DE1170024B - Thermoelektrischer Werkstoff - Google Patents
Thermoelektrischer WerkstoffInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: HOIm
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche Kl.: 21 b - 27/03
W 31846 VIII c/21b
14. März 1962
14. Mai 1964
Die Erfindung bezieht sich auf einen neuen, verbesserten thermoelektrischen Werkstoff mit der
Kristallstruktur des Thoriumphosphids (Th3P4) und
auf damit hergestellte Bauelemente.
Bei der Bewertung eines thermoelektrischen Werk-Stoffes haben die Fachleute ein zusammengesetztes
Kennzeichen mit dem Namen Effektivität (Z) geschaffen. Die Effektivität kann aus Werten, die bei
Versuchen mit dem thermoelektrischen Werkstoff gewonnen wurden, errechnet werden. Je höher die
Effektivität Z, desto wirksamer ist der Werkstoff. Die Effektivität Z für einen thermoelektrischen Werkstoff
ist wie folgt definiert:
Dabei ist
α der Seebeck-Koeffizient (V/0C),
α der Seebeck-Koeffizient (V/0C),
ρ der spezifische elektrische Widerstand (Ohm · cm),
K die thermische Leitfähigkeit (Watt/cm0 C).
Aus der obenstehenden Gleichung kann ersehen werden, daß die Effektivität eines thermoelektrischen
Werkstoffes erhöht wird, wenn der spezifische elektrische Widerstand ρ beträchtlich erniedrigt wird,
wenn sich nicht gleichzeitig der Seebeck-Koeffizient « oder die thermische Leitfähigkeit K entsprechend
ändern. Die Erfindung ist auf ein Verfahren gerichtet, dieses Ergebnis bei einem thermoelektrischen Werkstoff
zu erhalten, der eine hohe Prozentzahl von Leerstellen aufweist und der in einigen Bereichen seiner
Zusammensetzung halbleitend ist, aber dessen Träger eine geringe Beweglichkeit haben, so wie thermoelektrische
Stoffe, die ein Thoriumphosphidgitter (Th3P4) besitzen.
Die Erfindung betrifft einen thermoelektrischen Werkstoff mit Thoriumphosphidstruktur. Gemäß der
Erfindung ist die Zahl der Leerstellen im Gitter durch Neutraldotierung verkleinert, derart, daß eine Erhöhung
der Trägerbeweglichkeit in dem Material ohne wesentliche Änderung der Zahl der Ladungsträger
erreicht ist. Das Material zur Neutraldotierung kann aus Chalcogeniden ein- oder zweiwertiger
Metalle bestehen. Der thermoelektrische Werkstoff kann aus mindestens einem Element der Lanthanoder
Aktiniumreihe der seltenen Erden, aus mindestens einem Element der Gruppe Schwefel, Selen
oder Tellur und aus Neutraldotierungsstoff bestehen. Dem thermoelektrischen Werkstoff kann eine Menge
Thermoelektrischer Werkstoff
Anmelder:
Westinghouse Electric Corporation,
East Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. jur. G. Hoepffner, Rechtsanwalt,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Als Erfinder benannt:
Forrest L. Carter, Monroeville, Pa.,
Robert C. Miller, Pittsburgh, Pa.,
Robert R. Heikes, Export, Pa. (V. St. A.)
Forrest L. Carter, Monroeville, Pa.,
Robert C. Miller, Pittsburgh, Pa.,
Robert R. Heikes, Export, Pa. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 24. März 1961 (98 020) - -
Dotierungsmaterial im Betrag zwischen 0,001 und ( i x — -■>-) zugesetzt sein, wobei χ zwischen 1,33 und
einem Maximum bei 1,5 laufen kann, wenn das Metall des Ghalcogeniden einwertig ist; ihm kann
aber auch eine Menge Dotiermaterial im Betrag zwischen 0,001 und (3 χ —4) zugesetzt sein, wobei χ
zwischen 1,33 und 1,5 laufen kann, wenn das Metall des Chalcogeniden zweiwertig ist. Der thermoelektrische
Werkstoff kann gemäß der Formel
■A Af(O1OOl bis 2 y)Zx 5(0,001 bis y)
zusammengesetzt sein, wobei A wenigstens ein Element der Lanthan- oder Aktiniumreihe der Elemente der
seltenen Erden, M, wenigstens eines der einwertigen Metalle Lithium, Natrium, Kalium, Kupfer, Silber
oder Gold, Z wenigstens ein Element der Chalcogene Schwefel, Selen oder Tellur, B wenigstens ein Element
der Chalcogene Schwefel, Selen oder Tellur ist und χ von 1,33 bis zu einem Maximum von 1,5 laufen kann
und y nach der Formel
3 4
bestimmt ist. Der thermoelektrische Werkstoff kann aber auch gemäß der Formel
A Λ^ο,οοΐ bis y) 2^.8(
bis y) 2^.8(0,001 bis y)
zusammengesetzt sein, wobei A wenigstens ein Element
409 589/118
der Lanthan- oder Aktiniumreihe der Elemente der seltenen Erden, JV" wenigstens eines der zweiwertigen
Metalle Barium, Strontium, Magnesium, Indium, Kadmium oder Zink, Z wenigstens ein Element der
Chalogene Schwefel, Selen oder Tellur, B wenigstens ein Element der Chalcogene Schwefel, Selen oder
Tellur ist und χ von 1,33 bis zu einem Maximum von 1,5 laufen kann und y nach der Formel
y = 3.V - 4 10'
bestimmt ist.
Der thermoelektrische Werkstoff kann gemäß der Formel
Werkstoffes, insbesondere eines solchen mit Th3P4-Struktur;
dabei wird die Zahl der Leerstellen in dem atomaren Gitteraufbau verkleinert durch Neutraldotierung,
wobei die Beweglichkeit der Ladungsträger anwächst, ohne im wesentlichen die Zahl der Ladungsträger
im Material zu verändern.
Gemäß einem weiteren Gegenstand der vorliegenden Erfindung wird ein thermoelektrischer Werkstoff mit
der allgemeinen Formel
und
AM211ZxBy
ANyZxBy
Q, 001 bis
15
zusammengesetzt sein, wobei χ von 1,33 bis 1,5 laufen
kann und y aus der Formel
1 +y = 3
~x + y
4
bestimmt ist. Der thermoelektrische Werkstoff kann auch gemäß der Formel
CeS1)39(SrS)oiO71
zusammengesetzt sein. Der thermoelektrische Werkstoff kann auch gemäß der Formel
CeS1 3g (SrS)0,u
zusammengesetzt sein. Der thermoelektrische Werkstoff kann auch gemäß der Formel
CeS142(SrS)0,09
zusammengesetzt sein. Auch kann der thermoelektrische Werkstoff gemäß der Formel
25
),18
zusammengesetzt sein.
In der Beschreibung der Erfindung bedeutet der Ausdruck »Lanthanide« Zusammenstellungen (Legierungen)
der Lanthanserie der Elemente der seltenen Erden. Die Lanthanserie umfaßt Lanthan, Cer,
Praseodym, Neodym, Promethium, Samarium, Europium, Gadolinium, Terbium, Dysprosium, Holmium,
Erbium, Thulium, Ytterbium, Lutezium (Cassiopeium).
Der Ausdruck »Aktinide« bedeutet Zusammenstellungen der Aktiniumserie der Elemente der seltenen
Erden. Die Aktiniumserie umfaßt Thorium, Prataktinium.
Uran, Neptunium, Plutonium, Americium, Curium, Berkelium, Californium, Einsteinium, Fermium
und Mendelevium. Die letzten neuen Elemente sind hochradioaktiv und werden nur unter bestimmten
Vorsichtsmaßnahmen verwendet.
Neutraldotierung ist die Hinzufügung eines Elementes oder einer Zusammenstellung (Legierung) zu einem
thermoelektrischen Werkstoff, um die Zahl der Leerstellen in dem Kristallgitteraufbau zu verkleinern,
ohne die Zahl der Ladungsträger zu verändern.
Einwertige Chalcogenide, wie sie gemäß den Lehren dieser Erfindung brauchbar sind, sind Oxyde, Sulfide,
Selenide und Telluride einwertiger Metalle.
Zweiwertige Chalcogenide gemäß den Lehren dieser Erfindung sind Oxyde, Sulfide, Selenide und Telluride
zweiwertiger Metalle.
Wenn das Chalcogenid ein Metalloxyd ist, besteht in einigen Fällen die Möglichkeit einer Phasentransformation
des thermoelektrischen Werkstoffes.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der Effektivität eines thermoelektrischen
geschaffen.
Dabei ist
Dabei ist
A wenigstens ein Element der seltenen Erden aus den Gruppen der Lanthan- und Aktiniumserie,
M mindestens ein einwertiges Metall, N mindestens ein zweiwertiges Metall,
Z mindestens ein Element der Chalcogene
Schwefel, Selen und Tellur, B mindestens ein Element der Chalcogene
Schwefel, Selen und Tellur,
.v ändert sich von 1,33 bis zu einem Maximum
1,5, und
y ändert sich von 0,001 bis zu einem Wert ymax,
wobei ymax in der ersten Formel 5 χ — und
in der zweiten Formel 3 .v — 4 beträgt.
Die Lehren der Erfindung sind im besonderen auf die Herstellung und Dotierung thermoelektrischer
Werkstoffe aus Sulfiden, Seleniden, Telluriden und Phosphiden der Lanthan- und Aktiniumreihe der
Elemente der seltenen Erden anwendbar.
Brauchbare Stoffe zum Neutraldotieren sind einwertige oder zweiwertige Metall- Chalcogenide. Zu
diesen gehören BaS, SrS, PbS, SnS, MgS, CaS, ZnS, CdS, Ag2S, Cu2S, K2S, NaS und LiS. Das ist jedoch
keine vollständige Aufzählung. Es können auch die entsprechenden Selenide und Telluride der Metalle
genommen werden.
Im besonderen ist der spezifische Widerstand ρ eines thermoelektrischen Werkstoffes eine Funktion
der Elektronenkonzentration «, einer Konstante, der Elektronenladung e, und der Elektronenbeweglichkeit
μ. Die Beziehung zwischen ihnen lautet:
_ 1
ρ ~ e-n-μ '
Aus dieser Beziehung ist leicht ersichtlich, daß sich, wenn einer oder mehrere der Werte η oder μ anwachsen,
ohne die anderen in umgekehrter Richtung zu beeinflussen, der relative Widerstand verkleinern wird.
Dabei ist e eine Konstante. Es wurde nun gefunden, daß es durch die Neutraldotierung von Sulfiden,
Seleniden und Telluriden der Elemente der seltenen Erden der Lanthan- und Aktiniumreihe mit ein- und
zweiwertigen Chalcogeniden möglich ist, die Elektronenbeweglichkeit μ des Stoffes zu erhöhen, ohne die
Elektronenkonzentration η in umgekehrter Richtung zu beeinflussen. Dadurch wird der spezifische elektrische
Widerstand ρ des Stoffes erniedrigt. Die Neutraldotierung vergrößert die Elektronenbeweglichkeit μ
durch Verringerung der Zahl der Leerstellen in dem Gitteraufbau des Stoffes.
Zusätzlich zu der beträchtlichen Reduktion des Wertes des spezifischen elektrischen Widerstandes ρ
des thermoelektrischen Werkstoffes können noch andere Verbesserungen bei dem thermoelektrischen
Werkstoff als Folge der Neutraldotienmg erwartet werden.
Die Beseitigung der Leerstellen in dem Gitter verkleinert die freie Energie, da örtliche Spannungen
verkleinert werden, vorausgesetzt natürlich, daß das Ladungsgleichgewicht nicht in Unordnung gebracht
ist und daß die Leerstellen nicht von Atomen ausgefüllt sind, die einen größeren Ionenradius haben als
die, die leicht untergebracht werden können. Unter diesen Bedingungen müßte das neutraldotierte thermoelektrische
Material in einem weiteren Temperaturbereich stabiler sein als nichtdotiertes Material.
Die Beseitigung von Leerstellen im Atomgitter durch Neutraldotierung ergibt auch eine Verkleinerung
der Diffusionsrate in dem so dotierten Material, und zwar sowohl für Anionen und Kationen als auch für
neutrale Gase und andere Verunreinigungen. Daher müßte auch die Lebensdauer thermoelektrischer
Werkstoffe, die mit Neutraldotierung behandelt sind, anwachsen.
Die Beseitigung der Leerstellen ergibt ferner eine Erhöhung der Anzahl brauchbarer thermoelektrischer
Werkstoffe. a5
In gewissen anderen Fällen kann die Neutraldotierung die thermoelektrischen Eigenschaften von
thermoelektrischen Werkstoffen verbessern dadurch, daß das Gitter des Stoffes zusammengezogen oder
aufgeweitet wird; in einigen Fällen, z. B. wenn Cerselenid mit Magnesiumsulfid dotiert wird, kann sich
die Gitterwärmeleitfähigkeit des Stoffes verringern.
Die neutraldotierten thermoelektrischen Werkstoffe, die gemäß den Lehren dieser Erfindung hergestellt
werden, besitzen eine von zwei allgemeinen Formeln, je nachdem ob der Stoff für die Neutraldotierung ein
Chalcogenid eines ein- oder zweiwertigen Metalls ist. Wenn ein Chalcogenid eines einwertigen Metalls verwendet wird, kann die allgemeine Formel wie folgt
angegeben werden:
■A M(iVmax) Zx B(ymax).
Wenn ein Chalcogenid eines zweiwertigen Metalls verwendet wird, kann die allgemeine Formel wie folgt
angeschrieben werden:
Aus den oben beschriebenen allgemeinen Formeln ist ersichtlich, daß y die Menge des verwendeten
Neutraldotierungsmittels darstellt. Das kann dadurch gut erläutert werden, wenn man die chemische Reaktion
zur Herstellung von Cersulfid betrachtet, das mit zweiwertigem Strontiumsulfid neutraldotiert ist.
+ y
Wenn man den Wert von y errechnet, um die Menge an zweiwertigem Neutraldotierstoff zu bestimmen,
so erhält man aus der obigen Formel die Gleichung
1 +
X + ymax
3 4 '
wobei -:- das Verhältnis der Kationen zu den Anionen
ist, wenn alle Plätze in dem Gitter des undotierten Materials CeS2 ausgefüllt sind. Für zweiwertige
Neutraldotierung wird dann ymax = 3x — 4; dabei
ändert sich χ von 1,33 bis zu einem Maximum von 1,5. In gleicher Weise kann ymax, d. h. die Höchstmenge
des angewandten Dotiermittels, bestimmt werden durch die Formel
4 5
A N(ymax) Zx B(Smax) .
Dabei ist
A mindestens ein Element der Lanthan- oder Aktiniumreihe der seltenen Erden; diese Reihen
wurden weiter oben definiert,
M mindestens ein einwertiges Metall aus der Gruppe Silber, Natrium, Kalium, Lithium,
Kupfer oder Gold,
JV mindestens ein zweiwertiges Metall aus der Gruppe Blei, Zinn, Magnesium, Barium, Strontium,
Cadmium, Zink, Kalzium oder zweiwertiges Kupfer,
Z mindestens ein Element der Chalcogene Schwefel, Selen oder Tellur,
B mindestens ein Element der Chalcogene
Schwefel, Selen oder Tellur, χ läuft von 1,33 bis zu einem Maximum bei
1,5 und
y beträgt mindestens 0,001 und kann nach dem weiter unten beschriebenen Verfahren bestimmt werden.
y beträgt mindestens 0,001 und kann nach dem weiter unten beschriebenen Verfahren bestimmt werden.
wenn ein einwertiges Neutraldotiermittel verwendet wird.
In vielen Fällen werden die besten oder optimalen thermoelektrischen Eigenschaften erzielt, wenn beim
Dotieren thermoelektrischen Materials weniger als der maximale Betrag des Dotiermittels verwendet
wird. Es wurden gute Resultate erzielt, wenn CeS1133Ms li5
mit einer Menge von Strontiumsulfid in einem Betrag
von etwa -^y max dotiert wurde. Der angegebene Stoff
hat ein Thoriumphosphidgitter. Gute Resultate wurden erzielt, wenn der Betrag an Dotiermaterial von 0,001
Mol bis zu dem Maximalwert, wie oben angegeben, variiert wurde.
Die folgenden Beispiele erläutern die Lehren dieser Erfindung.
Eine Menge von 11 g CeSli39 und 0,786 g SrS werden
in einer trockenen Argonatmosphäre gemischt. Nach der Mischung wird der Stoff zu einer Pille von etwa
25 mm Durchmesser mit einer Gesamtkraft von etwa 6800 kp verpreßt. Die Pille wird dann in einen Graphittiegel
gebracht und in einer Argonatmosphäre 15 Minuten lang bei 13 50° C gesintert.
Nach dem Sintern läßt man die Pille auf Raumtemperatur abkühlen; sie wird dann in einer Argonatmosphäre
zermahlen, so daß das gesamte Material durch ein Sieb mit 150 Maschen (US-Standardsieb)
hindurchgeht.
Das feingemahlene Material wird dann zu einer Pille von etwa 31 χ 9 χ 9 mm bei einer Gesamtkraft von
etwa 6800 kp in einer Argonatmosphäre verpreßt.
Die neu geformte Pille wird dann in ein Molybdängefäß eingebracht, das Gefäß mit Argon gefüllt und
6g abgeschmolzen. Das Gefäß wird langsam auf eine Temperatur zwischen 1400 und 1425° C erhitzt und
die Temperatur etwa 15 Minuten aufrechterhalten. Das Gefäß wird dann langsam in einer Stunde auf
900 0C abgekühlt, darauf läßt man bis auf Zimmertemperatur
abkühlen.
Der Preßling wird dann aus dem Gefäß genommen und in zylindrische Pillen von etwa 8 mm Durchmesser
und etwa 25 mm Länge zerschnitten.
Jede Pille hat eine Zusammensetzung gemäß der Formel
CeS1>3e(SrS)0)U.
Der Werkstoff hat ein Thoriumphosphidgitter (Th3P4).
Das Verfahren von Beispiel 1 wird mit 11 g CeSIi39
und 0,507 g SrS wiederholt.
Die hiermit hergestellten Pillen 'haben eine Zusammensetzung nach der Formel
CeSlj39(SrS)0j07i.
20
Man kann, ohne daß es die Erfindung berührt, undotiertes CeSli39 herstellen.
Der spezifische Widerstand ρ und der Seebeck-Koeffizient λ der drei Werkstoffe werden bei 300° K
gemessen; die Werte sind in der untenstehenden Tabelle aufgeführt.
30
35
Aus den obigen Werten ist die starke Reduktion des spezifischen elektrischen Widerstandes ρ, der durch
die Neutraldotierung hervorgerufen wird, leicht ersichtlich. Das geringe Zurückgehen bei dem Seebeck-Koeffizienten,
das sich ebenfalls durch die Neutraldotierung ergibt, ist unbedeutend im Hinblick auf die
starke Reduktion des spezifischen elektrischen Widerstandes.
B e i s p i el 4
An die Verfahren der Beispiele 1 und 2 schließen sich ähnliche an, bei denen aber das Sintern in einem
Graphittiegel ausgeführt wurde statt in einem Molybdängefäß. Es ergeben sich Pillen mit einer Zusammensetzung
CeS1>42; CeSlf„(SrS)o,oe bzw. CeSlfU(SrS)OflB.
Der spezifische Widerstand ρ und der Seebeck-Koeffizient
λ dieser Stoffe werden bei 3500K bestimmt
und sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt.
| Beispiel | Werkstoff | Spezifischer elektrischer Widerstand (q) |
Seebeck- Koeffizient |
| 1 2 3 |
CeSi.38(SrS)0,071 | 38-10-1 l,8-10-i 0,78- lO-i |
-50 -50 -50 |
| Werkstoff | Spezifischer elektrischer Widerstand (e) |
Seebeck- Koeffizient («) |
| CeS1>42 ^e^>i.42(SrS)0)09 CeS1>42(SrS)0il8 |
25,5 · IO-3 5,1 · IO-3 5,7 · IO-3 |
-34 -36 -40 |
60
65 Aus diesen Werten ist deutlich zu erkennen, wie groß die Reduktion des spezifischen Widerstandes ρ
durch Neutraldotierung ausfällt. Zusätzlich zu der Reduktion des spezifischen Widerstandes zeigt das
mit Neutraldotierung hergestellte Material ein leichtes Anwachsen beim Seebeck-Koeffizienten «, was iedoch
keinen wesentlichen Beitrag zum Anwachsen der Effektivität Z des Materials ergibt.
Ebenso überzeugende Ergebnisse wie die, die durch die Tabellen 1 und 2 mitgeteilt wurden, können
durch die Neutraldotierung von Sulfiden, Seleniden und Telluriden jedes Elementes der Lanthan- und
Aktiniumreihe der seltenen Erden erbracht werden, die die Thoriumphosphid-Kristallstruktur (Th3P4) besitzen,
durch Substitution äquimolarer Anteile bei den Beispielen für Cersulfid.
Weiterhin können zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden durch die Neutraldotierung von Sulfiden,
Seleniden und/oder Telluriden von gemischten Elementen der seltenen Erden, mit Thoriumphosphidstruktur,
wie z. B. Cer-Samarium-Sulfide. So können im Beispiel 1 11,5 g von Ce0/5Sm0i5S1>39 an Stelle von 11 g
CeS1>39 verwendet werden. Dabei werden entsprechende
Resultate erhalten.
Thermoelektrische Werkstoffe, die nach den Lehren dieser Erfindung hergestellt wurden, können als
Schenkel in thermoelektrischen Bauelementen und Geräten verwendet werden, beispielsweise in Thermogeneratoren,
die nach dem Seebeck-Effekt arbeiten, und in Kühleinrichtungen, die nach dem Peltier-Effekt
arbeiten. Die Werkstoffe, die nach den Lehren dieser Erfindung hergestellt werden, können zu Pillen
gepreßt und gesindert werden. Sie werden dann mit metallischen Kontakten versehen, mit anderen Thermoelementschenkeln
mit dem umgekehrten Leitvermögen verbunden und ergeben so thermoelektrische Bauelemente.
Die Werkstoffe gemäß der Erfindung sind im besonderen brauchbar bei thermoelektrischen Geräten für
hohe Temperaturen, insbesondere bei solchen über 5500C.
Aus der Beschreibung und aus den Beispielen geht hervor, daß sich die Gegenstände dieser Erfindung
verwirklichen lassen.
Claims (11)
1. Thermoelektrischer Werkstoff mit Thoriumphosphidstruktur, dadurchgekennzeichn
e t, daß die Zahl der Leerstellen im Gitter durch Neutraldotierung verkleinert ist, derart, daß eine
Erhöhung der Trägerbeweglichkeit in dem Material ohne wesentliche Änderung der Zahl der Ladungsträger
erreicht ist.
2. Thermoelektrischer Werkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Material
zur Neutraldotierung aus Chalcogeniden ein- oder zweiwertiger Metalle besteht.
3. Thermoelektrischer Werkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er aus
mindestens einem Element der Lanthan- oder Aktiniumreihe der seltenen Erden, aus mindestens
einem Element der Chalcogene Schwefel, Selen oder Tellur und aus einem Neutraldotierungsstoff
besteht.
4. Thermoelektrischer Werkstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß ihm eine Menge Dotiermaterial im Betrag
/3 4 \
zwischen 0,001 und \-f-x ~-j zugesetzt ist, wobei
zwischen 0,001 und \-f-x ~-j zugesetzt ist, wobei
χ zwischen 1,33 und einem Maximum bei 1,5 laufen kann, wenn das Metall des Chalcogeniden einwertig
ist, und daß eine Menge Dotiermaterial im Betrag zwischen 0,001 und Qx-A) zugesetzt ist,
wobei χ zwischen 1,33 und 1,5 laufen kann, wenn das Metall des Chalcogeniden zweiwertig ist.
5. Thermoelektrischer Werkstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß er gemäß der Formel
■"■ M(0,001 bis 2!/) *^x "(0,001 bis y)
15
zusammengesetzt ist, wobei A wenigstens ein Element der Lanthan- oder Aktiniumreihe der
Elemente der seltenen Erden, M wenigstens eines der einwertigen Metalle Lithium, Natrium, Kalium,
Kupfer, Silber oder Gold, Z wenigstens eines der ao Elemente Schwefel, Selen oder Tellur, B wenigstens
eines der Elemente Schwefel, Selen oder Tellur ist.
6. Thermoelektrischer Werkstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
er gemäß der Formel as
A -^(ο,οοι bis y) Ζχ -ßfo.ooi bis y)
zusammengesetzt ist, wobei A wenigstens ein Element der Lanthan- oder Aktiniumreihe der
Elemente der seltenen Erden, N wenigstens eines der zweiwertigen Metalle Barium, Strontium,
Magnesium, Indium, Kadmium oder Zink, Z wenigstens eines der Elemente Schwefel, Selen oder
Tellur, B wenigstens eines der Elemente aus der Gruppe Schwefel, Selen oder Tellur ist.
7. Thermoelektrischer Werkstoff nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß er gemäß
der Formel
zusammengesetzt ist, wobei χ von 1,33 bis 1,5 laufen kann und y aus der Formel
l+y = 3
x H-J 4
x H-J 4
bestimmt ist.
8. Thermoelektrischer Werkstoff nach Anspruch?, dadurch gekennzeichnet, daß er gemäß
der Formel
CeSll39(SrS)0<071
zusammengesetzt ist.
9. Thermoelektrischer Werkstoff nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß er gemäß
der Formel
CeSlj39(SrS)0ill
zusammengesetzt ist.
10. Thermoelektrischer Werkstoff nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß er gemäß
der Formel
CeSlf42(SrS)0,09
zusammengesetzt ist.
11. Thermoelektrischer Werkstoff nach Anspruch?, dadurch gekennzeichnet, daß er gemäß
der Formel
CeS1142(SrS)0118
zusammengesetzt ist.
409 589/118 5.64 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US9802061A | 1961-03-24 | 1961-03-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1170024B true DE1170024B (de) | 1964-05-14 |
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ID=22266325
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW31846A Pending DE1170024B (de) | 1961-03-24 | 1962-03-14 | Thermoelektrischer Werkstoff |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1170024B (de) |
| GB (1) | GB955019A (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB8428934D0 (en) * | 1984-11-15 | 1984-12-27 | Atomic Energy Authority Uk | Sensors |
-
1962
- 1962-03-05 GB GB4812/62A patent/GB955019A/en not_active Expired
- 1962-03-14 DE DEW31846A patent/DE1170024B/de active Pending
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB955019A (en) | 1964-04-08 |
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