DE1166060B - Doppelriemchenstreckwerk fuer Spinnmaschinen mit schmalen Riemchenkaefigen, insbesondere fuer Wolle und gekraeuselte kuenstliche Fasern - Google Patents
Doppelriemchenstreckwerk fuer Spinnmaschinen mit schmalen Riemchenkaefigen, insbesondere fuer Wolle und gekraeuselte kuenstliche FasernInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H5/00—Drafting machines or arrangements ; Threading of roving into drafting machine
- D01H5/18—Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars
- D01H5/26—Drafting machines or arrangements without fallers or like pinned bars in which fibres are controlled by one or more endless aprons
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Description
- Doppelriemchenstreckwerk für Spinnmaschinen mit schmalen Riemchenkäfigen, insbesondere für Wolle und gekräuselte künstliche Fasern Die Erfindung bezieht sich auf ein Doppelriemchenstreckwerk für Spinnmaschinen mit schmalen Rienichenkäfigen, insbesondere für Wolle und gekräuselte künstliche Fasern, Es sind Doppelriemchenstreckwerke für Spinnmaschinen mit schmalen Riemehenkäfigen, insbesondere für schlecht verspinnbare Fasern wie Jute u. dgl. bekannt, bei denen die Seitenführungen mit den dazwischenliegenden Riemehen so schmal ausgeführt sind, daß die Faserbänder vor den Ausgangswalzen auf die erforderliche Breite verdichtet werden. Bei diesen Streckwerken unterliegen die Ausgangswalzen an der Durchgangstelle der Faserbänder einem sehr starkenVerschleiß, so daß sich an diesenStellenRillen ergeben und die Klemmwirkung für den Durchzug der Faserbänder mit der Zeit nicht mehr ausreicht.
- Es sind andererseits Spinnmaschinen für Baumwolle u. dgl. bekannt, bei denen die Luntenverdichter vor den Ausgangswalzen zum Verhindern des Verschleißes hin- und herbewegt werden. Diese bekannten Luntenverdichter sind aber ungeeignet zur Aufnahme von Riemchenkätig und Doppelriemchenaggregaten.
- Es ist ferner bei Spinnmaschinen bekannt, zum Verhindern des Verschleißes der Ausgangswalzen ein Rillenwalzenpaar axial hin- und herzubewegen. Für Spinnmaschinen mit Doppelriemchenstreckwerken für Wolle und gekräuselte künstliche Fasern würde das aber heißen, daß die beiden Ausgangs- und Eingangswalzen zusammen hin- und herbewegt werden müßten. Da die beiden Walzenpaare mit einem verhältnismäßig hohen Druck zusammengedrückt werden, würden sich Schwierigkeiten bei der Ausbildung einer Vorrichtung zum Ausüben eines so hohen Druckes und zum Hin- und Herbewegen ergeben.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Doppelriemchenstreckwerken für Spinnmaschinen mit schmalen Riemehenkäfigen, insbesondere für Wolle und gekräuselte künstliche Fasern mit einfachen Mitteln einen Verschleiß an den Ausgangswalzen zu verhindern. Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß eine Vorrichtung zum seitlichen Hin- und Herbewegen eines Rahmens vorgesehen wird, der die Riemchenwalzen, die Riemchenkäfige mit den Seitenführungen, den Umlenkgliedern und den Riemchen sowie die Luntenführer trägt. Dadurch können die Eingangs- und Ausgangswalzen feststehend ausgebildet werden, und alle Teile zur Führung der Faserbänder bewegen sich auf einem Rahmen oder mit einem Rahmen hin und her, so daß dadurch die Hin- und Herbewegung sehr einfach ausgeführt werden kann. Bei Doppelriemchenstreckwerken mit paarweise angeordneten Riemchen und mittels Getrieberädern übertragenem Antrieb der Riernehenwalzen sollen ferner die stationären Antriebsräder so breit ausgeführt sein, daß sich die angetriebenen Räder während ihrer Querbewegung seitlich darauf verschieben können.
- In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
- Fig. 1 zeigt eine einzelne Streckwerkseinheit in Seitenansicht; F i g. 2 ist eine Draufsicht auf das Streckwerk nach F i g. 1, wobei ein Paar Verzugseinheiten nebeneinander angeordnet sind.
- Das zu verziehende Faserband 1 läuft über einen Luntenführer 2 zu Eingangswalzen 3 und 4 und von dort über einen Luntenverdichter 5 zu einem mit 6 bezeichneten Doppelriemchenaggregat. Dieses enthält ein Paar miteinander zusammenarbeitender Riemchen 7 und 8, von denen jedes um eine Antriebswalze 9 und Leerlaufwalzen 10 herumgeführt ' ist, Die seitlichen Riemchenführungen sind mit 11 bezeichnet. Die Riemchenwalzen 9 sind schmal ausgeführt, so daß sie zwischen den Seitenführungen 11 Platz finden. Ein Druck wird auf die beiden Oberriemchen durch eine Blattfeder 12 ausgeübt. Diese stützt sich über Ausleger 50 nach unten gegen Glieder 13 ab, von welchen der Druck auf die oberen Riemehen an einer Stelle 17 an dem einen Ende und ferner mittels eines Paares Blattfedern 18 und 19 übertragen wird. Die beschriebenen Bestandteile bilden das Riemchenaggregat, das in der weiter unten beschriebenen Weise querverschoben wird. Das aus den Riemchen herauskommende Faserband läuft zwischen den Ausgangswalzen 20 und 21 in der üblichen Weise weiter.
- Zum Zwecke der Querverschiebung ist erfindungs-C Cemäß das gesamte Doppelriemehenaggregat auf einem in F i g. 2 im einzelnen dargestellten Rahmen angeordnet. Wie aus F i g. 1 und 2 ersichtlich ist, werden das Riemchenaggregat von einer Stange 25, die Luntenverdichter 5 von einer Stange 26 und die Luntenführer 2 von einer Schiene 27 getragen. Die Stangen 25 und 26 und die Schiene 27 erstrecken sich über die Länge der Maschine. Wie aus F i g. 2 ersichtlich ist, sind sie miteinander an einem Ende durch ein Joch 28 verbunden, dem die Querbewegung mitgeteilt wird. Diese Querbewegung wird von der Drehung der Eingangswalze 3 abgeleitet, an deren Ende eine, ein Schneckenrad 33 antreibende Schnecke 32 angeordnet ist. Das Schneckenrad 33 ist seinerseits auf einer, eine weitere Schnecke 35 tragenden Welle 34 angeordnet, die ein sich um eine ortsfeste Spindel 37 drehendes Schneckenrad 36 antreibt. Das Schneckenrad 36 trägt auf seiner Unterseite einen, in gestrichelten Linien dargestellten exzentrischen Vorsprung 38, der in einen Schlitz 39 in dem Joch 28 eingreift. Infolgedessen ruft die Drehung des Schneckenrades 36 eine hin- und hergehende Bewegung des Quergliedes 28 und damit eine Querbewegung des von den Stangen 25 und 26 und der Schiene 27 gebildeten Rahmens hervor.
- Der Antrieb für jedes Doppelriemehenaggregat kommt von einer ortsfest gelagerten Welle 40, die sich über die Länge der Maschine erstreckt und mit den Einheiten nicht querverschoben wird. Die Einheiten sind jedoch paarweise angeordnet, wobei eine Einheit in F i g. 2 dargestellt ist. Ein gemeinsamer Antrieb für dieses Einheitspaar wird von der Welle 40 durch ein Getrieberad 41 auf der Welle abgenommen, welches mit einem Getrieberad 42 auf einer Welle 43 kämmt, die die Antriebswalzen 9 für die unteren Riemchen einer jeden Einheit trägt. Das Getrieberad 42 kämmt mit einem gleichen Getrieberad 44 auf einer Welle 45, welche die Antriebswalzen für die oberen Riemchen der beiden Einheiten trägt. Um die notwendige Ouerbewegung zu ermöglichen, ist das untere Getrieberad 41 auf der Welle 40 verhältnismäßia breit ausgeführt, so daß das mit ihm in Eingriff befindliche Getrieberad 42 in Achsrichtung hin- und hergleiten kann. Die Getrieberäder 42 und 44 sind mit tiefen Zähnen versehen, so daß auch bei sich verändernder Faserbanddicke, durch welchen der Abstand zwischen den Wellen 43 und 45 geändert wird, stets ein richtiger Eingriff gesichert bleibt.
- Zusätzlich zu dem cemeinsamen Antrieb für die beiden Einheitspaare ist eine gemeinsame Druckquelle in Form eines Quergliedes 50 vorgesehen, welches zwischen den Gliedern 13 der beiden Einheiten liegt und Druck auf sie von der Blattfeder 12 aus ausübt. Diese Blattfeder erstreckt sich von der Unterseite eines in strichpunktierten Linien dargestellten gebogenen Belastungsarmes 51 aus, welcher sich von seiner Schwenkachse 52 bis zu einem Punkt auf der Achse der Ausgangswalzen 21 erstreckt. Wenn so die oberen Riemchen einer Einheit abgehoben werden müssen, wird der Druck durch Anheben des Armes 51 aufgehoben, wodurch gleichzeitig beide Oberwalzenpaare 21 und 4 abgehoben werden.
- Die beschriebene Ouerbewegung wird bei allen Streckwerkseinheiten der Maschine erteilt, so daß dadurch eine Querbewegung des Faserbandes mit Bezug auf die ortsfesten Eingangs- und Ausgangswalzen erzeugt und dadurch ein örtlicher Verschleiß dieser Walzen vermieden wird.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Doppelriemchenstreckwerk fürSpinnmaschinen mit schmalen Riemchenkäfigen, insbesondere für Wolle und gekräuselte künstliche Fasern, g e - kennzeichnet durch eine Vorrichtung zum seitlichen Hin- und Herbewegen eines Rahmens (25 bis 28), der die Riemchenwalzen (9), die Riemchenkäfige mit den Seitenführungen (11), den Umlenkgliedem (10) und den Riemchen (7 und 8) sowie die Luntenführer (2 und 5) trägt.
- 2. Doppelriemchenstreckwerk nach Anspruch 1 mit paarweise angeordneten Riemchen und mittels Getrieberädern übertragenern Antrieb der Riemchenwalzen, dadurch gekennzeichnet, daß die stationären Antriebsräder (41) so breit ausgeführt sind, daß sich die angetriebenen Räder (42) während ihrer Querbewegung seitlich darauf verschieben können. 3. Doppelrienichenstreckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb für die Ouerbewegung des Rahmens von einem Exzenter (38) durch Schneckentrieb (32 bis 36) von einer angetriebenen Walze, z. B. der Eingangswalze (3) der Maschine abgeleitet wird.
- In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1012 228, 485 036; britische Patentschrift Nr. 656 260; USA.-Patentschriften Nr. 2 856 643, 2 704 863, 2498 364, 2 193 196.
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