dargestellt, F i g. 1 zeigt ihn jedoch ausführlicher als eine
sich aufwärts durch eine Gewindebohrung in dem Zwischenglied 13 erstreckende Schraube, die unter
einem Abschnitt des Leiters 56 liegt, welcher beispielsweise an seinem freien Ende den Kontakt 52
aufweist.
Der Leiter 56 wird mittels eines Befestigungselementes, beispielsweise eines Niets 64, vom Motor getragen,
ist aber gegen diesen isoliert. Der Niet 64 erstreckt sich in das Endteil 18 des Statorgehäuses des
Motors und weist dort eine gekrümmte Verlängerung 56 α auf, deren Ende mit der anderen Bürstenklemme
65 des Motors verbunden ist.
Die Teile der Leiter 57 und 58 mit den Kontakten 50 und 51 sind in der Kammer 48 angeordnet und
liegen mit Abstand oberhalb deren Bodenwandung (Fig. 1), so daß sie infolge der Elastizität der
Metallstreifen, aus denen sie bestehen, in der Lage sind, eine Druckberührung mit der Kontaktbrücke 53
aufrechtzuerhalten. Der untere Arm 53 a der Kontaktbrücke 53 gleitet über die Kontaktstellen der
Kontakte 50 und 51, und sein oberer Arm 53 b gleitet auf der Unterseite des Kontaktes 52.
Alle Kontakte können auch, anstatt mit den Streifen einstückig zu sein, besondere Kontakte aufweisen,
die an dem Streifen angesetzt oder angenietet oder durch Verschmelzen an diesem befestigt sind.
Die Kontaktbrücke 53 weist ein Gehäuseteil 66 aus einem geeigneten isolierenden Werkstoff auf, aus dem
der Stößel 67 des Fingerstückes herausragt und in einem Abschnitt 68 von gewölbter Form endet.
Dieser befindet sich außerhalb des Gehäuses des Rasiergerätes. Das Fingerstück mit dem Gehäuse der
Kontaktbrücke wird oben und unten durch Führungsrippen 69, 70 bogenförmig geführt. Diese Rippen be-
grenzen einen Schlitz zwischen dem Zwischenglied 13 und dem Oberteil 11.
Gibt man dem federnden Leiter 56 eine Vorspannung, so bleibt sein Kontakt 52 zwischen dem oberen
Arm 53 b der Kontaktbrücke und der oberen Wand der Kammer 48 auch bei einer axialen Verschiebung
des Scherkopfes praktisch unbewegt. Eine durch die Verschiebung des Scherkopfes bewirkte Bewegung
des Leiters 56 ist dann ganz oder überwiegend eine Schwenkbewegung um die Anlagestelle des federnden
Leiters 56 an das Oberteil 11 nahe dem eigentlichen Kontakt 52.
Demgemäß bleibt der Berührungsdruck zwischen der Kontaktbrücke 53 und den verschiedenen für das
Handschalten vorgesehenen Kontakten 50 bis 52 durch das öffnen und Schließen der durch den
Rasierdruck beeinflußbaren Kontakte 54 und 56 nahezu unverändert. Eine Relativbewegung zum
öffnen und Schließen der Kontakte 54 und 56 erfolgt in einer Richtung quer zu der Ebene, in der die Kontaktbrücke
gleitet, wenn je nach Wunsch ein Schließen der Kontakte 50 und 51 oder 51 und 52 bewirkt
werden soll.
An Stelle der dargestellten und vorstehend erläuterten Ausführungsform kann auch der druckempfindliche
Kontakt vom Schutzteil 30 getrennt so angeordnet sein, daß er die zu rasierende Fläche
nahe dem Schutzteil direkt berührt und dadurch eine Betätigung der durch den Rasierdruck beeinflußbaren
Kontakte 54 und 55 hervorruft.
Darüber hinaus kann in einem Rasiergerät, bei dem der Antriebsmotor ein Uhrwerksmotor ist, der
druckempfindliche Kontakt, gleichgültig, ob er die Form eines verschiebbaren Schutzteiles oder vollständigen
Scherkopfes oder eines getrennten Teiles hat, eine Bremse steuern, die an einem drehenden
Teil des Uhrwerksmotors angreift und von diesem gelöst werden kann, wodurch das Anhalten bzw. Anlaufen
des Motors in Abhängigkeit von der Druckberührung des Schutzteiles mit der zu rasierenden
Fläche bewirkt wird.
Claims (10)
1. Rasiergerät mit einem Gehäuse, einem mit öffnungen versehenen Schutzteil, einem sich relativ
zu diesem bewegenden Schneidelement, einem Antriebsmotor für das Schneidelement und einer
Schalteinrichtung für den Motor, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzteil (30) so am
Gehäuse (11) befestigt ist, daß es relativ zum Gehäuse im wesentlichen in einer solchen Richtung
beweglich ist, die mindestens eine senkrechte Komponente zu derjenigen Fläche des Schutzteiles
hat, welche mit der zu rasierenden Körperfläche in Berührung kommt, wobei die den Motor
(17) steuernde Schalteinrichtung (54, 55) durch die Schutzeinrichtung (30) betätigbar ist, wenn
diese gegen die zu rasierende Körperfläche gedrückt wird.
2. Rasiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schutzteil (30) gegen eine
Feder (39) vorgespannt beweglich angeordnet ist, derart, daß diese der infolge eines Druckes zwischen
dem Schutzteil und der zu rasierenden Fläche auftretenden Bewegung des Schutzteiles
einen zunehmenden Widerstand entgegensetzt, und zwar so, daß die relative Stellung des Schutzteiles
zum Gehäuse des Rasiergerätes, bei der zuerst eine Relativbewegung zwischen dem Schneidelement
(26) und dem Schutzteil (30) hervorgerufen wird, einem vorbestimmten Mindestwert
an Berührungsdruck des Schutzteiles gegen die zu rasierende Fläche entspricht.
3. Rasiergerät nach Anspruch 1 oder 2, bei dem der Antriebsmotor ein Elektromotor ist und
die Steuereinrichtung einen elektrotechnischen Schalter enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schalter, dessen gegeneinander bewegliche Kontakte (54, 55) für das Herstellen bzw. Trennen
des elektrischen Stromanschlusses zum Motor (17) in Abhängigkeit von der Bewegung des
durch den Hautanpreßdruck bewegbaren Schutzteiles (30) dienen, zusätzlich ein Fingerstück
(48 d) derartiger Ausbildung und Anordnung aufweist, daß in der einen Stellung des Fingerstücks
dem Motor (17) unabhängig von der Stellung, welche die vom Anpreßdruck auf das Schutzteil
(30) beeinflußten Kontakte (54, 55) einnehmen, Strom zugeführt wird (Fi g. 9).
4. Rasiergerät nach Anspruch 3, bei dem das Gehäuse eine Kammer für eine die Energiequelle
des Motors bildende Batterie aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalter zusätzlich zu
den durch den Anpreßdruck auf das Schutzteil (30) beeinflußbaren Kontakten (54, 55) einen ao
oder mehrere handbetätigbare Kontakte (50, 51, 52) derartiger Anordnung enthalten, daß sie den
Speisekreis von der Batterie (B) zum Motor (17) schließen bzw. öffnen, je nachdem, ob das Fingerstück
(48 a) in seine »Ein«- bzw. in seine »Aus«- as Stellung gebracht ist (F i g. 6 bis 9).
5. Rasiergerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der durch
den Anpreßdruck auf das Schutzteil (30) beeinflußbaren Kontakte (54,55) und/oder der handbetätigbaren
Kontakte (50 bis 52) als Teil des Speisekreises ein federnder Leiter (56) ist, der, in
Abhängigkeit von dem Anpreßdruck auf das Schutzteil (30) bewegbar, den Ansatzpunkt für
die handbetätigbaren Kontakte (50 bis 52) etwa an seiner am wenigsten elastisch ausweichenden
Stelle aufweist (Fig. 5).
6. Rasiergerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der federnde Leiter (56) als
Streifen ausgebildet ist, der um eine nahe des eigentlichen Kontaktes (52) zu denkende Achse,
wo er von einem Halteglied am Gehäuse des Rasiergerätes gehalten ist oder mit diesem im
Eingriff steht, schwenkbar ist.
7. Rasiergerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter mindestens zwei
im Abstand stehende der für die Handschaltung vorgesehenen Kontakte (50 bis 52) aufweist, zwischen
welche eine Kontaktbrücke (53) in einer solchen Richtung einschiebbar ist, die parallel
oder annähernd parallel zu der Haupterstrekkungsrichtung des federnden Leiters (56) verläuft.
8. Rasiergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der das
Schutzteil (30) tragende Teil zwischen mehreren verformbaren Traggliedern (36,37) so gelagert
ist, daß die ,Tragglieder den das Schutzteil tragenden Teil quer zu seiner Achsrichtung zentrieren,
jedoch eine Bewegung des Schutzteiles in Richtung der Achse gestatten.
9. Rasiergerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schutzteil (30), der Antriebsmotor (17) und das Schneidelement (26) als Einheit zusammengefügt sind bei solcher Ausbildung
der verformbaren Tragglieder (36, 37), daß die Gleitreibung zwischen der Einheit und
dem Gehäuse herabgesetzt ist (Fi g. 1 bis 4).
10. Rasiergerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Schutzteil (30) zunächst
liegende verformbare Tragglied (36) ein nichtperforierter Ring aus elastisch verformbarem
Material ist, der gleichzeitig Dichtung zwischen dem Gehäuse und der Einheit ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 328 833;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 782138;
USA.-Patentschrift Nr. 1356663.
Deutsche Patentschrift Nr. 328 833;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 782138;
USA.-Patentschrift Nr. 1356663.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 589/42 5.64 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB4074260A GB991166A (en) | 1960-11-28 | 1960-11-28 | Improvements relating to dry shavers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1170280B true DE1170280B (de) | 1964-05-14 |
Family
ID=10416390
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN20874A Pending DE1170280B (de) | 1960-11-28 | 1961-11-27 | Rasiergeraet |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1170280B (de) |
| GB (1) | GB991166A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1186780B (de) | 1962-08-24 | 1965-02-04 | Needle Industries Ltd | Elektrischer Rasierapparat |
| DE1197351B (de) | 1961-12-29 | 1965-07-22 | Licentia Gmbh | Elektrischer Trockenrasierapparat |
| DE1245803B (de) | 1965-04-13 | 1967-07-27 | Richard Antretter | Elektrisches Trockenrasiergeraet mit durch Kappe abgedecktem Scherkopf |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US1356663A (en) * | 1916-12-26 | 1920-10-26 | Domestic Electrical Company | Switch-operating mechanism |
| DE328833C (de) * | 1920-11-05 | Kurt Streit | Schaltvorrichtung fuer Zuglampen | |
| DE1782138U (de) * | 1957-12-04 | 1959-01-29 | Kurt Unfried | Vorrichtung zur ablage und aufbewahrung eines elektrischen rasierapparates. |
-
1960
- 1960-11-28 GB GB4074260A patent/GB991166A/en not_active Expired
-
1961
- 1961-11-27 DE DEN20874A patent/DE1170280B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE328833C (de) * | 1920-11-05 | Kurt Streit | Schaltvorrichtung fuer Zuglampen | |
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| DE1186780B (de) | 1962-08-24 | 1965-02-04 | Needle Industries Ltd | Elektrischer Rasierapparat |
| DE1245803B (de) | 1965-04-13 | 1967-07-27 | Richard Antretter | Elektrisches Trockenrasiergeraet mit durch Kappe abgedecktem Scherkopf |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB991166A (en) | 1965-05-05 |
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