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DE10312705B3 - Kalander und Verfahren zum Ausbauen einer Unterwalze aus einem Kalander - Google Patents

Kalander und Verfahren zum Ausbauen einer Unterwalze aus einem Kalander Download PDF

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DE10312705B3
DE10312705B3 DE2003112705 DE10312705A DE10312705B3 DE 10312705 B3 DE10312705 B3 DE 10312705B3 DE 2003112705 DE2003112705 DE 2003112705 DE 10312705 A DE10312705 A DE 10312705A DE 10312705 B3 DE10312705 B3 DE 10312705B3
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Germany
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roller
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calender
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DE2003112705
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Stefan Wilmsmeyer
Andrzej Leksy
Mario Stasch
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Voith Patent GmbH
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Voith Paper Patent GmbH
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G1/00Calenders; Smoothing apparatus
    • D21G1/02Rolls; Their bearings
    • D21G1/0293Provisions or constructions to facilitate the removal of the rolls

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  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Abstract

Es wird ein Kalander mit einer Unterwalze (2) und mindestens einer darüber angeordneten Walze (3) angegeben, wobei die Walzen (2, 3) in einer U-Stuhlung gelagert sind. Ferner wird ein Verfahren zum Ausbauen einer Unterwalze (2) aus einem Kalander angegeben. DOLLAR A Man möchte den Wechsel der Unterwalze vereinfachen. DOLLAR A Hierzu ist eine Ausbauhilfseinrichtung vorgesehen mit zwei Stützmodulen (17, 18), von denen ein stuhlungsnahes erstes Stützmodul (17) im Bereich der Stuhlung festlegbar und ein stuhlungsfernes zweites Stützmodul (18) mit aufgelegter Unterwalze (2) vom ersten Stützmodul (17) weg verlagerbar ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Kalander mit einer Unterwalze und mindestens einer darüber angeordneten Walze, wobei die Walzen in einer Stuhlung gelagert sind, die auf beiden Seiten einer Pressenebene eine Ständeranordnung aufweist, und die Ständeranordnungen in einer Höhe unterhalb der Unterwalze miteinander verbunden sind, und mit einer Ausbauhilfseinrichtung für die Unterwalze. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Ausbauen einer Unterwalze aus einem Kalander mit einer U-Stuhlung, bei dem man die Unterwalze axial aus der Stuhlung herausbewegt und auf einer Ausbauhilfseinrichtung ablegt.
  • Einige Kalander, insbesondere sogenannte Kompakt-Kalander, weisen eine sogenannte U-Stuhlung auf. Diese U-Stuhlung zeichnet sich dadurch aus, daß die Walzen nicht nur auf einer Seite einer Ebene, in der die Ach sen der Walzen liegen, abgestützt oder aufgehängt sind, sondern auf beiden Seiten dieser Ebene. Da in dieser Ebene üblicherweise auch die Pressenkräfte wirken, wenn die Walzen gegeneinander gedrückt werden, wird diese Ebene als Pressenebene bezeichnet. Die Verwendung von Ständern auf beiden Seiten der Pressenebene hat den Vorteil, daß der Kraftverlauf günstiger wird, d.h. die Gefahr, daß sich die Ständer verformen oder überbeansprucht werden, ist relativ gering.
  • Ständer sind natürlich an beiden axialen Enden der Walzen angeordnet. Die Ständer auf einer Seite der Pressenebene werden zusammengefaßt als Ständeranordnung bezeichnet. Die Ständer der beiden Ständeranordnungen an einem axialen Ende der Walze sind in der Regel im Bereich der Auflagefläche miteinander verbunden.
  • Diese Ausgestaltung hat zwar einen günstigen Kraftfluß zur Folge. Sie erschwert jedoch das Aus- und Einbauen der Walze. Ein Aus- oder Einbauen senkrecht zur Pressenebene ist nicht möglich, weil eine Bewegung senkrecht zur Pressenebene durch eine der beiden Ständeranordnungen behindert werden würde. Ein axiales Herausfahren der Unterwalze auf dem Fußboden ist ebenfalls nicht möglich, weil die Verbindung zwischen den beiden Ständeranordnungen im Bereich der Stirnseiten es nicht zuläßt, daß man die Walze auf Schienen absetzt, die auf dem Fußboden angeordnet sind. Man verwendet daher eine Ausbauhilfseinrichtung. Die Ausbauhilfseinrichtung ist ein Gestell, dessen axiale Länge der axialen Länge der Unterwalze entspricht. Dieses Gestell wird mit Hilfe eines Hallenkranes an eine Stirnseite der Stuhlung transportiert. Die Unterwalze kann dann axial aus der Stuhlung herausgefahren werden und wird auf dem Gestell abgelegt. Die Walze ist danach soweit frei von der Stuhlung, daß ein Hallenkran sie ergreifen und abtransportieren kann.
  • Die Verwendung eines derartigen Gestells ist zwar üblich. Sie hat jedoch eine Reihe von Nachteilen. Das Gestell benötigt eine vergleichsweise große Abstellfläche und zwar auch dann, wenn es nicht gebraucht wird. Es ist sperrig und schwer, d.h, es ist in der Regel nur mit einem Hallenkran transportierbar. Die Vorbereitung eines Wechsels der Unterwalze benötigt erhebliche Zeit. Das Gestell insgesamt ist relativ teuer.
  • Ein derartiges Gestell, das auch als Wagen ausgebildet sein kann, ist aus der nachveröffentlichten WO 03/046 280 A1 bekannt. Der Wagen wird stirnseitig war dem Ständer positioniert. Nach dem Lösen der Unterwalze wird diese axial aus dem Ständer herausgefahren und auf den Wagen abgesenkt, Hierzu werden kleine hydraulische Zylinder versendet, die im Rahmen unterhalb der beiden Lagergehäuse der Unterwalze angeordnet sind.
  • Im übrigen wird zum Ausbau der Unterwalze in der Regel ein Hallenkran verwendet. WO 02/057 543 A1 beschreibt eine Lösung, bei der ein Ende der Unterwalze an einem Kran aufgehängt wird, während das andere Ende auf Schienen aus dem Ständer herausgezogen wird. Eine derartige Lösung ist auch aus WO 01/61 107 A1 bekannt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Wechsel der Unterwalze zu vereinfachen.
  • Diese Aufgabe wird bei einem Kalander der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die Ausbauhilfstung zwei Stützmodule aufweist, von denen ein stuhlungsnahes erstes Stützmodul im Bereich der Stuhlung festlegbar und ein stuhlungsfernes zweites Stützmodul mit aufgelegter Unterwalze vom ersten Stützmodul weg verlagerbar ist.
  • Mit dieser Ausgestaltung benötigt man kein Gestell mehr, das etwa so groß ist wie die Walze. Die Walze muß ohnehin nur an zwei Punkten, vorzugsweise im Bereich ihrer axialen Enden, abgestützt werden. Hierzu reichen zwei Stützmodule aus. Dazwischen ist eine Verbindung der beiden Stützstellen im Grunde nicht erforderlich. Man kann daher die beiden Stützmodule wesentlich kleiner und kompakter bauen als das bisher verwendete Ge stell. Dementsprechend gestaltet sich der Transport der Stützmodule zum Kalander hin wesentlich einfacher. Die beiden Stützmodule sind preisgünstiger als das große Gestell. Sie benötigen weniger Lagerfläche und lassen sich leichter handhaben.
  • Vorzugsweise weist zumindest das zweite Stützmodul Rollen auf. Dies erleichtert die Verlagerung weg vom ersten Stützmodul. Wenn die Walze auf das zweite Stützmodul aufgelegt worden ist und weiterbewegt wird, dann bewegt sich das zweite Stützmodul automatisch mit und vergrößert den Abstand zum ersten Stützmodul.
  • Bevorzugterweise sind die beiden Stützmodule miteinander kuppelbar. Man kann sie also miteinander verbinden, was insbesondere bei der Lagerung Vorteile hat. Es besteht keine Gefahr, daß ein Stützmodul verloren geht.
  • Hierbei ist besonders bevorzugt, daß die miteinander gekuppelten Stützmodule gemeinsam verlagerbar sind. Man benötigt dann nur einen Antrieb, um die beiden miteinander gekuppelten Stützmodule zum Kalander hin oder von dort weg zu bewegen. Die Kupplung muß lediglich für den Ausbauvorgang der Unterwalze gelöst werden.
  • Bevorzugterweise weist das zweite Stützmodul eine Walzenaufnahme mit einem Anschlag auf. Die Unterwalze wird auf das zweite Stützmodul geschoben und zwar höchstens so lange, bis sie am Anschlag anliegt. Eine weitere Bewegung der Unterwalze aus der Stuhlung heraus führt dann automatisch dazu, daß das zweite Stützmodul von der Stuhlung weg bewegt wird.
  • Bevorzugterweise weist die Unterwalze einen Lagerrahmen auf, der sich über ihre axiale Länge erstreckt. Der Lagerrahmen erleichtert den Ausbau der Walze. Er bietet darüber hinaus bei der Verwendung der beiden Stützmodule eine zusätzliche Sicherheit, d.h. die beiden Stützmodule können mit Hilfe des Lagerrahmens miteinander verbunden werden, ähnlich wie zwei Fahrgestelle eines Langholztransporters durch die Baumstämme miteinander verbunden werden. Natürlich sind zusätzliche Sicherungsmaßnahmen möglich, beispielsweise ein Seil oder eine Kette, die zur Verbindung der beiden Stützmodule dient.
  • Bevorzugterweise ist in der Stuhlung eine Laufbahn für die Unterwalze vorgesehen. Diese Laufbahn muß so angeordnet sein, daß die Unterwalze über die Verbindung der beiden Ständeranordnungen hinweg bewegt werden kann. Sie erleichtert das Herausbewegen der Unterwalze aus der Stuhlung.
  • Hierbei ist besonders bevorzugt, daß die Unterwalze Rollen aufweist, mit der sie auf der Laufbahn verschiebbar ist. Die Rollen sind dabei im Bereich der Walzenlager angeordnet. Das Ausbauen der Unterwalze wird dadurch vereinfacht.
  • Vorzugsweise weist das erste Stützmodul auf seiner Oberseite eine Fortsetzung der Laufbahn auf. Im Grunde weist auch das zweite Stützmodul auf der Oberseite eine Fortsetzung der Laufbahn auf. Allerdings ist es beim ersten Stützmodul von Vorteil, daß die Laufbahn über die gesamte Länge des ersten Stützmoduls durchgeht, damit die Unterwalze mit ihrem ersten Ende über die Lauf bahn am ersten Stützmodul auf das zweite Stützmodul verschoben werden kann.
  • Die Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß man eine Ausbauhilfseinrichtung mit zwei Stützmodulen verwendet, ein erstes der Stützmodule an der Stuhlung festlegt, die Unterwalze mit einem Ende über das erste Stützmodul auf das zweite Stützmodul verlagert und dort festlegt und das zweite Stützmodul bei weiterer Herausbewegung der Unterwalze aus der Stuhlung vom ersten Stützmodul weg bewegt, bis das andere Ende der Unterwalze auf dem ersten Stützmodul aufliegt.
  • Wie oben erläutert, benötigt man bei dieser Vorgehensweise nur relativ wenig Bauraum für die Ausbauhilfseinrichtung. Dennoch ist die Ausbauhilfseinrichtung mit ihren beiden Stützmodulen in der Lage, die beiden axialen Enden der Unterwalze zuverlässig abzustützen. Die beiden Stützmodule können an die axialen Längen unterschiedlicher Unterwalzen angepaßt werden. Ihre Entfernung zueinander ist sozusagen beliebig einstellbar. Die Unterwalze wird über das erste Stützmodul hinweg auf das zweite Stützmodul gefahren. Dadurch kann man sicherstellen, daß das erste Stützmodul in der richtigen Position ist, wenn das hintere Ende der Unterwalze aus der Stuhlung herauskommt. Es ist nicht erforderlich, daß man in diesem Augenblick ein weiteres Stützmodul seitlich in die Bewegungsbahn der Unterwalze einfährt.
  • Vorzugsweise bewegt man beide Stützmodule mit aufliegender Walze von der Stuhlung weg. Dadurch wird es für einen Hallenkran einfacher, die auf den Stützmodulen aufliegende Walze zu erfassen und wegzutransportieren. Wenn die ausgebaute Unterwalze noch zu dicht an der Stuhlung liegt, besteht immer die Gefahr einer Kollision.
  • Hierbei ist bevorzugt, daß man die Stützmodule wegrollt. Die Stützmodule sind also mit Rädern oder Rollen versehen, so daß sie auf einem ebenen Untergrund leicht bewegt werden können, auch wenn die Unterwalze ein größeres Gewicht, beispielsweise 30 bis 40 t, aufweist.
  • Die Erfindung wird im folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher beschrieben. Hierin zeigen:
  • 1 eine schematische Stirnseitenansicht eines Kalanders,
  • 2 den Kalander in Seitenansicht und
  • 3 den Kalander aus 2 mit ausgebauter Unterwalze.
  • 1 zeigt einen Kalander 1 mit einer Unterwalze 2 und einer Oberwalze 3. Ein derartiger Kalander 1 wird auch als Kompakt-Kalander bezeichnet.
  • Für die Unterwalze 2 ist ein Lagergehäuse 4 dargestellt. Die Oberwalze 3 hat ein entsprechendes Lagergehäuse 5, das aber nur in den 2 und 3 dargestellt ist. In diesen Figuren ist das Lagergehäuse 4 der Unterwalze 2 nur ansatzweise dargestellt.
  • Der Kalander 1 weist eine Stuhlung mit zwei Ständeranordnungen 6, 7 auf, wobei die beiden Ständeranordnungen 6, 7 auf beiden Seiten einer Ebene 8 angeordnet sind, die durch die Achsen 9, 10 der beiden Walzen 2, 3 verläuft.
  • Die Ständeranordnung 6 weist einen Ständer 6a an einem axialen Ende und einen Ständer 6b am anderen axialen Ende der beiden Walzen 2, 3 auf. In entsprechender Weise weist die Ständeranordnung 7 einen Ständer 7a an einem axialen Ende auf. Ein entsprechender Ständer 7b ist aus Gründen der Übersicht nicht dargestellt.
  • Die beiden Ständer 6a, 7a an einem axialen Ende der Ständeranordnungen 6, 7 sind durch eine Verbindung 11 miteinander verbunden. Eine entsprechende Verbindung 12 verbindet den Ständer 6b mit seinem Gegenpart der Ständeranordnung 7. Da die Unterwalze 2 mit Walzenzapfen 13, 14 zwischen den Ständeranordnungen 6, 7 herausragt, ist es nicht möglich, die Unterwalze 2 quer zur Ebene 8 aus der durch die Ständeranordnung 6, 7 gebildeten Stuhlung zu entfernen. Man muß sie also axial aus der Stuhlung herausbewegen. Hierzu ist zunächst eine Laufbahn 15 im Kalander 1 vorgesehen, auf der die Lagergehäuse 4 der Unterwalze mit Rollen 16 verfahrbar sind. Die Laufbahn 15 endet jedoch an den Ständern 6a, 7a.
  • Um die Unterwalze 2 weiter aus der Stuhlung herausbewegen zu können, positioniert man zwei Stützmodule 17, 18 an der entsprechenden Stirnseite, d.h. neben den Ständern 6a, 7a. Die beiden Stützmodule 17, 18 weisen jeweils Rollen 19, 20 auf. Das Stützmodul 18 kann auch noch einen Antrieb 21 aufweisen.
  • Das erste Stützmodul 17 bildet mit seiner Oberfläche 22 eine Fortsetzung der Laufbahn 15. An der Oberseite des zweiten Stützmoduls 18 ist eine Walzenaufnahme 23 angeordnet, die ebenfalls eine Fortsetzung der Laufbahn 15 bildet und an ihrem Ende einen Anschlag 24 aufweist.
  • Wenn nun die Unterwalze 2 aus der Stuhlung herausbewegt wird, dann gelangen die Rollen 16 am vorderen Ende zunächst auf die Oberseite 22 des ersten Stützmoduls 17 und dann in die Walzenaufnahme 23 auf dem zweiten Stützmodul 18. Die Bewegung der Unterwalze 2 kann solange fortgesetzt werden, bis das Lagergehäuse 4 oder die Rollen 16 am Anschlag 24 zur Anlage kommen.
  • Spätestens in diesem Augenblick muß die Kupplung zwischen den beiden Stützmodulen 17, 18 gelöst werden. Eine Lösung der Kupplung ist bereits dann möglich, wenn sich die Unterwalze 2 mit ihren vorderen Rollen 16 auf dem zweiten Stützmodul 18 befindet.
  • Eine weitere Bewegung der Unterwalze 2 aus der Stuhlung heraus hat zur Folge, daß das zweite Stützmodul 18 vom ersten Stützmodul 17 wegbewegt wird. Dies ist problemlos möglich, weil das zweite Stützmodul 18 mit seinen Rollen 20 auf dem Boden 25 rollen kann.
  • Die Unterwalze 2 wird so lange weiter aus der Stuhlung herausbewegt, bis auch die Rollen 16 an ihrem hinteren Ende auf dem ersten Stützmodul 17 aufliegen. Die beiden Stützmodule 17, 18 sind dann, wie dies in 3 dargestellt ist, nur noch über die Unterwalze 2 miteinander verbunden. Die aus den beiden Stützmodulen 17, 18 und der Unterwalze 2 gebildete Einheit kann dann noch wei ter von dem Kalander 1 weggefahren werden, so daß die Unterwalze 2 für einen Hallenkran leichter zugänglich wird.
  • Die Unterwalze 2 weist einen Lagerrahmen 26 auf, mit dem die Lagergehäuse 4 miteinander verbunden sind. Die Verbindung zwischen den beiden Stützmodulen 17, 18 wird also durch den Lagerrahmen 26 stabilisiert.
  • Da die Unterwalze 2 ein relativ großes Gewicht aufweist, können im Boden 25 Laufschienen 27 eingelassen sein, auf denen die Rollen 19, 20 der Stützmodule 17, 18 rollen können. Diese Laufschienen 27 müssen nicht in der gesamten Halle verlegt sein, in der der Kalander steht. Es reicht aus, wenn sie sich über einen möglichen Bewegungspfad der Walze erstrecken. Eine Unterwalze 2 kann durchaus ein Gewicht von 30 bis 40 t aufweisen.
  • Dadurch, daß die beiden Stützmodule 17, 18 keinen fest definierten Abstand zueinander aufweisen, sondern der Abstand im Ausbauzustand erst durch die Unterwalze 2 definiert wird, ist es möglich, mit den gleichen Stützmodulen 17, 18 Walzen mit unterschiedlichen Längen auszubauen. Im zusammengekuppelten Zustand benötigen die beiden Stützmodule 17, 18 hingegen nur vergleichsweise wenig Platz. Sie haben auch ein relativ kleines Gewicht, so daß sie ohne aufliegende Unterwalze 2 entweder auf ihren Rollen 19, 20 auf dem Boden 25 der Halle verfahren werden können oder durch ein Flurförderzeug oder einen Hallenkran bewegt werden können, um sie von dem Kalander zu einer Warte- oder Rüstposition zu verlagern.
  • Natürlich kann man die Stützmodule 17, 18 auch zum Einbau einer Unterwalze verwenden. In diesem Fall ist der Verfahrensablauf umgekehrt. Die Unterwalze wird auf den beiden Stützmodulen 17, 18 abgelegt, die im richtigen Abstand zueinander ausgerichtet sind. Die beiden Stützmodule 17, 18 mit aufliegender Unterwalze werden dann vor die Stirnseite des Kalanders 1 gefahren und die Unterwalze 2 wird in die Stuhlung eingeschoben. Dabei nähert sich das zweite Stützmodul 18 dem ersten Stützmodul 17 an. Wenn die Unterwalze 2 eingebaut ist, dann ergibt sich wieder eine Situation, wie sie in 2 dargestellt ist.

Claims (12)

  1. Kalander mit einer Unterwalze und mindestens einer darüber angeordneten Walze, wobei die Walzen in einer Stuhlung gelagert sind, die auf beiden Seiten einer Pressenebene eine Ständeranordnung aufweist, und die Ständeranordnungen in einer Höhe unterhalb der Unterwalze miteinander verbunden sind, und mit einer Ausbauhilfseinrichtung für die Unterwalze, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausbauhilfseinrichtung zwei Stützmodule (17, 18) aufweist, von denen ein stuhlungsnahes erstes Stützmodul (17) im Bereich der Stuhlung (6, 7) festlegbar und ein stuhlungsfernes zweites Stützmodul (18) mit aufgelegter Unterwalze (2) vom ersten Stützmodul (17) weg verlagerbar ist.
  2. Kalander nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens das zweite Stützmodul (18) Rollen (20) aufweist.
  3. Kalander nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Stützmodule (17, 18) miteinander kuppelbar sind.
  4. Kalander nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die miteinander gekuppelten Stützmodule (17, 18) gemeinsam verlagerbar sind.
  5. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Stützmodul (18) eine Walzenaufnahme (23) mit einem Anschlag (24) aufweist.
  6. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterwalze (2) einen Lagerrahmen (26) aufweist, der sich über ihre axiale Länge erstreckt.
  7. Kalander nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Stuhlung (6, 7) eine Laufbahn (15) für die Unterwalze (2) vorgesehen ist.
  8. Kalander nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterwalze (2) Rollen (16) aufweist, mit denen sie auf der Laufbahn (15) verschiebbar ist.
  9. Kalander nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Stützmodul (17) auf seiner Oberseite (22) eine Fortsetzung der Laufbahn (15) aufweist.
  10. Verfahren zum Ausbauen einer Unterwalze aus einem Kalander mit einer U-Stuhlung, bei dem man die Unterwalze axial aus der Stuhlung herausbewegt und auf einer Ausbauhilfseinrichtung ablegt, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Ausbauhilfseinrichtung mit zwei Stützmodulen verwendet, ein erstes der Stützmodule an der Stuhlung festlegt, die Unterwalze mit einem Ende über das erste Stützmodul auf das zweite Stützmodul verlagert und dort festlegt und das zweite Stützmodul bei weiterer Herausbewegung der Unterwalze aus der Stuhlung vom ersten Stützmodul weg bewegt, bis das andere Ende der Unterwalze auf dem ersten Stützmodul aufliegt.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß man beide Stützmodule mit aufliegender Unterwalze von der Stuhlung weg bewegt.
  12. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stützmodule wegrollt.
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