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DE1158750B - Rotationskolbenbrennkraftmaschine - Google Patents

Rotationskolbenbrennkraftmaschine

Info

Publication number
DE1158750B
DE1158750B DEC23918A DEC0023918A DE1158750B DE 1158750 B DE1158750 B DE 1158750B DE C23918 A DEC23918 A DE C23918A DE C0023918 A DEC0023918 A DE C0023918A DE 1158750 B DE1158750 B DE 1158750B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
internal combustion
combustion engine
sleeve
eccentric
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC23918A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Max Bentele
Charles Jones
Alexander H Raye
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Curtiss Wright Corp
Original Assignee
Curtiss Wright Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Curtiss Wright Corp filed Critical Curtiss Wright Corp
Publication of DE1158750B publication Critical patent/DE1158750B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16CSHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
    • F16C17/00Sliding-contact bearings for exclusively rotary movement
    • F16C17/12Sliding-contact bearings for exclusively rotary movement characterised by features not related to the direction of the load
    • F16C17/22Sliding-contact bearings for exclusively rotary movement characterised by features not related to the direction of the load with arrangements compensating for thermal expansion
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B53/00Internal-combustion aspects of rotary-piston or oscillating-piston engines
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B53/00Internal-combustion aspects of rotary-piston or oscillating-piston engines
    • F02B2053/005Wankel engines
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B2730/00Internal-combustion engines with pistons rotating or oscillating with relation to the housing
    • F02B2730/01Internal-combustion engines with pistons rotating or oscillating with relation to the housing with one or more pistons in the form of a disk or rotor rotating with relation to the housing; with annular working chamber
    • F02B2730/018Internal-combustion engines with pistons rotating or oscillating with relation to the housing with one or more pistons in the form of a disk or rotor rotating with relation to the housing; with annular working chamber with piston rotating around an axis passing through the gravity centre, this piston or the housing rotating at the same time around an axis parallel to the first axis
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02TCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
    • Y02T10/00Road transport of goods or passengers
    • Y02T10/10Internal combustion engine [ICE] based vehicles
    • Y02T10/12Improving ICE efficiencies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Rotary Pumps (AREA)
  • Pistons, Piston Rings, And Cylinders (AREA)

Description

  • Rotationskolbenbrennkraftmaschine Gegenstand der Erfindung ist eine Rotationskolbenbrennkraftmaschine mit einem Gehäuse, das sich aus zwei Seitenteilen und einem Mantel zusammensetzt und in welchem auf einem Exzenter ein mehreckiger Kolben drehbar gelagert ist, der mit seinen Ecken an der Innenfläche des Mantels entlanggleitet, wodurch eine Mehrzahl von volumenveränderlichen Arbeitskammern gebildet wird.
  • Es ist bei Hubkolbemnaschinen allgemein üblich, den Kolben aus Leichtmetall, beispielsweise einer Aluminium- oder Magnesiumlegierung, herzustellen. Die Anwendung von Leichtmetall für den Kolben von Rotationskolbenbrennkraftmaschinen begegnete bisher erheblichen Schwierigkeiten, da der Kolben drehbar auf einem Stahlexzenter gelagert ist und durch die unterschiedliche Wärmeausdehnung dieser beiden Teile eine beträchtliche Vergrößerung des Lagerspiels bei Erwärmung der Maschine von Raumtemperatur zu Betriebstemperatur eintrat. Diese Vergrößerung des Lagerspiels kann zur Folge haben, daß der Kolben unerwünschte Bewegungen ausführt und dabei mit der Mantelinnenfläche in direkte Berührung kommt, was eine Beschädigung sowohl dieser Fläche als auch des Kolbens verursachen kann, und daß bei Verwendung eines Gleitlagers der ölfilm an einigen Stellen abreißt. Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß zur Lagerung des Kolbens auf dem Exzenter zwei ineinander angeordnete Lagerbüchsen vorgesehen sind. Dabei ist die äußere Büchse mit einem Schrumpfsitz im Kolben angeordnet, der fest genug ist, um bei allen Betriebstemperaturen eine feste Verbindung zwischen Außenbüchse und Kolben herzustellen. Die innere Büchse ist ebenfalls mit einem Schrumpfsitz in der äußeren Büchse befestigt, der jedoch weniger fest ist als derjenige zwischen Außenbüchse und Kolben, so daß bei einer zwischen Raumtemperatur und Betriebstemperatur liegenden Temperatur der Schrumpfsitz der inneren Büchse aufgehoben wird und die innere Büchse als schwimmendes Lager zwischen Außenbüchse und Exzenter wirkt. Diese erfindungsgemäße Lagerausbildung bewirkt wesentlich geringere Änderungen des Lagerspiels zwischen Kolben und Exzenter bei Erwärmung der Maschine von Raumtemperatur bis Betriebstemperatur im Vergleich zu einer Konstruktion, bei welcher nur eine einzige Stahlbüchse vorgesehen ist, die ständig mit Schrumpfsitz im Leichtmetallkolben festsitzt.
  • Dadurch, daß das Lagerspiel zwischen Kolben und Exzenter trotz der unterschiedlichen Wärineausdehnung klein gehalten wird, werden folgende Vorteile erzielt: 1. Es wird stets ein Ölfilm im Lager aufrechterhalten.
  • 2. Es wird verhindert, daß der Kolben mit der inneren Mantelfläche in Berührung kommt, was eintreten könnte, wenn das Lagerspiel zu groß würde.
  • 3. Die Tragzahl des Lagers wird erhöht.
  • Wenn sich bei einer zwischen kaum- und Betriebstemperatur liegenden Temperatur die Innenbüchse von der Außenbüchse trennt, so füllt sich der dadurch entstehende Spalt mit Schmieröl. Um ein übertreten dieses Schmieröls entlang einer Stirnfläche des Kolbens in die Arbeitskammern zu verhindern, ist auf einem Ende der Innenbüchse eine Mutter aufgeschraubt, welche einen Flansch aufweist, der mit dem entsprechenden axialen Ende der Außenbüchse zusammenwirkt. Der Flansch ist dabei so elastisch, daß er eine axiale Wärmedehnung der Außenbüchse zuläßt.
  • Bei den meisten Maschinen der angegebenen Art ist zwischen Kolben und Gehäuse ein Getriebe vorgesehen, welches aus einem am Kolben befestigten Hohlrad und einem mit diesem im Eingriff stehenden und am Gehäuse befestigten Ritzel besteht. Dieses Getriebe hat kein Drehmoment zu übertragen, sondem dient lediglich dazu, die richtige Phasenlage des Kolbens bezüglich des Gehäuses zu gewährleisten. Erfindungsgemäß wird das Hohkad von einer an der Innenbüchse angebrachten Innenverzahnung gebildet. Da diese Büchse jedoch, wie vorher beschrieben, bei bestimmten Temperaturen als schwimmendes Lager dient, müssen Mittel vorgesehen werden, um eine Verdrehung der Innenverzahnung gegenüber dem Kolben zu verhindern. Zu diesem Zweck ist die Innenbüchse mit äußeren Fortsätzen versehen, die mit entsprechenden Nuten im Kolben zusammenwirken. Da sich der Kolben und die Innenbüchse bei Erwärmung verschieden ausdehnen, ist zwischen den Fortsätzen und den Nuten sowohl in radialer als auch in Umfangsrichtung ein Spiel vorgesehen, damit keine Kräfte auf die Fortsätze wirken können, welche diese verbiegen oder abscheren könnten. Die zusammenwirkenden Flächen der Fortsätze und der Nuten hegen vorzugsweise in radialen Ebenen durch die Drehachse des Kolbens, wodurch vermieden wird, daß sich das Spiel der Fortsätze in den Nuten in Umfangsrichtung bei Erwärmung ändert, denn sowohl der Kolben als auch die Innenbüchse dehnen sich in radialer Richtung aus.
  • Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung. Die Erfindung ist dabei an einer Rotationskolbenbrennkraftmaschine erläutert, bei welcher der Kolben auf einem sich drehenden Exzenter angeordnet ist. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern auch auf Maschinen anwendbar, bei denen der Kolben auf einem feststehenden Exzenter drehbar gelagert ist.
  • Fig. 1 zeigt eine Rotationskolbenbrennkraftmaschine, bei welcher ein Seitenteil entfernt ist, um den Kolben in seiner Lage im Gehäuse sichtbar zu machen; Fig. 2 ist ein Querschnitt gemäß Linie 2-2 in Fig. 1; Fig. 3 zeigt die Ausbildung des Kolbenlagers im Querschnitt, wobei die Teile des Lagers zur besseren Veranschaulichung auseinandergezogen sind; Fig. 4 ist ein Diagramm zur Veranschaulichung der unterschiedlichen Wärinedehnungen des Kolbens, der Lagerbüchsen und des Exzenters, und Fig. 5 ist eine schematische Ansicht des Kolbens. In allen Figuren sind die Spiele zur besseren Veranschaulichung erheblich übertrieben dargestellt.
  • Es sei zunächst auf Fig. 1 und 2 Bezug genommen. Das Gehäuse 12 der Rotationskolbenbrennkraftmaschine besteht aus den beiden parallelen Seitenteilen 28 und 30 und dem diese verbindenden Mantel 32. Die Innenfläche 18 des Mantels 32 hat im Querschnitt die Form einer zweibogigen Epitrochoide, und ihre Mittelachse ist mit 16 bezeichnet. In dem von den Seitenteilen 28 und 30 und dem Mantel 32 begrenzten Innenraum ist ein Kolben 10 um eine Achse 14 drehbar angeordnet. Er ist auf einem Exzenter 36 gelagert, der ein Teil einer Welle 34 darstellt, deren Drehachse mit der Achse 16 des Gehäuses 12 zusammenfällt und die in den Seitenteilen 28 und 30 gelagert ist. Der Kolben 10 weist drei Ecken 38 auf, welche radialbewegliche Dichtleisten 40 tragen. Diese Dichtleisten gleiten während der Relativbewegung des Kolbens zum Gehäuse ständig an der Innenfläche 18 entlang, wodurch drei volumenveränderliche Arbeitskammern 42 zwischen den Kolbenflanken 44 mit Kolbenmulden 45 und der Innenfläche 18 des Mantels 32 gebildet werden. Die Relativbewegung wird durch ein Getriebe erzwungen, das aus einem am Kolben befestigten Hohlrad 54 und einem damit im Eingriff stehenden Ritzel 58, das am Seitenteil 28 befestigt ist, besteht. Das übersetzungsverhältnis zwischen Hohlrad 54 und Ritzel 58 beträgt im Ausführungsbeispiel 3: 2, so daß die Welle 34 für jede Umdrehung des Kolbens 10 um seine Achse 14 drei Umdrehungen in derselben Richtung ausführt. Das Getriebe hat kein Drehmoment zu übertragen, sondern dient lediglich zur Aufrechterhaltung der richtigen Phasenlage zwischen Kolben und Gehäuse.
  • Im Gehäuse sind ein Einlaßkanal 24 für Frischgase, ein Auslaßkanal 22 für die verbrannten Gase und eine Zündkerze 46 angeordnet.
  • Beim Umlauf des Kolbens 10 in Pfeilrichtung wird Frischgas durch den Einlaßkanal 24 in die Arbeitskammern 42 angesaugt. Diese Gase werden verdichtet, gezündet, expandiert und schließlich durch den Auslaßkanal 22 ausgeschoben. Diese vier Takte finden in jeder der Arbeitskammern mit entsprechender Phasenversetzung während einer vollständigen Umdrehung des Läufers im Gehäuse statt.
  • Die Exzentrizität e zwischen der Läuferachse 14 und der Achse 16 des Gehäuses 12 bzw. der Welle 34 bildet den Hebelarm, durch den die Energie der expandierenden Gase in das auf die Welle 34 wirkende Drehmoment umgeformt wird.
  • Wie besonders aus Fig. 3 ersichtlich, besteht die Lagerung des Kolbens 10 auf dem Exzenter 36 aus zwei Stahlbüchsen 50 und 52. In der Lagerbohrung 48 des Leichtmetallkolbens 10 ist die äußere Büchse 50 mit einem festen Schrumpfsitz befestigt. Dieser Schrumpfsitz ist so fest, daß er sich der Elastizitätsgrenze des Leichtmetallkolbens 10 nähert, über welche hinaus eine plastische Verformung des Leichtmetalls eintreten würde. In der Praxis wird die äußere Büchse 50 unter Raumtemperatur abgekühlt und der Leichtmetallkolben 10 erhitzt, um die Büchse 50 in die Bohrung 48 einsetzen zu können. Wenn die Teile gleiche Temperatur aufweisen, besteht ein fester Schrumpfsitz. Dieser Schrumpfsitz ist ausreichend, um auch bei Betriebstemperatur die äußere Büchse 50 in fester Verbindung mit dem Kolben 10 zu halten, so daß diese beiden Teile über den ganzen Temperaturbereich eine Einheit bilden.
  • Innerhalb der äußeren Stahlbüchse 50 ist eine zweite Stahlbüchse 52 ebenfalls mit Schrumpfsitz angeordnet. Dieser Schrumpfsitz ist beträchtlich weniger fest als derjenige zwischen der äußeren Büchse 50 und der Lagerbohrung 48, jedoch ausreichend, daß die innere Büchse 52, die äußere Büchse 50 und der Leichtmetallkolben 10 bei Raumtemperatur als eine Einheit wirken.
  • Wenn sich die Maschine im Betrieb erwärmt, wird bei einer Zwischentemperatur der verhältnismäßig leichte Schrumpfsitz zwischen der inneren Büchse 52 und der äußeren Büchse 50 durch die radiale Ausdehnung der äußeren Büchse 50 und des Leichtmetallkolbens 10 aufgehoben. Die innere Büchse 52 kann sich dann frei ausdehnen, während die aus der äußeren Büchse und dem Leichtmetallkolben bestehende Einheit sich stärker ausdehnt, wobei ihr Ausdehnungskoeffizient etwa zwischen demjenigen für Stahl und demjenigen für Aluminium liegt.
  • Bei Temperaturen, die über der Zwischentemperatur liegen, bei welcher die Trennung erfolgt, wirkt die innere Büchse 52 als ein schwimmendes Lager, da bei diesen Temperaturen ein Lagerspiel zwischen den Büchsen 52 und 50 sowie das normale Lagerspiel zwischen Büchse 52 und Exzenter 36 auftritt.
  • Fig. 4 zeigt das Diagramm, aus welchem die verschiedenen Wärmedehnungen des Kolbens. der Lagerbüchsen und des Exzenters und die daraus sich ergebenden Lagerspiele zu ersehen sind. Auf der x-Achse ist die Temperatur des Kolbens und auf der y-Achse ist die Wärmedehnung aufgetragen.
  • Die Linien a und b, welche die Wärmedehnung des freien Leichtmetallkolbens und der freien äußeren Büchse zeigen, sind hypothetisch, da diese beiden Teile über den ganzen Temperaturbereich als eine Einheit wirken. Die durch die Linie c veranschaulichte Wärmedehnung dieser Einheit liegt, wie ersichtlich, zwischen der Wärmedehnung des freien Leichtmetallkolbens und derjenigen der freien Stahlbüchse.
  • Von Raumtemperatur (201 C) bis zu ungefähr 700 C besteht ein Schrumpfsitz zwischen der Innenbüchse 52 und der Außenbüchse 50. Der Verlauf der Wärmedehnung über diesen Temperaturbereich für die aus Kolben 10, Außenbüchse 50 und Innenbüchse 52 bestehende Einheit ist durch die gestrichelte Kurve d gekennzeichnet. Bei etwa 70' C wird dieser Schrumpfsitz aufgehoben, und die innere Büchse kann sich von dieser Temperatur an frei nach der Wärmedehnungskurve für Stahl ausdehnen. Diese Kurve ist mit d' bezeichnet. Die Trennung der inneren Büchse 52 beeinflußt die Dehnung für die aus dem Kolben 10 und der Außenbüchse 50 bestehende Resteinheit, die durch die Linie c veranschaulicht ist. Die Kurve f der Wärmedehnung für den Exzenter folgt der normalen Kurve für Stahl über den ganzen Temperaturbereich. Der Spalt zwischen dem Exzenter und dem Innendurchmesser der inneren Büchse 52 bei Raumtemperatur ist mit R, derjenige bei Betriebstemperatur (230' Q mit S bezeichnet. Ein Vergleich dieser beiden Spalte zeigt, daß der Unterschied nur sehr gering ist, also das Spiel zwischen Exzenter und Innenbüchse 52 über den ganzen Temperaturbereich im wesentlichen konstant bleibt.
  • Aus Fig. 4 läßt sich auch ersehen, wie das Spiel zwischen der Innenbüchse und der Außenbüchse von einem Schrumpfsitz bei Raumtemperatur über ein endliches Spiel bei 70' C bis zu einem Spiel T bei Betriebstemperatur wächst, wobei das Spiel T etwa dem Spiel S zwischen, Innenbüchse und Exzenter entspricht. Die Summe der Spiele S und T stellt also das gesamte radiale Lagerspiel dar.
  • Aus der vorstehenden Beschreibung ergibt sich, daß, nachdem der LeichtmetAkolben aus einer Anzahl von Teilen besteht, von denen jedes sein eigenes Toleranzfeld hat, die Summe der Toleranzen, welche das Spiel zwischen dem Exzenter und der Innenbüchse beeinflussen, verhältnismäßig groß sein kann, wenn die Maschine kalt ist. Bei Betriebstemperatur jedoch wird die Innenbüchse ein frei schwimmendes Stahlteil, so daß die einzigen Toleranzen, welche den Spalt zwischen ihr und dem Exzenter beeinflussen, die Toleranz ihres Innendurchmessers und das Toleranzfeld des Exzenters ist. Alle Auswirkungen der Toleranzen des Außendurchmessers der lnnenbüchse, des Toleranzfeldes der Außenbüchse und des Toleranzfeldes des Leichtmetallkolbens, die normalerweise auf die Toleranz des Innendurchmessers der Innenbüchse Einfluß hätten, werden ausgeschaltet, da die Innenbüchse frei ist. Demzufolge ist dieToleranz des Laufspieles eine Funktion von nur zwei Toleranzen, nämlich den Toleranzen des Außendurchmessers des Exzenters und des Innendurchmessers der Innenbüchse.
  • Um zu verhindern, daß Schmieröl aus dem Spalt zwischen den Büchsen 50 und 52 entlang der Stirnfläche 66 des Kolbens 10 zu den Arbeitskammern gelangen kann, wenn sich die Büchse 52 von der Büchse 50 getrennt hat, ist eine Mutter 62 mit einem nach außen gerichteten Flansch 64 auf das der Verzahnung 54 gegenüberliegende Ende der Innenbüchse 52 aufgeschraubt. Die Innenbüchse 52 weist eine Schulter 68 auf, die an dem in Fig. 2 und 3 rechten Ende der äußeren Büchse 50 zur Anlage kommen kann, wenn die Mutter 62 festgezogen ist. Der Flansch 64 ist dünn genug, um eine Wärmedehnung der äußeren Büchse 50 und des Leichtinetallkolbens 10 in axialer Richtung zuzulassen.
  • Um eine einwandfreie Funktion der Maschine zu erhalten, muß verhindert werden, daß das Hohlrad 54 sich gegenüber dem Kolben 10 verdreht. Das Hohlrad 54 ist, wie ersichtlich, ein Teil der inneren Büchse 52, und die Sicherung gegen Verdrehung erfolgt durch radial gerichtete Fortsätze 56, die mit entsprechend geformten Nuten 60 im Kolben 10 zusammenwirken. Diese Sicherung tritt dann in Tätigkeit, wenn der Schrumpfsitz der inneren Büchse 52 in der äußeren Büchse 50 aufgehoben ist und die innere Büchse 52 als frei schwimmendes Lager wirkt. Da sowohl die Fortsätze 56 der inneren Büchse 52 als auch die Nuten 60 im Kolben 10 radiale Seitenflächen aufweisen und beide Teile thermisch in radialer Richtung wachsen, bleibt das Spiel zwischen den Fortsätzen 56 und den Nuten 60 in Umfangsrichtung unabhängig von der Temperatur konstant.
  • Die Wirkungsweise der Fortsätze 56 wird an Hand der Fig. 5 näher erläutert. Die Spiele zwischen den dargestellten Teilen sind aus Anschaulichkeitsgründen übertrieben dargestellt. Zur Vereinfachung sind nur vier Fortsätze 56 in ausgezogenen Linien gezeigt, die n-üt entsprechenden Nuten 60 im Kolben 10 im Eingriff stehen. In der Praxis sind natürlich mehr als vier Fortsätze vorgesehen. Diese zusätzlichen Fortsätze sind gestrichelt eingezeichnet.
  • Die schwimmende Anordnung der Innenbüchse 52 ergibt ein Problem bezüglich ihrer Festlegung gegen Verdrehung relativ zum Kolben 10, da das Spiel auf der Seite des Kolbens, auf welcher die Kraft ausgeübt wird, im wesentlichen aufgehoben wird. In Fig. 5 ist diese Kraft durch den Pfeil F veranschaulicht. Die Kraft F wird durch den Exzenter 36 aufgenommen, aber der Kolben muß sich zunächst um die Lagerspiele bewegen, bis die Kraft wirksam aufgenommen werden kann. Es ergibt sich also eine relative Radialbewegung zwischen dem Kolben 10, der inneren Büchse 52 und dem Exzenter 36. Wie aus Fig. 5 ersichtlich, stehen die beiden radialen Fortsätze 56a und 56b, die in der Ebene der Kraft F liegen, der genannten Relativbewegung nicht entgegen. Die beiden Fortsätze 56 c und 56 d, die senkrecht zu der Ebene liegen, in welcher die Kraft F wirkt, sind jedoch bestrebt, jede Bewegung zu verhindern, die eine exzentrische Lage der inneren Büchse 52, des Kolbens 10 und des Exzenters 36 zueinander verursachen würde. Bestünde daher kein Spiel in Umfangsrichtung zwischen den Fortsätzen 56 und den Nuten 60, so würden die Fortsätze 56 c und 56 d die ganze Kraft F aufzunehmen haben und bei genügend großer Kraft F abgeschert werden. Demzufolge ist ein endlicher Spalt zwischen den Fortsätzen 56 und den Wänden der Nuten 60 vorgesehen, der gleich oder größer ist als das gesamte radiale Spiel. Durch dieses Spiel der Fortsätze 56 in den Nuten 60 in Umfangsrichtung wird erreicht, daß die Kraft direkt vom Exzenter 36 aufgenommen wird und nicht auf die Fortsätze 56 wirkt.
  • Selbstverständlich muß auch zwischen den Umfangsflächen 76 und 78 der Fortsätze 56 und der Nuten 60 ein Spalt vorgesehen werden, der größenmäßig dem Spalt zwischen den radialen Flächen 72 und 74 entspricht. Dieses Radialspiel gewährleistet, daß die Lagerspiele ohne Beeinflussung durch die Flächen 76 und 78 aufgehoben werden können.
  • Das Spiel zwischen den radialen Flächen 72 und 74 und den Unifangsflächen 76 und 78 ist so gering gehalten, daß dadurch die Lage der Verzahnung 54 zum Kolben 10 nicht ungünstig beeinflußt wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1 . Rotationskolbenbrennkraftmaschine mit einem Gehäuse, das sich aus zwei Seitenteilen und einem Mantel zusammensetzt und in welchem auf einem Exzenter ein mehreckiger Kolben drehbar gelagert ist, der mit seinen Ecken an der Innenfläche des Mantels entlanggleitet, wodurch eine Mehrzahl von volumenveränderlichen Arbeitsräumen gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Lagerung des Kolbens (10) auf dem Exzenter (36) zwei ineinander angeordnete Lagerbüchsen (50, 52) vorgesehen sind, wobei die äußere Büchse (50) mit einem Schrumpfsitz im Kolben (10) angeordnet ist, der fest genug ist, um bei allen Betriebstemperaturen eine feste Verbindung zwischen Außenbüchse (50) und Kolben (10) herzustellen, und wobei die innere Büchse (52) mit einem Schrumpfsitz in der äußeren Büchse (50) befestigt ist, der weniger fest ist als der Schrumpfsitz zwischen Außenbüchse (50) und Kolben (10), so daß bei einer zwischen Raumtemperatur und Betriebstemperatur liegenden Temperatur der Schrumpfsitz der inneren Büchse (52) aufgehoben wird und die innere Büchse (52) als schwimmendes Lager zwischen Außenbüchse (50) und Exzenter (36) wirkt.
  2. 2. Rotationskolbenbrennkraftmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (10) aus einer Leichtmetallegierung und die beiden Büchsen (50, 52) aus Stahl bestehen. 3. Rotationskolbenbrennkraftmaschine nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem Ende der inneren Büchse (52) eine Mutter (62) aufgeschraubt ist, welche einen Flansch (64) aufweist, der mit dem entsprechenden axialen Ende der äußeren Büchse (50) zusammenwirkt. 4. Rotationskolbenbrennkraftmaschine nach Anspruch 1, wobei zwischen dem Kolben und dem Gehäuse ein Getriebe vorgesehen ist, das aus einem am Kolben befestigten Hohlrad und einem damit im Eingriff stehenden, am Gehäuse befestigten Ritzel besteht, dadurch gekennzeichnet, daß das Hohlrad von einer an der inneren Büchse (52) angebrachten Innenverzahnung (54) gebildet ist. 5. Rotationskolbenbrennkraftmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzahnung(54) zur Sicherung gegenVerdrehung äußere Fortsätze (56) aufweist, die mit entsprechenden Nuten (60) im Kolben (10) zusammenwirken, wobei zwischen den Fortsätzen (56) und den Nuten (60) sowohl in radialer als auch in Umfangsrichtung ein Spiel besteht. 6. Rotationskolbenbrennkraftmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zusammenwirkenden Flächen der Fortsätze (56) und der Nuten (60) in radialen Ebenen durch die Drehachse (14) des Kolbens (10) liegen. In Betracht gezogene Druckschriften-Britische Patentschrift Nr. 557 902; Buch von R. Gebauer, »Die Motoren der Personenkraftwagen«, 1941, S. 293.
DEC23918A 1960-05-02 1961-04-19 Rotationskolbenbrennkraftmaschine Pending DE1158750B (de)

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