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Korbscheider zur Wichtesortierung von feinkörnigen Feststoffen Die
Erfindung bezieht sich auf einen Korbscheider, welcher der Trennung von feinkörnigen
Feststoffen, insbesondere Mineralgemischen, in einer unter Fliehkraftwirkung stehenden,
sich in einem beliebig, z. B. zylindrisch, konisch oder bogenförmig geformten Trenngefäß
befindlichen Trübe dient.
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Es ist bereits vorgeschlagen worden, für eine solche Trennung ein
feststehendes oder sich drehendes Gefäß zu verwenden, in dessen Innerem eine korbartige
Fangvorrichtung umläuft, in der sich das abzutrennende Schwergut ablagert. Die Fangvorrichtung
wird in bestimmten Zeitabständen aus der Trübe herausgezogen und das in ihr abgelagerte
Gut durch Bürsten oder Abspritzen mechanisch ausgetragen. Eine kontinuierliche Betriebsweise
ist nach diesem Verfahren nicht möglich.
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Die Erfindung betrifft demgegenüber einen Korbscheider, der in vorteilhafter
Weise ein kontinuierliches Arbeiten ermöglicht. Bei ihm ist das feststehende oder
sich drehende Trenngefäß innen mit einer spiralförmigen, innenkonkaven Rinne als
umlaufendem Fangkorb versehen, in der sich das Schwergut infolge der Fliehkraft
ablagert und kontinuierlich zum oberen Rand des Trenngefäßes befördert und dort
ausgetragen wird. Das wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Antriebswelle
des Fangkorbes an einem Ende mit einer intermittierend bremsenden Vorrichtung und
an ihrem unteren Ende in an sich bekannter Weise mit Rührflügeln versehen ist. Durch
die intermittierend bremsende Vorrichtung wird die sich drehende Rinne durch elektrisch
oder mechanisch erzeugte Impulse beschleunigt oder abgebremst, so daß der Rinne
zusätzlich zu der Drehbewegung eine Drehschwingbewegung erteilt wird. Diese Vorrichtung
kann aus einem elektromagnetischen Schwingungserzeuger, dem elektrisch gesteuerte
Impulse zugeführt werden, oder einem in seiner Schwingweite vorzugsweise verstellbaren
Unwucht-Schwingungserzeuger bestehen, der mit der sich drehenden Rinne umlaufen
kann. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, daß bei einem symmetrischen Geschwindigkeitsdiagramm
der überlagerten Drehschwingungsbewegung in bezug auf das in der sich drehenden
Rinne liegende Schwergut nur die Reibung der Ruhe aufgehoben und eine Förderbewegung
des Schwergutes nur durch die Strömung der umlaufenden Trübe hervorgerufen werden
kann, vorausgesetzt, daß die Reibungsverhältnisse zwischen dem Schwergut und der
Innenwand der Rinne das zulassen. Daher ist es vorteilhaft, das Geschwindigkeitsdiagramm
der Drehschwingungsbewegung derart unsymmetrisch auszugestalten, daß eine zusätzliche
Transportbewegang des abgeschiedenen Schwergutes in der Rinne in Austragsrichtung
erfolgt. Diese Wirkung kann bei Anwendung eines elektromagnetischen Schwingungserzeugers
dadurch erreicht werden, daß die elektrischen Impulse derart gesteuert werden, daß
die Bremsung der sich drehenden Rinne durch das Magnetsystem größer ist als die
Wiederbeschleunigung der Rinne über den Antriebsmotor und die zwischengeschaltete
elastische Kupplung. Bei Anwendung eines Unwucht-Schwingungserzeugers kann man in
der Weise vorgehen, daß seine Schwingweite nur in einer Schwingrichtung durch. feste
Anschlagpuffer begrenzt wird, während zur Begrenzung der Schwingweite in der anderen
Richtung verstellbare und federnde Anschlagpuffer dienen.
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In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
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F i g. 1 zeigt im Schnitt einen Korbscheider, bei dem die Drehschwingbewegung
durch einen elektromagnetischen Schwingungserzeuger hervorgerufen wird.
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In dem feststehenden Behälter 1 ist eine spiral, förmig verlaufende
innenkonkave Rinne 2 angeordnet, die mit der Antriebswelle 3 fest verbunden ist.
Die Welle ist am unteren Ende mit den Rührflügeln 4 versehen. Die Antriebswelle
3 ist in dem Rahmen 5, der auch das Gefäß 1 aufnimmt, verlagert und wird über die
Riemenscheibe 6 von dem Motor 7 angetrieben. Mit der Riemenscheibe 6 ist über elastische
Zwischenstücke 8 die Scheibe 9 verbunden, die in die beiden Magnete 11 hineinragt.
Diese werden durch eine (nicht dargestellte) elektrische Einrichtung so gesteuert,
daß Bremsimpulse durch Wirbelstrombremsung über die Scheibe 9 auf die rotierende
Antriebswelle 3 und damit auf die sich drehende Rinne 2 übertragen werden, deren
Gänge durch Zwischenstücke 10 gegeneinander abgestützt sind. Die Frequenz der
Bremsstöße
kann ebenso beliebig geändert werden wie die Größe der Verzögerung. Zum Ausgleich
der Bremsstöße sind die Magnete 11 durch elastische Auflagen 12 mit dem Rahmen 5
verbunden. Diese Auflagen 12 können entfallen, wen in nicht dargestellter Weise
zwei der Erfindung zugrunde liegende Vorrichtungen durch einen Rahmen verbunden
sind und ein vollständiger Massenausgleich durch gegenläufige Bremsstöße gewährleistet
ist.
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Der Austrag der in der Rinne 2 nach oben wandernden Schwergutteilchen
erfolgt über einen kegelstumpfartig ausgebildeten Austragsring 13 in die Ablaufrinne
14. Die an schwerem Mineral verarmte Trübe kann zum Austragen im Überlauf
in die Rinne 15 gebracht werden. Sie kann aber auch durch (nicht dargestellte) Flüssigkeitsheber
oder seitliche Stutzen aus dem Trenngefäß 1 abgeführt werden. Unter Umständen kann
es, um der Entstehung störender Wirbel in der in dem Trenngefäß 1 befindlichen Trübe
vorzubeugen, vorteilhaft sein, dafür Sorge zu tragen, daß die Rührflügel nicht mit
der Rinne abgebremst werden. Es ist dann erforderlich, die Rührflügel an einer gesonderten
Welle, die durch die als Hohlwelle ausgebildete Antriebswelle der Rinne geführt
sein kann, zu befestigen und durch diese gesondert anzutreiben.
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In den F i g. 2 und 3 ist eine Vorrichtung dargestellt, bei der die
Drehschwingbewegung des rinnenförmigen Einsatzes durch einen Unwucht-Schwingungserzeuger
hervorgerufen wird. F i g. 2 zeigt einen Schnitt durch eine solche Vorrichtung,
F i g. 3 eine Draufsicht auf diese.
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In dem feststehenden Behälter 1 ist ebenfalls eine schraubenförmig
verlaufende, im Querschnitt muldenförmige, mit der Antriebswelle 3 fest verbundene
Rinne 2 angebracht. Die Flügel 4 des Rührers sind jedoch im Gegensatz zu dem in
F i g. 1 veranschaulichten Ausführungsbeispiel in der Nähe der Antriebswelle 3 angeordnet.
Diese ist wiederum in dem Rahmen 5, der auch das Gefäß 1 aufnimmt, verlagert und
wird über eine fest auf ihr sitzende Riemenscheibe 6' von dem Motor 7 angetrieben.
Die Riemenscheibe 6' ist über federnde Verbindungselemente 8' mit dem ebenfalls
umlaufenden Doppelarm 16 verbunden, auf dem die sich selbst oder auch zwangläufig
über Zahnkeilriemen sich synchronisierenden Unwuchten 17 befinden. Der Doppelarm
16 ist jedoch nicht fest mit der Antriebswelle 3 verbunden: er wird lediglich durch
die elastischen Verbindungselemente 8' mitgenommen. Die Unwuchten
17 werden durch eine Doppelkeilriemenscheibe 18, die auch als Zahnkeilriemenscheibe
ausgebildet sein kann, über Keilriemen 19 bzw. Zahnkeilriemen angetrieben. Die Doppelkeih7emenscheibe
18 ist mit dem Rahmen 5 verbunden. Der Doppelarm 16 ist so ausgebildet, daß er zwischen
den festen Anschlagpuffern 20 und den einstellbaren Federn 21 schwingend
eine Drehschwingung erhält.
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Die festen Anschlagpuffer 20 und die einstellbaren Federn
21 sind mit der umlaufenden Riemenscheibe 6'
fest verbunden. Auf diese
Weise ist es möglich, der Drehbewegung der Rinne 2 auf mechanische Weise
eine Drehschwingung, vorzugsweise eine solche mit unsymmetrischem Geschwindigkeitsdiagramm,
zu überlagern. Der Austrag der in der Rinne 2 nach oben wandernden Schwergutteilchen
erfolgt ebenso wie bei der in F i g. 1 dargestellten Ausführungsform über einen
kegelstumpfartigen Austragring 13 in die Ablaufrinne 14.