DE1160410B - Verfahren zur Herstellung von Vanadium, Kieselsaeure, Natrium und Kalium enthaltenden Katalysatoren fuer die katalytische Oxydation von Schwefeldioxyd zu Schwefeltrioxyd - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Vanadium, Kieselsaeure, Natrium und Kalium enthaltenden Katalysatoren fuer die katalytische Oxydation von Schwefeldioxyd zu SchwefeltrioxydInfo
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DEUTSCHES
PATENTAMT
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Internat. Kl.: COIb
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Deutsche Kl.: 12 i-17/78
1160 410
117377IV a / 12 i
16. Dezember 1959
2. Januar 1964
117377IV a / 12 i
16. Dezember 1959
2. Januar 1964
Es ist bekannt, bei der katalytischen Oxydation von Schwefeldioxyd zur Schwefeltrioxyd durch Umleiten
von Schwefeldioxyd und einem freien Sauerstoff enthaltenden Gas einen aus Oxyden von Vanadium,
Kalium und Silicium bestehenden Katalysator zu verwenden, bei dem das Molverhältnis von Kalium zu
Vanadium K2O: V2O5 4,5 : 1 bis 6,5 : 1 beträgt, wobei
die Umsetzung bei einer Temperatur zwischen 380 und 4000C durchgeführt wird.
In diesem bekannten Katalysator ist kein Natriumoxyd enthalten, und die Bildung des Siliciumdioxydsols
erfolgt bei einem pH-Wert von unter 4, und bei der Hersteilung dieses Katalysators ist auf die Bildung
eines Siliciumdioxydgels genau zu achten.
Es hat sich gezeigt, daß die bekannten Katalysatoren ihre optimale Wirksamkeit nach verhältnismäßig
kurzer Zeit verlieren und daß das Absinken der Wirksamkeit durch Erhöhung der Temperatur des Einlaßgases
ausgeglichen werden muß. Hierdurch wird aber die Temperatur in dem Reaktionsgefäß in unerwünschter
Weise erhöht.
Es wurde gefunden, daß die Wirksamkeit eines Katalysators der angegebenen Art zur Oxydation von
Schwefeldioxyd und Schwefeltrioxyd wesentlich gesteigert werden kann, wenn der Katalysator auch noch
Natriumoxyd enthält, und bei der Herstellung des Katalysators in der Weise gearbeitet wird, daß die
Kieselsäure in Form eines Siliciumdioxydgels vorliegt. Die Erfindung betrifft also ein Verfahren zur Herstellung
von Vanadium, Kieselsäure, Natrium und Kalium enthaltenden Katalysatoren für die katalytische
Oxydation von Schwefeldioxyd zu Schwefeltrioxyd, und das Neue der Erfindung besteht darin, daß man
aus einer wäßrigen Natrium-Kaliumsilcat-Lösung ein Siliciumdioxydgel, welches Natrium- und Kaliumionen
enthält, unter Einhaltung eines pn-Wertes mindestens
von 7,0, vorzugsweise 8,0, ausfällt, diesem Siliciumdioxydgel als Vanadiumverbindung ein Vanadyloxysalz
oder Ammoniumvanadat in wäßriger Lösung zusetzt, das erhaltene Produkt durch Erwärmen trocknet und
danach stärker erwärmt, wobei die Zusammensetzungen und Anteile der Reaktionspartner so gewählt
werden, daß der fertige Katalysator Siliciumdioxyd, 6 bis 10 Gewichtsprozent Vanadiumpentoxyd,
6 bis 15 Gewichtsprozent, vorzugsweise 9 bis 12,5 Gewichtsprozent Kaliumoxyd, 1,5 bis 6 Gewichtsprozent,
vorzugsweise 4 bis 6 Gewichtsprozent Natriumoxyd enthält.
Bei der Herstellung des Katalysators wird die Bildung des Siliciumdioxydgels aus der Natrium-Kaliumsilicat-Lösung
durch Zugabe eines geeigneten Fällungsmittels bewirkt. Die Vanadiumverbindung Verfahren zur Herstellung von Vanadium,
Kieselsäure, Natrium und Kalium enthaltenden
Katalysatoren für die katalytische Oxydation
von Schwefeldioxyd zu Schwefeltrioxyd
Kieselsäure, Natrium und Kalium enthaltenden
Katalysatoren für die katalytische Oxydation
von Schwefeldioxyd zu Schwefeltrioxyd
Anmelder:
Imperial Chemical Industries Limited, London
Vertreter:
Dr.-Ing. H. Fincke, Dipl.-Ing. H. Bohr
und Dipl.-Ing. S. Staeger, Patentanwälte,
München 5, Müllerstr. 31
und Dipl.-Ing. S. Staeger, Patentanwälte,
München 5, Müllerstr. 31
Als Erfinder benannt:
Phineas Davies, Norton-on-Tees, Durham
(Großbritannien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 17. Dezember 1958,
Großbritannien vom 20. November 1959
(Nr. 40 678)
Großbritannien vom 17. Dezember 1958,
Großbritannien vom 20. November 1959
(Nr. 40 678)
wird entweder in Form eines gelösten Salzes oder eines feinverteilten Niederschlags entweder gleichzeitig mit
dem Fällungsmittel oder darauffolgend oder teilweise gleichzeitig und teilweise darauffolgend zugesetzt.
Als Fällungsmittel wird eine Substanz verwendet, die nicht solche Mengen an Natrium und/oder Kalium
enthält, welche die Zusammensetzung des Katalysators außerhalb der angegebenen Grenzen bringen würden.
Wenn solche Mengen Natrium und/oder (Kalium ein führt würden, wäre es nötig, sie durch Waschen zu
entfernen, und dieses würde einen der Vorteile, welche sich aus der Verwendung einer gemischten Natrium-Kaliumsilicat-Lösung
als Ausgangsmaterial ergeben, zunichte machen. Das Fällungsmittel soll also eine
Substanz sein, die verflüchtigt und daher größtenteils in den Wärmebehandlungsstufen entfernt werden kann.
Besonders geeignete Fällungsmittel wurden unter den wasserlöslichen Oxysäuren und deren Mischungen und
unter wasserlöslichen Ammoniumoxyverbindungen und deren Mischungen, welche alle unter den Herstellungsbedingungen
des Katalysators verflüchtigt werden können, und unter Mischungen, welche wenigstens
eine solche Oxysäure und wenigstens eine solche Ammoniumverbindung enthalten, gefunden. Chloridionen
sind mit die gewöhnlichsten Substanzen, welche
309 777/336
3 4
Vanadiumkatalysatoren für die Schwefeldioxydoxy- lOgewichtsprozentige Schwefelsäure für jedes Kilodation
vergiften, und daher sollen Säuren und gramm fertigen Katalysator zu verwenden.
Ammoniumsalze, welche Chloridionen enthalten oder Die zweite Wärmebehandlung, bei welcher das diese entstehen lassen, nicht unter den bevorzugten Produkt stärker erwärmt wird, wird wie folgt durcherfindungsgemäßen Fällungsmitteln sein. Als Beispiele 5 geführt:
Ammoniumsalze, welche Chloridionen enthalten oder Die zweite Wärmebehandlung, bei welcher das diese entstehen lassen, nicht unter den bevorzugten Produkt stärker erwärmt wird, wird wie folgt durcherfindungsgemäßen Fällungsmitteln sein. Als Beispiele 5 geführt:
von Säuren, welche verwendet werden können, seien Das durch die Schwefelsäurebehandlung erhaltene
erwähnt: Schwefelsäure, Essigsäure und Oxalsäure. Produkt wird nach einem von zwei Alternativverfahren
Als Beispiele von Ammoniumverbindungen, welche behandelt, von denen das erste vorgezogen wird:
verwendet werden können, seien erwähnt :Ammonium- a) Das Material wird vorzugsweise bei einer Tempe-
sulfat, Ammoniumacetat, Ammoniumcarbonat, Am- ia ratur im Bereich von 100 bis 200: C getrocknet und
moniumbicarbonat und Ammoniumhydroxyd. Das kann dann vorzugsweise nach Pulverisieren pelletisiert
bevorzugte Fällungsmittel ist Ammoniumsulfat. Menge oder auf eine andere V/eise in Stücke geformt und
und Zusammensetzung des Fällungsmittels werden so darauf bei einer Temperatur in der Größenordnung
gewählt, daß der pH-Wert in allen Stufen des Fällungs- von 550 C, vorzugsweise im Bereich von 500 bis
Verfahrens wenigstens 7,0 und vorzugsweise wenigstens 15 575CC, geglüht werden, b) Das Material wird auf eine
8,0 ist. Temperatur im Bereich von 200 bis 300C erwärmt
Bei Anwendung derjenigen Ausführungsformen des und kann dann pelletisiert oder auf andere Weise in
erfindungsgemäßen Verfahrens, in welchen die Vana- Stücke geformt werden. Das Produkt, welches keine
diumverbindungen dem Siliciumdioxydgel nach der Schwefelsäurebehandlung erhalten hat, wird nach
Bildung des genannten Gels aus der Silicatlösung 20 einem ähnlichen Verfahren behandelt, außer daß die
zugesetzt wird, wird das Siliciumdioxydgel Vorzugs- Trocknungsstufe des Verfahrens a) ausgelassen wird,
weise in noch frischem Zustand verwendet. Damit ist Die verwendeten Vanadiumverbindungen dürfen
gemeint, daß das Siliciumdioxydgel weiterzuverarbeiten wie das Fällungsmittel nicht solche Mengen an
ist, bevor ein Teil von ihm eingetrocknet ist, und vor- Natrium und/oder Kalium enthalten, die die Zuzugsweise,
bevor ein merkliches Zusammenfallen des 25 sammensetzung des Katalysators außerhalb der ange-GeIs
(syneresis), das zur Trennung von mehr als 10°/o gebenen Grenzen bringen würde. Vorzugsweise sollen
der Flüssigkeit führt, stattgefunden hat. Wenn die Kationen in den Vanadiumverbindungen außer den
Vanadiumverbindung auf diese Weise zugesetzt wird, Vanadium enthaltenden Kationen derart sein, daß sie
kann man den pn-Wert in der Zugabestufe bis zu in den Trocknungs- oder Glühstufen entfernt werden.
Werten im sauren Gebiet, beispielsweise bis pn 1,0, ohne 30 Infolgedessen sind die bevorzugten Vanadiumverbinschwerwiegenden
Schaden für den Wert des schließlich düngen lösliche Vanadyloxysalze, wie Vanadylsulfat,
hergestellten Katalysators abfallen lassen. -oxalat und -acetat und Ammoniumvanadat. Es ist
Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung auch möglich, eine Suspension von Vanadiumpentoxyd
wird die Vanadiumverbindung gleichzeitig mit dem in Schwefelsäure zu verwenden. Ebenso wie das Fäl-
Fällungsmittel hinzugegeben, und die bevorzugte 35 lungsmittel sollen die verwendeten Vanadiumverbin-
Vanadiumverbindung ist Vanadylsulfat. Beispielsweise düngen keine Chloridionen enthalten oder entstehen
wurde eine Natrium-Kaliumsilicat-Lösung mit 3,5 Ge- lassen.
wichtsprozent K2O, 1,5 Gewichtsprozent Na2O und Die Katalysatoren können zusätzliches Silicium-16,8
Gewichtsprozent SiO2 verwendet und zu dieser dioxyd zu dem aus der wäßrigen Natrium-Kalium-Lösung
eine Ammonsulfat und Vanadylsulfat ent- 40 silicat-Lösung'stammenden enthalten. Beispielsweise ist
haltende Lösung gegeben. Der hergestellte fertige es möglich, eine Menge Kieselgur, wie das als »Celite«
Katalysator hatte ein K2O : NaaO-Gewichtsverhältnis 519 A (eingetragenes Warenzeichen) im Handel bevon
2,2:1. Wenn die Vanadiumverbindung gleich- findliche, zuzusetzen. Solches zusätzliches Siliciumdizeitig
mit dem Fällungsmittel zugesetzt wird, wird der oxyd soll vorzugsweise weniger als 20 % des in Form
Fällungsvorgang bei einem pH-Wert von wenigstens 7,0 45 der wäßrigen Natriuin-Kaüumsilicat-Lösung einge-
und vorzugsweise wenigstens 8,0 durchgeführt und führten betragen und vorzugsweise der Silicatlösung
beendet. vor der Fällungsstufe zugesetzt werden.
Das vanadiumhaltige Siliciumdioxydgel, welches Durch die Herstellung der Katalysatoren, wobei im
außerdem Kaliumoxyd und Natriumoxyd enthält und wesentlichen kein flüssiges Wasser oder gelöste
durch das Fällungsverfahren in Form einer Paste 50 Substanzen aus dem Siliciumdioxydgel vor dem
gewonnen wird, wird im wesentlichen ohne Entfernung Trocknen entfernt werden, wird das Na2O : K2O-Vervon
flüssigem Wasser oder von gelösten Substanzen, hältnis im fertigen Katalysator durch das Verhältnis
beispielsweise durch Filtration oder Dekantieren oder dieser Substanzen in dem Silicatausgangsmaterial
Waschen, getrocknet. Das Trocknen wird beispiels- bestimmt und kann daher genau und reproduzierbar
weise auf Schalen bei einer Temperatur vorzugsweise 55 eingestellt weiden. Außerdem bedingt das Verfahren
im Bereich von 100 bis 2000C durchgeführt. Das keine zeitraubenden Wasch- und Filtrierstufen. In der
getrocknete Material ist ein bröckeliger fester Stoff. Fällungsstufe wird ein steifes Produkt erhalten, welches
Vor der nächsten Wärmebehandlung wird es Vorzugs- besonders geeignet ist, ohne ein vorhergehendes Einweise
mit 10 bis 25 % seines Gewichts an Schwefelsäure dampfungsverfahren direkt getrocknet zu werden,
(berechnet als H2SO4) behandelt. Diese Behandlung 60 .
wird zweckmäßigerweise durch Mischen des Materials Beispiel
mit einer ungefähr 10 Gewichtsprozent H2SO1 ent- Es wurde eine wäßrige Natrium-Kaliumsilicat-Lösung haltenden Säure durchgeführt. Die Säuremenge ist hergestellt, welche Gewichtsprozent zweckmäßigerweise gerade ausreichend, um das ^ q 35
(berechnet als H2SO4) behandelt. Diese Behandlung 60 .
wird zweckmäßigerweise durch Mischen des Materials Beispiel
mit einer ungefähr 10 Gewichtsprozent H2SO1 ent- Es wurde eine wäßrige Natrium-Kaliumsilicat-Lösung haltenden Säure durchgeführt. Die Säuremenge ist hergestellt, welche Gewichtsprozent zweckmäßigerweise gerade ausreichend, um das ^ q 35
Material zu befeuchten, und gründliches Mischen soll 05 2 _
'
gewährleistet sein, beispielsweise durch Rühren, um j*2 '
große Teile zu zerkleinern. Im allgemeinen ist es 2 '
zweckmäßig, bei dieser Behandlung ungefähr 1 1 enthielt und eine Dichte von 1,177 hatte.
100 kg dieser Silicatlösung wurden durch Zusatz
einer Lösung von 5,67 kg Ammonsulfat in 8,41 Wasser in den Gelzustand übergeführt. Die Mischung wurde
kontinuierlich gerührt, wobei die Zugabe des Ammoniumsulfats
1 1I2 Minuten dauerte. Die Fällung war
nach einer weiteren Minute vollständig. Der endgültige pH-Wert lag zwischen 9 und 10 (Messung mittels
Universalindikatorpapier). Nach 5minütigem Stehenlassen des Gels wurden unter dauerndem Rühren
11,6 1 einer Lösung von Vanadylsulfat, die 206 g V2O5
pro Liter enthielt, schnell zu dem Gel gegeben. Das Rühren wurde fortgesetzt, bis die Durchfeuchtung
vollständig war, was ungefähr 5 Minuten benötigte, und die dicke Aufschlämmung wurde dann bei 100 bis
120°C getrocknet. Nach der Trocknungsstufe, welche ungefähr 16 Stunden benötigte, wurde das getrocknete
Produkt so weit zerkleinert, daß es durch ein Sieb mit 1,405 mm lichter Maschenweite (12-B.S.S.-Sieb) ging,
und dann mit 121 Schwefelsäure mit 10 Gewichtsprozent Gehalt an H2SO4 behandelt. Diese Menge
Schwefelsäure war gerade ausreichend, um das getrocknete Material zu befeuchten. Das angefeuchtete
Produkt wurde bei 100 bis 1200C wieder getrocknet,
dann pelletisiert und bei 5000C 6 Stunden geglüht.
Der erhaltene Katalysator hatte die folgenden Analysedaten:
Gewichtsprozent Der erhaltene
Analyse:
Analyse:
K2O
Na2O
V2O5
SO2 .
SiO2
Na2O
V2O5
SO2 .
SiO2
Katalysator ergab die folgende
Gewichtsprozent
12,4
5,4
20,9
49,3
49,3
Der Katalysator wurde dann, wie oben beschrieben, auspropiert. Die Schwefeldioxydumsetzungen waren
die folgenden:
| Temperatur | Umwandlung |
| (0C) | (%) |
| 380 | 17 |
| 400 | 33 |
| 420 | 54 |
| 440 | 72 |
| 460 | 79 |
| 480 | 82,5 |
| 500 | 83 |
K„O
11,0
Na2O 5,0
V2O5
SO3 .
SiO2
SO3 .
SiO2
7,2 19,0 53,4
30
Der Katalysator wurde bei der Oxydation von Schwefeldioxyd erprobt, indem eine Gasmischung,
die 6 Volumprozent SO2, 7% O2 und 87% N2 enthielt,
mit einer Raumgeschwindigkeit von 25001 pro Liter Katalysatorvolumen pro Stunde über den
Katalysator geleitet wurde. Die Schwefeldioxydum-Wandlungen betrugen 33% bei 400° C und 82% bei
5000C.
Der Katalysator wurde dann 24 Stunden unter Verwendung des gleichen Reaktionsgases bei 6500C
angewandt. Durch diese Behandlung erhielt der Katalysator die Eigenschaften eines Katalysators, welcher
eine längere Zeit, beispielsweise einige Monate, bei einer Temperatur im Bereich von 400 bis 5000C verwendet
worden ist. Nach dieser Behandlung betrug die Schwefeldioxydumwandlung 36% bei 4000C und
81% bei 500°C.
Es wurde'eine Natrium-Kaliumsilicat-Lösung hergestellt,
die folgende Stoffmengen enthielt:
55
Gewichtsprozent 4,0
K2O
Na2O 2,1
SiO,
16,1
100 kg dieser Lösung wurden durch Zusatz von 7,71 einer wäßrigen Lösung, die 5,67 kg Ammoniumsulfat
und 2,39 kg V2O5 in Form von Vanadylsulfat enthielt,
in den Gelzustand übergeführt. Der endgültige PH-Wert lag zwischen 8 und 8,5 gegen Universalindikatorpapier.
Das Gel wurde, wie im Beispiel 1 beschrieben, getrocknet und behandelt.
Der Katalysator wurde dann im Reaktionsgas Stunden bei 6500C erwärmt. Bei der erneuten Verwendung
waren die Umwandlungen im wesentlichen die gleichen wie die in der obigen Tabelle angegebenen.
Claims (10)
1. Verfahren zur Herstellung von Vanadium, Kieselsäure, Natrium und Kalium enthaltenden
Katalysatoren für die katalytische Oxydation von Schwefeldioxyd zu Schwefeltrioxyd, dadurch
gekennzeichnet, daß man aus einer wäßrigen Natrium-Kaliumsilicat-Lösung ein Siliciumdioxydgel,
welches Natrium- und Kaliumionen enthält, unter Einhaltung eines ph-Wertes mindestens
von 7,0, vorzugsweise 8,0, ausfällt, diesem Siliciumdioxydgel als Vanadiumverbindung ein
Vanadyloxysalz oder Ammoniumvanadat in wäßriger Lösung zusetzt, das erhaltene Produkt durch
Erwärmen trocknet und danach stärker erwärmt, wobei die Zusammensetzungen und Anteile der
Reaktionspartner so gewählt werden, daß der fertige Katalysator Siliciumdioxyd, 6 bis 10 Gewichtsprozent
Vanadiumpentoxyd, 6 bis 15 Gewichtsprozent, vorzugsweise 9 bis 12,5 Gewichtsprozent
Kaliumoxyd, 1,5 bis 6 Gewichtsprozent, vorzugsweise 4 bis 6 Gewichtsprozent Natriumoxyd
enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fällung des Siliciumdioxydgels
aus der wäßrigen Natrium-Kaliumsilicat-Lösung mittels wasserlöslicher Sauerstoffsäuren bzw. Gemischen
solcher Säuren oder wasserlöslicher, sauerstoffhaltiger Salze des Ammoniums bzw.
Gemischen solcher Salze oder Gemischen, die wenigstens eine der Säuren und eines der Salze
enthalten, vorgenommen wird mit der Maßgabe, daß nur solche Verbindungen verwendet werden,
die kein Chlor enthalten und die im Zuge des Verfahrens verflüchtigt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Fällungsmittel Ammoniumsulfat
verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vanadiumverbindung der
wäßrigen Natrium-Kaliumsilicat-Lösung zugleich mit dem Fällungsmittel zugesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der wäßrigen Natrium-Kaliumsilicat-Lösung
eine Ammoniumsulfat und Vanadylsulfat enthaltende Lösung zugesetzt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das vanadiumhaltige Silicium- ίο
dioxydgel bei einer Temperatur im Bereich von 100 bis 2000C getrocknet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das vanadiumhaltige Siliciumdioxydgel
nach dem Trocknen mit wäßriger Schwefelsäure behandelt wird mit der Maßgabe, daß Menge und Konzentration der Schwefelsäure
so gewählt werden, daß das getrocknete vanadiumhaltige Siliciumdioxydgel gerade durch diese
befeuchtet wird und 10 bis 25 Gewichtsprozent H2SO4 enthält, und daß das Produkt anschließend
bei einer Temperatur von 100 bis 2000C getrocknet
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Wärmebehandlung
des vanadiumhaltigen Siliciumdioxydgels bei einer Temperatur im Bereich von 200 bis 575 0C, vorzugsweise
500 bis 575: C, vorgenommen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Produkt vor der zweiten Wärmebehandlung
pelletisiert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß dem Katalysator zusätzlich
zu dem aus der wäßrigen Natrium-Kaliumsilicat-Lösung stammenden Siliciumdioxyd weiteres
Siliciumdioxyd in einer Menge bis zu 20% des in der wäßrigen Natrium-Kaliumsilicat,Lösung vorhandenen
Siliciumdioxyds, vorzugsweise in Form von Kieselgur, und vorzugsweise durch Zusatz
zu der wäßrigen Natrium-Kaliumsilicat-Lösung vor der Fällungsstufe zugesetzt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegesshrift Nr. 1 023 020;
britische Patentschriften Nr. 638 031, 705 615;
USA.-Patentschriften Nr. 2 027 316, 1 887 978.
Deutsche Auslegesshrift Nr. 1 023 020;
britische Patentschriften Nr. 638 031, 705 615;
USA.-Patentschriften Nr. 2 027 316, 1 887 978.
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB2468056A GB808150A (en) | 1956-08-13 | 1956-08-13 | Improvements in and relating to the oxidation of sulphur dioxide to sulphur trioxideand catalysts therefor |
| GB2468156A GB808639A (en) | 1956-08-13 | 1956-08-13 | Improvements in and relating to the oxidation of sulphur dioxide to sulphur trioxide and catalysts therefor |
| GB943157 | 1957-03-22 | ||
| GB4067858A GB895624A (en) | 1958-12-17 | 1958-12-17 | Improvements in and relating to the oxidation of sulphur dioxide to sulphur trioxideand catalysts therefor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1160410B true DE1160410B (de) | 1964-01-02 |
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ID=27447715
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI17377A Pending DE1160410B (de) | 1956-08-13 | 1959-12-16 | Verfahren zur Herstellung von Vanadium, Kieselsaeure, Natrium und Kalium enthaltenden Katalysatoren fuer die katalytische Oxydation von Schwefeldioxyd zu Schwefeltrioxyd |
Country Status (4)
| Country | Link |
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| BE (1) | BE560004A (de) |
| DE (1) | DE1160410B (de) |
| FR (1) | FR1181164A (de) |
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