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DE1162463B - Anordnung zur Verbesserung der Kommutierung von Doppelkollektormaschinen - Google Patents

Anordnung zur Verbesserung der Kommutierung von Doppelkollektormaschinen

Info

Publication number
DE1162463B
DE1162463B DEL41867A DEL0041867A DE1162463B DE 1162463 B DE1162463 B DE 1162463B DE L41867 A DEL41867 A DE L41867A DE L0041867 A DEL0041867 A DE L0041867A DE 1162463 B DE1162463 B DE 1162463B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
additional
poles
reversing poles
voltage
main
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL41867A
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Briem
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Original Assignee
Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Patent Verwaltungs GmbH filed Critical Licentia Patent Verwaltungs GmbH
Priority to DEL41867A priority Critical patent/DE1162463B/de
Publication of DE1162463B publication Critical patent/DE1162463B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K23/00DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors
    • H02K23/02DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by arrangement for exciting
    • H02K23/24DC commutator motors or generators having mechanical commutator; Universal AC/DC commutator motors characterised by arrangement for exciting having commutating-pole windings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Windings For Motors And Generators (AREA)

Description

  • Anordnung zur Verbesserung der Kommutierung von Doppelkollektormaschinen Es gibt Fälle, in denen man Zweikollektor-Gleichstrommaschinen in größeren Einheiten gern anwenden möchte, und zwar wegen der leichteren Ausführbarkeit und größeren Betriebssicherheit solche Doppelkollektormaschinen, bei denen beide Ankerwicklungen übereinander in den Nuten liegen. Ein solches Bedürfnis liegt z. B. bei Gleichstromlokomotiven für höhere Fahrdrahtspannung vor. Müssen nämlich ständig zwei Fahrmotoren in Reihe geschaltet werden, weil ein Motor nicht die volle Fahrdrahtspannung aufnehmen kann, so teilt sich die Spannung beim Schleudern einer Achse auf die beiden Motoren ungleichmäßig auf. Besonders bei Motoren für hohe Spannungen kann dies leicht zu Überschlägen führen. Verbraucht dagegen jeder Fahrmotor die volle Spannung (»Vollspannungsmotor«), so gibt es keine durch Schleudern einer Treibachse bedingte Spannungserhöhung.
  • Bei dem zur Verfügung stehenden beschränkten Raum kann ein Fahrmotor oft nicht für die volle Fahrdrahtspannung ausgelegt werden, weil seine Kollektor- und Ankerdurchmesser zu groß werden müßten. Bei gegebenem Ankerdurchmesser läßt sich aber bei Doppelkollektorausführung die doppelte Spannung erreichen gegenüber Einkollektorausführung. Auch bei Speisung ortsfester Motoren durch Stromrichter, z. B. bei Walzwerksantrieben, ist die Wahl einer höheren Gleichspannung erwünscht.
  • Die beiden in den- Nuten übereinanderliegenden Ankerwicklungen werden von dem gleichen Magnetsystem induziert. Es hat sich nun gezeigt, daß die Ankerwicklungen von den Polen nicht symmetrisch induziert werden. Bei in Reihe geschalteten Ankerwicklungen ist dies im Hinblick auf die Erzeugung der Ankerspannung ohne Belang, zumal die Spannungsunsymmetrie nur gering ist. Anders liegen die Dinge aber bei den Wendepolen. Ihre Einstellung kann entweder für die äußere oder aber für die innere Ankerwicklung die genau erforderliche Wendespannung ergeben. Praktisch wird man einen Kompromiß schließen und die Luftspaltinduktion unter den Wendepolen für die äußere Ankerwicklung etwas zu stark, für die innere Ankerwicklung etwas zu schwach einstellen.
  • Der genannte Mangel steht der Verwendung dieser Maschinenart im Wege, besonders dann, wenn wie bei Bahnmotoren die Bürstenstellung wegen der Drehrichtungsumkehr in der Neutralen sein muß.
  • Darüber hinaus ist bereits bekanntgeworden, Hochspannungs-Gleichstrommaschinen mit zwei in der Nut übereinanderliegenden Ankerwicklungen, die zu je einem besonderen Kollektor geführt sind und deren Wendezonen infolge einer Verschiebung der Bürsten der beiden Kollektoren in entgegengesetzter Richtung aus der neutralen Zone heraus räumlich gegeneinander versetzt sind, dadurch zu verbessern, daß die beiden Ankerwicklungen in den gleichen Ankernuten übereinander angeordnet sind und jeder Wicklung ein .eigenes, gegenüber dem anderen ebenfalls in Umfangsrichtung versetztes Wendefeld zugeordnet ist. Ein wesentlicher Nachteil dieser bekannten Anordnung ist in den besonders breiten Wendepolen zu sehen. Diese sind so breit, daß beide Wendezonen überdeckt werden. Sie benötigen dazu noch eine vom Üblichen abweichende Formgebung, so daß der Luftspalt über dem Polbogen in der Weise abgestuft ist, daß jede Wicklung in einem geeigneten Wendefeld kommutiert. Die gerade in der Stromwendung befindlichen Wicklungsteile liegen dabei in verschiedenen Nuten des Ankers. Nach der bekannten Anordnung können auch zwei selbständige, nebeneinanderliegende Wendepole vorgesehen werden. In jedem Falle ist jedoch der auf den Maschinenumfang für die Wendepole beanspruchte Polbogen so groß, daß für die Hauptpolbeaufschlagung des Ankers wenig Platz bleibt und die Maschine außerordentlich schlecht ausgenutzt wird.
  • Auch ist es bekanntgeworden, eine Kompensierung zur Verbesserung der Kommutierung von Doppelkollektormaschinen mit zwei in den Nuten übereinanderliegenden Ankerwicklungen dadurch zu erreichen, daß außer den üblichen Wendepolen (Hauptwendepolen) Zusatzwendepole vorhanden sind, welche in der äußeren Ankerwicklung eine Spannung induzieren, die der von den Hauptwendepolen induzierten Spannung entgegengerichtet ist.
  • Hierbei liegt also der magnetische Rückschluß unterhalb der Wickelköpfe der äußeren Ankerwicklung, also zwischen dieser und der inneren. Dadurch ist es sehr schwierig, ihn fest zu lagern. Außerdem ist es in unerwünschter Weise notwendig, die Spulen der inneren Ankerwicklung radial nach innen abzukröpfen, um Raum für den vorwiegend als lamellierter Ring ausgebildeten Rückschluß zu schaffen.
  • Da die von den Zusatzwendepolen bei der genannten, bekannten Anordnung erzeugte Spannung in entgegengesetzter Richtung zu der von den Hauptwendepolen induzierten Spannung liegt, ist es notwendig, daß die von letzteren erzeugte Spannung insgesamt höher ist, als es an sich die resultierende Wendespannung erfordert.
  • Alle genannten Nachteile werden bei der Anordnung nach der Erfindung dadurch vermieden, daß zur Verbesserung der Kommutierung von Doppelkollektormaschinen mit zwei in den Nuten übereinanderliegenden Ankerwicklungen, wobei außer den üblichen Wendepolen (Hauptwendepolen) Zusatzwendepole vorhanden sind, welche in eine der beiden Ankerwicklungen eine zusätzliche Spannung induzieren, die Zusatzwendepole in die innere Ankerwicklung eine Spannung induzieren, die der von den Hauptwendepolen induzierten Spannung gleichgerichtet ist.
  • Mit Rücksicht auf die Kühlluftführung werden die Zusatzwendepole zweckmäßig so angeordnet, daß die Lücken zwischen den Hauptwendepolen und den Hauptpolen frei bleiben. Diese Zusatzwendepole werden in Richtung der Motorachse und in Umfangsrichtung gegenüber der Achse der Hauptwendepole um einen geringen Betrag versetzt, so daß sie in jedem Falle genau die gleiche Ankerspule induzieren wie die Hauptwendepole. Unterhalb der Wikkelköpfe der inneren Ankerwicklung ist dabei nach einem weiteren Erfindungsgedanken ein lamellierter Ring als magnetischer Rückschluß für den Zusatzwendefluß, der lediglich die innere Ankerwicklung durchsetzen soll, angeordnet.
  • Die Einstellung des Luftspaltes unter den Hauptwendepolen erfolgt also so, daß der zur außenliegenden Ankerwicklung gehörende Kommutator funkenfrei arbeitet. Dann ist die innenliegende Ankerwicklung unterkompensiert. Die erfindungsgemäß vorgesehenen Zusatzwendepole erzeugen nun, wie erwähnt, eine Spannung, welche in gleicher Richtung wie die von den Hauptwendepolen induzierte wirkt, und es gelingt leicht, den Luftspalt unterhalb der Zusatzwendepole so einzustellen, daß ein ausreichender Kompensationsgrad der inneren Ankerwicklung und damit ein funkenfreier Lauf des zugehörigen Kollektors bewirkt wird.
  • Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung beschrieben, in welcher F i g. 1 die Spannung vektoriell entsprechend der eingangs erwähnten bekannten Anordnung aufzeigt, F i g. 4 eine solche nach der vorliegenden Erfindung; F i g. 2 stellt einen Längsschnitt durch eine mit erfindungsgemäßen Zusatzwendepolen ausgerüstete Doppelkollektormaschine dar, während F i g. 3 das Wicklungsschema der inneren Ankerwicklung enthält.
  • In den F i g. 1 und 4 sind die von den Hauptwendepolen induzierten Spannungen mit e", l und e,1, z bezeichnet, während die von den Zusatzwendepolen induzierte Spannung mit e" z bezeichnet ist. e, R ist dann die resultierende Wendespannung. Man erkennt, daß die insgesamt aufzubringende Spannung und damit die entsprechende Leistung bei der Anordnung nach der F i g. 4 entsprechend der vorliegenden Erfindung um den doppelten Betrag der Zusatzwendespannung e"z geringer ist.
  • In der F i g. 2 ist mit 1 und 3 die außen- bzw. innenliegende Ankerwicklung mit dem zur letzteren gehörenden Kommutator 4 bezeichnet. Dem Hauptwendepol5 ist der axial dahinterliegende Zusatzwendepol 6 zugeordnet, der, wie aus F i g. 3 hervorgeht, in tangentialer Richtung etwas verschoben ist, um die in der Kommutierung befindlichen Windungen magnetisch zu beaufschlagen. Polschuh und Polschenkel der Zusatzwendepole werden so ausgebildet, daß sich die Polschenkel mit ihren Spulen nicht vor den Pollücken des Hauptmagnetsystems befinden, damit der achsparallel gerichtete Kühlluftstrom nicht gehemmt wird. Das gesamte Wendepolsystem wird von dem Magnetgehäuse 8 getragen. Der magnetische Rückschluß für den Zusatzwendefiuß wird durch den lamellierten Ring 7 gebildet, der unterhalb der Ankerwicklung 3 angeordnet ist und gleichzeitig zusammen mit dem Flansch 9 als Wickelkopfträger dienen kann. Dabei ist die äußere Ankerwicklung 1, in Bezug auf ihre Wickelkopflänge, relativ kurz gehalten, um Raum für den Zusatzwendepol 6 zu schaffen.
  • Die F i g. 3, welche eine Abwicklung der inneren Ankerwicklung 3 gemäß F i g. 2 aufzeigt, läßt aus den eingetragenen Pfeilrichtungen die von den Zusatzwendepolen 6 erzeugte Spannung erkennen, die mit der von den Hauptwendepolen 5 erzeugten Spannung gleichgerichtet ist. Die Zusatzwendepole 6 werden ebenfalls vom Ankerstrom oder einem ihm verhältnisgleichen Strom erregt. Die von den Zusatzwendepolen 6 beeinflußten Stäbe der anderen Schicht der Ankerwicklung liegen in dem mit 2 bezeichneten Bereich; die in ihnen durch den Zusatzwendepol6 hervorgerufenen Spannungen können somit die Vorgänge in der Kommutierungszone nicht stören.
  • Die in den nachstehend genannten Patentansprüchen 2 bis 5 enthaltenen Fortbildungen des dem Anspruch 1 zugrunde liegenden Erfindungsgedankens sind nur in Verbindung mit dem Anspruch 1 zu werten.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Anordnung zur Verbesserung der Kommutierung von Doppelkollektormaschinen mit zwei in den Nuten übereinanderliegenden Ankerwicklungen, wobei außer den üblichen Wendepolen (Hauptwendepolen) Zusatzwendepole vorhanden sind, welche in eine der beiden Ankerwicklungen eine zusätzliche Spannung induzieren, d a d u r c h gekennzeichnet, daß die Zusatzwendepole in die innere Ankerwicklung eine Spannung induzieren, die der von den Hauptwendepolen induzierten Spannung gleichgerichtet ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Polschenkel der Zusatzwendepole außerhalb der Pollücken des Hauptmagnetsystems befinden.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzwendepole so angeordnet sind, daß sie die gleichen Ankerspulen induzieren wie die Hauptwendepole.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse der Zusatzwendepole in Richtung der Motorachse und in Umfangsrichtung gegenüber der Achse der Hauptwendepole um einen geringen Betrag versetzt ist.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Wickelköpfe der inneren Ankerwicklung ein lamellierter Ring als magnetischer Rückschluß für den Zusatzwendeluß eingebaut ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 621012; deutsche Auslegeschrift Nr. 1089 464.
DEL41867A 1962-04-30 1962-04-30 Anordnung zur Verbesserung der Kommutierung von Doppelkollektormaschinen Pending DE1162463B (de)

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DEL41867A DE1162463B (de) 1962-04-30 1962-04-30 Anordnung zur Verbesserung der Kommutierung von Doppelkollektormaschinen

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Publications (1)

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DE1162463B true DE1162463B (de) 1964-02-06

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE621012C (de) * 1932-07-16 1935-10-31 Bbc Brown Boveri & Cie Hochspannungsgleichstrommaschine hoher Leistung mit zwei in den gleichen Ankernuten untergebrachten, mit je einem Kollektor versehenen Ankerwicklungen
DE1089464B (de) * 1957-07-10 1960-09-22 Licentia Gmbh Anordnung zur Verbesserung der Kommutierung von Doppelkollektor-maschinen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE621012C (de) * 1932-07-16 1935-10-31 Bbc Brown Boveri & Cie Hochspannungsgleichstrommaschine hoher Leistung mit zwei in den gleichen Ankernuten untergebrachten, mit je einem Kollektor versehenen Ankerwicklungen
DE1089464B (de) * 1957-07-10 1960-09-22 Licentia Gmbh Anordnung zur Verbesserung der Kommutierung von Doppelkollektor-maschinen

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