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DE1161943B - Lastabhaengige Bremseinrichtung fuer Schienenfahrzeuge - Google Patents

Lastabhaengige Bremseinrichtung fuer Schienenfahrzeuge

Info

Publication number
DE1161943B
DE1161943B DED30745A DED0030745A DE1161943B DE 1161943 B DE1161943 B DE 1161943B DE D30745 A DED30745 A DE D30745A DE D0030745 A DED0030745 A DE D0030745A DE 1161943 B DE1161943 B DE 1161943B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
brake
load
braking device
braking
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED30745A
Other languages
English (en)
Inventor
Henry James Butler
Sutton Coldfield
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dunlop Rubber Co Ltd
Original Assignee
Dunlop Rubber Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dunlop Rubber Co Ltd filed Critical Dunlop Rubber Co Ltd
Publication of DE1161943B publication Critical patent/DE1161943B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H13/00Actuating rail vehicle brakes
    • B61H13/20Transmitting mechanisms
    • B61H13/30Transmitting mechanisms adjustable to take account of variation of vehicle weight
    • B61H13/32Transmitting mechanisms adjustable to take account of variation of vehicle weight by varying brake lever leverage

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Lastabhängige Bremseinrichtung für Schienenfahrzeuge Zum Abbremsen der Räder von Schienenfahrzeugen ist es bekannt, die Bremse über eine Hilfsbremse zu steuern, wobei bei einem mehrachsigen Fahrzeug die Hilfsbremse einer gegenüber dem Fahrzeugrahmen in Längsrichtung verschiebbaren Achse zugeordnet ist und die sich beim Abbremsen dieser Achse ergebende Relativbewegung gegenüber dem Fahrzeugrahmen benutzt wird, um über ein Hebelgestänge die auf die anderen Achsen wirkenden Bremsen zu betätigen.
  • Diese Bremsanlage ist jedoch nicht von der jeweiligen Belastung des Fahrzeuges abhängig.
  • In einer anderen bekannten Bremseinrichtung besteht die Hilfsbremse aus einer an die abzubremsende Achse anlegbaren Scheibe, auf die ein beim Anlegen aufwickelbares Zugglied angeschlossen ist, das den Stellhebel der Hauptbremse betätigt. Die Scheibe ist an dem einen Arm eines Waagebalkens angeordnet, auf dessen anderem Arm ein Gewicht entsprechend der Belastung des Fahrzeuges verstellbar ist. Der Waagebalken ist durch ein Druckmittel zur Anlage der Scheibe an der abzubremsenden Achse schwenkbar. Bei dieser Ausbildung muß jedoch die Belastung der Hilfsbremse durch das Gewicht des Waagebalkens jeweils von Hand eingestellt werden.
  • Die Erfindung betrifft eine lastabhängige Bremseinrichtung für Schienenfahrzeuge, die aus einer jedem Rad oder Räderpaar zugeordneten Hauptbremse und einer diese betätigenden, begrenzt verschiebbaren Hilfsbremse besteht, in deren Bremsgestänge ein Bremshebel angeordnet ist, der über einen an diesem angelenkten Hebel von der Fahrzeuglast beeinflußbar ist.
  • Eine derartige Einrichtung ist Gegenstand eines älteren Patents.
  • In dieser lastabhängigen Bremseinrichtung wird die Betätigung der Hilfsbremse über eine Hebelanordnung unter der Einwirkung der auf das Räderpaar ausgeübten Belastung mit Hilfe eines als Winkelhebel ausgebildeten Hebels bewirkt, so daß die Bremskraft proportional zur Belastung veränderbar ist. Nach dem Anlegen der Hilfsbremse wirkt dabei die Bremskraft des Bremszylinders entgegen der am Winkelhebel angreifenden Fahrzeuglast, so daß infolge des sich einstellenden Gleichgewichts die Hilfsbremse proportional dieser Fahrzeuglast betätigt wird.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, eine lastabhängige Bremseinrichtung der vorstehend genannten Art zu schaffen, die in ihrer Ausbildung einfacher ist als diejenige nach dem älteren Patent.
  • Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer lastabhängigen Bremseinrichtung für Schienenfahrzeuge darin gesehen, daß das übersetzungsverhältnis des Bremshebels mit Hilfe des angelenkten Hebels verstellbar ist.
  • Infolge dieser Ausbildung bewirkt somit die Fahrzeuglast über eine als Hebel ausgebildete Schwinge eine Änderung des Übersetzungsverhältnisses im Bremsgestänge und damit der Bremskraft am Hilfsbremsklotz entsprechend der Fahrzeuglast.
  • Das Übersetzungsverhältnis ist dabei zweckmäßig durch Längsverschieben des Bremshebels gegenüber der die Bremskraft von dem Bremszylinder auf diesen Hebel übertragenden Stange verstellbar.
  • Die Ausbildung der Bremseinrichtung ist an Hand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 die perspektivische Ansicht des Fahrzeuggestells eines Eisenbahnwaggons mit einer Bremseinrichtung nach der Erfindung, F i g. 2 eine Einzelheit der lastabhängigen Bremseinrichtung nach F i g. 1, F i g. 3 die Bremsscheibe der Hauptbremse einer Bremseinrichtung, F i g. 4 eine schematische Ansicht der in F i g. 1 dargestellten Bremseinrichtung, F i g. 5 die perspektivische Ansicht einer abgeänderten Ausführung der Bremseinrichtung, F i g. 6 eine weitere Ansicht der teilweise gegeschnittenen Bremseinrichtung gemäß F i g. 5, F i g. 7 eine schematische Darstellung der Bremseinrichtung gemäß den F i g. 5 und 6, F i g. 8 eine perspektivische Darstellung einer anderen Ausführungsform gemäß der Erfindung.
  • In den F i g. 1 bis 4 ist eine Bremseinrichtung für einen Eisenbahnwaggon mit vier Rädern 2a, 2b, 2c und 2d dargestellt, von denen nur die diagonal gegenüberliegenden Räder 2 a und 2 c abgebremst sind.
  • Die Bremseinrichtung besteht im wesentlichen aus einem in Fahrzeugmitte angeordneten Vakuumbremszylinder 3, der in bekannter Weise mit einer Unterdruckquelle verbunden werden kann. Bei Betätigung des Vakuumbremszylinders wird ein Hebel 4 entgegen dem Drehsinn des Uhrzeigers um eine Achse 5 verschwenkt. Diese Bewegung wird von der Achse 5 über eine Stange 6, die gegenüber dem Wagenrahmen längsverschiebbar in dafür vorgesehenen Schienen gelagert ist, auf eine lastabhängige Einrichtung, die weiter unten beschrieben wird, übertragen. Das freie Ende dieser Stange weist einen drehbar gelagerten rechteckigen Kulissenstein 7 auf, der in der Kulisse einer Gleitschiene 8 gleitet, welche gegenüber dem Kulissenstein begrenzt vertikal verschiebbar ist. Das untere Ende der Gleitschiene 8 ist uridrehbar an dem einen Ende eines Bolzens 9 befestigt, der parallel zu der Radachse des Rades 2c liegt. Das andere Ende des Bolzens 9 trägt, ebenfalls uridrehbar befestigt, einen Hebel 10, der sich in Richtung der Gleitschiene 8 nach unten erstreckt. Die Gleitschiene 8, der Bolzen 9 und der Hebel 10 bilden zusammen einen Bremshebel.
  • Ein Winkelhebel 11 ist drehbar an dem Gehäuse 12 der Radachse angelenkt, und eine Zugstange 13 verbindet das eine Ende des Winkelhebels mit dem unteren Ende des Hebels 10, während eine Zugstange 14 das andere Ende des Winkelhebels mit einer Hilfsbremse verbindet.
  • Die Hilfsbremse besteht aus einem gebogenen Träger 15, der vertikal oberhalb des Radreifens angeordnet ist und mit seinem einen Ende über ein verschwenkbares Verbindungsgestänge 16 mit dem Fahrzeugrahmen verbunden ist, so daß der Träger sowohl in Richtung zum Radreifen, von diesem weg, als auch in Umfangsrichtung bewegt werden kann. Die an dem Winkelhebel 11 angreifende Zugstange ; 14 ist ebenfalls mit dem zuletzt genannten Ende des gebogenen Trägers 15 verbunden. In der Mitte des Trägers 15 ist ein gußeiserner Bremsklotz 17 schwenkbar gelagert, der zum Bremsen zur Auflage auf dem Radreifen gebracht werden kann. Das andere Ende des Trägers 15 ist über ein weiteres verschwenkbares Verbindungsgestänge 18 mit einer Welle 19, die im Fahrzeugrahmen gelagert ist, verbunden. An dieser Welle 19 ist eine Stange 20 befestigt, bei deren Bewegung in Richtung der Stange eine Hauptbremse in Form einer Scheibenbremse betätigt wird. Diese Scheibenbremse besteht aus zwei schwenkbar an Bremshebeln befestigten Druckplatten 21, die einer beidseitig beaufschlagbaren Bremsscheibe 22 zugeordnet sind, welche von der Radscheibe des Fahrzeugrades gebildet wird.
  • Mit der Gleitschiene 8 ist ein flacher Hebel 23 verbunden, der zwischen seinen Enden am Fahrzeugrahmen gelagert ist, wobei das eine Ende des Hebels 23 drehbar am Bolzen 9 angelenkt ist.
  • Über eine Schraubenfeder 25 mit einer vorbestimmten Federkonstanten, eine Unterlegscheibe oder ein Gummielement stützt sich der Hebel 23 mit seinem freien Ende gegen den Fahrzeugrahmen ab. Zwischen dem Auflagepunkt der Schraubenfeder auf dem Hebel und dessen Lagerpunkt am Fahrzeugrahmen greift das eine Ende der halbelliptischen Feder 26 der Radabfederung an, wobei das andere Ende der Feder in bekannter Weise mit dem Fahrzeugrahmen verbunden ist.
  • Die Stärke der Schraubenfeder 25 und die Anordnung der einzelnen Teile ist so getroffen, daß sich die Kraft der Schraubenfeder 25 bei unbeladenem Fahrzeug mit der entgegengesetzt und aufwärts gerichteten Kraft der halbelliptischen Feder 26 im Gleichgewicht befindet. Das mit der Gleitschiene 8 verbundene Ende des Hebels 23 nimmt die Schiene, den Bolzen 9 und den Hebel 10 mit, bis der Kulissenstein 7 am Ende der Kulisse anschlägt. Wenn die Last auf den Wagen vergrößert wird und damit die auf die halbelliptische Feder 26 ausgeübte Last, so drückt das eine Ende der halbelliptischen Feder den Hebel 23 entgegen der Kraft der Schraubenfeder nach oben, während das mit der Gleitschiene 8 verbundene Ende des Hebels nach unten verschwenkt wird. Die Gleitschiene 8 nimmt also bei vollbeladenem Fahrzeug eine solche Stellung ein, daß sich der Kulissenstein 7 der Stange 6 am oberen Ende der Kulisse befindet oder aber an diesem Ende anstößt. Wenn das Fahrzeug jedoch nicht voll beladen ist, befindet sich der Kulissenstein zwischen den Enden der Kulisse. Die Gleitschiene 8 kann mit Markierungen versehen sein, die mit einer Marke des Kulissensteins zusammenwirken und die Belastung des Fahrzeugs anzeigen.
  • Die Gleitschiene 8, der damit verbundene Bolzen 9 und der Hebel 10 bilden, wie oben angegeben, den Bremshebel, und die Anordnung ist derart getroffen, daß sich das Verhältnis der wirksamen Gleitschienenlänge, d. h. der Entfernung von dem Kulissenstein 7 zum Bolzen 9, zu der wirksamen Länge des Hebels 10 zusammen mit der Änderung der Last ändert. Beispielsweise liegt das Verhältnis bei unbelastetem Wagen in der Größenordnung von 1:3, während bei vollbeladenem Wagen das Verhältnis in der Größenordnung 1:l liegt. Diese Anordnung ist aus der schematischen Darstellung der F i g. 4 erkennbar.
  • Ein Bremssystem der vorbeschriebenen Art ist mit jedem der beiden diagonal gegenüberliegenden Räder eines zweiachsigen Wagens verbunden, und jedes System wird mittels eines gemeinsamen Vakuumzylinders betätigt. Die beiden Bremssysteme sind einander gleich, so daß die Beschreibung eines dieser Systeme zum Verständnis ausreicht.
  • Geht man von dem Fall aus, daß der Wagen unbeladen ist, so befindet sich die Gleitschiene 8 in einer solchen Stellung, in der der Kulissenstein 7 der Stange 6 am unteren Ende des Gleitschienenschlitzes liegt. Durch Beaufschlagen des Zylinders 3 wird die Stange 6 nach links bewegt (F i g. 1 und 4), und mit Hilfe des Kulissensteins 7 an der Stange 6 wird die Gleitschiene entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn verschwenkt, wobei auch der Bolzen 9 und der Hebel 10 bewegt werden. Der Hebel 10 bewegt die Zugstange 13 nach rechts, wodurch der Winkelhebel 11 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird, was eine Verstellung der Zugstange 14 und ein Verschwenken des Trägers 15 des Hilfsbremsklotzes 17 nach unten zur Folge hat und somit ein Anpressen des damit berbundenen Bremsklotzes gegen den Radreifen bewirkt.
  • Nach dem Anliegen des Bremsklotzes 17 an dem Radreifen wird der Klotz in Drehrichtung des Rades mitgenommen, und die dadurch hervorgerufene Bewegung des Trägers 15 bewirkt über das angelenkte Verbindungsgestänge 18 eine Drehung der Welle 19, die ihrerseits das Anziehen der Hauptbremse bewirkt.
  • Ein Vorteil des Hilfsbremsblockes 17 besteht darin, daß das Abbremsen mit Hilfe der Hauptbremse in Abhängigkeit vom Reibwert zwischen Schiene und Radreifen unter Berücksichtigung des Fahrzeuggewichtes erfolgt. Das Zusammenwirken der Hauptbremse mit der Hilfsbremse gewährleistet, daß der durch die Hilfsbremse vorgegebene Wert nicht überschritten werden kann. Dies ist insbesondere dann wesentlich, wenn eine Abbremsung bei hoher Geschwindigkeit erfolgt, zu einem Zeitpunkt also, wenn die Adhäsion zwischen Rad und Schiene ihren niedrigsten Wert einnimmt. Wenn die Hauptbremse nämlich bei bekannten Ausführungen unter diesen Bedingungen stark angezogen wird, gleiten die Räder ohne wesentliche Verzögerung des Wagens auf den Schienen, wodurch große Verschleißerscheinungen bewirkt werden. Die aus dem Bremsklotz 17 bestehende Hilfsbremse wirkt nur geringfügig abbremsend, wobei das vom zum Zeitpunkt des Bremsens vorhandenen Reibwert abhängige und die Bremskraft für die Hauptbremse bewirkende Bremsmoment, das zu einer geringfügigen Geschwindigkeitsverminderung führt, gewährleistet, daß ein Gleiten der Räder auf der Schiene vermieden wird.
  • Der Anlegehub der Stange 6 und der verschiedenen davon betätigten Hebel und des Verbindungsgestänges 12 nimmt das Spiel zwischen dem Bremsklotz 17 und dem Radreifen sowie das Spiel des Verbindungsgestänges 18 auf.
  • Nach dem Anlegehub wird die üblicherweise von der Beaufschlagung des Vakuumzylinders abhängige Betätigungskraft ausschließlich auf die Hilfsbremse übertragen. Desgleichen nimmt die Umfangsbewegung der Hilfsbremse zuerst das Spiel und die Abstände in der Hauptbremse auf und bewirkt dann erst ein sich verstärkendes Anziehen der Hauptbremse.
  • Das vorliegende Bremssystem unterscheidet sich von den bekannten Systemen dadurch, daß die Bremswirkung durch die Belastung des Wagens unter Berücksichtigung des Reibwertes zwischen Rad und Schiene bestimmt ist. Durch die Anordnung der Gleitschiene ist, wie oben angegeben, das Übersetzungsverhältnis des Gestänges veränderlich. Wenn der Wagen unbeladen ist, so daß das durch die Gleitschiene erhaltene Hebelverhältnis annähernd 1:3 beträgt, werden bei einer Kraft von beispielsweise 15 kg an der Stange 6 nur 5 kg an der Zugstange 13 wirksam. Wenn die Last dagegen erhöht wird, dann wird das Übersetzungsverhältnis des Hebels selbsttätig ebenfalls verändert, so daß mit vollbeladenem Wagen und einem Übersetzungsverhältnis von 1:1 die Resultierende gleich der an der Stange 6 angreifenden Kraft wird. Wird dann beispielsweise eine Belastung von 15 kg auf die Betätigungsstange ausgeübt, so wird auch die Hilfsbremse mit einer Kraft von 15 kg angezogen.
  • Die Abbremsung des Rades wird also unabhängig von der von dem Zugführer durch den Vakuumzylinder üblicherweise vorbestimmten Bremskraft in Abhängigkeit von der Beladung der einzelnen Waggons verändert. Das beschriebene Bremssystem ist besonders bei Eisenbahnzügen vorteilhaft, die sowohl beladene wie unbeladene oder zum Teil beladene Waggons aufweisen, wie dies häufig der Fall ist, da dann jeder Waggon in Abhängigkeit von seiner Belastung unter Berücksichtigung des Reibungskoeffizienten abbremsbar ist.
  • Die Länge der Gleitschiene 8 und des damit verbundenen Hebels 10 kann je nach den Erfordernissen geändert werden.
  • Die F i g. 5, 6 und 7 zeigen eine Abänderung des vorbeschriebenen Bremssystems. Dieses Bremssystem wird durch einen hydraulischen Zylinder 34 (F i g. 6) betätigt, der zwischen den Radachsen angeordnet ist und einen Winkelhebel 35 im Uhrzeigersinn verschwenkt (F i g. 6) und dadurch eine Zugstange 36 verschiebt. Diese Zugstange 36 ist mit einem Kulissenstein 37 versehen, der mit einer vertikal verlaufenden gegabelten Gleitschiene 38 zusammenwirkt, deren unteres Ende schwenkbar an einer Zugstange 39 befestigt ist, welche ihrerseits drehbar an dem einen Ende eines am Achsgehäuse angelenkten Winkelhebels 40 verbunden ist. Das andere Ende des Winkelhebels 40 ist mit dem einen Ende eines Trägers 41 eines Hilfsbremsklotzes verbunden. Der Träger 41 ist mit dem gleichen Ende mit einem Winkelhebel 42 verbunden, der an dem Fahrzeugrahmen angelenkt ist. Der freie Schenkel des Winkelhebels 42 steht mit einer vertikalen Stange 43 drehbar in Verbindung, die zur Betätigung der Hauptbremse dient.
  • Die Hauptbremse besteht aus einem Paar von Zangenarmen 44, die an ihrem der Bremsoberfläche des Rades zugewandten Seite mit einem Reibbelag versehen sind. Jeder der Arme ist zur Aufnahme eines Querträgers 45 geschlitzt, der sich rechtwinklig zu der Stange 43 erstreckt. An jedem Ende des Querträgers sind Rollen 46 angeordnet, die mit einer doppeltwirkenden Nockenfläche 47 der Zangenarme zusammenarbeiten. Die Anordnung ist derart getroffen, daß eine Vertikalbewegung der Stange 43 und eines Kreuzstückes 45 ein Anziehen der Bremse zur Folge hat, und zwar über die doppeltwirkende Nockenfläche 47, so daß die Hauptbremse unabhängig von der Drehrichtung der Hilfsbremse angezogen werden kann.
  • Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der gebogene Träger 41 des Bremsklotzes 48 sowohl in vertikaler Richtung bewegbar gelagert, um ein Anziehen und Lösen der Hilfsbremse zu erreichen, als auch in Umfangsrichtung beweglich, um ein Anlegen und Lösen der Hauptbremse zu ermöglichen. Mit Hilfe eines Stangenpaares 48, das parallel zur Fahrzeugachse angeordnet ist und das auf einer Seite des gebogenen Trägers 41 des Bremsklotzes 48 angeordnet ist, ist dieser federnd in Lagern 49 (F i g. 6) gelagert, um die genannten Bewegungen zu ermöglichen. Die Lager werden von einem hutartigen Gehäuse 50 am Fahrgestellrahmen aufgenommen (F i g. 5).
  • Ein Ende einer halbelliptischen Feder 51 ist in bekannter Art und Weise über Bügel am Rahmen des Fahrzeugs angelenkt angeordnet, während das andere, in der Nähe der Gleitschiene 38 befindliche Ende über ein Gestänge 52 an dem einen Ende eines Hebels 53 befestigt ist, der seinerseits innerhalb eines Gehäuses 54 am Wagenrahmen angelenkt ist. Das andere, freie Ende des Hebels ist zwischen den Enden der Gleitschiene schwenkbar befestigt, wobei eine Druckfeder 55 vorgespannt zwischen dem Boden des Gehäuses und dem Hebel angeordnet ist.
  • Dieses System arbeitet in analoger Weise wie das zuvor beschriebene, d. h., bei Beaufschlagung des hydraulischen Zylinders 34 erfolgt durch Drehung des Winkelhebels 35 und Bewegen der Zugstange 36 ein Verschwenken der Gleitschiene 38 um das Ende des Hebels 53, so daß die Hilfsbremse 41 über die Zugstange 39 und den Winkelhebel 40 angezogen wird. Die federnden Lager 49 ermöglichen diese Bewegung und erlauben eine begrenzte Bewegung in Umfangsrichtung des Rades nach Anlage der Hilfsbremse an dem Radreifen.
  • Die Bewegung in Umfangrichtung bewirkt ein Drehen des Winkelhebels 42, um die Hauptbremse in der vorbeschriebenen Art anzulegen. Änderungen bezüglich der Belastung des Wagens verursachen über das mit dem Hebel 53 verbundene Ende der Feder 51 eine Winkelbewegung der Gleitschiene in Abhängigkeit von der Belastung und ändert wie auch in der zuerst beschriebenen Ausführungsform das übersetzungsverhältnis der Gleitschiene.
  • Bei manchen Ausführungsformen kann es unvorteilhaft sein, einen Vakuum- oder Druckbetätigungszylinder in der Mitte des Rahmens anzuordnen. Aus diesem Grunde zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 8 ein Bremssystem für Behälterwagen, bei denen die Last in Form von Schüttgut vertikal durch im Boden des Behälters angeordnete Klappen entladen wird. Das dargestellte Bremssystem ist identisch mit dem in F i g. 5, 6 und 7 beschriebenen, mit der Ausnahme, daß jede Radbremse einzeln durch eine hydraulische Kolbenzylindereinrichtung 56 mit einer Kolbenstange 57 betätigbar ist, wobei letztere in einer Führung 58 gelagert und das obere Ende der Gleitschiene mit der Kolbenstange verbunden ist. Dieser Zylinder ist an jedem abzubremsenden Rad angebracht und kann durch den Fahrer mit einer hydraulischen Druckwelle verbunden werden. Diese Anordnung ist für jedes Radbremssystem in sich geschlossen und rund um dieses Rad gruppiert.
  • Wahlweise kann auch ein einziger Zylinder mit einem Paar von Kolben Verwendung finden. Dann ist der Zylinder mittig zwischen den Rädern auf derselben Seite des Rahmens anzuordnen, wobei jeder Kolben mit dem entsprechenden Radbremssystem in Verbindung steht.

Claims (1)

  1. Patentansprüche: 1. Lastabhängige Bremseinrichtung für Schienenfahrzeuge, bestehend aus einer jedem Rad oder Räderpaar zugeordneten Hauptbremse und einer diese betätigenden, begrenzt verschiebbaren Hilfsbremse, in deren Bremsgestänge ein Bremshebel angeordnet ist, der über einen an diesem angelenkten Hebel von der Fahrzeuglast beeinflußbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Übersetzungsverhältnis des Bremshebels (8, 9, 10) mit Hilfe des angelenkten Hebels (23) verstellbar ist. z. Bremseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das übersetzungsverhältnis durch Längsverschieben des Bremshebels (8, 9, 10) gegenüber der die Bremskraft vom Bremszylinder auf diesen Hebel übertragenden Stange verstellbar ist. 3. Bremseinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der angelenkte Hebel (23) an seinem einen Ende an dem Bremshebel (8, 9, 10) angelenkt, an seinem anderen Ende, von der Fahrzeuglast belastet, federnd gegen den Fahrzeugrahmen (1) abgestützt und zwischen beiden Enden gelenkig am Fahrzeugrahmen gelagert ist. 4 Bremseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum lastabhängigen Verstellen des Bremshebels (8, 9, 10) das eine Ende einer an sich bekannten, mit ihrem anderen Ende am Fahrzeugrahmen gelagerten halbelliptischen Feder (26) der Radfederung an dem am Bremshebel angelenkten Hebel (23) angreift. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 124111, 740 728, 756 663, 849 858, 927 334. In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsche Patente Nr. 1084 293, 1121103.
DED30745A 1958-05-27 1959-05-27 Lastabhaengige Bremseinrichtung fuer Schienenfahrzeuge Pending DE1161943B (de)

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