DE2119411C3 - Sertde-Empfangseinrichtung zur Datenübertragung - Google Patents
Sertde-Empfangseinrichtung zur DatenübertragungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Sende- und Empfangseinrichtung zur Datenübertragung, bei der ein Sender
mit einem Generator für die Sendefrequenz, ein Bandpaß und ein Empfänger für die Empfangsfrequenz
sowie eine Gabel vorgesehen sind, wobei die Gabel den Generator und den Empfänger mit einer
Zweidrahtleitung verbindet, die in eine Vierdrahtleitung übergehen kann,und die Datenübertragung
durch Trägerfrequenz-Amplitudenmodulation erfolgt.
Eine derartige Sende- und Empfangseinrichtung ist z.B. aus »Übertragungseinrichtungen für Fernwirksignale«
von W. Stüber, Stuttgart, SEL-Nachrichten, 9. Jahrg. (1961), Heft 3, Seiten 175 bis 180 bekannt.
Dabei sind Sendefrequenz und Empfangsfrequenz verschieden und es ist nichts darüber gesagt, in welcher
Weise der Übergang von der Zweidrahtleitung auf die Vierdrahtleitung vollzogen werden kann.
Sende-Empfangseinrichtungen der vorstehend näher bezeichneten Art können z. B. dazu dienen, in Unterstationen
von Fernwirkanlagen über eine Konferenzleitung übertragene Fernwirksignale zu empfangen
oder Meldungen an die Konferenzleitung abzugeben.
Bei Fernwirkeinrichtungen ist es häufig üblich, von mehreren, an ein und dieselbe Konferenzleitung angeschlossenen
Unterstationen, z.B. mit Hilfe eines Aufrufverfahrens, jeweils nur einer einzigen eine Sendeerlaubnis
zu erteilen. Zu diesem Zweck werden in derartigen Fernwirkeinrichtungen Steuerkriterien gebildet,
die eine Sendebefugnis oder Empfangsbereitschaft der betreffenden Station charakterisieren. Dies
ist z. B. bei der Schaltungsanordnung zum Übertragen von Signalen über einen gemeinsamen Signalkanal in
Fernbedienungsanlagen oach der deutschen Auslegeschrift 1169009 der Fall.
Eine Sende- und Empfangseinrichtung zur Datenübertragung mit einem Sender und mit einem Empfanger,
bei der zu ein und demselben Zeitpunkt entweder nur gesendet oder nur empfangen wird, und
bei der ein dem Sender nachgeschaltetes Sendefilter und ein dem Empfänger vorgeschaltetes Empfangsfilter
vorgesehen sind, ist bereits bekannt (Technische Mitteilungen PTT, 1969, H. 9, S. 372 bis 379). Dabei
ist jin eigenes Sende- und ein eigenes Empfangsfilter
erforderlich, was insbesondere bei einer häufig angestrebten Verkleinerung der Geräte zu Schwierigkeiten
führen kann.
Es sind ferner bereits Tortfrequenz-Fernwirk-Übertragungssysteme
bekannt (ETZ-A, 1958, H. 2, S. 40 bis 45), bei denen die Signale in beiden Richtungen
gleichzeitig übertragen werden. Dabei sind die Sende- und Empfangsfrequenzen einer Station verschieden
und die Verkehrsrichtungen können mit einer Gabel oder einer Frequenzweiche getrennt werden.
Es sind ferner Übertragungseinrichtungen für Fernwirksignale bekannt (SEL-Nachrichten, 1961,
H. 3, S. 175 bis 180), bei denen für die Übertragung in beiden Richtungen getrennte Übertragungswege
vorgesehen sind. Dabei erfolgt die Übertragung jeweils über ein Aderpaar einer Vierdrahtleitung mit
in jeder Station gleicher Sende- und Empfangsfrequenz. Bei diesen Übertragungseinrichtungen sind
keine besonderen Maßnahmen vorgesehen, um den Einfluß von Störfrequenzen auf die Übertragung zu
vermeiden.
Bei einer Ausführung als Kanalgerät für posteigene
Leitungen befinden sich auf beiden Seiten ein Generator für die Sendefrequenz, je ein Trennverstärker,
Bandpaß und Empfänger für die Empfangsfrequenr., sowie eine Gabel, die den Generator und den Empfänger
entkoppelt und beide mit einer Zweidrahtleitung verbindet. Diese Zweidrahtleitung kann im Verlauf
des Übertragungswegs auch in eine Vierdrahtleitung übergehen.
Dem Empfänger ist dabei je ein Trennverstärker und ein Bandpaß zugeordnet. Der Sender weist offenbar
kein Filter auf.
Es gibt jedoch Anwendungsfälle, bei denen auch im Sendeweg ein Filter angeordnet sein muß, das die
bei der Tastung entstehenden Oberwellen vom Übertragungsweg fernhält.
Es ist ferner bereits eine Gabelschaltung für Fernsprechverbindungen
bekannt (DT-AS 1 067868), bei der an die Zweidrahtseite zum einen ein Sendezweig
mit einer Sendesperre und zum anderen ein Empfangszweig mit einer Empfangssperre angeschlossen
ist und die Sperren mittels einer Steuerspannung gemeinsam und entgegengesetzt gesteuert werden. Die
Steuerung erfolgt abhängig von auf der Zweidrahtoder Vierdrahtseite eintreffenden Gesprächen.
Es ist weiterhin bereits eine Endstelle einer TF-Übertragungseinrichtung
nach dem Zweidraht-Gleichlage-Verfahren bekannt (Buch »Trägerfrequenz-Einrichtungen
für Fernsprechleitungen«, Ausgabe Januar 1942, Siemens & Halske AG, Berlin,
Kapitel: »Einfach-Trägerfrequenz-Fernsprech-Zubringergeräte EZ«, S. 66 bis 69), bei der es eine Leitungsweiche,
bestehend aus einem Hochpaß und einem Tiefpaß, ermöglicht, daß der Fernleitung außer
der Trägerfrequenz ein Niederfrequenzgespräch zugeführt werden kann.
Für den Anschluß an einen Vierdrahtübertragungsweg ist diese Endstelle weder bestimmt noch geeignet.
Weiterhin ist bereits bekannt (CH-PS 235 674), bei einem Übergang von einer Zweidrahtleitung auf eine
Vierdrahtleitung an der Zweidrahtleitung einen Tiefpaß anzuordnen, dem als elektronische Umschalter
wirkende, überlappungsfrei umschaltbare Verstärker nacheeschaltet sind. Dabei sind die leistungsseitigen
Anschlüsse des einen Verstärkers an den ankommenden Teil und die des anderen Verstärkers an den abgehenden
Teil des Vierdrahtübertragungsweges angeschlossen.
Die beiden Verstärker werden dort durch Impulse, die den Sendeweg öffnen und durch weitere Impulse,
die den Empfangsweg öffnen, gesteuert. Dadurch, daß jeweils nur einer der Wege geöifnet ist, sollen Rückkopplungen
zwischen Sende- und Empfangsweg ver-
hindert werden. Der Tiefpaß ist vorgesehen, damit die Schaltfrequenz sich im Übertragungsweg nicht störend
bemerkbar macht.
Die bekannte Schaltgabel kann auch bei einem reinen Zweidrahtsystem benutzt werden, um eine
>5 Selbsterregung zu vermeiden. Sie ist u.a. zur Verwendung
bei Trägerfrequenzsystemen bestimmt.
Über die Bemessung der Verstärkung zur Einstellung des Pegels an einem Bandpaß ist dieser Literaturstelle
nichts zu entnehmen.
Es ist ferner bereits ein Einkanal-Wechselstrom-Telegrafiegerät mit Amplitudenmodulation bekannt
(»Einkanal-Wechselstrom-Telegrafiegerät mit Amplitudenmodulation
AM-WTl, Siemens & Halske AG, Nr. 1-2250-035; 9621), bei dem der Kanalsende-
und Kanalempfangspegel gleich groß sind. Ein gemeinsames Sende- und Empfangsfilter ist dabei nicht
vorgesehen, und für den Betrieb in Verbindung mit einer Vierdrahtleitung ist eine Gabelschaltung oder
eine Frequenzweiche erforderlich.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Sende- und Empfangseinrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, die sich mit einem gemeinsamen Sende- und Empfangsfilter realisieren und wahlweise an Zweidraht-
oder Vierdrahtübertragungswege anschließen läßt.
Man kann zu diesem Zweck den leitungsseitigen Übertrager des Filters als Gabel ausbilden und sowohl
mit der abgehenden, als auch mit der ankommenden Leitung so verbinden, daß beide Leitungen durch die
4P Gabeldämpfung voneinander entkoppelt sind, ferner
den geräteseitigen Übertrager des Filters ebenfalls als Gabel ausgestalten und an ihn Sender und Empfänger,
die dann durch die Gabeldämpfung entkoppelt sind, anschließen.
Gemäß der Erfindung wird d 2 Sende-Empfangseinrichtung
entsprechend den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 ausgebildet. Dabei
kann mit Hilfe eines Steuerkriteriums, das in einer Fernbedienungseinrichtung ohnehin zur Verfugung
steht, während der Sendung eines Tetegramms die abgehende
Leitung bzw. während der Empfangsbereitschaft die ankommende Leitung mit dem Filter verbunden
und die jeweils nicht benötigte Leitung abgetrennt werden.
Durch diese Maßnahmen ergibt sich der Vorteil, daß der elektronische Umschalter, der es ermöglicht,
bei der Schaffung von Anschlüssen für einen Vierdraht-Übertragungsweg mit einem gemeinsamen
Sende-Empfangs-Filter auszukommen und bei An-Schluß
einer Zweidrahtleitung die Funktion eines Zweidrahtverstärkers mit Rückkopplungssperre
übernimmt, zugleich gewährleistet, daß der Bandpaß im günstigsten Arbeitsbereich betrieben wird. Die
zwischen ankommender und abgehender Leitung erzielbare große Rückflußdämpfung gestattet es dabei,
die Sende-Empfangseinrichtung auch in größeren Anlagen, insbesondere Fernwirkanlagen, einzusetzen,
bei denen eine Vielzahl von Stationen an ein und den-
selben Übertragungsweg angeschlossen sind.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Bei Ausbildung
der Sende-Empfangseinrichtung entsprechend den Merkmalen des Patentanspruchs 6 ergibt sich der
Vorteil, daß sich die Sende- und Empfangseinrichtung besonders leicht an unterschiedliche Leitungspegel
anpassen läßt, ohne daß dabei die häufig geeichte Einstellung der Schaltverstärker geändert zu werden
braucht.
Die Erfindung wird an Hand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer Sende-Empfangseinrichtung und
Fig. 2 einen Stromlauf einer Sende-Empfangseinrichtung, die entsprechend Fig. 1 aufgebaut ist.
Für die Übertagung von Melde- und Befehlstelegrammen in Fernwirkanlagen kann man z.B. unverstärkte
Vierdraht- oder auch Zweidrahtleitungen vorsehen. Die von einer Fernwirkstation abgegebenen
Gleichstromzeichen werden dabei entsprechend Fig. 1 auf der Sendeseite mittels eines Signalsenders 6
in amplitudenmodulierte 3000-Hz-Zeichen umgesetzt und in die abgehende Leitung F-I eingespeist.
Auf der Empfangsseite setzt ein Signalempfänger 5 die ankommenden 3000-Hz-Zeichen wieder in
Gleichstromzeichen um und gibt diese zur Auswertung an eine in der Figur nicht näher dargestellte
Fernwirkeinrichtung.
Die Schaltung nach Fig. 1 enthält den Generator 7 mit dem den Sendemodulator enthaltenden Sender 6,
dem Signalempfänger 5, dem Sende- und Empfangsbandpaß 3, sende- und empfangsseitige Schaltverstärker
1 und 2 mit Leitungsübertragern 16 und 26.
Der elektronische Umschalter ist durch die beiden Schaltverstärker 1 und 2 gebildet, die durch das Steuerkriterium
St einer in der Figur nicht näher dargestellten Fernwirkstation wechselseitig gesperrt werden
können. Da hierbei die Verstärkung des jeweils nicht gesperrten Verstärkers voll zur Verfugung steht, können
dafür die Ausgangsstufe des Senders 6 und die Eingangsstufe des Empfängers 5, insbesondere die
erste Stufe eines Eingangsverstärkers, entfallen.
Ohne Steuerspannung Si ist der Verstärker 2 gesperrt;
der Verstärker 1 ist durchlässig. Ein am ankommenden Teil Fl des Vierdrahtübertragungsweges
ankommender 3000-Hz-Zeichenschritt gelangt über den Eingangsübertrager 16, nach Verstärkung im
Schaltverstärker 1, zum Bandpaß 3 und weiter zum Signalempfänger 5. Hier wird das Signal weiter verstärkt,
gleichgerichtet und steuert, nach einer Korrektur der pegelabhängigen Schrittlänge in einer Regelschaltung,
über einen Schmitt-Trigger einen Ausgangstransistor.
Dieser gibt über die Leitung E Bezugspotential an die Fernwirkeinrichtung.
Wenn die Fernwirkstation ein Telegramm abgeben will, gibt sie ein in der Fernwirkeinrichtung ohnehin
bereits für andere Zwecke, insbesondere zur Charakterisierung einer Sendebefugnis oder Empfangsbereitschaft,
vorhandenes Steuerkriterium auf die Leitung St, das den Schaltverstärker 1 sperrt und die
Sperrung des Schaltverstärkers 2 aufhebt. Der Sender 6 ist nun betriebsbereit und die Fernwirkstation
kann ihr Telegramm über die Leitung S zum Sender 6 geben. Der Sender 6 enthält einen Sendemodulator,
der die 3000-Hz-Spannung des Generators 7 tastet. Der getastete 3000-Hz-Ton gelangt über den Bandpaß
3 nach Verstärkung im Schaltverstärker 2 übei den Ausgangsübertrager 26 an den abgehenden Teil
Fl des Vierdrahtübertragungsweges.
Nach Telegrammende nimmt die Fernwirkeinrichtung die Steuerspannung St weg. Der Schaltverstärker
2 wird gesperrt, der Schaltverstärker 1 durchlässig. Der Empfänger 5 ist wieder empfangsbereit.
Beim ankommenden Teil Fl des Vierdrahtübertragungsweges ankommende Fernwirkzeichen oder
sonstige Spannungen können nicht zum abgehenden Teil des Vierdrahtübertragungsweges gelangen, da
sowohl beim Senden als auch bei Empfang immer ein Schaltverstärker gesperrt ist. Dabei ergibt sich eine
besonders hohe Sperrdämpfung. Bei der in Fig. 2 gezeigten Sende-Empfangseinrichtung
besitzen die Schaltverstärker 1 und 2 einen gemeinsamen Übertrager 9, der zugleich Ausgangsübertrager
der empfangsseitigen Verstärkerstufe 1 als auch Eingangsübertrager der sendeseitigen Verstärke
kerstufe 2 ist. Dieser Übertrager 9 liegt mit einei Wicklung, an die der Kondensator 92 angeschlossen
ist, zugleich am Bandpaß 3 und an den Kollektoren der im Schaltverstärker 1 enthaltenen Transistoren 11
und 12. Übertrager 9 und Kondensator 3 können dabei in den Bandpaß einbezogen werden.
Eine weitere Wicklung des Übertragers 9 ist an die Basisanschlüsse der im zweiten Schaltverstärker 2
enthaltenen Transistoren 21 und 22 geführt.
Die Basisanschlüsse der Transistoren 11 und 12 sind an die symmetrische Sekundärwicklung des
Übertragers 16, die Kollektoren der Transistoren 21 und 22 an die symmetrische Primärwicklung des
Übertragers 26 angeschlossen.
Der Eingangsübertrager 16 der empfangsseitigen Verstärkerstufe 1 und der Ausgangsübertrager 26 der
sendeseitigen Verstärkersrufe 2 sind jeweils als Gabelübertrager ausgebildet und Bestandteil einer Gabelschaltung
zum Anschluß eines Dienstgeräts.
Dabei bildet der Übertrager 16 zusammen mit der Nachbildung 18 eine Gabelschaltung, mit einem zusätzlichen
Ausgang A3 zum Anschließen des Dienstgeräts. Bei der Gabelschaltung, die der Übertrager
26 zusammen mit der Nachbildung 28 bildet, läßt sich das Dienstgerät an den zusätzlichen Eingang £3 anschließen.
Die Primärwicklung des Übertragers 16 und die Nachbildung 18 sind in Serie geschaltet. Bei dieser
Serienschaltung liegen die Nachbildung 18 am Anschluß al und die Primärwicklung am Anschluß fl3
des Gabcleingangs £2.
Die Sekundärwicklung des Übertragers 26 und die Nachbildung 28 sind in Serie geschaltet. Bei dieser
Serienschaltung liegen die Nachbildung 28 am Anschluß ad und die Sekundärwicklung am Anschluß aA
des Gabelausgangs Al.
Beide Übertrager 16 und 26 besitzen Anschlüsse al bzw. o5, die es zusammen mit den Anschlusses
ah bzw. aA gestatten, die Übertrager, falls gewünscht,
auch als einfache Leitungsübertrager zu betreiben. Der Emitter des Transistors 11 ist über den Widerstand
13, der Emitter des Transistors 12 über den Widerstand 14 an den Kollektor des Transistors 82 geführt.
Der Emitter des Transistors 21 liegt über dem Widerstand 23, der Emitter des Transistors 22 übei
dem Widerstand 24 am Kollektor des Transistors 81 Die Widerstände 13 und 14 sind durch den stufenweise
einstellbaren Widerstand 15, die Widerstände 23 und 24 durch den stufenweise einstellbaren Wider-
923«
stand 25 überbrückt, so daß sich die Verstärkung der
Schaltverstärker einstellen läßt.
Die Steuerpotentiale für die beiden Schaltverstärker 1 und 2 sind dabei durch die Kollektorpotentiale
der in einer zweistufigen Steuerschaltung enthaltenen, emitterseitig unmittelbar am Bezugspotential »—«
und kollektorseitig je über einen Widerstand 84 bzw. 87 an Versorgungsspannung » + « geführten Transistoren
81, 82 gebildet. Der erste Transistor 81 ist an der Basis durch das Steuerkriterium St steuerbar. Die
Basis des zweiten Transistors 82 liegt am Abgriff eines Kollektorspannungsteilers des ersten Transistors 81.
Dieser Kollektorspannungsteiler besteht aus den Widerständen 85 und 86.
Die Anordnung der beiden Schaltverstärker zwischen Filter 3 und Leitungen des Vierdrahtübertragungsweges
bietet Vorteile für die Anpassung der Geräte an die verschiedenen Leitungsarten und -pegel.
So wird der nicht konstante Scheinwiderstandsverlauf des Bandpasses 3 durch die Schaltverstärker gegen die
Leitung entkoppelt. Ferner können der sendeseitige Ausgang Al und der empfangsseitige Eingang El,
die jeweils unmittelbar am Übertrager liegen, auf hohen Innenwiderstand ausgelegt und daher in vorteilhafter
Weise parallel an eine beidseitige mit 600 Ω abgeschlossene Leitung angeschaltet werden. Zur
Anschaltung des Geräts am Ende einer Leitung wird der Innenwiderstand durch Anschalten der Widerstände
17 und 27 auf 600 Ω eingestellt.
Außerdem ist auch ein Betrieb an einer Zweidrahtleitung
möglich. Hierzu sind der Eingang El (Anschlüsse
al und a3) und der Ausgang Al (Anschlüsse aS und a4) parallel zu schalten und miteinander an
die Leitung zu legen. Die Schaltverstärker 1 und 2 übernehmen hierbei die Funktion eines Zweidrahtverstärkers
mit Rückkopplungssperre. Der Innenwiderstand ist bei dieser Betriebsart ebenfalls auf hochohmig
oder auf 600 Ω einstellbar. Zur Einstellung auf hochohmig werden die Widerstände 17 und 27 abgetrennt.
Die Einstellung auf 600 Ω erfolgt dadurch, daß nur einer der beiden Widerstände 17 und 27 durch
Herausnehmen der Lötbrücken k und / abgetrennt wird. Die Einstellung auf 600 Ω erfolgt dadurch, daß
nur einer der beiden Widerstände 17 und 27 angeschaltet wird.
Für eine weitere Anschaltemöglichkeil: sind die
Leitungsübertrager 16 und 26 als unsymmetrische Gabeln ausgebildet. Hiermit kann die Sende-Empfangseinrichtung
niederohmig in eine Vierdrahtleitung eingeschleift werden, an der noch andere Geräte,
z.B. Dienstleistungseinrichtungen, angeschaltet sind. Bei Zweidrahtleitungen sind dabei beide Gabelübertrager
in Reihe zu schalten.
Die Anpassung an die Leitungspegel bzw. Anschaltpegel wird ebenfalls in den Schaltverstärkern 1
und 2 vorgenommen. Durch Verändern der Gegenkopplung, mit Hilfe von Lötbrücken, Stufeiischaltern
oder Drehwiderständen 15 und 25, läßt sich die Verstärkung sowohl der Sendeseite als auch der Empfangsseite
und damit der Sendepegel bzw. die Empfindlichkeit des Empfängers auf die jeweiligen
Leitungsverhältnisse einstellen.
Dabei wird die Schaltung zweckmäßigerweise so bemessen, daß beim Senden und beim Empfangen der
Fernwirkzeichen annähernd der gleiche Pegel am Sende-Empfangs-Filter 3 liegt und damit das Filter 3
im günstigsten Arbeitsbereich betrieben wird.
Bei dieser Bemessung bereitet es ferner besonders geringe Schwierigkeiten, mit Hilfe der Gabeldämpfung
des geräteseitigen Übertragers 40 sicherzustellen, daß der Empfänger auf die vom eigenen
Sender kommenden 3000-Hz-Zeichen nicht anspricht.
Bei besonders hohen Anforderungen an die Gabeldämpfung kann auch der Empfänger 5 selbst durch
eine passende Sperrschaltung, die mit dem Schaltkriterium St aus der Fernwirkeinrichtung gesteuert wird,
ίο gesperrt werden.
Der als Gabelübertrager ausgebildete Übertrager 40 wird zweckmäßigerweise in den Bandpaß 3 einbezogen.
Der Übertrager 40 besitzt die Wicklungen 42 und 43, die jeweils mit einer Anzapfung versehen sind.
"5 Die Wicklungen 42 und 43 sind auf der einen Seite
über den Widerstand 1' und auf der anderen Seite über den aus den Teilwiderständen 46 und 47 bestehenden
Widerstand 2' miteinander verbunden. Zwischen den Anzapfungen der Wicklungen 42 und 43
liegt der aus den Teilwiderständen 44 und 45 besteherde
Widerstand 3.
Die Wicklung 42 ist an die Lötstifte b und c, die weitere Wicklung 43 an die Lötstifte / und g angeschlossen.
Zwischen den Verbindungspunkten der Teilwiderstände 44 und 45 einerseits und den Teilwiderständen
46 und 47 andererseits liegt die Versorgungsspannung + , -.
Vom Empfänger 5 ist in der Figur nur ein Teil der Eingangsstufe dargestellt. Diese ist als Gegentaktschaltung
mit den Transistoren 51 und 52 ausgebildet. Die Transistoren sind in Emitter-Grundschaltung geschaltet
und über die Emitterwiderstände 53, die an Bezugspotential » —« geführt sind, gekoppelt. Zur
Verstärkungseinstellung sind die Widerstände 53 und 54 durch das Potentiometer 55 überbrückt. Die Basisanschlüsse
der Transistoren 51 und 52 sind an die Lötstifte α und e angeschlossen.
Die Gleichstromarbeitspunkte der Eingangsstufe und der Ausgangsstufe sind so ausgelegt, daß die galvanische
Verbindung über den Gabelübertrager möglich ist.
Vom Sender 6 ist in der Figur nur ein Teil der Ausgangsstufe dargestellt, die eine Modulator- oder Verstärkerschaltung
sein kann. Die Ausgangsverstärkerstufe enthält die Transistoren 61 und 62, die über die
Emitterwiderstände 63 und 64, die durch das Potentiometer 55 gemeinsam überbrückt sind, an Bezugspotential » —« geführt sind. Die Kollektoren der
Transistoren 61 und 62 sind an die Lötstifte α und h geführt.
Bei der Sende-Empfangseinrichtung wird für normalen Betrieb der Signalpegel auf —0,9 Np am relativen
Pegel 0, d.h. auf einen Pegel —0,9 NpmO eingestellt. Bei gleichzeitiger Benutzung der Leitung
zusammen mit anderen Übertragungssystemen, z.B. zusammen mit einer Einrichtung zur Übertragung von
Dienstgesprächen bis 2400 Hz, oder bei mehreren Fernwirk-Kanälen mit verschiedenen Signalfrequenzen,
kann es jedoch erforderlich sein, den Signalpegel
auf den von CCIT hierfür vorgeschlagenen Pegel von -1,7 NpmO abzusenken. Der Sender muß dann auf
einem um 0,8 Np tieferen Sendepegel und gleichzeitig der Empfänger auf eine um 0,8 Np höhere Empfindlichkeit
umgeschaltet werden.
Diese Umschaltung läßt sich auf einfache Weise an der Gabel 4 vornehmen. Die Gabel ist zu diesem
Zwecke unsymmetrisch, mit einem Übersetzungsverhältnis von 2,23 entsprechend 0,8 Np, ausgelegt und
709 611/151
k
mit den passenden Widerständen 1' und 2' abgeschlossen.
Der Widerstand 3' ist der Nachbildwiderstand.
Für den Signalpegel —0,9 NpmO liegt der Sender 6
über die Kurzschlußbrücken α bis c und g bis h an
der Gabelseite mit der hohen Windungszahl und der Empfänger 6 über die Kurschlußbrücken b bis d und
e bis / an der niedrigen Windungszahl.
Mit der Umschaltung auf Signalpegel —1,7 NpmO werden die Gabelsciten vertauscht angeschlossen, so
daß der Sender 6 nun über die Kurzschlußbrücken a bis b und /bis h an der niedrigen und der Empfänger 5
über die Kurzschlußbrücke c bis d und e bis g an
10
der hohen Windungszahl liegt.
Wenn die an die Gabel angeschaltete Ausgangsstufe mit hohem Ausgangswiderstand und ingeprägtem
Kollektorstrom sowie die Eingangsstufe mit hohem Eingangswiderstand und eingeprägter Basis-Emitter-Spannung
betrieben werden, stellt sich zu dem jeweiligen Sendepegel die entsprechende Empfängerempfindlichkeit
zwangläufig ein.
Die an der Gabel 4 vorgesehene Pegelumschaltung
ίο hat den Vorteil, daß dabei die bei den Schaltverstärkern
vorzunehmende Einstellung auf den jeweiligen Anschaltepegel der Leitung, die gegebenenfalls geeicht
ist, nicht verändert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
S. . W
Claims (6)
1. Sende- und Empfangseinrichtung zur Datenübertragung, bei der ein Sender mit einem Generator
für die Sendefrequenz, ein Bandpaß und ein Empfänger für die Empiangsfrequenz sowie eine
Gabel vorgesehen sind, wobei die Gabel den Generator und den Empfänger mit einer Zweidrahtleitung
verbindet, die in eine Vierdrahtleitung übergehen kann, und die Datenübertragung durch
Trägerfrequenz-Amplitudenmodulation erfolgt, gekennzeichnet durch die Gesamtheit folgender
Merkmale:
a) die Sende- und Empfangsfrequenz sind gleich, und die Übertragung erfolg* jeweils
nur in einer Richtung;
b) der Bandpaß (3) ist in der Zweidrahtleitung angeordnet;
c) dem Bandpaß (3) sind als elektronische Um- ^0
schalter wirkende, überlappungsfrei umschaltbare Verstärker (1, 2) nachgeschaltet,
die in Abhängigkeit von einem die Sendeoder Empfangsbereitschaft der Sende- und Empfangseinrichtung charakterisierenden as
Steuerkriterium (St) gesteuert werden und deren Verstärkung derart bemessen ist, daß
sich beim Senden und beim Empfangen annäherend der gleiche Pegel am Bandpaß (3) einstellt;
d) im Falle eines Vierdrahtübertragungsweges sind die leitungsseitigen Anschlüsse des einen
Verstärkers (1) an den ankommenden Teil (Fl) und die des anderen Verstärkers (2) an
den abgehenden Teil (Fl) des Vierdraht-Übertragungsweges angeschlossen;
e) im Falle eines Zweidrr.htübertragungsweges sind die leitungsseitigen Anschlüsse der Verstärker
(1,2) einander parallelgeschaltet und an den Zweidrahtübertragungsweg angeschlossen.
2. Sende- und Empfangseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärker
stromgegengekoppelte Gegentaktschaltungen in Emitter-Grundschaltung sind, bei denen
die Emitter jeweils über einen Ernitterwiderstand (13,14 bzw. 23,24) jeweils an ein Steuerpotential
geführt sind.
3. Sende- und Empfangseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerpotentiale
durch die Koiiektorpotentiale der in einer zweistufigen Steuerschaltung enthaltenen
emitterseitig, insbesondere unmittelbar, an Bezugspotential ( —) und kollektorseitig je über einen
Widerstand an Versorgungsspannung (+) geführten Transistoren (81, 92) gebildet sind, von
denen ein erster Transistor (81) an der Basis durch das Steuerkriterium (Si) steuerbar ist und die Basis
des zweiten Transistors (82) am Abgriff eines KollektGrspannungsteilers (85, 86) des ersten
Transistors (81) liegt.
4. Sende- und Empfangseinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein
am Bandpaß (3) liegender Übertrager (9) zugleich Ausgangsübertrager des empfangsseitigen Verstärkers
(1) als auch Eingangsübertrager des sendeseitigen Verstärkers (2) ist.
5. Sende- und Empfangseinrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Eingangsübertrager (16) des empfangsseitigen
Verstärkers (1) und der Ausgangsübertrager (26) des sendeseitigen Verstärkers (2) jeweils
als Gabelübertrager ausgebildet und Bestandteil einer Gabelschaltung zum Anschluß
eines Dienstgeräts sind.
6. Sende- und Empfangseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Gabelschaltung unsymmetrisch bemessen und an ihren Zweigen angepaßt mit Abschlußwiderständen
abgeschlossen ist und daß der Sender (6) mit hohem Ausgangswiderstand und eingeprägtem Ausgangsstrom und der Empfänger
(5) mit hohem Eingangswiderstand und eingeprägter Eingangsspannung betrieben sind und daß
die Anschaltung des Empfängers (5) und des Senders (6) an die abgeschlossenen Zweige vertauschbar
ist.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712119411 DE2119411C3 (de) | 1971-04-21 | Sertde-Empfangseinrichtung zur Datenübertragung | |
| CH488972A CH539982A (de) | 1971-04-21 | 1972-04-04 | Sende- und Empfangseinrichtung mit einem gemeinsamen Sende-Empfangs-Filter |
| IT2325572A IT951843B (it) | 1971-04-21 | 1972-04-18 | Ricetrasmettitore con un filtro di ricezione e trasmissione in comune |
| NO136372A NO136949C (no) | 1971-04-21 | 1972-04-19 | Sende- og mottagningsinnretning med et felles sende/mottagningsfilter |
| SE517972A SE391849B (sv) | 1971-04-21 | 1972-04-20 | Sendar- och mottagaranordning med en sendare och med en mottagare |
| NL7205364A NL170356B (nl) | 1971-04-21 | 1972-04-20 | Zend- en ontvanginrichting voor berichtoverdracht. |
| JP4030872A JPS5411092B1 (de) | 1971-04-21 | 1972-04-21 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19712119411 DE2119411C3 (de) | 1971-04-21 | Sertde-Empfangseinrichtung zur Datenübertragung |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2119411A1 DE2119411A1 (de) | 1972-11-02 |
| DE2119411B2 DE2119411B2 (de) | 1976-07-29 |
| DE2119411C3 true DE2119411C3 (de) | 1977-03-17 |
Family
ID=
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