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DE1165791B - Korrosionsschutzmittel mit thixotropen Eigenschaften - Google Patents

Korrosionsschutzmittel mit thixotropen Eigenschaften

Info

Publication number
DE1165791B
DE1165791B DENDAT1165791D DE1165791DA DE1165791B DE 1165791 B DE1165791 B DE 1165791B DE NDAT1165791 D DENDAT1165791 D DE NDAT1165791D DE 1165791D A DE1165791D A DE 1165791DA DE 1165791 B DE1165791 B DE 1165791B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pitch
coal tar
special
corrosion protection
epoxy resin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1165791D
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Machon
Dr Phil Karl Meyer
Dr Rer Nat Adolf Siegl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Gelsenkirchener Bergwerks AG
Original Assignee
Gelsenkirchener Bergwerks AG
Publication date
Publication of DE1165791B publication Critical patent/DE1165791B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D195/00Coating compositions based on bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Korrosionsschutzmittel mit thixotropen Eigenschaften Die Erfindung bezieht sich auf ein Korrosionsschutzmittel auf der Grundlage von Steinkohlenteerpech.
  • Es ist bekannt, Steinkohlenteer mit epoxygruppenhaltigen Stoffen zu mischen und zur Vernetzung eine Härtungskomponente zuzusetzen. .Ferner ist durch die USA.-Patentschrift 2 765 288 bekanntgeworden, an Stelle von Steinkohlenteer Steinkohlenteerpech in Verbindung mit expoxygruppenhaltigen Stoffen und geeigneten Härtungsmitteln zu verwenden.
  • Bei der Verwendung dieser bekannten Erzeugnisse als Anstrichmittel lassen sich zwar verhältnismäßig starke Schutzschichten herstellen, aber nur unter Anwendung von relativ hochviskosen Anstrichmaterialien. Das bedingt aber wieder Schwierigkeiten beim Auftragen u. a. durch gesteigerten Energieaufwand beim Streichen oder Spritzen.
  • Erfindungsgemäß gelingt es, Korrosionsschutzmittel mit erhöhten Güteeigenschaften, welche die vorgenannten Nachteile nicht aufweisen und insbesondere zur Erzielung von dicken Anstrichen in einem Arbeitsgang geeignet sind, dadurch zu gewinnen, daß als Steinkohlenteerpech-Grundlage Steinkohlenteer-Sonderpeche gewählt werden. Diese Massen können mit oder ohne Füllstoff verwendet werden.
  • Unter »Steinkohlenteer-Sonderpeche« im Sinne der Erfindung versteht man nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse Produkte, welche durch Abdestillieren des Teeres bis zu einem Hartpech-Rückstand vom Erweichungspunkt nach K r a e m e r - S a r n o w = etwa 130°C und anschließendem Fluxen dieses Hartpeches mit einem besonders hochsiedenden Teeröl erhalten werden. Gegebenenfalls kann diese Herstellungsweise noch mit einem Kohleaufschluß kombiniert werden. Schließlich sind noch die durch Verblasen von Teer mit sauerstoffhaltigen Gasen, wie Luft, erhaltenen Sonderpeche hierher zu zählen.
  • Das normale Steinkohlenteerpech weist einen ziemlich hohen Gehalt an niedrigmolekularen und mittelmolekularen Teerharzen, dagegen nur wenig hochmolekulare H-Harze auf. Bei der Gewinnung des Hartpeches zwecks Herstellung der Sonderpeche müssen höhere Temperaturen als bei der Herstellung des normalen Steinkohlenteerpeches eingehalten werden, infolgedessen kommt dabei zu es einer Kondensation der niedrigmolekularen Verbindungen, als deren Folge eine starke Zunahme der hochmolekularen H-Harze zu verzeichnen ist. Wird das mit hochsiedendem Teeröl durchgeführte Fluxen des Hartpeches mit einem Kohleaufschluß kombiniert, so ist das so erhaltene Sonderpech ebenfalls durch einen auffallend hohen Gehalt an H-Harzen ausgezeichnet. Dieser hohe Gehalt an H-Harzen ist für die Steinkohlenteer-Sonderpeche charakteristisch, ebenso wie für das normale Kohlenteerpech ein niedriger Gehalt an H-Harzen kennzeichnend ist.
  • In gleicher Weise ist der Gehalt an benzolunlöslichen Bestandteilen bei gewöhnlichen Destillationspechen aus Steinkohlenteer . gering, bei Steinkohlenteer-Sonderpech jedoch stark erhöht. Beispielsweise enthält das gewöhnliche Kohlenteerpech vom Erweichungspunktnach Kraemer-Sarnow=20bis25°C etwa 17 bis 18 Gewichtsprozent an Benzolunlöslichem, ein Steinkohlenteer-Sonderpech vom gleichen Erweichungspunkt dagegen 32 bis 33 Gewichtsprozent, in Verbindung mit einem Kohleaufschluß sogar 43 bis 44 Gewichtsprozent Benzolunlösliches.
  • Werden beispielsweise 50 Gewichtsprozent eines gewöhnlichen Steinkohlenteerpeches, Erweichungspunkt nach Kraemer-Sarnow=65°C, mit 50 Gewichtsprozent Schwerbenzol versetzt, so resultiert eine schwarze, lackartige Flüssigkeit von der Viskosität 2,0 bis 2,5°E/50°C. Wird dagegen ein Steinkohlenteer-Sonderpech gemäß der Erfindung verwendet, so müssen 70 Gewichtsprozent Sonderpech mit 30 Gewichtsprozent Schwerbenzol verarbeitet werden, um eine lackartige Lösung mit einer Viskosität von 12 bis 14°E/50°C zu erhalten. Wird dieser vorstehend angegebene Anteil von 30 Gewichtsprozent Schwerbenzol erhöht, so kommt es zu einer Störung des Lösungsgleichgewichts und dadurch zur Bildung von dicken Ausfällungen, die selbstverständlich unerwünscht sind. Durch dieses unterschiedliche Lösungsverhalten wird der Fachmann auf dem Anstrichgebiet davon abgehalten, die Steinkohlenteer-Sonderpeche mit Epoxyharzen zu kombinieren.
  • Das Vorhandensein eines hohen Gehaltes an H-Harzen bzw. an Benzolunlöslichem im verwendeten Steinkohlenteer-Sonderpech ist eine Hauptvoraussetzung für die Gewinnung von Korrosionsschutzmitteln mit erhöhten Güteeigenschaften gemäß der Erfindung.
  • Die Erfindung betrifft Korrosionsschutzmittel mitverbesserten Güteeigenschaften, insbesondere zur Erzielung dickerer Anstriche in einem Arbeitsgang, auf der Grundlage von Steinkohlenteerpech-Epoxyharz mit Härtern und mit oder ohne Füllstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß als Steinkohlenteerpechkomponente Sonderpech, gewonnen aus Steinkohlenteerpech mit einem Erweichungspunkt nach K r a e m e r -S a r n o w von etwa 130°C, dient. Als Komponenten für die Mischung mit Sonderpech dienen vornehmlich die in bekannter Weise durch Polykondensation aus Epichlorhydrin und Polyphenolen gewonnenen Äther. Das zur Verwendung gelangende Epoxyharz soll bevorzugt ein Epoxy-Äquivalentgewicht von 150 bis 2000 aufweisen.
  • Als Reaktionskomponenten für die Durchführung der Vernetzung kommen die üblichen Produkte für diesen Vorgang in Betracht. Hierzu zählen zunächst Härter, die schon bei Raumtemperatur mit den Epoxygruppen unter Vernetzung reagieren, wie aminogruppenhaltige Verbindungen (Polyamine, Polyamide), Polycarbonsäuren und deren Anhydride, 'Polyalkohole, Polyester uws. Ebenso können hierzu Härtungsmittel, die zur Einleitung der Vernetzungsreaktion einer Wärmezufuhr bedürfen; wie die bekanntermaßen angewendeten Phenolharze, Melamin- und Harnstoff harze, benutzt werden. Bei Vernetzung des Sonderpech-Epoxyharz-Gemisches mit Polyaminen können diese als reines Addukf bzw. als :,In-situ«-Addukt eingesetzt werden.
  • Ebenso ist die in der Herstellungstechnik gebräuchliche Präkondensation der Epoxyharzvorprodukte mit aromatischen Polyaminen oder Phenolharzen anwendbar.
  • In gleicher Weise ist der Zusatz von Härtungsbeschleunigern möglich. Die einzelnen Produkte gelangen bei der praktischen Anwendung in Form eines Zweikomponentensystems zum Gebrauch, wobei z. B. die eine Komponente das Sonderpech und das Epoxyharz, die andere Komponente das Härtungsmittel umfassen kann. Ebenso kann ein Teil des Sonderpeches dem Härter zugefügt sein. Zur Einstellung der Verarbeitungskonsistenz können den beiden Komponenten Lösungsmittel zugegeben werden. Ferner können Füllstoffe, insbesondere mineralischer Herkunft, zugesetzt werden. Der verwendete Härter soll bevorzugt in äquivalenter Menge zum Epoxyharz-Vorprodukt zum Einsatz kommen, wobei jedoch Über- und Unterschreitungen möglich sind.
  • Nach erfolgtem Mischen der beiden Komponenten kann das fertige Anstrichmittel auf dem Untergrund aufgetragen werden. Innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit nach Auftrag des Lackes kommt es zur Abbindung, es resultiert ein harter, alterungsbeständiger und fließfester Film.
  • Die erfindungsgemäße Verwendung von Sonderpechen mit einem hohen Gehalt an H-Harzen verleiht überraschenderweise den bei der Verarbeitung mit Epoxyharzen/Härtungsmittelngewonnenen Korrosionsschutzmitteln folgende nicht ohne weiteres vorauszusehende vorteilhafte Eigenschaften: a) Durch den besonderen kolloidalen Aufbau der Sonderpeche erhalten die damit hergestellten Epoxyharz-Anstrichmittel ein deutlich strukturviskoses Verhalten, das bei Anwendung von Teer oder normalem Steinkohlenteerpech nicht oder nur schwach vorhanden ist.
  • Die erfindungsgemäßen Anstrichmittel besitzen eine Fließgrenze und erhalten dadurch besonders günstige Ablaufeigenschaften bei der Aufbringung auf senk= rechte Anstrichflächen. So liegt die praktisch erreichbare Schichtdicke nach einmaligem Auftragen zwischen 200 und 800 Mikron. Außerdem zeigen die mit Sonderpechen hergestellten Korrosionsschutzmittel eine gewisse Thixotropie, die die Verstreichbarkeit erleichtert.
  • Da die Wirksamkeit eines Anstrichmittels gegen korrodierende Einflüsse auf den zu schützenden Untergrund maßgebend durch die Schichtdicke beeinflußt wird und die Erzielung hoher Schichtstärken in einem Arbeitsgang bedeutende Einsparung an Arbeitsaufwand bringt, ist also der Einsatz der Sonderpeche ein wesentlicher Vorteil.
  • b) Die Elastizität des Anstrichfilms wird weitgehend verbessert. Hierzu trägt der Umstand bei, daß in dem Sonderpech ein gegenüber dem normalen Kohlenteerpech bedeutend plastischeres Ausgangsmaterial zur Anwendung gelangt. Welche Bedeutung dies für die Eigenschaftsverbesserung des Anstrichfilms hat, geht aus der nachstehenden Zusammenstellung hervor, in welcher der Erweichungspunkt, Brechpunkt und die Differenz zwischen diesen beiden Zahlenwerten, die sogenannte Plastizitätsspanne, von verschiedenen Produkten einander gegenübergestellt sind.
    Er-
    weichungs-
    Brech- Plasti-
    Art des Peches punkt nach punkt ziats-
    Kraemer- spie
    Sarnow
    Normales Kohlenteer-
    pech .............. 22°C 0°C 22°C
    Durch Fluxen hergestell-
    tes Sonderpech ..... 230C -200C 430C
    Durch Fluxen und Koh-
    leaufschluß hergestell-
    tes Sonderpech ..... 230C -250C 480C
    Das normale Kohlenteerpech zeigt demnach eine Plastizitätsspanne von 22°C, während der Plastizitätsbereich bei den beiden Sonderpechen auf 43 bzw. 48°C angestiegen ist. Dieser beträchtliche Unterschied der beiden Sonderpeche gegenüber dem einfachen Kohlenteerpech zeigt somit sehr eindringlich die Überlegenheit der Steinkohlenteer-Sonderpeche im Vergleich mit dem gewöhnlichen Destillationspech.
  • Ausführungsbeispiele (hierzu die Diagramme 1 bis 4) 1. Ein getoppter Rohteer (Viskosität bei 20°C = 80 Poise), als Mischungsbestandteil I bezeichnet, wurde mit dem Härtungsmittel (Mischungsbestandteil I1) gut verrührt.
  • Mischungsbestandteil 1: 35 Gewichtsteile getoppter Rohteer, 20 Gewichtsteile Epoxyharz (Epoxyharzäquivalent etwa 300), 25 Gewichtsteile mineralischer Füllstoff, 6 Gewichtsteile Schwerbenzol, 2 Gewichtsteile sek. Butanol. Mischungsbestandteil 11: 28 Gewichtsteile »In-situa-Addukt auf Grundlage Diäthylentriamin.
  • Eigenschaften: Maximale Naßfilmdicke, bei der kein Ablaufen erfolgt = 100 Mikron. Fließkurve: Newtonsches Fließen, keine Thixotropie. (Diagramm 1).
  • 2. Mischung und Herstellung wie unter 1, nur wurde statt des Rohteers ein Kohlenteer-Weichpech (Viskosität bei 20° C = 60000 Poise, Erweichungspunkt nach Kraemer-Sarnow = 22°C) verwendet.
  • Eigenschaften: Maximale Naßfilmdicke, bei der kein Ablaufen erfolgt = 250 Mikron. Fließkurve: Geringe Strukturviskosität, schwache Thixotropie. (Diagramm 2).
  • 3. Mischung und Herstellung wie unter 1, an Stelle des Rohteers wurde ein durch Fluxen von Hartpech gewonnenes Sonderpech (Viskosität bei 20°C = 60000 Poise, Erweichungspunkt nach Kraemer-Sarnow=22°C)verwendet. Eigenschaften: Maximale Naßfilmdicke, bei der kein Ablaufen erfolgt = 600 Mikron.
  • Fließkurve: Starke Strukturviskosität, Fließgrenze deutliche Thixotropie (Diagramm 3).
  • 4. Mischung und Herstellung wie unter 1, statt des Rohteers gelangte ein durch Fluxen von Hartpech in Kombination mit einem Kohleaufschluß hergestelltes Sonderpech (Viskosität bei 20°C = 50000 Poise, Erweichungspunkt nach K r a em e r - S a r n o w = 20'C) zur Anwendung. Eigenschaften: Maximale Naßfilmdicke, bei der kein Ablaufen erfolgt = 500 Mikron. Fließkurve: Starke Strukturviskosität, Fließgrenze Thixotropie (Diagramm 4). Die Fließkurven wurden mit einem Rotationsviskosimeter nach dem Couette-Prinzip ermittelt. Bei diesen Messungen wurde nach Steigerung des Schergefälles bei der maximalen Rotationsgeschwindigkeit 90 Sek. geschert und das dann Schergefälle wieder bis auf den Anfangswert verringert. Die zwischen den beiden Fließkurven liegende Fläche ist ein Maß für die vorhandene Thixotropie des Systems (D. N a p 1 e r, Dtsch. Farben-Z., 12, 15, 56; 1958, - H. B r u ß, Fette-Seifen-Anstrichrnittel, 10, 975, 60; 1960).
  • Bedeutsam im Sinne der Erfindung ist die Ausbildung von thixotropischen und strukturviskosen Eigenschaften, auf welche vorstehend bereits hingewiesen worden ist. Zur näheren Veranschaulichung dieser nicht ohne weiteres vorauszusehenden Stoffmerkmale sind nachstehend die Ergebnisse einer weiteren Reihe. von Vergleichsversuchen angegeben, deren Ergebnisse ebenfalls mit einem Rotationsviskosimeter ermittelt wurden.
  • 5. Das Unvermögen des Weichpeches, mit den anderen Bestandteilen der in Frage stehenden Kompositionen deutlich ausgeprägte strukturviskose und thixotropische Mischungen zu bilden, ist konstitutionsbedingt. Solche Mischungen können auch nicht durch den Zusatz anderer Stoffe hergestellt werden. Wird z. B. Weichpech vom Erweichungspunkt nach K r a e m e r - S a r n o w = 20 bis 25°C mit Aerosil, einem bekannten und viel gebrauchten Verdickungsmittel, versetzt, so vermag auch dieser Zusatz keine gesteigerten strukturviskosen und nur schwach thixotropische Eigenschaften hervorzurufen.
  • 6. Es könnte sein, daß sich der geschilderte Effekt bei Verwendung von Sonderpech außer durch Epoxyharzen auch durch Gebrauch anderer Stoffe herbeiführen ließe. Zur Prüfung dieser Möglichkeit wurde eine vorschriftsmäßige Mischung des Fertigproduktes hergestellt, wobei jedoch an Stelle des Epoxyharzes ein Polyurethanharz, dessen Gebrauch in der Korrosionsschutztechnik heute allgemein üblich und vorteilhaft ist, zur Anwendung gelangte.
  • Ergebnis a) Mit Weichpech vom Erweichungspunkt 20 bis 25°C: keine Strukturviskosität, keine Thixotropie.
  • b) Mit Sonderpech vom gleichen Erweichungspunkt, durch Fluxen von Hartpech gewonnen: keine Strukturviskosität, schwache Thixotropie.
  • d) Mit Sonderpech vom gleichen Erweichungspunkt, durch Fluxen von Hartpech in Kombination mit einem Kohleaufschluß hergestellt: keine Strukturviskosität, keine Thixotropie.
  • Daraus geht hervor, daß die Epoxyharze im Vergleich zu Polyurethanharz die weitaus geeigneteren Mischungspartner zur Herstellung der erfindungsgemäßen Korrosionsschutzmittel sind.
  • 7. Schließlich wurden noch zwei auf dem Markt befindlichen Fremdprodukte, von denen bekannt ist, daß zu ihrer Herstellung außer Epoxyharz/ Härtungsmittel gewöhnliches Weichpech von teerähnlicher Konsistenz verwendet wird, untersucht. Erwartungsgemäß zeigte das eine dieser Korrosionsschutzmittel kein strukturviskoses Verhalten und eine nur sehr schwache Thixotropie, während das andere Fabrikat eine sehr schwache Strukturviskosität aufwies, die aber nach mechanischer Beanspruchung wieder verschwand.
  • Zusammenfassend ist folgendes festzustellen: Thixotrope und strukturviskose Eigenschaften kommen in Kombination mit Epoxyharzen nicht den gewöhnlichen Steinkohlenteeren und -pechen, sondern in ausgeprägter Form ausschließlich den Sonderpechen zu. Das hiermit verwendete Epoxyharz weist keinerlei strukturviskose Eigenschaften auf. Die Eignung des Epoxyharzes für die Herstellung solcher Korrosionsschutzmittel ist artbedingt und läßt sich nicht durch die ersatzweise Zugabe von anderem Harz hervorrufen.
  • Auf jeden Fall zeigt sich, daß durch die bei der Kombination der Sonderpeche mit Epoxyharzen eintretende unvorhergesehene überraschende Wechselwirkung zwischen den in stark erhöhtem Ausmaß vorhandenen Teerharzen (H-Harze) mit den Epoxygruppen eine bessere Strukturviskosität und Thixotropie gewährleistet wird (Erzielung dicker Anstriche in einem Arbeitsgang).

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Korrosionsschutzmittel mit verbesserten Güteeigenschaften, insbesondere zur Erzielung dickerer Anstriche in einem Arbeitsgang auf der Grundlage von Steinkohlenteerpech-Epoxyharz mit Härtern und mit oder ohne Füllstoffe, d a d u r c h g ek e n n z e i c h n e t, daß als Steinkohlenteerpech-Komponente Sonderpech, gewonnen aus Steinkohlenteerpech mit einem Erweichungspunkt nach Kraemer-Sarnow von etwa 130°C, dient.
  2. 2. Korrosionsschutzmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Verwendung gelangende Epoxyharz ein Epoxy-Äquivalentgewicht von 150 bis 2000 aufweist.
  3. 3. Korrosionsschutzmittel nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß der verwendete Härter in äquivalenter Menge zum Epoxyharz-Vorprodukt zum Einsatz gelangt.
  4. In Betracht gezogene Druckschriften: Belgische Patentschrift Nr. 559 629; USA.-Patentschrift Nr. 2 765 288; Kunststoff-Rundschau, 1957, S. 146; A b r a h a m, Asphalt and Allied Substances,
  5. 5. Auflage, Bd. 1, S. 384 bis 405.
DENDAT1165791D Korrosionsschutzmittel mit thixotropen Eigenschaften Pending DE1165791B (de)

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DE1165791B true DE1165791B (de) 1964-03-19

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2765288A (en) * 1954-12-28 1956-10-02 Pittsburgh Coke & Chemical Co Coating compositions containing coal tar pitch and an epoxy ether resin
BE559629A (de) * 1956-07-30 1958-01-29

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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BE559629A (de) * 1956-07-30 1958-01-29

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