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DE1157595B - Verfahren zur Herstellung von 2-Amylanthrachinonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-Amylanthrachinonen

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Publication number
DE1157595B
DE1157595B DED37615A DED0037615A DE1157595B DE 1157595 B DE1157595 B DE 1157595B DE D37615 A DED37615 A DE D37615A DE D0037615 A DED0037615 A DE D0037615A DE 1157595 B DE1157595 B DE 1157595B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oleum
reaction
amylanthraquinone
acid
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DED37615A
Other languages
English (en)
Inventor
Lynn Hugh Dawsey
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
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Publication of DE1157595B publication Critical patent/DE1157595B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/022Preparation from organic compounds
    • C01B15/023Preparation from organic compounds by the alkyl-anthraquinone process
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C46/00Preparation of quinones

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von 2-Amylanthrachinonen 2-Amylanthrachinone, die durch das Verfahren der Erfindung hergestellt werden, sind neue Verbindungen.
  • Sie haben eine definierte chemische Zusammensetzung und sind ein Glied der Alkylanthrachinone.
  • Über einige Alkylanthrachinone wurde schon früher berichtet, aber die Gesamtzahl war begrenzt.
  • Die folgende Tabelle führt die Namen, Eigenschaften, Darstellungsmethode und Literaturhinweise für derartige bereits bekannte Verbindungen auf, von denen allen erwiesen ist, daß sie kristalline Substanzen sind und charakteristische Schmelzpunkte haben
    Darstellungs-
    Mole- Schmelz- methode und
    Alkylanthrachinone ) kular- punkt Literatur-
    gewicht °C hinweis
    2-Methylanthra-
    chinon . ... 222 r 176 / Cyclisierung
    mit Oleum a>
    2-Athylanthrachinon 236 109 Cyclisierung
    2-n-Propylanthra- mit Oleum b)
    chinon . . 250 99 Cyclisierung
    2-iso-Propylanthra- mit Qleum c)
    chinon . 250 45 Cyclisierung
    2-n-Butylanthra- mit Oleum C)
    chinon . .. 264 90 Cyclisierung
    2-t-Butylanthra- mit Oleum d)
    chinon .. 264 104 Cyclisierung
    2-n-Heptylanthra- mit Oleum d)
    chinon . .. 306 88 von
    Naphtho-
    2-n-Decylanthra- chinon e)
    chinon . .. 348 103 ; von
    Naphtho-
    chinon e)
    a) Org. Synth. Coll., Vol. I, 345, John Wiley & Sons, N. Y. C., 1932. b) PB Report 44, 961, August, 1946, Library of Congress. c) Beilstein. d) J Chem. Soc., 1945, 1811182. e) J. A. C. S., 55, 2815 (1933).
  • Die ersten sechs aufgezählten Verbindungen, welche die Methyl- bis Butylderivate erfassen, haben wirtschaftliche Bedeutung, während es sich bei den zwei letzten herausgestellt hat, daß sie ausschließlich von wissenschaftlichem Interesse sind, was auf die abwegige und kostspielige Herstellung zurückzuführen ist. Die einfacheren der bekannten Verbindungen, bei denen die Zahl der Kohlenstoffatome in der AlkyI-gruppe vier nicht überschreitet, wurden durch die Einwirkung von rauchender Schwefelsäure auf die entsprechenden 2-(4'-Alkylbenzoyl)-benzoesäuren in verschiedenen Ausbeuten dargestellt. Die Muttersubstanz, das Anthrachinon selbst, wurde in 100%iger Ausbeute, das einfachste Methylanthrachinonderivat in 85%iger Ausbeute und das nächsteinfache Äthylanthrachinon in 75010iger Ausbeute, das Isopropylderivat in 60%iger Ausbeute usw. dargestellt, wobei die Schwierigkeit der Darstellung allgemein im selben Maße zunimmt wie die Zahl der Kohlenstoffatome in der verknüpften Alkylgruppe. Peters und Rowe (J. Chem. Soc., 1945, S. 181) hatten zwar bei der Herstellung bestimmter Butylderivate Erfolg, ihre Versuche Amyl-, Heptyl-, Oktyl-, Dodecylderivate herzustellen, blieben aber erfolglos. Diese alle haben nämlich mehr als 4 Kohlenstoffatome in der Alkylgruppe. Die physikalische Existenz der vier zuletzt aufgeführten Derivate ist noch nie bewiesen worden, lediglich das Heptylanthrachinon wurde vor einigen Jahrzehnten als eine wissenschaftliche Kuriosität aufgeführt.
  • Schon früher wurden hypothetische Formeln und Namen für weitere Alkylanthrachinone mit einer komplexeren Struktur oder höherem Molekulargewicht angenommen, aber ihre wirkliche Existenz blieb zweifelhaft, da hierfür ein Beweis fehlte, wie etwa ein Bericht über die synthetische Darstellungsmethode oder eine Beschreibung der physikalischen und chemischen Eigenschaften dieser hypothetischen Substanzen.
  • Das Verfahren der Erfindung bezweckt die Darstellung von 2-Amylanthrachinonen mit bestimmten chemischen und physikalischen Eigenschaften. 2-Amylanthrachinone sind Flüssigkeiten, die mit den meisten gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln leicht mischbar sind.
  • 2-Amylanthrachinon hat die Summenformel C19H18O2 und das Molekulargewicht von annähernd 278. Es kann aus einem oder mehreren von acht Isomeren bestehen, was von der räumlichen Anordnung der 5 Kohlenstoffatome in dem Amylrest, der mit dem Antrhachinonkern verknüpft ist, abhängt.
  • 2-Amylanthrachinon ist ein wertvolles Zwischenprodukt für die Herstellung von Wasserstoffperoxyd.
  • Gemäß dieser Erfindung können 2-Amylanthrachinone durch Einwirkung von rauchender Schwefelsäure auf 2-(4'-Amylbenzoyl)-benzoesäure dargestellt werden, allerdings nur unter Berücksichtigung einer Anzahl besonderer Vorsichtsmaßnahmen. Die Auffindung dieser besonderen Bedingungen bei der Ausführung der Cyclisierung und der dazu erforderlichen Schritte, um das Produkt nach der Cyclisierung zu erhalten, sind Bestandteile dieser Erfindung und werden wie folgt beschrieben: Die Bildung von 2-Amylanthrachinon kann durch die allgemeine Gleichung gekennzeichnet werden: 24'-Amylbenzoylbenzoesäure Molekulargewicht: 296 2-Amylanthrachinon, Molekulargewicht: 278 Die Grundstoffe sind 2-(4'-Amylbenzoyl)-benzoesäure und rauchende Schwefelsäure, Wasser ist ein Nebenprodukt der Reaktion und wird vom schwefelsauren Medium absorbiert.
  • Es handelt sich hierbei um einen monomolekularen Reaktionstyp, bei dem die Ausgangs- und Endprodukte gelöst sind. Der Temperaturkoeffizient für eine Temperaturerhöhung um 10"C beträgt ungefähr 3. Unter den verschiedenen Faktoren, von denen die Geschwindigkeit und die Ausbeute abhängen, ist die Temperatur weitaus am wichtigsten. Bei Zimmertemperatur erfolgt die Reaktion, wenn überhaupt, langsam, bei 50"C wird sie erkennbar und findet bei 95C sehr schnell statt, wobei Sulfonierung des Produkts bei letzterer Temperatur merklich eintreten kann.
  • Die Reaktionsdauer für 950/0ige Umsetzung beträgt ungefähr 14 Stunden bei 650 C, 5 Stunden bei 75° C, lV2 Stunden bei 85"C und 1/2 Stunde bei 95"C. Der günstigste Temperaturbereich liegt zwischen 75 und 90"C.
  • Weiterhin haben auf die Reaktionsgeschwindigkeit und die Ausbeute die Reinheit der Ausgangsmaterialien, die Konzentration des Oleums, Katalysatoren und das Rühren der Reaktionsmischung einen Einfluß.
  • Die Amylbenzoylbenzoesäure, die in obiger Gleichung durch die Formel mit Molekulargewicht296 charakterisiert ist, kann aus einem oder mehreren von acht theoretisch möglichen Isomeren bestehen, was von der räumlichen Anordnung der 5 Kohlenstoffatome in dem an die Benzoylgruppe angehängten Amylrest abhängt. (J. A. C. S., 60, 1476, 1938). Für beste Ergebnisse sollte dieses Material trocken und mindestens von 95- bis 990/0iger Reinheit sein, obwohl auch niedrigere Reinheitsgrade verwendet werden können, allerdings mit entsprechend niedrigerer Ausbeute. Dieses Rohmaterial kann kristallin oder amorph sein, was vom Gehalt an Isomeren und den vorhandenen Verunreinigungen abhängt. Wenn die Säure kristallin ist, kann der Schmelzpunkt zwischen 100 und 1500C liegen.
  • Es wird technisches oder reines Oleum verwendet, welches zwischen 5 und 10°/o Schwefeltrioxyd enthält.
  • Mit 1000/0aber Schwefelsäure, die kein freies Schwefeltrioxyd enthält, kommt zwar die Cyclisierung in Gang, doch verdünnt das bei der Reaktion frei werdende Wasser die Mischung unter die ursprüngliche Konzentration von 1000/o derart, daß die Reaktionsgeschwindigkeit scharf abfällt. Oleum mit einem Schwefeltrioxydgehalt von mehr als 100/o cyclisiert die Amylbenzoylbenzoesäure etwas schneller, aber auf Grund unerwünschter Sulfonierung des Produkts ergibt eine höhere SO3-Konzentration im allgemeinen eine geringere Gesamtausbeute des gewünschten Produkts.
  • Die SO8-Anfangskonzentration im Oleum beim Verfahren der Erfindung ist 5 bis 10°/o, wovon ungefähr 40/o durch Verbindung mit dem bei der Cyclisierung frei werdenden Wasser verbraucht werden (vgl. obige Gleichung). Die Gegenwart eines geringen Überschusses an SO3 während des gesamten Reaktionsablaufes ist erwünscht, da er innerhalb einer vernünftigen Zeitfrist für eine Vervollständigung der Reaktion sorgt.
  • Organische Verunreinigungen in den Rohmaterialien verbrauchen SO3 und verlangsamen den Verlauf der Hauptreaktion oder bringen sie ganz zum Erliegen; ebenso wird bei der Sulfonierung, die eine Nebenreaktion darstellt, der geringe SO3-Überschuß verbraucht. Diese Nebenreaktionen können durch exakte Temperaturkontrolle und ständiges Umrühren der Reaktionsmischung während des Cyclisiervorganges auf ein Minimum beschränkt werden.
  • Die Reaktion kann in einem geschlossenen, umhüllten Gefäß durchgeführt werden, das mit einem niedertonrigen Rührmechanismus, einem Abflußhahn, ausreichenden Verbindungen nach oben für Thermometer, Lüftungsöffnung, Rührwelle und einer Einfüllöffnung versehen ist.
  • Das Verhältnis der verwendeten Stoffe kann zwischen 5 und 10 Gewichtsteilen Oleum auf jeden Teil Amylbenzoylbenzoesäure, der dazu gegeben wird, schwanken. Am besten ist ein Verhältnis von etwa 8 Teilen Oleum auf einen Teil der genannten Säure, welches nach Auflösen eine Lösung mit einem spezifischen Gewicht von etwa 1,75 ergibt. Mehr als 10 Teile Oleum können verwendet werden, ohne die Ergebnisse grundlegend zu beeinflussen.
  • Das Oleum kann zuerst in das Reaktionsgefäß gegeben und bis auf 10"C unter die gewählte Reaktionstemperatur erwärmt werden. Die Amylbenzoylbenzoesäure kann dann in Form von Körnchen dem erhitzten Oleum unter Rühren beigefügt werden, wonach die Temperatur der Reaktionsmischung auf die gewünschte Höhe gebracht werden kann, um sie dann eine bestimmte Zeit lang dort zu halten. Die gewünschte Reaktionsdauer ist praktisch gleich der Zeit, in der etwa 01o der Amylbenzoylbenzoesäure verbraucht werden. Im Bereich zwischen 80 und 90°C bei einem SO3-Gehalt von 50/0 im Oleum variiert die Reaktionsdauer zwischen etwa 4 Stunden bei der niederen Temperatur und etwa 70 Minuten bei der höheren Temperatur. Bei 85"C beträgt die Dauer etwa 2 Stunden. Für eine besondere Temperatur und festgesetzte Arbeitsbedingungen sollte die entsprechende Dauer zuvor experimentell bestimmt werden. Wenn die Cyclisierung beinahe beendet ist, kann man die Mischung abkühlen und vom Reaktionsgefäß in einen anderen Behälter oder ein Absetzgefäß gießen, das auch einen Rührmechanismus aufweist und eine Wassermenge (kalt), die etwa dreimal so groß ist wie die Menge der ursprünglichen Reaktionsmischung, enthält. Die Temperatur der verdünnten Mischung, die jetzt die vierfache Menge der Reaktionsmischung darstellt, wird dann im Absetzgefäß auf etwa 60"C gehalten. 1 Volumteil Tetrachlorkohlenstoff oder ein anderes geeignetes Extraktionsmittel kann dann zugefügt werden. Man rührt den gesamten Inhalt um und läßt nachher die Mischung in zwei Schichten absitzen. Die organische Schicht, die das Produkt enthält, wird von der wäßrigen Phase getrennt und zurückbehalten. Diese Extraktion mit abgeteilten Mengen wird noch zweimal mit zusätzlichem Lösungsmittel wiederholt, wonach die verbrauchte Schwefelsäuremischung verworfen wird. Die organischen Extrakte werden vereinigt, mit Wasser gewaschen und mit 20/0aber Natronlauge behandelt, um etwa unverbrauchte Amylbenzoylbenzoesäure zu entfernen und später wieder zu erhalten. Das Lösungsmittel wird von den vereinigten Extrakten abdestilliert und wiedergewonnen, wobei das rohe, orangefarbige ölige Produkt zurückbleibt. Dieses letztere besteht dann aus Amylanthrachinon von mehr als 950/0Der Reinheit, und die Ausbeute kann zwischen 70 und 80°/o bei optimalen Bedingungen schwanken.
  • Die oben beschriebene Trennung des Produkts von der verdünnten schwefelsauren Mischung, die ein spezifisches Gewicht von etwa 1,2 hat, kann auch in großen Gefäßen ohne die Verwendung von Lösungsmitteln erreicht werden, z. B. durch Absetzenlassen oder indem man in einem Prozeß das Absetzenlassen und die Extraktion durch Lösungsmittel kombiniert.
  • Das rohe Produkt aus Amylanthrachinon kann zu verschiedenen Zwecken direkt verwendet werden, es kann auch durch Waschen mit verschiedenen absorbierenden Agenzien mit passenden olganischen Lösungsmitteln weiter gereinigt werden.
  • Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele erläutert: Beispiel 1 Eine rohe 2-(4'-Amylbenzoyl)-benzoesäure von etwa 900/0aber Reinheit in Form von gelbbraunen Körnern mit einem Schmelzpunkt zwischen 107 und 112"C, die aus einer Mischung von primären, sekundären und tertiären Isomeren bestand, wurde zu einer Umsetzung nach der oben beschriebenen Art verwendet. 20 Gewichtsteile der Körnchen wurden unter Umrühren zu 156 Gewichtsteilen Oleum mit 100/o Schwefeltrioxyd gegeben, die in einem Reaktionsgefäß mit Rührvorrichtung, Thermometer, Lüftungsöffnung auf 85"C gehalten wurde. Die entstandene dunkelrote Mischung wurde vor Feuchtigkeit geschützt, 11/2 Stunden lang bei 85"C langsam gerührt und sodann auf Zimmertemperatur abgekühlt. Die Reaktionsmischung, die sich nunmehr auf etwa 100 Raumteile belief, wurde langsam unter Rühren und Kühlen in ein Absetzgefäß geleitet, das 300 Raumteile Wasser enthielt. Während 100 Volumteile Tetrachlorkohlenstoff zugegossen wurden, wurde die verdünnte Mischung in dem Absetzgefäß gerührt und auf etwa 600 C gehalten. Der Inhalt wurde bei gleicher Temperatur vermischt. Nach dem Absetzen wurde die Tetrachlorkohlenstoffschicht, die das Produkt bowie etwas nicht in Reaktion getretene Amylsäure enthielt, in ein getrenntes Gefäß abgegossen.
  • Die verdünnte Reaktionsmischung wurde nacheinander noch zweimal extrahiert, wobei jedesmal 50 Raumteile Lösungsmittel zugegeben wurden. Nach Absetzen und Ablassen wurde die Schwefelsäureschicht verworfen. Die drei Tetrachlorkohlenstoffextrakte wurden zusammen in das ursprüngliche Absetzgefäß zurückgegeben und mit Wasser gewaschen, bis sie neutral waren. Die Extrakte wurden dann mit 50 Raumteilen wäßriger 20/0aber Natronlauge gewaschen, um daraus die unverbrauchte Amylsäure zu entfernen.
  • Dann ließ man sie sich absetzen. Diese Natronlauge-Waschlösung wurde zurückbehalten, um später die aus der Tetrachlorkohlenstofflösung entfernte Amylsäure daraus wieder zu erhalten. Die Tetrachlorkohlenstofflösung wurde mit festem Natriumkarbonat getrocknet und durch Filtration durch eine fixierte Schicht von aktivierter Magnesia geklärt. Danach wurde das Lösungsmittel verdampft, wobei das rohe Produkt aus Amylanthrachinon zurückblieb. Dieses, mit einer Menge von 12,3 Teilen, war ein orangefarbiges schwerflüchtiges viskoses Ö1 mit einem spezifischen Gewicht von 1,07 bei 25"C. Die Menge an nicht cyclisierter Amylsäure, die aus der Alkali-Waschlösung erhalten wurde, betrug 0,9 Gewichtsteile von den ursprünglich 20 Teilen, die bei Beginn der Synthese verwendet wurden. Es wurden somit 19,1 Teile Amylbenzoylbenzoesäure verbraucht, während die Ausbeute des Rohprodukts 690/o betrug. Nach 1 1/2stündiger Reaktionsdauer war die Cyclisierung zu 96 °/o durchgeführt.
  • Das nächste Beispiel verdeutlicht unter anderem die Wirkung der Reinheit des Ausgangsmaterials auf die Ausbeute des Endprodukts.
  • Beispiel 2 Eine rohe Amylsäurebenzoylbenzoemischung, die hauptsächlich aus sekundären Isomeren bestand, wurde durch Umkristallisation aus Benzol und Petroläther gereinigt. Das umkristallisierte Material war fast farblos, hatte einen Schmelzbereich von 120 bis 125"C und war von über 950/0aber Reinheit. Diese gereinigte sekundäre Amylbenzoylbenzoesäure wurde unter denselben Bedingungen wie im Beispiel 2 zur Reaktion gebracht, mit der Ausnahme, daß die Reaktionsdauer 3 Stunden betrug. Mit dem gereinigten Ausgangsmaterial und der längeren Reaktionsdauer erhielt man 0,6 Teile Amylbenzoylbenzoesäure zurück. Die Ausbeute an Amylanthrachinon betrug 13,6 Teile oder 750/o, und die Cyclisierung war zu 97°lQ erfolgt. Das spezifische Gewicht des gelben öligen Produkts betrug 1,13 bei 25°C, Beispiel 3 Eine rohe 2-(4'-tert.-Amylbenzoyl)-benzoesäure in Form eines hellen frei fließenden Pulvers mit Schmelzpunkt von 138 bis 1400 C, das hauptsächlich aus den tertiären Isomeren bestand, wurde zu einer Reaktion unter denselben Bedingungen wie im Beispiel 3 verwendet, Das Oleum enthielt 10 0/o SO', die Cyclisierungstemperatur betrug 850 C, und die Reaktion dauerte 3 Stunden. Von 20 Teilen Ausgangsmaterial reagierten 19,1 Teile, 0,9 Teile wurden unverändert wiedererhalten, und 13,4 Teile Amylanthrachinon wurden in 750/0iger Ausbeute gewonnen. Die Cyclisierung war zu 9501a erfolgt. Dieses Produkt war ein viskoses gelbes Ö1 mit dem spezifischen Gewicht 1,14 bei 25°C.
  • Vom physikalischen Standpunkt aus ist das erfindungsgemäß hergestellte Produkt eine wärmebeständige, sich nicht verflüchtigende blaßgelbe Substanz mit der Konsistenz, die, falls flüssig, der des Rizinusöls ähnlich ist, und mit einem spezifischen Gewicht zwischen 1,07 und 1,14. Sie erstarrt beim Abkühlen zu einer glasartigen festen Masse und ist in Wasser unlöslich, jedoch in den meisten gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln leicht löslich. Das gelbe Produkt ist nicht in allen Verhältnissen mit Methanol oder Äthylenglykol mischbar, ist aber in Äthanol oder Propanol viel leichter löslich. Mit Kohlenwasserstoffen, wie Mineralöl, Petroleum, Benzin und Petroläther, mischt es sich leicht, ebenso mit organischen Säuren, Estern, Äthern, Ketonen, Aminen und den meisten plastizierenden Mitteln. Das Produkt ist in konzentrierter Schwefelsäure vollständig löslich und kann hieraus durch Verdünnung mit Wasser wieder erhalten werden. Dies war auf Grund der früheren Kenntnisse von den Eigenschaften anderer Alkylanthrachinone, die feste Substanzen und relativ schwer löslich sind, kaum zu erwarten.
  • Das vielleicht herausstechendste physikalische Merkmal von 2-Amylanthrachinon ist, daß bestimmte Formen bei Normaltemperatur als Flüssigkeiten Bestand haben. Die bisher bekannten Alkylanthrachinone sind kristalline feste Substanzen mit einem beträchtlich höheren spezifischen Gewicht, als es das erfindungsgemäß hergestellte Produkt zeigt.
  • Chemisch gesehen ist 2-Amylanthrachinon gegenüber Oxydationsmitteln beständig, kann aber durch Reduktionsmittel zu Anthrahydrochinon reduziert werden. Durch Hydrierung mit aktiven Katalysatoren bei erhöhter Temperatur kann Amylanthrachinon zu Tetrahydroamylanthrahydrochinon reduziert werden.
  • Trennung und Reinigung des Produkts von orga- nischen Lösungen kann man durch Behandeln mit einem Überschuß von Natriumdithionat, anschließendes Filtrieren der roten wäßrigen Lösung, um Fremdgegenstände zu entfernen und Durchblasen von Luft erreichen. Behandelt man Amylanthrachinon bei überhöhten Temperaturen mit Oleum, so tritt Sulfonierung ein.
  • Natürlich können bei Herstellung des Produkts nach kommerziellen Gesichtspunkten Mischungen der Amylanthrachinone im allgemeinen wirtschaftlicher hergestellt werden als die reinen einzelnen Isomere.
  • Es kann entweder das gereinigte oder das rohe Produkt für die meisten Zwecke bei der Produktion anderer Chemikalien, sowohl organischer als auch anorganischer, direkt verwendet werden. Ebenso ist offensichtlich, daß die Erfindung in der Form organischer Mischungen mit anderen Lösungsmitteln angewandt werden kann, besonders, wenn der Haupt- oder aktive Bestandteil einer solchen Lösung 2-Amylanthrachinon ist.

Claims (4)

PATENTANSPRÜCHE-.
1. Verfahren zur Herstellung von 2-Amylanthrachinonen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Mischung aus Oleum, das 5 bis 10°/o SOa enthält, und 2-(4'-Amylbenzoyl)-benzoesäure in einem Verhältnis von mindestens 5 Teilen Oleum auf 1 Teil dieser Benzoesäure zwischen etwa 0,5 und 14 Stunden auf eine Temperatur von ungefähr 65 bis 95"C erhitzt, die Reaktionsmischung mit Wasser verdünnt und dann das Reaktionsprodukt gewonnen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das 2-Amylanthrachinon durch Extraktion mit einem organischen Lösungsmittel gewonnen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als organisches Lösungsmittel Tetrachlorkohlenstoff verwendet wird und der Tetrachlorkohlenstoffextrakt mit Wasser gewaschen und dann mit Natriumhydroxydlösung behandelt wird, um nicht umgesetzte 2-(4'-Amylbenzoyl)-benzoesäure zu entfernen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionsmischung nach der Verdünnung mit Wasser stehengelassen wird, bis sie sich in zwei Schichten getrennt hat, und die 2-Amylanthrachinon enthaltende Schicht abgetrennt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften: Journal of the Chemical Society, 1945, S. 181; Journal für angewandte Chemie (russisch), 33, 1960, S. 1893 bis 1896, referiert im Chemischen Zentralblatt, 1967, 5. 1265.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1989002886A3 (fr) * 1987-09-23 1989-05-05 Basf Ag 2-neopentylanthraquinone

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WO1989002886A3 (fr) * 1987-09-23 1989-05-05 Basf Ag 2-neopentylanthraquinone

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