[go: up one dir, main page]

DE1164605B - Verfahren und Vorrichtung zum fallenden Giessen von Metall - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum fallenden Giessen von Metall

Info

Publication number
DE1164605B
DE1164605B DEU7463A DEU0007463A DE1164605B DE 1164605 B DE1164605 B DE 1164605B DE U7463 A DEU7463 A DE U7463A DE U0007463 A DEU0007463 A DE U0007463A DE 1164605 B DE1164605 B DE 1164605B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
pouring
mold
protective gas
ladle
stream
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEU7463A
Other languages
English (en)
Inventor
Maurice Frederick Hoffmann
Ronald Leadrew William Holmes
Leo Fred Keel
Peter Anthony Mccormack
Ronald Jay Mccullough
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Union Carbide Corp
Original Assignee
Union Carbide Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Carbide Corp filed Critical Union Carbide Corp
Publication of DE1164605B publication Critical patent/DE1164605B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D37/00Controlling or regulating the pouring of molten metal from a casting melt-holding vessel
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D11/00Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
    • B22D11/10Supplying or treating molten metal
    • B22D11/106Shielding the molten jet
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D18/00Pressure casting; Vacuum casting
    • B22D18/06Vacuum casting, i.e. making use of vacuum to fill the mould
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C7/00Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00
    • C21C7/10Handling in a vacuum

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)
  • Continuous Casting (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES 4057WW PATENTAMT Internat. Kl.: B 22 d
AUSLEGESCHRIFT
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Deutsche Kl.: 31c-12/01
Jefz» Kl, M, 1V* Pat. BI.VÖ 12 1.
1164 605 4^Li4
U 7463 VI a/31 c
16. September 1960
5. März 1964
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum fallenden Gießen von Metall aus einer Gießpfanne in eine Gießform unter Ausschluß der Einwirkung der Atmosphäre auf das Metall durch Schutzgas.
Im allgemeinen wird eine den geschmolzenen Stahl enthaltende Gießpfanne mit einem Bodenauslaß oberhalb einer Gießform angeordnet. Der Gießstrahl wird dann in die Form hineingerichtet, bis eine entsprechende Menge eingegossen ist, worauf der Gießstrom unterbrochen und die Gießpfanne zur nächsten Form bewegt wird. Beim ersten Auftreffen des Gießstrahles auf den Boden der Form spritzt das flüssige Metall gegen die Wände der Form, an der die Metallspritzer anhaften und erstarren. Befindet sich in der Form Luft, oxydieren die Metallspritzer, und beim Ansteigen des Gießspiegels schmelzen die erstarrten Metallspritzer nicht wieder auf, um sich mit dem geschmolzenen Strahl zu vereinigen, sondern haften weiter an der Form an und bilden mangelhaft gebundene Schorfstellen auf den Seiten des gegossenen Blockes.
Eine weitere bei der herkömmlichen Gießtechnik anzutreffende Schwierigkeit ist die Adsorption von Sauerstoff aus der umgebenden Atmosphäre durch den aus der Gießpfanne ausfließenden geschmolzenen Strom. Die aus einer derartigen Adsorption herrührenden Oxyde werden über den ganzen Block verteilt und führen zu metallurgischen Fehlern, die die mechanischen, chemischen und elektrischen Eigenschaften des Erzeugnisses vermindern.
Ist Metall hoher Reinheit erforderlich, beispielsweise bei der Herstellung genau bemessener Flugzeugteile, sind die obenerwähnten Einschlüsse im Stahl in hohem Maße unerwünscht. Hersteller und Konstrukteure von Flugzeugteilen fordern fortgesetzt reinere und einschlußfreie Stähle.
Aufgabe der Erfindung ist die vollständige Abschirmung des fallenden Gießstrahles und des in die Gießform gelangenden Metalls gegen jeden Einfluß des Sauerstoffs der Luft mittels eines Verfahrens, das bei Gebrauch weniger mechanischer Hilfsmittel unbeschränkt für alle Gießpfannen und Gießformen angewendet werden kann.
Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, die Gießform vor dem Gießen mit Schutzgas anzufüllen, das vom eintretenden Gießstrahl verdrängt wird und diesen umhüllt sowie den Gießspiegel abdeckt, wobei gleichzeitig der Gießstrahl unterhalb des Bodenauslasses der Gießpfanne von einem auf ihn gerichteten weiteren Schutzgasstrom umhüllt wird und beide Schutzgasströme sich zu einem den Strahl Verfahren und Vorrichtung zum fallenden
Gießen von Metall
Anmelder:
Union Carbide Corporation, New York, N. Y.
(V. SL A.)
Vertreter:
H. Kundoch, Rechtsanwalt,
Rodenkirchen bei Köln, Auenweg 14
Als Erfinder benannt:
Leo Fred Keel, Emsworth, Pittsburgh, Pa.,
Maurice Frederick Hoffmann, Whippany, N. J.,
Ronald Jay McCullough, Hazlet, N. J.,
Peter Anthony McCormack,
Corona del Mar, Calif. (V. St. Α.),
Ronald Leadrew William Hohnes,
Downsyiew, Ontario (Kanada)
Beanspruchte Priorität:
V. St. ν. Amerika vom 16. September 1959
(Nr. 840 270)
auf seiner ganzen Länge umhüllenden Schutzgasmantel vereinigen.
Maßnahmen zur Verminderung des Zutritts von Luft zum Gießstrahl und/oder dem flüssigen Metall in der Gießform sind bereits seit Jahrzehnten in großer Anzahl gemacht worden, doch konnte sich keine Maßnahme in größerem Umfang in der Praxis durchsetzen, da in den meisten Fällen der Erfolg nur gering oder der erforderliche Aufwand an mechanischen Vorrichtungen und Schutzgas zu umfangreich ist.
So ergibt das bekannte Abgießen von Metall im Vakuum zwar eine Unterbindung der Reaktion des flüssigen Metalls mit dem Sauerstoff der Luft. Die Durchführung dieses Verfahrens erfordert jedoch aufwendige Einrichtungen. Bei diesen Einrichtungen ist es bekannt, an der Unterdruckkammer im Durchlaß für das zu vergießende Metall eine abdichtende Membran, z. B. aus Stahlblech oder einem anderen Metall, vorzusehen, welche erst beim Einfüllen des Stahls durchschmilzt.
409 537/420
i 164 605
3 4
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, aliein F i g. 1 einen Längsschnitt einer Gießform, die
den Gießstrahl während des Abstiches und Abgießens zum Teil bereits mit Schutzgas gefüllt ist,
mit einem Mantel aus Schutzgas, z.B. Wasserstoff, Fig. 2 teilweise im Schnitt eine Gießpfanne und
Stickstoff, Argon, Koksofengas, od. dgl., zu umgeben. Gießform vor dem Gießvorgang,
Dies führte aber nur zu einer bedingten Verbesse- 5 F i g. 3 teilweise im Schnitt die Einrichtung nach
rung, da der Gießstrahl in der Gießform mit der Luft F i g. 2 während des Gießvorganges,
in Berührung kommt. F i g. 4 im vergrößerten Maßstab eine Ansicht
Ferner ist es bekannt, in dem Raum zwischen längs der Linie 4-4 nach F i g. 1 des Verteilerkopfes,
Gießpfanne und Gießform zur besseren Abschirmung F i g. 5 im vergrößerten Maßstab einen Teilschnitt
des Gießstrahles mit Schutzgas ein rohrförmiges io entlang der Linie 5-5 nach F i g. 3 und
Zwischenstück vorzusehen, das mittels Sandtassen F i g. 6 eine Längsansicht, teilweise im Schnitt,
gegenüber der Atmosphäre und Gießpfanne sowie einer abgewandelten Ausführungsform der Einrich-
Gießform abgedichtet wird. Beim Gießen des Metalls tung nach der Erfindung.
wird in das Zwischenstück das Schutzgas, z.B. Wie in Fig. 2 dargestellt, weist die Einrichtung
Argon, unter Druck eingeführt, das auf Grund der 15 zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung
Injektorwirkung des fallenden Gießstrahles in die eine Gießpfanne 10 zum Gießen geschmolzenen Me-
Gießform gelangt. Hier sind ebenfalls die praktische tails auf. Im unteren Teil der Gießpfanne ist ein
Anwendung des Verfahrens erschwerende mecha- Bodenauslaß 12 vorgesehen, aus dem ein Metallstrom
nische Vorrichtungen für die Abschirmung des flüssi- in eine vertikal darunter angeordnete Gießform 14
gen Metalls erforderlich. so gerichtet wird. Ein Rohrstück 16 ist an der Unter-
Auch das Auffüllen der Gießform vor dem Gießen seite der Gießpfanne lösbar befestigt, umgibt den
mit einem Schutzgas ist bekannt. Hierbei wird das Bodenauslaß 12 und bildet einen Schutzraum 17.
Schutzgas von unten in die Gießform eingeleitet und Das Rohrstück 16 kann, wie im einzelnen in
die Zufuhr von Schutzgas beim Gießen unterbrochen, F i g. 5 dargestellt, mit nach außen stehenden An-
um das Entstehen eines Überdruckes in der Gießform 25 sätzen 18 versehen sein, die in geeignete Ausneh-
zu vermeiden. Da die Gießform auf der Eingießseite mungen innerhalb entsprechender Ansätze 20 passen,
keine das Abströmen des Gases hindernde Ab- die an der Gießpfanne befestigt sind. Das Rohrstück
deckung aufweist, strömt das Gas beim Gießen 16 liegt an der Unterseite der Gießpfanne an, um
innerhalb kürzester Zeit aus der Gießform ins Freie, jeden möglichen Raum hierzwischen möglichst klein
und der Luftsauerstoff kann sich während des groß- 30 zu halten, doch würde ein gewisser Abstand zwischen
ten Teiles des Gießvorganges ungehindert mit dem dem Rohrstück und der Gießpfanne sich nicht nach-
Gießstrahl und dem in der Gießform befindlichen teilig auf das Verfahren auswirken, sondern nur die
flüssigen Metall verbinden. zur Abschirmung des Gießstrahles 19 erforderliche
Ein anderes Verfahren sieht vor, die Gießform Menge an Schutzgas, z. B. Argon, erhöhen,
gegenüber der Atmosphäre abzuschließen und die 35 Das obere Ende des Rohrteiles 16 ist auf der
Gießform gegen das Eindringen von Luft mit einem Innenseite mit einer Ringleitung 24 versehen, die
Schutzgas unter vollständiger Verdrängung der in einen Gaskanal aufweist. Ein sich durch die Wand
der Gießform befindlichen Atmosphäre mit Über- des Rohrstückes hindurch erstreckender Gaseinlaß
druck anzufüllen und beim Einfallen des Gießstrahles 26 verbindet den Gaskanal mit einer Schutzgasquelle,
in die Gießform eine Sperre im Einlaß der Kokille 40 Eine Mehrzahl von öffnungen 28 in der Leitung sind
derart aufzuheben, daß das aus der Gießform strö- auf den Bodenauslaß 12 zu gerichtet, so daß das
mende Schutzgas den Gießstrahl umhüllt. Schutzgas die Luft wirksam verdrängen und das
Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung ist Rohrstück 16 ausfüllen kann.
der den Gießstrahl bei seinem Austritt aus dem Entsprechend F i g. 2 hängen die Abmessungen des Bodenauslaß der Gießpfanne umhüllende Schutzgas- 45 Rohrstückes 16 von verschiedenen Faktoren ab: strom abwärts gerichtet und trifft sich mit dem auf- a) dem Durchmesser D des Bodenauslasses, b) dem wärts gerichteten Strom des aus der Gießform ver- Grad der Divergenz des Gießstrahles und c) der Tatdrängten Schutzgases oberhalb der Gießform. Da- sache, daß die Oberkante des Rohrstückes genau auf durch wird bewirkt, daß zwei gegeneinander strö- einen Teil der Oberfläche der Gießpfanne passen mende und sich in dem Raum zwischen Gießform 50 sollte, um hierzwischen den Spalt minimal zu halten, und Gießkopf vereinigende Schutzgasströme ge- Die Wirksamkeit der Argonatmosphäre beim Schutz schaffen werden, die die gesamte Oberfläche des des Gießstrahles hängt in erster Linie von der Lage flüssigen Metalls gegenüber der Atmosphäre ab- der Ringleitung ab, die möglichst nahe an den Gießschirmen, strahl heranreichen sollte, ohne diesen zu berühren. Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungs- 55 Werden beispielsweise Bodenauslaßöffnungen von gemäßen Verfahrens ist gekennzeichnet durch einen ungefähr 3 bis 8 cm Durchmesser benutzt, sollte der an der Unterseite der Gießpfanne angeordneten Gehäusedurchmesser D vorzugsweise zwischen unge-Düsenkranz und ein diesen Düsenkranz umgebendes, fähr zwischen 12 und 40 cm liegen. Die besten Schutz parallel zum Gießstrahl sich erstreckendes Rohr- gewährleistende Höhe h des Rohrstückes sollte so stück zur Führung des oberen Schutzgasstromes. 60 gewählt sein, daß sich die Unterkante des Rohr-Zweckmäßigerweise wird die Gießform oben mit Stückes nicht weiter als bis ungefähr 10 cm unter den einer Abdeckung verschlossen, die eine Öffnung zum Bodenauslaß erstreckt. Das bevorzugte Verhältnis Einführen einer mit einem Verteilerkopf versehenen der maximalen Höhe h zum Durchmesser D sollte 1 Gasleitung aufweist. nicht überschreiten.
Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungs- 65 Die geeignetste Lage der Ringleitung 24 innerhalb
möglichkeiten der Erfindung ergeben sich aus der Be- des Rohrstückes 16, um den Raum 17 in geeigneter
Schreibung von Ausführungsbeispielen im Zusammen- Weise mit Schutzgas zu füllen, ist durch den verti-
hang mit den Zeichnungen. Es zeigt kalen Abstand zwischen dem Bodenauslaß und der
Unterseite der Gießpfanne bestimmt. Dieser Abstand sollte so eingehalten sein, daß, wenn das Rohrstück 16 an der Unterseite der Gießpfanne anliegt, sich die Leitung 24 ungefähr 0,6 cm unterhalb des Bodenauslasses befindet.
Die Gießform 14 weist, wie in den Figuren veranschaulicht, im wesentlichen einen oben offenen Behälter zur Aufnahme des geschmolzenen Metalls während der Abkühlung und Erstarrung auf. Die Gießform kann dazu vorgesehen sein, Blöcke zu bilden, die nachfolgend gewalzt oder in anderer Weise verformt werden. Das Verfahren nach der Erfindung läßt sich jedoch ebenso bei Gießformen zur Herstellung von Sandgußteilen im üblichen Gießereiverfahren benutzen.
Eine für das Verfahren nach der Erfindung besonders geeignete Gießform besitzt einen Einlaß zur Einführung eines Schutzgases. Ein bevorzugtes Mittel zur Einführung des Schutzgases ist in den Fig. 1 und 4 veranschaulicht und besteht aus einer an eine nicht dargestellte Gasquelle angeschlossenen Gasleitung 30, die am unteren Ende einen Verteilerkopf 32 aufweist. Der Verteilerkopf 32 besitzt, wie in Fig. 4 veranschaulicht, ein Öffnungen 42 aufweisendes Mittelrohr 34, um Argon in einen Raum 33 einzuleiten, das mittels einer Außenhülle 36, einer an dieser befestigten oberen Platte 38 und einer den Endabschluß sowohl der Außenhülle 36 als auch der zentralen Leitung 34 bildenden unteren Platte 40 begrenzt ist. Der Raum 33 kann im wesentlichen mit einem gasdurchlässigen Material, beispielsweise Stahlwolle, oder einem porösen metallischen Material gefüllt sein, um das aus den Öffnungen 42 austretende Argon noch gleichmäßiger zu verteilen. Die Hülle 36 ist ebenfalls so ausgebildet, daß das Gas verhältnismäßig gleichförmig austritt, so daß nur eine minimale Gasturbulenz in der Gießform hervorgerufen wird. Eine bevorzugte Ausführungsform der Hülle 36 ist ein entsprechend geformter Zylinder aus Drahtgewebe.
Der Verteilerkopf 32 und die Gasleitung 30 werden, wie in F i g. 1 veranschaulicht, vorzugsweise von oben in die Gießform eingesetzt, wobei der Verteilerkopf auf dem Boden der Gießform aufsitzt oder in dessen unmittelbarer Nähe angeordnet ist. Um das eingeführte Argon in der Gießform zu halten, ist über der Öffnung eine Abdeckung 44 angeordnet. Die Abdeckung 44 besteht aus einer Aluminiumfolie, die mittels eines Drahtes 46 befestigt werden kann.
Das Verfahren nach der Erfindung umfaßt folgende Schritte: Die in F i g. 1 veranschaulichte Gießform wird zuerst mit einer Aluminiumfolie 44 abgedeckt. Der Verteilerkopf 32 und die Leitung 30 werden dann durch ein Loch in der Aluminiumfolie eingesetzt, um Argon an dem Boden der Gießform einzuführen.
Bei dem Verfahren nach der Erfindung, das vorzugsweise Argon als Schutzgas verwendet, wird das Argon am Boden der Gießform gleichförmig verteilt und mit minimaler Turbulenz eingeführt, so daß sich das Argon vertikal durch die Gießform hindurch nach oben bewegen und sämtliche Luft aus der Gießform herausdrängen kann. Dieses Verfahren ist besonders vorteilhaft, da nur eine sehr geringe Mischung von Luft und Argon in der Gießform stattfindet, ein Umstand, aus dem sich sowohl hohe Leistungsfähigkeit als auch Wirtschaftlichkeit ergeben. Es wurde beispielsweise festgestellt, daß sich praktisch alle Luft aus der Gießform mit nur dem l,25fachen Volumen an Argon entfernen läßt, wenn dieses, wie oben beschrieben, eingeführt wird. Dies steht in krasssem Gegensatz zu dem 7- bis lOfachen Volumen an Schutzgas, das üblicherweise erforderlich wäre, um aus einer äquivalenten Gießform die Luft mittels eines Schutzgasstrahles zu verdrängen, der in die Gießform hineingerichtet wird und eine übermäßige
ίο Turbulenz und Mischung der Gase bewirkt.
Unmittelbar, vorzugsweise nicht länger als 2 Minuten, nach Entfernen der Luft aus der Gießform wird die das geschmolzene Metall enthaltende Gießpfanne 10 über die mit Argon gefüllte Gießform 14 gebracht (F i g. 2), wobei der Bodenauslaß 12 mit der oberen öffnung der Gießform ausgerichtet ist. Nun wird Argon in die Ringleitung 24 geleitet, um praktisch alle Luft aus dem Rohrstück 16 und dem Spalt 48 zwischen Rohrstück 16 und der Abdeckung zu verdrängen. Der Argonfluß wird dann mindestens 8 bis 10 Sekunden aufrechterhalten, ehe der Gießstrahl 19 durch Wegnahme eines entsprechenden Stopfens freigegeben wird.
Die Gießpfanne 10 befindet sich in geeigneter Gießstellung, wenn die untere Kante des Rohrstückes 16, wie bei 48 angedeutet, einige Zentimeter von der Abdeckung entfernt ist. Vorzugsweise wird ein gewisser Spalt 48 aufrechterhalten, so daß durch Eintritt geschmolzenen Metalls verdrängtes Gas zur Atmosphäre entweichen kann. Dieses entweichende Gas besteht nicht nur aus Argon, sondern auch in geringem Umfang aus Gasen, die von dem Metall ausgehen. Es wurde festgestellt, daß zur Verhinderung von Infiltration unerwünschter Gase zurück in die mit Argon gefüllte Gießform während des Gießens die Austrittsgeschwindigkeit des durch den Spalt 48 hindurchtretenden Gases mindestens 7,6 cm/sec betragen muß. Wo freilich die in der Nachbarschaft der Gießstelle vorherrschenden Bedingungen, beispielsweise starker Windzug, einen ordnungsgemäßen Gasfluß aus der Form heraus hindern, ist es erforderlich, den Gasfluß aus der Leitung 24 heraus zu erhöhen.
Eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens ist in F i g. 6 veranschaulicht. In diesem Fall ist die Gießform mit einer abnehmbaren Haube versehen, die eine flache Platte 50 mit einer zentrallen Öffnung 51 aufweist. Eine oben auf der Platte vorgesehene Ringleitung 54 ist mit einem Gaseinlaß 52 zum Anschluß an eine Argonquelle versehen; eine Mehrzahl Öffnungen 53 in der Ringleitung sind nach innen auf den Mittelpunkt der Leitung zu gerichtet. Die Leitung 54 kann je nach den speziellen Erfordernissen lösbar oder fest auf der Platte 50 angebracht sein.
Wahlweise kann auch das Rohrstück 16 auf der flachen Platte 50 angeordnet sein. In diesem Falle sollte ein geringer Spalt zwischen der Unterseite der Platte 50 und dem Rohrstück während des Gießens des Blockes aufrechterhalten werden.
Im wesentlichen ist der Gießvorgang bei dieser Vorrichtung derselbe wie im vorhergehenden Fall bei Verwendung einer Abdeckung 44, mit der Ausnahme, daß nach einer Reinigung der Gießform 14 mit Argon die Platte 50 und die Leitung 54 anstatt der Abdeckung44 auf die Gießform aufgebracht werden, wobei nur die öffnung 51 frei gelassen wird. Das Gießen findet dann statt, indem der Bodenauslaß 12 unmittelbar oberhalb der Leitung 52, vorzugsweise in
Kontakt mit dieser, angeordnet wird und sodann ein Argonfiuß aus der Leitung 54 heraus eingeleitet wird, um den Raum zwischen der Platte 50 und der Unterseite der Gießpfanne zu füllen und die Argonströme auch auf den Gießstrahl treffen zu lassen. Es sei be- S merkt, daß die Anwendung der entfernbaren Platte 50 auf kleinere Blockformen beschränkt ist, die eine Größe von weniger als ungefähr 101 besitzen. Für größere Formen wird die Aluminiumfolienabdeckung vorgezogen, da diese sich unter der Einwirkung der hohen Temperaturen vom Metall in der Gießform während und nach dem Gießen weniger leicht verzieht.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum fallenden Gießen von Metall aus einer Gießpfanne in eine Gießform unter Ausschluß der Einwirkung der Atmosphäre auf das Metall durch Schutzgas, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießform mit Schutzgas angefüllt wird, das vom eintretenden Gießstrahl verdrängt wird und diesen umhüllt, sowie den Gießspiegel abdeckt, gleichzeitig der Gießstrahl unterhalb des Bodenauslasses der Gießpfanne von einem auf ihn gerichteten weiteren Schutzgasstrom umhüllt wird und beide Schutzgasströme sich zu einem den Strahl auf seiner ganzen Länge umhüllenden Schutzgasmantel vereinigen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der den Gießstrahl bei seinem Austritt aus dem Bodenauslaß der Gießpfanne umhüllende Schutzgasstrom abwärts gerichtet ist und sich mit dem aufwärts gerichteten Strom des aus der Gießform verdrängten Schutzgases oberhalb der Gießform trifft.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen an der Unterseite der Gießpfanne (10) angeordneten Düsenkranz (24) und ein diesen Düsenkranz umgebendes, parallel zum Gießstrahl sich erstreckendes Rohrstück (16) zur Führung des oberen Schutzgasstromes.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießform oben mit einer Abdeckung (44) verschlossen ist, die eine öffnung zum Einführen einer mit einem Verteilerkopf (32) versehenen Gasleitung (30) aufweist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 1 111781;
französische Patentschriften Nr. 1168 680,
658;
britische Patentschrift Nr. 781 277.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 537/420 2.64 © Bundesdruckerei Berlin
DEU7463A 1959-09-16 1960-09-16 Verfahren und Vorrichtung zum fallenden Giessen von Metall Pending DE1164605B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US84027059A 1959-09-16 1959-09-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1164605B true DE1164605B (de) 1964-03-05

Family

ID=25281907

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEU7463A Pending DE1164605B (de) 1959-09-16 1960-09-16 Verfahren und Vorrichtung zum fallenden Giessen von Metall

Country Status (6)

Country Link
AT (1) AT242878B (de)
BE (1) BE594948A (de)
CH (1) CH365489A (de)
DE (1) DE1164605B (de)
GB (1) GB900869A (de)
NL (1) NL255929A (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1267801B (de) * 1964-11-23 1968-05-09 Edmund Quincy Sylvester Begasungsvorrichtung fuer die Kokille einer Niederdruckgiessanlage
DE1758597B1 (de) * 1968-07-03 1971-12-09 Bau Paul Dipl Ing Vorrichtung zum Giessen schwerer Schmiedebloecke aus Stahl im steigenden Guss mit Innenflaechen aus Sillimanit aufweisendem,feuerfestem Trichter- und Kanalsystem
DE2655912A1 (de) * 1976-12-09 1978-06-15 Linde Ag Giessanlage
WO2008038087A1 (en) * 2006-09-27 2008-04-03 L'air Liquide-Societe Anonyme Pour L'etude Et L'exploitation Des Procedes Georges Claude Production of an inert blanket in a furnace

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3603378A (en) * 1967-06-21 1971-09-07 Phelps Dodge Copper Prod Continuous casting with circular trough mold

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB781277A (en) * 1954-06-15 1957-08-14 Stewarts & Lloyds Ltd Improvements in and relating to the casting of metals
FR1168680A (fr) * 1957-02-26 1958-12-12 Procédé et dispositif perfectionnés pour la coulée en lingotière des aciers et autres composés ferreux
FR1188658A (fr) * 1957-12-03 1959-09-24 U C P M I Procédé de brassage des aciers en cours de solidification
DE1111781B (de) * 1956-07-28 1961-07-27 Huettenwerk Oberhausen Ag Verfahren und Vorrichtung zum fallenden Giessen von Metallen in Kokillen unter Schutzgas

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB781277A (en) * 1954-06-15 1957-08-14 Stewarts & Lloyds Ltd Improvements in and relating to the casting of metals
DE1111781B (de) * 1956-07-28 1961-07-27 Huettenwerk Oberhausen Ag Verfahren und Vorrichtung zum fallenden Giessen von Metallen in Kokillen unter Schutzgas
FR1168680A (fr) * 1957-02-26 1958-12-12 Procédé et dispositif perfectionnés pour la coulée en lingotière des aciers et autres composés ferreux
FR1188658A (fr) * 1957-12-03 1959-09-24 U C P M I Procédé de brassage des aciers en cours de solidification

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1267801B (de) * 1964-11-23 1968-05-09 Edmund Quincy Sylvester Begasungsvorrichtung fuer die Kokille einer Niederdruckgiessanlage
DE1758597B1 (de) * 1968-07-03 1971-12-09 Bau Paul Dipl Ing Vorrichtung zum Giessen schwerer Schmiedebloecke aus Stahl im steigenden Guss mit Innenflaechen aus Sillimanit aufweisendem,feuerfestem Trichter- und Kanalsystem
DE2655912A1 (de) * 1976-12-09 1978-06-15 Linde Ag Giessanlage
WO2008038087A1 (en) * 2006-09-27 2008-04-03 L'air Liquide-Societe Anonyme Pour L'etude Et L'exploitation Des Procedes Georges Claude Production of an inert blanket in a furnace
US8403187B2 (en) 2006-09-27 2013-03-26 Air Liquide Industrial U.S. Lp Production of an inert blanket in a furnace

Also Published As

Publication number Publication date
AT242878B (de) 1965-10-11
BE594948A (fr) 1961-01-02
CH365489A (fr) 1962-11-15
NL255929A (de)
GB900869A (en) 1962-07-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1817067B1 (de) Einrichtung zum abscheiden von verunreinigungen aus fluessi gem stahl waehrend des stranggiessens und ein verfahren dazu
DE1939170B2 (de) Einrichtung zum verteilen einer schmelze in einer anlage zum stranggiessen von stahl
DE2607070A1 (de) Verfahren und einrichtung zur behandlung von metallschmelzen waehrend des stranggiessens mit spuelgas
DE2621557A1 (de) Vorrichtung zum schutz eines fluessigen giesstrahles beim giessen von metall
DE69324408T2 (de) Reinigen von geschmolzenem Metall
DE2453631A1 (de) Einrichtung zum stranggiessen
DE1164605B (de) Verfahren und Vorrichtung zum fallenden Giessen von Metall
DE1960771A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einhuellen eines Metallschmelzenstroms und einer schmelzfluessigen Gussoberflaeche mit einem Schutzgas
DE2428263B2 (de) Gießvorrichtung und Verfahren zu deren Betrieb
DE1960283A1 (de) Vakuumentgasungsvorrichtung fuer die Verwendung beim Stranggiessen von Metallen und Verfahren zum Stranggiessen von schmelzfluessigem Metall,waehrend es einer Vakuumentgasung unterworfen ist
CH657075A5 (de) Verfahren zum spuelen von metallschmelzen, mit einem durch einen spuelstein gefuehrten gas, und spuelstein zur ausfuehrung des verfahrens.
DE2039158C3 (de) Tauchausguß für Metallschmelzen
DE1771596B2 (de) Vorrichtung zur Verhinderung der Entstehung von Gasblasen in einem Metallschmelzebad für die Herstellung von Tafelglas
DE4332760A1 (de) Verfahren zum Betreiben einer Niederdruckmetallgießvorrichtung und Niederdruckmetallgießvorrichtung dafür
DE1583578A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schutz und zum Ausspuelen von Metallschmelzen bei Stranggussanlagen
DE3216478C2 (de) Gießschutzrohr
DE2657406C3 (de) Vorrichtung zum Reinigen der Schmelze beim horizontalen Stranggießen
DE19936227A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Vakuum-Entgasung von Stahlschmelze während des Stranggießens in einer Stranggießanlage
CH602235A5 (en) Casting ladle with bottom pour stopper
DE681458C (de) Vorrichtung zum Giessen von Metallbloecken, insbesondere aus Kupfer oder einer Kupferlegierung
DE3883207T2 (de) Verfahren zur Zugabe von flüssigen Legierungsmitteln zu geschmolzenem Stahl.
DE1508263B1 (de) Vorrichtung zur Spuelgasbehandlung von Metall-,vorzugsweise von Stahlschmelzen
DE1817067C (de) Einrichtung zum Abscheiden von Verunreinigungen aus flüssigem Stahl während des Stranggießens und ein Verfahren dazu
DE3818282C1 (en) Method and apparatus for ingot casting
DE2029686B1 (de) Vorrichtung zum Zugeben von reaktionsfreudigen Stoffen in Metallegierungsschmelzen