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Elektrisches Schaltschloß Zur Scharfschaltung elektrischer Sicherheitsanlagen
sind Schaltschlösser bekannt, welche bei dem Schließvorgang neben der Bewegung des
Schloßriegels auch die Betätigung elektrischer Kontakte bewirken. Hierdurch wird
die Auslösung eines elektrischen Fernmelders vorbereitet, so daß bei dem Ansprechen
von Sicherheitskontakten die Abgabe einer Meldung an eine entfernte Empfangsstelle
veranlaßt wird.
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Die bekannten Schaltschlösser dieser Art sind in der Weise aufgebaut,
daß bei Betätigung eines Spezialschlüssels eine Einbausicherung in dem Schloß gedreht
wird, welche die Verschiebung des Schloßriegels bewirkt. Durch den Schloßriegel
und die Einbausicherung werden Schaltkulissen bewegt, die auf Kontaktfedersätze
einwirken.
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Gegenstand der Erfindung ist ein Schaltschloß, bei dem die elektrischen
Kontakte unabhängig von dem Schloßriegel gesteuert werden. Darüber hinaus besitzt
das Schaltschloß eine geringe Einbautiefe, so daß es auch bei Glastüren mit schmalem
Rahmen verwendbar ist. Es ist weiterhin unabhängig von der Einbaulage, und es können
staubgeschützte Kontakte verwendet werden.
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Erfindungsgemäß wird dies bei einem elektrischen Schaltschloß für
Sicherheitsschleifen, bei dem durch Betätigen eines Schlüssels Kontakte gesteuert
werden, dadurch erreicht, daß die durch den Schlüssel betätigbare Einbausicherung
mit Steuerscheiben verbunden ist, die unabhängig von der jeweiligen Stellung des
Riegels auf elektrische Schaltelemente einwirken. Hierdurch wird erreicht, daß bei
eventueller Einwirkung auf den Schloßriegel keine Änderung der Kontaktgabe eintritt.
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Eine vorteilhafte Ausgestaltung eines derartigen Schaltschlosses ergibt
sich dadurch, -daß an der Einbausicherung Kurvenscheiben befestigt sind, die über
Schalthebel auf vorzugsweise als Mikroschalter ausgebildete Schaltelemente einwirken.
Vorteilhaft sind zwei doppelarmige Schalthebel scherenförmig übereinander angeordnet,
wobei jeweils das eine Ende der Hebel durch eine Kurvenscheibe geführt wird, das
andere Ende der Hebel auf die Schaltelemente einwirkt. Wenigstens eine der Kurvenscheiben
ist um einen kleinen Winkel durch den zugehörigen Schalthebel durch Reibung verdrehbar
angebracht, wodurch eine Verzögerungswirkung in der Kontaktgabe erreichbar ist.
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Die Erfindung sieht weiterhin vor, daß eine auf der Einbausicherung
befestigte Steuerscheibe einen in den Bereich einer durch einen Elektromagneten
betätigbaren Sperrvorrichtung hineinragenden Sperrnocken trägt, durch den ein Zuschließen
des Schlosses bei nicht erregtem Elektromagneten verhindert wird. Vorteilhaft ist
die Sperrvorrichtung als ein Teil des Ankers des Elektromagneten ausgebildet. Der
Anker trägt einen weiteren Sperransatz, welcher im Zusammenwirken mit dem Sperrnocken
der Steuerscheibe ein Aufschließen des Schlosses bei erregtem Elektromagneten verhindert.
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Lageunabhängig ist das Schaltschloß insbesondere dadurch, daß an der
den Sperrnocken tragenden Steuerscheibe ein weiterer Schaltnocken angeordnet ist,
der mechanisch ein Anlegen des Ankers an den Kern des Elektromagneten bewirkt. Weiterhin
ist zur Begrenzung der Drehbewegung der Einbausicherung mit den Steuerscheiben im
Schloßkasten ein Sperrteil längsverschiebbar angeordnet, so daß die Einbausicherung
um volle 360° drehbar ist und dieser große Winkelweg für Steuer- und Prüfzwecke
ausnutzbar ist. Ein raumsparender Aufbau des Schaltschlosses wird dadurch erreicht,
daß in einem langen, schmalen Schloßkasten hintereinander der Elektromagnet, die
Einbausicherung, der Riegel, die Mikroschalter und Anschlußleisten für die Verdrahtung
angeordnet sind.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der folgenden Beschreibung
zu entnehmen. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigt F i g. 1 das Schaltschloß mit abgenommenem Deckel in der Seitenansicht,
F i g. 2 einen Schnitt A-B durch das Schaltschloß. Das elektrische Schaltschloß
besteht, wie in den Abbildungen dargestellt ist, aus einem Schaltschloßkasten 1,
in welchem ein Riegel 2 angeordnet ist,
welcher durch eine mit einem
Spezialschlüssel betätigbare Einbausicherung 3 bei einer Schlüsseldrehung verschoben
wird. Auf der Einbausicherung 3 sind übereinander Steuerscheiben 4, 5 und 6 befestigt.
Die Steuerscheibe 4 besitzt einen Sperrnocken 7 und einen weiteren Steuernocken
8, die mit dem Anker 9 des daneben im Schaltschloßkasten angebrachten Elektromagneten
10 zusammenwirken. Der Anker steht unter dem Einfluß einer Zugfeder 11 und besitzt
zwei Ansätze 12 und 13, die je nach Betätigungslage des Elektromagneten im Zusammenwirken
mit dem Sperrnocken 7 die Drehung der Einbausicherung nach einem kurzen Winkelweg
sperren oder vollends freigeben.
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An der Unterseite der Steuerscheibe 4 ist ein Vierkantbolzen 14 angebracht,
der zur Verschiebung des Riegels 2 dient und der zur Begrenzung der Drehbewegung
der Einbausicherung mit einem Sperransatz 15 zusammenarbeitet. Um eine Drehbewegung
von vollen 360° zu erreichen, ist der Sperransatz 15 an einer Schiene 16 angebracht,
die mittels Bolzen 17 in dem Schaltschloßkasten um einen kleinen Betrag längsverschiebbar
angeordnet ist.
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Die an ihrem Rande kurvenförmig ausgebildete Steuerscheibe 5 wirkt
mit einem zweiarmigen Hebel 18 zusammen, der mit Hilfe eines Bolzens 19 verschwenkbar
gelagert ist. Während das eine Ende 20 dieses Hebels die Steuerscheibe abtastet,
betätigt bei einer Verschwenkung das andere, abgewinkelte Ende 21 einen Mikroschalter
22.
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Die ebenfalls an ihrem Rande kurvenförmig ausgebildete Steuerscheibe
6 wird von dem Ende 24 eines Hebels 25 abgetastet, der mit Hilfe eines Bolzens 26
schwenkbar gelagert ist und mit seinem abgewinkelten Ende 27 auf einen Mikroschalter
28 einwirkt.
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Während die Steuerscheiben 4 und 5 fest mit der Einbausicherung verbunden
sind, ist die Steuerscheibe 6 zwischen der Steuerscheibe 5 und einer Deckplatte
29 verdrehbar angeordnet. Der Drehwinkel wird jedoch durch einen Schlitz 30 in der
Steuerscheibe 6, in den ein Stift 31 der Steuerscheibe 5 eingreift, begrenzt. Durch
diese Ausbildung wird entsprechend einer schaltungstechnischen Forderung erreicht,
daß durch Mitnahme der Steuerscheibe 6 durch den Hebel 25 infolge Reibung in der
einen Drehrichtung eine Schließzeitdehnung des Mikroschalters 27 erfolgt.
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Beide Hebel 18 und 25 sind scherenartig übereinander angeordnet
und werden durch eine gemeinsame Feder 32 zur Anlage an die Steuerscheiben gebracht.
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In dem Schaltschloßkasten ist weiterhin eine Anschlußleiste 23 für
die elektrische Verdrahtung angebracht. Der Schaltschloßkasten ist an dem Schloßtulp
33 befestigt und wird durch einen nicht dargestellten Deckel verschlossen.
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Das beschriebene Schaltschloß arbeitet folgendermaßen: Nach Einführen
des Spezialschlüssels in die Einbausicherung wird diese entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn
gedreht. Hierbei gelangt nach etwa einer Viertelumdrehung der Vierkant 14 der Einbausicherung
3 in einen Ausschnitt 35 des Schloßriegels 2 und bewegt diesen in Richtung Schließstellung.
Durch den Vierkant wird gleichzeitig die an dem Schloßriegel mittels Bolzen 36 verschiebbar
gelagerte Zuhaltung 37 entgegen der Kraft einer Torsionsfeder 38 in Richtung auf
die Mikroschalter verschoben und dabei zur Freigabe der weiteren Bewegung des Schloßriegels
der Sperransatz 39- der Zuhaltung aus dem Bereich eines ortsfesten, nicht
dargestellten Anschlages gehoben.
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Bei einer weiteren Drehung der Einbausicherung gelangt der Sperrnocken
7 in den Bereich des Sperransatzes 12 des Ankers 9. Ist die durchzuschaltende Sicherheitsanlage
in einwandfreiem Funktionszustand; so ist der Elektromagnet 10 erregt und der Anker,
wie dargestellt, in angezogenem Zustand. Der Sperrnocken 7 kann an dem Sperransatz
12 ohne Hemmung vorbeigleiten. Im anderen Falle wird der Sperrnocken durch den Sperransatz
des Ankers gehemmt, und erst nach Beseitigung einer eventuellen Störung in der Sicherheitsanlage
kann das Schloß über diese Stellung hinaus betätigt werden. Im weiteren Verlauf
der Drehbewegung der Einbausicherung 3 gelangt der Schloßriegel2 in seine Schließlage,
und über die Steuerscheiben 4 und 5 werden die Hebel 18 und 25 verschwenkt und die
zugehörigen Mikroschalten 22 und 28 betätigt. In der Schließlage des Schloßriegels
befindet sich der Vierkantbolzen 14 außerhalb des Einschnittes 35 des Schloßriegels,
so daß eine eventuelle Bewegung des Schloßriegels, die überdies durch die Zuhaltung
37 verhindert wird, ohne Einfluß auf die Betätigung der Mikroschalter bleibt.
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Beim Aufschließen des Schaltschlosses gelangt der Sperrnocken 7 in
den Bereich des Sperransatzes 13 des Ankers 9 des Elektromagneten. Nur wenn der
Elektromagnet 10 aberregt ist, kann die Einbausicherung zur Öffnung des Schloßriegels
über diese Stellung hinaus durch den Schlüssel gedreht werden. Die Aberregung des
Elektromagneten wird vorzugsweise über ein zusätzliches Zahlenkombinationsschloß
über die Sicherheitsanlage gesteuert.
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Der Normaleinbau des Schaltschlosses erfolgt in der Lage, daß der
Elektromagnet 10 sieh unterhalb der Einbausicherung 3 befindet. Das Schaltschloß
kann aber auch auf den Kopf stehend eingebaut werden. Um hierbei keine stärkere
Erregung des Elektromagneten für den Anzug des Ankers 9 entgegen der Schwerkraft
zu benötigen, ist der Schaltnocken 8 an der Steuerscheibe 4 vorgesehen, der beim
Drehen der Einbausicherung über den Sperransatz 12 den Anker 9 mechanisch an den
Elektromagneten anlegt.