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Farbfernsehempf änger mit .automatischer Verstärkungsregelung Die
Erfindung betrifft die getastete Regelung in einem Farbfernsehempfänger, der nach
der NTSC-Norm bzw. einer dieser Norm angelehnten arbeitet.
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Derartige Farbfernsehempfänger enthalten einen örtlichen Oszillator
zur Erzeugung des Farbhilfsträgers, der durch das senderseitige Farbsynchronzeichen
synchronisiert und dadurch phasenstarr gekoppelt ist.
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Ferner ist es üblich, die Hochfrequenz- und Zwischenfrequenzverstärker
im Eingang des Empfängers zu regeln durch eine aus einer getasteten Regelstufe entnommenen
Regelspannung.
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Es ist außerdem bekannt, entweder aus dem vorhandenen Phasendiskriminator
oder auch hinter dem Farbhilfsträgeroszillator eine Regelspannung zur Regelung des
Farbzwischenfrequenzverstärkers abzugreifen.
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Ferner ist es aus den Schaltungen der Farbfernsehempfangsgeräte bekannt,
das Farbsynchronzeichen in einer besonderen Röhrenstufe abzutrennen, wobei mit Hilfe
eines vom Zeilenablenkoszillator abgeleiteten Impulses nur während der Dauer der
hinteren Schwarzschalter des Zeilensynchronimpulses die Röhre in dieser Stufe geöffnet
wird.
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In beiden genannten Röhrenstufen, der für die Regelspannungserzeugung
der Hochfrequenz- und Zwischenfrequenzverstärker und der für die Farbsynchronzeichenabtrennung,
werden die Röhren bekanntlich getastet durch einen vom gleichen Zeilenablenktransformator
entnommenen geeigneten Im-puls.
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Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, daß die Funktionen beider
getasteter Röhrenstufen im wesentlichen, d. h. bis auf die Frequenzbereiche der
auszutastenden Impulse, die gleichen sind.
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Durch die Zusammenfassung zweier Röhrenstufen nach der Erfindung zu
einer einzigen wird natürlich nicht nur eine ganze Stufe eingespart, sondern auch
die Störanfälligkeit vermindert. Gleichzeitig zeichnet sich der Erfindungsgedanke
dadurch aus, daß in geeigneter Weise die obengenannten Regelspannungen aus dieser
selben Stufe abgeleitet werden, wodurch eine recht wesentliche Vereinfachung erreicht
wird.
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In einem Farbfernsehempfänger mit getasteter automatischer Verstärkungsregelung
für die Hochfrequenz- und Zwischenfrequenzverstärker sowie mit einem örtlichen Oszillator
zur Erzeugung des Farbhilfsträgers, der durch das senderseitige Farbsynchronzeichen
synchronisiert wird, ist der erfindungsgemäße Gedanke dadurch gekennzeichnet, daß
die Farbsynchronzeichen und die Regelspannung für die Verstärkungsregelung der Hochfrequenz-
und Zwischenfrequenzverstärker gleichzeitig in einer einzigen Röhrenstufe abgeleitet
werden, die durch Impulse aus dem Zeilenablenktransformator getastet wird, welche
bezüglich ihrer Breite und Phasenlage dem Farbsynchronzeichen entsprechen.
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Dabei wird die Regelspannung für die Verstärkungsregelung an der hochfrequenzmäßig
geerdeten Seite der Ausgangsübertragerwicklung für das Farbsynchronzeichen in der
getasteten Röhrenstufe abgegriffen.
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Es werden nunmehr zwei Funktionen gleichzeitig in einer Stufe erfüllt,
auch ist die Schaltung sehr einfach im Aufbau.
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In den Figuren werden die Merkmale der Erfindung beschrieben.
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Fig. 1 a zeigt einen Auszug aus einem Farbfernsehempfänger. 1 ist
die Antenne, 2 enthält den Hochfrequenzverstärker einschließlich Mischstufe, 3 ist
der übliche gemeinsame Zwischenfrequenzverstärker, hinter dem Bild und Ton getrennt
werden. In Richtung 5 folgt der Tonkanal, während 4 jetzt der reine Bildverstärker
ist. Von diesem wird das Helligkeitssignal in Richtung 6 über entsprechende Verstärkerstufen
der Bildwiedergaberöhre zugeführt.
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Aus dem Bildverstärker 4 wird das Bildsignal einer Röhrenstufe 14
zugeführt, die die Regelspannungen für den Hochfrequenzverstärker 2 und den Zwischenfrequenzverstärker
3 erzeugt. Die Röhre in der Stufe 14 wird durch den Zeilenrücklaufimpuls aus dem
Zeilenablenktransformator, der sich im Zeilenablenkteil 12 befindet, getastet.
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Das vollständige Bildsignal aus dem Bildverstärker 4 wird ferner der
Abtrennstufe 15 zugeführt, deren Röhre ebenfalls durch den Zeilenrücklaufimpuls
vom Zeilenablenkteil12 her getastet wird. Die Abtrennstufe
15 trennt
aus dem Bildsignal das sich auf der hinteren Schwarzschulter des Zeilensynchronimpulses
befindliche Farbsynchronzeichen, den sogenannten »hurst«, ab.
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Dieses Farbsynchronzeichen wird einer Phasendiskriminatorstufe
24 zugeführt und dort gleichgerichtet. Gleichzeitig wird aus dem Oszillator
23 der Farbhilfsträger dieser Phasendiskriminatorstufe zugeführt. Bei Abweichungen
der Phase zwischen dem senderseitigen Farbsynchronzeichen und dem örtlich bei 23
erzeugten wird der örtliche Oszillator über die Reaktanzröhre 25 nachgesteuert.
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Von dem Farbzwischenfrequenzverstärker 16 werden die Farbsignale nach
entsprechender Demodulation und Verstärkung in Richtung 17 dem Gitter der Bildröhre
zugeführt.
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Fig. 1 b zeigt die Abwandlung des Blockschaltbildes bei Anwendung
des Erfindungsgedankens. Stufe 14 und 15 sind zusammengefaßt. Die Vereinfachung
ist klar ersichtlich. Der einen Stufe wird einmal das Bildsignal aus dem Bildverstärker
4 und der Zeilenrücklaufimpuls aus dem Zeilenablenkteil 12 zugeführt. Von der Stufe
14/15 geht das Farbsynchronzeichen zum Phasendiskriminator 24, die Regelspannungen
zu den Verstärkern 2, 3.
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Fig. 2 zeigt den erfindungsgemäßen Gedanken im Detailschaltbild.
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Von einer im Bildverstärker 4 enthaltenen Röhre 26 wird das Bildsignal
der getasteten Röhre 28 zugeführt. Dabei können die Röhren 26 und 28 einen gemeinsamen
Kathodenwiderstand 27 haben.
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Die Tastung der Röhre 28 erfolgt wie oben ausgeführt. Der Einspeisepunkt
des Zeilenrücklaufimpulses ist mit 12 bezeichnet.
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Die am Widerstand 30 gewonnene Regelgleichspannung wird über den Widerstand
31 den Verstärkern 2 und 3 zugeführt. Kondensator 32 erdet das Hochfrequenzsignal.
Die Sekundärwicklung des Übertragers 29 ist Bestandteil des Phasendiskriminators
24, der aus einem Diodenpaar 33 besteht. Hier wird der vom örtlichen Oszillator
23 zugeführte Farbhilfsträger gleichgerichtet und auch in der Phase verglichen mit
dem über den Übertrager 29 zugeführten Farbsynchronzeichen. Die resultierende Regelspannung
wird symmetrisch ausgekoppelt und über den Ausgang 25 der nachsteuernden Reaktanzröhrenstufe
zugeführt.