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Tastatur für elektrische Musikinstrumente Die Erfindung bezieht sich
allgemein auf Tastaturen für elektrisch gesteuerte Musikinstrumente sowie für Akkordions,
Harmonikas und Kleinorgeln, mit einem tragenden Glied, einer Anzahl von parallelen
Spieltasten, von denen jede Taste am rückwärtigen Ende mit einem Ansatz versehen
ist, mit flacher Unterseite und mit einem über den Tastenansätzen liegenden und
am tragenden Glied befestigten Klemmstreifen.
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Die Erfindung bezweckt in der Hauptsache eine außerordentliche einfache
und billig herzustellende Tastatur vorzusehen, wie beim Klavier allgemein üblich,
die zum Spielen eines Musikinstrumentes, beispielsweise einer kleinen elektrischen
Orgel, eines Akkordions u. dgl. benutzt werden kann.
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Die Erfindung stellt sich die Aufgabe mit einfachen Mitteln, die Tasten
auf sichere Weise schwenkbar zu lagern und eine Tastatur zu schaffen, die im wesentlichen
geräuschlos arbeitet.
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Erfindungsgemäß ist auf der Oberseite jedes Ansatzes eine quer zur
Längsrichtung der Taste verlaufende und an ihren Enden geschlossene Vertiefung vorgesehen,
in die quer verlaufende Vorsprünge des Klemmgliedes sich hineinerstrecken und die
Vertiefungen in der Querrichtung der Tasten sind etwas größer als die Vorsprünge
und ein Streifen eines elastischen Materials unter den Ansätzen liegt und ein gleicher
Streifen von den Vorsprüngen am Klemmglied in die Vertiefungen an den Tastenansätzen
hineingedrückt wird.
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Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen beschrieben. Es bedeuten
Fig. 1 senkrechter Schnitt durch eine Tastatur, Fig. 2 Schnitt nach der Linie 2-2
der Fig. 3 in stark vergrößerter Darstellung, Fig. 3 vergrößerte Draufsicht von
Einzelheiten der Tasten und der Lagerungen, wie in der Fig. 2 dargestellt, Fig.4
Ausschnitt aus einer Draufsicht auf die Tastatur, wobei gewisse Teile weggelassen
wurden, um andere Teile darzustellen.
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Bei billigen Musikinstrumenten in Form eines Akkordions oder einer
elektrischen Spielzeugorgel erfordert die Tastatur und deren Anbringung einen erheblichen
Anteil an den Kosten des Instrumentes, weshalb es höchst erwünscht ist, die Tastatur
so auszubilden, daß mit den geringsten Kosten hergestellt werden kann.
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Wie in der Fig. 1 dargestellt, weist die Tastatur einen Endträger
10 auf, der aus Holz oder einem anderen geeigneten billigen Material hergestellt
werden kann, wobei an jedem Ende der Tastatur ein solcher Endträger vorgesehen ist.
An den Endträgern 10 ist eine sich nach vorn neigende Tastaturplatte 12 befestigt,
an der mittels Schrauben 16 ein Chassisblech 14 befestigt ist sowie ein Frontblech
mittels Schrauben 20. Die Tastatur 12 ist mit einem vertieften Teil 22 versehen.
Die elektrischen Bauelemente des Instrumentes können am Chassisblech 14 und unterhalb
des vertieften Teiles 22 angeordnet werden.
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Die Tastatur setzt sich aus einer Anzahl schwarzer Tasten 24 und weißer
Tasten 26 zusammen, die im wesentlichen wie bei einem herkömmlichen Klavier oder
einer Orgel angeordnet sind. Diese Tasten sind z. B. aus Kunststoff geformt und
gleichen einer umgekehrten Wanne. Die Tasten werden an der Tastenplatte 12 in sehr
einfacher und betriebssicherer Weise befestigt.
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Jede Taste ist mit einem kurzen, sich nach hinten erstreckenden Ansatz
28 versehen, der an der Oberseite eine rechteckige Vertiefung 30 aufweist. Die Ansätze
28 sind gegen einen Filzstreifen 32 gepreßt, der sich über die ganze Länge der Tastatur
hinweg erstrecken und an die Tastenplatte 12 angeklebt sein kann. Ein Teil 34 des
Filzstreifens wird von einem Klemmglied 36 in die Vertiefungen 30 der Tasten hineingepreßt.
Das Klemmglied weist einen Z-förmigen Querschnitt und Vorsprünge 38 auf, die etwas
kürzer sind als die Vertiefungen an den Tasten, und die Teile des Filzstreifens
32 in die Vertiefungen 30
hineindrücken, so daß eine seitliche Bewegung der
Ansätze 28 verhindert wird. Diese Vorsprünge werden in der Weise hergestellt, daß
das Metall an den
Enden der Vorsprünge vom Klemmglied 36 abgeschnitten
wird. Das Klemmglied 36 ist an der Tastaturplatte 12 mittels einer Anzahl von Schrauben
40 starr befestigt.
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Die Bewegung der weißen Tasten 26 nach oben wird von einem Filzstreifen
42 begrenzt, der an der nach unten weisenden Innenkanten des Bleches 18 angeklebt
ist, während die Abwärtsbewegung der Tasten von einem Filzstreifen 44 begrenzt
wird, der an der Oberseite des vertieften Teiles angeklebt ist. Die Abwärtsbewegung
der schwarzen Tasten wird von einem perforierten Filzstreifen 46 begrenzt, der an
der Oberseite der Tastaturplatte 12 angeklebt ist, während die Aufwärtsbewegung
der schwarzen Tasten vom Druck der Filzstreifen 32 und Teil 34 begrenzt wird.
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Wird die Tastatur in einem elektrischen Musikinstrument verwendet,
wobei die Tasten elektrische Stromkreise steuern müssen, so werden alle Tasten,
schwarze und weiße, mit einem nach unten vorstehenden hohlen Teil 48 versehen, in
den ein zylindrischer Filzstopfen 50 eingesetzt wird, wobei ein kurzes Stück des
Stopfens aus dem röhrenförmigen Teil 48 nach unten vorsteht, das gegen eine dreizinkige
elastische Kontaktfeder 52 drückt und den Finger nach unten gegen eine leicht biegsame
weitere Kontaktfeder 54 durchbiegt. Die Kontaktfeder 52 führt die Taste in deren
normale obere Lage zurück. Die Kontaktfedern 52 und 54 sind zwischen Isolierstreifen
56 eingeklemmt, die geeignete Löcher für eine Schraube 58 aufweisen, die in die
Tastaturplatte 12 eingeschraubt wird. Die Kontaktfedern 52 und 54 sind mit genügend
großen Löchern versehen, so daß keine Berührung mit der Schraube 58 erfolgt, und
werden weiterhin in der Gebrauchslage von zwei kleinen. Pftöcken 60 festgehalten,
die sich durch Löcher erstrecken, die in den Isolierstreifen 56 und den Kontaktfedern
52 und 54 vorgesehen sind. Diese Pflöcke können in einen der Isolierstreifen 56
eingeklebt werden. Die Kontaktfeder 52 wird vorzugsweise mit einer kurzen ausgeprägten
Erhöhung 62 versehen, die einen guten elektrischen Kontakt mit den drei Kontaktfederenden
64 herstellt, die etwas nach oben gebogen sind, um einen guten Gleitkontakt zu schaffen.
Vorzugsweise werden drei solcher Erhöhungen 62 vorgesehen, die mit den Fingern der
dreizinkigen Kontaktfeder 54 zusammenwirken und einen Gleitkontakt herstellen. Bei
geschlossenem Schalter liegen drei Kontakte parallel, so daß die Wahrscheinlichkeit,
daß der Stromkreis zwischen den beiden Schaltarmen wegen Anwesenheit von Fremdstoffen
oder eines Oxydationsfilms nicht geschlossen wird, stark verringert wird.
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Für viele Instrumente können die dreigabligen Kontaktfedern 54 aus
einem einzelnen Blech 55 ausgestanzt werden, wie dies in der Fig. 4 dargestellt,
wodurch die Herstellungskosten weiterhin herabgesetzt werden können. In anderen
Fällen wird für jede Taste eine einzelne Kontaktfeder 54 vorgesehen.
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Aus der vorstehenden Beschreibung ist zu ersehen, daß die Tastatur
und die Schalter für dieses Musikinstrument einen außerordentlich einfachen Aufbau
besitzen und mit sehr geringen Kosten hergestellt und zusammengebaut werden können.
Dadurch, daß ein einziges Mittel, und zwar der Filzstreifen 32 zusammen mit dem
Teil 34 benutzt wird, um alle Tasten zu lagern, entfällt die Notwendigkeit, die
Tasten jede für sich zu lagern. Da die Ansätze 38 am Klemmglied 36 kürzer sind als
die Breite der Tasten beträgt, wird eine seitliche Bewegung der gelagerten Tastenenden
verhindert, obwohl eine solche Bewegung auch von dem perforierten Filzstreifen
46 verhindert, der die röhrenförmigen Teile 48 umgibt.
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Obwohl nach den vorstehenden Angaben verschiedene Teile der Tastatur
aus Filz hergestellt werden, so kann statt dessen jedes ähnliche Material verwendet
werden, das eine einigermaßen hohe Elastizität aufweist, leicht verformt werden
kann, keine Geräusche erzeugt und verhältnismäßig billig ist. Von solchen Materialien
seien z. B. angeführt: elastischer Nylonfilz, gewisse Gummiarten und Gummiersatzstoffe,
entweder in homogener Form oder in Form von Schaumgummi u. dgl.
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Dadurch, daß an allen Stellen, an denen die härteren Teile der Tasten
und des Tastenbrettes sich berühren könnten, Filz oder ein ähnliches Material vorgesehen
ist, ist die Tastatur im normalen Gebrauch nahezu geräuschlos.