DE1165671B - Gabelschaltung mit transistorisierter Echosperre fuer Fernsprechuebertragungseinrichtungen zum UEbergang von einer Zweidrahtleitung auf eine Vierdrahtleitung - Google Patents
Gabelschaltung mit transistorisierter Echosperre fuer Fernsprechuebertragungseinrichtungen zum UEbergang von einer Zweidrahtleitung auf eine VierdrahtleitungInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: H 04 m
Deutsche Kl.: 21 a2-36/12
Nummer: 1165 671
Aktenzeichen: J 20476 VIII a / 21 a2
Anmeldetag: 31. August 1961
Auslegetag: 19. März 1964
Die Erfindung behandelt Gabelschaltungen mit transistorisierter Echosperre für Fernsprechübertragungseinrichtungen
zum Übergang von einer Zweidrahtleitung auf eine Vierdrahtleitung.
Bei Fernsprechübertragungseinrichtungen besteht des öfteren die Notwendigkeit, Zweidrahtleitungen mit
Vierdrahtleitungen durchzuschalten. Hierfür werden gewöhnlich Gabelschaltungen verwendet. Bei der
Sprachübertragung werden solche Gabeln eingesetzt, wenn ein Übertragungsweg mit Gegensprechverkehr
mit jeweils nur der Empfangs- bzw. der Senderichtung zugeordneten Übertragungswegen durchgeschaltet
werden soll. Hierbei werden oft in den gerichteten Übertragungswegen Sprachverstärker eingesetzt. Dann
darf möglichst keine Kopplung zwischen den beiden gerichteten Wegen vorhanden sein, da diese sonst durch
die Verstärkung zum Schwingungseinsatz führen kann.
Bei bekannten Gabelschaltungen wird die Selbsterregung dadurch verhindert, daß das über den Empfangsweg
der Vierdrahtleitung ankommende Sprachsignal in zwei gleich große Ströme aufgespalten wird,
die der Gabel so zugeführt werden, daß eine Rückkopplung vermieden wird. Es ist nun schwer, zwei
genau gleiche Ströme zu erzeugen, da bei der Aufteilung des Sprachsignals außer der festen Nachbildung
auch der Scheinwiderstand des Gegensprechweges mitwirkt, der von verschiedenen Einflüssen, wie Temperatur,
Feuchtigkeit usw., abhängt und Alterungserscheinungen unterworfen ist. Daher muß man für
eine derartige Gabelschaltung die Stabilitätsgrenze verhältnismäßig niedrig ansetzen, um unnötig hohe
Anlage- und Unterhaltungskosten der Leitungen zu vermeiden. Das Bandpaßverhalten einer solchen
Gabel beeinträchtigt außerdem die Übertragungsgüte. Schließlich stören Unterbrechungen oder Kurzschlüsse
der angeschlossenen Leitungen die Funktion der Gabelschaltung.
Es ist eine Gabelechosperre bekannt, bei der eine Steuerstufe den Sendeweg mittels einer aus den Sprechwechselspannungen
des Empfangsweges abgeleiteten Steuerspannung sperrt und die im Empfangs- und Sendeweg der Vierdrahtseite je eine Verstärkerstufe
aufweist. Diese Gabelechosperre benötigt eine Nachbildung und erlaubt nur einen Wechselsprechbetrieb.
Die Erfindung stellt sich zur Aufgabe, die Nachteile der bekannten Schaltung zu beseitigen. Sie erreicht
dies bei einer Gabelschaltung mit transistorisierter Echosperre für Fernsprechübertragungseinrichtungen
zum Übergang von einer Zweidrahtleitung auf eine Vierdrahtleitung, bei der im Sendeweg der Vierdrahtleitung
eine Steuerstufe angeordnet ist, die mittels einer aus den Sprechwechselströmen im Empfangs-
Gabelschaltung mit transistorisierter Echosperre für Fernsprechübertragungseinrichtungen
zum Übergang von einer Zweidrahtleitung
auf eine Vierdrahtleitung
zum Übergang von einer Zweidrahtleitung
auf eine Vierdrahtleitung
Anmelder:
International Standard Electric Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Ciaessen, Patentanwalt,
Stuttgart 1, Rotebühlstr. 70
Als Erfinder benannt:
Solly Larry Fudaley, Chicago, JIl. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 1. September 1960
(Nr. 53 390)
weg abgeleiteten Steuerspannung gesteuert wird, und bei der im Sende- und Empfangsweg je eine Verstärkerstufe
vorgesehen ist, dadurch, daß am Eingang der Empfangsverstärkerstufe ein Teil des Sprachsignals
abgezweigt und als Steuerspannung der Steuersrufe zugeführt wird, die dem Sendeverstärker vorgeschaltet
ist und den Sendeweg in an sich bekannter Weise ganz oder teilweise sperrt, wenn das am Eingang des Empfangsweges
anstehende Sprachsignal dem Gabelübertrager verstärkt zugeführt wird, der auch die auf der
Zweidrahtleitung eintreffenden Sprachsignale an den Sendeweg mit der Steuerstufe überträgt, und daß die
Sekundärwicklung dieses Gabelübertragers eine Mittelanzapfung aufweist, über welche die Versorgungsspannung
für den Transistor der Empfangsverstärkerstufe unter Vorschaltung eines gegenüber dem Innenwiderstand
dieses Transistors hochohmigen Widerstandes zugeführt wird, derart, daß die über die Zweidrahtleitung
empfangenen Signale der Steuerstufe über
die gesamte Sekundärwicklung des Gabelübertragers zugeführt werden, während für die Übertragung der
von der Empfangsverstärkerstufe verstärkten Sprachsignale des Empfangsweges nur eine Sekundärwicklungshälfte
des Gabelübertragers wirksam ist.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Gabelschaltung
soll nun an Hand der Figuren eingehend erläutert werden.
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3 4
Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild der erfindungsge- der eine Signalteil über den Kondensator 35α an die
mäßen Anordnung; Basis des Transistors 31, wird hier verstärkt und ge-
Fig. 2 zeigt als Ausführungsbeispiel einen Strom- langt über die Leitung 19 und den Ankopplungsüber-
lauf einer solchen Anordnung; trager 15 auf die Zweidrahtleitung 10. Der andere Teil
F i g. 3 zeigt die Frequenzkurven des Ausführungs- 5 dagegen wird über den Kondensator 35 b und die Lei-
beispieles nach Fig. 2. tung 20 an die Basis des Transistors 37 der Steuerstufe
Zunächst soll das Prinzip der erfindungsgemäßen 16 gegeben.
Anordnung an Hand des Blockschaltbildes der Wenn der eine Signalteil über den Kondensator 35 a
Fig. 1 beschrieben werden. die Basis des Transistors 31 mehr ins Positive steuert,
Die Figur zeigt eine Fernsprechübertragungsein- io wächst auch der Emitter-Kollektorstrom. Es fließt
richtung, worin 10 eine ankommende und 11 eine dann ein verstärkter Signalstrom durch die Emitterabgehende
Zweidrahtleitung ist. 12 und 13 sind die Kollektorstrecke des Transistors 31 und den Widergerichteten
Wege der Vierdrahtleitung für die Sende- stand 34.
bzw. Empfangsrichtung. Es sind nun Maßnahmen vorgesehen, um zu errei-Die
eine Zweidrahtleitung 10 ist mit der Vierdraht- 15 chen, daß das verstärkte Sprachsignal des Empfangsleitung 12, 13 über die Gabelschaltung 1 verbunden, weges 13 hauptsächlich auf den Zweidrahtgegendie
aus dem Ankopplungsübertrager 15, der Steuer- sprechweg 10 übertragen wird und nur ein möglichst
stufe 16, der Sendeverstärkerstufe 17 und der Emp- weit abgeschwächter Teilbetrag über den Übertrager
fangsverstärkerstufe 18 besteht. Die andere Zweidraht- 15 an den Verstärkereingang der Steuerstufe 16 geleitung
11 ist mit der Vierdrahtleitung 12, 13 mittels 20 langt.
der entsprechenden Gabelschaltung 2 durchgeschaltet. Ein Signal auf dem Empfangsweg 13 verursacht also
Für Sendung und Empfang der Sprachsignale ist einen verstärkten Signalfluß in dem Kreis aus Widerdie
Zweidrahtleitung 10 an die Primärwicklung des stand 34, Emitter-Kollektorstrecke des Transistors 31,
Ankopplungsübertragers 15 angeschlossen. Zum An- Leitung 19, eine Hälfte der Sekundärwicklung des
Schluß der beiden Vierdrahtwege weist der Übertrager 25 Übertragers 15, Vorwiderstand 27, Punkt B + und
eine mittelangezapfte Sekundärwicklung auf. Die über Stromversorgung. Das verstärkte Sprachsignal erdie
Zweidrahtleitung 10 empfangenen Sprachsignale scheint zwischen den Punkten α und b. Parallel hierzu
werden über den Übertrager 15 und die Steuerstufe 16 liegt ein Kreis, bestehend aus der anderen Hälfte der
der Sendeverstärkerstufe 17 zugeführt. Die untere Se- Sekundärwicklung des Übertragers 15, Primärwickkundärwicklungshälfte
des Übertragers 15 liegt am 3° lung des Übertragers 38 und Vorwiderstand 39. Ausgang der Verstärkerstufe 18. Die Sendeverstärker- Hierdurch wird erreicht, daß die Übertragung des
stufe 17 verstärkt das Sprachsignal auf den gewünsch- Sprachsignals vom Empfangsweg 13 mit vollem Pegel
ten Pegel, das dann über den Sendeweg 12 der Gabel- auf den Zweidrahtweg 10 stattfindet und nur ein um
schaltung 2 zugeführt wird. Die über den Empfangs- 20 bis 30 db abgeschwächter Signalrest am Verstärweg
13 ankommenden Sprachsignale werden am Emp- 35 kereingang der Steuerstufe 16 auftritt. Die zum Erziefangsverstärker
18 in zwei Teile aufgespalten. Der len der Übergangsdämpfung zwischen dem Empfangseine
Teil wird verstärkt und über die Leitung 19 und weg 13 und dem Verstärkereingang der Steuerstufe 16
die eine Sekundärwicklungshälfte des Übertragers 15 benötigte Leistung vermindert also nicht die Lautinduktiv auf die Zweidrahtleitung 10 übertragen. Der stärke für einen an dem Zweidrahtweg 10 angeandere
Teil wird über die Leitung 20 dem Steuerein- 40 schlossenen Teilnehmer.
gang der Steuerstufe 16 zugeführt und sperrt den Ein auf dem Zweidrahtweg 10 ankommendes
Sendeweg 12 für auf dem Empfangsweg 13 eintref- Sprachsignal wird zum Verstärkereingang der Steuerfende
Signale. stufe 16 im Verhältnis 1:1 übertragen, da die ganze Ausführlich soll nun die Arbeitsweise an Hand des Sekundärwicklung des Übertragers 15 zwischen den
Stromlaufes der F i g. 2 beschrieben werden. Die 45 Punkten α und d wirksam wird, weil der Widerstand
Zweidrahtleitung 10 liegt an der Eingangswicklung des 27 groß gegenüber dem Innenwiderstand des Tran-Übertragers
15. Ein Parallelwiderstand 25 dient zum sistors 31 ist. Daher bleibt der Strom durch den Wi-Abgleich
des Scheinwiderstandes. Der Mittelabgriff c derstand 27 vernachlässigbar klein. Ein Trennüberder
Sekundärwicklung des Ankopplungsübertragers trager 38 verhütet, daß die an dem Punkt B + anlie-15
ist über einen Vorwiderstand 27 und die Klem- 50 gende Betriebsspannung 26 an die Basis des Transime
B + an die Stromversorgung — beispielsweise stors 40 gelangt. Hierbei ist seine Primärwicklung mit
eine Batterie 26 — angeschlossen. Ein Pufferkonden- einem Strombegrenzungswiderstand 39 in Reihe gesator
28 liegt an B + parallel zur Stromversorgung. schaltet. Die Basisvorspannung des Transistors 40
Der Empfangsweg 13 ist mit der Empfangsverstärker- wird durch einen Spannungsteiler erzeugt, der aus
stufe 18 über einen Eingangsübertrager 29 und ein 55 dem Widerstand 41 und der Sekundärwicklung des
zur Widerstandsanpassung dienendes Widerstands- Trennübertragers 38 besteht und an der Klemme B +
netzwerk 30 verbunden. Die Empfangsverstärkerstufe der Stromversorgung, z. B. Batterie 26 a liegt. Der
18 besteht aus einem Transistor 31 — hier vom Widerstand 44 liegt als Arbeitswiderstand im Kollek-NPN-Typ
— in Emitterschaltung. Die Basisvorspan- torkreis. Der im Emitterkreis liegende Widerstand 45
nung des Transistors 31 wird durch einen Spannungs- 60 bestimmt Arbeitspunkt und Verstärkung der Stufe,
teiler aus den Widerständen 32 und 33 festgehalten, Ein vom Transistor 37 geliefertes Steuerpotential wird
der an der Klemme B + der Stromversorgung, z. B. über den Entkopplungswiderstand 46 α auf die Basis
Batterie 26 c liegt. Durch den Widerstand 34 erhält des Transistors 40 gegeben, nachdem es mittels eines
der Emitter gegenüber der Basis negatives Potential. Siebkondensators 46 geglättet wurde.
Das auf dem Empfangsweg 13 ankommende Sprach- 65 Die Basis des Transistors 37 erhält ihre gegenüber
signal wird in dem Ausführungsbeispiel durch die dem Emitter positive Vorspannung durch den aus den
Kondensatoren 35 α und 35 b aufgeteilt. Von der Se- Widerständen 47 und 48 bestehenden Spannungstei-
kundärwicklung des Eingangsübertragers 29 gelangt ler, der an der Klemme B + der Stromversorgung,
ζ. B. Batterie 26 b liegt. Der Widerstand 49 liegt als Arbeitswiderstand im Kollektorkreis. Über den Ankopplungskondensator
35 b wird ein Teil des auf dem Empfangsweg 13 ankommenden Signals über die Leitung
20 der Basis des Transistors 37 zugeführt. Die am Arbeitswiderstand 49 auftretende verstärkte Signalspannung
wird mittels des Kondensators 50 ausgekoppelt. Im Gleichrichterkreis aus Widerstand 42,
Zenerdiode 51 und Regelwiderstand 52 wird die ausgekoppelte verstärkte Signalspannung gleichgerichtet
und gleichzeitig in ihrer Amplitude begrenzt. Der Regelwiderstand 52 erlaubt ein Einregeln der Amplitude.
Die Diode 43 bewirkt, daß nur negative Steuerspannungen über den Entkopplungswiderstand 46 α zur
Basis des Transistors 40 gelangen können, die Strecke jedoch für einen entgegengesetzten Stromfluß gesperrt
bleibt. Durch die aus der durch den Transistor 37 verstärkten Signalspannung abgeleitete Steuergleichspannung
wird über die Diode 43 und den Widerstand 46 a die positive Basisvorspannung des PNP-Transistors 40
verringert, sein Arbeitspunkt also in Sperrichtung verschoben, solange auf dem Empfangsweg 13 ein Sprachsignal
ansteht. Wenn beide angeschlossenen Teilnehmer gleichzeitig sprechen, also auch zwei erfindungsgemäße
Gabelschaltungen vorhanden sind, wird ein Gegensprechverkehr dadurch gewährleistet, daß dann
der Transistor 40 nicht gänzlich gesperrt ist. Wenn er gänzlich gesperrt ist, wirkt die Anordnung wie eine
Echosperre. Bei gänzlich oder fast gesperrtem Transistor 40 kann kein oder nur ein geringes Übersprechen
vom Empfangsweg 13 auf den Sendeweg 12 erfolgen. Da die Steuerung durch Gleichstrom erfolgt,
der durch den Kondensator 46 geglättet wird, spielen bei der Funktion der Anordnung die Phasenverhältnisse
keine Rolle.
Ein weiterer Vorteil der beschriebenen Anordnung ist, daß keine Nachbildung der über weite Grenzen
streuenden Scheinwiderstände von Telefonanschlußleitungen notwendig ist. Bei der beschriebenen Anordnung
erfüllt die Steuerstufe 16 bei allen Leitungs-Verhältnissen ihre Aufgabe. Den verschiedenen Pegelverhältnissen
kann die Steuerspannung und damit auch die Arbeitsweise der Anordnung durch Einregeln
des Widerstandes 52 angepaßt werden. Durch Wegfall der Nachbildung fallen auch die durch übliche
Gabelschaltungen bedingten Beschränkungen des Übertragungsfrequenzbereiches fort. Die Frequenzabhängigkeit
der Anordnung wird gegenüber den üblichen Gabeln beträchtlich verbessert.
In Fig. 3 ist die Frequenzabhängigkeit des Übertragungspegels
der erfindungsgemäßen Gabelschaltung dargestellt. Zwischen 500 und 10 000 Hz ist ihr Verlauf
verhältnismäßig geradlinig und weist nur für tiefe Frequenzen einen geringen Abfall auf.
Ein weiterer Vorteil, der sich bei der erfindungsgemäßen Anordnung ergibt, ist, daß ein Kurzschluß
oder eine Unterbrechung des Empfangsweges 13 bzw. des Sendeweges 12 keine Rückwirkungen auf die
andere Verkehrsrichtung hat, während Kurzschlüsse oder Unterbrechungen übliche Gabelanordnungen
weitgehend in ihrer Funktion beeinflussen.
Schließlich soll auch noch die Sprachsignalübertragung vom Zweidrahtweg 10 auf den Sendeweg 12
beschrieben werden. Das auf dem Zweidrahtweg 10 ankommende Sprachsignal wird durch den Ankopplungsübertrager
15 übertragen. Hierbei wirkt die ganze Sekundärwicklung mit, da der Wechselstrom
über den Widerstand 27 zu vernachlässigen ist. Auch zeigt der hierbei über die Kollektor-Emitterstrecke
des Transistors 31 fließende Signalstrom keine Rückwirkungen auf den Empfangsweg 13. Wenn auf dem
Empfangsweg 13 und damit auf der Leitung 20 und an der Basis des Transistors 37 kein Signal ansteht,
also auf die Basis des Transistors 40 auch kein Gleichstromsteuersignal gegeben wird, wird die Basis des
Transistors 40 über den Trennübertrager 38 angesteuert und das verstärkte Signal mittels des Ankopplungskondensators
54 auf die Sendeverstärkerstufe 17 übertragen.
Die Sendeverstärkerstufe 17 besteht aus einem NPN-Transistor 60, der in Emitterschaltung betrieben
wird. Seine Basisvorspannung wird durch einen Spannungsteiler aus den Widerständen 61, 62 und 63
bestimmt. Im Kollektorkreis liegt die Primärwicklung des Ausgangsübertragers 65 und der Widerstand 61.
Im Emitterkreis liegt der Widerstand 66. Ein vom Verbindungspunkt der Primärwicklung mit dem Widerstand
61 gegen Masse liegender Kondensator 67 sorgt für eine Beschneidung der hohen Frequenzen.
Das vom Transistor 60 verstärkte Signal wird induktiv vom Ausgangsübertrager 65 auf den Sendeweg 12
übertragen.
Fig. 2 zeigt also eine erfindungsgemäße Gabelschaltung
mit Echosperre, bei der auf der Leitung 10 ankommende Sprachsignale verstärkt auf die Leitung
12 übertragen werden. Auf der Leitung 13 ankommende Signale werden verstärkt und auf die Leitung
10 übertragen. Das auf Leitung 13 ankommende Signal wird durch die Kondensatoren 35 α und 35 b aufgeteilt
und ein Teil der Steuerstufe 16 zugeführt, die den Sendeweg so steuert, daß kein Überkoppeln zwischen
Empfangsweg 13 und Sendeweg 12 und dadurch auch keine Selbsterregung auftritt.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung wird auch ein Nachbilden des Zweidrahtgegensprechkanals 10
nicht notwendig.
Es ist selbstverständlich, daß anstatt von NPN-Transistoren auch solche des PNP-Typs verwendet
werden können. Auch können andere Bauelemente durch solche äquivalenter Wirkungsweise ersetzt
werden.
Claims (3)
1. Gabelschaltung mit transistorisierter Echosperre für Fernsprechübertragungseinrichtungen
zum Übergang von einer Zweidrahtleitung auf eine Vierdrahtleitung, bei der im Sendeweg der
Vierdrahtleitung eine Steuerstufe angeordnet ist, die mittels einer aus den Sprechwechselströmen
im Empfangsweg der Vierdrahtleitung abgeleiteten Steuerspannung gesteuert wird, und bei der
im Sende- und Empfangsweg je eine Verstärkerstufe vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß am Eingang der Empfangsverstärkerstufe (18) ein Teil des Sprachsignals abgezweigt
und als Steuerspannung der Steuerstufe
(16) zugeführt wird, die dem Sendeverstärker
(17) vorgeschaltet ist und den Sendeweg (12) in an sich bekannter Weise ganz oder teilweise
sperrt, wenn das am Eingang des Empfangsweges (13) anstehende Sprachsignal dem Gabelübertrager
(15) verstärkt zugeführt wird, der auch die auf der Zweidrahtleitung (10) eintreffenden
Sprachsignale an den Sendeweg mit der Steuerstufe (16) überträgt, und daß die Sekundärwick-
lung dieses Gabelübertragers (15) eine Mittelanzapfung aufweist, über welche die Versorgungsspannung für den Transistor (31) der Empfangsverstärkerstufe
(18) unter Vorschaltung eines gegenüber dem Innenwiderstand dieses Transistors (31) hochohmigen Widerstands (27) zugeführt
wird, derart, daß die über die Zweidrahtleitung (10) empfangenen Signale der Steuerstufe
(16) über die gesamte Sekundärwicklung des Gabelübertragers (15) zugeführt werden, während
für die Übertragung der von der Empfangsverstärkerstufe (18) verstärkten Sprachsignale des
Empfangsweges (13) nur eine Sekundärwicklungshälfte des Gabelübertragers (15) wirksam ist
(Fig. 1 und 2).
2. Gabelschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der Steuerstufe (16) die
Steuergleichspannung für den Regeltransistor (40) aus der durch einen Verstärkertransistor (37)
verstärkten Sprachsignalspannung durch Gleichrichtung mittels einer Zenerdiode (51) gewonnen
und in ihrer Amplitude gleichzeitig begrenzt wird, daß die Höhe der begrenzten Steuerspannung
IO
mittels eines Regelwiderstands (52) einstellbar ist und daß der Regeltransistor (40) entsprechend
der Höhe der Regelspannung entweder völlig gesperrt ist oder eine definierte, einstellbare, herabgesetzte
Verstärkung aufweist (F i g. 2).
3. Schaltungsanordnung, bestehend aus je einer Gabelschaltung nach Anspruch 1 und 2 an
jedem Ende einer Vierdrahtleitung, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuergleichspannung in
den beiden Steuerstufen (16) mittels des Regelwiderstandes (52) jeweils so eingeregelt ist, daß
bei Sprechen nur eines Teilnehmers dessen Empfangsweg völlig gesperrt wird, jedoch bei
gleichzeitigem Sprechen beider Teilnehmer die Regeltransistoren (40) der beiden Steuerstufen
(16) eine herabgesetzte Verstärkung aufweisen (Fig. 1 und 2).
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 475 059;
O. Henkler: »Übertragungstechnik im Fernmelde-Weitverkehr«, Teil Π, Berlin 1956, S. 626/627.
O. Henkler: »Übertragungstechnik im Fernmelde-Weitverkehr«, Teil Π, Berlin 1956, S. 626/627.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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1961
- 1961-08-26 CH CH996661A patent/CH403869A/de unknown
- 1961-08-31 DE DEJ20476A patent/DE1165671B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE475059C (de) * | 1926-05-09 | 1929-04-20 | Siemens & Halske Akt Ges | Anordnung zur Beseitigung elektrisch-akustischer Rueckkopplung in Teilnehmerstationen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH403869A (de) | 1965-12-15 |
| US3189693A (en) | 1965-06-15 |
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