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DE1166583B - Anwendung des Verfahrens zur galvanischen Abscheidung von Metallueberzuegen mittels periodisch wechselndem Umkehrstrom auf die elektrolytische Erzeugung einer Ferrioxidschicht auf Eisen - Google Patents

Anwendung des Verfahrens zur galvanischen Abscheidung von Metallueberzuegen mittels periodisch wechselndem Umkehrstrom auf die elektrolytische Erzeugung einer Ferrioxidschicht auf Eisen

Info

Publication number
DE1166583B
DE1166583B DEC16327A DEC0016327A DE1166583B DE 1166583 B DE1166583 B DE 1166583B DE C16327 A DEC16327 A DE C16327A DE C0016327 A DEC0016327 A DE C0016327A DE 1166583 B DE1166583 B DE 1166583B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
iron
ferric oxide
oxide layer
electrolyte
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC16327A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Lee Mcglasson
Frederick John Radd
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ConocoPhillips Co
Original Assignee
Continental Oil Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Continental Oil Co filed Critical Continental Oil Co
Priority to DEC16327A priority Critical patent/DE1166583B/de
Publication of DE1166583B publication Critical patent/DE1166583B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D11/00Electrolytic coating by surface reaction, i.e. forming conversion layers
    • C25D11/02Anodisation
    • C25D11/34Anodisation of metals or alloys not provided for in groups C25D11/04 - C25D11/32

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Treatment Of Metals (AREA)

Description

  • Anwendung des Verfahrens zur galvanischen Abscheidung von Metallüberzügen mittels periodisch wechselndem Umkehrstrom auf die elektrolytische Erzeugung einer Ferrioxidschicht auf Eisen Die Erfindung betrifft die Anwendung des Verfahrens zur galvanischen Abscheidung von Metallüberzügen mittels periodisch wechselndem Umkehrstrom auf die elektrolytische Erzeugung einer Ferrioxidschicht auf Eisen. An sich ist es bekannt, das Prinzip der periodischen Stromumkehr in der Galvanotechnik anzuwenden.
  • Es sind schon verschiedene Verfahren zur Bildung von Schutzüberzügen auf Eisen vorgeschlagen worden, z. B. Anstreichen, galvanisches Überziehen, chemische Veränderung der Eisenoberfläche. Diese Verfahren gewährleisten zwar einen gewissen Schutz der Eisenoberfläche, weisen aber doch einige Nachteile auf. Durch Anstreichen wird nur ein vorübergehender Schutz erreicht. Galvanische Überzüge sind zwar mehr oder weniger dauerhaft, aber recht teuer. Die Bildung von Überzügen durch chemische Veränderung der Eisenoberfläche war in der Regel auf die Erzeugung von Ferro-Ferrioxidüberzügen beschränkt. Derartige Überzüge sehen zwar gut aus, sind aber nicht völlig zufriedenstellend, da sich leicht Risse bilden und das Rosten beschleunigt wird, weil ein solches Oxid gegenüber Eisen kathodisch ist. Zusätzlich zu den obenerwähnten Nachteilen von Anstrichen und galvanischen metallischen Überzügen ist es in der Regel erforderlich, die gesamte Oberfläche neu zu streichen oder galvanisch zu überziehen, wenn derartige Überzüge örtliche Defekte aufweisen.
  • Bei der erfindungsgemäßen Anwendung des Verfahrens wird in einem wäßrigen Elektrolyten gearbeitet mit einem Gehalt an Kationen der I. und 11. Gruppe des Periodischen Systems, wobei der prc-Wert des Elektrolyten zwischen 4 -und 12 liegt, die kathodische Phase zur anodischen Phase vorzugsweise im Verhältnis 3:2 gewählt und die gebildete Hydroxidschicht durch eine oxidierende Nachbehandlung in Ferrioxid umgewandelt wird.
  • Zur Herstellung eines wäßrigen alkalischen Elektrolyten werden die Sulfate, Dichromate, Nitrate oder Hydroxide der Alkali- oder Erdalkalimetalle verwendet.
  • Man kann aber auch als Elektrolyt eine 0,1 bis 1n Natriumchloridlösung verwenden, deren pH-Wert mittels Natriumhydroxid auf etwa 10 eingestellt ist.
  • Vorzugsweise wird eine Spannung von 1 bis 10 Volt gei einer Stromdichte von 0,0155 bis 0,1.55A/cm2 angewendet.
  • Bei der erfindungsgemäßen Anwendung des geiannten Verfahrens wird eine zähe, harte, chemisch ieutrale und nichtleitende Fernoxidschicht gebildet. 3emäß der Erfindung entsteht weiterhin auf der 3isenoberfläche ein Überzug, der angestrichen oder lackiert werden kann und dadurch nicht nur als Korrosionsschutz dient, sondern auch eine bessere Haftung der Farbe bzw. des Lackes gewährleistet. Weiterhin kann gemäß der Erfindung eine Fehlstelle im Schutzüberzug repariert werden, ohne daß die gesamte Oberfläche mit einem neuen Schutzüberzug versehen werden muß.
  • Einige beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung werden eingehender beschrieben, welche nur für einige der verschiedenen Anwendungsarten der Erfindung kennzeichnend sind: Gemäß der Erfindung wird auf der Oberfläche eines eisernen Gegenstandes durch anodische Oxidation ein nichtleitender Schutzüberzug aus Ferrioxid gebildet. Dies wird dadurch erreicht, daß der eiserne Gegenstand als Elektrode in eine wäßrige Lösung eines schwach sauren oder alkalischen Elektrolyten getaucht wird. Zur Vervollständigung des Stromkreises wird in einem Abstand von der ersten Elektrode eine zweite vorzugsweise aus Eisen oder Kohle in das Bad getaucht. Dann wird Gleichstrom durch die Lösung geleitet, in welcher der eiserne Gegenstand die Kathode bildet, wonach wenig später eine Umkehrung des Stromes erfolgt, wodurch der eiserne Gegenstand zur Anode wird. Während des Zeitraumes, in dem die Eisenoberfläche die Kathode bildet, wird sie durch die Berührung mit Wasserstoff aktiviert. Bildet der eiserne Gegenstand dagegen die Anode, so entsteht darauf eine Lage von Ferro-Ferrihydroxiden. Nach Bildung einer genügend starken Lage der gemischten Hydroxide werden diese durch Erhitzen in Anwesenheit von Luft, durch Behandeln mit einem Oxidationsmittel oder durch Kombination dieser beiden Verfahren in Ferrioxid umgewandelt.
  • Zur praktischen Ausführung der Erfindung kann fast jeder wasserlösliche Elektrolyt verwendet werden, vorausgesetzt, daß er eine wäßrige Lösung bildet, deren pti nicht unter 4 liegt. Als Elektrolyte können z. B. unter anderem die Salze verwendet werden, die als Anion ein Dichromat-, Halogen-, Nitrat-, Permanganat-, Phosphat-Sulfation besitzen. Das Kation der Salze wird von Metallen der Gruppe I und 1I des Periodischen Systems gebildet. Zusätzlich zu den oben aufgeführten können andere Elektrolyte verwendet werden, z. B. gewisse Eisensalze schwacher Säuren wie diejenigen organischer Säuren. Es können auch Basen, wie z. B. Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid usw., verwendet werden. Von den geeigneten Elektrolyten zieht man der Billigkeit halber und, weil es unbegrenzt zur Verfügung steht, Natriumchlorid vor. Der bevorzugte Konzentrationsbereich dieses Elektrolyten erstreckt sich von 0,1 bis 1 normal. Es können aber auch außerhalb dieser Grenzen liegende Konzentrationen verwendet werden. Ein wichtiges Merkmal des Verfahrens besteht darin, daß gewöhnliches Meerwassers als Elektrolyt verwendet werden kann. Hierdurch wird es möglich, einen Schutzüberzug auf dem eisernen Mantel eines Schiffes zu bilden, ohne daß das Schiff ins Trockendock gebracht werden muß. Die bevorzugte elektromotorische Kraft liegt im Bereich von 1 bis 10 Volt. Diese Werte können aber auch über- oder unterschritten werden. Die Stromdichte kann innerhalb weiter Grenzen abgeändert werden, z. B. 0,0155 A/cm2 bis 0,155A/cm22 der Oberfläche des im Elektrolyten untergetauchten Gegenstandes aus Eisen. Eine vorteilhafte Stromdichte ist etwa 0,0775 A/cm2. Die Temperatur der Lösung kann im Bereich über ihrem Gefrierpunkt und unter ihrem Siedepunkt liegen. Zweckmäßigerweise wird es vorgezogen, im Bereich von 10 und 32,2° C zu arbeiten.
  • Die Stärke des erzeugten Überzuges kann durch Änderung entweder der Behandlungszeit oder der Stromdichte verändert werden. Bei einer Stromdichte z. B. von 0,0155 A/cm2 wird in etwa 5 Minuten ein Überzug gebildet, dessen Stärke allein ausreicht, um eine fertige Oberfläche zu erzielen. Es ist selbstverständlich. daß weniger Zeit erforderlich ist, um einen dünnen, zum Anstreichen geeigneten Überzug zu erzielen.
  • Das Verfahren besteht darin, Kathode und Anode zu wechseln, wobei das zeitliche Verhältnis 3:2 ist, d. h., die kathodische Behandlungszeit muß überwiegen. Während der Aktivierungsperiode muß die gewünschte Reaktionsbereitschaft der Kathode erzielt werden, wonach durch die anodische Periode die Mischhydroxide gebildet werden. In der Praxis erreicht man die besten Ergebnisse, wenn die kathodischen Perioden mindestens erhebliche Bruchteile von Sekunden oder länger dauern. Mit Abnahme der Dauer der kathodischen Periode unter etwa 1 Sekunde wird der zeitliche Wechsel von Kathode und Anode immer ausschlaggebender.
  • Nachdem sich, wie oben erwähnt wurde, eine Hydroxidlage gewünschter Stärke gebildet hat, werden die Hydroxide durch Wärmebehandlung an der Luft und /oder durch Behandlung mit Oxidationsmittel in das Oxid verwandelt. Bei Anwendung von Wärme sollten 200° C nicht überschritten werden. Bevorzugt wird eine Temperatur zwischen 25 und 100° C. Oxidationsmittel, welche sich zur Umwandlung der Hydroxide in das Oxid eignen, sind diejenigen, welche Sauerstoff abgeben, einschließlich Sauerstoff selbst, Gase, welche freien Sauerstoff enthalten, Wasserstoffperoxid, Ozon usw. In der Regel ist es zweckmäßiger, den eisernen Gegenstand zunächst aus dem Elektrolytbad zu entfernen und die Hydroxide dann in das Oxid umzuwandeln. In einigen Fällen kann es wünschenswert sein, die Hydroxide in das Oxid zu verwandeln, während der eiserne Gegenstand in der Lösung bleibt. Als Beispiel hierzu diene die Behandlung eines Schiffes. In diesem Falle kann die Verwandlung der Hydroxide in das Oxid erfolgen, indem man Luft oder freien Sauerstoff enthaltendes Gas nach Abschalten des Stromes durch die Lösung perlen läßt. Ebenso kann man einen Wasserstoffperoxidstrom auf die Oberfläche des eisernen Gegenstandes aufleiten.
  • Die durch das Verfahren gemäß der Erfindung gebildeten Ferrioxidschichten sind zäh, hart, nichtleitend, glatt und äußerst korrosionsbeständig. Die Oxidschicht ist zusätzlich saugfähig. Sie kann demnach für dekorative Zwecke angefärbt werden. Die Farbe dringt in die Oxidschicht in ihrer ganzen Tiefe ein und kann nur durch Beseitigung der Schicht selbst entfernt werden. Ein bevorzugtes Verfahren zur Färbung des Überzuges besteht in der Aufbringung der Farbe auf den Überzug aus Mischhydroxiden, wonach diese in das Oxid verwandelt werden.
  • Die Ferrioxidschichten gemäß der Erfindung finden zahlreiche Anwendungen. So können, um nur einige zu erwähnen, Gewehrläufe und andere Schußwaffenteile durch eine derartige Schicht geschützt werden, die schwarz oder mit einer anderen Farbe gefärbt wird, wodurch sie nicht nur weitgehendst geschützt, sondern auch ansprechend werden. Ein Kraftfahrzeugkörper und ein Kraftfahrzeugrahmen können durch eine Schichtbildung darauf mit einem »Schutzüberzug« versehen werden, Kurzum, jeder eiserne Gegenstand, dessen Oberfläche korrosionsgefährdet ist, kann mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens gegen Korrosion geschützt werden.
  • Beispiel I Ein Stück Eisenblech wurde poliert und dann als Elektrode in eine 3%ige wäßrige, in einem mit Glas ausgekleideten Behälter befindliche Natriumchloridlösung getaucht. Die Temperatur der Lösung betrug 24,4° C und das pli 10, das durch Zugabe von Natriumhydroxid eingestellt wurde. Ein in dieselbe Lösung eingetauchter Kohlestab bildete die zweite Elektrode. Eine EMK von 5 Volt wurde an die beiden Elektroden angelegt, wodurch sich eine Stromdichte von 0,124 A/cm2 ergab. Die Stromrichtung wurde derart gewählt, daß das Eisenblech zuerst 3 Sekunden lang die Kathode bildete, wonach der Strom umgekehrt wurde, so daß das Eisenblech 2 Sekunden die Anode bildete. Auf diese Weise wurde der Strom während insgesamt 5 Minuten umgekehrt, wobei das Eisenblech 3 Sekunden Kathode und 2 Sekunden Anode war. Am Ende der 5 Minuten hatte sich auf der Eisenblechoberfläche ein dicker Überzug aus Ferro-Ferrihydroxiden gebildet. Das Eisenblech wurde aus der Natriumchloridlösung genommen und in einen 100° C heißen Ofen 1 Minute lang gebracht, wodurch die Hydroxide in Ferrioxid verwandelt wurden. Die Ferrioxidschicht war glatt, zäh, hart, von hellbrauner Farbe, nichtleitend und wurde von mit Sauerstoff gesättigtem, 3 % Natriumchlorid enthaltendem Wasser nicht angegriffen.
  • Beispiel II Das Verfahren gemäß Beispiel I wurde wiederholt, nur daß die Stromdichte 0,093 A/cm2 betrug und das PH der Elektrolytlösung unter Verwendung von Salzsäure auf 7 eingestellt war. Die erzielte Ferrioxidschicht war ähnlich der im Beispiel I erzielten und zeigte dieselbe Korrosionsbeständigkeit gegenüber mit Sauerstoff gesättigter Natriumchloridlösung.
  • Beispiel III Das Verfahren gemäß Beispiel II wurde wiederholt, nur daß eine 3 %ige Natriumsulfatlösung an Stelle der 3%igen Natriumchloridlösung verwendet wurde. Wie im Beispiel I war die gewonnene Eisenoxidschicht hart, zäh, glatt, von leicht brauner Farbe und wurde nicht von einer mit Sauerstoff gesättigten, 3%igen wäßrigen Natriumchloridlösung angegriffen. Beispiel IV An Stelle der 3%igen Natriumchloridlösung gemäß Beispiel 1I wurde eine 3%ige Kaliumbromidlösung verwendet. Im übrigen war das Verfahren das gleiche. Die gewonnene Ferrioxidschicht war ähnlich der in den vorstehenden Beispielen erzielten und zeigte dieselbe Beständigkeit gegenüber einer mit Sauerstoff gesättigten, wäßrigen Natriumchloridlösung.
  • Beispiel V Das Verfahren gemäß Beispiel 1I wurde wiederholt, aber unter Verwendung einer 3%igen Natriumhydroxidlösung an Stelle der 3%igen Natriumchloridlösung. Das plj dieser Lösung betrug 14. Die gebildete Ferrioxidschicht war glatt, zäh, hart und von goldener Farbe. Im Gegensatz zu den in vorstehenden Beispielen erzielten Schichten war diese elektrisch leitend. Beispiel VI Das Verfahren gemäß Beispiel II wurde wiederholt, aber an Stelle der 3%igen Natriumchloridlösung wurde eine 3%ige Lithiurnnitratlösung verwendet. Die gebildete Ferrioxidschicht war glatt, zäh, hart und von goldener Farbe. Wie im Beispiel V war diese Schicht ebenfalls elektrisch leitend.
  • Beispiel VII In diesem Beispiel wurde an Stelle der 3%igen Natriumchloridlösung eine 3%ige Kaliumdichromatlösung verwendet. Das Verfahren war im übrigen das gleiche wie im Beispiel II. Die gebildete Ferrioxidschicht war ähnlich der im Beispiel VI erzielten.
  • Beispiel VIII In diesem Beispiel wurde an Stelle der 3%igen Natriumchloridlösung gemäß Beispiel Il eine 3%ige Salzsäurelösung verwendet. Das Verfahren war im übrigen das gleiche wie nach BeispielII. In diesem Beispiel wurde eine nicht zufriedenstellende Schicht erzielt.
  • Beispiel IX Die Beispiele III, IV und VI wurden wiederholt, nur das pFI wurde durch Zusatz von Natriumhydroxid statt auf 7 auf 11 eingestellt. Das Beispiel V wurde ebenfalls wiederholt und das pfI mittels Zusatz von Salzsäure ebenfalls auf 11 statt auf 14 eingestellt. In diesem Beispiel waren die erzielten Schichten für alle praktischen Zwecke mit denjenigen identisch, welche bei einem pij von 7 gebildet worden waren.
  • Es wurde festgestellt, daß bei Verwendung von Natriumhydroxid die Ferrioxidschicht entweder von grüner oder von goldener Farbe, je nach der Beschichtungszeit erzeugt werden konnte. Ließ man den Strom 5 Minuten lang durch die Lösung fließen, so sah die erzeugte Schicht grün aus, wogegen sie golden war, wenn der Strom 10 Minuten floß.
  • Beispiel X In diesem Beispiel wurde die Wirkung des pH untersucht. Es wurde eine 3%ige Natriumchloridlösung hergestellt und deren p$ entweder mittels Salzsäure oder Natriumhydroxid auf verschiedene Werte zwischen 2 und 12 eingestellt. In sämtlichen Fällen wurden Schichten auf dem Eisen erzeugt. Bei einem pH von 4 oder darunter waren die Schichten, weil ungleichmäßig, nicht zufriedenstellend. Durch dieses Beispiel also wurde bewiesen, daß der günstigste PH-Bereich zwischen 7 und 11,5 liegt.
  • Beispiel XI In diesem Beispiel wurde versucht, eine Schicht herzustellen, indem das Eisenstück während der gesamten Beschichtungsdauer die Anode bildete. Als Elektrolyt wurde eine 3%ige Natriumchloridlösung verwendet, und die Stromdichte erstreckte sich über einen Bereich von 0,0155 bis 5,580 A/cm2. Mittels dieses Verfahrens war es nicht möglich, eine Schicht zu erzielen, und der Stoff, welcher sich auf dem Eisenstück zu bilden trachtete, haftete nicht und fiel auf den Boden der Zelle. Aus diesem Grunde wurde keine höhere Stromdichte verwendet.
  • Beispiel XII In diesem Beispiel wurde das Verfahren gemäß Beispiel XI wiederholt, nur daß an Stelle einer 3%igen Natriumchloridlösung eine 3%ige Natriumsulfatlösung zur Anwendung gelangte und daß das Eisenblech ununterbrochen die Kathode bildete. Dieses Verfahren war erfolglos, da keinerlei Schicht erzielt wurde.
  • Beispiel XIII Die Beispiele 1I, 11I, V, VII wurden wiederholt, nur daß die Schicht aus Hydroxidgemischen durch Waschen des Blechstückes mit Wasser und nachfolgendem Eintauchen in eine 10%ige Wasserstoffperoxidlösung während 5 Sekunden mit nachfolgendem Waschen und Trocknen an der Luft zu Ferrioxid verwandelt wurde, statt durch Anwendung der Wärmebehandlung. Die so erzeugten Ferrioxidschichten waren in jeder Hinsicht den durch 1 Minute langes Erhitzen bei 100° C im Ofen erzeugten gleich. Wie in den Beispielen V und VII erzeugte die Natriumhydroxid- und die Kaliumdichromatlösung eine Schicht von goldener Farbe.
  • Beispiel XIV Die Beispiele IV und VI wurden wiederholt, nur daß die von dem Hydroxidgemisch gebildete Schicht in Ferrioxid verwandelt wurde, indem das Blechstück mit Wasser gewaschen, dann 5 Minuten lang in eine 3o/oige Wasserstoffperoxidlösunggetaucht, nachfolgend gewaschen und an der Luft getrocknet wurde, statt einer Wärmebehandlung unterworfen zu werden. Die derart erzeugten Fernoxidschichten waren in jeder Hinsicht den durch 1minütiges Erhitzen bei 100'C im Ofen erzeugten ähnlich. Wie im Beispiel VI wurde bei Verwendung von Lithiumnitrat eine Schicht goldener Farbe erzeugt. Beispiel XV Beispiel l wurde wiederholt, nur daß die aus dem Hydroxidgemisch bestehende Schicht in Fernoxid verwandelt wurde, indem, statt die Wärmebehandlung anzuwenden, mit Sauerstoff angereicherte Luft 15 Minuten lang durch die Natriumchloridlösungperlte. Die so erzeugte Ferrioxidschicht war in jeder Beziehung der durch die Wärmebehandlung gemäß Beispiel I erzielten ähnlich. Beispiel XVI Beispiel XV wurde wiederholt; nur daß an Stelle der mit Sauerstoff angereicherten Luft Ozon durch die Natriumchloridlösung perlte. Das Hydroxidgemisch wurde in weniger als 3 Minuten in eine Fernoxidschicht verwandelt, die in jeder Beziehung der durch die Wärmebehandlung nach Beispiel I erzielten ähnlich war.
  • Diese Beispiele zeigen, daß bei der Herstellung von Überzügen gemäß der Erfindung das wichtige Merkmal die Umkehrung der Stromrichtung ist, durch welche der eiserne Gegenstand abwechselnd Kathode und Anode ist. Bezüglich des verwendeten Elektrolyten kann dieser aus einer großen Anzahl von sowohl oxydierenden als auch nicht oxydierenden Elektrolyten gewählt werden. Das pii der Lösung muß aber im Bereich von etwa 4 bis 12 liegen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Anwendung des Verfahrens zur galvanischen Abscheidung von Metallüberzügen mittels periodisch wechselndem Umkehrstrom auf die elektrolytische Erzeugung einer Ferrioxidschicht auf Eisen in einem wäßrigen Elektrolyten mit einem Gehalt an Kationen der I. und 1I. Gruppe des Periodischen Systems, wobei der pfi-Wert des Elektrolyten zwischen 4 und 12 liegt, die kathodische Phase zur anodischen Phase vorzugsweise im Verhältnis 3 : 2 gewählt und die gebildete Hydroxidschicht durch eine oxidierende Nachbehandlung in Fernoxid umgewandelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung eines wäßrigen alkalischen Elektrolyten die Sulfate, Dichromate, Nitrate oder Hydroxide der Alkali- oder Erdalkalimetalle verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet, daß als Elektrolyt eine 0,1 bis 1n Natriumchloridlösung, deren p11-Wert mittels Natriumhydroxid auf etwa 10 eingestellt ist, verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Spannung von 1 bis 10 Volt eine Stromdichte von 0,0155 bis 0,155 A/cm-' angewendet wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 709 458, 894 799, 914 337; schweizerische Patentschrift Nr. 272 268.
DEC16327A 1958-02-20 1958-02-20 Anwendung des Verfahrens zur galvanischen Abscheidung von Metallueberzuegen mittels periodisch wechselndem Umkehrstrom auf die elektrolytische Erzeugung einer Ferrioxidschicht auf Eisen Pending DE1166583B (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE709458C (de) * 1937-07-02 1941-08-16 Siemens & Halske Akt Ges Verfahren zur Erzeugung widerstandsfaehiger und korrosionshindernder Oberflaechenschichten auf Eisen
CH272268A (de) * 1945-08-10 1950-12-15 Westinghouse Electric Corp Verfahren zur galvanischen Abscheidung von Metall.
DE894799C (de) * 1942-08-05 1953-10-29 Richard Beck Verfahren zur Durchfuehrung von elektrolytischen Vorgaengen, insbesondere zum Niederschlagen von Metallen aus Elektrolyten
DE914337C (de) * 1949-03-20 1954-07-01 Dr Richard Springer Verfahren zur Kathodischen Erzeugung hydroxydischer, oxydischer und karbonatischer Schutzschichten auf Metallen

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