DE2512547A1 - Drehkolbenmaschine - Google Patents
DrehkolbenmaschineInfo
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Classifications
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- F01C—ROTARY-PISTON OR OSCILLATING-PISTON MACHINES OR ENGINES
- F01C1/00—Rotary-piston machines or engines
- F01C1/02—Rotary-piston machines or engines of arcuate-engagement type, i.e. with circular translatory movement of co-operating members, each member having the same number of teeth or tooth-equivalents
- F01C1/063—Rotary-piston machines or engines of arcuate-engagement type, i.e. with circular translatory movement of co-operating members, each member having the same number of teeth or tooth-equivalents with coaxially-mounted members having continuously-changing circumferential spacing between them
-
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- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
- F02B53/00—Internal-combustion aspects of rotary-piston or oscillating-piston engines
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Description
S München 4-O
Joeef-Rapa-Str, S
Joeef-Rapa-Str, S
Johann HUTTERER, A-II70 Wien, Kleeblattweg 5
(Österreich)
David Godfrey WILLIAMS, Birkenhead, 2 Price Street, Cheshire l41 6JN (Großbritannien)
Die Erfindung betrifft eine Drehkolbenmaschine mit einem äußeren und einem inneren Drehkolben sowie einem
von den beiden Drehkolben zumindest teilweise begrenzten ringförmigen Arbeitsraum, welcher durch abwechselnd von
einem und dem anderen Drehkolben ausgehende Stege in Kammern unterteilt ist, wobei die Drehkolben über ein
Differentialgetriebe miteinander in Verbindung stehen und eine Differential-Umlaufbewegung ausführen, derzufolge
das Volumen der Kammern periodisch geändert wird.
Es wurde bereits der Vorschlag gemacht, mittelachsige Rotationskolben-Brennkraftmaschine mit jeweils
einem radial äußeren und radial inneren Kolbenträger auszustatten, welche einen ringförmigen Arbeitsraum einschließen
und wovon der innere Kolbenträger in seiner Nabe einen ringförmigen, axial beidseitig von Seitenteilen
begrenzten Hohlraum zur Verdichtung von Luft aufweist, in welchem jeweils zwei an dem radial äußeren
und an dem radial inneren Kolbenträger angeordnete, aus diametral gegenüberliegenden Kolben bestehende Kolbenpaare
in gleicher Winkellage wie eine gleiche Anzahl von Kolbenpaaren im ringförmigen Arbeitsraum umlaufen, wobei
die relative Bewegung der Kolbenpaare zueinander über ein Getriebe geregelt ist. Die hierfür vorgesehenen
Getriebe sind aufwendig und erlauben nur die Übertragung relativ geringer Drehmomente.
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-λ.
Um diesem Mangel zu begegnen, wird bei einer
Drehkolbenmaschine der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Antriebswelle des
einen der Drehkolben mit einem koaxial gelegenen Kegelrad eines Kegelgetriebes auf Drehung gekoppelt ist, von
welchem ein weiteres Kegelrad spiegelbildlich gegenüberliegend auf der Welle des Kolbens lose aufsitzt und
mit dem anderen Kolben auf Drehung gekoppelt ist, wobei mindestens ein mit den beiden Kegelrädern kämmendes
weiteres Kegelrad,dessen Drehachse senkrecht zur Drehachse der Welle des Kolbens ist, mit einem Planetengetriebe
antriebsweise verbunden ist.
Um eine einfachere und wirksamere Dichtung der Kammern des Arbeitsraumes als bei den bekannten Konstruktionen
zu ermöglichen ist es vorteilhaft, wenn die Drehkolben topfförmig ausgebildet mit einander zugekehrten
Böden ineinandergesetzt sind, von denen der innere mit der Welle des einen und der äußere mit einer diese Welle
umschließenden Hohlwelle des anderen der beiden mit der Welle koaxialen Kegelrädern des Kegelgetriebes fest verbunden
ist.
V/eitere erfindungsgemäße Merkmale werden anhand der Zeichnungen näher erläutert, in welchen Ausführungsbeispiele der gegenständlichen Drehkolbenmaschine dargestellt
sind. Es zeigen: Fig. 1 einen uuerschnitt durch den
Drehkolbenteil nach Linie I-I der Fig. 2, Fig. 2 einen
Axialschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1, Fig. 3
einen Axialschnitt des Verstellgetriebes, Fig. 4 einen Schnitt des Getriebeteiles nach der Linie IV-IV der
Fig. 3, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig, 3, Fig. 6 eine weitere Ausführungsform des Getriebeteiles
nach Fig. 5, Fig. 7 bis 11 schematisch die
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Arbeitsphasen während einer Drehung der beiden Drehkolben
um 180°, Fig. 12 einen Querschnitt einer weiteren Ausführungsform der Drehkolbenmaschine, Fig. 13 die Anordnung
der Axialdichtleisten und Fig. 14 eine Darstellung der Radialdichtleisten.
Die erfindungsgemäße Drehkolbenmaschine gliedert
sich grundsätzlich in einen Drehkolbenteil 110 Fig. 2, und einen Getriebeteil 111 Fig. 3, welche Teile je nach Verwendungszweck
der Drehkolbenmaschine z. B. als Verbrennungs-, Druckluft-, Flüssigkeitsmotor, als Kompressor
oder Pumpe usw., in bestimmten Teilbereichen im Rahmen der Erfindung gelegene besondere konstruktive Maßnahmen
aufweisen können.
Der Drehkolbenteil 110 weist zwei in einem im wesentlichen topfförmigen, durch eine Abdeckplatte 14 abgeschlossenen
Gehäuse 12 gelagerte, vorzugsweise mit je vier Stegen 3a bis 3d bzw, 4a bis 4d versehene Drehkolben
1 und 2 auf, die in gleicher Drehrichtung eine Umlaufbewegung mit periodisch wechselndem Verhältnis ihrer Winkelgeschwindigkeiten
ausführen und zwischen ihren konzentrisch angeordneten zylindrischen Mänteln 1', 21 einen den Arbeitsraum
bildenden Ringraum A einschließen. Der zwischen den Drehkolben 1 und 2 liegende Ringraum A wird durch die
Kolbenstege 3a bis 3d bzw. 4a bis 4d, die sich im wesentlichen über die gesamte Höhe und Länge des Ringraumes
erstrecken, in Arbeitskammern aa, ab, bb, bc, cc, cdYvda
unterteilt. Für jede Arbeitskammer ergibt sich während einer Drehung der beiden Drehkolben um 360° eine viermalige
Vergrößerung und Verkleinerung, so da13 bei der bevorzugten Ausführung je Zyklus insgesamt eine vierundsechzigmalige
Volumensänderung erfolgt.
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• V.
In Abhängigkeit vom Getriebe wie später noch näher beschrieben, erfolgt die Vergrößerung und Verkleinerung
der Arbeitskammern an stets gleichen Punkten der Umlaufbahn, wodurch sich die Möglichkeit ergibt,
die Zu- und Ableitung des Arbeitsmediums auf einfachste Weise, über zugeordnete Öffnungen in feststehenden
Gehäuse durchzuführen und auf gesteuerte Ventile zu verzichten.
Der äußere im wesentlichen topfförmig ausgebildete Drehkolben 1 ist durch einen, an der Bodenplatte 1'*
vorgesehenen hohlen Lagerzapfen 16 in einem Rollenlager 13 des Gehäuses 12 drehbar gelagert. In Ausnehmungen
100 bzw. 101 an der inneren Mantel- und Bodenfläche des Drehkolbens 1 sind die Kolbenstege 3a bis 3d eingepaßt.
Der ebenfalls fopfförmig gestaltete Drehkolben 2 ist durch Keil 20 mit einer Welle 17 fest verbunden, die
ihrerseits im Lagerzapfen 16 und in einem koaxials in der Abdeckplatte 14 angeordneten Sperrlager 19 drehbar
gelagert ist. Die Kolbenstege 4a bis 4d sind beim Drehkolben 2 in Nuten 102 der äußeren Mantelfläche des Drehkolbens
2 eingesetzt. Die offenen Seiten der Drehkolben 1 und 2 werden durch die Gehäuseabdeckung 14 abgeschlossen,
in welchen gleichzeitig die Drehkolben in darin vorgesehenen Ringnuten 103, 104 mit Dichtringen 10 und 11
laufen. Aus dem Gehäuse 12 austretende Teile der Welle 17 und des Lagerzapfens 16 sind beispielsweise als
Klauenkupplung so ausgebildet, daß sie nach Anschluß des Drehkolbenteiles 110 an den Getriebeteil 111 mit darin
vorgesehenen korrespondierenden Getriebewellen 21 und eine antriebsweise lösbare Verbindung eingehen.
Zur allfälligen Kühlung der Drehkolbenmaschine sind im Gehäuse 12 Kühlwasserräume 76 zur Kühlung des
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äußeren Kolbens 1 vorgesehen und an der Gehäuseabdeckung 14 in den Hohlraum des Kolben 2 hineinragende mit Hohlräumen
18 zum Einströmen von Kühlflüssigkeit versehene
Kühlelemente 18' zur Kühlung des inneren Kolbens 2 montiert.
Die Abdichtung der Arbeitskammern aa - da erfolgt vorzugsweise durch in Nuten eingesetzte Dichtleisten
5-9 von welchen beim Drehkolben 1, an den Stegen 3a bis 3d axial die Dichtleisten 5 eingesetzt sind, die auf
der Mantelfläche des Kolbens 2 gleiten und radial die Dichtleisten 6 eingesetzt sind, die.:an der Gehäuseplatte
14 gleiten. Beim Drehkolben 2 sind analog axiale Dichtleisten 7, die auf der inneren Mantelfläche des Kolbens 1
gleiten, radiale Dichtleisten 8 die an der Bodenfläche des Kolbens 1 gleiten und radiale Dichtleisten 9, die an
der Gehäuseplatte 14 gleiten, angeordnet. Nach außen hin erfolgt die Abdichtung der Kammern mittels der Dichtringe
10 bzw. 11 des Kolbens 1 bzw. 2 und mittels eines Dichtringes 60 zwischen den beiden Kolben.
Außer oder neben den an sich allgemein bekannten Dichtelementen können erfindungsgemäß bei bestimmten Ausführungsarten
der Drehkolbenmaschine an den Kolbenstegen in Längsrichtung runde, walzenähnliche Dichtleisten
70 (Fig. 13) und an ihren Seitenflanken flache, geteilte Dichtleisten 71 Fig. 14 vorgesehen sein. lVie aus Fig. 13
ersichtlich, können in einem in einer Läncsnut 120 des Kolbensteges angeordneten Formkörper 72 die walzenförmigen
mittels einer Flachfeder 73 an die Mantelfläche des Kolbens 1 angedrückten und somit die beiden benachbarten
Kammern abdichtenden Dichtleisten 70 gelegen sein. Durch die geringeren ileibungswerte einer rollenden Abwicklung,
gegenüber der gleitenden Abwicklung der ge-
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bräuchlichen starren Dichtleisten, ergibt sich bei der vorgeschlagenen Ausführung ein wesentlich günstigerer
mechanischer Wirkungsgrad. Die seitliche Abdichtung der Drehkolben wird durch die in Fig. 14 dargestellten geteilten Dichtleisten 71 bewirkt. Die in einer Nut der Seitenflanke
des Kolbensteges 4 einliegende und in der üblichen Form durch Feder an die Gehäusewand gedrückte Dichtleiste
71, besteht aus einem mit einem Schlitz 73' ausgestatteten Teil 74' und aus einem mit einer in den Schlitz 73'
passenden, als Schiebepassung ausgeführten Zunge 73 versehenen Teil 74. Eine zwischen Zunge 73 und Boden des
Schlitzes 73' eingesetzte Feder 75 drückt den Teil 74'
an die Mantelfläche des Kolbens 1 t während ein konstruktiv
festgelegtes Spiel zwischen Dichtleistenteilen 74 und 74' die durch Wärmeeinwirkungen gefürchtete Materialdehnung
auf einfachste Weise, ohne Beeinträchtigung der Abdichtwigsqualität
ausgleicht. Selbstverständlich kann die Dichtleistenausführung 74, 74' analog auch als Axialdichtung
statt der Walzenleisten Verwendung finden.
Es liegt im Rahmen der Erfindung die Drehkolben oder Stege aus Kunststoff herzustellen, welcher seine
Maße innerhalb des gegebenen Temperaturbereiches kaue ändert, und besonders gute Gleiteigenschaften aufweist,
so daß sich in diesem Falle ein Dichtsyxtem erübrigt.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, besteht der Getriebeteil
111 im wesentlichen aus dem Kegeigetrieb· 23,24,25,26, dem Umlaufgetriebe 27,28,29 und dem Koppeltrieb 147,1%8,
welche Getriebeteile über die Wellen 21, 22, die vorhergehend erläuterten Bewegungen der beiden Drehkolben 1 und
2 bewirken.
Der Kegeltrieb, welcher aus zwei, auf der Well· 21
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•V
in Abstand voneinander sitzenden, mit ihren Kegelflächen einander zugekehrten Kegelrädern 23 und 26, sowie zwei mit
diesen an diametral gegenüberliegenden Stellen kämmenden und ebenfalls einander zugekehrten Kegelräder 24 und
besteht, ist mit dem Kegelrad 23 auf der Welle 21 frei drehbar gelagert und über einen hohlen, in einem Sperrlager
32 einer an das Gehäuse 12 anzuschließenden Gehäuseplatte
33 gelagerten Drehteiles 22, bei zusammengeschlossenen Teilen 110 und 111 mit dem Lagerzapfen 16 und somit mit
dem Drehkolben 1 gekoppelt, während das Kegelrad 26 durfih Keil 34 mit der Welle 21 verbunden ist, die im Drehteil
und einer Lagerplatte 35 gelagert, über die Welle 17 mit dem Drehkolben 2 verbindbar ist. Die beiden Kegelräder 24,25
sitzen mit ihren Naben frei drehbar auf zueinander koaxial verlaufenden «eilen 36 bzw. 37, die an ihren äußeren
Enden in Lagerstegen 39,40 gelagert sind, welche auf einer am Gehäuseansatz 42 frei drehbaren Platte 41 montiert sind.
Die inneren Enden der Wellen 36,37 greifen in einen auf der Welle 21 drehbaren, zwischen den Kegelrädern angeordneten
Lagerbock 38 ein. Das Umlaufgetriebe weist ein beispielsweise am Ansatz 42 der Gehäuseplatte 33 befestigtes,
ortsfestes Sonnenrad 27 sowie zwei mit diesem kämmende, diametral gegenüberliegende, auf den auf der
Platte 41 fest montierten Lagerbolzen 51,52 drehbar gelagerte Planetenräder 28,29 auf, die mit den Naben der
Kegelräder 24, 25 über je einen der früher erwähnten
Koppeltriebe verbunden sind. Jeder dieser Koppeltriebe besteht aus einer Gelenkgabel 45 bzw. 46, die an einem
am Planetenrad 28 bzw. 29 exzentrisch angeordneten Bolzen 43 bzw. 44 drehbar gelagert ist, sowie einer
zwischen den Schenkeln der Gelenkgabel 45 bzw. 46 gelagerten Gelenkstange- 47 bzw. 48, die an ihrem der Ge-
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lenkgabel 45 bzw. 46 abgekehrten Ende eine weitere Gelenkgabel
49 bzw. 50 trägt, welche an den Naben des Kegelrades 24 bzw. 25 drehbar angeschlossen ist. Der
äußere und innere Drehkolben sind somit durch den Koppeltrieb und das Umlaufgetriebe über die Kegelräder zwangsläufig
verbunden und gesteuert, indem der Koppeltrieb die Kegelräder 24,25 wechselweise in der einen und anderen
Drehrichtung bewegt und damit die Differenzumlaufbewegung der Drehkolben bewirkt.
Da die Leistung von Drehkolbenmaschinen allgemein, von der Volumsänderung der von den Drehkolben
gebildeten Arbeitsräume bei ihrem Umlauf während eines Arbeitszyklusses abhängt, das Maß der Volumsänderung
ihrerseits aber vom Maß der exzentrischen Anordnung des Lagerbolzen 43 bzw. 44 am Zahnrad 28 bzw. 29 bestimmt
wird, ist eine verstellbare Lagerung des Bolzens 43 bzw. am Planetenrad 28 bzw. 29 und dadurch bedingt, auch eine
in Länge einstellbare Gelenkstange 47 bzw. 48 vorgesehen, um eine optimale Anpassung des Kammervolumens, somit des
Verdichtungsverhältnisses, an die jeweiligen Bedingungen und Erfordernisse zu ermöglichen.
Die Getriebekonstruktion ist natürlich nicht auf die dargestellte Ausfuhrungsform beschränkt, sondern kann je
nach den gegebenen Anforderungen etwa nur miteinem Planetenrad oder maximal mit vier Planetenräder mit den
entsprechenden Kopplungsgliedern, als auch wie Fig. 6 veranschaulicht, mittels Kurbelwelle 54 ausgeführt werden.
Das Getriebe ist durch die mit der Lagerplatte 35 fest verbundenen Welle 54 im Gehäuse 53 drehbar gelagert,
welche je nach Verwendungszweck der Drehkolbenmaschine, etwa als Kompressor ein Antriebsrad oder als Motor, ein
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Abtriebsrad 55 aufweist, das gegebenenfalls gleichzeitig als Schwungrad ausgebildet sein kann.
Das Übersetzungsverhältnis der Zahnräder 28,29 des Planetengetriebes ist abhängig von der Anzahl der
konstruktiv festgelegten Arbeitsräume. Im gegenständlichen Ausführungsbeispiel mit acht Arbeitskammern beträgt
das Übersetzungsverhältnis 1 : 4, Bei einer Umdrehung eines Planetenrades bewegen sich die Drehkolben
1 und 2 nacheinander um je 90° in der festgelegten Drehrichtung.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausfuhrungsform des
Drehkolbenteiles ist für nie Verwendung desselben als
Verbrennungsmotor zur Gaszufuhr und zur Abfuhr der Verbrennungsgase ein Verteilerring 15 mit einem Einströmkanal
und einem Auströmkanal vorgesehen, welche Kanäle fiber
korrespondierende Kanäle 56 bzw. 57 in der Abschlußplatte 14, direkt in die einzelnen Arbeitskammern münden, die
während der Umlaufbewegung der Drehkolbenstege in konstruktiv festgelegten Taktfolgen verschlossen bzw. offen
gehalten werden, d. h. über einem Ein- oder Ausströmkanal stehen.
Anhand der Fig. 7 bis 11 wird der Ablauf eines Arbeitszyklusses einer vorzugsweise als Verbrennungsmaschine
vorgesehenen Drehkolbenmaschine dargestellt, die in ihrer Arbeitsweise den üblichen Viertakt-Zyklus entspricht.
Wird von der Stellung gemäß Fig. 7 ausgegangen, die auch der Stellung nach Fig. 1 entspricht, so findet in
den Kammern aa, cc, in die die Sinlaßkanäle 56,56' münden, das Ansaugen statt, da sich diese Kammern bei einer angenommenen
Drehrichtung im Uhrzeigersinn, infolge des Vorlaufes des Kolbens 2 vergrößern werden. Gleichzeitig werden
sich die den Kammern aa, cc, in der Drehrichtung gesehen,
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nachfolgenden Kammern ab, cd verkleinern und den Kompressionstakt
vollbringen. Inzwischen findet in den sich vergrößernden Kammern bb, dd, in die eine geeignete
Zündeinrichtung 58, 58' mündet, die Explosion und in den anschließenden sich verkleinernden Kammern bc, da, aus
welchen die Abgaskanäle 57, 57' führen, der Auspufftakt
statt. Nachdem die Drehkolben 1 und 2 die in Fig. 8 dargestellte Stellung eingenommen haben, beginnt der Vorlauf
des Kolbens 1 und bewirkt somit in den Kammern aa, cc die Kompression, in den Kammern ab, cd die Expolsion,
in den Kammern bb, dd das Auspuffen und in den Kammern bc, da das Ansaugen. In der weiteren Folge nach Fig. 9
beginnt in den Kammern aa, cc der üxpolsionstakt, in
den Kammern ab, cd der Auspufftakt, inrfer Kammer bb,cd
der Ansaugtakt und in den Kammern bc, da der Kompressionstakt. Bei der Stellung der Kolben 1,2 nach Fig. 10 beginnt
der Kolben 1 seine Vorlaufbewegung und leitet in
den Kammern aa, cc den Auspufftakt, in den Kammern ab,
cd den Ansaugtakt, in den Kammern bb, dd den Kompressionstakt und in den Kammern bc, da den Expansionstakt ein.
Schließlich zeigt Fig. 11 den Beginn des nächsten Arbeitszyklusses bei dem die Kammern aa, cc das Ansaugen, in
den Kammern ab, cd das Komprimieren, in der; Kammern bb,dd
das Expandieren undin den Kammern bc, da das Auspuffen beginnt.
Aus den Fig. 7 bis 11 ist erkennbar, daß für einen Arbeitstakt eine Verstellung eines Drehkolbens um 90° und
pro Arbeitszyklus eine solche von 180° bei den Drehkolben erforderlich ist, wobei sich insgesamt 32 einzelne Arbeitstakte
ergeben, vorausgesetzt natürlich, daß die gewählte Anzahl von Stegen und das gewählte Übersetzungsverhältnis
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des Umlaufgetriebes gegeben ist. rlein arbeitsmäßig entspricht
somit eine 2 Kolben Drehkolbenmaschine mit ihren jeweils gleichzeitig ablaufenden 8 Arbeitstakten etwa
einer 8 Zylinder Viertaktkolbenmaschine.
Bei Ausbildung der Drehkolbenmaschine ζ. Β. als Flüssigkeitspumpe würden, ausgehend von der Stellung nach
Fig. 7 die Kammern aa,bb,cc,dd über zugeordnete Einströmkanäle mit dem Ansaugen der Flüssigkeit beginnen, während
die Kammern ab,bc,cd,da über entsprechende Abströmkanäle
das Medium ausstoßen. Dieser Arbeitszyklus setzt sich sinngemäß in der mit Fig. 7 bis 11 beschriebenen V/eise mit dem
Unterschied fort, daß sich die Arbeitstakte auf zwei, einen Einström- und einen Ausströmtakt reduzieren und jeweils
vier Kammern in der aufgezeigten Reihenfolge, gleichzeitig denselben Arbeitstakt ausführen. Wie schon eingangs
erwähnt, ist der Erfindungsgegenstand nicht auf die beiden aufgezeigten Anwendungsmöglichkeiten beschränkt,
sondern ist nach relativ geringen konstruktiven Abänderungen, die sich vorwiegend auf die ^in- und Ableitung
des Mediums in die und aus den Kammern erstrecken, für die anderen genannten Arten von Kraft- und Arbeitsmaschinen
geeignet. In analoger Weise erfolgt auch die Konstruktion und der Betrieb der Drehkolbenmaschine für die
Verwendung als Kompressor, bei dem durch die erfindungsgemäße Konstruktion eine nahezu stoßfreie, flüssige und
kontinuierliche Förderung erzielbar ist.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel nach Fig. 12 sieht eine, die Arbeitskammern abschließende, mit den
Stegen 4a bis 4d des Drehkolbens 2 verbundene und auf der Welle 17 mittels Keil 130 befestigte liingplatte 59
vor, die zur Abdichtung der Kammern nach außen umfang-
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seitig Dichtringe 61 trägt, wobei weitere Dichtringe 60 an der Außenseite des Bodens des Drehkolbens 2 vorgesehen
sind, wodurch sich die zur Kammerabdichtung zwischen den beiden Drehkolben bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ■
an den Kolbenstegen 4a bis 4d stirnseitig benötigten Dichtleisten 9' erübrigen. Vorzugs\veise ist die Ringplatte
59 sowie die daran anschließende feststehende, über axial angeordnete Stege 62 mit der rückwärtigen Platte 63 verbundene
Gehäuseplatte 14 im mittleren Bereich mit Ausnehmungen 64,65 ausgeführt, so daß sich die äußeren Mantelflächen
der beiden Drehkolben 1 und 2 in einem frei zuhänglichen Luftstrom oder einem anderen Kühlmedium, etwa
bei Verwendung als Unterwasserpumpe im Wasser bewegen können.
Der Wechsel des Arbeitsmediums erfolgt über Kanäle 66, die in der Abdeckplatte 14 vorgesehen sind und periodisch
zur Deckung mit korrespondierenden in die Kammern führenden Öffnungen 67 der Ringplatte 59 des inneren Drehkolbens
2 gelangen.
Im Getriebeteil weist die Lagerplatte 35 eine auf der '.'eile 21 sich frei drehbare, mit einem Antriebs- oder
Abtriebsrad 69 ausgestattete, im Gehäuse 53 gelagerte Nabe 68 auf. Die mit der ¥elle 17 des Drehkolbens 2 lösbar gekuppelte
Welle 21 ist im Gehäuse 53 gelagert und gegen rückläufige Bewegung durch ein Sperrlager 19' gesichert.
Bei dieser Ausführungsform braucht im Drehkolbenteil kein
Sperrlager vorgesehen sein, da ein Rücklauf der Kolben durch die Getriebewellen 21,22 verhindert wird.
Selbstverständlich können im Rahmen der Erfindung verschiedene konstruktive Abänderungen vorgenommen werden.
Es können mit entsprechenden Zwischenwänden mehrere Drehkolbeneinheiten mit den Wellen 16,17 zusammen gekuppelt
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werden, wobei diese erweiterte Einheit nur einen Getriebesatz und Sperrlagersatz erfordert und nach dem Baukastensystem
aufgebaut ist.
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Claims (8)
- Patentansprüche11.^Drehkolbenmaschine mit einem äußeren und einem inneren Drehkolben sowie einem von den beiden Drehkolben zumindest teilweise begrenzten ringförmigen Arbeitsraum, welcher durch abwechselnd von einem und dem anderen Drehkolben ausgehende Stege in Kammern unterteilt ist, wobei die Drehkolben über ein Differentialgetriebe miteinander in Verbindung stehen und eine Differential-Umlaufbewegung ausführen, derzufolge das Volumen der Kammern periodisch geändert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle (17) des einen (2) der Drehkolben (1,2) mit einem koaxial gelegenen Kegelrad (26) eines Kegelgetriebes (23-26) auf Drehung gekoppelt ist, von welchem ein weiteres Kegelrad (23) spiegelbildlich gegenüberliegend auf der Welle (17) des Kolbens (2) lose aufsitzt und mit dem anderen Kolben (1) auf Drehung gekoppelt ist, wobei mindestens ein mit den beiden Kegelrädern (23,26) kämmendes weiteres Kegelrad (24,25), dessen Drehachse senkrecht zur Drehachse der Welle (17) des Kolbens (2) ist, mit einem Planetengetriebe (27,29) antriebsweise verbunden ist.
- 2. Drehkolbenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Planetengetriebe (27,29) ein vorzugsweise am Gehäuse festsitzendes Sonnenrad (27) sowie zwei sich an diesem abwälzende Planetenräder (28,29) aufweist, von denen jedes über einen Exzentertrieb mit je einem der beiden auf senkrecht zu der Drehkolbenachse liegenden Achsen sitzenden Kegelrädern (24,25) verbunden ist und diese zur Erzeugung der Differentialumlaufbewegung der Drehkolben wechselweise in der einen und509840/03874**und anderen Drehrichtung bewegen.
- 3. Drehkolbenmaschine nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehkolben (1,2) topfförmig ausgebildet miteinander und dem Getriebe zugekehrten Böden ineinandergesetzt sind, von denen der innere mit der Welle (17) des einen und der äußere mit einer diese Welle (17) umschließenden Hohlwelle (22) des anderen der beiden mit der Welle (17) koaxialen Kegelrädern (23,26) des Kegelgetriebes (23»26) fest verbunden ist,
- 4. Drehkolbenmaschine nach Anspruch 3, dadurch. gekennzeichnet, daß die Drehkolben (1,2) mit ihrem Außenrand in ringförmigen Nuten (103,104) einer Gehäusedeckplatte (14) geführt und gegenüber dieser durch Dichtringe (10,11) abgedichtet sind.
- 5. Drehkolbenmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Planetenräder (28,29) mit einem mit diesen umlaufenden Getriebegehäuse verbunden sind, an welches ein vorzugsweise als Schwungrad ausgebildetes Abtriebszahnrad od. dgl. angeschlossen ist.
- 6. Drehkolbenmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Exentertrieb zur Verbindung der auf senkrecht zu der Drehkolbenachse liegenden Achsen sitzenden Kegelräder (24,25) mit dem Planetengetriebe als Koppeltrieb mit zwei an die freien Enden einer Schubstange (47,48) schwenkbar angeschlossenen Gabeln (45,46) oder dergleichen ausgebildet ist, von welchen eine am Planetenrad (28, bzw. 29) des Planetengetriebes exzentrisch angelenkt ist, währenddie andere mit dem Kegelrad (24,25) gelenkig verbunden ist.
- 7. Drehkolbenmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß am offenen Ende des innen gelegenen Drehkolbens (2) eine den Arbeitsraum stirnseitig abdekkende Ringplatte (59) befestigt ist, deren Umfangsfläche509840/0387„ Λ.an der zylinderischen Wand des äußeren Kolbens (1) anliegende Dichtringe (61) aufweist (Fig. 12).
- 8. Drehkolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Ein- und Auslaßkanäle in einer der Stirnwände des Arbeitsraumes
vorgesehen sind.509840/0387Leerseite
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