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DE1166765B - Verfahren zur Herstellung von aromatischen Dicarbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von aromatischen Dicarbonsaeuren

Info

Publication number
DE1166765B
DE1166765B DEM46734A DEM0046734A DE1166765B DE 1166765 B DE1166765 B DE 1166765B DE M46734 A DEM46734 A DE M46734A DE M0046734 A DEM0046734 A DE M0046734A DE 1166765 B DE1166765 B DE 1166765B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fluidized bed
grain size
setting
gas
dicarboxylic acids
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM46734A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Erich Arnold
Dr Hans-Werner Gross
Dr Joachim Plenz
Dipl-Ing Helmut Markwort
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft AG filed Critical Metallgesellschaft AG
Priority to DEM46734A priority Critical patent/DE1166765B/de
Publication of DE1166765B publication Critical patent/DE1166765B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/41Preparation of salts of carboxylic acids
    • C07C51/416Henkel reaction and related reactions, i.e. rearrangement of carboxylate salt groups linked to six-membered aromatic rings, in the absence or in the presence of CO or CO2, (e.g. preparation of terepholates from benzoates); no additional classification for the subsequent hydrolysis of the salt groups has to be given
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
    • B01F33/00Other mixers; Mixing plants; Combinations of mixers
    • B01F33/40Mixers using gas or liquid agitation, e.g. with air supply tubes
    • B01F33/4094Plants

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Devices And Processes Conducted In The Presence Of Fluids And Solid Particles (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von aromatischen Dicarbonsäuren Terephthalsäure und andere aromatische Dicarbonsäuren sind schon dadurch hergestellt worden, daß die Salze isomerer cyciischer Carbonsäuren oder entsprechender cyclischer Mono- oder Triearbonsäuren oder Gemischen derselben auf Temperaturen von 300 bis 4500 C erhitzt wurden. Aus den Salzen, die hierbei entstanden, konnten die erwähnten Dicarbonsäuren z. B. durch Ansäuern frei gemacht werden. Als Ausgangsstoffe für das Verfahren wurden insbesondere Salze von ein- oder mehrwertigen acyclischen Carbonsäuren verwendet, beispielsweise dienten Salze der Benzoesäure oder Phth!alsäure als Ausgangsstoffe für dir Terrphthalsäuregewinnung.
  • Da die Ausgangsstoffe beim Erhitzen schmelzen und die Umwandlungsprodukte erstarren, sintert das Reaktionsgemisch zu Klumpen oder festen Schichten zusammen, wodurch es leicht zu Betriebsstörungen kommt. Diesen Schwierigkeiten hat man dadurch Rechnung getragen, daß das Gemisch der Ausgangsstoffe mit dem Katalysator auf einem umlaufenden Band behandelt wurde. Da jedoch zur Erhöhung der Ausbeute die Umsetzung unter Druck durchgeführt wird, ist eine derartige Vorrichtung kostspielig. Zudem ist eine Zerkleinerung des in harten Stücken anfallenden Reaktionsgutes notwendig. Nach einem anderen bekannten Verfahren wird ein Gemisch der Reaktionsteilnehmer durch beheizte Röhren gepreßt.
  • Dieses Verfahren hat die gleichen Nachteile wie das erste und erfordert ebenfalls eine komplizierte und kostspielige Vorrichtung.
  • Nach der deutschen Patentschrift 1 028 577 kommt man zu einem störungsfreien Arbeitsgang dadurch, daß man cyclische, sauer reagierende Verbindungen, die zwei salzuildende Gruppen tragen, von denen mmdestens eine eine Carboxylgruppe war, in einem Wirbelbett bei Temperaturen von 250 bis 4500 C behandelt, das von Salzen der zu gewinnenden Säuren und zweckmäßig von Katalysatoren gebildet wird.
  • Indessen eignet sich dieses Verfahren praktisch nur für einen diskonti,nuierlichen Betrieb. Wenn man ein Ausgangsgemisch von 30 oder noch mehr, z. B. 50 kg trockenem Dikaliumterephthaiat bei der Terephthalsäureherstellung vorlegte und diesem im Laufe einer Stunde 400 kg Katalysator enthaltendes Dikaliumphthalat zusetzte, trat im Wirbelbett sehr bald Klumpenbildung ein.
  • Das frisch zugefügte Phthalat, das gleich beim Eintritt schmolz und sich dann schnell zu Terephthalat umsetzte, bewirkte eine ständige Kornvergrößerung.
  • Die großen Klumpen störten den Wirbelvorgang, was bald zu einem völligen Zusammenbacken des Wirbelbettes führte. Der Betrieb mußte eingestellt und mit Material von der ,anfänglichen Korngröße von neuem begonnen werden. Die angestrebte kontinuierliche-Arbeitsweise ließ sich deshalb nicht immer nur über kurze und somit uninteressante Zeitabschnitte aufrechterhalten.
  • Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung wird ein störungsfreier Betrieb dadurch erzielt, daß das Reaktionsgut dem Wirbelbett in einer Korngröße von 0,5 bis 5 mm aufgegeben wird und diese Korngröße während der Umseeeung durch entsprechende Einstellung der Gasgeschwindigkeit im Wirbelbett und/ oder Einstellung des Verhältnisses, mit dem das frische Gut zum bereits fertig umgesetzten eingetragen wilrd, undloder Einstellung der Umlaufgeschindigkeit einer innerhalb des Wirbelbettes angeordneten mechanischen Zerkleinerungsvorrichtung oder durch Einstellung einer außerhalb der Wirbelschicht angeordneten mechanischen Zerkleinerungsvorrichtung und Rückführung eines klassierten Anteils in die Wirbelschicht etwa auf derselben Größe aufrechterhalten wird.
  • Die Zerkleinerungsvornichtung kann z. B. als Schlagwerk unWodér Sclällwerk ausgebildet sein, wobei sich Umdrehungszahlen von etwa 20 bis 1000 je Minute, vorzugsweise etwa 50 bis 200, als vorteilhaft erwiesen haben.
  • Von Einfluß auf die Durchtührung des Verfahrens ist die Korngröße. Diese beträgt zweckmäßig etwa 0,5 bis 5 mm. Durch die Erfindung gelingt es, die jeweils gewählte Korngröße während eines kontnuuier- zeichen Betriebes beliebig lange Zeit beizubehalten oder in der gewünschten Weise zu ändern.
  • Durch die Zerkleinerung während der Umsetzung wird es möglich, im Wirbelbett mit Strömungsgeschwindigkeiten auszukommen, die etwa 0,5 bis 3, insbesondere etwa 1 bis 2 in/sec, bezogen auf den leeren Querschnitt der Reaktionsvorrichtung, betragen.
  • Indessen kann, ständig oder zeitweise, auch mit kleineren oder noch größeren Strömungsgeschwindigkeiten der Gase gearbeitet werden. Die Größe des Kornes läßt sich durch die Umlaufgeschwindigkeit der ZerkleineXrungsvorrichtung, durch die Gasgeschwindigkeit in dem Wirbelbett und durch das Verhältnis einstellen, mit dem das frische Gut zum bereits fertigen umgesetzten Gut eingebracht wird.
  • Dieses Verhältnis wird so bemessen, daß je Stunde etwa t/lo bis 101wo, vorteilhaft 2/ bis /,0 Ausgangsgut, bezogen auf das Gewicht des bereits umgesetzten Materials im Wirbelbett, kontinuierlich oder in kleinen kurz aufeinanderfolgenden Portionen zugegeben wird. Damit wird der Betrieb der Vorrichtung noch gleichmäßiger und störungsfreier und die Körnung des Produktes sehr gleichmäßig.
  • Die Korngröße des eingeführten Gutes entspricht etwa der des Gutes im Wirbelbett. Sie kann aber auch kleiner oder größer sein. Zweckmäßig liegt sie zwischen etwa 0,5 und 2,5 mm. Die Einführung des frischen Gutes in das Wirbelbett kann wie in einem früheren Vorschlag erfolgen. So wird z. B. das Gut aus einer Kammer mittels Schleuse in die Eintragsvorrichtung der unter Druck stehenden Vorrichtung eingeführt oder unmittelbar in diese.
  • Die Einführung des Gutes erfolgt mittels einer Vibrationsrinne, eines Zellenrades, einer Schnecke oder einer anderen an sich bekannten Eintragsvorrichtung. Das Gut kann in die Reaktionsvorrichtung auch von oben eingebracht werden, wobei das frische Gut auf die bewegte Schicht des Wirbelbettes fällt, sich darin sofort sehr gleichmäßig verteilt und dabei schnell zur Reaktion kommt. Die Zuführung kann ferner derart erfolgen, daß das Ausgangsgut in ein Trägergas suspendiert seitlich oder von unten in das Wirbelbett eingeführt wird.
  • Aus dem Einblasen des noch nicht umgesetzten Einsatzproduktes in das Reaktionsgefäß ergibt sich der weitere Vorteil, daß die Korngröße des Ausgangsgutes in gewissen Grenzen, mindestens in den im vorstehenden angegebenen, bedeutungslos ist. Selbst bei feinem Gut setzt sich der Staub aus dem Strom des zugeführten Gutes an dem wirbelnden Inhalt des Reaktionsgefäßes vollständig ab, weil der feine Staub schon beim Eintritt in die Vorrichtung schmilzt und das feinverteilte Gut eine klebrige Oberfläche besitzt, die den Staub leicht bindet.
  • Dem Ausgangsgut können Katalysatoren in Mengen von etwa 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, zweckmäßig 0,5 bis 5,0 Gewichtsprozent, zugesetzt werden.
  • Als Katalysatoren empfehlen sich z. B. Cadmium, Zink oder ihre Verbindungen, wie sie bisher bei der Herstellung von Terephthalsäure bekanntgeworden sind.
  • In manchen Fällen kann die Durchfülhrung des erfindungsgemäßen Verfahrens noch dadurch ve rbessert werden, daß ein Teil des in der Reaktionsvorrichtung umgesetzten Gutes, gegebenenfalls nach Zerkleinerung, entweder zusammen mit dem frischen Gut oder für sich in das Wirbelbett zurückgeleitet wird. Sowohl Umsetzung als auch Gang des Wirbelbettes lassen sich auf diese Weise günstiger gestalten.
  • Die erforderliche Wärme kann durch das Gas eingebracht werden, das durch das Wirbelbett strömt.
  • Zweckmäßig tritt das Gas mit der Temperatur in das Wirbelbett ein, bei der die Reaktion am vorteilhaftesten verläuft, d. h. mit einer Temperatur von etwa 390 bis 450 C. Außer dieser Art von Wärmezufuhr kann auch die mittelbare Beheizung des Wirbelbettes mit Hilfe von im Wirbelbett oder außerhalb desselben angeordneten Heizelementen vorgesehen sein. Beide Beheizungsarten können auch zusammeln verwendet werden.
  • Das Einsatzgut kann vorgewärmt, z. B. mit Temperaturen von 100 bis 300 C, in das Wirbelbett gelangen.
  • Zur weiteren Erläuterung der Erfindung dienen die Zeichnungen. In den A b b. 1 und 2 sind verschiedene Ausführungsformen der Erfindung schematisch und beispielsweise im senkrechten Schnitt dargestellt.
  • In der Wirbelbettvorrichtung 1 nach Abb. 1 wird das zu verarbeitende Gut aus dem Vorratsgefäß 5 eingetragen, das auch der untere Teil eines Zerstäubungstrockners sein kann. Durch die Sperre 6 gelangt das Gut in die Schleuse 7, dessen zweite Sperre 8 geschlossen ist. Hat die Schleuse 7 die gewünschte Gutmenge aufgenommen, so wird die Sperre 6 geschlossen und die Schleuse auf den Druck des Reaktionsgefäßes gebracht. Dann wird die Sperre 8 geöffnet; das Gut fließt in die mit dem Motor 10 angetriebene Schnecke 9, von der es über die Leitung 11 pneumatisch in die Wirbelbettvorrichtung 1 gefördert wird. Die Schnecke dient der besseren Dosierung. Es ist aber auch möglich, das Gut aus der Schleuse unmittelbar in die Leitung 11 fließen zu lassen, in der durch die Menge des Trägergases die Gutzugabe geregelt wird. Das auf diese Weise eingeführte Gut verteilt sich sehr schnell und gleichmäßig auf das gesamte Reaktionsgut, weil dieses durch das von unten eingeführte Gas und die Zerkleinerungsvorrichtung in ständiger Bewegung gehalten wird.
  • Das für den Betrieb des Wirbelbettes erforderliche Gas wird von dem Gebläse 12 über einen Erhitzer 13 durch den Rost 2 in das Wirbelbett geführt. Ein Teilstrom des vom Gebläse 12 geförderten Gases wird in einem Wärmeaustauscher 14 auf die gewü,nschte Temperatur gebracht und dient als Trägergas für das einzuführende Ausgangsgut. Eine den eingeführten Gasmengen entsprechende Menge verläßt das Reaktionsgefäß durch die Leitung 15 und kann nach einer Abscheidung des darin gegebenenfalls enthaltenen Staubes im Kreislauf des Gebläses 12 wieder zugeführt werden.
  • Die Zerkleinerungsvorrichtung 4 wird von dem Motor 16 angetrieben und dient zugleich der Entfernung aller Ansätze von den Innenwänden der Reaktionsvorrichtuilg. Durch die Umdrehungszahl läßt sich die Zerkleinerungswirkung leicht so einstellen, daß die Durehsehnittskorngröße des Reaktionsgutes etwa gleichbleibt. Das Reaktionsgut wird unten über eine Sperre 17, eine Schleuse 18 und eine weitere Sperre 19 ausgetragen, die im einzelnen den Vorrichtungsteilen 6, 7 und 8 entsprechen.
  • In der Ausfühnrngsform gemäß A b b. 2 gelangt das Gut aus dem Vorratsgefäß 5 über eine Schleuse 7 mit zwei Sperren 6 und 8 in eine Förderschnecke 9, die es in das Reaküonsgefäß 1 einträgt. Das zur Aufrechterhaltung des Wirbelbettes erforderliche Gas tritt aus der Leitung 20 mit der gewünschten Temperatur über den Rost 2 in das Wirbelbett ein und verläßt den Gasraum durch die Leitung 21. Dals Reaktionsgut wird über die Schleuse 18 mit den Sperren 17 und 19 entnommen und zum Teil über eine Fördervorrichtung 22, beispielsweise eine pneumatische Förderung einer Zerkleinerungsvorrichtung 23 zugeführt, aus der eine zur Zurückführung geeignete Körnung abgesiebt wird, die zusammen mit dem frischen Auslgangsmaterial in das Reaktionsgefäß gelangt. Das Unterkorn kann über die Leistung 24 als Fertigprodukt entnommen werden, während das Überkorn nochmals durch die Zerkleinerungsvorrichtung läuft.
  • Vergleichsbeispiel Aus der Beschreibung des bekannten Verfahrens standen folgende Daten zur Verfügung: Reaktionsgefäß (Zyklon) . 0,5 m3 Einblasegas von 4500 C . 750 m3/h Kaliumphthalat in Körnung unter 1 mm mit Katalysator (37,5 kg/h) 1250 kg/h Hauptgasstrom von 7000 C ..... 4000 m3/h Gewonnenes Dikaliumterephthalat (88%ig) . . . 1230 kg/h Für die Nacharbeitung des Beispiels wurde ein Zyklon von 2,5 1 Fassungsvermögen eingesetzt. Es ergab sich somit gegenüber dem Reaaktionsgefäß des Beispiels eine Verkleinerung im Verhältnis 1:200, die zur Einhaltung gleicher Verweilzeiten auch für die Gas- und Produktdurchsätze zugrunde gelegt wurde. Somit bestanden folgende Versuchsbedingungen: Reaktionsgefäß (Zyklon) . . 2,5 l Einblasegas von 4500 C .......... 3,75 m8/h Kaliumphthalat unter 1 mm mit Katalysator (0,19 kg) ........ 6,25 kg/h Hauptgasstrom von 6500 C .. 20 m3/h Die Körnung des Einsatzproduktes, die im Beispiel mit »unter 1 mm« angegeben ist, wurde in dem Versuch im Bereich 0,2 bis 0,5 mm gehalten.
  • Der Versuch scheiterte zunächst bei Einhaltung der angegebenen Bedingungen daran, daß in dem tangentialen Einblaserohr bei 4500 C Verklebungen auftraten, die eine weitere Aufrechterhaltung der Gasmengen unmöglich machten. Bekanntlich liegt der Schfmelzpunklt des Dikaliumphthalats im Beisein von Katalysatoren bei etwa 3500 C. Die rechnerische Mischtemperatur aus Einblasegas und Einsatzprodukt liegt zwar mit 2500 C unter diesem Schmelzpunkt, doch besteht bei den extrem kurzen Verweilzeiten von unter 5 Sekunden gar nicht die Mögíichkeit eines Temperaturausgleiches, zumal das Dikaliumphthalat die niedrige Wärmeleitfähigkeit von 0,15 kcal/mhC aufweist. Die Temperatur des Einblasegasstromes erreicht daher gar nicht den theoretisch errechneten Mittelwert, sondern bleibt über der Schmelztemperatur des Einsatzproduktes und bringt dieses an der Kornoberfläche zum Schmelzen, was wiederum zu den geschilderten Verklebungen führt.
  • Um den Versuch überhaupt weiter durchführen zu können, mußte deshalb von den Bedingungen des Beispiels abgewichen werden. Die Temperatur des Einblasegasstromes wurde von 450 auf 3300 C gesenkt. Damit bestand wenigstens die Möglichkeit, das Dikaliumphthalat kontinuierlich in den Zyklon einzubrialgen, wo es von dem auf 6500 C gehaltenen Hauptgasstrom erfaßt wurde.
  • Die unter diesen Bedingungen erhaltenen Ausbeuten entsprechen aber bei weitem nicht den in dem Beispiel genannten. Von dem Einsatzprodukt wurden überhaupt nur 53 0/o in fester Form wiedergewonnen, während der Rest zu Gas zersetzt wurde.
  • Der erhaltene Feststoff von schwarzgrauem Aussehen enthielt 14 O/o Kaliumterephthalat, 21 21e/o Kaliumphthalat und als Rest Caliumcarbonat und kohlige Bestandteile.
  • Beispiel 1 Ein Wirbelbett, das aus dem im Verfahren anfallenden Dikaliumterephthalat besteht, wird mit Kohlendioxyd als Trägergas betrieben, wobei Gasgeschwindigkeiten von 1,5 bis 2,3 m/sec eingehalten werden, bezogen auf den leeren Querschnitt des Reaktionsgefäßes. Das Korn im Wirbelbett hat zwisehen etwa 1 und 5 mm Durchmesser und einen Katalysatorgehalt von 5 Gewichtsprozent Cadmiumcarbonat. Der Inhalt des Wirbelbettes beträgt 2 kg.
  • In den oberen Teil des Reaktionsgefäßes wird Dikaliumphthalat kontinuierlich in einer Menge von 400 g6h eingetragen. Das Wirbelbett wird nach dem Schema der A b b. 1 ausgebildet. Die Temperatur des Wirbelgases, das von unten in das Reaktionsgefäß eintritt, beträgt 4200 C. Durch die gemeinsame Wirkung des Wirbelbettes und der darin umlaufenden Zerkleinerungsvorrichtung wird jede Zusammenbackung im Wirbelbett verhindert. Gleichzeitig werden Ansätze, die sich an den Wandungen des Wirbelbettes manchmal bilden, im Zustand des Entstehens wieder entfernt. Die Drehzahl des Rührers beträgt 150 UpM. Das durch die Zerkleinerungswirkung ständig gebildete feine Korn gelangt infolge der Sichtwirkung am Wirbelbett nicht bis zum Austrag, so daß hier ein gleichmäßiges Korn zwischen 1 und 5 mm anfällt. Das Frisohgut wird in Korngrößen von 2 bis 5 mm angewendet und hat den gleichen Katalysatorgehalt wie das Wirbelbett.
  • Es wird in einer CO2. -Atinosphäre unter Normaldruck gearbeitet. Der Austrag erfolgt portionsweise in kurzen Zeitabständen; die ausgetragenen Mengen entsprechen dem kontinuierlichen Eintrag. Das abziehende Gas wird nach Durchgang durch eine Entstaubungsvorrichtung wieder auf die angegebene Eintnttstemperatur gebracht und unten in das Wirbelbett zurückgeleitet. Das Rohprodukt wird in bekannter Weise auf Terephthalsäure verarbeitet, wobei sich eine Ausbeute von 57,52°/o der Theorie ergibt.
  • Beispiel 2 Es wird unter den gleichen Betriebsbedingungen und in demselben Reaktionsgefäß wie im Beispiel 1, jedoch mit Zinkchlorid als Katalysator gearbeitet, das im Frischprodukt und im Reaktionsprodukt in einer Menge von 1 Gewichtsprozent enthalten ist.
  • Die Menge des stündlich zugeführten Frischgutes wird ebenfalls auf 400 g bemessen. Das in entsprechender Menge in kleinen Portionen abgezogene Reaktionsprodukt ergibt eine Terephthalsäureausbeute von 55T°lo der Theorie.
  • Wenn unter sonst gleichen Bedingungen der Druck auf 15 at erhöht wird, steigt die Terephthalsäureausbeute auf 84/o der Theorie.
  • Beispiel 3 Unter den Bedingungen des Beispiels 1, jedoch mit externer Zerkleinerung gemäß A b b. 2, ergibt sich die folgende Arbeitsweise: Die Reaktionsvorrichtung wird über die Schnecke kontinuierlich mit 400 g/h Frischgut mit einer Körnung von 1 bis 2 mm und 400 g zerkleinertem Reaktionsgut derselben Körnung beschickt. Aus dem Reaktionsgefäß werden stündlich 800 g Reaktionsprodukt abgezogen, von denen 200 g als fertiges Rohprodukt abgeführt werden, während 600 g/h einer Zerkleinerungs- und Siebeinrichtung zugeführt werden. Aus dieser werden 200 glh abgesiebtes Feinkorn unter 1 mm Korngröße dem fertigen Rohprodukt zugeleitet. Insgesamt werden somit 400 g/h Reaktionsprodukt erzeugt. Weitere 400 g/h, die nach der Zerkleinerung mit einer Körnung von 1 bis 2 mm anfallen, gehen mit dem Frischprodukt in das Wirbelbett. Duroh diese Rückführung von zerkleinertem Gut wird die Korngröße im Reaktionsgefäß auf den gewünschten Wert eingestellt. Die Terephthalsäureausbeute beträgt hierbei 57,5 o der Theone.
  • Beispiel 4 In der gleichen Reaktionsvorrichtung wie im Beispiel 1 wird mit einer höheren Belastung an Frischprodukt gefahren. Bei einer vorgelegten Menge von 2 kg Dikaliumterephthalat werden stündlich 2,1 kg Dikaliumphthalat entsprechend A b b. 1 mit einer Schnecke kontinuierlich in das Wirbelbett eingeführt.
  • Bei sonst gleichen Bedingungen hat die erhöhte Beschickung mit Einsatzgut zur Folge, daß die Korngroße zum Teil bis auf 10 mm anwächst, wenn der Rührer mit der gleichen Tourenzahl - wie im Beispiel 1 - d. h. mit 150 UpM betrieben wird. Man kann durch Erhöhung der Tourenzahl des Rührers auf 300 UpM die Korngröße in der Wirbelschicht auf etwa 5 mm reduzieren.
  • Infolge der etwas größeren Korngröße des Feststoffanteils der Wirbelschicht wird hier die Gasgeschwindigkeit auf den Bereich von 2 bis 3 m/sec, bezogen auf den leeren Querschnitt des Reaktionsgefäßes, eingestellt. Die groben Körner sinken auf den Rost ab und werden von dem Rührer zerkleinert oder als Endprodukt ausgetragen. Der unter Normaldruck durchgeführte Versuch ergibt eine Ausbeute an Terephthalsäure von 530/0 der Theorie.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von aromatischen Dicarbonsäuren, insbesondere Terephthalsäure, durch Erhitzen von Salzen isomerer aromatischer Dicarbonsäuren, oder entsprechender cyclischer Mono- oder Tricarbonsäuren oder Gemischen derselben bei normalem oder erhöhtem Druck in Gegenwart von Katalysatoren unter Zugabe der Ausgangsstoffe zu ganz oder teilweise umgesetztem Reaktionsgut im Wirbelbettverfahren, d a -durch gekennzeichnet, daß man die Korngröße des in ein Wirbelbett aufgegebenen Reaktionsgutes von 0,5 bis 5 mm durch entspechende Einstellung der Gasgeschwindigkeit im Wirbelbett und bzw. oder Einstellung des Verhältnisses, mit dem das frische Gut zum bereits fertig umgesetzten eingetragen wird, und bzw. oder Einstellung der Umlaufgeschwindigkeit einer innerhalb des Wirbelbettes angeordneten mechanischen Zerkleinerungsvorrichtung oder durch Einstellung einer außerhalb der Wirbelschicht angeordneten mechanischen Zerkleinerungsvorrichtung und Rückführung eines klassierten Anteils in die Wirbelschicht etwa auf derselben Größe aufrechterhält.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man aus dem Teil, des dem Wirbelbett entnommenen Reaktionsgutes, der außerhalb des Wirbelbettes durch eine Zerkleinerungsvorrichtung geführt wird, nach der Zerkleinerung einen Anteil der Korngröße von 1 bis 2 mm wieder in das Wirbelbett zurückführt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1 028 577; französische Patentschrift Nr. 1 238 638; britische Patentschrift Nr. 833 019.
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Citations (3)

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DE1028577B (de) 1956-01-17 1958-04-24 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von cyclischen, sauer reagierenden Verbindungen, die zwei salzbildende Gruppen tragen, von denen mindestens eine eine Carboxylgruppe ist
GB833019A (en) * 1957-02-22 1960-04-21 Peter Alan Mason Transformation of aromatic carboxylic acid salts
FR1238638A (fr) * 1959-10-12 1960-08-12 Procédé pour la préparation de téréphtalate de potassium par isomérisation catalytique

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