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Wähleinrichtung mit zweistufigem Wählvorgang für selbsttätige Plattenwechsler
Zusatz zum Patent: 1059 206 Das Hauptpatent betrifft eine Wählvorrichtung
für selbsttätige Plattenwechsler mit einem drehbaren Plattenmagazin, dessen Stellung
zum Zweck des Abspielens der gewünschten Platte durch Wählstifte od. dgl. bestimmt
ist, die in Gruppen zusa:mmengefaßt sind und bei der jeder Gruppe ein eigener für
die Wählstifte der Gruppe gemeinsamer Wählhebel zugeordnet ist und bei der durch
den Wählvorgang zuerst alle Betätigungsorgane auf den bestimmten Wählstift eingestellt
werden und danach durch Wahl der Gruppe der bestimmte Wählstift betätigt wird.
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Bei dem Plattenwechsler des Hauptpatentes wird die Einstellung der
Wählhebel durch eine vorgespannte Feder bewerkstelligt, welche das die Wählhebel
tragende Rad an elektromagnetisch betätigte Anschläge treffen läßt. Es ist Aufgabe
der Erfindung, diese Antriebsvorrichtung zu verbessern und damit eine beträchtliche
Energieersparnis und rasche Schaltfolge auch bei Verwendung von Magneten geringer
Zugkraft zu erzielen.
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Erfindungsgemäß erfolgt die Verschwenkung der die. Wählhebel tragenden
Kreisringscheibe aus der Ausgangsmittelstellung in zwei Arbeitsstellungen links
und rechts der Mittelstellung dadurch, daß zwei die entgegengesetzte Drehrichtung
der Kreisringscheibe wahlweise bewirkende Zugmagnete an einem reit der Kreisringscheibe
verbundenen Stellhebel angreifen und daß je eine weitere linke bzw. rechte Arbeitsstellung
zwischen der Mittelstellung und den äußersten: Arbeitsstellungen dadurch gewonnen
wird, daß ein von einem Magnet betätigter beidseitiger Anschlag in die Bahn des
Stellhebels gebracht wird. Diese Steuereinrichtung ermöglicht die rasche überführung
der Steheinrichtung in andere, auf entgegengesetzten Seiten der Mittelstellung befindliche
Schaltstellungen.
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Durch die vorliegende Erfindung kann eine ferngesteuerte Betätigungsvorrichtung
für die Steheinrichtung der Wählerstifte vorgesehen sein, welche mit der Steuereinrichtung
für die Steheinrichtung in neuartiger und verbesserter Weise derart zu einer konstruktiven
Einheit verbunden ist, daß trotz äußerst gedrungener Bauart eine bequeme Zugänglichkeit
aller Elemente zum Zwecke der Wartung gewährleistet ist.
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Der erfindungsgemäße Musikautomat ist in wirtschaftlichster Weise
herstellbar und äußerst betriebssicher.
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Die Erfindung ist an Hand der Beschreibung und der Zeichnungen erläutert.
Es bedeutet F i g. 1 eine Seitenansicht der Verstelleinrichtung für die Wählerstifte
mit verschwenkbarer Klappe für eine ferngesteuerte Betätigungseinrichtung, deren
Elemente somit von außen zugänglich sind, F i g. 2 eine Ansicht in Richtung 11-U
der F i g. 1 bei geöffneter Klappe, F i g. 3 eine Teilansicht in Richtung III-III
der F i g. 1, F i g. 4 einen senkrechten Teilschnitt, F i g. 5 einen waagerechten
Schnitt entlang V-V der F i g. 4, F i g. 6 einen waagerechten Teilschnirot VI VI
der F i g. 4, F i g. 7 einen senkrechten; Teilschnitt entlang VII-VII der F i g.
5, F i g. 8 einen Wählerstift sowie Hubmagnet für dessen Betätigung, F i g. 9 einen
Hebel zur Übertragung der Bewegung eines Hubmagneten auf die Wählerstifte, F i g.
10 einen Teilschnitt entlang X-X der F i g. 7; in dieser Darstellung befindet sich
die vardrehbare Verstelleinrichtung in, einer der äußersten Arbeitsstellungen,
F
i g. 11 einen Teilschnitt entlang XI-XI der F i g. 8; die Verstelleinrichtung befindet
sich in der Arbeitsstellung nach F i g. 10, F i g. 12 einen der F i g. 10 entsprechenden
Schnitt; in dieser Darstellung befindet sich die verdrehbare Verstelleinrichtung
jedoch in einer zwischen einer Äußerst- und der Mittelstellung befindlichen Lage,
F i g. 13 einen der F i g. 11 entsprechenden Schnitt; die Verstelleinrichtung befindet
sich jedoch in der in F i g. 12 dargestellten Stellung, F i g. 14 einen der F i
g. 10 entsprechenden Schnitt; die Verstelleinrichtung befindet sich jedoch in ihrer
Mittelstellung, F i g. 15 einen der F i g. 11 entsprechenden Schnitt; die Verstelleinrichtung
befindet sich in der Mittelstellung, F i g. 16 ein vereinfachtes Schaltschema der
elektrischen Steuerkreise zur Betätigung der Auswahleinrichtung.
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Wie aus den F i g. 4 und 8 ersichtlich, sind die Wählerstifte 34 in
einer oberen Kreisscheibe 38 und in einer unteren Kreisscheibe 40 geführt. Sie sind
in senkrechter Richtung aus einer in F i g. 8 dargestellten Ruhestellung in eine
in F i g. 4 dargestellte, hochgeschobene oder Wählstellung verschiebbar. Die Wählerstifte
sind in der Ruhestellung dadurch festgelegt, daß sie mit einer Auskerbung 42 an
der Kreisscheibe 40, wie aus F i g. 8 ersichtlich, einrasten. In der hochgeschobenen
oder Wählstellung sind sie durch den Zug der Federn 44 gehalten. Das Hochschieben
der Stifte in die Wählstellung erfolgt dadurch, da.ß das untere Ende derselben radial
nach innen verschoben wird, wodurch die Auskerbungen aus der Kreisscheibe 40 ausrasten,
worauf die Wählerstifte durch die Federn 44 hochgezogen werden. Dabei gelangen sie
mit der Nase 46 an dem Schalterring 48
zur Anlage, wodurch die 'Schalter
geschlossen und der Abspielvargang derjenigen Schallplatten ausgelöst wird, die
den hochgefahrenen Wählerstiften zugeordnet sind.
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Das wahlweise Verschieben der einhundert Wählerstifte 34 ist auch
durch eine Anzahl Ziffern tragender Druckknöpfe und eine Anzahl Buchstaben tragender
Druckknöpfe gesteuert. Diese sind auf einem Armaturenbrett an der Vorderwandung
des Gehäuses angeordnet. Einer jeden in dem Magazin 28 befindlichen Schallplatte
ist somit eine Zahl und ein Buchstabe zugeordnet. Nach dem Einwerfen einer Münze
drückt der Benutzer denjenigen Buchstaben tragenden Knopf und denjenigen Ziffern
tragenden Knopf, welcher der ausgewählten Schallplatte zugeordnet ist.
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Die einhundert Wählerstifte 34 sind durch zwanzig, wie aus den F i
g. 4 und 8 ersichtlich, auf der Unterseite einer Platte 40 auf einem Kreise
verteilt angeordnete Hubmagnete 60 wahlweise verschiebbar. Die Hubmagnete sind radial
außerhalb der Wählerstifte angeordnet.
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Die Stelleinrichtung für die Kreisringscheibe ist so ausgebildet,
daß die Hubmagnete 60 einen beliebigen Wählerstift der fünf verschiedenen Gruppen
verschieben können. Alle fünf Gruppen der Wählerstifte 34 sind auf dem gleichen
vorerwähnten Kreise angeordnet.
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Aus diesem Grunde sind zwanzig, die Bewegung der Hubmagnete übertragende
Hebe162 auf einer leichten, verdrehbaren Kreisringscheibe 64, die von einem
Speichenrad 66 getragen ist, verschwenkbar und konzentrisch zu den Wählerstiften
34 angeordnet. Wie aus den F i g. 4, 5 und 8 ersichtlich, ist die Kreisringscheibe
64 etwas unterhalb der Hubmagnete 60 angeordnet.
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Die oberen Enden der Hebel 62 weisen eine in der Mitte angeordnete
Zunge 74 auf, welche radial nach innen weist und mit dem ihr jeweils gegenüberliegenden
Wählerstift zusammenwirken kann.
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Die Kreisringscheibe 64 ist entsprechend der Unterteilung der
Wählerstifte 34 in fünf Gruppen mit je zwanzig Stiften in fünf verschiedene Arbeitsstellungen
verdrehbar. Dadurch kann die Zunge 74 eines jeden Hebels wahlweise in Gegenüberstellung
mit fünf benachbarten Wählerstiften gebracht werden. Die Kreisringscheibe 64 befindet
sich normalerweise in der mittleren ihrer fünf Arbeitsstellungen. Dies wird durch
die erfindungsgemäße Einrichtung erreicht, die gleichzeitig zur Festlegung der Mittelstellung
als auch zur Verdrehung der Kreisringscheibe in entgegengesetzte Richtungen in die
übrigen Schaltstellungen dient.
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Sie weist zwei miteinander zusammenwirkende Hebel 80 und 82
auf, die unterhalb einer Lagerscheibe 84 angeordnet sind, welche wiederum unterhalb
der Kreisringscheibe 64 drehbar gelagert ist und eine Drehschwingbewegung um den
Zapfen 88
ausführen kann, den sie mit dem Speichenrad 66 gemeinsam hat und
der konzentrisch zu den Wählerstiften 34 angeordnet ist. Betrachtet man die Anordnung
von unten, so wird der Hebel 80 durch den Zug einer Feder im entgegensetzten Uhrzeigersinne
gegen einen Anschlag 94 gedrückt, an welchem er mit einem justierbaren an seinem
freien Ende angebrachten Anschlagelement 92 anliegt. Dadurch ist die Ausgangsstellung
des Hebels 80 festgelegt. Diese Stellung des Hebels 90 entspricht der mittleren
Stellung der Kreisringscheibe 64. Wie aus F i g. 6 ersichtlich, kann der Hebel 80
aus seiner Ausgangsstellung nur in einer Richtung ausschwingen.
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Der Hebel 82 ist als Winkelhebel ausgebildet. Eine an seinem
Schenkel 98 angehängte Zugfeder 96, die mit ihrem anderen Ende mit dem Hebel
80 verbunden ist, verschwenkt ihn, in der Darstellung nach F i g. 6, im Uhrzeigersinne.
Der Hebel 82 wird durch die Zugfeder 96 also im entgegengesetzten Sinne verschwenkt
wie der Hebel 80 durch die Feder 90. Eine im Uhrzeigersinne erfolgende Verdrehung
des Hebels 82 relativ zu dem Hebel 80 ist durch Anschlag des am Schenkel
98 befindlichen Anschlagstückes 100 am Hebel 80 begrenzt. Dadurch
ist die Ausgangsstellung des Winkelhebels 82 festgelegt.
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Der längere Schenkel 102 des Hebels 82 hat ein gegabeltes
freies Ende, dessen Gabelung eine Stellzunge 104 für die Kreisringscheibe 64 aufnimmt.
Die Stehzunge ist, wie aus F i g. 7 ersichtlich, an einem an der Unterseite der
Kreisringscheibe 64 befestigten Böckchen 106 angeordnet. Die Stehzunge 104 ist durch
eine Öffnung 108 in einer unterhalb der Lagerscheibe 84 angeordneten
Anschlagscheibe 110, wie aus den F i g. 6, 7 und 10 bis 14 ersichtlich, hindurchgeführt.
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Der Schenkel 102 ist aus seiner Ausgangsstellung durch die kurzhubigen
Hubmagnete 112, 114 in entgegengesetzte Richtungen verschwenkbar. Die Hubmagnete
112, 114 sind an der Unterseite der Lagerscheibe 84 auf gegenüberliegenden
Seiten des Schenkels 102 angeordnet. Die Kerne der Hubmagnete sind durch
harte Federn 116, 118 an einem Punkt
120 des Schenkels 102 angelenkt.
Vorteilhafterweise wird der Punkt 120 näher zum Drehpunkt 88 des Winkelhebels als
zur Stehzunge 104 gewählt, so daß der durchlaufende Bogen des Punktes 120 weniger
als die Hälfte des durchlaufenden Bogens der Stellzunge 104 beträgt.
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Wird die Spule des Hubmagneten 112 vom Strom durchflossen, so wird
der Kern 122 in die Spule hereingezogen, so daß beide Hebel 80 und 82 nach
F i g. 6 im Uhrzeigersinne verschwenkt werden. Dies hat eine entsprechende Verdrehung
der Kreisringscheibe 64 und der auf ihr angeordneten Stellhebel 62 zur Folge.
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Die Verdrehung der Kreisringscheibe 64 aus ihrer Ausgangsstellung
unter dem Einfluß des Hubmagnets 112 ist durch Anschlag der Stehzunge 104 an ein
an einer Seite der Öffnung 108 der Anschlagscheibe hochgewinkeltes Anschlagelement
1.24 begrenzt. Dadurch ist eine der äußersten Schaltstellungen der Kreisringscheibe
64 festgelegt.
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Wird die Spule 114 vom Strom durchflossen, so wird der Kern 126 in
die Spule hineingezogen. Dadurch erfolgt eine Verdrehung der Kreisringscheibe
64 aus ihrer Ausgangsstellung im entgegensetzten Drehsinne bis die Stellzunge
104 an einem zweiten Anschlagelement 128 der Öffnung der Anschlagscheibe 110 anschlägt.
Dadurch ist die zweite der äußersten Schaltstellungen der Kreisringscheibe 64 festgelegt.
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Die Verdrehung der Kreisringscheibe in die beiden zwischen den äußersten
und der Ausgangs- also Mittelstellung gelegenen Schaltstellungen erfolgt durch gleichzeitige
Betätigung des Magnets 130 und eines der beiden Hubmagnete 112 oder 114.
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Durch Beätigung des Magnets 130 wird der Anschlaghebel 132 um den
Schwenkbolzen 134 gegen die Kraft der Feder 136 aus der in F i g. 6 und 10 dargestellten
Ruhestellung in die in F i g. 12 dargestellte Anschlagstellung verschwenkt.
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Ein Ende des Anschlaghebels 132 ist mit zwei Anschlagelementen 138,
140 bestückt. Diese befinden sich in der Ruhestellung des Anschlaghebels außerhalb
der Bahn der Stellzunge 104. Wird jedoch der Magnet 130 betätigt, so nehmen die
Anschlagelemente die in F i g. 12 dargestellte Lage ein, in welcher sie die Stellzunge
104 eingabeln. Wird nun der Hubmagnet 112 oder 114 betätigt, so läuft die Stehzunge
entweder an dem Anschlagelement 138
oder 140 an, wodurch die zwischen den
Äußerststellungen und der mittleren Ausgangsstellung befindlichen Schaltstellungen
der Kreisringscheibe 64 festgelegt sind.
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Es wird nunmehr auf die F i g. 11, 1.3 und 15 Bezug genommen. Befmdet
sich der Hebel 102 in seiner Ausgangs- oder Mittelstellung, so liegt die Zunge 74
eines der Stellhebel 62 beispielsweise in Gegenüberstellung zu einem mit 34a bezifferten
Wählerstift. Werden der Magnet 130 und der Hubmagnet 112 betätigt, so nimmt die
Stehzunge 104 die in F i g. 12 dargestellte Zwischenstellung ein, so daß die Zunge
74 in Gegenüberstellung zu dem Wählerstift 34 b gelangt. Werden der Magnet 130 und
der Hubmagnet 114 betätigt, so gelangt die Zunge 74 in Gegenüberstellung zu dem
Wählerstift 34c.
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Wird der Hubmagnet 112 allein betätigt, so nimmt die Stehzunge 104
die in F i g. 10 dargestellte Stellung ein, wodurch die Zunge 74, wie aus F i g.
11 ersichtlich, in Gegenüberstellung zu dem Wählerstift 34 d gelangt. Wird der Hubmagnet
114 allein betätigt, so gelangt die Zunge 74 in Gegenüberstellung zu dem Wählerstift
34 e.
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Damit die Möglichkeit der Zusammenwirkung zwischen den Hebeln 62 und
den Kernen 150 der Hubmagnete 60 in jeder Verdrehstellung gegeben ist, sind die
Hebel 62, wie aus der F i g. 7 und 15 ersichtlich, mit zwei bogenförmigen, waagerecht
in der Höhe der Kerne verlaufenden Armen 152, 154 ausgestattet. Bei der Verdrehung
der Kreisringscheibe 64 in entgegengesetzte Richtungen wird also die Möglichkeit
des Zusammenwirkens der Hebel 62
mit den zugeordneten Kernen 150 der
Hubmagnete durch die Arme 152, 154, aufrechterhalten. Jeder der Hubmagnete 60 ist
in allen fünf Verdrehstellungen der Kreisringscheibe 64 in der Lage, den ihm zugeordneten
Hebel 62 radial nach innen zu verschwenken, wodurch der mit der Zunge 74
des Stellhebels in Gegenüberstellung befindliche der Wählerstifte 34 hochgeschoben
wird.
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Die Überführung der Kreisringscheibe 64 in die verschiedenen Schaltstellungen
und die wahlweise Betätigung der Hubmagnete 60 beim Drücken der Wählerknöpfe
54 und 56 zur Hochschiebung der Wählerstifte 34 sei an Hand des in F i g. 16 dargestellten
vereinfachten Schaltschemas beschrieben. Die Ziffern tragenden Wählerknöpfe 54 schließen
bei Betätigung die Schalter 160. Dadurch wird der Stromleiter 162 mit demjenigen
der Hubmagnete 60 verbunden, welcher der Zahl des gedrückten Wählerknopfes zugeordnet
ist. Die Wählerknöpfe 54 sind in bekannter Weise mit einer mechanischen Sperre ausgestattet,
so daß gleichzeitig nur ein Wählerknopf gedrückt werden kann. Der durch die Hubmagnete
fließende Strom muß einen Hauptschalter 164 passieren, der in bekannter Weise von
dem Münzeinwerfermechanismus gesteuert ist.
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Weiterhin sind fünf Buchstaben tragende Wählerknöpfe 56 vorgesehen.
Diese sind fünf Schaltern 166, 168, 170, 172 und 174 zur Steuerung der Verdrehbewegung
der Kreisringscheibe 64 zugeordnet. Gegebenenfalls kann die Anzahl der Buchstaben
tragenden Wählerknöpfe und der zugeordneten Steuerschalter auch verdoppelt werden.
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Die fünf Schalter sind den fünf Schaltstellungen der Kreisringscheibe
64 zugeordnet. Wird der Schalter 166 geschlossen, so wird die Kreisringscheibe 64
aus ihrer Mittelstellung in eine ihrer äußersten Arbeitsstellungen verdreht; denn
der Schalter 166 verbindet den Stromleiter 178 mit dem Stromleiter 180, so daß Strom
zu dem Hubmagnet 112 fließen kann. Das andere Spulenende des Hubmagnets 112 ist
über den Stromleiter 182 geerdet. Der Schalter 166 ermöglicht den Stromzufluß zu
dem Hubmagnet 112, ohne den Stromfluß zu dem Magnet 130 freizugeben. In diesem Zusammenhang
sei unter Bezugnahme auf die F i g. 6 und 16 darauf hingewiesen, daß der Anschlaghebel
132, wenn er bei Betätigung des Manets 130 von diesem angezogen wird, einen
normalerweise geschlossenen Schalter 184 öffnet und einen normalerweise geöffneten
Schalter 186 schließt. Der Stromleiter 180, der durch die Schließung des Schalters
166 unter Spannung gesetzt wird, führt über einen normalerweise geschlossenen Relaisschalter
188-1 zu dem normalerweise offenen Schalter 186, so daß beim Schließen des Schalters
166 kein Strom vom Leiter 180 zum Magnet 130 fließen kann. Durch die Schließung
des Buchstaben tragenden Schalters 166
kann demnach, je nachdem
welcher der Ziffern tra. genden Wählerknöpfe gedrückt wird, wahlweise eine von zwanzig
Wählerstiften verschoben werden.
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Durch die Schließung des Schalters 174 wird de Stromfluß von einem
Stromleiter 190 über einen normalerweise offenen Relaisschalter 188-2 zu dem Hubmagnet
114 freigegeben, wodurch die Kreisringscheibe 64 in ihre andere äußerste Arbeitsstellung
verdreht wird. Dadurch wird die wahlweise Verschiebung zwanzig weiterer Wählerstifte
ermöglicht, Der mittlere Schalter 170 entspricht der mittlerep Ausgangsstellung
der Kreisringscheibe64. Durch seine Schließung wird keine Verdrehung der Kreisringscheibe
bewirkt. Er stellt lediglich eine Attrappe dar.
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Durch die Schließung des Schalters 168 wird über den Stromleiter 192
der Stromfluß zu dem Magnet 130 und von dort über den normalerweise geschlossenen
Schalter 184 und einen Widerstand 194 zu dem geerdeten Leiter 182
freigegeben. Durch den Magnet 130 wird der Anschlaghebel 132 verschwenkt, so daß
die Anschlagelemente 138, 140 desselben in die Bahn der Zunge 104 der Kreisringscheibe
64 gelangen. Durch die Verschwenkung des Anschlaghebels wird der Schalter 184 geöffnet,
über welchen bislang die Stromzufuhr zum Magnet 130 erfolgte.
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Bei der Verschwenkung des Anschlaghebels wird jedoch auch der Schalter
186 geschlossen, so daß die Stromzufuhr zu dem Magnet über den Schalter 186, den
normalerweise geschlossenen Relaisschalter 188-1, den Stromleiter 180, den Hubmagnet
112 und den geerdeten Stromleiter 182 aufrechterhalten bleibt. Das Schließen des
Schalters 186 bewirkt also auch den Stromzufluß zum Hubmagnet 112, nachdem die Anschlagelemente
138, 140 in die Bahn der Zunge 104 eingefahren sind, so daß die Kreisringscheibe
64 in eine der Zwischenstellungen zwischen einer äußersten Arbeitsstellung und der
Mittelstellung befindliche Schaltstellung verdreht wird, wodurch die wahlweise Verschiebung
eines Wählerstiftes einer Gruppe zwanzig Wählerstifte ermöglicht wird. Durch die
Schließung des Schalters 174 wird der Stromleiter 198 unter Spannung gesetzt,
so daß das Relais von Strom durchflossen und der Relaisschalter 188-3 geschlossen
wird, wodurch der Strom zunächst über den Stromleiter 192 zum Magnet
130
fließen kann. Durch die Öffnung des Schalters 184 und das Schließen des
Schalters 186 durch die Verschwenkung des Anschlaghebels infolge der Anziehung durch
den Magnet 130 erfolgt der Stromfluß zum Magnet 130 daraufhin über den geschlossenen
Relaisschalter 188-2, den Stromleiter 190 und den Hubmagnet 114, so daß letzterer
die Kreisringscheibe 64 in eine Zwischenstellung zwischen der anderen äußersten
Arbeitsstellung und mittleren Stellung befindliche Schaltstellung überführt, wodurch
die wahlweise Verschiebung eines Wählerstiftes einer weiteren Gruppe von zwanzig
Wählerstiften ermöglicht wird.
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Die oben beschriebenen Einrichtungen zur Verschiebung der Wählerstifte
eignet sich vorzüglich zur Betätigung durch eine ferngesteuerte Einheit mit neuartigen
und verbesserten Konstruktionsmerkmalen, welche sich außerordentlich leicht anbringen
läßt und in bequemer Weise zugänglich ist. Wie aus den F i g. 1, 2 und 4 ersichtlich,
ist unterhalb der Kreisringscheibe 64 ein von vier Seitenwänden
200,
202, 204 und 208 gebildeter Gehäusekasten vorgesehen. Die unteren Kanten
dieses Gehäusekastens verlaufen waagerecht und liegen, abgesehen von der Unterkante
der vorderen Wandung 204, die höher verläuft, in einer Flucht. Den Boden
des Gehäusekastens bildet eine L-förmige, verschwenkbare Klappe 212. Der
nach oben abgewinkelte Schenkel der Klappe liegt an der Unterkante der vorderen
Wandung 204 an, so daß ein geschlossener Gehäusekasten entsteht. Auf der Klappe
212 ist ein Schaltwerk 210 an sich bekannter Bauart zur Steuerung der Schalter
160 und 166 bis 174, wie aus F i g. 1 und 2 ersichtlich, angeordnet.
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An dem hinteren Rand der verschwenkbaren Klappe 212 sind, wie
aus den F i g. 1 und 2 ersichtlich, die Scharnieraugen 214, 216 angebracht. Diese
sind durch die Schlitze 218, 220 im Bereich der Unterkante der Rückwandung
208 des Gehäuses, wie aus F i g. 3 ersichtlich, hindurchgeführt.
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Wie aus F i g. 3 ersichtlich, ist am unteren Rand der Rückwandung
208 eine horizontal verlaufende Schiebeleiste 222 angeordnet. Diese hat zwei Scharnierbolzen
224, 226, welche die Öffnungen 228, 230
der Scharnieraugen 214, 216
durchdringen. Die Klappe 212 ist somit gelenkig mit der Gehäusewandung verbunden.
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Die Verschiebeleiste 222 ist durch eine Rändelschraube 232 in ihrer
Eingriffsstellung festgelegt. Nach Entfernung der Schraube kann die Verschiebeleiste
verschoben werden, so daß ihre Scharnierbolzen außer Eingriff gelangen und die Klappe
abgenommen werden kann. Der umgekehrte Vorgang spielt sich beim Einsetzen der Klappe
ab.
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Im eingehängten Zustand läßt sich die Klappe nach unten in die in
F i g. 1 dargestellte Stellung verschwenken. Dadurch werden die auf ihr angeordneten
Elemente von außen zugänglich. Die Verschwenkung der Klappe nach unten ist durch
eine Hebelschere 240, 242 begrenzt. Deren Hebelarme sind an einem Zapfen 244 der
Gehäusewandung und an einem Zapfen 246 der Klappe angelenkt. Der Arm 242 der Hebelschere
weist eine schlüssellochartige Ausnehmung 248 auf. Diese ermöglicht ein schnelles
Ausrasten des Zapfens 246, worauf die Klappe mit den daran befindlichen Elementen
abgenommen werden kann.
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In der Schließlage ist die Klappe durch zwei Federrasten 250, 252
gehalten, deren Rastsperren 254, 256 in die Öffnungen 257, 258 im Bereich der Unterkante
der vorderen Gehäusewandung 204 einrastbar sind. Die an sich ausreichende
Sitzkraft der Federrasten kann vorteilhafterweise durch Schrauben 260 gesichert
werden.
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Die Montage der Klappe gestaltet sich demnach äußerst einfach. Hierzu
ist es lediglich erforderlich, die Verschiebeleiste 222 zu verschieben, so daß deren
Scharnierbolzen in die Scharnieraugen 214, 216 eingreifen und den Bolzen 246 in
die Ausnehmung 248 des Hebelarmes 242 einzusetzen, worauf die Klappe in die Schließstellung
verschwenkbar ist, in welcher sie durch die Rastsperren gehalten wird. Der abgewinkelte
Schenkel 262 der Klappe füllt die Lücke der vorderen Gehäusewandung vollständig
aus.