DE1168667B - Magnettongeraet - Google Patents
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. KL: GlOj
Deutsche KI.: 42 g - 21/05
Nummer: 1168 667
Aktenzeichen: N 19538 IX a / 42 g
Anmeldetag: 3. Februar 1961
Auslegetag: 23. April 1964
Die Erfindung bezieht sich auf ein Magnettongerät für Tonaufzeichnung und Wiedergabe mit feststehendem
Aufzeichnungsträger und einer feststehenden Platte mit Führungsrillen, auf welcher ein den umlaufenden
Tonkopf verschiebender Taststift umläuft. Eine derartige Einrichtung ist bereits Gegenstand
eines älteren Vorschlages, der die Schallplatte auf beiden Seiten mit Führungsrillen gleicher Steigung,
aber mit verschiedenem Windungssinn versieht und auf einer Welle befestigt, die von einem Stößel
durchsetzt ist, der in Abhängigkeit von der jeweiligen Lage der Platte einen den Drehsinn des den Tonkopf
mitführenden Tellers bestimmenden Schalter betätigt. Zum Stand der Technik gehört bereits ein
Gerät, bei dem sowohl die mit Führungsrillen versehene Platte als auch der plattenförmige Aufzeichnungsträger
um eine gemeinsame Achse umlaufen. Hierbei ist beiden Platten ein Schlitten zugeordnet,
der einerseits einen Führungsstift trägt, der in die Führungsrille der einen Platte eingreift, und andererseits
das auf den Aufzeichnungsträger einwirkende Aufzeichnungsorgan. Der zwangläufig außerhalb der
beiden Platten liegende Schlitten benötigt verhältnis-1
mäßig viel Platz. Außerdem hat sich die stationäre Anordnung des Schlittens in bezug auf die Drehanordnung
der beiden Platten als ungünstig herausgestellt, so daß dieses Prinzip keinen Eingang in die
Praxis gefunden hat. Schließlich ist es bereits bekannt, auf einen plattenförmigen Tonträger mit Hilfe
zweier Sprechköpfe, die auf starr miteinander verbundenen, um eine gemeinsame Achse verschwenkbaren
Armen angeordnet sind, zur Erzielung einer konstanten Tonqualität auf beiden Plattenseiten
gleichzeitig eine Aufzeichnung vorzunehmen. Ferner ist bereits ein Gerät bekannt, bei dem der Tonkopf
an einem Tonarm angeordnet ist, der mit einem Führungsarm verbunden ist. Der Tonarm ist zusammen
mit dem Führungsarm um eine Achse schwenkbar gelagert, die parallel zur Achse einer umlaufenden
Tonträgerplatte liegt. Bei diesem bekannten Gerät ist die Führungsrillenscheibe sowie der Aufzeichnungsträger
drehbeweglich gelagert. Auf Grund der zentralen Anordnung der Führungsrillenscheibe
wird bei diesem bekannten Gerät nur ein verhältnismäßig schmaler ringförmiger Bereich des Aufzeichnungsträgers
ausgenutzt, der zentrale Teil geht für die Ausnutzung verloren. Infolgedessen muß der
Aufzeichnungsträger einen verhältnismäßig großen Durchmesser besitzen, was insbesondere dann
von Nachteil ist, wenn eine besonders gedrungene Konstruktion eines Magnettongerätes gewünscht
wird.
Magnettongerät
Anmelder:
Yoshiro Nakamatsu, Setagaya-ku, Tokio (Japan)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Leinweber, Patentanwalt,
München2, Rosental?
Als Erfinder benannt:
Yoshiro Nakamatsu, Setagaya-ku, Tokio (Japan)
Beanspruchte Priorität:
Japan vom 4. Februar 1960 (3435)
vom 5. Februar 1960 (3146)
Japan vom 4. Februar 1960 (3435)
vom 5. Februar 1960 (3146)
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Magnettongerät der eingangs genannten Art so weiter auszubilden,
daß nahezu die gesamte Fläche des stationären Aufzeichnungsträgers und nicht nur ein verhältnismäßig
schmaler ringförmiger Bereich desselben ausgenutzt wird, so daß die Leistungsfähigkeit des Gerätes ohne
Beeinträchtigung der Aufnahme- und Wiedergabequalität bei gleichzeitiger baulicher Vereinfachung
unter Schaffung einer gedrungeneren leichteren Aus-
führung im Vergleich zu herkömlichen Geräten erhöht wird.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß zwischen der Platte mit den Führungsrillen und dem
Aufzeichnungsträger ein umlaufender Teller mit einem radialen Führungsschlitz zur Mitnahme des
Tonkopfes angeordnet ist und daß die von den Führungsrillen einerseits und von den Aufzeichnungsspuren andererseits bedeckten Kreisringflächen übereinanderliegen.
Bei einer derartigen Geräteausbildung ist eine wesentlich bessere Ausnutzung der Fläche
des Aufzeichnungsträgers erreicht, so daß bei gleicher Aufzeichnungsdauer ein Aufzeichnungsträger mit geringeren
Abmessungen verwendet werden kann. Folglich lassen sich auch die Abmessungen des Gerätes
selbst verkleinern. Die Anordnung der Tonkopfführungsmittel zwischen der Führungsrillenplatte
und dem Aufzeichnungsträger läßt darüber hinaus eine wesentlich gedrungenere Gerätekonstruktion zu.
In besonders zweckmäßiger Weise ist bei dem erfindungsgemäßen Gerät der den Teller antreibende
Elektromotor an der Unterseite des Tellers in dem Raum zwischen Teller und Platte mit den Führungs-
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rillen gelagert. Zur besseren Ausnutzung des Raums kai beweglicher Ring 14 angeordnet. An der Unter-
zwischen Teller und Führungsrillenplatte sowie zur seite des Tellers 2 sind ein Elektromotor 15 für den
weiteren Vergrößerung der Trägheit des Tellers sind Tellerantrieb sowie der Speisung des Motors dienende,
gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung die jn Gehäusen 16 untergebrachte Batterien 17 befestigt,
der Speisung des Motors dienenden Batterien eben- 5 In den Stromkreis des Motors 15 ist ein Endschalter
falls an der Unterseite des Tellers gelagert. 18 eingeschaltet. Die Drehbewegung des Motors wird
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der über eine Welle 53 auf ein aus Gummi gebildetes
Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschrei- Geschwindigkeitsreduziergetriebe 19 übertragen, das
bung. von einem Tragarm 54 gehalten wird. Das Geschwin-
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der io digkeitsreduziergetriebe 19 weist einen konischen
Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Abschnitt mit geringem Durchmesser auf, der so an-
F i g. 1 eine Draufsicht auf ein Magnettongerät ge- geordnet ist, daß er längs des oberen Abschnittes des
maß der Erfindung, stationären Ringes 13 entlanglaufen und dabei den
F i g. 2 einen Querschnitt längs der Linie 2'-2' in Teller 2 in Bewegung versetzen kann. Bei Drehung
Fig. 1, 15 des Tellers2 veranlaßt der von der Führungsrille 12
F i g. 3 einen Querschnitt längs der Linie 3'-3' in gesteuerte Schuh 10 eine Bewegung des Tonkopfes 9
Fig. 1, längs einer Spur 20, wie in Fig. 5 dargestellt. Der
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht des innerhalb Tonkopf 9 gelangt ausgehend von der in Fig. 5 dar-
der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung gelegenen gestellten LageA längs des spiralförmigen Weges zu
Schnellstopmechanismus, 20 Punkt 5 und von dort auf kurzem Weg zurück zu
Fig. 5, 6 und 7 Ansichten von Aufzeichnungsträ- Punkte. Der Block7 geht dabei in die in Fig. 2
gern, links gelegene Stelle über, und zwar in eine Lage,
F i g. 8 eine Schnittansicht eines Hilfsapparates zum in der der Endschalter 18, der mit dem Block 7 ver-Löschen
und zur Vervielfältigung von Aufzeichnun- bunden ist, den Umfang einer mit ihrer Ebene hörigen
und 25 zontal angeordneten Scheibe 21 berührt und dabei
Fig. 9a und 9b Schaltpläne des Magnettongerätes geöffnet wird, um die Bewegung des Motors 15 und
nach Fig. 1. folglich des Tellers 2 abzustoppen. Die Scheibe 21 ist
Wie sich aus der Zeichnung, insbesondere den mit einer Achse 22 verbunden, die selbst wieder dreh-Fig.
1 bis 3 ergibt, umfaßt das dargestellte Magnet- bar auf einem stationären Zapfen angeordnet ist,
tongerät gemäß der Erfindung ein Gehäuse mit einer 30 welcher sich von der Oberfläche der Grundplatte des
oberen Wandung 1, die mit einer runden öffnung Apparategehäuses vertikal nach aufwärts erstreckt,
versehen ist. Diese Öffnung ist in ihren Abmessungen Die Achse 22 steht unter der Wirkung einer Feder
einem Drehteller 2 mit einer äußeren Scheibe 3 an- 23, die sie in eine Lage anhebt, in der der Umfangsgepaßt,
der drehbar auf einer festen, vertikalen rand der Scheibe 21 in gleicher Höhe wie der End-Achse
4 angeordnet ist. Die erwähnte obere Wan- 35 schalter 18 liegt. Durch Niederdrücken der Achse 22
dung 1 bildet, wie nachstehend beschrieben wird, wird der Eingriff zwischen der Scheibe 21 auf der
eine Plattform zur Abstützung eines Magnetaufzeich- Achse 22 und dem Endschalter 18 gelöst. Der Endnungsträgers.
Der Teller 2 ist mit einem sich radial schalter 18 schließt sich und führt dadurch den Anerstreckenden
rechtwinkligen Führungsschütz 5 und lauf des Elektromotors 15 herbei. Auf der Achse 22
mit längs einander gegenüberliegenden Kanten des 40 der Scheibe 21 ist ferner eine zahnradähnliche Scheibe
Schlitzes 5 angeordneten Schienen 6 versehen. An den 24 befestigt. Ein auf dem Teller 2 angeordneter Zap-Schienen
6 ist ein Block 7 verschiebbar angeordnet, fen 25 bewegt die Scheibe 24 bei jeder Umdrehung
an dessen Oberseite sich zwei Zapfen nach aufwärts des Tellers 2 jeweils eine Wegstrecke weiter, die einer
erstrecken, die einen nach oben gerichteten Ton- Teilung einer die Lage des Tonkopfes 9 anzeigenden
kopf 9 längsverschiebbar tragen. Der Tonkopf 9 steht 45 stationären Skala entspricht. Einer derartigen Skala
unter Vorspannung einer Feder 8, so daß er an die auf einem Fenster 26 ist im vorliegenden Beispiel ein
untere Fläche eines Magnetaufzeichnungsträgers ge- auf der zahnradähnlichen Scheibe 24 befindlicher
drückt wird, sobald dieser auf die Tragplattte bzw. Zeiger zugeordnet.
die obere Wendung 1 des Gehäuses aufgelegt Wie bereits erwähnt, schneidet bzw. kreuzt der
wird. Vom Block 7 erstreckt sich ein Schaft vertikal 50 Tonkopf 9 bei Rückkehr aus der Lage B in die
nach abwärts, der an seinem Ende einen Schuh 10 Lage A den spiralförmigen Abschnitt der Spur. Ist
trägt, der um den Schaft frei drehbar ist. Der Schuh der Schnittwinkel an den Kreuzungsstellen größer als
10 weist einander gegenüberliegende Seitenflächen etwa 30°, dann wird die Wiedergabe der Töne in
auf, die so gekrümmt sind, daß sie sauber zwischen diesem Bereich nicht oder nur unwesentlich beeindie
Seitenwandungen einer Führungsrille 12 ein- 55 trächtigt. Wenn der Winkel jedoch bei 30° liegt oder
greifen, die an der Oberseite einer Platte 11 ausge- noch kleiner ist, besteht die Tendenz eines gewissen
bildet ist. Wie sich aus F i g. 2 ergibt, ist die Platte Übersprechens. Aus diesem Grund ist es zweckmäßig,
11 an der Oberseite des Gehäusebodens befestigt. Die die Aufnahme und Wiedergabe während der kurzen
Führungsrille 12 besitzt die Gestalt einer geschlosse- Zeit der Rückführung vom Punkt B zu Punkt A abnen
bzw. endlosen Spirale, wobei das innere und das 60 zuschneiden bzw. zu unterbrechen. Zu diesem Zweck
äußere Ende der Rille über einen sanft gekrümmten ist auf einem Schenkel des Schuhes 10 ein Arm 28
Verbindungsabschnitt ineinander übergehen, wie aus ausgebildet, der einen im Tonkopfstromkreis liegen-F
i g. 5 sowie aus der nachstehenden Beschreibung den Schalter 27 öffnet, wenn er durch die Erhöhung
hervorgeht. Dadurch werden der Schuh 10 und folg- des Schuhschwenkwinkels um seine Achse geschwenkt
lieh der Tonkopf 9 veranlaßt, sich bei Drehung des 65 wird, was dann eintritt, wenn der Schuh 10 von
Tellers 2 radial längs der Führungsrille 12 entlang- Punkt B zu Punkt A übergeht.
zubewegen. Um die Platte 11 herum und konzentrisch Wie aus F i g. 2 ersichtlich, ist für den Teller 2 ein
zu dieser sind ein stationärer Ring 13 und ein verti- Axiallager 29 vorgesehen. Außerdem ist der Teller 2
auf der festen Achse 4 mit einer Schraube 30 drehbar befestigt. Die Batteriegehäuse 16 sind jeweils an der
Oberseite offen. Die Scheibe 3 des Tellers 2 dient als Deckel für die Batteriegehäuse 16 und ist mit
dem Teller mit Hilfe einer Schraube 31 verbunden.
Der Tonkopf 9 ist über den Schalter 27 mit einem Schleifkontakt 32 verbunden, der auf einem stationären
Schleifring 33 läuft. Letzterer ist mit einem von einer Batterie 36 gespeisten Verstärker 34 und
einem Lautsprecher 35 verbunden. Wie aus F i g. 4 ersichtlich, ist eine Schnellstopptaste 37 vorgesehen,
bei deren Betätigung ein Hebel 39 angehoben wird, der um einen Stift 38 schwenkbar angeordnet ist.
Dadurch wird der in vertikaler Richtung bewegliche Ring 14 angehoben. Da er mit einem geneigten Schlitz
40 versehen ist, in den ein mit dem stationären Ring 13 verbundener Stift 50 eingreift, wird die Aufwärtsbewegung
durch den Stift begrenzt. Sobald die Schnellstopptaste 37 freigegeben wird, kommt die Wirkung
einer Feder 51 zur Geltung, die den beweglichen Ring 14 in seine untere Lage zurückführt. In angehobener
Lage wirkt der bewegliche Ring 14 auf eine Tragplatte 52 für die Achse des Getriebes 19 ein,
so daß letzteres mit der Welle 53 des Elektromotors 15 und mit dem stationären Ring 13 außer Eingriff
kommt. Gleichzeitig wird ein den Motor 15 ausschaltender Motorschalter 54 betätigt. Die Oberfläche des
beweglichen Ringes 14 ist gerändelt, um ein Schleifen der Tragplatte 52 zu vermeiden, so daß der
Teller 2 bei Stillstand des Gerätes festgehalten wird. F i g. 9 a zeigt, daß der Stromkreis des Motors 15
über die Schalter 18 und 54 geführt ist.
Um das Auflegen eines Aufzeichnungsträgers 64 auf die obere Wandung 1 des Gehäuses zu erleichtern,
sind als Anschläge dienende Vorsprünge 55, wie aus Fig. 1 ersichtlich, vorgesehen. Diese Vorsprünge
ermöglichen die genaue Ausrichtung des Aufzeichnungsträgers 64 auf der Wandung 1.
Der Aufzeichnungsträger 64 wird nach Anordnung auf der oberen Wandung 1 mit Hilfe einer Druckvorrichtung
auf letztere gepreßt. Diese Vorrichtung umfaßt eine durchsichtige Preßplatte 57, eine durchschimmernde
harte Platte 58 sowie eine durchschimmernde Platte 59 aus weichem Material und ist
mit dem Gerätegehäuse lediglich über ein Scharnier 60 schwenkbar verbunden. Das Scharnier 60 ist so
ausgebildet, daß es beim öffnen oder Schließen im Bedarfsfall längs einer Führung 62" in vertikaler
Richtung entgegen der Wirkung einer Feder 62' bewegbar ist. In diese Druckvorrichtung läßt sich ein
Stapel von Tonaufzeichnungsträgern 64 gleichzeitig einlegen. Dabei wird ein aufeinanderfolgendes Herausziehen
der gestapelten Träger nacheinander an der Unterseite des Stapels ermöglicht. Eine Klammer 61
dient der Festlegung der Druckvorrichtung in bezug auf das Gehäuse. Die Verwendung einer Platte 59
aus nachgiebigem Material, beispielsweise aus Moltopren, stellt einen gleichmäßigen Andruck des Aufzeichnungsträgers
64 sicher und erhöht die Qualität der Aufzeichnung und Wiedergabe. Die nachgiebige
Platte 59 ist mit der durchsichtigen Preßplatte 57 über ein Scharnier 61' und eine Lasche 63 verbunden.
Dies gibt der Bedienungsperson die Möglichkeit, den Aufzeichnungsträger im Bedarfsfall durch die Platte
hindurch zu betrachten, wobei zuerst die Lasche gelöst und sodann die Platte 59 geöffnet wird. Die
nachgiebige Platte 59 kann auch auf die Oberseite der durchsichtigen Preßplatte 57 gedreht werden, so
daß die durchschimmernde harte Platte 58, die die nachgiebige Platte 59 trägt, in die obere Lage übergeführt
wird, um während des Transportes oder der Lagerung des Gerätes als Schutz für die Platte 57
sowie den Tonkopf 9 zu dienen.
Der Tonaufzeichnungsträger 64 besitzt zweckmäßigerweise Rechteckform, wie in F i g. 5 dargestellt.
Da der Teller 2 des erfindungsgemäßen Gerätes mit seinem Mittelpunkt exzentrisch in bezug auf den
Mittelpunkt des Aufzeichnungsträgers 64 angeordnet ist, kann der Aufzeichnungsvorgang auf dem gleichen
Aufzeichnungsblatt, das bereits einem Aufzeichnungsvorgang unterworfen worden ist, wiederholt werden,
indem das Blatt mit seiner Unterseite nach oben bzw. um 180° geschwenkt wird. Dies führt zur Bildung
von zwei sich überlagernden Spiralzügen 65 A, 65 B, wie in F i g. 7 dargestellt. Es hat sich herausgestellt,
daß die Aufzeichnungen dieser beiden Spuren jeweils unabhängig voneinander klar wiedergegeben
werden können. In diesem Fall ist es zweckmäßig, den Aufzeichnungsträger mit aufgedruckten
Markierungen 66, wie z. B. »Seite 1« und »Seite 2«, zu versehen, um die Unterscheidung der beiden
Spuren zu erleichtern. Auf Grund der im wesentlichen runden Ausbildung der Tonspuren läßt sich
die Empfindlichkeit und Tonqualität des Aufzeichnungsträgers 64 durch Ausrichtung der Richtungen
der Kristalle der magnetischen Elemente in konzentrischen Umfangskreisen, wie bei 67 in F i g. 6 dargestellt,
verbessern.
Zum Löschen und Vervielfältigen der Aufzeichnung eines Aufzeichnungsträgers 64 dient eine Einrichtung,
wie sie in F i g. 8 gezeigt ist. Sie umfaßt eine rechtwinklige Basis 69, die drehbar auf einer
Achse 68 angeordnet ist, sowie eine Spule 70, die unterhalb der drehbaren Basis 69 angeordnet ist und
einen magnetischen Fluß erzeugt, der ausreicht, um die Tonaufzeichnung des auf der drehbaren Basis 69
angeordneten und durch einen Deckel 71 fixierten Aufzeichnungsträgers 64 zu löschen. Durch geeignete
Einstellung des magnetischen Flusses der Spule 70 kann diese Einrichtung auch als Vervielfältigungseinrichtung
verwendet werden. Der Originalträger und ein Vervielfältigungsträger werden dabei auf der
drehbaren Basis 69 so angeordnet, daß die die magnetisierbaren Filme aufweisenden Flächen der
beiden Träger miteinander übereinstimmen.
Claims (11)
1. Magnettongerät für Tonaufzeichnung und Wiedergabe mit feststehendem Aufzeichnungsträger
und einer feststehenden Platte mit Führungsrillen, auf welcher ein den umlaufenden
Tonkopf verschiebender Taststift umläuft, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der
Platte (11) mit den Führungsrillen (12) und dem Aufzeichnungsträger (64) ein umlaufender Teller
(2) mit einem radialen Führungsschlitz (5) zur Mitnahme des Tonkopfes (9) angeordnet ist und
daß die von den Führungsrillen (12) einerseits und von den Aufzeichnungsspuren andererseits
bedeckten Kreisringflächen übereinanderliegen.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der den Teller (2) antreibende
Elektromotor (15) an der Unterseite des Tellers (2) in dem Raum zwischen Teller und Platte (11)
mit den Führungsrillen (12) gelagert ist.
3. Gerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die der Speisung des Motors
dienenden Batterien (17) zur weitgehenden Ausnutzung des Raums zwischen Teller (2) und
Platte (11) sowie zur Vergrößerung der Trägheit des Tellers (2) an der Tellerunterseite gelagert
sind.
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abschaltung des
Elektromotors (15) bei Beendigung der Aufzeichnung bzw. Wiedergabe ein mit dem Tonkopf (9)
gekuppelter Endschalter (18) vorgesehen ist.
5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß dem Endschalter (18) eine mit ihm
zusammenwirkende Scheibe (21) zugeordnet ist, die zur Wiederinbetriebsetzung des Motors (15)
quer zu ihrer Achse entgegen der Rückstellkraft einer Feder (23) verschiebbar ist.
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Tonkopf (9) mit ao
einem in die Führungsrille (12) eingreifenden Führungsschuh (10) verbunden ist, der bei Verschwenkung
über einen bestimmten Wert hinaus über einen Arm (28) auf einen im Tonkopfstromkreis
hegenden Schalter (27) einwirkt.
7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (11), der
Teller (2) und der Antriebsmechanismus in einem flachen Gehäuse angeordnet sind, das nur unwesentlich
breiter ist als der Durchmesser des Tellers (2) und dessen obere Wandung (1) mit
einer Halterung für den Aufzeichnungsträger (64) versehen ist.
8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die der Abstützung des Aufzeichnungsträgers
(64) dienende obere Wandung (1) des flachen Gehäuses eine kreisförmige Öffnung enthält, deren Durchmesser im wesentlichen dem
Durchmesser des Tellers (2) unmittelbar unterhalb und parallel zu der den Aufzeichnungsträger (64)
abstützenden Wandung (1) entspricht.
9. Gerät nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung der Aufzeichnungsträger
(64) auf der sie abstützenden Gehäusewandung (1) in der Nähe der Ecken der Wandung (1) Anschläge für die ausgerichtete Anordnung
der Aufzeichnungsträger (64) umfaßt.
10. Gerät nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung eine
Preßplatte (57) umfaßt, die am Gehäuse schwenkbar angelenkt ist.
11. Gerät nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerstelle, an
der die Preßplatte (57) schwenkbar angeordnet ist, quer zur Ebene der Wandung (1) entgegen
der Federwirkung verstellbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 385 791, 379 347,
839418, 564 536;
Deutsche Patentschriften Nr. 385 791, 379 347,
839418, 564 536;
USA.-Patentschriften Nr. 2 486 662, 2770 680;
französische Patentschrift Nr. 1171551;
schweizerische Patentschrift Nr. 267 150.
französische Patentschrift Nr. 1171551;
schweizerische Patentschrift Nr. 267 150.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1124155.
Deutsches Patent Nr. 1124155.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 560/343 4.64 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP343560 | 1960-02-04 | ||
| JP314660 | 1960-02-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1168667B true DE1168667B (de) | 1964-04-23 |
Family
ID=26336657
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN19538A Pending DE1168667B (de) | 1960-02-04 | 1961-02-03 | Magnettongeraet |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3214175A (de) |
| DE (1) | DE1168667B (de) |
| GB (2) | GB930977A (de) |
| NL (2) | NL260829A (de) |
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