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Anordnung zur Verriegelung zweier druckknopfartig verklinkter Bauteile
mit einem Elektromagneten Bei einer bekannten Anordnung zur Verklinkung zweier Bauteile
ist an dem einen Teil ein feststehender Druckknopf und an dem anderen Teil ein Sicher
rungsglied angeordnet, das im verklinkten Zustand unter dem Druckknopf einrastet.
Zum Lösen der Verklinkung wird das Sicherungsglied in Form einer Feder aus dem Bereich
des Druckknopfes herausgedrückt.
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Bei Schließvorrichtungen für Hauben, insbesondere von Kraftfahrzeug-Karosserien,
ist es außerdem üblich, ein Schließteil, das vorzugsweise ein Zapfen mit einer Nut
sein kann, an einer Haube und ein weiteres Schließteil karosseriefest an einem Tragblech
anzuordnen.
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Um bei Rohrpostanlagen zu vermeiden, daß nach Abstellung des die
Betriebsluft liefernden Gebläses an den verschiedenen Unterstationen noch Büchsen
in die Rohrleitung eingeworfen werden, die nicht mehr befördert werden können, hat
man die Verschlußklappen aller Senderöffnungen beim Abstellen des die Betriebsluft
liefernden Gebläses mittels elektromagnetisch beeinflußter Riegel gesperrt.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zur Verriegelung
zweier druckknopf artig verklinkter Bauteile mit einem Elektromagneten zu schaffen,
dessen Anker im stromlosen Zustand in die Bewegungsbahn der Verriegelungseinrichtung
eingreift. Derartige Anordnungen sind nicht nur für Rohrpostsender erforderlich,
von denen das Absenden von Rohrpostbüchsen zeitweise verhindert werden soll, sondern
auch für Türen, z. B. Aufzugtüren.
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Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß eine Entriegelungstaste vorgesehen
ist, in deren Bewegungsbahn der Anker im stromlosen Zustand des Magneten eingreift,
und ein Schalter angeordnet ist, der beim Betätigen der Entriegelungstaste den Elektromagneten
einschaltet.
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Bei der Anwendung von Trichtersendern in Rohrpostanlagen liegt der
Vorteil der Erfindung vor allem darin begründet, daß es möglich ist, aus größerer
Entfernung den Zeitpunkt und die Dauer der Verriegelung zu bestimmen und die Verriegelung
gegen unbefugten Zugriff zu sichern. Außerdem wirkt sich der geringe Platzbedarf
besonders günstig aus, da die Verklinkung im Senderdeckel untergebracht werden soll
und mit Rücksicht auf die kleineren Nennweiten bei Rohrpostanlagen nicht viel Platz
beanspruchen darf.
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Darüber hinaus hat die erfindungsgemäße Anordnung weiter den Vorteil,
daß sie keinerlei Wartung und Einstellbarkeit erfordert. Diese Vorteile kommen wiederum
bei Rohrpostsendern besonders zum Tra-
gen, da der Senderdeckel die Verklinkung vollkommen
umschließen muß. Diese Unzulänglichkeit der Verklinkung, die Voraussetzung für einen
guten Sender ist, würde aber eine einwandfreie nachträgliche Einstellung, wie sie
beispielsweise für bekannte Klinken erforderlich ist, unmöglich machen.
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Das Magnetsystem ist bei der Ausführung nach der Erfindung nur indirekt
am Sperren der Verklinkung beteiligt und kann daher sehr klein gehalten werden,
was sich auf die Gesamtabmessungen recht günstig auswirkt. Da die Verriegelung im
stromlosen Zustand erfolgt, besteht kein zusätzlicher Strombedarf, wenn mehrere
Sender gleichzeitig gesperrt werden sollen. Außerdem sind bei Stromausfall sämtliche
Sender sicher verriegelt.
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In den Figuren ist die Erfindung in der Anwendung auf einen Rohrpostsender
dargestellt. Es zeigt F i g. 1 die Seitenansicht eines Rohrposttrichtersenders teilweise
aufgebrochen, F i g. 2 eine Ansicht in Richtung A nach F i g. 1, Fig. 3 einen verklinkten
Druckknopf in der Seitenansicht, Fig. 4 die Draufsicht auf eine Sicherungsfeder,
F i g. 5 das Prinzip der elektromagnetischen Sendersperrung.
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Auf dem Gehäuse 1 eines Rohrposttrichtersenders, das sich auf einer
Platte 2 befindet, ist ein feststehender Druckknopf 3 angeordnet. In dem Deckel
4 sind zwei Platten 5, 6 befestigt, zwischen denen eine Omegafeder 7 liegt. Eine
Entriegelungstaste 8, die an der Stelle 9 konisch zuläuft, wird durch eine Druckfeder
10 in ihrer obersten Stellung gehalten. Mit 11 ist eine Schaltachse bezeichnet,
auf der eine Druckfederl2 und ein Sperrzylinder 13 vorgesehen sind.
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Am unteren Ende der Schaltachse ist ein Kontakt 14 angeordnet, der
im Stromkreis eines Magneten 15
liegt, dessen Anker 16 mit einer
Sperrnasel7 versehen ist. Die gestrichelte Linie a unter dem Sperrzylinder 13 und
die Sperrnase begrenzen den Vorhubb.
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Beim Schließen des Deckels spreizt der mit dem Gehäuse2 verbundene
Druckknopf 3 mit seinen Schrägen die Schenkel der Feder 7 auseinander, so daß diese
in der Endlage des Deckels unter den konischen Abschrägungen des Druckknopfes einrasten
können. Damit ist der Deckel verklinkt und läßt sich nur durch Betätigen der Entriegelungstaste
8 entgegen der Druckfeder 10 wieder öffnen. Beim Niederdrücken der Taste 8 spreizt
diese mit ihrer konischen Anschrägung9 die Federschenkel entsprechend der in der
F i g. 4 gestrichelt angedeuteten Lage so weit auseinander, daß die Federschenkel
beim Öffnen des Deckels an dem Druckknopf vorbeigehen. Damit ist die Verklinkung
ausgelöst.
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Die Verriegelung, die den Zeitpunkt und die Dauer der Verklinkung
durch Ferneinstellung beeinflussen kann, arbeitet folgendermaßen: Sobald sich die
Entriegelungstaste 8 beim Betätigen um den Betrag »S« abwärts bewegt hat. trifft
sie auf die Schaltachse 11 und nimmt sie entgegen der Kraft der Federl2 mit. Wenn
der Sperrzylinder 13 die gestrichelte Linie a erreicht, erfolgt durch das untere
Ende der Schaltachse 11 die Betätigung des Kontaktes 14, der den Stromkreis für
den Magneten 15 schließt. Beim Anzug des Ankers 16 wird die Sperrnase 17 aus dem
Bereich des Sperrzylinders 13 herausgeschwenkt, so daß die Aufspreizung der Feder
7 durch den Konus 9 erfolgen kann.
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Die Sperrnase 17 verläßt in diesem Fall den Bereich des Sperrzylinders
13 bevor eine Berührung erfolgt. Nur dadurch ist es möglich, mit einem sehr kleinen
Magneten auszukommen. Dieser Anordnung liegt der Gedanke zugrunde, daß ein Vorhub
b zwischen der Betätigung des Magnetkontaktes 14 und der Sperrstellung vorhanden
ist, der so groß gewählt werden muß, daß auch bei schnellem Drücken der Taste 8
die Spermase 17 ausgeschwenkt ist, bevor sie der Sperrzylinder 13 berührt.
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Im Falle der Sendersperrung, z. B. durch einen nicht dargestellten
elektrischen Verriegelungsschalter im Stromkreis des Magneten 15 spricht dieser
bei Betätigen des Kontaktes 14 nicht an. Dadurch trifft beim Niederdrücken der Entriegelungstaste
8 der Sperrzylinder 13 auf die Sperrnase 17, die seinen Weg begrenzt. In dieser
Lage liegt die konische Anschrägung 9 der Entriegelungstaste noch oberhalb der
Omegafeder7,
die weiterhin mit dem Druckknopf 3 in Eingriff bleibt und damit den Sender sperrt.
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Diese elektrische Verriegelung verhindert, daß der Stromkreis des
Magneten 15 durch Betätigung des Kontaktes 14 geschlossen werden kann. Bei diesem
Betriebszustand bleibt dann die Sperrnase 17 in der Bewegungsbahn der Entriegelungstaste
und verhindert, daß mit der Taste der zur Entklinkung erforderliche Verstellhub
ausgeführt wird.
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Die im Deckel eines Rohrpostsenders sitzende Verklinkung und die
im Gehäuse angeordnete Verriegelung sind vollkommen voneinander getrennt, was gleichzeitig
einer Trennung des mechanischen vom elektrischen Teil entspricht. Diese Anordnung
ermöglicht daher eine leichte Montage. Da außerdem keine nachträgliche Einstellung
notwendig ist, kann die Verklinkung vollkommen gekapselt und damit gegen unbefugten
Zugriff gesichert eingebaut werden. Ein weiterer Vorteil ist darin begründet, daß
der elektrische Teil am Gehäuse sitzt und deshalb die Verdrahtung fest verlegt werden
kann. Kontakte im Deckel des Rohrpostsenders würden die Beschaltung wesentlich erschweren.