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Stapelachse für Plattenspielgeräte Zusatz zum Patent: 1 128 166 Das
Hauptpatent betrifft eine Stapelachse für Plattenspielgeräte mit zwei übereinander
in einer Stützhülse untergebrachten Gruppen symmetrisch zum Umfang angeordneter
Halteorgane, von denen die untere Gruppe als einklappbare Stützorgane und die obere
Gruppe als ausschwenkbare Klemmorgane ausgsführt sind, sowie mit einer axial verschiebbaren
Betätigungsstange, welche durch die Stützhülse hindurchgeführt ist und zum Betätigen
der Halteorgane dient. Verwendet wird dabei die Kombination an sich bekannter Einrichtungen,
nämlich, daß die Stützorgane an der Betätigungsstange verschwenkbar gelagert sind
und ferner mit je einer Steuerkante der Fläche versehen sind, welche mit einer zugeordneten
Steuerkante der Stützhülse erst nach Abwärtsbewegung der Stützorgane in ausgeklappter
Stellung um eine bestimmte Strecke in Eingriff kommt, und wobei die Klemmorgane
an einer Buchse angebracht sind, die auf der Betätigungsstange axial verschiebbar
gelagert und über federnde Mittel mit der Betätigungsstange zumindest in einer Bewegungsrichtung
elastisch gekuppelt ist.
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Bei derartigen Stapelachsen ist es schwierig, ein sicheres Verklemmen
der im Bereich der Klemmorgane liegenden Schallplatten zu erzielen, wenn die Durchmesser
der Mittellöcher dieser Schallplatten stark voneinander abweichen.
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Um in einem solchen Fall mit Sicherheit jeweils die zweitunterste
Schallplatte des Vorratsstapels zu verklemmen, wird gemäß der Erfindung vorgeschlagen,
daß das ausklappbare freie Ende der Klemmorgane mit je einer Klemmkante versehen
ist, die derart ausgebildet ist, daß sie in der Klemmstellung nahezu parallel zu
dem Rand der Mittellöcher der Platten des Verratsstapels verläuft, und die an ihrem
unteren Ende einen Vorsprung in Form einer Ausgleichsnase aufweist, und daß die
Übergangskante von der Klemmkante bis zur höchsten Erhebung der Ausgleichsnase derart
geformt ist, daß beim Einziehen der Klemmorgane kein Anheben des Vorratsstapels
erfolgt.
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Die Ausgleichsnase muß eine Höhe haben, die dem maximal zulässigen
Toleranzunterschieden der Mittellochdurchmeser entspricht. Sie ist außerdem vorzugsweise
derart scharfkantig ausgebildet, daß in dem Fall annähernd gleicher Mittellochdurchmesser
und großer Schallplattendicke die scharfe Kante sich zwischen die unterste und die
zweitunterste Platte des Vorratsstapels schieben kann. Dadurch wird einmal ein rechtzeitiges
Trennen der beiden genannten Platten voneinander erzielt und zum anderen die Anlage
nahezu der gesamten Klemmkante ermöglicht, was sich schonend auf die Mittellochränder
auswirken dürfte. Überdies verhindert die derartig geformte Klemmkante ein zu weites
Austreten der Klemmorgane aus den Schlitzen, so daß erstens kein Anheben des Vorratsstapels
möglich ist und zweitens der jeweilige Schwenkwinkel der Klemmorgane definiert ist
und deshalb als Kriterium für die Vorbereitung der Endschaltung verwendbar ist.
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Es sind zwar schon Klemmorgane von Stapelachsen bekannt, die an ihrem
unteren Ende wulstartige Verdickungen aufweisen. Doch dienen diese Verdickungen
ganz offensichtlich nicht zum Ausgleichen der Durchmesserunterschiede der Schallplattenlöcher,
denn sie befinden sich in der Arbeitsstellung der Klemmorgane unterhalb der letzten
Schallplatte des Vorratsstapels. Auch scheint die Ausbildung der wulstartigen Verdickungen
weder geeignet noch dazu vorgesehen zu sein, ein Trennen der untersten von der zweituntersten
Schallplatte des Vorratsstapels zu bewirken.
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Die Erfindung wird durch ein Ausführungsbeispiel an Hand der Zeichnung
erläutert.
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F i g. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine Stapelachse nach der
Erfindung; F i g. 2 stellt in vergrößertem Maßstab einen Längsschnitt durch den
oberen Teil der Stapelachse dar; F i g. 3 zeigt eine Einzelheit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
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Die Stapelachse nach der Erfindung weist eine Stützhülse 1 auf, in
der die beweglichen Teile untergebracht sind. Durch diese :Stützhülse hindurch erstreckt
sich die Betätigungsstange 2, welche an ihrem unteren Ende durch eine Verschlußbuchse
3 hindurchgeführt und mit einer Kuppelbuchse 4 vermittels
Verschraubung
verbunden ist. Die Verschlußbuchse 3 dichtet die Stützhülse 1 nach unten hin ab
und ist mit deren Innenwand fest verbunden.
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Die Kuppelbuchse 4 dient zur Kupplung der Betätigungsstange 2 mit
Schaltorganen des Wechselmechanismus des Plattenspielgerätes.
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Das obere Ende der Betätigungsstange 2 überragt die Stützhülse 1 und
ist von einer Einsatzhülse 5 umgeben. Diese Einsatzhülse ist über einen Teil ihrer
Länge abgesetzt. Der abgesetzte Teil befindet sich innerhalb des oberen Endes der
Stützhülse 1 und ist mit dieser vermittels eines leichten Festsitzes verbunden.
Nach oben hin ist die Einsatzhülse 5 durch einen Kunststoffpfropfen 6 abgedichtet.
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Die Betätigungsstange 2 wird in einer definierten oberen Lage durch
eine Rückholfeder 7 gehalten. Diese stützt sich einerseits an der oberen Stirnfläche
der Verschlußbuchse 3 ab und ist mit dem anderen oberen Ende über eine Schulter
mit der Betätigungsstange 2 verbunden.
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Oberhalb der Rückholfeder 7 besitzt die Betätigungsstange 2 zwei Abschnitte
mit verringertem Durchmesser 8 und 9, die durch einen Lagerwulst 10 voneinander
getrennt sind. An diesem Lagerwulst sind über eine entsprechend ausgebildete Einkerbung
11 drei symmetrisch auf den Umfang der Stapelachse verteilte Stützorgane 12 verschwenkbar
gelagert. Die Schwenkachse der Stützorgane verläuft im rechten Winkel zu der Symmetrieachse
der Betätigungsstange 2. Die Innenkante 13 des unterhalb des Lagerwulstes 10 liegenden
Endes der Stützorgane 12 liegt an dem Durchmesser 8 der Betätigungsstange 2 an.
Das nämliche Ende hat an seiner der Innenkante 13 gegenüberliegenden Kante einen
Vorsprung 14, der in der ausgefahrenen Stellung der Stützorgane 12 durch Anschlag
gegen die Innenwandung der Stützhülse 1 ein Einklappen der Stützorgane verhindert.
Erst nach Abwärtsbewegen der Betätigungsstange mit den Stützorganen um eine bestimmte
Strecke gelangt der Vorsprung 14 in einen Schlitz 15 der Stützhülse, wodurch das
Einklappen der Stützorgane möglich ist.
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Oberhalb ihrer Lagerstelle weisen die Stützorgane 12 einen abgesetzten
Teil 16 auf, deren nach auswärts gerichtete Kante in ausgeklappter Stellung der
Stützorgane parallel zur Innenwandung der Stützhülse 1 und parallel zur Symmetrieachse
der Betätigungsstange 2 verläuft. Begrenzt wird dieser Teil 16 nach oben hin durch
die Einweisekante 17, die nach genügend weitem Abwärtsbewegen der Betätigungsstange
mit der Steuerkante 18 der Schlitze 19, durch welche die Stützorgane 12 hindurchragen,
in Eingriff kommt. Das Ineingriffkommen bewirkt ein Einklappen der Stützorgane.
An die Einweisekante schließt sich ein weiterer Abschnitt 20 an, welcher in eingeklappter
Stellung der Stützorgane 12 parallel zur Symmetrieachse der Stapelachse verläuft.
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In der Betätigungsstange 2 sind Einfräsungen 21 angebracht, die die
eingeklappten Stützorgane 12 sowie auch die über diesen angeordneten Klemmorgane
22 aufnehmen können.
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Die erwähnten Klemmorgane sind gleichfalls symmetrisch zum Umfang
angeordnet, so daß sie eine Dreipunktlagerung darstellen. Ihr unteres Ende, das
sogenannte Klemmende, ragt in einen Schlitz 23 der Stützhülse 1 hinein und ist vermittels
einer Ausschwenkbahn 24 aus diesem Schlitz um eine rechtwinklig zur Symmetrieachse
der Betätigungsstange 2 verlaufende Achse verschwenkbar. An dieser Ausschwenkbahn
24 liegt das Klemmorgan 22 mit einer Steuerschräge 25 an. Dieses Klemmorgan,
das im einzelnen in F i g. 3 dargestellt ist, weist an seinem oberen Ende eine Lagernase
26 auf, vermittels der es in einer Lagerbuchse 27 verschwenkbar gelagert ist. Die
Lagerbuchse 27 ist auf der Betätigungsstange 2 in deren Längsrichtung verschiebbar
angeordnet. Auf die obere Stirnfläche der Lagerbuchse 27 drückt eine Schraubenfeder
28. die sich mit ihrem anderen Ende an dem Federteller 29 abstützt, der von dem
oberen Ende der Betätigungsstange 2 gehalten wird und in radialer Richtung durch
die Einsatzhülse 5 geführt ist. Durch den Druck der Schraubenfeder 28 wird die Lagerbuchse
27 gegen eine Schulter 30 der Betätigungsstange gepreßt.
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In die Lagerbuchse 27 ist neben den Klemmorganen des weiteren eine
Abschaltstange 31 in axialer Richtung formschlüssig eingehängt, die durch die Stützhülse
abwärts verläuft und durch eine Einfräsung 32 und Bohrung 33 in der Betätigungsstange
hindurchgeführt ist und aus der Kuppelbuchse 4 hinausragt. Die Abschaltstange 31
dient zur Vorbereitung der Stillsetzung des Plattenspielgerätes, sofern die Klemmorgane
keine Platte mehr vorfinden.
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Das untere Ende der Klemmorgane 22, welches, wie oben bereits erwähnt,
mittels der Ausschwenkbahn 24 und der schrägen Fläche 25 ausgeschwenkt werden kann,
besitzt an seiner nach außen gekehrten Seite eine sogenannte Klemmkante 35, die
gegen den Rand des Mittelloches der jeweils im Bereich dieses Endes liegenden Schallplatte
gepreßt werden kann. Die Klemmkante, wie in F i g. 3 vergrößert dargestellt, ist
derart ausgeblidet, daß sie in der Klemmstellung parallel oder nahezu parallel zur
Symmetrieachse verläuft. Im vorliegenden Falle schließt sie mit der vertikalen Kante
des Mittelloches einen spitzen Winkel ein. Damit nun auf jeden Fall auch die zweitunterste
Platte mit Sicherheit erfaßt wird, selbst dann, wenn sie auf Grund ungünstiger Toleranzen
das größte Mittelloch von den jeweilig untersten Platten aufweisen sollte, ist das
unterste Ende der Klemmkante mit einem Vorsprung versehen, der sogenannten Ausgleichsnase
36. Dieser Vorsprung wird deshalb Ausgleichsnase genannt, weil er die möglichen
Toleranzunterschiede der Durchmesser der benachbarten Mittellöcher ausgleichen soll.
Die Ausgleichsnase 36 ist scharfkantig ausgeführt. Der übergang von der gerade ausgebildeten
Klemmkante 35 zur Ausgleichsnase ist mit einem derartigen Radius versehen, daß die
daran gelegte Tangente je nach der Höhenlage der Klemmorgane stets parallel zu der
Ausschwenkbahn 24 verläuft. Diese übergangskante 37 ist deshalb so geformt, weil
beim Lösen der Verklemmung der Klemmorgane ein kurzzeitiges Anheben des verklemmten
Plattenstapels verhindert werden soll.
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Die nach unten hin weisende Kante der Ausgleichsnase ist schräg im
Verhältnis zur Symmetrieachse der Stützhülse 2 ausgeführt, wobei die Schräge dieser
Trennkante 38 so gewählt ist, daß sie eine keilförmige Ausgleichsnase entstehen
läßt. Auf Grund dieser Keilform wird es der Ausgleichsnase ermöglicht, sich zwischen
die unterste und zweitunterste Platte des Vorratsstapels zu schieben, wenn keine
größeren Toleranzunterschiede auszugleichen sind und wenn die Plattendicken relativ
groß sind.
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Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende:
Wird
ein Vorratsstapel, beispielsweise einer von zehn Schallplatten, über die Stapelachse
gesteckt und auf die Stützorgane 12 abgesetzt, so werden die Stützorgane durch das
Gewicht abwärts gedrückt. Dabei erfolgt über die Betätigungsstange 2 ein Zusammenpressen
der Rückholfeder 7. Dadurch wird wiederum die Schraubenfeder 28 über den Federteller
29 gespannt und übt ihrerseits einen Druck auf die Lagerbuchse 27 aus. Da die Schulter
30 infolge der Abwärtsbewegung der Betätigungsstange 2 ein entsprechendes Nachfolgen
der Lagerbuchse 27 verhindert, werden die Klemmorgane 22 gleichfalls nach unten
befördert und vermittels des Zusammenwirkens der Ausschwenkbahn 24 und der schrägen
Fläche 25 nach außen geschwenkt. Demzufolge kommt die Klemmkante 35 mit der Kante
des Mittelloches der gegenüberliegenden Schallplatte in Eingriff. Ist dabei der
Durchmesser des Mittelloches der zweituntersten Schallplatte kaum oder gar nicht
größer als derjenige der Mittellöcher der oberen Platten, so drückt die Trennkante
38 gegen die unterste Schallplatte und die Ausgleichskante gegen die untere Kante
des Mittelloches der zweituntersten Schallplatte, wodurch ein Trennen der beiden
Platten voneinander erfolgt. Überdies ist, infolge der Geneigtheit der Ausschwenkbahn
24, ein Verklemmen des oberen Teiles des Plattenstapels hervorgerufen worden, so
daß die Stützorgane lediglich das Gewicht der unteren Platte zu tragen haben. Nebenbei
sei bemerkt, daß die Stützorgane sich durch die Belastung des Vorratsstapels nur
so weit absenken können, daß ein Einschwenken der Stützorgane nicht möglich ist;
mit anderen Worten, die Klemmorgane 22 würden stets vor dem Ineingriffkommen der
Einweisekante 17 der Stützorgane mit der Steuerkante 18 der Stützhülse ein Verklemmen
des Vorratsstapels von der zweituntersten Platte aufwärts erwirken.
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Bei einem Wechselvorgang greifen die Steuerorgane des Wechselmechanismus
in eine Nut der Kuppelbuchse 4 und ziehen die Betätigungsstange weiterhin abwärts,
dabei erfolgt ein zusätzliches Zusammenpressen sowohl der Rückholfeder 7 als auch
der Schraubenfeder 28, d. h. der Anpreßdruck der Klemmorgane 22 wird erhöht. Während
des Abwärtsziehens der Betätigungsstange 2 trifft die Einweisekante 17 der Stützorgane
12 auf die Steuerkante 18 der Stützhülse. Kurz zuvor ist aber die Nase 14 mit den
unteren Enden der Stützorgane 12 in den Schlitz 15 gelangt. Hierdurch ist nun ein
Einschwenken der Stützorgane möglich. Ist die Betätigungsstange schließlich in ihrer
untersten Stellung angelangt, so liegt der Kantenabschnitt 20 der Stützorgane an
der Innenseite der Stützhülse 2 an, und die unterste Platte des Vorratsstapels kann
frei herunterfallen.
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Nach dem Abwurf geben die Steuerorgane des Wechselwerkes die Kuppelbuchse
4 frei, und die zusammengepreßten Federn 7 und 28 drücken die Betätigungsstange
wieder aufwärts. Dabei werden die Stützorgane 12 in ihre frühere Stützstellung ausgeklappt.
Kurz bevor die Betätigungsstange in ihrer oberen Endstellung angelangt ist, trifft
die Schulter 30 auf die untere Stirnfläche der Lagerbuchse 27. Die Kraft der Rückholfeder
7 sowie auch die Trägheit der beweglichen Teile bewirken ein Lösen der Verklemmung
zwischen den Klemmorganen und den Schallplatten. Damit nun diese Kraft zum Lösen
nicht zu groß sein muß, ist die Neigung der Ausschwenkbahn 24 so zu wählen, daß
die Verkeilung möglichst nicht in dem Bereich der Selbsthemmung liegt.
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Unverzüglich nach dem Einziehen der Klemmorgane 22 senkt sich der
Plattenstapel abermals um eine Plattendicke ab, und die Stütz- und Klemmorgane kommen,
wie zuvor beschrieben, mit dem Vorratsstapel wieder in Eingriff.
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Finden die Klemmorgane bei dem Abwurfvorgang keine Schallplatte mehre
vor, so können sie so weit ungehindert ausgeschwenkt werden, daß die Lagerbuchse
27 stets an der Schulter 30 anliegt. Dies hat einen größeren Abwärtshub der Abschaltstange
zur Folge, als er bei üblichen Wechselvorgängen auftritt. Dieser große Hub reicht
aus, um die Endabschaltung des Plattenspielgerätes einzuleiten.