DE1162105B - Verfahren zum Bestimmen von thermischen Spannungen in aufgeheizten metallischen Koerpern mit ungleichmaessiger Temperaturverteilung und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Bestimmen von thermischen Spannungen in aufgeheizten metallischen Koerpern mit ungleichmaessiger Temperaturverteilung und Vorrichtung zur Durchfuehrung des VerfahrensInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: GOIl
Deutsche Kl.: 42 k - 34/05
Nummer: 1 162 105
Aktenzeichen: C 17631IX b / 42 k
Anmeldetag: 7. Oktober 1958
Auslegetag: 30. Januar 1964
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bestimmung der thermischen Beanspruchungen
und Verformungen in Körpern, bei welchen verschiedene Zonen unterschiedlichen Temperaturen
ausgesetzt sind.
Bekanntlich entstehen thermische Beanspruchungen, sobald zwischen zwei Wänden oder zwei Zonen
eines Körpers ein Temperaturunterschied auftritt.
Diese Erscheinung wird noch stärker, wenn der Körper keine freie Verformung auf Grand der in ihm
herrschenden Spannungen ausführen kann.
So ist beispielsweise ein Kühlkreis ein Gebiet, in welchem thermische Beanspruchungen sehr leicht
auftreten.
Bei einem im Betrieb befindlichen Kernreaktor tritt an dem Brennstoffelement oder der Brennstoffpatrone
senkrecht zur Oberfläche zwischen dem Umfang und dem Zentrum des Brennstoffs ein Temperaturgradient
auf, welcher sehr groß werden kann (größenordnungsmäßig 400 bis 500° C).
Wenn sich der Reaktor in einem stabilen Betriebszustand befindet, kann in erster Annäherang der thermische
Zustand des Brennstoffelements in der in F i g. 5 gezeigten Weise dargestellt werden:
Die Umfangszone ax eines Stabes A kann z. B. als
eine kalte Hülle mit der Temperatur J1 angesehen
werden. Das Innere«, kann als ein heißer Stab mit der Temperatur t2 dargestellt werden, welcher mit
dieser kalten Hülle verbunden ist. Diese fiktive Unterteilung des Elementes gestattet, sich eine rohe Vorstellung
seines Verhaltens während der verschiedenen Betriebszustände des Reaktors zu machen:
Temperaturanstieg: Während der Steigerang der Leistung wird an beiden Zonen ax und a2 schnell ein
Temperaturunterschied auftreten. Infolge der Spannungen sucht sich das Zentrum offenbar erhebliche
stärker als der äußere Teil zu verlängern. Da jedoch die Anordnung ein Ganzes bildet, wird die Umfangszone,
deren Querschnitt größer ist als der des Kerns, das Innere des Stabes zurückhalten, d. h., die Dehnungen
(H1 und dl2 der beiden Zonen suchen gleichzubleiben.
Dies hat eine Unterdracksetzung der zentralen Zone zur Folge.
Gleichbleibende Temperatur: Dies entspricht einem stabilen Betrieb des Reaktors. Es treten dann zeitliche
Entwicklungsvorgänge der Beanspruchungen auf, welche sich stark ändern und schwer zu definieren
sind.
Temperaturabnahme (Stillsetzung des Reaktors): Die Spannungen haben hier den entgegengesetzten
Einfluß. Die Umfangszone wird die Zusammenziehung des Innern zu verhindern versuchen, so
Verfahren zum Bestimmen von thermischen
Spannungen in aufgeheizten metallischen Körpern mit ungleichmäßiger Temperaturverteilung und
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Spannungen in aufgeheizten metallischen Körpern mit ungleichmäßiger Temperaturverteilung und
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Anmelder:
Commissariat ä !'Energie Atomique, Paris
Vertreter:
Dr. W. P. Radt, Patentanwalt,
Bochum-Weitmar, Heinrich-König-Str. 12 .
Als Erfinder benannt:
Jean Louis Bernard,
Gif-sur-Yvette, Seine-et-Oise,
Maurice Gauthron, Paris,
Andre Gautier, Orsay, Seine-et-Oise (Frankreich)
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 8. Oktober 1957 ·
Frankreich vom 8. Oktober 1957 ·
daß eine Zugbeanspruchung der zentralen Zone entsteht.
Diese Erscheinungen treten auch an Behältern und Kesseln auf, welche großen Temperaturgradienten
zwischen dem inneren Abschnitt und dem äußeren Abschnitt unterworfen sind. Bei zwei aufeinanderplattierten
Metallen (wie dies bei gewissen Brennstoffelementen der Fall ist) ist häufig an der Berührungsstelle
dieser beiden Metalle eine Zone gegenseitiger metallischer Diffusion vorhanden, an welcher
infolge der verschiedenen Temperaturen und Ausdehnungskoeffizienten erhebliche innere Beanspruchungen
auftreten.
Durch Zerlegung des Problems und durch Einführung einer ganzen Reihe von Annäherangen (Fehlen von Viskosität, vollkommene Isotropie, Homogenität der physikalisch-mechanischen Kenngrößen) kann man die bei den verschiedenen Betriebszuständen auftretenden Beanspruchungen berechnen.
Durch Zerlegung des Problems und durch Einführung einer ganzen Reihe von Annäherangen (Fehlen von Viskosität, vollkommene Isotropie, Homogenität der physikalisch-mechanischen Kenngrößen) kann man die bei den verschiedenen Betriebszuständen auftretenden Beanspruchungen berechnen.
Abgesehen von der durch die Näherangen bedingten Ungenauigkeiten ist man mit der Rechnung aber
auch nicht in der Lage, die im Laufe der Zeit auftretenden Änderungen der Beanspruchungen zu erfassen.
Diese Beanspruchungsschwankungen sind jedoch von beträchtlichem Einfluß, so daß sie, will
man zu einigermaßen richtigen Meßergebnissen kommen, nicht vernachlässigt werden können.
309 807/194
Es ist bereits ein Verfahren bekannt, mit dem das Spannungsaufnahmevermögen von erwärmten und
mechanisch beanspruchten metallischen Körpern bestimmt werden kann. Hierbei wird an einem Prüfkörper,
dessen Prüflänge während des ganzen Versuches konstant gehalten wird, der Verlauf der hierzu
erforderlichen Belastung bei verschiedenen Temperaturen oder innerhalb beliebiger Temperaturintervalle
festgestellt.
Ziel der Erfindung ist ein Verfahren, mit dem es gelingt, einen Einblick in die inneren Spannungsverhältnisse eines Materialblockes zu gewinnen,
dessen einzelne Zonen unterschiedlich erwärmt sind.
Der wesentliche Gedanke der Erfindung besteht darin, die thermischen Spannungen in aufgeheizten
metallischen Körpern mit ungleichmäßiger Temperaturverteilung, deren vorbestimmte Längenänderungen
durch an der Probe zusätzlich vorgenommene Belastungsänderungen erzielt werden, dadurch zu bestimmen,
daß erfindungsgemäß die als Maß für die thermischen Spannungen dienenden Belastungsänderungen in Abhängigkeit von Längenänderungen
einer weiteren, auf eine von der ersten Probe unterschiedliche Temperatur aufgeheizten Vergleichsprobe
so gesteuert werden, daß zwischen den Längenänderungen der beiden Proben ein vorbestimmtes
Verhältnis, insbesondere das Verhältnis eins, aufrechterhalten bleibt.
Die genannte Belastung entspricht der thermischen Beanspruchung, wobei die Temperaturen J1 und t2
der beiden Proben so verändert werden können, daß das Änderungsgesetz dieser Beanspruchungen vollständig
dargestellt werden kann.
Zur Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung können bekannte Einrichtungen verwendet
werden, mit deren Hilfe man in der Lage ist, von drei Zustandsgrößen des Probestückes, nämlich
Temperatur t, Druck bzw. Zug P und Verhältnis der
Längenänderung zur ursprünglichen Länge —=— stets
M)
zwei Größen konstant zu halten, die dritte dagegen zu variieren. Der sich bei Variation etwa der Temperatur
ändernde Wert AL wird dabei in bekannter Weise beispielsweise dilatometrisch abgetastet und
auf ein Steuerungssystem gegeben, das aus einer geeigneten Anordnung von Hebeln, Relais und Servomotoren
besteht und mit dessen Hilfe der auf die Probe wirkende Wert P derart nachgestellt wird, daß
das Verhältnis
AL
erhalten bleibt. Diese bekannten
Einrichtungen sind für die erfindungsgemäße Verwendung entsprechend umzubauen.
Die Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht somit aus einer der Vergleichsprobe
zugeordneten bekannten Einrichtung zum Ermitteln der Längenänderungen in Abhängigkeit
von der Temperatur (Dilatometer), aus einer der Probe zugeordneten bekannten Einrichtung zum Ermitteln
der "Längenänderungen bei veränderlicher Belastung und Temperatur (Belastungseinrichtung) und
aus einer Steuereinrichtung, welche die in der Belastungsemrichtung herrschende Probenbelastung derart
verändert, daß die Längenänderungen der Probe und der Vergleichsprobe einander gleich sind oder in
einem vorbestimmten Verhältnis zueinander stehen.
Die Heizungen der beiden Einrichtungen sind voneinander unabhängig, damit mit veränderlichen Temperaturen
tx und t2 gearbeitet werden kann.
Von diesen Einrichtungen enthält zweckmäßigerweise wenigstens die mit den einstellbaren Belastungsmitteln
versehene ein Hebelsystem, welches mit z. B elektrischen Servomotoren kombiniert ist, um
verhältnismäßig große Kräfte bei sehr kleinen Längenänderungen ausüben zu können.
Die erste, nachstehend »Dilatometer« genannte Einrichtung ermittelt die Längenänderung der Vergleichsprobe
unter konstanter Belastung oder mit der ίο Belastung Null in Abhängigkeit von der Temperatur.
Ein Servomotor dient zum Antrieb des Schreibstifts einer Vorrichtung zur Registrierung der Längenänderung
dlv
Die von der zweiten Einrichtung auf die Probe ausgeübte Belastung kann dabei durch die Überlagerung
einer statischen, etwa durch ein Gewicht erzeugten Kraft, mit der von der Servoeinrichtung gelieferten
und von einer Feder übertragenen Kraft hergestellt werden, wobei die statische Kraft zu Beginn
des Meßvorganges der Federkraft das Gleichgewicht hält, so daß zunächst keine Belastung auf die Probe
ausgeübt wird. Wenn die Servoeinrichtung in Gang kommt, bewirkt sie je nach der Drehrichtung des
Servomotors eine Vergrößerung oder eine Verkleinerung der von der Feder aufgenommenen Anfangsspannung, so daß auf die Probe eine positive oder
negative Kraft ausgeübt wird, d. h. also die gewünschte Zug- oder Druckbeanspruchung P. Gemäß
einer vorteilhaften Ausführungsform weist das Hebelsystem einer jeden der beiden Einrichtungen wenigstens
zwei Hebel auf, welche beständig gegeneinandergedrückt bleiben. Im Dilatometer kann die Aufrechterhaltung
dieses Kontaktes entweder unmittelbar oder über einen Servomotor erfolgen. In der Belastungseinrichtung
nimmt einer dieser Hebel dank des Vorhandenseins der erwähnten Steuereinrichtung ständig
die gleiche Stellung wie der entsprechende Hebel des Dilatometers ein, wobei dann der zweite Hebel der
Belastungsemrichtung in Berührung mit dem ersten durch den Servomotor gehalten wird, welcher auf die
Feder so einwirkt, daß die Kraft P erzeugt wird, welche die Verformung dl2 = dlt hervorruft.
Die Erfindung ist unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielsweise beschrieben.
F i g. 1 zeigt die gesamte Anordnung,
F i g. 1 zeigt die gesamte Anordnung,
F i g. 2 das Dilatometer,
F i g. 3 die Belastungseinrichtung,
F i g. 4 eine Seitenansicht einer Probe und
F i g. 5 die thermische Unterteilung eines zu untersuchenden Teils.
In den Figuren sind nur die für das Verständnis der Erfindung erforderlichen Teile dargestellt.
Das Dilatometer 1 mit einer Vergleichsprobe 2 (Teil at der F i g. 5) besteht aus einem Ofen 3 mit der
Temperatur tv an der Probe 2 angelenkten Tastern 4
und 5, welche mit den beiden Hebeln 6 und 7 zusammenarbeiten, und einem Servomotor 8 und einer
Registriereinrichtung 9.
Der Servomotor wirkt in bekannter Weise mit einer elektrischen oder elektronischen, schematisch bei 50
dargestellten Vorrichtung zusammen, welche den Hebeln 6 und 7 angehörende Kontakte O1 und T1 aufweist,
wobei die Ausbildung so getroffen ist, daß sich der Servomotor in der einen oder der anderen Richtung
dreht, je nachdem, ob sich die Kontakte O1 und
7j gegeneinanderlegen oder nicht, was zur Folge hat,
daß diese Kontakte und somit die beiden Hebel 6 und 7 einander stets folgen. Der Servomotor liefert
hier gleichzeitig die Energie, welche für die Registrierung auf der Einrichtung 9 erforderlich ist, wobei der
Servomotor über mechanische Elemente im Punkt 9X
mit dem in einem Lager 72 schwenkbaren Hebel 7
verbunden ist.
Die mit 10 dargestellte Belastungseinrichtung liegt parallel zum Dilatometer 1. Sie enthält eine Probe 11
(Teil a.z der F i g. 5) in einem Ofen 12 mit der Temperatur
U1, an der Probe 11 angelenkte Taster 13 und 14, welche mit den beiden Hebeln 15 und 16 zusammenwirken,
und einen Servomotor 17.
Dieser Servomotor ist nicht wie der des Dilatometers mechanisch mit einem der Hebel verbunden,
sondern mit einer Feder 18, auf welche er eine Kraft ausübt und deren Aufgabe weiter unten erläutert ist.
Er wird durch eine Vorrichtung 51 in Betrieb gesetzt, welche z. B. wie die Vorrichtung 50 ausgebildet
ist und mit von den Hebeln 15 und 16 getragenen Kontakten IS1, 1O1 zusammenwirkt.
Schließlich ist die Belastungseinrichtung mit dem Dilatometer durch einen Seilzug 19 od. dgl. verbunden,
welcher über einen Rollensatz 20, 21 und 22 läuft und dem schwenkbaren Hebel 16 der Belastungseinrichtung
eine Verstellung erteilt, welche genau gleich der des Hebels 7 des Dilatometers ist.
Diese Verbindung kann unmittelbar zwischen den beiden Hebeln 7 und 16 oder mittels des Servomotors
8 oder auf beliebige andere Weise erfolgen.
Die Gleichheit der Hebelstellungen kann übrigens durch eine an jeder Einrichtung angebrachtes Registriermittel
kontrolliert werden, welche die Eigenverstellung eines jeden Hebels registriert.
Da die Hebel 16 und 7 durch diese Verbindung in der gleichen Stellung gehalten werden, betätigt der
Servomotor 17, gesteuert von der Vorrichtung 51 und den Kontakten IS1, 16V die Feder 18 so, daß die auf
die Probe ausgeübte Beanspruchung P eine Dehnung dL, bewirkt, welche der Dehnung JZ1 der Vergleichsprobe entspricht.
Der Wert der Beanspruchung P kann an einer Registriereinrichtung
52 abgelesen werden, welche die Verformungen der Feder 18 aufzeichnet.
F i g. 2 zeigt eine Ansicht des Dilatometers 1, auf welcher nur die mechanischen Teile dargestellt sind.
Auf die Vergleichsprobe 2 wird keine Kraft ausgeübt. Trotzdem wird sie aus Analogie zu der Belastungseinrichtung
10 zwischen zwei Verankerungsteilen 23 und 24 gehalten. Die feste Basis ist die untere Verankerung 23, welche durch eine besondere
Einspannung 25 und ein Mutternsystem 26 starr gehalten wird. Die obere, bewegliche Verankerung 24
ist sorgfältig durch einen kleinen Schwenkhebel 27 abgeglichen, damit sie keine Kraft auf die Vergleichsprobe 2 ausübt. Schließlich sind die beiden Verankerungen
durch einen Behälter 28 genau aufeinander ausgerichtet, welcher außerdem die Vornahme einer
Argonspülung um die Probe herum ermöglicht.
In gleicher Weise sind in F i g. 3 die mechanischen Teile der Belastungseinrichtung 10 dargestellt.
Um jede Anomalie oder einen Einfluß des Einbaus (Reibung und Änderung des Spiels während des
Temperaturanstiegs, Restbeanspruchung der Probe, Verschiebung der Verankerungsteile usw.) zu vermeiden,
ist die Verankerung der Probe in den beiden Einrichtungen genau die gleiche. Man findet daher an
der Belastungseinrichtung folgende Teile wieder: Einspannung 29 der unteren Verankerung 30, einen
die Probe 11 umgebenden Behälter 31 und ein Mutternsystem 32. Der die obere Verankerung 34 tragende
Schwenkhebel 33 ist jedoch anders ausgebildet. Er ist zu Beginn des Versuchs so abgeglichen, daß
keine Beanspruchung auf die Probe 11 einwirkt. Durch die Anordnung eines Gewichtes 35 können
Druck- oder Zugbelastungen ausgeübt werden. Wie bereits ausgeführt, betätigt der Servomotor 17 die
Schraubenfeder 18. Wenn die hierdurch ausgeübte Kraft kleiner als das an dem anderen Ende des
Schwenkhebels angebrachte Gewicht 35 ist, wird ein Druck auf die Probe ausgeübt. In dem umgekehrten
Fall entsteht ein Zug an der Probe.
Fig. 4 zeigt die Probenform. Diese Proben sind besonders ausgebildet. Sie besitzen einen zylindrischen
Körper 36, eine Schulter 37 und einen Gewindekopf 38. Die Schultern ermöglichen das Festziehen
der Proben in den Verankerungsteilen, um den Einfluß der Verformung und des Spieles der
Gewindegänge bei einem Richtungswechsel der Beanspruchung zu vermeiden. Diese Erscheinung wäre
bei geringen Belastungen sehr störend und würde die von der Probe erlittenen Verformungen vollständig
verschleiern.
Eine derartige Probe kann z. B. folgende Abmessungen haben:
Körper 36
Durchmesser 4 mm — Länge 20 mm
Schulter 37
Durchmesser 12 mm -
- Länge 5 mm
Gewinde 38
Durchmesser 8 mm — Länge 10 mm
Zur Bekämpfung der Korrosion der Proben ist der Behälter zur Selbstzentrierung so ausgebildet, daß er
gleichzeitig als Schutzkammer wirkt. Ohne vollständig dicht zu sein, da er einen freien Durchlaß für den
Durchtritt der Verankerungsteile ohne Reibung aufweist, gestattet er trotzdem, während des Versuchs
eine Umspülung der Probe mit einem indifferenten Gas bei gewöhnlichem Druck oder unter Druck, wobei
die Gaszufuhr und -abfuhr durch in die Verankerungsteile eingebettete Leitungen erfolgen.
Wie bereits ausgeführt, werden die Beanspruchungen unter Ausgang von einem Gleichgewichtszustand
durch eine Feder erzeugt, welche je nach ihrer Dehnung einen Zug oder einen Druck an der Probe auftreten
läßt. Da diese Feder eine lineare Charakteristik aufweist, genügt es, zur Ermittlung der Belastung
ihre Dehnung oder Zusammendrückung zu registrieren.
Claims (10)
1. Verfahren zum Bestimmen von thermischen Spannungen in aufgeheizten metallischen Körpern
mit ungleichmäßiger Temperaturverteilung, bei dem durch an der Probe zusätzlich vorgenommene
Belastungsänderungen vorbestimmte Längenänderungen erzielt werden, dadurch gekennzeichnet,
daß die als Maß für die thermischen Spannungen dienenden Belastungsänderungen in Abhängigkeit von Längenänderungen
einer weiteren, auf eine von der ersten Probe unterschiedliche Temperatur aufgeheizten Vergleichsprobe
derart gesteuert werden, daß zwi-
sehen den Längenänderungen der beiden Proben ein vorbestimmtes Verhältnis, insbesondere das
Verhältnis Eins, aufrechterhalten bleibt.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine
der Vergleichsprobe (2) zugeordnete bekannte Einrichtung (1) zum Ermitteln der Längenänderungen
in Abhängigkeit von der Temperatur (Dilatometer), durch eine der Probe (11) zugeordnete
bekannte Einrichtung (10) zum Ermitteln der Längenänderungen bei veränderlicher Belastung
und Temperatur (Belastungseinrichtung) und durch eine Steuereinrichtung (8, 17, 19, 20, 21,
22), welche die in der Belastungsemrichtung (10) herrschende Probenbelastung derart verändert,
daß die Längenänderungen der Probe (11) und der Vergleichsprobe (2) einander gleich sind oder
in einem vorbestimmten Verhältnis zueinander stehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ermitteln der Längenänderungen
und ihrer Übertragung auf die Steuereinrichtung in den beiden Einrichtungen (1 und
10) gleichartige Hebelsysteme (6, 7 bzw. 15, 16) vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, gekennzeichnet durch einen Seilzug (19) zum
Übertragen des Verstellweges des Hebelsystems (6, T) der Einrichtung (1) auf das Hebelsystem
(15, 16) der Einrichtung (10) und durch einen entsprechend der Verstellwege betätigten Servomotor
(17) der Steuereinrichtung zum Erzeugen der Belastung der Probe (11).
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 4, gekennzeichnet durch eine Feder (18), deren Verformung
über den Servomotor (17) entsprechend eingestellt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 5, gekennzeichnet durch eine auf die Probe (11) zusätzlich
einwirkende statische Belastung (35), deren Wert zu Beginn des Meßvorganges der Federkraft das
Gleichgewicht hält.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die gleichen
Hebelsysteme (6, 7 bzw. 15, 16) je wenigstens zwei sich gegeneinanderlegende Hebel aufweisen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel (16) der Einrichtung
(10) mit dem entsprechenden Hebel (7) der Eulrichtung (1) durch Mittel (19) verbunden ist,
welche die Gleichheit der Bewegung dieser Hebel gewährleisten, und daß an den beiden Hebeln 15,
16) in einem elektrischen Stromkreis liegende Kontakte (IS1,1O1) angeordnet sind, welchen den
Drehsinn des Servomotors (17) steuern.
9. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 8, gekennzeichnet durch zwei Registriergeräte, z.B. Schreibeinrichtungen,
von denen die eine (9) zur Messung der Längenänderung ((H1) der Vergleichsprobe (2)
und die andere (52) zur Messung der Beanspruchung der Probe (11) dient.
10. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Proben (2,11) in
Behältern (28, 31) zur Aufnahme eines Schutzgases angeordnet sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 732 311, 732 371;
»Revue de Mötallurgie«, 1942, November, S. 321 bis 330, und 1942, Dezember, S. 353 bis 359.
Deutsche Patentschriften Nr. 732 311, 732 371;
»Revue de Mötallurgie«, 1942, November, S. 321 bis 330, und 1942, Dezember, S. 353 bis 359.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
309 807/194 1.64 © Bundesdrackerd Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR748972 | 1957-10-08 |
Publications (1)
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| DE1162105B true DE1162105B (de) | 1964-01-30 |
Family
ID=8704884
Family Applications (1)
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