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DE1158215B - Kombinierte Desinfektions- und Waschmaschine - Google Patents

Kombinierte Desinfektions- und Waschmaschine

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Publication number
DE1158215B
DE1158215B DED20529A DED0020529A DE1158215B DE 1158215 B DE1158215 B DE 1158215B DE D20529 A DED20529 A DE D20529A DE D0020529 A DED0020529 A DE D0020529A DE 1158215 B DE1158215 B DE 1158215B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contactor
disinfection
washing machine
machine according
laundry
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED20529A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinrich Staller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DUISBURGER WAESCHEREIMASCHINEN
Original Assignee
DUISBURGER WAESCHEREIMASCHINEN
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DUISBURGER WAESCHEREIMASCHINEN filed Critical DUISBURGER WAESCHEREIMASCHINEN
Priority to DED20529A priority Critical patent/DE1158215B/de
Publication of DE1158215B publication Critical patent/DE1158215B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor
    • A61L2/24Apparatus using programmed or automatic operation

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Detail Structures Of Washing Machines And Dryers (AREA)

Description

  • Kombinierte Desinfektions-und Waschmaschine Die Erfindung betrifft eine kombinierte Desinfektions- und Waschmaschine, bestehend aus einer elektromotorisch angetriebenen Waschtrommel mit getrennten Beschickungs- und Entleerungstüren nach verschiedenen Seiten und elektrischen Steuereinrichtungen, welche auf die Dauer des durch Hitzebehandlung erfolgenden Desinfektionsvorganges die Einhaltung einer bestimmten Temperatur sicherstellen und danach den Waschvorgang sowie das Öffnen des Ablaßhahnes regeln, und hat eine besonders zweckmäßige Steuereinrichtung zum Gegenstand, durch welche mit Sicherheit eine vollständige Desinfektion des Waschgutes gewährleistet wird.
  • Zur Desinfektion der Wäsche aus Infektionsabteilungen von Krankenhäusern ist es bekannt, die Keimabtötung unter Verzicht auf chemische Desinfektionsmittel auf thermischem Wege in Desinfektions-Waschmaschinen durchzuführen. Dabei werden dem Waschwasser vor dem keimtötenden Erhitzen biologische Eiweiß- und Fettlöser (Enzyme) zur Auflösung eiweißhaltiger Schmutzbestandteile zugesetzt.
  • Um mit diesem Verfahren eine vollständige Desinfektion zu erreichen, muß das Wäschegut bei keimtötender Temperatur ausreichend lange behandelt werden. Bisher ist das Einhalten dieser Bedingungen ganz der Bedienungsperson überlassen. In Desinfektionsanstalten besteht daher die Gefahr, daß die Bedienungsperson zwecks Durchsaztsteigerung der Desinfektions-Waschmaschine Wäsche entnimmt, die noch nicht vollständig desinfiziert ist, weil die Behandlungstemperatur zu niedrig oder die Behandlungszeit zu kurz war oder weil während des Desinfektionsvorganges weitere Infektionswäsche nachgefüllt wurde.
  • Es erweist sich daher als notwendig, die kombinierte Desinfektions- und Waschmaschine so auszugestalten, daß die auf eine bestimmte Zeitdauer vorgeschriebene Hitzebehandlung für das Waschgut auf jeden Fall eingehalten wird. Es darf auch nicht möglich sein, während des Desinfektionsvorganges oder beim anschließenden Klarwaschen der desinfizierten Wäsche noch unbehandelte Wäsche nachträglich in die Maschine einzubringen, ohne daß der Desinfektionsvorgang von vorn beginnen muß.
  • Diesen Anforderungen entsprechen auch nicht die bekannten Waschmaschinen, welche die einzelnen Waschvorgänge vollautomatisch regeln. Ihre vollautomatische Regelung geschieht mit Hilfe einer Programmwalze, die zu den vorbestimmten Zeiten entsprechende Kontakte und Stromkreise herstellt, welche die einzelnen Aggregate, beispielsweise auch den Ablaßhahn für das Waschwasser, ein- oder aus- schalten. Auch eine bekannte Steuereinrichtung für Dampfsterilisationsapparate, welche die Schließ- und Öffnungsbewegungen der Absperrorgane in den Arbeitsmittelleitungen mittels einer Steuerwelle nur in einer bestimmten Reihenfolge und nach Erreichen eines vorgeschriebenen Zustandes im Apparat zulassen, geben keine Hinweise zur Ausrüstung heizbarer Desinfektions- Trommelwaschmaschinen mit einer Steuereinrichtung, welche zwangsweise für eine ausreichend lange Behandlungszeit bei genügend hoher Temperatur Sorge trägt.
  • Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein Steuerstromkreis vorgesehen ist, der nach Schließen eines Schalters ein eine elektromagnetische Sperre des Ablaßhahnes einschaltendes erstes Schütz und bei geschlossenem Nullpunktkontakt einer elektrischen Uhr und bei geschlossenem Türsohalter ein den Antriebsmotor für den Desinfektionsvorgang einschaltendes zweites Schütz anzieht, welches dann die Uhr über ein Kontaktthermometer an das Stromnetz anschließt, wobei der das erste Schütz anziehende Teilstrom über die Kontaktbrücke eines abgefallenen dritten Schützes fließt, welches den Antriebsmotor für den Waschvorgang an das Stromnetz anschließt und von einem gesonderten Steuerstromkreis angezogen wird, der über den Endpunktkontakt der Uhr und über Türschließkontakte zum ersten Schütz verläuft. Der Arbeitsstrom zum Antriebsmotor bzw. zu dessen Umsteuergerät für den Desinfektionswaschvorgang fließt über das zweite Schütz und für den Klarwaschvorgang über das dritte und ein viertes Schütz, wobei der Steuerstromkreis für das dritte Schütz durch den Endpunktkontakt der Uhr und durch den Türschließkontakt und der Steuerstromkreis für das vierte Schütz über einen Handschalter und den Türschalter geschlossen wird. Diese Steuereinrichtung hat den Vorteil, daß nach Einschalten des Trommel-Antriebsmotors der Ablaßhahn bis zur Beendigung des Desinfektionsvorganges elektromagnetisch gesperrt bleibt und beim Öffnen einer Tür der Wasohmaschine der Antriebsmotor ausgeschaltet wird und erst dann wieder einschaltbar ist, wenn der die Zeitdauer des Desinfektionsvorganges bestimmende Zeitmesser in die Nullstellung übergeführt ist.
  • In vorteilhafter Weise ist dafür Sorge getragen, daß der Zeitmesser erst dann eingeschaltet wird und zu laufen beginnt, wenn das Kontaktthermometer einen der vorbestimmten keimtötenden Temperatur entsprechenden Ausschlag erhalten hat. Kühlt die Arbeitstemperatur in der Maschine unter den vorbestimmten Wert ab, so wird der Zeitmesser abgeschaltet und erst dann wieder eingeschaltet, wenn der Temperatursollwert wieder erreicht ist. Hierdurch wird gewährleistet, daß die vorgesehene Behandlungszeit bei der keimtötenden Temperatur eingehalten wird.
  • Mit Beendigung des Desinfektionsvorganges wird das dritte Schütz eingeschaltet, während das erste und das zweite Schütz abfallen. Damit wird gleichzeitig die elektromagnetische Sperre für den Ablaßhahn aufgehoben, das Desinfektionswasser kann abgelassen und Wasser zum Klarwaschen eingelassen werden.
  • Anschließend wird der Antriebsmotor durch Einschalten des vierten Schützes in Betrieb gesetzt. Der Arbeitsstrom fließt dabei über das dritte und das vierte Schütz. Auch während des Klarwaschvorganges ist die Waschmaschine dagegen geschützt, daß durch die Beschickungstür schmutzige, noch nicht desinfizierte Wäsche nachgefüllt werden kann. Beim Öffnen der Beschickungstür wird das dritte Schütz und damit auch das vierte Schütz und der Antriebsmotor ausgeschaltet. Da das dritte Schütz nur über den Zeitmesser einschaltbar ist, muß der ganze Desinfektionsvorgang wiederholt werden, an den sich dann ein Klarwaschvorgang anschließen kann.
  • Weitere Merkmale der Erfindung betreffen die Anordnung von Anzeige- und Warnsignalen sowie Einzelheiten der Schaltweise und sind in den Unteransprüchen genannt. Als Ausführungsbeispiel ist der Gegenstand der Erfindung in der Zeichnung näher dargesellt, und zwar zeigt Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Doppeltrommel-Wascuhmaschine in geöffneter Stellung zum Beschicken mit Lichtinfektionswäsche, Fig. 2 die gleiche Maschine in der Stellung zur Entnahme der desinfizierten Wäsche, Fig. 3 eine Stirnansicht der Maschine mit Antriebsmotor, Fig. 4 eine Seitenansicht zu Fig. 1 bis 3 mit Darstellung einer besonderen Ausführung der automatischen Sperre des Ablaßhahnes bzw. seines Bedienungsgriffes, Fig. 5 die Maschine nach Fig. 1 bis 4 abgebrochen im Längsschnitt gemäß der in Fig. 3 eingezeichneten Schnittlinie, Fig. 6 ein Schaltschema mit den wichtigsten elektrischen Steuer- und Schaltorganen, die an einer besonderen Schalttafel od. dgl. untergebracht sein können.
  • Die neue Desinfektions-Wasch- und Spülmaschine ist durch eine Wand getrennt und steht zweckmäßig zur Hälfte in einem Raum, von dem aus sie mit Infektionswäsche beschickt wird, zur anderen Hälfte in einem Raum, in dem die desinfizierte gereinigte Wäsche aus der Maschine herausgenommen wird. Die Maschine ist als Doppeltrommel ausgebildet und weist eine Innentrommel 1 mit Trennwand2 und Klapptüren 3 sowie einen Außenmantel 4 mit Schiebedeckel 5 auf der Entnahmeseite und Schiebedeckel 6 auf der Beschickungsseite auf. Die Schiebedeckel 5, 6 sind mit Handgriffen 7 versehen. Die Beheizung erfolgt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel durch Einleiten von Dampf in einen Dampfraum 8.
  • In Fig. 1 ist die Desinfektions-Waschmaschine mit geöffnetem Außenmantel (Schiebedeckel 6) und geöffneter Innentrommel 1 (Klapptüren 3) auf der Beschickungsseite, also zum Einfüllen der Infektionswäsche, in Fig. 2 mit geöffnetem Außenmantel (Schiebedeckel 5) und geöffneter Innentrommel auf der Entnahmeseite, also zur Entnahme der fertig gewaschenen, desinfizierten und gespülten Wäsche dargestellt.
  • Die Maschine wird in der Stellung nach Fig. 1 beschickt. Dabei sind die Klapptüren 3 und der Deckel 5 auf der Entnahmeseite zwangläufig geschlossen. Die Infektionswäsche fällt in die in der Maschine befindliche Lauge, die vorzugsweise eiweiß- und fettlösende Enzyme enthält. Nach Schließen der Klappen und Deckel3, 6 auf der Beschickungsseite wird die gefüllte Waschmaschine durch Betätigung eines Schalters, z. B. Druckknopfschalters 9, eingeschaltet. Dadurch erhalten die Schütze 10 und 11 Strom, wodurch unter anderem ein Hubmagnet 12 den Ablaßhahn der Maschine bzw. einen diesen betätigenden Griff 13 od. dgl. sperrt, der für die gesamte Dauer des Desinfektionsvorganges gesperrt bleibt, also von der Bedienungsperson nicht geöffnet werden kann. Gleichzeitig kann der Beginn des Desinfektionsvorganges akustisch oder optisch z. B. durch Aufleuchten eines Schildes 14 mit der Beschriftung »Desinfektion« automatisch kenntlich gemacht werden.
  • Von Schütz 11 fließt der Strom zu einem Umsteuergerät 15, wodurch der Antriebsmotor 16 der Desinfektions-Waschmaschine in Bewegung gesetzt wird, der seine Drehrichtung zweckmäßig dauernd wechselt. Dann wird ein Ventil der Dampfleitung 17 geöffnet und dadurch die in der Maschine befindliche Lauge mit der darin befindlichen Infektionswäsche erwärmt, und zwar bis auf eine zur Abtötung der Krankheitskeime erforderliche Temperatur. Die Temperatur wird durch einen in der Waschlauge befindlichen Fühler über eine Kapillarleitung auf ein Kontaktthermometer 18 übertragen und auf diesem Thermometer angezeigt. Öffnet die Bedienungsperson absichtlich oder versehentlich den Außenmanteldeckel 5 oder 6, auch nur um einen kleinen Weg, so unterbrechen die Türsohalter 19 den Steuerstrom für Schütz 11, so daß das Umsteuergerät 15 und der Antriebsmotorl6 stromlos werden. Der Desinfektions-Waschvorgang ist ausgeschaltet und unterbrochen, während die Sperre 12 des Ablaßhahnes 13 eingerastet bleibt. Bei etwaigem weiteren Öffnen der Außenmantel-Schiebedecke5 oder 6 werden in den Türschalternl9 KontakteK-L geschlossen und ein Signal, bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ein akustisches Signal, durch eine Hupe 20, eingeschaltet, durch welches die Bedienungsperson gewarnt wird.
  • Die elektrische Schaltung kann so ausgebildet sein, daß das Öffnen der Maschine auf der Beschickungsseite und damit das Nachfüllen von Infektionswäsche so lange noch möglich ist, solange die Lauge und das Waschgut noch nicht die zur Abtötung der Krankheitskeime erforderliche Temperatur erreicht haben, also erst bei Erreichung dieser Temperatur die Maschine gegen Nachfüllen von Wäsche oder vorzeitiges Herausnehmen von Wäsche automatisch gesperrt wird.
  • Sind Lauge und Waschgut durch entsprechende Dampfbeheizung des Mantels 8 auf die bestimmte Temperatur erhitzt, so verbindet der Zeiger des Thermometers 18 die Kontakte C-D und schließt damit den Strom für eine Elektro-Zeituhr 21. Der Strom kann aber nur dann zur Zeituhr 21 fließen, wenn das Schütz 11 eingeschaltet ist, also die Desinfektions Waschmaschine läuft. Sinkt durch irgendeinen Umstand (unabsichtliches Schließen des Dampfventils oder Ausbleiben des Heizmittels) die Temperatur unter den bestimmten erforderlichen Wert, so bleibt die Zeituhr 21 infolge Unterbrechung der Kontakte C-D stehen und läuft erst dann wieder weiter, wenn die bestimmte Temperatur wieder erreicht oder überschritten ist und damit der Strom über die Kontakte C-D zur Zeituhr wieder fließt.
  • Durch Anlaufen der Zeituhr 21 werden die Kontakte E-F der Uhr infolge Drehung des Uhrzeigers geöffnet. Diese Kontaktunterbrechung hat folgende wesentliche Wirkung: Wenn jetzt die Waschmaschine absichtlich zum Nachfüllen von Infektionswäsche oder auch nur versehentlich geöffnet wird, so wird durch die Türschalter 19 der Waschgang automatisch ausgeschaltet und kann erst wieder eingeschaltet werden, wenn der Zeiger der Zeituhr 21 von Hand in die Nullstellung zurückgedreht ist und dadurch die Kontakte E-F wieder geschlossen sind. Auch während dieser Ausschaltungszeit des Waschganges bleibt die Sperre 12 des Ablaßhahnes 13 dauernd eingerastet, und es ist durch keinen Schaltvorgang während des Desinfektions-Waschganges möglich, den Ablaßhahn 13 zu öffnen und die Lauge vorzeitig abzulassen. Die Lauge und die einmal eingefüllte Desinfektionswäsche müssen daher zwangläufig eine bestimmte Zeit lang einer bestimmten Temperatur ausgesetzt sein, wodurch eine sichere Abtötung der Krankheitskeime gewährleistet ist.
  • Ist die zur sicheren Abtötung der Keime erforderliche Zeit (bei bestimmter Temperatur) abgelaufen, so werden durch den Zeiger der Elektro-Zeituhr 21 Kontakte G-H geschlossen. Dadurch fließt Strom zu Schütz 22 und schaltet dieses ein. Hierdurch werden die Kontakte A-B in Schütz 22 unterbrochen und die Schütze 10, 11 stromlos. Die Folge ist, daß das Umsteuergerät 15 und der Antriebsmotor 16 ebenfalls stromlos werden, das Leuchtschildl4 erlischt oder eine sonstige Anzeigevorrichtung außer Wirkung tritt, und ferner der Hubmagnet 12 oder die sonstige Sperre des Ablaßhahnes 13 stromlos wird und den Ablaßhahn zur Betätigung freigibt und die Lauge, frei von Krankheitskeimen, nun abgelassen werden kann. Die dargestellte und beschriebene elektrische Steuerung der neuen Desinfektions-Waschmaschine hat also die Wirkung, daß die elektrische Sperre 12 des Ablaßhahnes erst dann, und zwar automatisch, aufgehoben wird, wenn die Lauge von einer bestimmten, genügend hohen Temperatur über einen bestimmten Zeitraum zur restlosen Abtötung der Keime auf das Waschgut eingewirkt hat.
  • Die Einschaltung des Schützes 22 durch Schließen der Kontakte G-H der Zeituhr 21 nach Ablauf einer bestimmten Zeit bei einer bestimmten Temperatur der Lauge und des Waschgutes hat außerdem die Wirkung, daß nun Strom zu einem Schütz 23 fließt, ohne ihn aber zu betätigen. Schütz 23 ist vielmehr erst durch einen besonderen Schalter24, z. B. Druckknopfschalter ein- und ausschaltbar. In eingeschalteter Stellung fließt Strom von Schütz 23 zu dem Umsteuergerät 15, wodurch der Antriebsmotor 16 wieder Betriebsstrom erhält. Außerdem wird gleichzeitig ein Leuchtschild 25 »Klarwaschen« oder eine sonstige Anzeigevorrichtung eingeschaltet. Beim Klarwaschgang können Ablaßhahn 13 und alle zum Spülen der desinfizierten Wäsche erforderlichen Ventile usw. bedient werden. Dagegen ist ein Nachfüllen von Infektionswäsche bzw. das Vermischen von bereits desinfizierter Wäsche mit infektiöser Wäsche, um diese ohne Desinfektion nur dem Klarwaschvorgang beizufügen, unmöglich. Wird nämlich versucht, Wäsche nachzufüllen, und der Maschinendeckel 5 bzw. 6 auch nur wenig geöffnet, so wird dabei automatisch der Türschalter 19 betätigt. Hierdurch wird das Schütz 23 stromlos und damit auch der Antriebsmotor 16 stillgesetzt. Außerdem schließt der Türschalter 19 Kontakte K-L, und das Warnsignal der Hupe 20 ertönt.
  • Wird trotzdem der Deckel weiter geöffnet, und zwar so weit, daß Wäsche nachgefüllt werden könnte, so werden die Kontakte in einem Türschließkontakt 26 unterbrochen, dadurch die Spulen von Schütz 22 und Schütz 23 stromlos, so daß die Betätigung des Schalters 24 zum erneuten Einschalten des Klarwaschvorganges wirkungslos bleibt. Es ist dann wieder der Zustand der Maschine und ihrer elektrischen Steuerungen wie beim Beginn des Desinfektionsvorganges eingetreten, und es muß - da Waschgut nachträglich eingefüllt wurde - erneut mit der Desinfektion begonnen werden, indem der Schalter 9 eingeschaltet und damit der Ablaßhahn 13 automatisch gesperrt, der Antriebsmotor 16 eingeschaltet wird usw.
  • Wird der Klarwaschvorgang ordnungsgemäß durchgeführt, also nicht Waschgut nachgefüllt, so wird der Anfangszustand erst bei Beendigung des gesamten Desinfektions- und anschließenden Klarwaschvorganges durch Entnahme der fertig behandelten Wäsche gemäß Fig. 2 hergestellt, da durch Öffnen der Maschine zwecks Entnahme des Waschgutes der Türschließkontakt 26 betätigt wird.
  • Wird bei Beginn der nächsten Desinfektion der Zeiger der Zeituhr 21 versehentlich nicht in die Anfangslage gestellt, bleiben also die Kontakte E-F unterbrochen, so wird zwar zur Einschaltung der Maschine durch Betätigung des Schalters 9 Schütz 10 betätigt, aber Schütz 11 und damit der Antriebsmotor 16 bleiben stromlos. Die Bedienungperson wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Zeituhr noch in die Anfangslage zu stellen ist. Geschieht dies, so wird durch Schließen der Kontakte E-F der Antriebsmotor 16 sofort in Betrieb gesetzt.
  • Die elektrische Steuerung der neuen Desinfektions-Waschmaschine kann natürlich in verschiedener Weise gegenüber dem dargestellten Ausführungsbeispiel geändert und z. B. durch ein automatisches Zurückgehen des Zeigers der Zeituhr 21 in die Anfangslage vorgesehen sein. Wesentlich ist aber, daß bei allen Steuerungsarten die Desinfektionsbehandlung der Infektionswäsche stets für eine bestimmte Zeitdauer und mit bestimmter Temperatur erfolgen muß, bevor das Spülen bzw. Klarwaschen erfolgen kann, und daß ferner das etwaige Nachfüllen von infektiöser Wäsche zwangläufig eine erneute Durchführung des gesamten Desinfektionsvorganges zur Folge hat. Dadurch ist bei Desinfektions-Waschmaschinen erstmalig sichergestellt, daß nur völlig keimfreie Wäsche der Maschine entnommen werden kann, da versuchte Abkürzung des Behandlungsverfahrens, versuchtes Nachfüllen von infektiöser Wäsche während des Desinfektions oder Klarwaschvorganges ausgeschlossen sind.
  • PATENTANspRtcHE: 1. Kombinierte Desinfektions- und Waschmaschine, bestehend aus einer elektromotorisch angetriebenen Waschtrommel mit getrennten Beschickungs- und Entleerungstüren nach verschiedenen Seiten und elektrischen Steuereinrichtungen, welche auf die Dauer des durch Hitzebehandlung erfolgenden Desinfektionsvorganges die Einhaltung einer bestimmten Temperatur sicherstellen und danach den Waschvorgang sowie das Öffnen des Ablaßhahnes regeln, gekennzeichnet durch einen Steuerstromkreis, der nach Schließen eines Schalters (9) ein eine elektromagnetische Sperre (12) des Ablaßhahnes einschaltendes Schütz (10) und bei geschlossenem Nullpunktkontakt (E-F) einer elektrischen Uhr (21) und bei geschlossenem Türschalter (19) ein den Antriebsmotor (16) für den Desinfektionsvorgang einschaltendes Schütz (11) anzieht, welches dann die Uhr (21) über ein Kontaktthermometer (18) an das Netz anschließt, wobei der das Schütz (10? anziehende Teilstrom über die Kontaktbrücke (A-B) eines abgefallenen Schützes (22) fließt, welches den Antriebsmotor (16) für den Waschvorgang an das Stromnetz anschließt und von einem gesonderten Steuerstromkreis angezogen wird, der über den Endpunktkontakt (G-H? der Uhr (21) und über Türschließkontakte (26) zum Schütz (11) verläuft.

Claims (1)

  1. 2. Kombinierte Desinfektions- und Waschmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsstrom zum Antriebsmotor (16) bzw. zu dessen Umsteuergerät (15) für den Desinfektionswaschvorgang über das Schütz (11) und für den Klarwaschvorgang über Schütze (22 und 23) fließt, wobei der Steuerstromkreis für Schütz (22) durch den Endpunktkontakt (G-H) der Uhr (21) und durch den Türschließkontakt (26) und der Steuerstromkreis für Schütz (23) über einen Handschalter (24) und den Türschalter (19) geschlossen wird.
    3. Kombinierte Desinfektions- und Waschmaschine nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, daß an das Schütz (11) ein Leuchtsignal (14) angeschlossen ist, welches bei lange zogenem Schütz (11) den Signal stromkreis schließt.
    4. Kombinierte Desinfektions- und Waschmaschine nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an das Schütz (23) ein Leuchtsignal (25) angeschlossen ist, welches bei angezogenem Schütz (11) den Signalstromkreis schließt.
    5. Kombinierte Desinfektions- und Waschmaschine nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den Arbeitsstromkreis zwischen den Schützen (11 und 23) und dem Umsteuergerät (15) ein Lichtsignal oder ein akustisches Signal (20) angeschlossen ist, dessen Signalstromkreis bei angezogenem Schütz (11 oder 23) durch den Türschalter (19) bei geöffneten und teilweise geöffneten Türen (5, 6) über Kontakte (K-L) geschlossen wird.
    6. Kombinierte Desinfektions- und Waschmaschine nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Uhr (21) bei geschlossenem Schütz (11) von einem Kontaktthermometer (18) bei Erreichen der eingestellten Temperatur über die Kontakte (C-D) an das Stromnetz angeschlossen wird.
    7. Kombinierte Desinfektions- und Waschmaschine nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Uhr (21) in ihrer Nullstellung eine Kontaktbrücke (E-F), welche in den Steuerstromkreis des Schützes (11) geschaltet ist, und in ihrer Endstellung eine Kontaktbrücke (G-H) schließt, welche in den Steuerstromkreis des Schützes (22) geschaltet ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 655 184, 674209, 819 130, 853 151, 859 597; schweizerische Patentschrift Nr. 280 157; französische Patentschrift Nr. 1 043 159; USA.-Patentschrift Nr. 2544 867.
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