DE1164359B - Verfahren und Einrichtung zum Herstellen von Formsieben fuer Pulpeformen - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Herstellen von Formsieben fuer PulpeformenInfo
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-
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- B21F—WORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
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Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: B21f
Deutsche Kl.: 7d-6
Nummer: 1 164 359
Aktenzeichen: D 336891 b / 7 d
Anmeldetag: 2. Juli 1960
Auslegetag: 5. März 1964
Gegenstände aus Papiermache werden vorteilhaft in Formen hergestellt, welche aus Metall, z. B. Messing,
bestehen. Eine solche Form weist eine große Anzahl kleiner Löcher auf. Die Form wird in die
Brühe von Pulpefasern und Wasser eingetaucht, worauf auf der anderen Seite eine Saugwirkung ausgeübt
wird, um das Wasser durch die Form hindurchzusaugen. Ein Formsieb, welches sich auf der Formseite
befindet, sammelt die Pulpefasern und verhindert, daß sie durch die kleinen Löcher hindurchgehen.
Nachdem sich eine genügende Menge Pulpefasern auf dem Formsieb abgesetzt hat, wird die Form aus
der Brühe herausgenommen, und der Gegenstand wird dann von der Form abgezogen.
Die Herstellung eines Formsiebes für einen relativ einfachen Gegenstand, z. B. eine Kuchenplatte, macht
keine großen Schwierigkeiten; es werden aber auch Formsiebe für viel kompliziertere Gegenstände, z. B.
Eierbehälter, benötigt. Solche Gegenstände weisen viele Vorsprünge und Einbuchtungen auf; in einigen
Fällen sind getrennte Formsiebe für je ein oder zwei Vorsprünge und Einbuchtungen vorzusehen.
Die Herstellung von so vielen einzelnen Formsieben zur Verwendung in einer Form für einen komplizierten
Gegenstand ist schwierig und zeitraubend, wozu noch das Zusammenpassen der kleinen Einzelteile
des Formsiebes auf der Form hinzukommt.
So komplizierte Papiermachegegenstände kommen wegen des viel höheren Preises der vielteiligen Formsiebe
und ihres Zusammenbaues teurer als einfache Gegenstände.
Ziel der Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen eines einteiligen Formsiebes für Papiermachogegenstände
von sehr komplizierter Formgebung.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,
daß das Metallgewebe vor dem Umformen gewellt wird. Durch das Wellen des anschließend
tiefzuziehenden Siebes wird im Bereich der umzuformenden Bereiche eine Art Drahtvorrat geschaffen,
aus dem beim Tiefziehvorgang Werkstoff nachgezogen werden kann. Es wird so das Reißen des
Siebes beim Umformen verhindert.
In der Zeichnung ist das erfindungsgemäße Verfahren an Hand eines Beispiels dargestellt; es zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des ersten Verfahrensschrittes,
F i g. 2 eine perspektivische Ansicht eines zweiten Verfahrensschrittes,
F i g. 3 einen Schnitt entlang der Linie 3 A-3 B der Fig. 2,
Fig. 4 Teilschnitte zur Veranschaulichung von weiteren Verfahrensschritten,
Verfahren und Einrichtung zum Herstellen von Formsieben für Pulpeformen
Anmelder:
Diamond National Corporation, New York, N. Y.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. W. Kruse, Patentanwalt,
Augsburg, Säulingstr. 42
Als Erfinder benannt:
Richard Francis Reifers, New York, N. Y.
(V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 17. Juli 1959 (Nr. 827 943)
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht eines fertigen Formsiebes von komplizierter Formgebung.
In F i g. 1 bezeichnet 11 und 12 ein Paar Sickenrollen, welche von einem Rahmen 13 getragen werden.
Die Sickenrollen 11 und 12 weisen in ihrer Axialrichtung eine wellige Oberfläche 14 auf; eine
oder beide Rollenil und 12 können mittels einer Kurbel 16 gedreht werden. Die Achse 17 der oberen
Sickenrolle wird in einem Lager getragen, welches in senkrechter Richtung mittels einer Schraube 18 verstellt
werden kann. Durch das Drehen der Stellschraube 18 wird der Achsabstand der Rollen U und
12 verändert; es befindet sich eine ähnliche Stellschraube 18 auf der anderen Seite des Rahmens 13.
Ein Metallsieb oder -gewebe C geht durch die Klemmstelle der Sickenrollen 11 und 12 hindurch.
Dieses Metallgewebe C besteht vorzugsweise aus Phosphorbronze mit einer Maschenkonfiguration von
50-41 und 0,575mm Dicke. Wie aus Fig. 1 ersichtlich
ist, erstrecken sich die geraden Drähte 20 des Gewebes C in der Bewegungsrichtung des Gewebes C
durch die Klemmstelle der Sickenrollen 11 und 12 und quer zu deren welligen Oberfläche 14. Wellenförmige
Drähte 21 erstrecken sich quer zu den Drähten 20 und entsprechen dem Schuß eines Textilgewebes,
während die Drähte 20 den Kettfäden entsprechen.
Wie auf der rechten Seite der Fig. 1 sichtbar ist,
haben die Sickenrollen im Metallgewebe Wellen quer zu den Drähten 20 erzeugt.
409 537/108
Nachdem das Metallgewebe die Sickenrollen passiert hat, werden die Rollen mittels der Stellschraube
18 leicht voneinander getrennt. Es hat sich beim genannten Phosphorbronzemetallgewebe gezeigt, daß
die besten Resultate erhalten werden, wenn die RoI-len
0,5 mm voneinander gespreizt werden. Darauf wird das Metallgewebe um 90° gedreht und wiederum
durch die Sickenrollen gelassen, wobei nun die Drähte 20 quer zur Bewegungsrichtung verlaufen, wie
aus Fig. 2 ersichtlich ist. Links auf dieser Figur be- ίο
finden sich die in Fig. 1 auf der rechten Seite der Sickenrollen befindlichen Wellen, während rechts auf
Fig. 2 das Metallgewebe doppelgewellt ist.
Der Abschnitt 3A in Fig. 3 zeigt einen doppelgewellten
Schnitt quer zu den Drähten 20, während der Abschnitt 2>B einen einfach gewellten Schnitt parallel
zu den Drähten 20 darstellt. Im Abschnitts^
ist das Metallgewebe sinusförmig und relativ flach. Dagegen ist im Abschnitt 35 die Tiefe des Metallgewebes
relativ größer.
Das in Fig. 3 dargestellte Metallgewebe ist zur Verwendung in einer Pulpeform geeignet und kann,
wie nachstehend erläutert, behandelt werden.
In Fig. 4 bezeichnet 30 eine Heizkammer, in welche das Metallgewebe C gebracht wird. Das Metallgewebe
wird während ungefähr 2 Minuten bei etwa 540° C gehalten, worauf es in ruhiger Luft bei
Raumtemperatur abkühlen gelassen wird. Nun wird es zwischen die Formhälften 31 und 32 einer Form
33 gebracht, welche in einer Presse montiert ist. Diese Form 33 entspricht dem herzustellenden Papiermachegegenstand.
Das zwischen die Formhälften 31 und 32 eingebrachte Metallgewebe wird einer Kraft
von ungefähr 11 unterworfen.
Bei diesem Vorpressen wird das Metallgewebe nur teilweise geformt und dann wieder in einer Heizkammer
30 2 Minuten lang einer Temperatur von etwa 540° C ausgesetzt. Man läßt es dann in ruhiger
Luft bei Raumtemperatur abkühlen. Das Metallgewebe wird nun wieder in die Form 33 gebracht,
wobei Sorge getragen wird, daß das teilweise geformte Metallgewebe mit der Konfiguration der
Formhälften ausgerichtet ist. Die Presse wird nun mit 201 betätigt, so daß das Formsieb die gewünschte
Form erhält.
Je nach der Natur des Metallgewebes kann das Erhitzen und Abkühlen auch wegfallen.
In F i g. 5 ist ein einziges Formsieb für einen komplizierten Gegenstand gezeigt. Ein Formsieb 5 für
einen tablettähnlichen Behälter mit einer Tiefe von mm und mit etwa 23 cm langen Seiten weist fünfundzwanzig
Vertiefungen, sechzehn Vorsprünge und einen Umfangsflansch auf allen vier Seiten auf. Daher
weist das entsprechende Formsieb S Vertiefungen 35, Vorsprünge 36 und einen umgebenden Flansch 37
auf.
Bei den Ansprüchen 2, 3 und 4 handelt es sich um echte Unteransprüche, für deren Gegenstand nur
zusammen mit dem Hauptanspruch ein Schutz begehrt wird.
Claims (4)
1. Verfahren zum Herstellen von Formsieben für Pulpeformen durch Umformen, z. B. Pressen
eines ebenen Metall-, z. B. Messinggewebes, in die Form herzustellender Papiermachegegenstände,
insbesondere solche mit komplizierter Formgebung, gekennzeichnet durch einen dem Umformen des Metallgewebes vorangehenden
Wellvorgang.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe mit zwei zueinander
rechtwinkligen Wellungen versehen wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe nach
dem Wellen erhitzt, dabei 2 Minuten auf 540° C gehalten, dann abgekühlt, sodann mit 1 t Druck
vorgeformt, anschließend erneut in derselben Weise erhitzt sowie abgekühlt und dann mit
201 Druck fertiggeformt wird.
4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet
durch ein Walzwerk, dessen zwei auf das Gewebe einwirkende Walzen axial gerippt sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 879 201;
britische Patentschriften Nr. 708 393, 535 523;
USA.-Patentschriften Nr. 1942 451; 1589 798,
460.
Deutsche Patentschrift Nr. 879 201;
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Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 537/108 2.64 © Bundesdruckerei Berlin
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| US1164359XA | 1959-07-17 | 1959-07-17 |
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| DE1164359B true DE1164359B (de) | 1964-03-05 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1164359B (de) |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| GB708393A (en) * | 1952-01-17 | 1954-05-05 | Mapes Cons Mfg Co | Pulp molding dies |
-
1960
- 1960-07-02 DE DED33689A patent/DE1164359B/de active Pending
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