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Maschine zum Anbringen eines abdichtenden Klebstreifens an Behältern
Die Erfindung bezieht sich auf eine motorisch angetriebene Maschine zum Anbringen
eines abdichtenden Klebstreifens auf die Fuge zwischen dem Deckel und der Mantelfläche
eines Behälters wechselnder Größe mit einem über ein Pedal periodisch gesteuerten,
angetriebenen Drehtisch, auf welchem der Behälter befestigt ist, und betrifft eine
derartige Maschine mit einem nockengesteuerten, schwenkbaren, unter Federdruck stehenden
Arm, der eine Rolle zum Anbringen des Klebstreifens auf die Fuge sowie ein unter
Federeinfluß stehendes Schneidmesser aufweist, das während des Anbringens des Klebstreifens
in seiner Ausgangsstellung gehalten wird, am Ende des Anbringens des Klebstreifens
zum Durchschneiden desselben freigegeben und dann in seine Ausgangsstellung wieder
zurückgebracht wird.
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Derartige Maschinen zum dichten Verschließen von Behältern mittels
eines über die Fuge zwischen Dekkel und Behälter geklebten Klebstreifens sind bekannt.
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Dabei wird die Vorrichtung, z. B. eine Rolle, zum Anbringen des Klebstreifens
auf dem Behälter an einem Schwenkarm angebracht, um Behälter unterschiedlicher Größe
und Querschnittsform mit dem Klebstreifen versehen zu können. Bei diesen bekannten
Einrichtungen erfolgt die Steuerung der Messerbewegung durch Nocken, die die Betätigungsimpulse
über bekannte kinematische Hebelgestänge oder andere einen Zug starrer Elemente
bildende Vorrichtungen auf die Messerhalterung übertragen. Da, um Fehlschnitte zu
vermeiden, die Messerbewegung sehr exakt gesteuert werden muß, ergeben sich erhebliche
Schwierigkeiten, die Steuerung der Messerbewegung an die Verschwenkbewegung des
auch das Messer tragenden Bandrollenschwenkarms anzupassen.
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Es ist die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, eine konstruktiv
sehr einfache und dabei unabhängig von der Bewegung bzw. Stellung des die Bandrolle
tragenden Schwenkarms, d. h. unabhängig von dem Durchmesser und Querschnitt des
zu verschließenden Behälters, absolut exakt arbeitende über tragungsvorrichtung
für die Betätigungsimpulse des Messers zu schaffen.
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Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß zum Spannen einer
Spiralfeder für das schwenkbare Messer und zum Freigeben des Messers je ein Bowdenkabel
vorgesehen ist, von denen das eine mit seinem einen Ende mit der Vorrichtung zum
Spannen der die Schneidbewegung des Messers bewirkenden Spiralfeder und das andere
Kabel mit seinem einen Ende mit einer auslösbaren Sperre zur Freigabe des Messers
verbunden ist, während die beiden anderen Enden der Kabel im Maschinengestell mit
Schwenkhebeln verbunden sind, deren Schwenkbews gung durch auf einer gemeinsamen
Nockenwelle angeordnete Nockenscheiben gesteuert wird.
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Durch diese erfindungsgemäße Anordnung kann der Haltearm für die
Bandrolle in eine vertikale oder winkelige Lage eingestellt werden und dadurch eine
Anpassung an die unterschiedlichen Behälterdurchmesser erreicht werden, ohne daß
in irgendeiner Weise die zeitlich abgestimmten Vorgänge des Durchschneidens des
Bandes und des Zurüclcführens des Messers in seine Ausgangsstellung für die Durchführung
des nächsten Schnittes beeinflußt werden.
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Die Anordnung ist außerdem konstruktiv außerordentlich einfach und
damit sehr betriebssicher und billig.
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Vorzugsweise ist die mit dem einen Bowdenkabel in Verbindung stehende
Vorrichtung zum Spannen der Spiralfeder eine Bolzenkette, die um ein an einem ein
Ende der Spiralfeder haltenden und das Messer tragenden Federgehäuse liegendes Kettenzahnrad
umläuft, derart, daß bei Zugausübung des Bowdenkabels das Zahnrad mit dem Gehäuse
gedreht und dabei das Messer in Ausgangsstellung verschwenkt und die Feder gespannt
wird. Vorzugsweise trägt das Federgehäuse an einem Arm einen zapfenartig in den
Bereich des Klebstreifendurchlaufs vorspringenden Messerträger. Am Federgehäuse
können Anschläge in einem dem Schwenkwinkel des Messers entspre-
chenden
Winkelabstand angeordnet sein, an denen sich die als Gegenanschlag ausgebildete,
durch das andere Bowdenkabel auslösbare Sperre anlegt und die dadurch die Winkelbewegung
des Federgehäuses und damit des Messers bestimmen.
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Die die Bowdenkabel über die Hebel betätigenden Nockenscheiben sind
vorzugsweise über ihre gemeinsame Welle mit dem den Behälter aufnehmenden Drehtisch
durch eine Getriebeanordnung formschlüssig verbunden.
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Die Erfindung wird an Ausführungsbeispielen an Hand der Zeichnungen
näher erläutert, wobei der Deutlichkeit halber die gesamte Maschine und ihre Funktion
beschrieben ist. Der Patentschutz soll aber nicht über den durch die Ansprüche gekennzeichneten
Schutzbereich hinausgehen.
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Fig. 1 ist eine Vorderansicht einer Auführungsform der erfindungsgemäßen
Maschine; F i g. 2 ist eine Draufsicht auf die Maschine gemäß Fig. 1; F i g. 3 ist
eine Seitenansicht auf die Maschine gemäß Fig. 1; Fig.4 zeigt in größerem Maßstab
eine Vorderansicht der angetriebenen Welle, der Nockenwelle und der dazugehörenden
Mechanik, wobei diese Teile zu einer Einheit zusammengesetzt und Teile im Schnitt
gezeigt sind; Fig.5 zeigt eine Ansicht der Maschine gemäß Fig. 4 von unten; Fig.
6 zeigt eine Draufsicht auf einen Teil der rechten Seite des in Fig. 4 dargestellten
Maschinenabschnittes; Fig.7 zeigt teilweise im Schnitt in einem noch größeren Maßstab
eine Vorderansicht des größeren Teils des Bandwicklerschwenkarms; Fig. 8 ist eine
Draufsicht auf den in F i g. 7 dargestellten Maschinenabschnitt; Fig. 9 zeigt eine
Draufsicht eines Teils der Mechanik gemäß Fig. 7 und 8; Fig. 10 zeigt in einem kleineren
Maßstab eine Seitenansicht des Drehtisches; Fig. 11 ist eine Ansicht auf den in
Fig. 10 dargestellten Maschinenabschnitt von oben; Fig. 12 ist eine Draufsicht auf
den in Fig. 10 dargestellten Maschinenabschnitt von unten; Fig. 13 zeigt in größerem
Maßstab einen Teil des Drehtisches im Schnitt entlang der Linie XIII-XIII in Fig.
12; Fig. 14 zeigt im gleichen Maßstab wie Fig. 13 einen weiteren Schnitt des Drehtisches
entlang der Linie XIV-XIV in der Fig. 11; Fig. 15 zeigt in einem größeren Maßstab
eine Schnittansicht des oberen Teils der Welle für den B andwicklerschwenkarm; F
i g. 16 zeigt eine Ansicht von Teilen der Mechanik in einer Abwandlungsform, wobei
sich diese Teile in der einen ihrer Stellungen befinden; Fig.17 entspricht der Darstellung
der Fig.16, wobei sich die Teile in einer anderen Stellung befinden.
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Die Maschine weist ein das Maschinengestell bildendes Gehäuse 20
in Form eines Metallfachwerks 21 auf Laufrollen 22 auf. Das Gehäuse ist von Tafeln
aus Blech, Sperrholz, Kunststoff od. dgl. umschlossen.
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Auf seiner Oberseite weist das Gehäuse eine Deckelplatte 23 auf, auf
welcher sich der Drehtisch 24 befindet. Vorn weist das Gehäuse etwa in der Mitte
eine Ausnehmung 25 für die Knie des Arbeiters auf,
damit dieser gut sitzen kann,
wenn er die Maschine bedient.
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Rechts vom Drehtisch 24 befindet sich ein entfernbarer Teil 26 des
Deckels 23, unter dem sich, wie in Fig. 6 gezeigt, die Innenenden der beiden Bowdenkabel
27, 28 befinden, um diese leicht einstellen zu können.
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Im Bereich der Hinterkante des Gehäuses 20 ist die Welle 29 für den
Bandwicklerschwenkarm durch den Deckel 23 nach oben geführt. Sie liegt, wie gezeigt,
dicht am Rand des Drehtisches 24.
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An der linken rückwärtigen Seite des Gehäuses 20 ist am Fachwerk
21 ein Elektromotor 30 mit Reduziergetriebe mit vertikaler Welle gelagert, auf der
eine Dreistufen-Keilriemenscheibe 31 sitzt.
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Vorn rechts in F i g. 2 weist das Gehäuse 20 eine Schalterplatte
mit zwei Schaltknöpfen 32, 33 für den Motor 30 auf.
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In der Knieausnehmung 25 ist das Pedal 34 einer Tretkurbel 35 angeordnet,
die sich nach hinten bis zu einem Lager 36 erstreckt. An einer Stelle mit der Tretkurbel
25 ist eine vertikale längenverstellbare Kurbelstange 37 verbunden, deren oberes
Ende an einem Hebel 38 zur Betätigung einer Kupplung (Fig. 1, 4 und 5) liegt.
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Eine gegossene rechteckige Deckelplatte 39 ist als Hauptlager für
die verschiedenen Teile der Mechanik auf der Oberseite der Maschine aufgeschraubt.
Diese Mechanik weist ein Lager 40 für eine angetriebene Welle 41 auf. Am oberen
Ende der Welle 41 ist eine Flanschnabe 42 aufgekeilt, deren Flansch im gleichen
Winkelabstand mit Gewindebohrungen zur Aufnahme der Schrauben 43 versehen ist, mit
denen der Drehtisch 24 befestigt ist. Zwischen dem Lager 40 und einem Gegenlager
45 in einem Gußstück 44 trägt die Welle 41 ein Zahnrad 46.
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Die Welle 41 ragt nach unten über das drehkreuzförmige Gußstück 44
hinaus und trägt eine Dreistufen-Keilriemenscheibe 47. Diese ist mit der Welle über
eine Kupplungsanordnung verbindbar, welche aus einem Scheiben-Kugellager48, Kupplungsscheiben
50, 51 und auf dem Vorsprung 52 der Stufenscheibe anliegenden Scheibenlager 53 gebildet
ist. Die Kupp lung wird über dem Gabelende 54 des Arms 55 am Kupplungshebel 38 betätigt.
Die Stufenscheibe 47 ist über dem Keilriemen 49 mit der Motorstufenscheibe 31 verbunden.
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Der Kupplungshebel 38 ist auf einem horizontalen Zapfen 56 gelagert,
dessen Enden in Konsolen 57 und 58 eines Gußstücks 59 unterhalb der Deckelplatte
39 gelagert sind. Der Hebel 38 ist an seinem anderen, gabelförmigen Ende mit dem
oberen Ende der Stange 37 verbunden. Der Hebel 38 ist auch mit dem einen Ende einer
Spannfeder 60 verbunden, deren anderes Ende an einem mit einer Öffnung versehenen
Stück 61 unterhalb der Deckelplatte 39 liegt.
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Läuft der Motor 30, während der Bandwickler nicht arbeitet, dreht
sich die Stufenscheibe 47 auf der angetriebenen Welle 41 leer. Wird jedoch die Krupp
lung durch das Pedal 34 betätigt, so treibt die Stufenscheibe die Welle 41 mit dem
Drehtisch 24 und dem Zahnrad 46 an.
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In fluchtenden Lagern 62 und 63 in der Deckelplatte 39 bzw. in einem
horizontalen Teil 64 des konsolenförmigen Gußstücks 59 ist eine vertikale Nokkenwelle
65 gelagert, auf der unterhalb der Deckelplatte 39 ein Zahnrad 66 mit einem doppelt
so großen Teilkreisdurchmesser wie das Zahnrad 46 sitzt. Die
beiden
Zahnräder sind miteinander über ein Leerlaufzahnrad 67 verbunden. Wenn also die
angetriebene Welle 41 zweimal gedreht wird, dreht sich die Nockenwelle 65 einmal.
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Auf dem unteren Ende der Nockenwelle 65 ist eine Zeitschaltnockenscheibe
68 mit einer Leitkurve mit radialer Kerbe 69 bestimmter Breite und Tiefe aufgekeilt.
In der Ruhelage befindet sich die Kerbe 69 etwas oberhalb einer Mittellage des langen
Arms des Kupplungshebels 38. An dieser Stelle weist der Hebel einen vertikalen,
mit einer Gewindebohrung versehenen Vorsprung 70 auf, in der eine vertikale Stellschraube
71 angeordnet ist. Im oberen Ende der Schraube 71 ist ein zylinderförmiges Einsatzstück
72 gelagert. In der Ruhelage des Bandwicklers (F i g. 4) befinden sich das obere
Schraubenende und das Einsatzstück72 in der Kerbe 69 des Zeitschaltnockens 68. Solange
die Kerbe auf diese Weise festliegt, kann die Nockenwelle 65 nicht gedreht werden.
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Wird das Pedal 34, 35 nach unten gedrückt und der längere Arm des
Kupplungshebels 38 nach unten gezogen, dann werden das obere Ende der Einstellschraube
71 und das Einsatzstück 72 aus der Kerbe 69 herausbewegt, die somit frei ist. Gleichzeitig
wird die Kupplung 50, 51 eingerückt, worauf die Welle 41 die Nockenwelle 65 über
das Zahnradgetriebe 46, 67, 66 antreibt. Es wird also die Kerbe 69 von dem oberen
Ende der Einstellschraube 71 wegbewegt, welche somit an der unteren Oberfläche der
Scheibe gleitet, die den Zeitschaltnocken 68 bildet. Dieser hält den Kupplungshebel38,
auch wenn der Arbeiter seinen Fuß vom Pedal 34 wegnimmt, so lange in Einrücklage,
bis die Nockenwelle 65 eine vollständige Umdrehung durchgeführt hat und am Ende
der Drehung wiederum die Kerbe 69 über der Einstellschraube 71 liegt, die dann durch
die Spannfeder 60 in die Kerbe nach oben bewegt wird. Dabei wird die Kupplung ausgerückt,
wodurch der Antrieb der Welle 41 und der Nockenwelle 65 unterbrochen wird.
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Im Abstand von dem größeren Zahnrad 66 auf der Nockenwelle 65 ist
ein großer Nocken 73 mit spiralförmiger Leitkurve aufgekeilt. Ein Stück der Leitkurve
verläuft konzentrisch zur Achse und endet in einem plötzlich abgestuften, mehr oder
weniger radialen Stück, welches dann radial ansteigend wieder in das konzentrische
Stück übergeht.
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Ein oberer Teil der Nockenwelle mit einem kleineren Durchmesser erstreckt
sich über die Deckelplatte 39 bis unterhalb des Drehtisches 24. An dieser Stelle
ist auf der Nockenwelle ein kleinerer Nocken 74 mit spiralförmiger Leitkurve befestigt,
welcher eine von der oberen Nockenfläche vorragende Rolle 75 und eine von der unteren
Nockenfläche vorragende Rolle 76 trägt. Die Rollen sind exzentrisch angeordnete
Rollen auf vertikalen Achsen und bilden weitere Nockenelemente.
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Die Rolle 75 auf der oberen Seite des Nockens 74 bildet einen Nocken
für das Freigeben und Festhalten eines unter Federdruck stehenden verschiebbaren
Spannteils 77 für den Behälter auf dem Drehtisch 24.
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Dreht sich der Drehtisch 24 bei einer Drehung der Nockenwelle 65
zweimal, wird der Spannteil 77 am Anfang der ersten Drehung des Drehtisches in Spannstellung
bewegt. Die Befestigung bleibt dann unbeeinflußt, bis der Drehtisch fast seine zweite
Umdrehung beendet hat, worauf der Behälter freigegeben und von Hand vom Drehtisch
24 abgenommen wird.
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Die Rolle76 auf der Unterseite des Nockens 74
bildet einen Nocken
für die Betätigung des Anschlags für die weiter unten erläuterte Auslösung des Messers
über das Bowdenkabel 28. Ein zweiarmiger Hebel ist auf der Deckelplatte39 um eine
Schraube 78 schwenkbar angebracht, und sein Arm 79 trägt eine Rolle 80, die mit
der Nockenrolle 76 zusammen wirkt. Der andere Arm 81 des Hebels ist an dem einen
Ende des Bowdenkabels 28 befestigt. Das Ende dieses Arms wird gewöhnlich an einem
einstellbaren Anschlag 82 an der Deckelplatte 39 durch den Zug des Bowdenkabels
von einer Feder in Anlage gehalten. Wenn die Nockenrolle 76 die Hebelrolle 80 auslöst,
zieht der andere Arm 81 an dem Bowdenkabel 28, um die Sperre für die Durchschneideeinrichtung
zu lösen. Nach dem Durchlaß der Nockenrolle 76 zieht die Feder des Anschlags das
Bowdenkabel 28 vom anderen Ende aus, um den Arm 81 des Hebels an den Anschlag 82
zurückzuführen.
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Die Leitkurve des Nockens 74 arbeitet mit einer Exzenterrolle 83
zusammen, welche auf dem einen Arm 84 eines um einen Stift 85 an der Deckelplatte
39 schwenkbaren Winkelhebels gelagert ist, während der andere Arm 86 des Winkelhebels
mit dem einen Ende des anderen Bowdenkabels 27 verbunden ist.
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Der Nocken 74 erteilt dem Bowdenkabel 27 eine entsprechende Längsbewegung,
die auf die Bandschneidevorrichtung als Bewegung übertragen wird und ihre Feder
wieder spannt, und ermöglicht andererseits durch die Stufe in ihrer Leitkurve ein
plötzliches Freigeben des Kabels bei Freigabe des Anschlags durch das andere Bowdenkabel,
um so die notwendige schlagartige Schneidbewegung des Messers zu erhalten.
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Die Hüllen der Bowdenkabel 27, 28 sind in Befestigungen 87 und 88
auf der Deckelplatte39 einstellbar festgelegt.
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Der Drehtisch 24 ist ein scheibenförmiges Gußstück, beispielsweise
mit einer Dicke von etwa 16 mm und einem Durchmesser von etwa 330 mm, mit einem
Umfangsrandwulst 89 (Fig. 12) und einem robusten Sitzring90 auf seiner Unterseite.
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Der Sitzring 90 weist in gleicher Winkelteilung und gleichem radialem
Abstand Bohrungen 91 für die Befestigungsschrauben 43 auf.
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An entsprechenden Stellen weist der Drehtisch Gewindebohrungen 92
(Fig. 11) für die Befestigungsschrauben94 der Spannvorrichtungen 93 aus Holz od.
dgl. für Behälter verschiedener Durchmesser und verschiedener Querschnitte auf.
Die Spannvorrichtung 93 gemäß Fig. 1 und 2 weist nur eine geringfügige vertikale
Höhe und eine konzentrische kreisförmige Ausnehmung 95 für den Boden eines kreisförmigen
Behälters auf.
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In passender Lage zu diesen Gewindebohrungen 92 weist die Unterseite
des Drehtisches 24 gemäß den Fig. 12, 13 und 14 einen exzentrisch angeordneten Vorsprung
96 mit einer Bohrung zur Lagerung einer kurzen, mit einem Flansch versehenen Welle
97 auf als Befestigungshebelwelle für einen an der Unterseite des Drehtisches liegenden
zweiarmigen Hebel, von welchem der eine Arm 98 mit einer mit ihrem anderen Ende
an einem Zapfen 100 am Drehtisch 24 liegenden Spannfeder 99 verbunden ist, während
der andere Arm 101 so angeordnet und geformt ist, daß er, wie oben beschrieben,
mit der Nockenrolle 75 auf der Oberseite des Nockens 74 zusammenarbeitet.
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An ihrem oberen Ende weist die Befestigungshebelwelle 97 einen exzentrisch
vorragenden Stift 102
(Fig. 13) auf, welcher im Eingriff mit einem
quer verlaufenden Schlitz 103 in einer radialen Gleitbacke 104 steht, so daß dieser
Gleitbacke durch das Drehen der Welle 97 mit dem Hebelarm 101, durch welchen der
exzentrisch angeordnete Stift 102 in einer Umfangsbahn bewegt wird, eine Bewegung
radial nach außen, wenn die Greifbacke 77 freigegeben werden soll, und radial einwärts,
wenn die Greifbacke 77 den Boden des Behälters erfassen soll, erteilt wird.
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Die Gleitbacke 104 liegt in feststehenden radialen Führungsbahnen
105 in einem radialen Kanal 106 in der Oberseite des Drehtisches 24.
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Die Greifbacke 77 ist an der Gleitbacke 104 durch eine Schraube 107
befestigt. Die Greifbacke 77 ist ein nachgiebiges Polster, welches zwischen zwei
Platten gehalten wird. Um es für die Böden von Behältern verschiedener Formen und
Größen benutzen zu können, hat die Gleitbacke 104 eine Reihe von in in Abstand stehenden
Bohrungen 108 (Fig. 14), in denen die Greifbacke 77 in verschiedenen radialen Abständen
vom Drehmittelpunkt angeordnet werden kann.
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Zum Abdichten der Fuge zwischen Deckel und Behälter durch Aufbringen
eines Bandes gibt zuerst der Nocken 75 den Befestigungshebel 98, 101 frei, um durch
die Feder 99 die Greifbacke 77 in Spannstellung zu verschieben, bis kurz vor Beendigung
des Abdichtungsvorgangs der Befestigungsnocken 75 den Hebel 98, 101 in entgegengesetzter
Richtung bewegt und der verschlossene Behälter freigegeben wird.
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Zur Erleichterung des Zu- und Abführens der Behälter auf den Drehtisch
kann der Deckel 23 des Gehäuses 20, wie dargestellt, eine Schrägkante 109 (F i g.
1, 2 und 3) aufweisen, welche den größeren Teil des Umfangs des Drehtisches 24 umgibt.
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Die Bandwicklerarmwelle 29 hat einen ziemlich großen Durchmesser.
Ihr oberer Abschnitt ist hohl ausgebildet. Sie ist (F i g. 4 und 5) so gelagert,
daß sie sich um einen bestimmten Winkel in den relativ langen Lagern 110, 111 in
der Deckelplatte 39 bzw. in der dazu parallelen Platte 64 des konsolenförmigen Gußstücks
59 drehen kann. Auf einem vorspringenden Teil der Welle ist ein Arm 112 aufgekeilt,
welcher an seinem freien Ende eine nach unten ragende Rolle 113 aufweist. Die Rolle
arbeitet mit dem gre ßen Nocken 73 zusammen. Mit diesem Ende des Arms 112 ist das
eine Ende einer Spannfeder 114 verbunden, deren anderes Ende an dem Teil 115 der
Deckelplatte 39 befestigt ist. Die Bandwicklerwelle 29 wird in der oben geschilderten
Weise angetrieben.
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Ein sich entlang der Welle 29 erstreckender Keil 116 liegt in einer
Keilnutll7 (Fig.7) in dem geschlitzten Auge 118 des Arms 112. Der Arm 112 kann dadurch
nach Öffnen der Klemmschraube axial auf der Welle 29 gleiten.
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Zusätzlich weist die in diesem Abschnitt hohle Welle 29 einen Längschlitz
120 auf. In dem Schlitz 120 verschiebt sich ein Keil 121 mit einer Mitnehmerschulterl26
an einer Spindelmutter 122 in der Welle 29, welche zusammen mit dem Arm 112 durch
eine Spindel 123 entlang der Welle 29 verschiebbar ist. Die Spindel 123 liegt an
ihrem oberen Ende in einem Lager 124 axial fest und ist mittels eines Handrades
125 drehbar.
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Zur Erleichterung der Einstellung des Arms 112 kann eine Stellungsanzeigevorrichtung
127, 128 vorgesehen sein.
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Vom geschlitzen Auge 118 ragt ein Arm 129 in einem stumpfen Winkel
zum Bandwicklerarm 112 weg, der zu zwei radialen Verlängerungen an diesem Ende aufgespreizt
ist, zwischen denen eine Gewindebohrung für eine Kopfschraube 130 liegt, welche
einen Zapfen für eine bossierte Platte 131 zur Aufnahme einer Rolle des Klebbandes
bildet.
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Am Ende des Bandwicklerarms 112 befindet sich eine vertikale Bohrung
für einen Zapfen 132, deren unteres Ende mit einer drehbaren Gummirolle 133 versehen
ist. Der Durchmesser der Rolle kann beispielsweise 57 mm und ihre Tiefe beispielsweise
19 mm betragen. Die Gummirolle 133 liegt auf gleicher Höhe wie die Bandrolle auf
der Platte 131. Entsprechend eingestellte Führungsrollen 134, 135, 136 sind für
den Abschnitt 137 des Bandes zwischen der Bandrolle auf der Platte 131 und der Oberfläche
der Gummirolle 133 vorgesehen. Außerdem ist ein Reiterröllchen 138 dicht auf der
Oberfläche der Gummirolle 133 vorgesehen, so daß das Band zwischen beiden Rollen
durchläuft.
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Das Reiterröllchen 138 kann durch seine Lagerung an dem Ende eines
Arms 139 eines zweiarmigen Hebels eingestellt werden, welcher selbst bei 140 auf
dem einen Arm 141 eines Kniehebels schwenkbar gelagert ist, dessen Schwenkpunkt
142 an dem Bandwicklerarm 112 befestigt ist. Eine Stellschraube 143 verbindet den
anderen Arm 144 des Kniehebels mit dem Ende des Arms 145 des zuerst erwähnten Hebels.
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Die Schraube steht im Eingriff mit einer nicht ge zeigten Mutter,
welche bei 146 am Ende des Arms 144 schwenkbar angeordnet ist. Durch das Verkürzen
oder Verlängern des Abstandes der Arme 144 und 145 wird die Lage des Reiterröllchens
139 zur Gummirolle 133 geändert.
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Zur Unterstützung der Einstellung der Maschine kann sich in der Mitte
der Breite der Bandwicklerrolle eine Nut oder eine Markierung befinden, die durch
Verstellen der Spindelanordnung gemäß F i g.
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15 so eingestellt werden kann, daß sie mit der abzudeckenden Fuge
zusammenfällt.
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Das obere Ende 147 des Zapfens 132 der Rolle 133 ragt über den Bandwicklerann
112 hinaus und trägt drehbar ein Federgehäuse 148, welches eine spiralförmige Bandfeder
149 enthält, deren inneres Ende am Zapfen 132 befestigt ist, während ihr Außenende
am Federgehäuse 148 und dessen Deckel 150 befestigt ist. Der Deckel 150 verlängert
sich nach oben zu einem Kettenzahnrad 151, welches sich auf der äußersten Verlängerungl52
des Zapfens 132 drehen kann.
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Beim Zusammenbau wird die Spiralfeder 149 so aufgewickelt, daß sie
eine gewisse minimale Spannung hat. Diese bleibt immer. Arbeitet der Bandwickler
jedoch, wird die Spannung periodisch erhöht, wenn das Messer in Ausgangsstellung
gebracht wird.
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Die Federtrommel 148 ist zu einem Arm 153 verlängert. An seinem Ende
befindet sich ein nach unten ragender, festsitzender Zapfen 154, an dessen unterem
Ende ein Messer 155 und ein damit in Verbindung stehender Schutzschirm 156 für das
Messer, der auch als Abstreifer für das Drücken des überlappenden Teils des Bandes,
nachdem es durchgeschnitten ist, dient, befestigt sind.
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Ragt der Arm 153 der Federtrommel 148 in der gleichen Richtung wie
der Armll2 vor, liegt das Messer 155 in der Ausgangsstellung. Wird das Messer für
den Schneidvorgang ausgelöst, drehen sich die
Federtrommel 148 und
ihr Arm 153 plötzlich unter dem Einfluß der Federl49 um einen Winkel von etwas mehr
als 900 in der Pfeilrichtung 157 auf den Behälter auf dem Drehtisch 24 zu.
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Kurz vor dem Durchschneiden des Bandes hebt sich die Rolle 133 zum
Anbringen des Bandes von der Oberfläche des Behälters ab, und ein kurzes Stück des
Bandes liegt mit Spannung zwischen dem Behälter und der Rolle 133. Dies ist das
Bandstück, welches durchgeschnitten wird. Das abgeschnittene Ende wird durch den
Schutzschild und den Abstreifer 156 an den Behälter angepreßt.
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Die Federtrommel 148 weist auf ihrem Umfang zwei radiale Anschläge
158 und 159 auf, die in Eingriff mit einem Sperriegel 160 gebracht werden können.
Der eine Anschlag 158 wird in Eingriff mit dem Anschlag 160 gebracht, wenn die Feder
149 ganz gespannt ist. Das Messer 155 ist dann in Bereitstellung für die Durchführung
des Schneidvorgangs, so daß durch Zurückziehen des Riegels 160 der Schneidvorgang
ausgelöst wird. Die Winkelbewegung der Federtrommel 148 in der Richtung des Pfeiles
157 ist dagegen durch ihren anderen Anschlag 159 begrenzt, der auch dann in Eingriff
mit dem Sperriegel 160 kommt, wenn sich dieser in seiner zurückgezogenen Lage befindet.
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Nach jedem Schneidvorgang wird die Feder zu ihrer ganzen Spannung
durch den kleinen Nocken 74 am oberen Ende der Nockenwelle 29 wieder aufgewickelt,
welcher über das Bowdenkabel 27 wirksam wird. Das Bowdenkabel 27 ist an seinem am
Arm 112 liegenden Ende über eine in einer Führungsnut 162 gleitbar gelagerten Gleitbacke
161 mit dem einen Ende einer kurzen Bolzenkette 163 verbunden, die um das Kettenzahnrad
151 auf dem Federgehäuse läuft. Das andere Ende der Kette 163 ist mit dem einen
Ende einer Spannfeder 164 verbunden, welche am Bolzen 165 am Arm 112 verankert ist,
wobei die Feder in allen Stellungen der Teile unter einer gewissen Spannung verbleibt.
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Der Sperriegel 160 liegt in einer Führungsnut 166 und ist mit dem
einen Ende des anderen Bowdenkabels 28 verbunden, welches mit dem Nocken zusammenarbeitet,
der durch die Rolle76 auf der Unterseite des Nockens 74 gebildet ist. Der Riegel
160 ist durch eine Druckfeder 167 in der Führung nut 166 nach außen vorgespannt.
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Ein mit einem Flansch versehener Deckel, welcher ein Gußstück sein
kann, befindet sich oberhalb des oberen Endes des Bandwicklers und schließt einen
Teil der Seiten des Bandwicklerarms 112 ein. Der Deckel 168 weist eine Öffnung in
Übereinstimmung mit dem oberen Ende 152 des Zapfens 132 auf, desgleichen eine andere
Öffnung für den Durchgang des mit einem Schraubgewinde versehenen oberen Endes des
Bolzens 165, der am Arm 112 befestigt ist und die Verankerung für das Ende der Spannfeder
164 bildet. Eine Mutter 169 hält den Deckel 168 in seiner Lage.
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Das Messer 155 ist rechteckig. Die Schneidkante befindet sich auf
der einen kurzen Seite des Rechtecks. Diese Kante hat eine Reihe von langen, spitzwinkligen
Zähnen mit meißelförmigen Schneidenden, welche sowohl in der Breite als auch in
der Dicke von der Schneidkante aus divergierend verlaufen.
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Das Messer liegt in einer vertikalen Ebene und ist an einer Seitenfläche
am unteren Ende des Messerträgers 154 mit seiner anderen kurzen Seite befestigt.
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Der Schutz- und Abstreiferteil 156, der aus Schwammgummi bestehen
kann, hat die gleiche Form wie das Messer 155, ist aber etwas länger. Er ist ebenfalls
durch die Befestigungsanordnung für das Messer befestigt. Seine kürzere Außenkante
ragt über die Schneidkante des Messers hinaus so weit vor, daß er das Messer abdeckt
und auch als Preßstempel für das abgeschnittene Bandende funktionieren kann, um
dieses abgeschnittene Ende auf dem Behälter anzudrücken.
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Bei einer anderen erfindungsgemäßen Art der Befestigung des Behälters
auf dem Drehtisch sind Anordnungen, wie sie beispielsweise in den Fig. 16 und 17
dargestellt sind, vorgesehen, durch welche beim Beginn des Abdichtvorgangs der Drehtisch
24 mit dem darauf gespannten Behälter etwas, beispielsweise 20 mm, angehoben wird.
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Diese Einspannvorrichtung arbeitet, wie in F i g. 3 dargestellt,
mit einer Befestigungsplatte 170 aus Metall, Sperrholz od. dgl. zusammen. Die Platte
ist zentral oberhalb des Deckels des Behälters angeordnet und wird von einer Spindel
derart gehalten, daß sie sich mit dem Behälter auf dem Drehtisch 24 drehen kann,
wenn der Behälter durch das Anheben des rotierenden Drehtisches dagegengedrückt
wird. Die Platte wird von einem radial vorragenden Arm 171 getragen, welcher einstellbar
an einer vertikalen Stütze 172 liegt. Die Lage der Stütze ist in der Fig. 2 ange
geben. Die Stütze ist eine hohle oder massive, feststehende Welle, die auf der Deckelplatte
39 oder auf andere Weise befestigt ist. Die Platte 170 weist eine Druckfeder 173
oder einen Druckpuffer 174 aus zusammendrückbarem Gummi od. dgl. oder beides auf,
so daß beim Hochsteigen des Drehtisches 24 der Behälter in seiner Lage durch den
Druck der Feder und/oder des Puffers festgehalten wird.
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Bei der Konstruktion gemäß den F i g. 16, 17 kann der Eingriff zwischen
dem Keil und der Keilnut 175 des Wellenfiansches 42 am oberen Ende der angetriebenen
Welle 41 verschiebbar sein und das Anheben und Absenken des Drehtisches 24 ermöglichen.
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Dabei ist die Welle 41 hohl ausgebildet, um eine Axialbewegung einer
Stange 176 in dieser Welle zu ermöglichen. Das obere Ende der Stange weist einen
ebenen, rechteckigen Kopf 177 auf, der in einer entsprechend geformten Ausnehmung
in dem zentralen, keine Bohrung aufweisenden Ringsitz 90 des Drehtisches 24 liegt.
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Zum Anheben der Stange 176 und damit des Drehtisches über die erforderliche
Zeit während des Abdichtvorgangs ragt sie unter das untere Ende der Welle 41 vor
und ist an dieser Stelle mit dem einen gabelförmigen Arm 178 eines zweiarmigen Hebels
verbunden, welcher gleichzeitig mit dem Einrücken des Bandwicklers vom Pedal 34
betätigt wird. Der Hebel ist bei 179 an dem feststehenden Gußstück 59 des Bandwicklers
schwenkbar gelagert. Auch im vorliegenden Fall wird durch den Zeitschaltnocken 68
der rotierende Drehtisch 24 bis kurz vor dem Ende des Abdichtvorgangs angehoben
gehalten.
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In F i g. 16 ist der Tisch in der unteren Ruhelage gezeigt. Wird
jedoch der Arm 178 des Hebels hochgehoben, werden die Teile in ihre obere Arbeitslage
gebracht und dort festgehalten, bis sie am Ende des Abdichtvorgangs nach unten gesenkt
werden. Wie in F i g. 17 dargestellt, liegt der Wellenflansch 42 in angehobener
Stellung um eine Länge D vom Lager 40 entfernt, wobei die Welle 41 unabhängig von
ihrer
Drehbewegung axial unbeweglich bleibt und der Keil und die
Keilnut 175 im Eingriff bleiben.