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DE1163261B - Schwingsieb mit zum Teil innerhalb einer Fluessigkeit arbeitender Siebflaeche - Google Patents

Schwingsieb mit zum Teil innerhalb einer Fluessigkeit arbeitender Siebflaeche

Info

Publication number
DE1163261B
DE1163261B DEK30902A DEK0030902A DE1163261B DE 1163261 B DE1163261 B DE 1163261B DE K30902 A DEK30902 A DE K30902A DE K0030902 A DEK0030902 A DE K0030902A DE 1163261 B DE1163261 B DE 1163261B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sieve
funnel
screen
depressions
cross
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK30902A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Hanns Decker
Bodo Herfeldt
Dipl-Ing Heinz-Jochen Maeder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kloeckner Humboldt Deutz AG
Original Assignee
Kloeckner Humboldt Deutz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kloeckner Humboldt Deutz AG filed Critical Kloeckner Humboldt Deutz AG
Priority to DEK30902A priority Critical patent/DE1163261B/de
Publication of DE1163261B publication Critical patent/DE1163261B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07BSEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B1/00Sieving, screening, sifting, or sorting solid materials using networks, gratings, grids, or the like
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07BSEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B2230/00Specific aspects relating to the whole B07B subclass
    • B07B2230/01Wet separation

Landscapes

  • Separation Of Solids By Using Liquids Or Pneumatic Power (AREA)
  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Description

  • Schwingsieb mit zum Teil innerhalb einer Flüssigkeit arbeitender Siebfläche Die Erfindung bezieht sich auf ein Schwingsieb, dessen Siebfläche teilweise innerhalb einer Flüssigkeit, z. B. Wasser, arbeitet.
  • Es sind an sich bereits Schwingsiebe bekannt, bei welchen der Siebkasten derart in Flüssigkeit eintaucht, daß die Siebfläche zum Teil innerhalb der Flüssigkeit arbeitet. Das zu siebende Gut bewegt sich durch Wirkung der Schwingbewegung von dem Aufgabeende auf einen schräg ansteigenden Teil der Siebfläche, die nahe dem Austragsende aus der Flüssigkeit heraustaucht. Bei diesen bekannten Schwingsieben ist die Siebfläche grundsätzlich eben gestaltet, so- daß sich das Gut nahezu in einer gleichmäßigen Schicht auf ihr verteilt.
  • Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß sich während des Siebvorganges eine gewisse Setzwirkung ergibt, d. h., die spezifisch schwereren Anteile des Siebgutes sammeln sich auf der Siebfläche, während die spezifisch leichteren Anteile sich darüberschichten. Diese Setzwirkung ist aber verhältnismäßig unregelmäßig, da sie sich über die gesamte Siebfläche auswirkt und da sich daher bei den bekannten Schwingsieben naturgemäß eine verhältnismäßig geringe Schichthöhe ergibt. Die schwereren Anteile des Siebgutes einerseits und die leichteren Anteile andererseits können infolge dieser geringen Schichthöhe nicht getrennt voneinander gewonnen werden.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die bei dem Absieben auftretende Setzwirkung zu fördern und praktisch nutzbar zu machen. Dies wird dadurch erreicht, daß die Siebfläche in ihrer Längsrichtung mit mehreren nebeneinanderliegenden rinnenartigen Vertiefungen versehen ist und daß am Austragsende des Siebes eine Vorrichtung zum Trennen und gesonderten Ableiten der beiden übereinandergeschichteten Produkte angeordnet ist. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß sich während des Siebvorganges die spezifisch schwereren Anteile des Siebgutes am Boden der Vertiefungen sammeln und sich die leichteren Anteile darüberschichten. Die Gesamtschichthöhe wird auf diese Art wesentlich erhöht, und es ist eine gute Vortrennung der beiden Anteile und anschließend eine getrennte Ableitung ohne Schwierigkeiten zu erreichen. Dies bedeutet eine erhebliche Erleichterung der anschließenden Aufbereitungsverfahren für die abgesiebten Anteile des Siebgutes.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weisen die Vertiefungen im Querschnitt Trapezform auf, wobei die kurze Grundlinie des Trapezes unten liegt. Ferner können aber auch die Vertiefungen im Querschnitt Dreieckform aufweisen. Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß die sich während des Siebvorganges am Boden der rinnenartigen Vertiefungen ansammelnden schweren Anteile des Gutes infolge des an dieser Stelle bestehenden kleineren Querschnittes eine besonders starke Materialschicht bilden, so daß am Austragsende des Siebes leicht eine gute Trennung der schwereren von den darübergeschichteten leichteren Anteilen möglich ist.
  • Bei dem Sieb gemäß der Erfindung wird außerdem die Absiebung von feinsten, z. B. tonigen Anteilen erheblich verbessert, da das Schwingsieb durch die erfindungsgemäße Ausbildung eine größere nutzbare Gesamtfläche umfaßt, als es bei einer ebenen Fläche der Fall wäre.
  • Das erfindungsgemäße Schwingsieb eignet sich besonders zum Absieben von Bimsgestein, welches in zerkleinerter Form auf die Siebfläche des Schwingsiebes aufgegeben wird und von ungewünschten Anteilen, z. B. von lehmigen Bestandteilen sowie dem sehr Feinkörnigen, befreit werden soll. Das zu siebende Gut, das auch als Rohbims bezeichnet wird, enthält außer dem leichten Reinbims auch noch schwere Anteile, die vornehmlich aus Basaltgestein od. dgl. bestehen.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt F i g. 1 ein Schwingsieb im Längsschnitt, F i g. 2 einen Querschnitt durch den Siebkasten des Schwingsiebes, F i g. 3 einen Schnitt dazu gemäß Linie I11-III, F i g. 4 eine Einzelheit aus F i g. 2 und F i g. 5 eine andere Abzugsvorrichtung für das gesiebte Gut.
  • Das Schwingsieb besteht im wesentlichen aus einem trichterförmigen Behälter (Trichter) 1, welcher mittels Federn 2 schwingfähig auf dem Fundament 3 abgestützt ist, sowie aus dem Siebkasten 4. Der Siebkasten besteht seinerseits aus zwei Seitenwänden 5 und 6, welche in F i g. 2 vereinfacht dargestellt sind, und einer Siebfläche. Die Siebfläche setzt sich aus den drei Teilen 7, 8 und 9 zusammen.
  • In der F i g. 2 ist ein Querschnitt durch den Siebkasten im Bereich des Siebteiles 9 wiedergegeben. Der Siebbelag 1.0 ist nach Art eines Spaltsiebes von einer Anzahl in Längsrichtung, d. h. in Förderrichtung verlaufenden Drähten, welche einen trapezförmigen Querschnitt aufweisen, aufgebaut. Die Maschenweite, d. h. die Breite des Spaltes, beträgt beispielsweise 1 mm. Diese schmalen rechteckigen Spalte 11 zwischen den einzelnen Drahtstücken 12 und 13 erweitern sich nach unten hin (vgl. F i g. 4). Der Siebbelag 10 wird an der Unterseite von schmalen, streifenförmigen Verstärkungen 14 gehalten. Diese sind an ihren Enden, d. h. nahe der Seitenwände 5, 6 mit längsverlaufenden Leisten 15 gemäß F i g. 3 verbunden. Wie die F i g. 2 und 3 weiterhin zeigen, ruhen die Verstärkungen 14 an mehreren mit Abstand voneinander liegenden Stellen auf kleinen Verbindungsplatten 16. Die Verbindungsplatten dienen zur Befestigung der Stege 17, welche die Verbindung mit Querträgern 18 herstellen. Die Querträger 18 nehmen das Gewicht der Siebfläche sowie des Siebgutes auf und übertragen es, da sie mittels Platten 19 an den Seitenwänden 5 und 6 befestigt sind, auf den Siebkasten. Die Befestigung der Siebfläche auf den Querträgern kann entweder nach F i g. 3 durch Schweißverbindung oder aber auch durch Schrauben oder andere lösbare Verbindungselemente erfolgen. In dem letzteren Fall ergibt sich der Vorteil, daß man den eigentlichen Siebbelag 10, welcher zweckmäßigerweise aus einzelnen rechteckigen Teilen zusammengesetzt ist, lösen und auswechseln kann. Die Verbindungsplatten 16 sind im Verhältnis zu der gesamten Siebfläche so klein, daß sie praktisch die Absiebung nicht beeinflussen.
  • Gemäß F i g.1 ist die gesamte Siebfläche mit den Teilen 7, 8 und 9 mit mehreren nebeneinanderliegenden Vertiefungen versehen. Die Vertiefungen weisen im Querschnitt die Form eines Trapezes auf, wobei die kurze Seite des Trapezes unten liegt. Jede Vertiefung hat somit die Gestalt einer Rinne und verläuft in Förderrichtung des Gutes. In manchen Fällen ist es auch zweckmäßig, der Vertiefung eine dreieckige Querschnittsform zu geben, wobei das Dreieck auf der Spitze steht. Die Gesamttiefe der Vertiefungen ist so bemessen, daß sich das Siebgut in derartigen Schichten übereinanderlagert, daß man es, wie weiter unten erläutert ist, auf mechanische Weise einfach in zwei Bestandteile, nämlich die schweren und die leichten, trennen kann. Davon abhängig ist auch die Anzahl der nebeneinander angeordneten Vertiefungen. Bei einem mittleren Sieb sind beispielsweise sechs bis sieben derartige Vertiefungen vorhanden. Wenn es darauf ankommt, eine größere. Schichthöhe zu erreichen, kann man auch die Anzahl der Vertiefungen verringern, z. B. nur drei Vertiefungen vorsehen. Im anderen Falle kann man auch eine größere Anzahl längsverlaufender Vertiefungen in der Siebfläche verwenden. Auch die Steilheit der Seitenflanken der Vertiefungen ist von den jeweiligen Verhältnissen abhängig.
  • Im Anschluß an das obere Ende des Siebflächenteiles 9 sind zwei übereinander angeordnete Rutschen 20 und 21 vorgesehen. Die Rutschen können entweder mit dem Trichter 1 oder mit dem Fundament verbunden sein. Sie führen zu zwei getrennt voneinander angeordneten Bunkern. Am oberen Ende der Rutsche 21 ist mittels eines Drehgelenkes 22 eine verstellbare Klappe 23 vorgesehen. Die Klappe 23 dient gewissermaßen als Schneide und trennt, wie weiter unten noch näher erläutert ist, die beiden auf der Siebfläche übereinandergeschichteten Produkte. Die obere Kante der Klappe 23 befindet sich dicht vor dem Ende des Siebflächenteiles 9, wobei auf die Schwingbewegung des Siebkastens Rücksicht genommen ist.
  • F i g. 5 zeigt eine andere Trenn- und Ableitungsvorrichtung für die beiden auf der Siebfläche übereinandergeschichteten Siebprodukte. Danach ist in einer bestimmten Höhe eine Schneide 24 fest an dem oberen Ende des Siebflächenteiles 9 befestigt. Die Schneide ist an beiden Teilen 25 und 26 trogförmig ausgebildet und endet oberhalb der Rutsche 27, welche entweder wie die Rutsche 28 mit dem Trichter 1 verbunden oder aber auf dem Fundament 3 befestigt ist.
  • Der Trichter gemäß F i g. 1 ist von einem angeschweißten Versteifungsrahmen 29 umgeben. An der Unterseite des Versteifungsrahmens sind die Schraubenfedern 2 angeordnet, welche, wie oben bereits erläutert, die Schwingbewegungen des Trichters aufnehmen und zur Lagerung des Trichters auf dem Fundament dienen. Der Trichter endet unten in einem zylindrischen Auslaufstutzen 30, an dem ein nicht dargestellter Schieber oder eine ähnliche Abzugsvorrichtung vorgesehen ist. Man kann den Schieber auch weglassen und ein Entwässerungsbecherwerk auf dem Fundament anordnen, welches dann mittels eines biegsamen Rohres mit dem Stutzen verbunden ist. An der linken Stirnwand 31 des Trichters 1 ist ein Überlauf 32 mit einem höhenverstellbaren Wehr 33 vorgesehen. Der Trichter ist mit Flüssigkeit, z. B. Wasser, angefüllt. Dabei erlaubt das Wehr eine Verstellung des Wasserspiegels, so daß die Siebfläche je nach den gegebenen Verhältnissen mehr oder weniger weit in das Wasser eintaucht. Mit Abstand von der linken Stirnwand 31 ist in dem Trichter eine Trennwand 34 angeordnet, die mit Abstand von dem unteren Ende des Trichters endet. Die Trennwand schließt mit der Stirnwand 31 und den Seitenwänden des Trichters einen Raum 35 ein, der unten mit dem übrigen Trichterraum offen in Verbindung steht.
  • Der in dem Trichter angeordnete Siebkasten 4 ist mittels Lenker 36 und 37 gelenkig mit dem Trichter 1 verbunden. Die Lenker können sowohl mit normalen Gelenken versehen als auch als Federlenker ausgebildet sein. Sie sind so eingestellt, daß sie in der Mittelstellung senkrecht zu der weiter unten erläuterten Schwingrichtung des Siebkastens bzw. des Trichters stehen.
  • An den beiden Seitenwänden des Trichters sind Lager 38 vorhanden, und zwar zweckmäßigerweise an der Unterseite des Versteifungsrahmens 29 angebracht. In diesen Lagern ruht die Kurbelwelle 39, auf deren äußeren Wellenstümpfen eine Keilriemenscheibe 40 und gegenüberliegend eine nicht gezeichnete Schwungscheibe aufgesetzt sind. Die Schwungscheibe ist so bemessen, daß das Gewicht der Keilriemenscheibe ausgeglichen ist. Man kann zweckmäßig die Schwungscheibe auch etwas schwerer bauen, so daß das Gewicht des Antriebsmotors 41, der ebenfalls an der Unterseite des Versteifungsrahmens 29 befestigt ist, ausgeglichen ist. An den Kurbelwellenkröpfungen der Kurbelwelle 39 greifen zwei Schubstangen 42 an. Sie stellen die Verbindung zwischen der Kurbelwelle und damit dem Antriebsorgan für die Schwingbewegung und dem Siebkasten her. Auf diese Weise wird der Siebkasten in Schwingungen versetzt, wobei die mittlere Schwingrichtung unter einem Winkel ß zu der Symmetrieachse der Querträger 18 liegt. Entgegengesetzt zu dem Siebkasten schwingt der Trichter 1, so daß ein Massenausgleich gegeben ist.
  • Die Kurbelwelle ist von einem Querkanal bzw. einem Rohr 43 umgeben, welches entweder kreisförmigen Querschnitt oder auch einen anderen gewünschten Querschnitt aufweisen kann. Das Rohr ist an den Seitenwänden des Trichters, welche entsprechend gelocht sind, angeschweißt. Auf diese Weise kann man die Welle sehr einfach durch den Trichterraum hindurchführen.
  • Die Neigung der Schubstangen 42 ergibt sich aus folgenden überlegungen. Bedeutet ST der Schwerpunkt des Trichters einschließlich der fest verbundenen Teile sowie der Wasserfüllung und SS der Schwerpunkt des Siebkastens mit den zugehörigen Teilen, so sind die Schubstangen so angeordnet, daß ihre Mittellinie in der Mittelstellung in einer Ebene liegt, welche senkrecht auf der Zeichenebene steht und durch die beiden genannten Schwerpunkte hindurchgeht. In der gleichen Ebene muß dann auch die geometrische Mittellinie der Kurbelwelle liegen. Auf diese Weise fallen die Schwingrichtungen der beiden Massen, d. h. des Siebkastens einerseits und des wassergefüllten Trichters als Gegenmasse andererseits, zusammen, und es entstehen keine freien Massenkräfte oder -momente. Die Schwingbewegung der beiden Massen ist gegenläufig, und die Amplituden verhalten sich umgekehrt wie die Massen. Das Massenverhältnis des Siebkastens zu dem Trichter (einschließlich Wasserfüllung) beträgt größenordnungsmäßig 1 : 5 bis 1: 10.
  • Die Wirkungsweise des oben beschriebenen Schwingsiebes ist folgende: Das zu siebende, zu läuternde und schließlich in die beiden Hauptbestandteile zu trennende Gut, beispielsweise Rohbims, wird in Richtung des Pfeiles 45 auf die Siebfläche aufgegeben. Das Gut rutscht an dem Siebflächenteil7 herunter, gelangt in das Wasser und bewegt sich nun unter Wirkung der Schwingbewegung über den Siebflächenteil8 zu dem ansteigenden Teil 9. Gleichzeitig erfolgt die Absiebung und Läuterung des Gutes. Beim Aufwärtswendern ergibt sich außerdem eine Trennung zwischen den leichten und den schweren Bestandteilen, welche sich gemäß F i g. 4 unten in den Vertiefungen der Siebfläche nahe deren Boden sammeln, d. h. jeweils in dem unteren Teil des Raumes zwischen den Siebflächenoberkanten 46 und 47. Darüber schichten sich die leichteren Anteile des Gutes an. Diese bestehen vor allem aus reinem Bims. Mit Hilfe der oben beschriebenen Ableitvorrichtung am Abgabeende der Siebfläche erfolgt eine Trennung der beiden Produkte. Die Klappe 23 bzw. die Schneide 24 wird dazu etwa auf die Höhe der strichpunktierten Linie 48 eingestellt, so daß der Reinbims dieser Linie auf die Rutsche 21 bzw. 27, das darunter befindliche schwere Gut auf die Rutsche 20 bzw. 28 gelangt. Die Rutschen leiten die getrennten Produkte in zwei entsprechende Bunker weiter oder führen sie sogleich zur Weiterverarbeitung. Das durchgesetzte feine Gut sammelt sich in dem unteren Trichterteil an und wird von Zeit zu Zeit mittels des Schiebers bzw. des Entwässerungsbecherwerkes durch den Stutzen 30 abgezogen.
  • Wenn es sich um Siebgut handelt, welches stark lehmige Anteile enthält, kann man oberhalb des aus der Flüssigkeit herausragenden Teiles der Siebfläche 9 zusätzlich Brausen 44 anordnen, die eine weitere Reinigung des Siebgutes vor dem Austrag bewirken. In gleichem Maße, wie an den Brausen Wasser zugeführt wird, fließt Wasser an dem überlauf 32 ab und gelangt in einen Trog 49, ein Sammelgefäß od. dgl. Die Trennwand 34 bewirkt, daß das Wasser gezwungen ist, den Weg durch die Siebfläche 28 und um die untere Kante der Wand herum zu nehmen und beruhigt aus dem Raum 35 abzufließen.
  • In manchen Fällen ist es auch zweckmäßig, die Siebflächenteile 7 und 8 wie üblich eben auszubilden. In diesem Fall wird die Siebfläche 8, welche im allgemeinen waagerecht oder nahezu waagerecht verläuft, so angeordnet, daß sie mit der nach dem Siebflächenteil9 zu liegenden Kante in Höhe der Oberkanten des Siebflächenteiles 9 liegt. Die auf diese Weise entstehende offene Stirnseite des Siebflächenteiles 9 ist dann unterhalb des angrenzenden Endes des Siebflächenteiles 8 durch eine Platte abgeschlossen. Diese Platte verhindert, daß Flüssigkeit aus dem Siebkastenraum, d. h. aus dem Raum oberhalb der Siebfläche, an dieser Stelle nach unten hin in den Raum des Trichters 1 fließen kann. Im übrigen erfolgt die Befestigung zwischen den beiden Teilen 8 und 9 zweckmäßigerweise mittels einer lösbaren Schraubverbindung.
  • An Stelle der oben beschriebenen Trenn- und Ableitvorrichtungen an dem Abgabeende des Siebflächenteiles 9 kann man auch andere verstellbare oder feststehende Trennvorrichtungen verwenden, die den jeweiligen Verhältnissen, vor allem der Art des Siebgutes, gerecht werden.
  • In dem obigen Ausführungsbeispiel ist eine Siebfläche beschrieben worden, welche mit längsverlaufenden Vertiefungen versehen ist, die einen trapezförmigen Querschnitt aufweisen. Je nach Art des Siebgutes ist es aber auch, wie oben bereits ausgeführt, durchaus möglich, andere Querschnittsformen für die Vertiefungen zu wählen, z. B. den Vertiefungen einen dreieckförmigen Querschnitt zu geben. In manchen Fällen ist es aber auch vorteilhaft, die Siebfläche so zu gestalten, daß ein wellenförmiger, z. B. sinuslinienförmiger Querschnitt entsteht. Auch die Spaltweite kann den jeweiligen Verhältnissen angepaßt werden und unter Umständen eine Spaltweite von mehr als 1 mm gewählt werden.
  • Die Erfindung ist nicht nur beim Absieben von Bimsgestein anzuwenden, sondern allgemein für alle Güter, welche innerhalb einer Flüssigkeit abgesiebt werden und Anteile mit verschiedenem spezifischem Gewicht nebeneinander enthalten, so daß sie sich während des Siebvorganges in dem aufsteigenden Teil der Siebfläche voneinander trennen und übereinanderschichten.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Schwingsieb, dessen Siebfläche zu einem erheblichen Teil innerhalb einer Flüssigkeit, z. B. Wasser, arbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebfläche in ihrer Längsrichtung mit mehreren nebeneinanderliegenden rinnenartigen Vertiefungen versehen ist und daß am Austragsende des Siebes eine Vorrichtung zum Trennen und gesonderten Ableiten der beiden übereinandergeschichteten Produkte angeordnet ist (F i g. 2 und 4).
  2. 2. Schwingsieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen im Querschnitt Trapezform aufweisen, wobei die kurze Grundlinie des Trapezes unten liegt.
  3. 3. Schwingsieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vertiefungen im Querschnitt Dreieckform aufweisen.
  4. 4. Schwingsieb nach Anspruch 1 oder einem der nachfolgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Trennen und Ableiten der beiden Produkte aus zwei übereinander angeordneten, feststehenden Schurren besteht sowie daß zwischen den beiden Schurren, und zwar an der nach dem Austragsende zu gerichteten Seite, eine höhenverstellbare Klappe angeordnet ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 249 899, 638 358; französische Patentschrift Nr. 325 897; USA.-Patentschrift Nr. 2 341 662.
DEK30902A 1957-01-23 1957-01-23 Schwingsieb mit zum Teil innerhalb einer Fluessigkeit arbeitender Siebflaeche Pending DE1163261B (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE249899C (de) *
FR325897A (fr) * 1902-10-20 1903-05-11 Francois Felix Sluice-boxes mobiles
DE638358C (de) * 1936-11-13 Carlshuette Akt Ges Fuer Eisen Verfahren und Einrichtung zum Setzen feuchten und koernigen Gutes
US2341662A (en) * 1939-01-16 1944-02-15 Schouten Cornelis Apparatus for separating loose masses

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