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Trägerfrequentes Nachrichtenübertragungssystem, bei dem ein Trägerfrequenzsystem
in eine Durchschalteebene eines Breitbandsystems umgesetzt wird Die Erfindung betrifft
ein trägerfrequentes Nachrichtenübertragungssystem, bei dem ein Trägerfrequenzsystem.
in eine Durchschalteebene eines Breitbandsystems umgesetzt wird.
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Hauptgruppen von Trägerfrequenzsystemen nach CCI-Norm sind so aufgebaut,
daß jeweils zwölf Gespräche zu einer Gruppe zusammengefaßt sind, fünf Gruppen wiederum
eine Übergruppe bilden und fünf Übiriruppen eine Hauptgruppe ergeben. Auf diese
Weise gelangt man zu sehr breitbandigen vielkanaligen Trägerfrequenzsystemen. Eine
Hauptgruppe besteht so beispielsweise aus 300 Kanälen. Die Grundhauptgruppe
liegt dabei im Frequenzbereich von 812 bis 2044 kHz. Es gibt Breitbandsysteme,
bei denen bis zu 2700 Kanäle auf einer Leitung untergebracht sind. Diese
Breitbandsysteme werden vor allem für die Weitverkehrsübertragung verwendet. Für
die Nahverkehrsübertragung hat man Systeme mit geringerer Kanalzahl, so z. B. das
Vierdraht-300-Kanal-System (V 300-System) entwickelt. Am einfachsten erhält man
ein solches V 300-Kanal-System dadurch, daß die übergruppen 1 bis
5 mit der Frequenzlage 60 bis 1300 kHz zu einem selbständigen
System zusammengefaßt sind. Eine Durchschaltung dieses Vierdraht-300-Kanal-Systems
auf ein Breitbandsystem läßt sich bei bekannten Breitbandsystemen in der Hauptgruppenebene
nicht durchführen. Der Grund dafür ist, daß die Grundhauptgruppe im Frequenzbereich
von 812 bis 2044 kHz liegt, bei der Umsetzung des V 300-Bandes in die Grundhauptgruppenlage
jedoch ein um 8 kHz breiteres Frequenzband für die Grundhauptgruppe nötig
wäre. Bei einer Durchschaltung des V 300-Bandes auf ein Breitbandsystem mußte deshalb
bisher das 300-Kanal-Bündel wiederum in die Übergruppen 1
bis 5 aufgelöst
werden und die übergruppen einzeln in der übergruppenebene auf das Breitbandsystem
durchgeschaltet werden. Dazu sind jedoch mehrere Umsetzungen nötig.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Nachrichtenübertragungssystem
zu schaffen, bei dem ein V 300-Kanal-System als Hauptgruppe eines Breitbandsystems
übertragbar ist.
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Gemäß der Erfindung wird das trägerfrequente Nachrichtenübertragungssystem
so ausgestaltet, daß ein Vierdraht-300-Kanal-System in der Frequenzlage
60 bis 1300 kHz mittels eines ersten Trägers, in eine Zwischenfrequenzlage
und mittels eines zweiten Trägers in eine Hauptgruppenlage 808 bis 2048 kHz
umgesetzt wird und daß ferner die Durchlaßbereiche der Hauptgruppenumsetzer und
Hauptgruppendurchschaltefilter des trägerfrequenten Breitbandsystems auf beiden
Seiten des Durchlaßbereiches um 4 kHz erweitert sind. Dabei kann der erste Träger
die Frequenz von 4216 kHz und der zweite Täger die Frequenz von 6324 kHz aufweisen.
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Durch diese Maßnahmen wird erreicht, daß ein Vierdraht-300-Kanal-System
bei Aufschaltung auf ein trägerfrequentes Breitbandsystem wie eine Hauptgruppe dieses
Breitbandsystems behandelt werden kann und die Durchschaltung ohne den Umweg über
die übergruppen direkt möglich ist. Die Aufteilung der Umsetzung des V 300-Bandes
in die Hauptgruppenlage des Breitbandsystems in zwei Stufen mittels der Träger 4216
kHz und 6324 kHz hat den Vorteil, daß man nach der ersten Umsetzung eine Zwischenfrequenzlage
im Frequenzbereich von 4276 bis 5516 kHz erhält, wobei sich dieses Frequenzband
leicht am oberen Frequenzbandende eines V 960-Bandes anfügen läßt, so daß dadurch
in einfacher Weise ein breitbandiges V 1260-System entsteht. Fügt man am
unterän Ende des in die Zwischenfrequenzlage 4276 bis 5516 kHz umsetzbaren
V 300-Bandes ein aus drei Hauptgruppen zusammengesetztes 900-Kanal-Breitbandsystem,
bei dem die Hauptgruppenmodulatoren und die Hauptgruppenfilter nach beiden Seiten
des Durchlaßbereiches um 4 kl-lz erweitert sind, an, wobei die frequenzlagenmäßig
niedrigste Hauptgruppe nicht umgesetzt zu werden braucht, so erhält man in einfacher
Weise ein Vierdraht-1200-Kanal-System.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann eine Umsetzung des Vierdraht-300-Kanal-Systems
einer ersten Trägerfrequenz von 4340 kHz und einer zweiten
Trägerfrequenz
von 6448 kHz erfolgen. Eine derartige Umsetzung ermöglicht es beispielsweise bei
kombinierten Trägerfrequenz-Fernschbetrieb, TF-TV-Betrieb, über ein Breitbandsystem
mit etwa 12 MI-lz Bandbreite (in der weiteren Beschreibung 12-MHz-System genannt)
dem TV-Band an seinem unteren Frequenzbandende ein V 1200-Band anzufügen.
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An Hand der Frequenzschemata nach F i g. 1
und 2 soll die Erfindung
näher erläutert werden.
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F i g. 1 zeigt ein Frequenzschema, bei dem das V 300-Band mittels
des ersten Trägers 4216 kHz in die Zwischenfrequenzlage 4276 bis 5516 kHz
und mittels des zweiten Trägers in die Grundhauptgruppenlage 808 bis 2048
kHz umgeseti ist. Der zu Meß- und Regelzwecken notwendige Hauptgruppenpilot hat
dabei die Frequenz von 1552 kHz. Durch die Umsetzung des V 300-Bandes mit
dem ersten Träger von 4216 kHz wird erreicht, daß man einem V 960-Trägerfrequenzsystem
an seinem oberen Frequenzbandende in einfacher Weise ein V 300-Band anfügen kann,
so daß man dadurch ein V 1260-System bekommt. Setzt man das in der Zwischenfrequenzlage
befindliche V 300-Band mit dem zweiten Träger mit der Frequenz von 6324 kHz um,
so gelangt man in einen Frequenzbereich von 808 bis 2048 kHz. Der Frequenzbereich
der Grundhauptgruppe bei den bisher bekannten Breitbandträgerfrequenzsystemen reicht
jedoch nur von 812 bis 2044 kHz. Durch die Erweiterung des Durchlaßbereiches
der Hauptgruppendurchschaltefilter und der Hauptgruppenumsetzer um je 4 kHz
nach oben und nach unten erhält man nun den Vorteil, daß man das V 300-Band auf
Grund der bereits genannten Umsetzung wie eine Grundhauptgruppe des trägerfrequenten
Breitbandsystems behandeln und durchschalten kann.
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F i g. 2 zeigt den Freque=plan fär die Umsetzung eines V 300-Bandes
in die Zwischenfrequenzlage von 4400 bis 5640 kHz mittels des ersten Trägers mit
der Frequenz von 4340 kHz und für die Umsetzung in die Grundhauptgruppenlage mittels
des zweiten Trägers der Frequenz 6448 kHz. Die auf diese Weise erhaltene Zwischenfrequenzlage
ist dann von Vorteil, wenn man beispielsweise ein V 1200-System, das auf Grund der
bereits erwähnten Vereinigung eines V 960-Systems mit einem V 300-Band entstanden
ist, einem TV-Band an seinem unteren Ende anfügen möchte, jedoch wegen eines im
12-MI-1z-System bei 4287 kHz liegenden Pilots die im Schaltschema nach F
i g. 1
vorgesehene Frequenziage 4276 bis 5516 kl-lz für die zusätzlichen
300 Kanäle nicht beibehalten kann.