[go: up one dir, main page]

DE1170024B - Thermoelektrischer Werkstoff - Google Patents

Thermoelektrischer Werkstoff

Info

Publication number
DE1170024B
DE1170024B DEW31846A DEW0031846A DE1170024B DE 1170024 B DE1170024 B DE 1170024B DE W31846 A DEW31846 A DE W31846A DE W0031846 A DEW0031846 A DE W0031846A DE 1170024 B DE1170024 B DE 1170024B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thermoelectric material
formula
material according
doping
ces
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW31846A
Other languages
English (en)
Inventor
Forrest L Carter
Robert C Miller
Robert R Heikes
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Westinghouse Electric Corp
Original Assignee
Westinghouse Electric Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Westinghouse Electric Corp filed Critical Westinghouse Electric Corp
Publication of DE1170024B publication Critical patent/DE1170024B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B19/00Selenium; Tellurium; Compounds thereof
    • C01B19/007Tellurides or selenides of metals
    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10NELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10N10/00Thermoelectric devices comprising a junction of dissimilar materials, i.e. devices exhibiting Seebeck or Peltier effects
    • H10N10/80Constructional details
    • H10N10/85Thermoelectric active materials
    • H10N10/851Thermoelectric active materials comprising inorganic compositions
    • H10N10/852Thermoelectric active materials comprising inorganic compositions comprising tellurium, selenium or sulfur
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01PINDEXING SCHEME RELATING TO STRUCTURAL AND PHYSICAL ASPECTS OF SOLID INORGANIC COMPOUNDS
    • C01P2006/00Physical properties of inorganic compounds
    • C01P2006/40Electric properties

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
  • Luminescent Compositions (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: HOIm
Nummer: Aktenzeichen: Anmeldetag: Auslegetag:
Deutsche Kl.: 21 b - 27/03
W 31846 VIII c/21b
14. März 1962
14. Mai 1964
Die Erfindung bezieht sich auf einen neuen, verbesserten thermoelektrischen Werkstoff mit der Kristallstruktur des Thoriumphosphids (Th3P4) und auf damit hergestellte Bauelemente.
Bei der Bewertung eines thermoelektrischen Werk-Stoffes haben die Fachleute ein zusammengesetztes Kennzeichen mit dem Namen Effektivität (Z) geschaffen. Die Effektivität kann aus Werten, die bei Versuchen mit dem thermoelektrischen Werkstoff gewonnen wurden, errechnet werden. Je höher die Effektivität Z, desto wirksamer ist der Werkstoff. Die Effektivität Z für einen thermoelektrischen Werkstoff ist wie folgt definiert:
Dabei ist
α der Seebeck-Koeffizient (V/0C),
ρ der spezifische elektrische Widerstand (Ohm · cm),
K die thermische Leitfähigkeit (Watt/cm0 C).
Aus der obenstehenden Gleichung kann ersehen werden, daß die Effektivität eines thermoelektrischen Werkstoffes erhöht wird, wenn der spezifische elektrische Widerstand ρ beträchtlich erniedrigt wird, wenn sich nicht gleichzeitig der Seebeck-Koeffizient « oder die thermische Leitfähigkeit K entsprechend ändern. Die Erfindung ist auf ein Verfahren gerichtet, dieses Ergebnis bei einem thermoelektrischen Werkstoff zu erhalten, der eine hohe Prozentzahl von Leerstellen aufweist und der in einigen Bereichen seiner Zusammensetzung halbleitend ist, aber dessen Träger eine geringe Beweglichkeit haben, so wie thermoelektrische Stoffe, die ein Thoriumphosphidgitter (Th3P4) besitzen.
Die Erfindung betrifft einen thermoelektrischen Werkstoff mit Thoriumphosphidstruktur. Gemäß der Erfindung ist die Zahl der Leerstellen im Gitter durch Neutraldotierung verkleinert, derart, daß eine Erhöhung der Trägerbeweglichkeit in dem Material ohne wesentliche Änderung der Zahl der Ladungsträger erreicht ist. Das Material zur Neutraldotierung kann aus Chalcogeniden ein- oder zweiwertiger Metalle bestehen. Der thermoelektrische Werkstoff kann aus mindestens einem Element der Lanthanoder Aktiniumreihe der seltenen Erden, aus mindestens einem Element der Gruppe Schwefel, Selen oder Tellur und aus Neutraldotierungsstoff bestehen. Dem thermoelektrischen Werkstoff kann eine Menge Thermoelektrischer Werkstoff
Anmelder:
Westinghouse Electric Corporation,
East Pittsburgh, Pa. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. jur. G. Hoepffner, Rechtsanwalt,
Erlangen, Werner-von-Siemens-Str. 50
Als Erfinder benannt:
Forrest L. Carter, Monroeville, Pa.,
Robert C. Miller, Pittsburgh, Pa.,
Robert R. Heikes, Export, Pa. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 24. März 1961 (98 020) - -
Dotierungsmaterial im Betrag zwischen 0,001 und ( i x — -■>-) zugesetzt sein, wobei χ zwischen 1,33 und einem Maximum bei 1,5 laufen kann, wenn das Metall des Ghalcogeniden einwertig ist; ihm kann aber auch eine Menge Dotiermaterial im Betrag zwischen 0,001 und (3 χ —4) zugesetzt sein, wobei χ zwischen 1,33 und 1,5 laufen kann, wenn das Metall des Chalcogeniden zweiwertig ist. Der thermoelektrische Werkstoff kann gemäß der Formel
■A Af(O1OOl bis 2 y)Zx 5(0,001 bis y)
zusammengesetzt sein, wobei A wenigstens ein Element der Lanthan- oder Aktiniumreihe der Elemente der seltenen Erden, M, wenigstens eines der einwertigen Metalle Lithium, Natrium, Kalium, Kupfer, Silber oder Gold, Z wenigstens ein Element der Chalcogene Schwefel, Selen oder Tellur, B wenigstens ein Element der Chalcogene Schwefel, Selen oder Tellur ist und χ von 1,33 bis zu einem Maximum von 1,5 laufen kann und y nach der Formel
3 4
bestimmt ist. Der thermoelektrische Werkstoff kann aber auch gemäß der Formel
A Λ^ο,οοΐ bis y) 2^.8(
bis y) 2^.8(0,001 bis y)
zusammengesetzt sein, wobei A wenigstens ein Element
409 589/118
der Lanthan- oder Aktiniumreihe der Elemente der seltenen Erden, JV" wenigstens eines der zweiwertigen Metalle Barium, Strontium, Magnesium, Indium, Kadmium oder Zink, Z wenigstens ein Element der Chalogene Schwefel, Selen oder Tellur, B wenigstens ein Element der Chalcogene Schwefel, Selen oder Tellur ist und χ von 1,33 bis zu einem Maximum von 1,5 laufen kann und y nach der Formel
y = 3.V - 4 10'
bestimmt ist.
Der thermoelektrische Werkstoff kann gemäß der Formel
Werkstoffes, insbesondere eines solchen mit Th3P4-Struktur; dabei wird die Zahl der Leerstellen in dem atomaren Gitteraufbau verkleinert durch Neutraldotierung, wobei die Beweglichkeit der Ladungsträger anwächst, ohne im wesentlichen die Zahl der Ladungsträger im Material zu verändern.
Gemäß einem weiteren Gegenstand der vorliegenden Erfindung wird ein thermoelektrischer Werkstoff mit der allgemeinen Formel
und
AM211ZxBy
ANyZxBy
Q, 001 bis
15
zusammengesetzt sein, wobei χ von 1,33 bis 1,5 laufen kann und y aus der Formel
1 +y = 3
~x + y 4
bestimmt ist. Der thermoelektrische Werkstoff kann auch gemäß der Formel
CeS1)39(SrS)oiO71
zusammengesetzt sein. Der thermoelektrische Werkstoff kann auch gemäß der Formel
CeS1 3g (SrS)0,u
zusammengesetzt sein. Der thermoelektrische Werkstoff kann auch gemäß der Formel
CeS142(SrS)0,09
zusammengesetzt sein. Auch kann der thermoelektrische Werkstoff gemäß der Formel
25
),18
zusammengesetzt sein.
In der Beschreibung der Erfindung bedeutet der Ausdruck »Lanthanide« Zusammenstellungen (Legierungen) der Lanthanserie der Elemente der seltenen Erden. Die Lanthanserie umfaßt Lanthan, Cer, Praseodym, Neodym, Promethium, Samarium, Europium, Gadolinium, Terbium, Dysprosium, Holmium, Erbium, Thulium, Ytterbium, Lutezium (Cassiopeium).
Der Ausdruck »Aktinide« bedeutet Zusammenstellungen der Aktiniumserie der Elemente der seltenen Erden. Die Aktiniumserie umfaßt Thorium, Prataktinium. Uran, Neptunium, Plutonium, Americium, Curium, Berkelium, Californium, Einsteinium, Fermium und Mendelevium. Die letzten neuen Elemente sind hochradioaktiv und werden nur unter bestimmten Vorsichtsmaßnahmen verwendet.
Neutraldotierung ist die Hinzufügung eines Elementes oder einer Zusammenstellung (Legierung) zu einem thermoelektrischen Werkstoff, um die Zahl der Leerstellen in dem Kristallgitteraufbau zu verkleinern, ohne die Zahl der Ladungsträger zu verändern.
Einwertige Chalcogenide, wie sie gemäß den Lehren dieser Erfindung brauchbar sind, sind Oxyde, Sulfide, Selenide und Telluride einwertiger Metalle.
Zweiwertige Chalcogenide gemäß den Lehren dieser Erfindung sind Oxyde, Sulfide, Selenide und Telluride zweiwertiger Metalle.
Wenn das Chalcogenid ein Metalloxyd ist, besteht in einigen Fällen die Möglichkeit einer Phasentransformation des thermoelektrischen Werkstoffes.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der Effektivität eines thermoelektrischen geschaffen.
Dabei ist
A wenigstens ein Element der seltenen Erden aus den Gruppen der Lanthan- und Aktiniumserie, M mindestens ein einwertiges Metall, N mindestens ein zweiwertiges Metall, Z mindestens ein Element der Chalcogene
Schwefel, Selen und Tellur, B mindestens ein Element der Chalcogene Schwefel, Selen und Tellur,
.v ändert sich von 1,33 bis zu einem Maximum 1,5, und
y ändert sich von 0,001 bis zu einem Wert ymax, wobei ymax in der ersten Formel 5 χ — und in der zweiten Formel 3 .v — 4 beträgt.
Die Lehren der Erfindung sind im besonderen auf die Herstellung und Dotierung thermoelektrischer Werkstoffe aus Sulfiden, Seleniden, Telluriden und Phosphiden der Lanthan- und Aktiniumreihe der Elemente der seltenen Erden anwendbar.
Brauchbare Stoffe zum Neutraldotieren sind einwertige oder zweiwertige Metall- Chalcogenide. Zu diesen gehören BaS, SrS, PbS, SnS, MgS, CaS, ZnS, CdS, Ag2S, Cu2S, K2S, NaS und LiS. Das ist jedoch keine vollständige Aufzählung. Es können auch die entsprechenden Selenide und Telluride der Metalle genommen werden.
Im besonderen ist der spezifische Widerstand ρ eines thermoelektrischen Werkstoffes eine Funktion der Elektronenkonzentration «, einer Konstante, der Elektronenladung e, und der Elektronenbeweglichkeit μ. Die Beziehung zwischen ihnen lautet:
_ 1
ρ ~ e-n-μ '
Aus dieser Beziehung ist leicht ersichtlich, daß sich, wenn einer oder mehrere der Werte η oder μ anwachsen, ohne die anderen in umgekehrter Richtung zu beeinflussen, der relative Widerstand verkleinern wird.
Dabei ist e eine Konstante. Es wurde nun gefunden, daß es durch die Neutraldotierung von Sulfiden, Seleniden und Telluriden der Elemente der seltenen Erden der Lanthan- und Aktiniumreihe mit ein- und zweiwertigen Chalcogeniden möglich ist, die Elektronenbeweglichkeit μ des Stoffes zu erhöhen, ohne die Elektronenkonzentration η in umgekehrter Richtung zu beeinflussen. Dadurch wird der spezifische elektrische Widerstand ρ des Stoffes erniedrigt. Die Neutraldotierung vergrößert die Elektronenbeweglichkeit μ durch Verringerung der Zahl der Leerstellen in dem Gitteraufbau des Stoffes.
Zusätzlich zu der beträchtlichen Reduktion des Wertes des spezifischen elektrischen Widerstandes ρ
des thermoelektrischen Werkstoffes können noch andere Verbesserungen bei dem thermoelektrischen Werkstoff als Folge der Neutraldotienmg erwartet werden.
Die Beseitigung der Leerstellen in dem Gitter verkleinert die freie Energie, da örtliche Spannungen verkleinert werden, vorausgesetzt natürlich, daß das Ladungsgleichgewicht nicht in Unordnung gebracht ist und daß die Leerstellen nicht von Atomen ausgefüllt sind, die einen größeren Ionenradius haben als die, die leicht untergebracht werden können. Unter diesen Bedingungen müßte das neutraldotierte thermoelektrische Material in einem weiteren Temperaturbereich stabiler sein als nichtdotiertes Material.
Die Beseitigung von Leerstellen im Atomgitter durch Neutraldotierung ergibt auch eine Verkleinerung der Diffusionsrate in dem so dotierten Material, und zwar sowohl für Anionen und Kationen als auch für neutrale Gase und andere Verunreinigungen. Daher müßte auch die Lebensdauer thermoelektrischer Werkstoffe, die mit Neutraldotierung behandelt sind, anwachsen.
Die Beseitigung der Leerstellen ergibt ferner eine Erhöhung der Anzahl brauchbarer thermoelektrischer Werkstoffe. a5
In gewissen anderen Fällen kann die Neutraldotierung die thermoelektrischen Eigenschaften von thermoelektrischen Werkstoffen verbessern dadurch, daß das Gitter des Stoffes zusammengezogen oder aufgeweitet wird; in einigen Fällen, z. B. wenn Cerselenid mit Magnesiumsulfid dotiert wird, kann sich die Gitterwärmeleitfähigkeit des Stoffes verringern.
Die neutraldotierten thermoelektrischen Werkstoffe, die gemäß den Lehren dieser Erfindung hergestellt werden, besitzen eine von zwei allgemeinen Formeln, je nachdem ob der Stoff für die Neutraldotierung ein Chalcogenid eines ein- oder zweiwertigen Metalls ist. Wenn ein Chalcogenid eines einwertigen Metalls verwendet wird, kann die allgemeine Formel wie folgt angegeben werden:
■A M(iVmax) Zx B(ymax).
Wenn ein Chalcogenid eines zweiwertigen Metalls verwendet wird, kann die allgemeine Formel wie folgt angeschrieben werden:
Aus den oben beschriebenen allgemeinen Formeln ist ersichtlich, daß y die Menge des verwendeten Neutraldotierungsmittels darstellt. Das kann dadurch gut erläutert werden, wenn man die chemische Reaktion zur Herstellung von Cersulfid betrachtet, das mit zweiwertigem Strontiumsulfid neutraldotiert ist.
+ y
Wenn man den Wert von y errechnet, um die Menge an zweiwertigem Neutraldotierstoff zu bestimmen, so erhält man aus der obigen Formel die Gleichung
1 +
X + ymax
3 4 '
wobei -:- das Verhältnis der Kationen zu den Anionen
ist, wenn alle Plätze in dem Gitter des undotierten Materials CeS2 ausgefüllt sind. Für zweiwertige Neutraldotierung wird dann ymax = 3x — 4; dabei ändert sich χ von 1,33 bis zu einem Maximum von 1,5. In gleicher Weise kann ymax, d. h. die Höchstmenge des angewandten Dotiermittels, bestimmt werden durch die Formel
4 5
A N(ymax) Zx B(Smax) .
Dabei ist
A mindestens ein Element der Lanthan- oder Aktiniumreihe der seltenen Erden; diese Reihen wurden weiter oben definiert,
M mindestens ein einwertiges Metall aus der Gruppe Silber, Natrium, Kalium, Lithium, Kupfer oder Gold,
JV mindestens ein zweiwertiges Metall aus der Gruppe Blei, Zinn, Magnesium, Barium, Strontium, Cadmium, Zink, Kalzium oder zweiwertiges Kupfer,
Z mindestens ein Element der Chalcogene Schwefel, Selen oder Tellur,
B mindestens ein Element der Chalcogene
Schwefel, Selen oder Tellur, χ läuft von 1,33 bis zu einem Maximum bei
1,5 und
y beträgt mindestens 0,001 und kann nach dem weiter unten beschriebenen Verfahren bestimmt werden.
wenn ein einwertiges Neutraldotiermittel verwendet wird.
In vielen Fällen werden die besten oder optimalen thermoelektrischen Eigenschaften erzielt, wenn beim Dotieren thermoelektrischen Materials weniger als der maximale Betrag des Dotiermittels verwendet wird. Es wurden gute Resultate erzielt, wenn CeS1133Ms li5 mit einer Menge von Strontiumsulfid in einem Betrag
von etwa -^y max dotiert wurde. Der angegebene Stoff hat ein Thoriumphosphidgitter. Gute Resultate wurden erzielt, wenn der Betrag an Dotiermaterial von 0,001 Mol bis zu dem Maximalwert, wie oben angegeben, variiert wurde.
Die folgenden Beispiele erläutern die Lehren dieser Erfindung.
Beispiel 1
Eine Menge von 11 g CeSli39 und 0,786 g SrS werden in einer trockenen Argonatmosphäre gemischt. Nach der Mischung wird der Stoff zu einer Pille von etwa 25 mm Durchmesser mit einer Gesamtkraft von etwa 6800 kp verpreßt. Die Pille wird dann in einen Graphittiegel gebracht und in einer Argonatmosphäre 15 Minuten lang bei 13 50° C gesintert.
Nach dem Sintern läßt man die Pille auf Raumtemperatur abkühlen; sie wird dann in einer Argonatmosphäre zermahlen, so daß das gesamte Material durch ein Sieb mit 150 Maschen (US-Standardsieb) hindurchgeht.
Das feingemahlene Material wird dann zu einer Pille von etwa 31 χ 9 χ 9 mm bei einer Gesamtkraft von etwa 6800 kp in einer Argonatmosphäre verpreßt.
Die neu geformte Pille wird dann in ein Molybdängefäß eingebracht, das Gefäß mit Argon gefüllt und
6g abgeschmolzen. Das Gefäß wird langsam auf eine Temperatur zwischen 1400 und 1425° C erhitzt und die Temperatur etwa 15 Minuten aufrechterhalten. Das Gefäß wird dann langsam in einer Stunde auf
900 0C abgekühlt, darauf läßt man bis auf Zimmertemperatur abkühlen.
Der Preßling wird dann aus dem Gefäß genommen und in zylindrische Pillen von etwa 8 mm Durchmesser und etwa 25 mm Länge zerschnitten.
Jede Pille hat eine Zusammensetzung gemäß der Formel
CeS1>3e(SrS)0)U.
Der Werkstoff hat ein Thoriumphosphidgitter (Th3P4).
Beispiel 2
Das Verfahren von Beispiel 1 wird mit 11 g CeSIi39 und 0,507 g SrS wiederholt.
Die hiermit hergestellten Pillen 'haben eine Zusammensetzung nach der Formel
CeSlj39(SrS)0j07i.
20
Man kann, ohne daß es die Erfindung berührt, undotiertes CeSli39 herstellen.
Der spezifische Widerstand ρ und der Seebeck-Koeffizient λ der drei Werkstoffe werden bei 300° K gemessen; die Werte sind in der untenstehenden Tabelle aufgeführt.
Tabelle 1
30
35
Aus den obigen Werten ist die starke Reduktion des spezifischen elektrischen Widerstandes ρ, der durch die Neutraldotierung hervorgerufen wird, leicht ersichtlich. Das geringe Zurückgehen bei dem Seebeck-Koeffizienten, das sich ebenfalls durch die Neutraldotierung ergibt, ist unbedeutend im Hinblick auf die starke Reduktion des spezifischen elektrischen Widerstandes.
B e i s p i el 4
An die Verfahren der Beispiele 1 und 2 schließen sich ähnliche an, bei denen aber das Sintern in einem Graphittiegel ausgeführt wurde statt in einem Molybdängefäß. Es ergeben sich Pillen mit einer Zusammensetzung
CeS1>42; CeSlf„(SrS)o,oe bzw. CeSlfU(SrS)OflB.
Der spezifische Widerstand ρ und der Seebeck-Koeffizient λ dieser Stoffe werden bei 3500K bestimmt und sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt.
Beispiel Werkstoff Spezifischer
elektrischer
Widerstand
(q)
Seebeck-
Koeffizient
1
2
3
CeSi.38(SrS)0,071 38-10-1
l,8-10-i
0,78- lO-i
-50
-50
-50
Tabelle 2
Werkstoff Spezifischer
elektrischer
Widerstand
(e)
Seebeck-
Koeffizient
(«)
CeS1>42
^e^>i.42(SrS)0)09
CeS1>42(SrS)0il8
25,5 · IO-3
5,1 · IO-3
5,7 · IO-3
-34
-36
-40
60
65 Aus diesen Werten ist deutlich zu erkennen, wie groß die Reduktion des spezifischen Widerstandes ρ durch Neutraldotierung ausfällt. Zusätzlich zu der Reduktion des spezifischen Widerstandes zeigt das mit Neutraldotierung hergestellte Material ein leichtes Anwachsen beim Seebeck-Koeffizienten «, was iedoch keinen wesentlichen Beitrag zum Anwachsen der Effektivität Z des Materials ergibt.
Ebenso überzeugende Ergebnisse wie die, die durch die Tabellen 1 und 2 mitgeteilt wurden, können durch die Neutraldotierung von Sulfiden, Seleniden und Telluriden jedes Elementes der Lanthan- und Aktiniumreihe der seltenen Erden erbracht werden, die die Thoriumphosphid-Kristallstruktur (Th3P4) besitzen, durch Substitution äquimolarer Anteile bei den Beispielen für Cersulfid.
Weiterhin können zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden durch die Neutraldotierung von Sulfiden, Seleniden und/oder Telluriden von gemischten Elementen der seltenen Erden, mit Thoriumphosphidstruktur, wie z. B. Cer-Samarium-Sulfide. So können im Beispiel 1 11,5 g von Ce0/5Sm0i5S1>39 an Stelle von 11 g CeS1>39 verwendet werden. Dabei werden entsprechende Resultate erhalten.
Thermoelektrische Werkstoffe, die nach den Lehren dieser Erfindung hergestellt wurden, können als Schenkel in thermoelektrischen Bauelementen und Geräten verwendet werden, beispielsweise in Thermogeneratoren, die nach dem Seebeck-Effekt arbeiten, und in Kühleinrichtungen, die nach dem Peltier-Effekt arbeiten. Die Werkstoffe, die nach den Lehren dieser Erfindung hergestellt werden, können zu Pillen gepreßt und gesindert werden. Sie werden dann mit metallischen Kontakten versehen, mit anderen Thermoelementschenkeln mit dem umgekehrten Leitvermögen verbunden und ergeben so thermoelektrische Bauelemente.
Die Werkstoffe gemäß der Erfindung sind im besonderen brauchbar bei thermoelektrischen Geräten für hohe Temperaturen, insbesondere bei solchen über 5500C.
Aus der Beschreibung und aus den Beispielen geht hervor, daß sich die Gegenstände dieser Erfindung verwirklichen lassen.

Claims (11)

Patentansprüche:
1. Thermoelektrischer Werkstoff mit Thoriumphosphidstruktur, dadurchgekennzeichn e t, daß die Zahl der Leerstellen im Gitter durch Neutraldotierung verkleinert ist, derart, daß eine Erhöhung der Trägerbeweglichkeit in dem Material ohne wesentliche Änderung der Zahl der Ladungsträger erreicht ist.
2. Thermoelektrischer Werkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Material zur Neutraldotierung aus Chalcogeniden ein- oder zweiwertiger Metalle besteht.
3. Thermoelektrischer Werkstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß er aus mindestens einem Element der Lanthan- oder Aktiniumreihe der seltenen Erden, aus mindestens einem Element der Chalcogene Schwefel, Selen oder Tellur und aus einem Neutraldotierungsstoff besteht.
4. Thermoelektrischer Werkstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß ihm eine Menge Dotiermaterial im Betrag
/3 4 \
zwischen 0,001 und \-f-x ~-j zugesetzt ist, wobei
χ zwischen 1,33 und einem Maximum bei 1,5 laufen kann, wenn das Metall des Chalcogeniden einwertig ist, und daß eine Menge Dotiermaterial im Betrag zwischen 0,001 und Qx-A) zugesetzt ist, wobei χ zwischen 1,33 und 1,5 laufen kann, wenn das Metall des Chalcogeniden zweiwertig ist.
5. Thermoelektrischer Werkstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er gemäß der Formel
■"■ M(0,001 bis 2!/) *^x "(0,001 bis y)
15
zusammengesetzt ist, wobei A wenigstens ein Element der Lanthan- oder Aktiniumreihe der Elemente der seltenen Erden, M wenigstens eines der einwertigen Metalle Lithium, Natrium, Kalium, Kupfer, Silber oder Gold, Z wenigstens eines der ao Elemente Schwefel, Selen oder Tellur, B wenigstens eines der Elemente Schwefel, Selen oder Tellur ist.
6. Thermoelektrischer Werkstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
er gemäß der Formel as
A -^(ο,οοι bis y) Ζχ -ßfo.ooi bis y)
zusammengesetzt ist, wobei A wenigstens ein Element der Lanthan- oder Aktiniumreihe der Elemente der seltenen Erden, N wenigstens eines der zweiwertigen Metalle Barium, Strontium, Magnesium, Indium, Kadmium oder Zink, Z wenigstens eines der Elemente Schwefel, Selen oder Tellur, B wenigstens eines der Elemente aus der Gruppe Schwefel, Selen oder Tellur ist.
7. Thermoelektrischer Werkstoff nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß er gemäß der Formel
zusammengesetzt ist, wobei χ von 1,33 bis 1,5 laufen kann und y aus der Formel
l+y = 3
x H-J 4
bestimmt ist.
8. Thermoelektrischer Werkstoff nach Anspruch?, dadurch gekennzeichnet, daß er gemäß der Formel
CeSll39(SrS)0<071
zusammengesetzt ist.
9. Thermoelektrischer Werkstoff nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß er gemäß der Formel
CeSlj39(SrS)0ill
zusammengesetzt ist.
10. Thermoelektrischer Werkstoff nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß er gemäß der Formel
CeSlf42(SrS)0,09
zusammengesetzt ist.
11. Thermoelektrischer Werkstoff nach Anspruch?, dadurch gekennzeichnet, daß er gemäß der Formel
CeS1142(SrS)0118
zusammengesetzt ist.
409 589/118 5.64 © Bundesdruckerei Berlin
DEW31846A 1961-03-24 1962-03-14 Thermoelektrischer Werkstoff Pending DE1170024B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US9802061A 1961-03-24 1961-03-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1170024B true DE1170024B (de) 1964-05-14

Family

ID=22266325

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW31846A Pending DE1170024B (de) 1961-03-24 1962-03-14 Thermoelektrischer Werkstoff

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE1170024B (de)
GB (1) GB955019A (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB8428934D0 (en) * 1984-11-15 1984-12-27 Atomic Energy Authority Uk Sensors

Also Published As

Publication number Publication date
GB955019A (en) 1964-04-08

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102010018760A1 (de) Thermoelektrisches Material mit einer mit mehreren Übergangsmetallen dotierten Typ I-Clathrat-Kristallstruktur
DE2308073B2 (de) Keramischer elektrischer widerstandskoerper mit positivem temperaturkoeffizienten des elektrischen widerstandswertes und verfahren zu seiner herstellung
DE68922514T3 (de) Oxidischer Hochtemperatur-Supraleiter und Verfahren zu seiner Herstellung.
DE1295195B (de) Thermoelektrisches Halbleitermaterial
DE1665268A1 (de) Thermistor
DE19909087A1 (de) Halbleitende Keramik und daraus hergestelltes elektronisches Bauelement
DE1170024B (de) Thermoelektrischer Werkstoff
DE1162436B (de) Thermoelektrische Anordnung
DE3324732C2 (de) Spannungsabhängiger, nicht linearer Widerstand
DE1200400B (de) Thermoelektrische Anordnung
DE102014110065A1 (de) Material für ein thermoelektrisches Element und Verfahren zur Herstellung eines Materials für ein thermoelektrisches Element
DE3887929T2 (de) Thermoelektrisches Material.
DE1963707C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines ferromagnetischen Halbleiterbauelements mit gleichrichtendem pn-übergang im Halbleiterkörper
DE1646822B2 (de) Verfahren zur herstellung von keramischen materialien mit hoher dielektrizitaetskonstante
DE1261327B (de) Thermoelektrische Halbleitermaterialien auf der Basis von Telluriden
DE1489277A1 (de) Thermoelektrische Halbleitervorrichtung
DE1131808B (de) Verfahren zum Herstellen von n-leitenden Halbleiterkoerpern von Transistoren od. dgl. aus Elementen der IV. Gruppe des Periodischen Systems, insbesondere Germanium oder Silizium
DE2165588A1 (de) Kristallines magnetisches halbleitermaterial
DE2123069A1 (de) Thermoelektrischer Generator
DE2165169C3 (de) Legierung, Herstellung derselben und Verwendung derselben für Vorrichtungen zur unmittelbaren thermoelektrischen Energieumwandlung
DE2529281C2 (de) Nichtlinearer Widerstandskörper aus Zinkoxid (Varistor)
DE1771410B1 (de) Ferromagnetische und halbleitende verbindung
Bross et al. Elektronenbau, Optik und Kristallchemie einwertiger Metalle
AT219305B (de) Gesinterter Thermoelementschenkel
DE808851C (de) Elektrischer Widerstand